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Forum / Liebe & Beziehung

Weihnachtsgeschenk für Arbeitskollegen

Letzte Nachricht: 29. Dezember 2004 um 23:23
M
monika_12246624
19.12.04 um 0:25

Hallo,

Ich würde gerne mal ein paar Meinungen/Gedankenanstöße hören zu einer Sache, die mir in diesen Tagen durch den Kopf geht, gerne auch von Männern, um mal zu sehen, was das andere Geschlecht so drüber denkt ...
Ich habe einen Arbeitskollegen, den ich sehr sehr gerne mag (eigentlich mehr als das...). Inzwischen weiß ich von ihm, dass auch er mich sehr mag. Da er jedoch eine Freundin hat, habe ich es nie auf mehr angelegt. Wir haben inzwischen einfach eine vertraute, freundschaftliche Beziehung zueinander, aber mehr ist nicht, denn ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, es auf mehr anzulegen, wenn ich weiß, dass er in festen Händen ist. Um so mehr tut es weh, von ihm zu hören, dass er nicht glücklich ist. Seine Freundin ist sehr auf Karriere aus (ist auch sehr erfolgreich), während er eher der Familienmensch ist und nun gerne Kinder hätte. Sie ist Stadtmensch, er träumt vom Häuschen im Grünen und großer Familie... Aber ich denke, ich kann da nichts tun, er muß selbst entscheiden, wie es für ihn weitergeht, ob er eine Zukunft mit seiner Freundin sieht und sie einen Kompromiß finden, oder ob er sich trennt. Soviel zur Vorgeschichte...
Er weiß, dass ich ihn sehr mag, ob er weiß, dass es Liebe ist, keine Ahung, ich denke, eher nicht...

Mein Problem ist, ich wollte ihm eine kleine Freude machen zu Weihnachten, wollte ihm etwas schenken, einfach nur eine Kleinigkeit, damit er sieht, dass ich an ihn denke und es sollte etwas Besonderes sein...
Ich mache viel Handwerkliches und so habe ich ihm nun einen kleinen Glücksbringer getöpfert (ein Tierchen, kann man sich auf den Schreibtisch stellen oder wo auch immer hin). Ich schätze ihn so ein, dass er sich da wirklich drüber freuen würde.

Mein Problem: Es ist bei uns absolut nicht üblich, dass die Kollegen sich was schenken. Da er das Teil aber sicher nicht nach Hause zu seiner Freundin nehmen würde, würde es wohl im Büro bleiben. Ich habe Angst, dass ich ihn damit "überfalle", dass er sich vielleicht gar nicht freut, weil er Angst hat, dass dann Gerüchte aufkommen, so nach dem Motto, schau mal, er hat als einziger etwas bekommen...
Wir haben "Einzelbüros", also vielleicht würde es ja gar niemand mitbekommen, dass ich ihm etwas mitgebracht habe. Aber es wäre möglich...
Andererseits sage ich mir, jeder bei uns weiß, dass er und ich uns gut verstehen und warum soll ich ihm nicht - freundschaftlich - eine Kleinigkeit schenken?!?
Kann natürlich auch sein, dass er dann ins Grübeln kommt, warum ich ihm etwas schenke und dahinterkommt, dass es von meiner Seite her dann doch mehr als Freundschaft ist und ich dadurch unser vertrautes Verhältnis zerstöre...?
Es ist wahrscheinlich ein absolut "lächerliches" Problem in mancher Leute Augen, aber ich bin nun total verunsichert und würde mich freuen über den ein oder anderen Rat.
Auch an die Männer: Würdet ihr euch über so eine kleine Geste freuen oder wärt ihr eher verärgert, weil ich nicht wollt, dass Gerüchte aufkommen?
Danke!

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R
roshna_12760382
19.12.04 um 11:56


Hallo Amoris,

ich würde mir nicht so viele Gedanken machen! Wenn Ihr gut befreundet seid und Du ihm eine Kleinigkeit zu Weihnachten schenken möchtest - warum denn nicht? Er wird sich sicher freuen. Und Du findest bestimmt auch eine Gelegenheit, ihm das Geschenk zu geben, ohne daß es jemand anders mitbekommt. Einfach locker bleiben!

Ich bin auch mit einem Kollegen sehr gut befreundet, und ich werde ihm auf jeden Fall was zu Weihnachten schenken. Bzw. ich hab ihm auch schon mal hin und wieder ne Kleinigkeit geschenkt, ein Reisemitbringsel z. B. Und er hat sich darüber gefreut. Da war gar nix bei.

Also fröhliche Weihnachten!
Gruß
Scholli

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M
monika_12246624
19.12.04 um 23:39
In Antwort auf roshna_12760382


Hallo Amoris,

ich würde mir nicht so viele Gedanken machen! Wenn Ihr gut befreundet seid und Du ihm eine Kleinigkeit zu Weihnachten schenken möchtest - warum denn nicht? Er wird sich sicher freuen. Und Du findest bestimmt auch eine Gelegenheit, ihm das Geschenk zu geben, ohne daß es jemand anders mitbekommt. Einfach locker bleiben!

Ich bin auch mit einem Kollegen sehr gut befreundet, und ich werde ihm auf jeden Fall was zu Weihnachten schenken. Bzw. ich hab ihm auch schon mal hin und wieder ne Kleinigkeit geschenkt, ein Reisemitbringsel z. B. Und er hat sich darüber gefreut. Da war gar nix bei.

Also fröhliche Weihnachten!
Gruß
Scholli

Ja, eigentlich ist nichts dabei...
Hallo Scholli,

Danke für deine Antwort! Du hast recht, ich mache mir zuviele Gedanken! Wäre es für mich definitiv "nur Freundschaft", so würde ich ihm einfach was schenken und da könnte ich drüber stehen, wenn jemand lästert.

Aber (leider) liebe ich ihn. Ich versuche, es mir nicht anmerken zu lassen. Ich glaube auch, dass er es nicht weiß, höchstens vielleicht einen Hauch einer Ahnung hat. Nur falls dann jemand lästern würde, dass ich ihm etwas schenke und herumerzählen würde, dass ich es auf ihn abgesehen habe, könnte ich es in diesem speziellen Fall leider nicht so locker wegstecken, weil eben ein Körnchen Wahrheit drinsteckt...
Die Hauptangst ist auch, dass er vielleicht merkt, wie ich wirklich für ihn fühle und dann in Zukunft abblockt, weil er in einer Beziehung ist. Denn so wie ich ihn inzwischen kenne, ist er wirklich absolut ehrlich und treu und würde seine Freundin nie hintergehen.

Aber ich werde es einfach wagen und ihm das Geschenk geben bzw. es zumindest mitnehmen zur Arbeit und hoffen, dass ich eine Gelegenheit bekomme, es ihm zu geben.

Viele Grüße und dir auch schöne Weihnachten!
Amoris

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R
roshna_12760382
22.12.04 um 17:03
In Antwort auf monika_12246624

Ja, eigentlich ist nichts dabei...
Hallo Scholli,

Danke für deine Antwort! Du hast recht, ich mache mir zuviele Gedanken! Wäre es für mich definitiv "nur Freundschaft", so würde ich ihm einfach was schenken und da könnte ich drüber stehen, wenn jemand lästert.

Aber (leider) liebe ich ihn. Ich versuche, es mir nicht anmerken zu lassen. Ich glaube auch, dass er es nicht weiß, höchstens vielleicht einen Hauch einer Ahnung hat. Nur falls dann jemand lästern würde, dass ich ihm etwas schenke und herumerzählen würde, dass ich es auf ihn abgesehen habe, könnte ich es in diesem speziellen Fall leider nicht so locker wegstecken, weil eben ein Körnchen Wahrheit drinsteckt...
Die Hauptangst ist auch, dass er vielleicht merkt, wie ich wirklich für ihn fühle und dann in Zukunft abblockt, weil er in einer Beziehung ist. Denn so wie ich ihn inzwischen kenne, ist er wirklich absolut ehrlich und treu und würde seine Freundin nie hintergehen.

