Forum / Liebe & Beziehung

Weibliche Schwarmmeinungen gernstens angenommen

Letzte Nachricht: 20. März um 9:31
19.03.21 um 9:26

Liebe Leserinnen, 

ich suche händeringend nach Meinungen, Beurteilungen, Analyse, subjektiv, oblektiv... zu einem Text den ich von meiner Freundin bekommen habe.

Wir befinden uns gerade in einer Beziehungspause, weil ich Einiges am Umkrempeln und Ändern bin. 
Out of the blue bekam ich diesen Text von ihr:

Ich empfinde mich als sehr verantwortungsbewusst.  Du empfindest dich auch so,  aber das sehe ich anders.  Aus meiner Perspektive,  hast Du zu viel,  zu lange vernachlässigt.  Das lässt sich mit meinem Bedürfnis, dass mein Partner ähnlich gestrickt ist,  einfach nicht vereinbaren.  

Ich kann Dir nur den Rat geben,  dein Leben wieder in die Hand zu nehmen,  wie Du meines Wissens ehe schon versuchst... oder eben eine ganz andere Persönlichkeit Dir aussuchst, die eine solche Anspruchshaltung nicht hat. 
Ich will Dich hierdurch nicht treten, aber ich glaube,  das musst Du einfach wissen.

Jeder Kommentar, jede Meinung sind mir wichtig.
Ich sag schon mal tausendundeinmal DANKE

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19.03.21 um 10:23

Was soll es denn da zu analysieren geben?
Sie ist nicht mit dir einverstanden.

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19.03.21 um 10:30
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Liebe Leserinnen, 

ich suche händeringend nach Meinungen, Beurteilungen, Analyse, subjektiv, oblektiv... zu einem Text den ich von meiner Freundin bekommen habe.

Wir befinden uns gerade in einer Beziehungspause, weil ich Einiges am Umkrempeln und Ändern bin. 
Out of the blue bekam ich diesen Text von ihr:

Ich empfinde mich als sehr verantwortungsbewusst.  Du empfindest dich auch so,  aber das sehe ich anders.  Aus meiner Perspektive,  hast Du zu viel,  zu lange vernachlässigt.  Das lässt sich mit meinem Bedürfnis, dass mein Partner ähnlich gestrickt ist,  einfach nicht vereinbaren.  

Ich kann Dir nur den Rat geben,  dein Leben wieder in die Hand zu nehmen,  wie Du meines Wissens ehe schon versuchst... oder eben eine ganz andere Persönlichkeit Dir aussuchst, die eine solche Anspruchshaltung nicht hat. 
Ich will Dich hierdurch nicht treten, aber ich glaube,  das musst Du einfach wissen.

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Wen du dich änderst gibts noch eine Chance, wenn nicht ists auch OK für sie.. so wirkt ihre Nachricht auf mich..


Wo sieht sie dich denn als "nicht verantwortungsbewusst" an? Kannst mal ein, zwei Situationen beschreiben?

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19.03.21 um 10:36
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Liebe Leserinnen, 

ich suche händeringend nach Meinungen, Beurteilungen, Analyse, subjektiv, oblektiv... zu einem Text den ich von meiner Freundin bekommen habe.

Wir befinden uns gerade in einer Beziehungspause, weil ich Einiges am Umkrempeln und Ändern bin. 
Out of the blue bekam ich diesen Text von ihr:

Ich empfinde mich als sehr verantwortungsbewusst.  Du empfindest dich auch so,  aber das sehe ich anders.  Aus meiner Perspektive,  hast Du zu viel,  zu lange vernachlässigt.  Das lässt sich mit meinem Bedürfnis, dass mein Partner ähnlich gestrickt ist,  einfach nicht vereinbaren.  

Ich kann Dir nur den Rat geben,  dein Leben wieder in die Hand zu nehmen,  wie Du meines Wissens ehe schon versuchst... oder eben eine ganz andere Persönlichkeit Dir aussuchst, die eine solche Anspruchshaltung nicht hat. 
Ich will Dich hierdurch nicht treten, aber ich glaube,  das musst Du einfach wissen.

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Wss gast du an dem Text nicht verstanden? Was ist unklar? 

