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Weihnachten ist für mich so eine Last, so traurig!!!

28. Dezember 2016 um 16:48 Letzte Antwort: 29. Dezember 2016 um 17:56

Heute habe ich den ganzen Tag, fast depressiv, im Bett verbracht. 
Rückblickend geht es mir Weihnachten immer nie wirklich gut. 
Ich freue mich immer auf das wunderbare Essen, die Atmosphäre, dass alles für meinen Sohn sehr besonders ist, wir sind auch in der Weihnachtszeit sehr aktiv, besuchen Märkte, basteln... 
Ich mag diese besinnliche Stimmung. 

Aber dann so während der Feiertage geht meine Stimmung derart in den Keller. Es ist dann, wenn ich die Zeit mit meiner Familie, Mutter und Geschwister, mein Vater ist schon tot, verbringe. 

Ich empfinde alles als so oberflächlich, wir beschenken uns, was ich auch mag. Aber irgendwie denke ich immer, dass die überhaupt nix von mir wissen. Es bleibt immer alles so oberflächlich und so ist alles immer für den ganzen Tag dort so leer, so langweilig. 
Und nu habe ich seit fast einem Jahr einen neuen Lebensgefährten. Wir waren bei seiner Familie und dort fand ich es fast noch schlimmer. Dort war man sogar irgendwie unterschwellig agressiv zueinander. Es fehlten so warme Gespräche, darum wie es den Leuten eigentlich echt geht. Klar, vielleicht ist das Weihnachten fehlplaziert. Aber auch über das Jahr schaffe ich es nicht eine tiefere Bindung aufzubauen. Hab das schon oft probiert, wirklich alles mögliche. Mich mal mehr transparent gemacht. Die anderen lange reden lassen...Das Gefühl bleibt gleich. Ich fühle mich total unwohl. Sowohl in meiner Familie, als auch in der Familie meines Lebensgefährten. Aber mit denen verbringt man ja nun mal Weihnachten, auch Geburtstage, diese Leute läd man zur Hochzeit ein... 
Ganz früher bin ich zu Weihnachten abgehauen und das hat sich richtig gut angefühlt. Ich war im Ausland, in der Disko... Und es war Allemale besser. 
Familie sollten doch Wurzeln sein. Aber ich fühle mich gerade zur Weihnachtszeit immer so einsam, wurzellos. Und das obwohl ich mit meinem Lebensgefährten, Kind echt glücklich bin. Ich versuchte mir vor dem Fest oft einzureden, dass ich ALLES habe und keine Liebe aus meiner, seiner Familie erhoffen sollte, muss, da ich alles habe. Aber es gelang mir nicht. Heute war für mich deshalb ein furchtbarer Tag. Ich bin glücklich darüber meinem Sohn anders gegenüber sein zu dürfen als Mutter. Seinen Alltag zu begleiten, seine Sorgen, Ängste, Konflikte zu sehen, daran teilzuhaben, sie ernst zu nehmen. Aber für mich bleibt letztendlich diese schmerzhafte Leere an Weihnachten. Ich fühle mich wie das Kleinkind, das man einfach vergaß an Weihnachten. Zwar sorgte man für das leibliche Wohl, den Rahmen, die Geschenke, doch blieb die Seele sehr sehr einsam. Kennt das wer?

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29. Dezember 2016 um 17:56
In Antwort auf liliane009

Heute habe ich den ganzen Tag, fast depressiv, im Bett verbracht. 
Rückblickend geht es mir Weihnachten immer nie wirklich gut. 
Ich freue mich immer auf das wunderbare Essen, die Atmosphäre, dass alles für meinen Sohn sehr besonders ist, wir sind auch in der Weihnachtszeit sehr aktiv, besuchen Märkte, basteln... 
Ich mag diese besinnliche Stimmung. 

Aber dann so während der Feiertage geht meine Stimmung derart in den Keller. Es ist dann, wenn ich die Zeit mit meiner Familie, Mutter und Geschwister, mein Vater ist schon tot, verbringe. 