Aber ich werde es einfach wagen und ihm das Geschenk geben bzw. es zumindest mitnehmen zur Arbeit und hoffen, dass ich eine Gelegenheit bekomme, es ihm zu geben.

Viele Grüße und dir auch schöne Weihnachten!
Amoris


Dann schreib doch mal, wie es gelaufen ist.

Viele Grüße
Scholli

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M
monika_12246624
23.12.04 um 14:35
In Antwort auf roshna_12760382


Dann schreib doch mal, wie es gelaufen ist.

Viele Grüße
Scholli

Deprimierend
Hallo Scholli,

danke, dass du nochmal reingeschaut hast. Dann will ich dir auch gleich erzählen, was herauskam, ich denke, es wird mir allein schon gut tun, es mal runterzuschreiben! Leider ist es nicht so gelaufen, wie ich gedacht habe...

Am Montag habe ich ihm das Geschenk gegeben und hatte auch Glück, denn ich habe ihn unter vier Augen erwischt und seine Mitarbeiter haben es nicht mitbekommen, dass ich ihm das Päckchen gegeben habe. Er war wohl etwas überrascht, hat aber sehr positiv drauf reagiert und ich hatte echt den Eindruck, dass er sich freut und bin dann wieder weg in mein eigenes Büro (er hatte es noch nicht ausgepackt). Wir arbeiten zwar in einer Abteilung, allerdings nicht "zusammen", haben also so gesehen nur in den Mittagspausen oder vor/nach der Arbeit Kontakt miteinander. Seine Leute hatten an dem Tag (letzten Montag) abends Weihnachtsfeier und da wollte ich mich aus dem Staub machen, bevor die alle zu ihm kommen und noch was mitbekommen . Aber ich war echt froh, da er so gestrahlt hat und sich bedankt hat, dass ich wirklich dachte, er freut sich, dass ich an ihn gedacht habe.

Allerdings hat es mich dann am Tag drauf alles ziemlich deprimiert. Ich habe ihn morgens getroffen als er gerade von der Bushaltestelle kam und ich auch auf dem Weg zu unserem Gebäude war. Er war sehr freundlich, hat gleich gelächelt als er mich sah und gewartet bis ich bei ihm war. Er hat dann von der Weihnachtsfeier am Abend zuvor erzählt, ich habe ihn einiges gefragt, alles wirklich ganz normal. Dann meinte er plötzlich, "Du brauchst mir übrigens nichts zu schenken." Ich sagte drauf, dass ich das weiß, aber dachte, er freut sich vielleicht drüber und habe gefragt, ob er es denn schon aufgemacht hat. Da er "Ja" meinte, habe ich ihm dann erzählt, wie ich zu der Idee kam (dass ich ihm dieses Tierchen getöpfert habe, beruhte auf einer kleinen Geschichte eines solchen Tieres, was in dieser Geschichte seinen Namen trägt ...) und dass ich ihm halt eine Freude machen wollte, aber er könnte es mir ja wiedergeben, wenn er es nicht will. Er kannte die Geschichte nicht. Er sagte jetzt auch nicht, dass er es nicht haben will oder zurückgeben will, aber er meinte, er braucht sowas eigentlich nicht, das sei einfach nicht üblich hier, sich etwas zu schenken (womit er ja recht hat, aber darum ging es mir ja nicht)... In dem Moment waren wir dann schon bei seinem Büro angekommen und ich habe mich von ihm verabschiedet.
Ob er das "er braucht sowas nicht" nun auf die Art des Geschenkes oder darauf, überhaupt irgendetwas geschenkt zu bekommen, bezog weiß ich auch nicht. Er hat das alles freundlich gesagt, aber irgendwie war es dennoch irgendwo sehr verletzend... Er hätte ja zumindest mal sagen können, dass er es nett findet, dass ich an ihn gedacht habe, oder irgendetwas anderes positives... Aber es ging ihm einfach nur drum, dass das ja hier nicht üblich sei... Damit scheint er wohl ein größeres Problem zu haben, dabei habe ich ihm das Päckchen ja unter vier Augen gegeben und es hat niemand mitbekommen.
Das einzig Positive war, dass er, als ich auf dem Weg zu unseren Büros noch ins Lager mußte, um etwas mitzunehmen, gewartet hat. Ich hatte nicht damit gerechnet, er wartet sonst ja nie, wenn jemand von den anderen Kollegen auf dem Weg noch was abholen muß und geht sonst immer schon weiter und er war ja auch spät dran, da der Bus verspätet gewesen war. Ich habe länger gebraucht, weil ich nicht gleich das richtige gefunden hatte, und als ich aus dem Lager wieder raus kam, stand er noch da und schaute mich lächelnd an und wartete bis ich wieder bei ihm war.

Ich weiß jetzt auch nicht... Dass er so reagiert, hätte ich echt nicht gedacht und es hat mich in dem Moment wirklich verletzt. Als ich ihm das Geschenk montags gab, reagierte er sehr positiv und ich dachte echt, er freut sich. Daher kam dies am Dienstag Morgen für mich so unerwartet, geradeso als ob er drüber geschlafen hat und am nächsten Morgen anderer Meinung ist. Gut, er war sicher auch überrascht als ich es ihm gab. Vielleicht hat er auch nur Angst, dass jemand von den anderen sieht, dass ich ihm was geschenkt habe oder es ist ihm zuviel Annäherung???

Ich habe im ersten Moment dann befürchtet, dass er spätestens jetzt gemerkt hat, was Sache ist von meiner Seite her und mir nun aus dem Weg geht, wenn er diese Gefühle nicht erwidert, aber wir waren mittags dann dennoch zusammen Essen und er war vollkommen normal zu mir, als wäre das mit dem Geschenk nie geschehen. Er hat auch nichts drüber gesagt, es waren aber auch noch zwei andere Kollegen dabei.
Ich war mit dem Auto auf der Arbeit und habe nachmittags ein Fahrrad gebraucht, um bei Kollegen in einem anderen Gebäude etwas abzuholen (ist ein riesiges Firmengelände), da hat er mir auch sofort seins geliehen, was immer bei uns am Gebäude steht.
Ich habe ihm dann nachmittags angeboten, ihn abends zum Zug zu fahren, damit er nicht den Bus nehmen muß und er meinte, er sei mit einem Kollegen am Bus verabredet und müßte dem dann Bescheid sagen, aber wenn ich den Kollegen auch mitnehmen würde, würden sie beide mitkommen und er meldet sich dann bei mir, sobald er den anderen Kollegen gesprochen hat. 10 Minuten später, kurz bevor er zum Bus losgemußte, kam eine Mail "Ich nehm den Bus, danke fürs Angebot" Das hat mich echt getroffen, da ich dachte, er weicht mir nun absichtlich aus.
Ich bin dann auch gegangen. Auf dem Weg zum Auto komme ich an der Haltestelle vorbei und da der Bus verspätet war, haben wir uns dann nochmal an der Haltestelle getroffen. Da er allein war, habe ich ihn nochmal direkt angesprochen, ob er sauer wäre wegen des Geschenks und deswegen nicht mehr mit mir zum Bahnhof fährt. Denn er machte eigentlich nicht den Eindruck. Als er mich von weitem kommen sah, kam er mir schon entgegen und strahlte wieder übers ganze Gesicht. Nur konnte ich mir einfach nicht erklären, warum er nicht mitfahren wollte und warum er überhaupt so komisch auf das Geschenk reagierte.
Naja, er meinte, er sei ganz sicher nicht sauer, aber er habe den anderen Kollegen telefonisch nicht mehr erreicht und wollte daher an der Bushaltestelle auf ihn warten, nur sei er bisher nicht gekommen, vielleicht sei dem etwas dazwischen gekommen. Was das Geschenk angeht, denkt er, das sei nicht angemessen.
Nun ja, was soll ich darauf sagen??? Da in dem Moment der Bus kam, habe ich ihm nur noch schöne Weihnachten gewünscht und mich verabschiedet, da er nun Urlaub hat bis Anfang Januar. Das mit dem Kollegen glaube ich ihm, denn ich war dabei, als sie sich mittags verabredet haben.
Ich verstehe es nur einfach nicht, dass er mit dem Geschenk so ein Problem hat! Und was meinte er mit "angemessen", wie soll ich das verstehen???
Einerseits albert er mit mir rum und erzählt mir alles mögliche, andererseits reagiert er so seltsam, wenn ich ihm eine Kleinigkeit zu Weihnachten mitbringe?!? Das ist für mich nicht normal! Es war nur lieb gemeint, ich habe auch nichts erwartet von ihm! Aber diese komplette Ablehnung tut einfach weh und hat mir meine Weihnachtsstimmung komplett vermiest !
Ich danke dir für deine Hilfe und wünsche dir schöne Weihnachten!