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19.03.21 um 10:36
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Liebe Leserinnen, 

ich suche händeringend nach Meinungen, Beurteilungen, Analyse, subjektiv, oblektiv... zu einem Text den ich von meiner Freundin bekommen habe.

Wir befinden uns gerade in einer Beziehungspause, weil ich Einiges am Umkrempeln und Ändern bin. 
Out of the blue bekam ich diesen Text von ihr:

Ich empfinde mich als sehr verantwortungsbewusst.  Du empfindest dich auch so,  aber das sehe ich anders.  Aus meiner Perspektive,  hast Du zu viel,  zu lange vernachlässigt.  Das lässt sich mit meinem Bedürfnis, dass mein Partner ähnlich gestrickt ist,  einfach nicht vereinbaren.  

Ich kann Dir nur den Rat geben,  dein Leben wieder in die Hand zu nehmen,  wie Du meines Wissens ehe schon versuchst... oder eben eine ganz andere Persönlichkeit Dir aussuchst, die eine solche Anspruchshaltung nicht hat. 
Ich will Dich hierdurch nicht treten, aber ich glaube,  das musst Du einfach wissen.

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Wss gast du an dem Text nicht verstanden? Was ist unklar? 

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19.03.21 um 16:42

Es ist die Erklärung für die Beendigung der Beziehung ergänzt um einen wohlgemeinten Rat. Das klingt sehr klar und nur anhand dieser Sätze gibt es da aus meiner Sicht wenig Interpretationsspielraum. Irgendetwas, was Hoffnung macht, kann ich da nicht erkennen, dafür klingt es schon zu distanziert und endgültig.

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19.03.21 um 21:25
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Liebe Leserinnen, 

ich suche händeringend nach Meinungen, Beurteilungen, Analyse, subjektiv, oblektiv... zu einem Text den ich von meiner Freundin bekommen habe.

Wir befinden uns gerade in einer Beziehungspause, weil ich Einiges am Umkrempeln und Ändern bin. 
Out of the blue bekam ich diesen Text von ihr:

Ich empfinde mich als sehr verantwortungsbewusst.  Du empfindest dich auch so,  aber das sehe ich anders.  Aus meiner Perspektive,  hast Du zu viel,  zu lange vernachlässigt.  Das lässt sich mit meinem Bedürfnis, dass mein Partner ähnlich gestrickt ist,  einfach nicht vereinbaren.  

Ich kann Dir nur den Rat geben,  dein Leben wieder in die Hand zu nehmen,  wie Du meines Wissens ehe schon versuchst... oder eben eine ganz andere Persönlichkeit Dir aussuchst, die eine solche Anspruchshaltung nicht hat. 
Ich will Dich hierdurch nicht treten, aber ich glaube,  das musst Du einfach wissen.

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Ich sag schon mal tausendundeinmal DANKE

Die Verfasserin des Briefes scheint  "verantwortungsbewusst" nicht von "verantwortungsvoll" abzugrenzen, aber das sind zwei verschiedene Dinge.

Eine klare, explizite, direkte Willenserklärung, was den Fortbestand Eurer Beziehung angeht, fehlt auch.

Statt dessen wird Dir vorgeschlagen, Du sollest "eine ganz andere Persönlichkeit Dir aussuchen".

Das ist keine direkte Beziehungs-Beendigungs-Erklärung, sondern eine indirekte.

Nichts desto trotz gibt es da nichts mißzuverstehen.

Abgesehen davon ist es aber auch ein Statement darüber, wie Partnersuche für Dich aussieht: Du suchst Dir jemanden aus.

Partnersuche sollte aber kein einseitiger Prozess sein, bei dem einer aussucht und der andere ausgesucht wird. Partersuche sollte ein Prozess sein, in dessen Verlauf _alle_ Partner gleichberechtigt "aussuchen" und "ausgesucht werden".

Außerdem wird anheimgestellt, dass Du aktiv etwas tun sollst, was das Nicht-Mehr-Bestehen der Beziehung zementiert. Du sollst also die Rolle des Zementierers übernehmen. Auf diese Weise will die Verfasserin möglicherweise davon ablenken, dass sie diejenige ist, die die Beziehung beendet. Falls ja: Warum? Gehört sie zu denen, die nicht gerne dazu stehen, dass sie selbst Fakten schaffen? Das könnte sie aber ruhig.

