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Wechselbad der Gefühle.

4. April 2018 um 22:32

Hallo liebe Forumsmitglieder, ich bin mittlerweile am Ende meiner Weisheit.
Ich bin  48 Jahre alt, männlich und geschieden. Im Juni 2017 habe ich eine 45ährige Frau kennengelernt, die mich von Anfang an fasziniert hat. Wir hatten mehrere Dates, bis wir das erste Mal Sex hatten. Ich empfinde sehr viel für diese Frau, merke allerdings, dass es nicht gut ist, diese Beziehung aufrecht zu halten.
Sie ist an einem Tag anhänglich, liebevoll und so, wie ich mir eine Frau vorstelle.
Doch leider gibt es auch Tage, an denen sie mir die kalte Schulter zeigt. Sie meint dann auch, dass es so lange gut tut, wenn wir zusammen sind, alles in Ordnung sei, wenn nicht ist die Beziehung beendet. Sie hat mir auch noch nie gesagt, dass sie etwas für mich empfindet. Ich habe Dich sehr gerne oder, ich hab dich lieb hat sie schon gesagt nur, um es ein paar Minuten später zu revidieren. Ich hatte mich aufgrund dieser Verhaltensweisen auch für fast 4 Wochen von ihr getrennt. Nach diesen Wochen hat mir ein Arbeitskollege von ihr mitgeteilt, dass es ihr aufgrund dieses Kontaktabbruches sehr schlecht ging. Ich habe mit ihr aufgrund dessen den Kontakt wieder aufgenommen und sind letztendlich wieder zusammen. Es hat sich im Zwischenmenschlichen auch etwas geändert, ihre Schwankungen, was unsere Beziehung angeht, sind jedoch geblieben. Letzte Woche hat sie mir gesagt, dass sie keine Erwartungen erfüllen werde, da sie mal sehr enttäuscht wurde. Weiterhin möge sie jetzt leben.  Letzte Woche  fragte sie mich, warum ich sie nicht gern hätte, obwohl sie genau weiß, was ich für sie empfinde. Ich weiß langsam nicht mehr, was ich machen soll. Wenn ich sie diesbezüglich anspreche, erhalte ich keine Antwort. Es ist Wechselbad der Gefühle. 

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4. April 2018 um 22:59
In Antwort auf humphry

Hallo liebe Forumsmitglieder, ich bin mittlerweile am Ende meiner Weisheit.
Ich bin  48 Jahre alt, männlich und geschieden. Im Juni 2017 habe ich eine 45ährige Frau kennengelernt, die mich von Anfang an fasziniert hat. Wir hatten mehrere Dates, bis wir das erste Mal Sex hatten. Ich empfinde sehr viel für diese Frau, merke allerdings, dass es nicht gut ist, diese Beziehung aufrecht zu halten.
Sie ist an einem Tag anhänglich, liebevoll und so, wie ich mir eine Frau vorstelle.
Doch leider gibt es auch Tage, an denen sie mir die kalte Schulter zeigt. Sie meint dann auch, dass es so lange gut tut, wenn wir zusammen sind, alles in Ordnung sei, wenn nicht ist die Beziehung beendet. Sie hat mir auch noch nie gesagt, dass sie etwas für mich empfindet. Ich habe Dich sehr gerne oder, ich hab dich lieb hat sie schon gesagt nur, um es ein paar Minuten später zu revidieren. Ich hatte mich aufgrund dieser Verhaltensweisen auch für fast 4 Wochen von ihr getrennt. Nach diesen Wochen hat mir ein Arbeitskollege von ihr mitgeteilt, dass es ihr aufgrund dieses Kontaktabbruches sehr schlecht ging. Ich habe mit ihr aufgrund dessen den Kontakt wieder aufgenommen und sind letztendlich wieder zusammen. Es hat sich im Zwischenmenschlichen auch etwas geändert, ihre Schwankungen, was unsere Beziehung angeht, sind jedoch geblieben. Letzte Woche hat sie mir gesagt, dass sie keine Erwartungen erfüllen werde, da sie mal sehr enttäuscht wurde. Weiterhin möge sie jetzt leben.  Letzte Woche  fragte sie mich, warum ich sie nicht gern hätte, obwohl sie genau weiß, was ich für sie empfinde. Ich weiß langsam nicht mehr, was ich machen soll. Wenn ich sie diesbezüglich anspreche, erhalte ich keine Antwort. Es ist Wechselbad der Gefühle. 

Das klingt für mich sehr nach Bindungsangst.
Google mal nach den Symptomen, dann findest du vielleicht Klarheit. Ich leide auch darunter und wahrscheinlich hat sie in iherer Vergangenheit ein paar schlechte oder traumatische Erfahrungen gemacht, das schreibst du ja auch in einem Satz.