Viele Grüße
Amoris

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R
roshna_12760382
23.12.04 um 17:05
In Antwort auf monika_12246624

Deprimierend
Hallo Scholli,

danke, dass du nochmal reingeschaut hast. Dann will ich dir auch gleich erzählen, was herauskam, ich denke, es wird mir allein schon gut tun, es mal runterzuschreiben! Leider ist es nicht so gelaufen, wie ich gedacht habe...

Am Montag habe ich ihm das Geschenk gegeben und hatte auch Glück, denn ich habe ihn unter vier Augen erwischt und seine Mitarbeiter haben es nicht mitbekommen, dass ich ihm das Päckchen gegeben habe. Er war wohl etwas überrascht, hat aber sehr positiv drauf reagiert und ich hatte echt den Eindruck, dass er sich freut und bin dann wieder weg in mein eigenes Büro (er hatte es noch nicht ausgepackt). Wir arbeiten zwar in einer Abteilung, allerdings nicht "zusammen", haben also so gesehen nur in den Mittagspausen oder vor/nach der Arbeit Kontakt miteinander. Seine Leute hatten an dem Tag (letzten Montag) abends Weihnachtsfeier und da wollte ich mich aus dem Staub machen, bevor die alle zu ihm kommen und noch was mitbekommen . Aber ich war echt froh, da er so gestrahlt hat und sich bedankt hat, dass ich wirklich dachte, er freut sich, dass ich an ihn gedacht habe.

Allerdings hat es mich dann am Tag drauf alles ziemlich deprimiert. Ich habe ihn morgens getroffen als er gerade von der Bushaltestelle kam und ich auch auf dem Weg zu unserem Gebäude war. Er war sehr freundlich, hat gleich gelächelt als er mich sah und gewartet bis ich bei ihm war. Er hat dann von der Weihnachtsfeier am Abend zuvor erzählt, ich habe ihn einiges gefragt, alles wirklich ganz normal. Dann meinte er plötzlich, "Du brauchst mir übrigens nichts zu schenken." Ich sagte drauf, dass ich das weiß, aber dachte, er freut sich vielleicht drüber und habe gefragt, ob er es denn schon aufgemacht hat. Da er "Ja" meinte, habe ich ihm dann erzählt, wie ich zu der Idee kam (dass ich ihm dieses Tierchen getöpfert habe, beruhte auf einer kleinen Geschichte eines solchen Tieres, was in dieser Geschichte seinen Namen trägt ...) und dass ich ihm halt eine Freude machen wollte, aber er könnte es mir ja wiedergeben, wenn er es nicht will. Er kannte die Geschichte nicht. Er sagte jetzt auch nicht, dass er es nicht haben will oder zurückgeben will, aber er meinte, er braucht sowas eigentlich nicht, das sei einfach nicht üblich hier, sich etwas zu schenken (womit er ja recht hat, aber darum ging es mir ja nicht)... In dem Moment waren wir dann schon bei seinem Büro angekommen und ich habe mich von ihm verabschiedet.
Ob er das "er braucht sowas nicht" nun auf die Art des Geschenkes oder darauf, überhaupt irgendetwas geschenkt zu bekommen, bezog weiß ich auch nicht. Er hat das alles freundlich gesagt, aber irgendwie war es dennoch irgendwo sehr verletzend... Er hätte ja zumindest mal sagen können, dass er es nett findet, dass ich an ihn gedacht habe, oder irgendetwas anderes positives... Aber es ging ihm einfach nur drum, dass das ja hier nicht üblich sei... Damit scheint er wohl ein größeres Problem zu haben, dabei habe ich ihm das Päckchen ja unter vier Augen gegeben und es hat niemand mitbekommen.
Das einzig Positive war, dass er, als ich auf dem Weg zu unseren Büros noch ins Lager mußte, um etwas mitzunehmen, gewartet hat. Ich hatte nicht damit gerechnet, er wartet sonst ja nie, wenn jemand von den anderen Kollegen auf dem Weg noch was abholen muß und geht sonst immer schon weiter und er war ja auch spät dran, da der Bus verspätet gewesen war. Ich habe länger gebraucht, weil ich nicht gleich das richtige gefunden hatte, und als ich aus dem Lager wieder raus kam, stand er noch da und schaute mich lächelnd an und wartete bis ich wieder bei ihm war.

Ich weiß jetzt auch nicht... Dass er so reagiert, hätte ich echt nicht gedacht und es hat mich in dem Moment wirklich verletzt. Als ich ihm das Geschenk montags gab, reagierte er sehr positiv und ich dachte echt, er freut sich. Daher kam dies am Dienstag Morgen für mich so unerwartet, geradeso als ob er drüber geschlafen hat und am nächsten Morgen anderer Meinung ist. Gut, er war sicher auch überrascht als ich es ihm gab. Vielleicht hat er auch nur Angst, dass jemand von den anderen sieht, dass ich ihm was geschenkt habe oder es ist ihm zuviel Annäherung???

Ich habe im ersten Moment dann befürchtet, dass er spätestens jetzt gemerkt hat, was Sache ist von meiner Seite her und mir nun aus dem Weg geht, wenn er diese Gefühle nicht erwidert, aber wir waren mittags dann dennoch zusammen Essen und er war vollkommen normal zu mir, als wäre das mit dem Geschenk nie geschehen. Er hat auch nichts drüber gesagt, es waren aber auch noch zwei andere Kollegen dabei.
Ich war mit dem Auto auf der Arbeit und habe nachmittags ein Fahrrad gebraucht, um bei Kollegen in einem anderen Gebäude etwas abzuholen (ist ein riesiges Firmengelände), da hat er mir auch sofort seins geliehen, was immer bei uns am Gebäude steht.
Ich habe ihm dann nachmittags angeboten, ihn abends zum Zug zu fahren, damit er nicht den Bus nehmen muß und er meinte, er sei mit einem Kollegen am Bus verabredet und müßte dem dann Bescheid sagen, aber wenn ich den Kollegen auch mitnehmen würde, würden sie beide mitkommen und er meldet sich dann bei mir, sobald er den anderen Kollegen gesprochen hat. 10 Minuten später, kurz bevor er zum Bus losgemußte, kam eine Mail "Ich nehm den Bus, danke fürs Angebot" Das hat mich echt getroffen, da ich dachte, er weicht mir nun absichtlich aus.
Ich bin dann auch gegangen. Auf dem Weg zum Auto komme ich an der Haltestelle vorbei und da der Bus verspätet war, haben wir uns dann nochmal an der Haltestelle getroffen. Da er allein war, habe ich ihn nochmal direkt angesprochen, ob er sauer wäre wegen des Geschenks und deswegen nicht mehr mit mir zum Bahnhof fährt. Denn er machte eigentlich nicht den Eindruck. Als er mich von weitem kommen sah, kam er mir schon entgegen und strahlte wieder übers ganze Gesicht. Nur konnte ich mir einfach nicht erklären, warum er nicht mitfahren wollte und warum er überhaupt so komisch auf das Geschenk reagierte.
Naja, er meinte, er sei ganz sicher nicht sauer, aber er habe den anderen Kollegen telefonisch nicht mehr erreicht und wollte daher an der Bushaltestelle auf ihn warten, nur sei er bisher nicht gekommen, vielleicht sei dem etwas dazwischen gekommen. Was das Geschenk angeht, denkt er, das sei nicht angemessen.
Nun ja, was soll ich darauf sagen??? Da in dem Moment der Bus kam, habe ich ihm nur noch schöne Weihnachten gewünscht und mich verabschiedet, da er nun Urlaub hat bis Anfang Januar. Das mit dem Kollegen glaube ich ihm, denn ich war dabei, als sie sich mittags verabredet haben.
Ich verstehe es nur einfach nicht, dass er mit dem Geschenk so ein Problem hat! Und was meinte er mit "angemessen", wie soll ich das verstehen???
Einerseits albert er mit mir rum und erzählt mir alles mögliche, andererseits reagiert er so seltsam, wenn ich ihm eine Kleinigkeit zu Weihnachten mitbringe?!? Das ist für mich nicht normal! Es war nur lieb gemeint, ich habe auch nichts erwartet von ihm! Aber diese komplette Ablehnung tut einfach weh und hat mir meine Weihnachtsstimmung komplett vermiest !
Ich danke dir für deine Hilfe und wünsche dir schöne Weihnachten!