Das Beenden einer Beziehung darf durchaus auf einer einseitig, d.h. nur von einer/einem Beteiligten, nicht von allen Beteiligten,  getroffenen Willensentscheidung beruhen.



Zu dem Wunsch nach einem Partner, der ähnlich gestrickt ist wie man selbst, kann ich nur sagen:

Für mich wäre ein Partner, der ähnlich gestrickt ist wie ich selbst, vermutlich eine Katastrophe. Im Sinne einer Resonanzkatastrophe, Im Sinne eines Szenarios bei dem zu viele gleichzeitige gleiche Schwingungen sich zur Resonanzkatastrophe aufschaukeln. In meinem Fall wäre eine Beziehung stabiler, bei der man eben nicht in allem gleich tickt, sondern in einer Weise unterschiedlich, die dazu führt, dass man sich gegenseitig konstruktiv ergänzt auf eine Art, die dazu führt, dass die Partnerschaft mehr ist als nur die Summe der beiden Teile/Beteilligten, aus denen sie gebildet wird.

Abgesehen davon denken Leute oft, sie würden unterschiedlich ticken wenn sie in Wirklichkeit gleich bzw sehr ähnlich ticken und genau deswegen die selben "Räume" beanspruchen und sich in diesen "Räumen" gegenseitig Konkurrenz machen.

Andersherum denken Leute oft, sie würden gleich ticken wenn sie in Wirklichkeit in einer Weise unterschiedlich ticken, die mit sich bringt, dass die Beziehung harmonisch ist, weil es zu keinen destruktiven Reibereien kommt, sondern jede/r zB auch die Freiräume hat, die sie/er braucht.



Sei dem, wie ihm will.   Ob die Analyse der (Ex-)Freundin richtig ist, sei dahingestellt.

Die Beziehung ist also beendet, weil sie der Ansicht ist, dass die Wunschvorstellungen, die sie bezogen auf ihre eigene Lebensführung hat, nicht kompatibel sind zu Deiner Art der Lebensführung.

Inwieweit das Zusammensein mit Dir in Zusammenhang damit steht, dass ihre auf die Lebensführung bezogenen Wunschvorstellungen offenbar noch nicht umgesetzt sind, kann ich nicht sagen. Wenn sie sich von Dir trennt, kann sie aber Dich nicht mehr verantwortlich machen wenn sie es danach vielleicht auch nicht auf die Reihe bringt(, was ich ihr übrigens _nicht_ wünsche).

Stellt sich die Frage, ob das Beziehungsende als "Scheitern" anzusehen ist oder eher wertungsfrei als zu verbuchende Erfahrung im auf zwischenmenschliche Dynamiken bezogenen das ganze Leben lang andauernden  Lernprozess.



Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob es gut ist, wenn Du die Sache, statt sie erstmal zu akzeptieren und emotiional zu verkraften, jetzt schon zu sehr auf "rationale/analytische Weise" zerdenkst.

Meiner Erfahrung nach spielt beim Analysieren immer auch der emotionale und seelische Seinszustand derjenigen Person ein Rolle, die die Analyse durchführt.

Es könnte sein, dass Du, wenn Du aus einem gewissen zeitlichen Abstand über die DInge nachdenkst, wenn Du dich besser fühlst, zu ganz anderen Erkenntnissen/Sichtweisen kommst als während Du noch unmittelbar im Fluss der Ereignisse steckst.

Es könnte auch sein, dass es Dich, wenn Du jetzt schon die ganze Zeit daran herumdenkst anstatt darauf zu achten, dass es Dir trotzdem einigermaßen gut geht, in einer Weise fertigmacht/verrückt macht/Nerven kostet, die keinem weiterhilft.




Wäre ich eine Stoikerin, würde ich Dir raten:

Achte im Fluß der Ereignisse darauf, Dir Deine innere Ruhe und damit Deine innere Freiheit zu bewahren.

Mir helfen da diverse Übungen zur Tiefenentspannung sehr.

Auf alle Fälle besorge Dir einen Vorrat an leckeren heissen Getränken.   

Selbst wenn eine Liebesbeziehung endet, was traurig ist, bedeutet das nicht das Ende der Liebe. Es wird weiter Liebe geben. Auch für Dich.

