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Forum / Liebe & Beziehung

Weiß nicht ein und aus - Sackgasse - lang

Letzte Nachricht: 13. August 2007 um 14:32
S
sappho_12453877
13.08.07 um 12:20

Tja, da fange ich wohl mal ganz von vorne an.....

Ich (27) bin bzw. war seid 8 Jahren mit meinem Freund zusammen. Ich bin vor 5 Jahren für ihn von Niedersachsen nach Westfalen gezogen, weil er partout nicht aus seiner gewohnten Umgebung weg wollte.
Die 3 Jahre vorher haben wir gependelt.
Im Großen und Ganzen hatten wir eine sehr schöne Beziehung, wir zwei haben uns genügt, hatten eine sehr schöne Wohnung, tolle Freunde, jeder hat sein Ding gemacht.....
Aber irgendwie war ich in der ganzen Zeit sehr selten "ausgefüllt". Ich war immer auf der Suche, nach Bestätigung? Hm, ich denke schon. Sexuell lief es bei uns von Anfang an nicht gut, er meint heute ich hätte ihn oft unter Druck gesetzt.
Naja, so sind die 5 Jahre halt ins Land gezogen. Von Hochzeit war die Rede, als er mir einen Antrag gemacht hat hatte ich einen Klos im Hals, weil ich es eigentlich nicht wollte, aber natürlich ja gesagt hab, weil man das ja so macht.
Termin wäre letztes Jahr im August gewesen, dann ist meine Mutter letztes Jahr schwer krank geworden. In dieser Zeit habe ich das erste Mal bewusst gemerkt, wie wenig er hinter mir stand. Durch die Entfernung nach Hause (300km) war meine Mutter öfter bei uns um sich zu erholen, das hat ihn alles genervt, er war schlecht gelaunt, gereizt und und und.....
Hochzeit wurde verschoben und wir haben uns kurzfristig entschlossen (kommt mir jetzt vor wie eine "Wenn-nicht-jetzt-dann-nie-Entscheidung") im Februar 07 zu heiraten. Gesagt getan, die Hochzeit war nett, mehr nicht. Ich habe mich einfach nicht gut dabei gefühlt.

Dann habe ich durch Zufall am 11. März einen wunderbaren Mann kennengelernt, einfach so. Ich habe sofort gemerkt dass hier Etwas passiert was nicht sein darf, aber nicht mehr aufzuhalten ist. Ich bin gegen diese Gefühle nicht angekommen, ich habe nur gemerkt dass ich für meinen Ex nichts Anderes als Freundschaft empfinde. Kein Verlangen, kein berühren wollen, leidenschaftlich küssen haben wir schon seit langer Zeit nicht mehr gemacht.....

Ich habe mich getrennt, mir eine eigene Wohnung genommen. Mein Ex hat die Welt nicht mehr verstanden. Er hat immer die Augen davor verschlossen dass etwas nicht stimmt. Mein Fehler, ich hätte ihm viel öfter sagen müssen dass etwas nicht i.O. ist.

Meine Familie steht hinter meiner Entscheidung, sie kennen die Hintergründe.

Mit meinem neuen Freund ist es sehr schön, im Grunde genommen ist er das was ich immer gesucht habe, ABER, ich denke sehr oft an meinen Ex. Ich schalte alles negative aus und denke immer an die schönen Zeiten. Ist das immer so? Kann ich einfach nicht loslassen? Ich weiß es einfach nicht. Ich vermisse ihn nicht wirklich, ich denke einfach nur viel an ihn und an unsere gemeinsame Zeit......


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G
genna_12482966
13.08.07 um 13:51

Gedanken der vergangenheit
hallo schnupps,

ich glaube der grund dafür liegt in der freundschaft, die du für deinen ex empfindest. genau das war auch der grund, warum ich mich von meinem freund getrennt habe. ich mochte/mag ihn immernoch sehr und er gehört/e zu meinen ersten ansprechpartnern, doch ich wollte nicht von ihm berührt werden, keine küsse mehr und sex auch nicht... deshalb trennte ich mich.

es ist normal, dass du an ihn denkst. es wäre schade, wenn es nicht so wäre... er wird immer ein fleckchen in deinem herzen haben. aber in der vergangenheit. mach nicht den fehler wie ich und versuche die freundschaft aufrechtzuerhalten- das geht in nur wenigen fällen. bei mir hat es alles kaputt gemacht. wirklich alles. meine große liebe, meine freundschaften und MICH.