Viele Grüße
Amoris

Komisch
Hallo Amoris,

na Dein Kollege macht es aber echt kompliziert. Ein einfaches "Dankeschön, wie lieb von Dir" hätte es doch getan! Auch wenn es bei Euch nicht üblich ist, sich was zu schenken. Er bekommt wohl nicht oft Geschenke außer der Reihe? Hat er es denn irgendwo in seinem Büro hingestellt? Das tut mir echt leid, daß es so komisch gelaufen ist. Laß Dir die Weihnachtsstimmung nicht verderben! *drückDichmalganzdoll*

Viele Grüße
Scholli

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B
bevin_11983753
23.12.04 um 17:43
In Antwort auf monika_12246624

Deprimierend
Hallo Scholli,

danke, dass du nochmal reingeschaut hast. Dann will ich dir auch gleich erzählen, was herauskam, ich denke, es wird mir allein schon gut tun, es mal runterzuschreiben! Leider ist es nicht so gelaufen, wie ich gedacht habe...

Am Montag habe ich ihm das Geschenk gegeben und hatte auch Glück, denn ich habe ihn unter vier Augen erwischt und seine Mitarbeiter haben es nicht mitbekommen, dass ich ihm das Päckchen gegeben habe. Er war wohl etwas überrascht, hat aber sehr positiv drauf reagiert und ich hatte echt den Eindruck, dass er sich freut und bin dann wieder weg in mein eigenes Büro (er hatte es noch nicht ausgepackt). Wir arbeiten zwar in einer Abteilung, allerdings nicht "zusammen", haben also so gesehen nur in den Mittagspausen oder vor/nach der Arbeit Kontakt miteinander. Seine Leute hatten an dem Tag (letzten Montag) abends Weihnachtsfeier und da wollte ich mich aus dem Staub machen, bevor die alle zu ihm kommen und noch was mitbekommen . Aber ich war echt froh, da er so gestrahlt hat und sich bedankt hat, dass ich wirklich dachte, er freut sich, dass ich an ihn gedacht habe.

Allerdings hat es mich dann am Tag drauf alles ziemlich deprimiert. Ich habe ihn morgens getroffen als er gerade von der Bushaltestelle kam und ich auch auf dem Weg zu unserem Gebäude war. Er war sehr freundlich, hat gleich gelächelt als er mich sah und gewartet bis ich bei ihm war. Er hat dann von der Weihnachtsfeier am Abend zuvor erzählt, ich habe ihn einiges gefragt, alles wirklich ganz normal. Dann meinte er plötzlich, "Du brauchst mir übrigens nichts zu schenken." Ich sagte drauf, dass ich das weiß, aber dachte, er freut sich vielleicht drüber und habe gefragt, ob er es denn schon aufgemacht hat. Da er "Ja" meinte, habe ich ihm dann erzählt, wie ich zu der Idee kam (dass ich ihm dieses Tierchen getöpfert habe, beruhte auf einer kleinen Geschichte eines solchen Tieres, was in dieser Geschichte seinen Namen trägt ...) und dass ich ihm halt eine Freude machen wollte, aber er könnte es mir ja wiedergeben, wenn er es nicht will. Er kannte die Geschichte nicht. Er sagte jetzt auch nicht, dass er es nicht haben will oder zurückgeben will, aber er meinte, er braucht sowas eigentlich nicht, das sei einfach nicht üblich hier, sich etwas zu schenken (womit er ja recht hat, aber darum ging es mir ja nicht)... In dem Moment waren wir dann schon bei seinem Büro angekommen und ich habe mich von ihm verabschiedet.
Ob er das "er braucht sowas nicht" nun auf die Art des Geschenkes oder darauf, überhaupt irgendetwas geschenkt zu bekommen, bezog weiß ich auch nicht. Er hat das alles freundlich gesagt, aber irgendwie war es dennoch irgendwo sehr verletzend... Er hätte ja zumindest mal sagen können, dass er es nett findet, dass ich an ihn gedacht habe, oder irgendetwas anderes positives... Aber es ging ihm einfach nur drum, dass das ja hier nicht üblich sei... Damit scheint er wohl ein größeres Problem zu haben, dabei habe ich ihm das Päckchen ja unter vier Augen gegeben und es hat niemand mitbekommen.
Das einzig Positive war, dass er, als ich auf dem Weg zu unseren Büros noch ins Lager mußte, um etwas mitzunehmen, gewartet hat. Ich hatte nicht damit gerechnet, er wartet sonst ja nie, wenn jemand von den anderen Kollegen auf dem Weg noch was abholen muß und geht sonst immer schon weiter und er war ja auch spät dran, da der Bus verspätet gewesen war. Ich habe länger gebraucht, weil ich nicht gleich das richtige gefunden hatte, und als ich aus dem Lager wieder raus kam, stand er noch da und schaute mich lächelnd an und wartete bis ich wieder bei ihm war.

Ich weiß jetzt auch nicht... Dass er so reagiert, hätte ich echt nicht gedacht und es hat mich in dem Moment wirklich verletzt. Als ich ihm das Geschenk montags gab, reagierte er sehr positiv und ich dachte echt, er freut sich. Daher kam dies am Dienstag Morgen für mich so unerwartet, geradeso als ob er drüber geschlafen hat und am nächsten Morgen anderer Meinung ist. Gut, er war sicher auch überrascht als ich es ihm gab. Vielleicht hat er auch nur Angst, dass jemand von den anderen sieht, dass ich ihm was geschenkt habe oder es ist ihm zuviel Annäherung???