Ich empfinde alles als so oberflächlich, wir beschenken uns, was ich auch mag. Aber irgendwie denke ich immer, dass die überhaupt nix von mir wissen. Es bleibt immer alles so oberflächlich und so ist alles immer für den ganzen Tag dort so leer, so langweilig. 
Und nu habe ich seit fast einem Jahr einen neuen Lebensgefährten. Wir waren bei seiner Familie und dort fand ich es fast noch schlimmer. Dort war man sogar irgendwie unterschwellig agressiv zueinander. Es fehlten so warme Gespräche, darum wie es den Leuten eigentlich echt geht. Klar, vielleicht ist das Weihnachten fehlplaziert. Aber auch über das Jahr schaffe ich es nicht eine tiefere Bindung aufzubauen. Hab das schon oft probiert, wirklich alles mögliche. Mich mal mehr transparent gemacht. Die anderen lange reden lassen...Das Gefühl bleibt gleich. Ich fühle mich total unwohl. Sowohl in meiner Familie, als auch in der Familie meines Lebensgefährten. Aber mit denen verbringt man ja nun mal Weihnachten, auch Geburtstage, diese Leute läd man zur Hochzeit ein... 
Ganz früher bin ich zu Weihnachten abgehauen und das hat sich richtig gut angefühlt. Ich war im Ausland, in der Disko... Und es war Allemale besser. 
Familie sollten doch Wurzeln sein. Aber ich fühle mich gerade zur Weihnachtszeit immer so einsam, wurzellos. Und das obwohl ich mit meinem Lebensgefährten, Kind echt glücklich bin. Ich versuchte mir vor dem Fest oft einzureden, dass ich ALLES habe und keine Liebe aus meiner, seiner Familie erhoffen sollte, muss, da ich alles habe. Aber es gelang mir nicht. Heute war für mich deshalb ein furchtbarer Tag. Ich bin glücklich darüber meinem Sohn anders gegenüber sein zu dürfen als Mutter. Seinen Alltag zu begleiten, seine Sorgen, Ängste, Konflikte zu sehen, daran teilzuhaben, sie ernst zu nehmen. Aber für mich bleibt letztendlich diese schmerzhafte Leere an Weihnachten. Ich fühle mich wie das Kleinkind, das man einfach vergaß an Weihnachten. Zwar sorgte man für das leibliche Wohl, den Rahmen, die Geschenke, doch blieb die Seele sehr sehr einsam. Kennt das wer?

Ich denke, dass der Mythos Weihnachten halt in der Kindheit entsteht.
Vieles ist als Kind viel besser, als wenn man dann Erwachsen ist.
Weil die Wahrnehmung eine ganz andere ist.
Als Kind bekommt man etwas geschenkt, man freut sich drauf, weil man sich selbst diese Dinge nicht kaufen kann. Aber wie ist das heute? Wenn ich etwas brauche, oder gern haben möchte, kaufe ich es mir. Das Problem bei den Weihnachtsgeschenken ist dann das, dass man eigentlich etwas tolles erwartet, aber kaum jemand eine gute Idee hat, die den finanziellen Rahmen nicht sprengt. Im Prinzip fällt mir selbst kaum etwas ein, dass ich  gern hätte. Hab alles was ich brauche oder gern hätte. Geschenke erfreuen mich deshalb kaum. Als Kind hatte man auch viel weniger Einblick in familiäre Konflikte. Vieles hat man nicht gewusst, wer hier oder da Mist gebaut hat. ´Man nimmt die Menschen ganz anders wahr, halt ohne viel Hintergrundwissen. Das lässt sie viel ehrlicher und herzlicher wirken.

Ich denke man sollte solche Feste nicht überbewerten. Man muss nicht immer präsent sein und man kann sich auch verabschieden, wenn es einem zu langweilig wird.
Meiner Auffassung nach gibt es keinen Grund, seine Zeit mit Dingen zu verschwenden, die einen frustrieren.

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