gehe die zukunft mit deinem neuen freund und lass die vergangenheit vergangenheit sein.

gruß
guapa

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S
sappho_12453877
13.08.07 um 13:59
In Antwort auf genna_12482966

Gedanken der vergangenheit
hallo schnupps,

ich glaube der grund dafür liegt in der freundschaft, die du für deinen ex empfindest. genau das war auch der grund, warum ich mich von meinem freund getrennt habe. ich mochte/mag ihn immernoch sehr und er gehört/e zu meinen ersten ansprechpartnern, doch ich wollte nicht von ihm berührt werden, keine küsse mehr und sex auch nicht... deshalb trennte ich mich.

es ist normal, dass du an ihn denkst. es wäre schade, wenn es nicht so wäre... er wird immer ein fleckchen in deinem herzen haben. aber in der vergangenheit. mach nicht den fehler wie ich und versuche die freundschaft aufrechtzuerhalten- das geht in nur wenigen fällen. bei mir hat es alles kaputt gemacht. wirklich alles. meine große liebe, meine freundschaften und MICH.

gehe die zukunft mit deinem neuen freund und lass die vergangenheit vergangenheit sein.

gruß
guapa

Hallo Guapa
Ich danke Dir sehr für Deine Worte die mir quasi aus der Seele sprechen.

Das ist mein täglicher innerer Kampf, ist es Freundschaft oder doch noch mehr? Kann Gewohnheit nicht auch Liebe sein? Aber Du hast recht, ich mochte schon lange nicht mehr von ihm geküsst werden, manchmal haben wir wochenlang nicht miteinander geschlafen. Und ja, er war immer mein erster Ansprechpartner, so stur wie er auch ist, so gut konnte er auch zuhören. Vor allem war er hier meine "Familie", da meine komplette Familie in Niedersachsen lebt.

Und ja, ich bin ein Mensch der immer irgendwie alles im Guten hinbekommen will. Diesmal geht es einfach nicht.

Vielen vielen Dank nochmal.

Lieben Gruß
Schnupps

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S
sappho_12453877
13.08.07 um 14:18

Stimmt....
Ja, Du hast Recht. Genau das sind die Punkte die mir permanent im Kopf rumkreisen. Im Grunde genommen vergesse ich total, warum ich mich getrennt habe. Natürlich gab es einen Auslöser, das war mein neuer Freund.
Aber wenn es gestimmt hätte, wäre mein Herz nie für jemand anderen offen gewesen. Ich gebe oft mir die Schuld, hätte ich doch dies oder das anders gemacht. Vergessen tue ich, dass ich bei ihm oft um Zuneigung betteln musste, 1000x fragen ob er mich mal in den Arm nehmen kann.....

Und ja, es ist auch das schlechte Gewissen. Er hatte so eine bestimmte Art an sich, dann kommt er mir vor wie ein kleiner Junge. Daran muss ich immer denken. Ich fühle mich verantortlich für ihn, ich hoffe das ich meinen Weg finden werde, auch wenn es, wie Du so schön sagst, eine verlängerte Verarbeitungsphase ist.....

Danke Dir.

LG
Schnupps

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G
genna_12482966
13.08.07 um 14:18
In Antwort auf sappho_12453877

Hallo Guapa
Ich danke Dir sehr für Deine Worte die mir quasi aus der Seele sprechen.

Das ist mein täglicher innerer Kampf, ist es Freundschaft oder doch noch mehr? Kann Gewohnheit nicht auch Liebe sein? Aber Du hast recht, ich mochte schon lange nicht mehr von ihm geküsst werden, manchmal haben wir wochenlang nicht miteinander geschlafen. Und ja, er war immer mein erster Ansprechpartner, so stur wie er auch ist, so gut konnte er auch zuhören. Vor allem war er hier meine "Familie", da meine komplette Familie in Niedersachsen lebt.

Und ja, ich bin ein Mensch der immer irgendwie alles im Guten hinbekommen will. Diesmal geht es einfach nicht.

Vielen vielen Dank nochmal.