Ich habe im ersten Moment dann befürchtet, dass er spätestens jetzt gemerkt hat, was Sache ist von meiner Seite her und mir nun aus dem Weg geht, wenn er diese Gefühle nicht erwidert, aber wir waren mittags dann dennoch zusammen Essen und er war vollkommen normal zu mir, als wäre das mit dem Geschenk nie geschehen. Er hat auch nichts drüber gesagt, es waren aber auch noch zwei andere Kollegen dabei.
Ich war mit dem Auto auf der Arbeit und habe nachmittags ein Fahrrad gebraucht, um bei Kollegen in einem anderen Gebäude etwas abzuholen (ist ein riesiges Firmengelände), da hat er mir auch sofort seins geliehen, was immer bei uns am Gebäude steht.
Ich habe ihm dann nachmittags angeboten, ihn abends zum Zug zu fahren, damit er nicht den Bus nehmen muß und er meinte, er sei mit einem Kollegen am Bus verabredet und müßte dem dann Bescheid sagen, aber wenn ich den Kollegen auch mitnehmen würde, würden sie beide mitkommen und er meldet sich dann bei mir, sobald er den anderen Kollegen gesprochen hat. 10 Minuten später, kurz bevor er zum Bus losgemußte, kam eine Mail "Ich nehm den Bus, danke fürs Angebot" Das hat mich echt getroffen, da ich dachte, er weicht mir nun absichtlich aus.
Ich bin dann auch gegangen. Auf dem Weg zum Auto komme ich an der Haltestelle vorbei und da der Bus verspätet war, haben wir uns dann nochmal an der Haltestelle getroffen. Da er allein war, habe ich ihn nochmal direkt angesprochen, ob er sauer wäre wegen des Geschenks und deswegen nicht mehr mit mir zum Bahnhof fährt. Denn er machte eigentlich nicht den Eindruck. Als er mich von weitem kommen sah, kam er mir schon entgegen und strahlte wieder übers ganze Gesicht. Nur konnte ich mir einfach nicht erklären, warum er nicht mitfahren wollte und warum er überhaupt so komisch auf das Geschenk reagierte.
Naja, er meinte, er sei ganz sicher nicht sauer, aber er habe den anderen Kollegen telefonisch nicht mehr erreicht und wollte daher an der Bushaltestelle auf ihn warten, nur sei er bisher nicht gekommen, vielleicht sei dem etwas dazwischen gekommen. Was das Geschenk angeht, denkt er, das sei nicht angemessen.
Nun ja, was soll ich darauf sagen??? Da in dem Moment der Bus kam, habe ich ihm nur noch schöne Weihnachten gewünscht und mich verabschiedet, da er nun Urlaub hat bis Anfang Januar. Das mit dem Kollegen glaube ich ihm, denn ich war dabei, als sie sich mittags verabredet haben.
Ich verstehe es nur einfach nicht, dass er mit dem Geschenk so ein Problem hat! Und was meinte er mit "angemessen", wie soll ich das verstehen???
Einerseits albert er mit mir rum und erzählt mir alles mögliche, andererseits reagiert er so seltsam, wenn ich ihm eine Kleinigkeit zu Weihnachten mitbringe?!? Das ist für mich nicht normal! Es war nur lieb gemeint, ich habe auch nichts erwartet von ihm! Aber diese komplette Ablehnung tut einfach weh und hat mir meine Weihnachtsstimmung komplett vermiest !
Ich danke dir für deine Hilfe und wünsche dir schöne Weihnachten!

Viele Grüße
Amoris

Ich könnte mir vorstellen...
... dass es ihm vielleicht etwas unangenehm war, weil er kein Geschenk für Dich hatte? Vielleicht ist das "nicht angemessen" quasi so eine Art Erklärung/Rechtfertigung dafür?

Ich habe auch ganz überraschend ein Geschenk von einer Kollegin bekommen. Ich hatte jedoch keines für sie. Habe mich zwar gefreut, aber ich befürchte, daß sie jetzt ein bißchen enttäuscht ist. Kann aber auch bloß Einbildung sein....

LG
Mara

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V
vorsicht1
23.12.04 um 18:28
In Antwort auf monika_12246624

Deprimierend
Hallo Scholli,

danke, dass du nochmal reingeschaut hast. Dann will ich dir auch gleich erzählen, was herauskam, ich denke, es wird mir allein schon gut tun, es mal runterzuschreiben! Leider ist es nicht so gelaufen, wie ich gedacht habe...

Am Montag habe ich ihm das Geschenk gegeben und hatte auch Glück, denn ich habe ihn unter vier Augen erwischt und seine Mitarbeiter haben es nicht mitbekommen, dass ich ihm das Päckchen gegeben habe. Er war wohl etwas überrascht, hat aber sehr positiv drauf reagiert und ich hatte echt den Eindruck, dass er sich freut und bin dann wieder weg in mein eigenes Büro (er hatte es noch nicht ausgepackt). Wir arbeiten zwar in einer Abteilung, allerdings nicht "zusammen", haben also so gesehen nur in den Mittagspausen oder vor/nach der Arbeit Kontakt miteinander. Seine Leute hatten an dem Tag (letzten Montag) abends Weihnachtsfeier und da wollte ich mich aus dem Staub machen, bevor die alle zu ihm kommen und noch was mitbekommen . Aber ich war echt froh, da er so gestrahlt hat und sich bedankt hat, dass ich wirklich dachte, er freut sich, dass ich an ihn gedacht habe.

Allerdings hat es mich dann am Tag drauf alles ziemlich deprimiert. Ich habe ihn morgens getroffen als er gerade von der Bushaltestelle kam und ich auch auf dem Weg zu unserem Gebäude war. Er war sehr freundlich, hat gleich gelächelt als er mich sah und gewartet bis ich bei ihm war. Er hat dann von der Weihnachtsfeier am Abend zuvor erzählt, ich habe ihn einiges gefragt, alles wirklich ganz normal. Dann meinte er plötzlich, "Du brauchst mir übrigens nichts zu schenken." Ich sagte drauf, dass ich das weiß, aber dachte, er freut sich vielleicht drüber und habe gefragt, ob er es denn schon aufgemacht hat. Da er "Ja" meinte, habe ich ihm dann erzählt, wie ich zu der Idee kam (dass ich ihm dieses Tierchen getöpfert habe, beruhte auf einer kleinen Geschichte eines solchen Tieres, was in dieser Geschichte seinen Namen trägt ...) und dass ich ihm halt eine Freude machen wollte, aber er könnte es mir ja wiedergeben, wenn er es nicht will. Er kannte die Geschichte nicht. Er sagte jetzt auch nicht, dass er es nicht haben will oder zurückgeben will, aber er meinte, er braucht sowas eigentlich nicht, das sei einfach nicht üblich hier, sich etwas zu schenken (womit er ja recht hat, aber darum ging es mir ja nicht)... In dem Moment waren wir dann schon bei seinem Büro angekommen und ich habe mich von ihm verabschiedet.
Ob er das "er braucht sowas nicht" nun auf die Art des Geschenkes oder darauf, überhaupt irgendetwas geschenkt zu bekommen, bezog weiß ich auch nicht. Er hat das alles freundlich gesagt, aber irgendwie war es dennoch irgendwo sehr verletzend... Er hätte ja zumindest mal sagen können, dass er es nett findet, dass ich an ihn gedacht habe, oder irgendetwas anderes positives... Aber es ging ihm einfach nur drum, dass das ja hier nicht üblich sei... Damit scheint er wohl ein größeres Problem zu haben, dabei habe ich ihm das Päckchen ja unter vier Augen gegeben und es hat niemand mitbekommen.
Das einzig Positive war, dass er, als ich auf dem Weg zu unseren Büros noch ins Lager mußte, um etwas mitzunehmen, gewartet hat. Ich hatte nicht damit gerechnet, er wartet sonst ja nie, wenn jemand von den anderen Kollegen auf dem Weg noch was abholen muß und geht sonst immer schon weiter und er war ja auch spät dran, da der Bus verspätet gewesen war. Ich habe länger gebraucht, weil ich nicht gleich das richtige gefunden hatte, und als ich aus dem Lager wieder raus kam, stand er noch da und schaute mich lächelnd an und wartete bis ich wieder bei ihm war.

Ich weiß jetzt auch nicht... Dass er so reagiert, hätte ich echt nicht gedacht und es hat mich in dem Moment wirklich verletzt. Als ich ihm das Geschenk montags gab, reagierte er sehr positiv und ich dachte echt, er freut sich. Daher kam dies am Dienstag Morgen für mich so unerwartet, geradeso als ob er drüber geschlafen hat und am nächsten Morgen anderer Meinung ist. Gut, er war sicher auch überrascht als ich es ihm gab. Vielleicht hat er auch nur Angst, dass jemand von den anderen sieht, dass ich ihm was geschenkt habe oder es ist ihm zuviel Annäherung???