In seinem Gedicht "Desiderata" (=Wünsche) hat Max Ehrmann nicht umsonst geschrieben, dass die Liebe immerwährend ist wie Gras.

Lass Dich nicht unterkriegen.

Das Leben ist interessant.

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20.03.21 um 8:29
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Liebe Leserinnen, 

ich suche händeringend nach Meinungen, Beurteilungen, Analyse, subjektiv, oblektiv... zu einem Text den ich von meiner Freundin bekommen habe.

Wir befinden uns gerade in einer Beziehungspause, weil ich Einiges am Umkrempeln und Ändern bin. 
Out of the blue bekam ich diesen Text von ihr:

Ich empfinde mich als sehr verantwortungsbewusst.  Du empfindest dich auch so,  aber das sehe ich anders.  Aus meiner Perspektive,  hast Du zu viel,  zu lange vernachlässigt.  Das lässt sich mit meinem Bedürfnis, dass mein Partner ähnlich gestrickt ist,  einfach nicht vereinbaren.  

Ich kann Dir nur den Rat geben,  dein Leben wieder in die Hand zu nehmen,  wie Du meines Wissens ehe schon versuchst... oder eben eine ganz andere Persönlichkeit Dir aussuchst, die eine solche Anspruchshaltung nicht hat. 
Ich will Dich hierdurch nicht treten, aber ich glaube,  das musst Du einfach wissen.

Jeder Kommentar, jede Meinung sind mir wichtig.
Ich sag schon mal tausendundeinmal DANKE

Hallo,
der Text lässt sich nicht leicht beurteilen. Die vorangegangene Kommunikation fehlt und scheint einen wichtigen Anhaltspunkt zu bieten, so erscheint es mir. 
Der Text setzt direkt mit Verantwortungsbewusstsein an. Daraus schließe ich, dass sich hier zwei Menschen gegenseitig mangelndes Verantwortungsgefühl unterstellen. 

Verantwortung sehe ich als etwas, was in jedem Menschen verankert ist, nur nicht immer greifbar. Es gibt Lebensumstände und Situationen oder auch Erkrankungen, die einen  Zugriff auf dieses Bewusstsein verwehren. Zwar spielen auch hier wieder Werte, Wünsche und vor allem Bedürfnisse eine große Rolle aber auch die direkte Handlungsebene. 

Verantwortlich ist eine Person nur für sich selbst. Es gibt wenige Ausnahmen, wo dies anders betrachtet wird. Unter gesunden, erwachsenen Menschen ist jeder für sein Verhalten, sein Tun oder Nichttun "eigenverantworlich".

Gespräche in Beziehungen oder auch danach, mit dem Inhalt Verantwortungsbewusstsein, vermitteln dem Gegenüber "mit dir stimmt etwas nicht, du bist nicht gut, du bist nicht richtig" nicht zuletzt auch "du erfüllst nicht meine Bedürfnisse, du gibst mir nicht, was ich brauche".
Hier geht es in gewisser Weise um Schuld. 

Zurück zum Text.
Gespickt mit einem Rat und einer Bemerkung über die hohe Anspruchshaltung deiner Freundin, die die zynische Frage impliziert, welche Ansprüche stellst du eigentlich an eine Beziehung. 

Letztendlich wird eine solche Kommunikation auf der Stelle treten.
Ihr müsstet runter von dem Level, indem ihr euch beidseitig angreift. Wenn ihr bereit seid über eure Vorstellungen zu sprechen, ohne das sich einer von euch vom anderen verletzt fühlt (und auch nicht wird!) kommt ihr aus diesem Level heraus. 

LG Sis

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20.03.21 um 9:08
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Die Verfasserin des Briefes scheint  "verantwortungsbewusst" nicht von "verantwortungsvoll" abzugrenzen, aber das sind zwei verschiedene Dinge.

Eine klare, explizite, direkte Willenserklärung, was den Fortbestand Eurer Beziehung angeht, fehlt auch.

Statt dessen wird Dir vorgeschlagen, Du sollest "eine ganz andere Persönlichkeit Dir aussuchen".

Das ist keine direkte Beziehungs-Beendigungs-Erklärung, sondern eine indirekte.