Lieben Gruß
Schnupps

An schnupps
ich dacht immer, ich bin die einzige die solche probleme mit sich herum trägt, aber anscheind geht es dir genauso.
gewohnheit ist was schönes und vertrautes. wie viele nächte habe ich darüber gegrübelt, ob es nicht sinn macht sein restliches leben mit jemanden zu verbringen, den man sehr schätzt, mit dem man lachen kann, der einen kennt, mit dem man gerne durch dick und dünn gegangen ist und mit dem man pferde stehlen möchte... doch irgendwann hat man eine entscheidung getroffen. auch wenn man manchmal daran gezweifelt hatte, wusste ich es war die richtige entscheidung, dass ich meinen eigenen weg geh. wir sind (waren) sehr gute freunde die immernoch sehr viel zeit mit einander verbringen, doch leider behindert das die weiterentwicklung. irgendwie ist es teilweise wie immer noch in einer beziehung- keiner ist so richtig offen für etwas neues... ich verstehe das auch nicht. doch ich merke jetzt, dass mich das kaputt macht. und deshalb werde ich nun endgültig gehen. auch wenn ich nicht wirklich möchte... aber es ist besser.

wie lange geht denn das mit deinem neuen freund so?
die hochzeit muss doch schrecklich gewesen sein für dich, oder nicht? warum haben wir immer zu wenig mut, das zu sagen, was wir wirklich wollen? haben wir angst jemanden zu verletzen? haben wir angst die falsche entscheidung zu treffen?

ganz lieben gruß

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S
sappho_12453877
13.08.07 um 14:32
In Antwort auf genna_12482966

An schnupps
ich dacht immer, ich bin die einzige die solche probleme mit sich herum trägt, aber anscheind geht es dir genauso.
gewohnheit ist was schönes und vertrautes. wie viele nächte habe ich darüber gegrübelt, ob es nicht sinn macht sein restliches leben mit jemanden zu verbringen, den man sehr schätzt, mit dem man lachen kann, der einen kennt, mit dem man gerne durch dick und dünn gegangen ist und mit dem man pferde stehlen möchte... doch irgendwann hat man eine entscheidung getroffen. auch wenn man manchmal daran gezweifelt hatte, wusste ich es war die richtige entscheidung, dass ich meinen eigenen weg geh. wir sind (waren) sehr gute freunde die immernoch sehr viel zeit mit einander verbringen, doch leider behindert das die weiterentwicklung. irgendwie ist es teilweise wie immer noch in einer beziehung- keiner ist so richtig offen für etwas neues... ich verstehe das auch nicht. doch ich merke jetzt, dass mich das kaputt macht. und deshalb werde ich nun endgültig gehen. auch wenn ich nicht wirklich möchte... aber es ist besser.

wie lange geht denn das mit deinem neuen freund so?
die hochzeit muss doch schrecklich gewesen sein für dich, oder nicht? warum haben wir immer zu wenig mut, das zu sagen, was wir wirklich wollen? haben wir angst jemanden zu verletzen? haben wir angst die falsche entscheidung zu treffen?

ganz lieben gruß


Nein, Du bist nicht die Einzige.....

Ich brauche Sicherheit, ich brauche diesen täglichen Alltagstrott, dann fühle ich mich wohl. Er kannte mich, ohne Frage. Wir konnten sehr viel miteinander lachen, haben die Sonntage auf dem Sofa verbracht...im Grunde waren wir wie eine WG, wie zwei Kinder die nicht so wirklich erwachsen werden wollen. Ich habe mir halt immer eingeredet dass mir das alles reicht. Das es nicht darum geht auch mal begehrt zu werden.
Aber das stimmt nicht, das ist auch ein wichtiger Teil, der einfach zu einer Beziehung dazugehört.

Nein, die Hochzeit war nicht schön. Ich dachte ich tue das Richtige, Augen zu und durch. Hätte ich nur auf mich gehört.

Nach der Trennung hat er mir auch beim Umzug geholfen, fand ich alles sehr nett von ihm, aber er hat nie um mich gekämpft. Er hat mich quasi gehen lassen. Haben dann auch mal Kaffee getrunken, viel geredet, es war halt alles vertraut, man kennt sich ja. Diese Vertrautheit hätte ich nicht aufkommen lassen sollen.

Mein Freund ist so ein liebenswerter Mensch, er weiß über alles Bescheid, er gibt mir alle Zeit die ich brauche.

Oh man, dass Gefühle einen so aus der Bahn werfen können.....

Hm, kann verstehen dass Du Dich erstmal zurückziehst, es entwickelt sich sonst eine Art Abhängigkeit, das ist verdammt schwierig.

GLG zurück

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