Ich habe im ersten Moment dann befürchtet, dass er spätestens jetzt gemerkt hat, was Sache ist von meiner Seite her und mir nun aus dem Weg geht, wenn er diese Gefühle nicht erwidert, aber wir waren mittags dann dennoch zusammen Essen und er war vollkommen normal zu mir, als wäre das mit dem Geschenk nie geschehen. Er hat auch nichts drüber gesagt, es waren aber auch noch zwei andere Kollegen dabei.
Ich war mit dem Auto auf der Arbeit und habe nachmittags ein Fahrrad gebraucht, um bei Kollegen in einem anderen Gebäude etwas abzuholen (ist ein riesiges Firmengelände), da hat er mir auch sofort seins geliehen, was immer bei uns am Gebäude steht.
Ich habe ihm dann nachmittags angeboten, ihn abends zum Zug zu fahren, damit er nicht den Bus nehmen muß und er meinte, er sei mit einem Kollegen am Bus verabredet und müßte dem dann Bescheid sagen, aber wenn ich den Kollegen auch mitnehmen würde, würden sie beide mitkommen und er meldet sich dann bei mir, sobald er den anderen Kollegen gesprochen hat. 10 Minuten später, kurz bevor er zum Bus losgemußte, kam eine Mail "Ich nehm den Bus, danke fürs Angebot" Das hat mich echt getroffen, da ich dachte, er weicht mir nun absichtlich aus.
Ich bin dann auch gegangen. Auf dem Weg zum Auto komme ich an der Haltestelle vorbei und da der Bus verspätet war, haben wir uns dann nochmal an der Haltestelle getroffen. Da er allein war, habe ich ihn nochmal direkt angesprochen, ob er sauer wäre wegen des Geschenks und deswegen nicht mehr mit mir zum Bahnhof fährt. Denn er machte eigentlich nicht den Eindruck. Als er mich von weitem kommen sah, kam er mir schon entgegen und strahlte wieder übers ganze Gesicht. Nur konnte ich mir einfach nicht erklären, warum er nicht mitfahren wollte und warum er überhaupt so komisch auf das Geschenk reagierte.
Naja, er meinte, er sei ganz sicher nicht sauer, aber er habe den anderen Kollegen telefonisch nicht mehr erreicht und wollte daher an der Bushaltestelle auf ihn warten, nur sei er bisher nicht gekommen, vielleicht sei dem etwas dazwischen gekommen. Was das Geschenk angeht, denkt er, das sei nicht angemessen.
Nun ja, was soll ich darauf sagen??? Da in dem Moment der Bus kam, habe ich ihm nur noch schöne Weihnachten gewünscht und mich verabschiedet, da er nun Urlaub hat bis Anfang Januar. Das mit dem Kollegen glaube ich ihm, denn ich war dabei, als sie sich mittags verabredet haben.
Ich verstehe es nur einfach nicht, dass er mit dem Geschenk so ein Problem hat! Und was meinte er mit "angemessen", wie soll ich das verstehen???
Einerseits albert er mit mir rum und erzählt mir alles mögliche, andererseits reagiert er so seltsam, wenn ich ihm eine Kleinigkeit zu Weihnachten mitbringe?!? Das ist für mich nicht normal! Es war nur lieb gemeint, ich habe auch nichts erwartet von ihm! Aber diese komplette Ablehnung tut einfach weh und hat mir meine Weihnachtsstimmung komplett vermiest !
Ich danke dir für deine Hilfe und wünsche dir schöne Weihnachten!

Viele Grüße
Amoris

Liebe Amoris,
die Sache ist doch die, er hat durch das Geschenk gemerkt, dass Du ihn magst, vielleicht auch ein bisschen mehr als das - und er will eben nicht, deshalb hat er sich so klar abgegrenzt.

Sorry, das so hart zu sagen, aber ich hätte es genau so gemacht... dass er nach wie vor freundlich ist, spricht für ihn, ich meine, Ihr seid ja auch Kollegen, von daher sieht er Dich tagtäglich, sprich er möchte ein normales, freundschaftliches Verhältnis.

Du jedoch möchtest mehr - und wenn er nicht ganz blöd ist, hat er das auch gemerkt.

Ich kenne solche Situationen, glaub mir, er wollte Dir auf nette Art und Weise klar machen, dass es eben so ist, wie's ist. Ich würde von meiner Seite auf keinen Fall solche Sachen machen wie anbieten mitzufahren etc. Es ist für ihn unangenehm, weil er denkt, Du willst ihm dadurch näher kommen, und für Dich ists blöd, weil es nämlich aufdringlich wirkt. Glaub mir, ich bin jahrelang einem hinterher gelaufen, das ist nicht gut!!

Ich wünsch Dir trotzdem ein nettes Fest, lass Dich nicht unterkriegen,

liebe Grüsse von vorsicht1

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E
elspet_12846780
24.12.04 um 4:08
In Antwort auf monika_12246624

Deprimierend
Hallo Scholli,

danke, dass du nochmal reingeschaut hast. Dann will ich dir auch gleich erzählen, was herauskam, ich denke, es wird mir allein schon gut tun, es mal runterzuschreiben! Leider ist es nicht so gelaufen, wie ich gedacht habe...

Am Montag habe ich ihm das Geschenk gegeben und hatte auch Glück, denn ich habe ihn unter vier Augen erwischt und seine Mitarbeiter haben es nicht mitbekommen, dass ich ihm das Päckchen gegeben habe. Er war wohl etwas überrascht, hat aber sehr positiv drauf reagiert und ich hatte echt den Eindruck, dass er sich freut und bin dann wieder weg in mein eigenes Büro (er hatte es noch nicht ausgepackt). Wir arbeiten zwar in einer Abteilung, allerdings nicht "zusammen", haben also so gesehen nur in den Mittagspausen oder vor/nach der Arbeit Kontakt miteinander. Seine Leute hatten an dem Tag (letzten Montag) abends Weihnachtsfeier und da wollte ich mich aus dem Staub machen, bevor die alle zu ihm kommen und noch was mitbekommen . Aber ich war echt froh, da er so gestrahlt hat und sich bedankt hat, dass ich wirklich dachte, er freut sich, dass ich an ihn gedacht habe.

Allerdings hat es mich dann am Tag drauf alles ziemlich deprimiert. Ich habe ihn morgens getroffen als er gerade von der Bushaltestelle kam und ich auch auf dem Weg zu unserem Gebäude war. Er war sehr freundlich, hat gleich gelächelt als er mich sah und gewartet bis ich bei ihm war. Er hat dann von der Weihnachtsfeier am Abend zuvor erzählt, ich habe ihn einiges gefragt, alles wirklich ganz normal. Dann meinte er plötzlich, "Du brauchst mir übrigens nichts zu schenken." Ich sagte drauf, dass ich das weiß, aber dachte, er freut sich vielleicht drüber und habe gefragt, ob er es denn schon aufgemacht hat. Da er "Ja" meinte, habe ich ihm dann erzählt, wie ich zu der Idee kam (dass ich ihm dieses Tierchen getöpfert habe, beruhte auf einer kleinen Geschichte eines solchen Tieres, was in dieser Geschichte seinen Namen trägt ...) und dass ich ihm halt eine Freude machen wollte, aber er könnte es mir ja wiedergeben, wenn er es nicht will. Er kannte die Geschichte nicht. Er sagte jetzt auch nicht, dass er es nicht haben will oder zurückgeben will, aber er meinte, er braucht sowas eigentlich nicht, das sei einfach nicht üblich hier, sich etwas zu schenken (womit er ja recht hat, aber darum ging es mir ja nicht)... In dem Moment waren wir dann schon bei seinem Büro angekommen und ich habe mich von ihm verabschiedet.
Ob er das "er braucht sowas nicht" nun auf die Art des Geschenkes oder darauf, überhaupt irgendetwas geschenkt zu bekommen, bezog weiß ich auch nicht. Er hat das alles freundlich gesagt, aber irgendwie war es dennoch irgendwo sehr verletzend... Er hätte ja zumindest mal sagen können, dass er es nett findet, dass ich an ihn gedacht habe, oder irgendetwas anderes positives... Aber es ging ihm einfach nur drum, dass das ja hier nicht üblich sei... Damit scheint er wohl ein größeres Problem zu haben, dabei habe ich ihm das Päckchen ja unter vier Augen gegeben und es hat niemand mitbekommen.
Das einzig Positive war, dass er, als ich auf dem Weg zu unseren Büros noch ins Lager mußte, um etwas mitzunehmen, gewartet hat. Ich hatte nicht damit gerechnet, er wartet sonst ja nie, wenn jemand von den anderen Kollegen auf dem Weg noch was abholen muß und geht sonst immer schon weiter und er war ja auch spät dran, da der Bus verspätet gewesen war. Ich habe länger gebraucht, weil ich nicht gleich das richtige gefunden hatte, und als ich aus dem Lager wieder raus kam, stand er noch da und schaute mich lächelnd an und wartete bis ich wieder bei ihm war.