Nichts desto trotz gibt es da nichts mißzuverstehen.

Abgesehen davon ist es aber auch ein Statement darüber, wie Partnersuche für Dich aussieht: Du suchst Dir jemanden aus.

Partnersuche sollte aber kein einseitiger Prozess sein, bei dem einer aussucht und der andere ausgesucht wird. Partersuche sollte ein Prozess sein, in dessen Verlauf _alle_ Partner gleichberechtigt "aussuchen" und "ausgesucht werden".

Außerdem wird anheimgestellt, dass Du aktiv etwas tun sollst, was das Nicht-Mehr-Bestehen der Beziehung zementiert. Du sollst also die Rolle des Zementierers übernehmen. Auf diese Weise will die Verfasserin möglicherweise davon ablenken, dass sie diejenige ist, die die Beziehung beendet. Falls ja: Warum? Gehört sie zu denen, die nicht gerne dazu stehen, dass sie selbst Fakten schaffen? Das könnte sie aber ruhig.

Das Beenden einer Beziehung darf durchaus auf einer einseitig, d.h. nur von einer/einem Beteiligten, nicht von allen Beteiligten,  getroffenen Willensentscheidung beruhen.



Zu dem Wunsch nach einem Partner, der ähnlich gestrickt ist wie man selbst, kann ich nur sagen:

Für mich wäre ein Partner, der ähnlich gestrickt ist wie ich selbst, vermutlich eine Katastrophe. Im Sinne einer Resonanzkatastrophe, Im Sinne eines Szenarios bei dem zu viele gleichzeitige gleiche Schwingungen sich zur Resonanzkatastrophe aufschaukeln. In meinem Fall wäre eine Beziehung stabiler, bei der man eben nicht in allem gleich tickt, sondern in einer Weise unterschiedlich, die dazu führt, dass man sich gegenseitig konstruktiv ergänzt auf eine Art, die dazu führt, dass die Partnerschaft mehr ist als nur die Summe der beiden Teile/Beteilligten, aus denen sie gebildet wird.

Abgesehen davon denken Leute oft, sie würden unterschiedlich ticken wenn sie in Wirklichkeit gleich bzw sehr ähnlich ticken und genau deswegen die selben "Räume" beanspruchen und sich in diesen "Räumen" gegenseitig Konkurrenz machen.

Andersherum denken Leute oft, sie würden gleich ticken wenn sie in Wirklichkeit in einer Weise unterschiedlich ticken, die mit sich bringt, dass die Beziehung harmonisch ist, weil es zu keinen destruktiven Reibereien kommt, sondern jede/r zB auch die Freiräume hat, die sie/er braucht.



Sei dem, wie ihm will.   Ob die Analyse der (Ex-)Freundin richtig ist, sei dahingestellt.

Die Beziehung ist also beendet, weil sie der Ansicht ist, dass die Wunschvorstellungen, die sie bezogen auf ihre eigene Lebensführung hat, nicht kompatibel sind zu Deiner Art der Lebensführung.

Inwieweit das Zusammensein mit Dir in Zusammenhang damit steht, dass ihre auf die Lebensführung bezogenen Wunschvorstellungen offenbar noch nicht umgesetzt sind, kann ich nicht sagen. Wenn sie sich von Dir trennt, kann sie aber Dich nicht mehr verantwortlich machen wenn sie es danach vielleicht auch nicht auf die Reihe bringt(, was ich ihr übrigens _nicht_ wünsche).

Stellt sich die Frage, ob das Beziehungsende als "Scheitern" anzusehen ist oder eher wertungsfrei als zu verbuchende Erfahrung im auf zwischenmenschliche Dynamiken bezogenen das ganze Leben lang andauernden  Lernprozess.



Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob es gut ist, wenn Du die Sache, statt sie erstmal zu akzeptieren und emotiional zu verkraften, jetzt schon zu sehr auf "rationale/analytische Weise" zerdenkst.

Meiner Erfahrung nach spielt beim Analysieren immer auch der emotionale und seelische Seinszustand derjenigen Person ein Rolle, die die Analyse durchführt.