Ich weiß jetzt auch nicht... Dass er so reagiert, hätte ich echt nicht gedacht und es hat mich in dem Moment wirklich verletzt. Als ich ihm das Geschenk montags gab, reagierte er sehr positiv und ich dachte echt, er freut sich. Daher kam dies am Dienstag Morgen für mich so unerwartet, geradeso als ob er drüber geschlafen hat und am nächsten Morgen anderer Meinung ist. Gut, er war sicher auch überrascht als ich es ihm gab. Vielleicht hat er auch nur Angst, dass jemand von den anderen sieht, dass ich ihm was geschenkt habe oder es ist ihm zuviel Annäherung???

Ich habe im ersten Moment dann befürchtet, dass er spätestens jetzt gemerkt hat, was Sache ist von meiner Seite her und mir nun aus dem Weg geht, wenn er diese Gefühle nicht erwidert, aber wir waren mittags dann dennoch zusammen Essen und er war vollkommen normal zu mir, als wäre das mit dem Geschenk nie geschehen. Er hat auch nichts drüber gesagt, es waren aber auch noch zwei andere Kollegen dabei.
Ich war mit dem Auto auf der Arbeit und habe nachmittags ein Fahrrad gebraucht, um bei Kollegen in einem anderen Gebäude etwas abzuholen (ist ein riesiges Firmengelände), da hat er mir auch sofort seins geliehen, was immer bei uns am Gebäude steht.
Ich habe ihm dann nachmittags angeboten, ihn abends zum Zug zu fahren, damit er nicht den Bus nehmen muß und er meinte, er sei mit einem Kollegen am Bus verabredet und müßte dem dann Bescheid sagen, aber wenn ich den Kollegen auch mitnehmen würde, würden sie beide mitkommen und er meldet sich dann bei mir, sobald er den anderen Kollegen gesprochen hat. 10 Minuten später, kurz bevor er zum Bus losgemußte, kam eine Mail "Ich nehm den Bus, danke fürs Angebot" Das hat mich echt getroffen, da ich dachte, er weicht mir nun absichtlich aus.
Ich bin dann auch gegangen. Auf dem Weg zum Auto komme ich an der Haltestelle vorbei und da der Bus verspätet war, haben wir uns dann nochmal an der Haltestelle getroffen. Da er allein war, habe ich ihn nochmal direkt angesprochen, ob er sauer wäre wegen des Geschenks und deswegen nicht mehr mit mir zum Bahnhof fährt. Denn er machte eigentlich nicht den Eindruck. Als er mich von weitem kommen sah, kam er mir schon entgegen und strahlte wieder übers ganze Gesicht. Nur konnte ich mir einfach nicht erklären, warum er nicht mitfahren wollte und warum er überhaupt so komisch auf das Geschenk reagierte.
Naja, er meinte, er sei ganz sicher nicht sauer, aber er habe den anderen Kollegen telefonisch nicht mehr erreicht und wollte daher an der Bushaltestelle auf ihn warten, nur sei er bisher nicht gekommen, vielleicht sei dem etwas dazwischen gekommen. Was das Geschenk angeht, denkt er, das sei nicht angemessen.
Nun ja, was soll ich darauf sagen??? Da in dem Moment der Bus kam, habe ich ihm nur noch schöne Weihnachten gewünscht und mich verabschiedet, da er nun Urlaub hat bis Anfang Januar. Das mit dem Kollegen glaube ich ihm, denn ich war dabei, als sie sich mittags verabredet haben.
Ich verstehe es nur einfach nicht, dass er mit dem Geschenk so ein Problem hat! Und was meinte er mit "angemessen", wie soll ich das verstehen???
Einerseits albert er mit mir rum und erzählt mir alles mögliche, andererseits reagiert er so seltsam, wenn ich ihm eine Kleinigkeit zu Weihnachten mitbringe?!? Das ist für mich nicht normal! Es war nur lieb gemeint, ich habe auch nichts erwartet von ihm! Aber diese komplette Ablehnung tut einfach weh und hat mir meine Weihnachtsstimmung komplett vermiest !
Ich danke dir für deine Hilfe und wünsche dir schöne Weihnachten!

Viele Grüße
Amoris

Hmm
so hart das vielleicht klingen mag, aber Deine Art des auf ihn Zugehens drückt sehr viel Interesse aus, und er scheint dies zu spüren und Dir klare Grenzen zu setzen.
Man spürt schon beim Lesen, dass Du etwas von ihm willst, und mehr als auf der freundschaftlichen Ebene, allerdings würde ich an Deiner Stelle aufpassen, dass dies nicht zum Hinterherrennen eskaliert (Bus, Fahrt usw..). Allerdings finde ich reagiert er sehr erwachsen und fair...er ist weiterhin freundlich nett zu Dir, aber sagt ganz eindeutig, Geschenk war nicht angemessen (was ich allerdings auch finde, sorry aber ein kleines selbstgebasteltes Tier, mit Story über Namen ist schon sehr persönlich und zeigt was Du für ihn empfindest).. und ..ich glaube nicht dass Du NICHTS erwartest....Du möchtest ihn, sonst würdest Du nicht rund um die Uhr für ihn da sein wollen.....und ihn fast schon kontrollieren.....
und er soll Dir auch noch Rechenschaft darüber ablegen, warum er nun alleine an der Bushaltestelle ist???
Sei froh dass er Dir zeigt, bis hier und nicht weiter....nimm das rumalbern als Nettigkeit Dir gegenüber aber nicht mehr, weniger in das Strahlen hineinintepretieren! Er hat doch eine Freundin oder?

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M
monika_12246624
29.12.04 um 23:23
In Antwort auf elspet_12846780

Hmm
so hart das vielleicht klingen mag, aber Deine Art des auf ihn Zugehens drückt sehr viel Interesse aus, und er scheint dies zu spüren und Dir klare Grenzen zu setzen.
Man spürt schon beim Lesen, dass Du etwas von ihm willst, und mehr als auf der freundschaftlichen Ebene, allerdings würde ich an Deiner Stelle aufpassen, dass dies nicht zum Hinterherrennen eskaliert (Bus, Fahrt usw..). Allerdings finde ich reagiert er sehr erwachsen und fair...er ist weiterhin freundlich nett zu Dir, aber sagt ganz eindeutig, Geschenk war nicht angemessen (was ich allerdings auch finde, sorry aber ein kleines selbstgebasteltes Tier, mit Story über Namen ist schon sehr persönlich und zeigt was Du für ihn empfindest).. und ..ich glaube nicht dass Du NICHTS erwartest....Du möchtest ihn, sonst würdest Du nicht rund um die Uhr für ihn da sein wollen.....und ihn fast schon kontrollieren.....
und er soll Dir auch noch Rechenschaft darüber ablegen, warum er nun alleine an der Bushaltestelle ist???
Sei froh dass er Dir zeigt, bis hier und nicht weiter....nimm das rumalbern als Nettigkeit Dir gegenüber aber nicht mehr, weniger in das Strahlen hineinintepretieren! Er hat doch eine Freundin oder?