Es könnte sein, dass Du, wenn Du aus einem gewissen zeitlichen Abstand über die DInge nachdenkst, wenn Du dich besser fühlst, zu ganz anderen Erkenntnissen/Sichtweisen kommst als während Du noch unmittelbar im Fluss der Ereignisse steckst.

Es könnte auch sein, dass es Dich, wenn Du jetzt schon die ganze Zeit daran herumdenkst anstatt darauf zu achten, dass es Dir trotzdem einigermaßen gut geht, in einer Weise fertigmacht/verrückt macht/Nerven kostet, die keinem weiterhilft.




Wäre ich eine Stoikerin, würde ich Dir raten:

Achte im Fluß der Ereignisse darauf, Dir Deine innere Ruhe und damit Deine innere Freiheit zu bewahren.

Mir helfen da diverse Übungen zur Tiefenentspannung sehr.

Auf alle Fälle besorge Dir einen Vorrat an leckeren heissen Getränken.   

Selbst wenn eine Liebesbeziehung endet, was traurig ist, bedeutet das nicht das Ende der Liebe. Es wird weiter Liebe geben. Auch für Dich.

In seinem Gedicht "Desiderata" (=Wünsche) hat Max Ehrmann nicht umsonst geschrieben, dass die Liebe immerwährend ist wie Gras.

Lass Dich nicht unterkriegen.

Das Leben ist interessant.

Danke für die ausführliche Antwort, weil sie zu Reflektieren, weil diese zu Denken anregt. Danke auch für die Tipps.
Verblüffend empfinde ich auch die treffenden Beschreibung, ich habe sie darin wirklich wiedergefunden

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20.03.21 um 9:31
In Antwort auf

Hallo,
der Text lässt sich nicht leicht beurteilen. Die vorangegangene Kommunikation fehlt und scheint einen wichtigen Anhaltspunkt zu bieten, so erscheint es mir. 
Der Text setzt direkt mit Verantwortungsbewusstsein an. Daraus schließe ich, dass sich hier zwei Menschen gegenseitig mangelndes Verantwortungsgefühl unterstellen. 

Verantwortung sehe ich als etwas, was in jedem Menschen verankert ist, nur nicht immer greifbar. Es gibt Lebensumstände und Situationen oder auch Erkrankungen, die einen  Zugriff auf dieses Bewusstsein verwehren. Zwar spielen auch hier wieder Werte, Wünsche und vor allem Bedürfnisse eine große Rolle aber auch die direkte Handlungsebene. 

Verantwortlich ist eine Person nur für sich selbst. Es gibt wenige Ausnahmen, wo dies anders betrachtet wird. Unter gesunden, erwachsenen Menschen ist jeder für sein Verhalten, sein Tun oder Nichttun "eigenverantworlich".

Gespräche in Beziehungen oder auch danach, mit dem Inhalt Verantwortungsbewusstsein, vermitteln dem Gegenüber "mit dir stimmt etwas nicht, du bist nicht gut, du bist nicht richtig" nicht zuletzt auch "du erfüllst nicht meine Bedürfnisse, du gibst mir nicht, was ich brauche".
Hier geht es in gewisser Weise um Schuld. 

Zurück zum Text.
Gespickt mit einem Rat und einer Bemerkung über die hohe Anspruchshaltung deiner Freundin, die die zynische Frage impliziert, welche Ansprüche stellst du eigentlich an eine Beziehung. 

Letztendlich wird eine solche Kommunikation auf der Stelle treten.
Ihr müsstet runter von dem Level, indem ihr euch beidseitig angreift. Wenn ihr bereit seid über eure Vorstellungen zu sprechen, ohne das sich einer von euch vom anderen verletzt fühlt (und auch nicht wird!) kommt ihr aus diesem Level heraus. 

LG Sis

Danke. 
Die vorherigen Texte gingen darum was so allgemein in der Zwischenzeit passiert war, ganz normal wie es so geht, das Leben lief. 
Dann die plötzliche Wendung und sie fing mit unterschiedlichen Wahrheiten und mit unseren angeblichen unterschiedlichen Perspektiven an.  
Danach dann dieser Text.

Dein Rat dieses Level zu verlassen finde ich sehr gut und trifft meine Meinung. 
Ich merke nur, dass sie immer wieder auf das eine Thema zurück fällt. 
 

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