Noch eine Antwort auf eure letzten Beiträge...
Hallo,

danke für eure Antworten. Ich möchte auch noch was dazu schreiben bzw. die Fragen beantworten:

Also ich denke nicht, dass er so reagiert hat, weil er kein Geschenk für mich hatte und ihm dies unangenehm war! Ich hätte auch nie erwartet, dass er ein Geschenk für mich hat, wie gesagt, ist bei uns halt nicht üblich, auch nicht unter Kollegen, die sich freundschaftlich mögen und sonst durchaus mal abends zusammen noch Essen oder ins Kino gehen.

Ich habe das Geschenk nicht mehr bei ihm gesehen. Er hat es bisher zumindest nicht im Büro hingestellt und ich glaube auch nicht, dass er es daheim hinstellt.
Mich würde es zwar interessieren, was er damit gemacht hat, aber gefragt habe ich nun nicht nochmal. Ich habe auf seinen Spruch, dass ich ihm nichts schenken bräuchte, ja gesagt, dass er es mir auch zurückgeben könne, wenn er es nicht möchte, vollkommen freundlich. Darauf ist er aber nicht eingegangen und nun sage ich auch nicht nochmal was!
Ich schätze ihn eigentlich nicht so ein, dass er es einfach eiskalt in den Müll schmeißt, zumal ich ja sagte, dass ich es zurücknehmen würde und nicht böse sei. Aber wissen kann ich es nicht und Mitte Januar nach seinem Urlaub werde ich das Thema besser nicht nochmal aufgreifen, auch wenn es mir wehtäte, wenn er es einfach wegschmeißt, statt es mir wenigstens wiederzugeben... Aber das ist ja seine Entscheidung!

Was das Geschenk an sich angeht: Ich denke, es wäre sicher noch dümmer gewesen, ihm einfach was zu kaufen, eine CD oder ein Buch (ich kenne ja seinen Geschmack...)! Erst hatte ich überlegt, ihm einfach Plätzchen zu backen, die er sehr gerne ißt. Aber das ist halt etwas "erklärungsbedürftig" wenn Kollegen gefragt hätten, warum ich nur ihm welche backe und anderen, mit denen ich mich auch gut verstehe, nicht!
Mit diesem Tier war es etwas wirklich persönliches und da es auf einer bekannten Geschichte beruht, wäre das auch für jeden "erklärbar" gewesen, warum ich gerade ihm und nicht einem anderen Kollegen das schenke... Dass er daran sieht, dass ich ihn mag, das ist mir schon klar! Aber das weiß er auch ohne das Geschenk! Und ich denke, eine Liebeserklärung war es nun doch auch nicht...

Zu meinen Erwartungen: Ich habe wirklich NICHTS erwartet, weder ein Geschenk von ihm, noch dass er mir vor Freude um den Hals fällt oder mich küßt !!!
Ich habe nur erwartet, dass er sich freut, dass ich an ihn gedacht habe, wirklich! Denn ich weiß ja, dass er eine Freundin hat und ich weiß (oder glaube) auch, dass er sehr treu ist und zu ihr steht, auch wenn nicht immer alles sonnig ist (seine Erzählungen). Ich will ihn, ja ... Aber nicht jetzt... Schwer zu erklären... Also was ich sagen will ist: Ich möchte Freundschaft, aber nicht mehr, solange ich mich in eine Beziehung drängen würde! Würde er auf mich zugehen und "mehr" wollen, würde ich ihn auch direkt fragen, was mit seiner Freundin wäre, denn ich bin auch jemand, der nicht zweigleisig fährt und dies auch beim Partner nicht akzeptieren kann. Aber er erzählt mir eben schon so einiges und wie gesagt ist eben nicht alles "eitel Sonnenschein", also sollte es jehmals zu einem Bruch zwischen den beiden kommen, wäre er bei mir jederzeit willkommen ... Aber nur dann, nicht auf "Geliebtenbasis"!!! Und unter Druck setzen tue ich ihn schon mal gar nicht, ich hatte ja bis Weihnachten sowieso den Eindruck, dass er überhaupt nicht weiß, dass ich mich in ihn verliebt habe und es für mich nicht nur freundschaftliche Sympathie ist!

Zu Bus und Autofahren:
Ich muß an der Haltestelle vorbei um zum Auto zu kommen. Normalerweise wäre er auch schon weggewesen, wenn der Bus pünktlich gewesen wäre! Natürlich habe ich mich gefreut, ihn noch zu sehen, zumal er ja positiv reagiert hat. Aber es war kein "Kontrollieren". Ich wunderte mich nur, dass er allein dort war, weil er ja seine Absage, dass er nicht mit mir fährt, mit dem anderen Kollegen begründet hatte. Wenn er allein ist, fährt er sonst immer mit mir, wenn ich das Auto da habe. Daher meine Nachfrage, ob er denn sauer wäre! Das mußte ich einfach wissen, sonst hätte ich nur drüber gegrübelt bis Januar. Ich denke auch nicht, dass er ein Problem damit hatte, dass ich ihn so direkt gefragt habe. Er lachte ja sogar und meinte, er sei ganz sicher nicht sauer auf mich...

Vielleicht habt ihr recht und ich habe wirklich zuviel in das Anstrahlen und Rumalbern hineininterpretiert und das Vertrauen zwischen uns zu hoch eingeschätzt. Aber es war in der Vergangenheit ER der zu mir kam und gefragt hat, ob ich ihn mit dem Auto mitnehme! Als er im Frühjahr anfing, mit diesem Zug zu fahren, kam ER zu mir, um mich nach dem Weg zum Bahnhof zu fragen (mit dem Rad, ist nicht ganz einfach). Und als er mitbekam, dass ich, wenn ich das Auto da habe, oft in diese Richtung fahre, hat ER gefragt, ob er mitkommen kann.
Ich denke, es kam hier so für euch rüber, als ob ich ihn täglich an der Bushaltestelle abfange ... Das ist echt nicht so! Wenn's hoch kommt, sehe ich ihn vielleicht 2x pro Woche an der Haltestelle (von 10 Möglichkeiten bei 5 Tagen morgens + abends). Und ein oder maximal zweimal pro Woche biete ich ihm an, dass er wieder mitfahren kann im Auto abends. Meint ihr, das soll ich besser lassen? Ich empfand es bisher nicht als nachlaufen, glaube auch nicht, dass er so denkt! So oft ist das ja nicht!
Ich genieße seine Gesellschaft, er erzählt so schön und mir geht es so unglaublich gut in seiner Nähe Ich freue mich daher immer über solche Momente, denn mittags mit weiteren Kollegen ist es einfach nicht dasselbe.
Er hat mich ja auch schon angesprochen, wenn ich an der Haltestelle vorbeilief zum Auto, ob ich ihn mitnehmen kann, es geht also nicht alles allein nur von mir aus...
Ich warte nun mal ab, wie er sich weiterhin mir gegenüber verhält...

Eine Sache nur fand ich mal seltsam: Bei einer unserer letzten Autofahrten rief ihn seine Freundin auf dem Handy an, weil er noch was aus dem Supermarkt mitbringen sollte. Er meinte, er sei auf dem Weg zum Bahnhof. Da wir Musik laufen hatten, merkte sie wohl, dass er nicht im Bus sein konnte und fragte nach, worauf er ziemlich rumdruckste und dann meinte, er fährt mit einem Kollegen... ??? Ich habe kein Wort darüber verloren und dann einfach bei dem Thema weitergemacht, über das wir vor dem Telefonat gesprochen hatten. Aber was soll das??? Zwischen uns ist NICHTS! Und was ist dabei, mit einer Kollegin zum Bahnhof zu fahren??? Ich habe meinem Exfreund immer gesagt, wenn ich mit Kollegen unterwegs war. Denn wo nichts ist, macht es mir auch keine Mühe, über sämtlichen eifersüchtigen Vorwürfen zu stehen! Naja, ihr kennt ihn nicht und könnte da ja nun auch nicht viel dazu sagen, aber ich fand es jedenfalls ein wenig seltsam! Wie hättet ihr denn darüber gedacht?

Vielen Dank auf jeden Fall euch allen nochmal für eure Meinungen! Und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Viele Grüße
Amoris

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