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5. April 2018 um 0:49

Sorry, Humphry, dass ich nur Schlimmes schreiben kann. Habe selbst ähnliche Erfahrungen gemacht, dazu einiges aus dem Freundeskreis mitbekommen. Insofern will ich dir gerne meine Einschätzung der Lage mitteilen - ob sie auf euch zutrifft, kannst du ja selbst mal schauen. Ihr Wille zur Beziehung scheint in meinen Augen da zu sein, aber fähig zur Bindung ist sie nicht...

Für mich habe ich das Fazit gezogen, dass es in so einer Situation, wie du sie schilderst, nicht nur Bindungsangst ist. Ich glaube, es ist eine ernsthafte Störung, die nicht gut therapierbar ist (ein betroffener Bekannter hat das lange versucht und es hat sich gar nichts geändert, obwohl er sich gut selbstreflektieren kann...). Vielleicht geht es bei manchen in Richtung Bipolarität, es fehlt jedenfalls eine Kontinuität in der Gefühlswelt. So hört es sich bei euch auch an. Sie würde dich wahrscheinlich schon gerne lieben und zeigt Interesse, kann Liebe aber nicht dauerhaft leben, weil ihr Liebesfähigkeit an sich fehlt. Ein bisschen wie bei Demenz - es scheint an das zuvor Erlebte nicht anknüpfbar zu sein, es gibt "Gefühlslücken". Die innige Erfahrung von heute ist morgen wie nie gewesen, denn man lebt ja "im Jetzt" und jetzt ist es dann eben anders - leider nur bei dem einen Partner...

Gerade durch ihre extreme Art sind diese Menschen oft faszinierend, lösen starke Gefühle aus, sind aber letztlich Energiefresser. Sie tun einem Partner nicht gut und können ihn kaputt machen - es gibt keine kontinuierliche Entwicklung, höchstens kurze gute Zeiten. Solange man auf Veränderung hofft, wird man immer wieder enttäuscht. Fragt sich, wie lange man die Kraft dazu hat. Du hast ja schon einige Monat Geduld gezeigt... und schreibst selbst:
merke allerdings, dass es nicht gut ist, diese Beziehung aufrecht zu halten.

Man kann natürlich trotzdem weitermachen und irgendwann merken, wie sehr es an die eigene Substanz geht. Manchmal ist es aber gesünder, die eigene Liebe loszulassen, wenn sie vom Gegenüber nicht erwidert werden kann - aus welchem Grund auch immer. Ich wünsche dir viel Kraft.

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5. April 2018 um 8:01
In Antwort auf schneekoenigin9

Sorry, Humphry, dass ich nur Schlimmes schreiben kann. Habe selbst ähnliche Erfahrungen gemacht, dazu einiges aus dem Freundeskreis mitbekommen. Insofern will ich dir gerne meine Einschätzung der Lage mitteilen - ob sie auf euch zutrifft, kannst du ja selbst mal schauen. Ihr Wille zur Beziehung scheint in meinen Augen da zu sein, aber fähig zur Bindung ist sie nicht...

Für mich habe ich das Fazit gezogen, dass es in so einer Situation, wie du sie schilderst, nicht nur Bindungsangst ist. Ich glaube, es ist eine ernsthafte Störung, die nicht gut therapierbar ist (ein betroffener Bekannter hat das lange versucht und es hat sich gar nichts geändert, obwohl er sich gut selbstreflektieren kann...). Vielleicht geht es bei manchen in Richtung Bipolarität, es fehlt jedenfalls eine Kontinuität in der Gefühlswelt. So hört es sich bei euch auch an. Sie würde dich wahrscheinlich schon gerne lieben und zeigt Interesse, kann Liebe aber nicht dauerhaft leben, weil ihr Liebesfähigkeit an sich fehlt. Ein bisschen wie bei Demenz - es scheint an das zuvor Erlebte nicht anknüpfbar zu sein, es gibt "Gefühlslücken". Die innige Erfahrung von heute ist morgen wie nie gewesen, denn man lebt ja "im Jetzt" und jetzt ist es dann eben anders - leider nur bei dem einen Partner...

Gerade durch ihre extreme Art sind diese Menschen oft faszinierend, lösen starke Gefühle aus, sind aber letztlich Energiefresser. Sie tun einem Partner nicht gut und können ihn kaputt machen - es gibt keine kontinuierliche Entwicklung, höchstens kurze gute Zeiten. Solange man auf Veränderung hofft, wird man immer wieder enttäuscht. Fragt sich, wie lange man die Kraft dazu hat. Du hast ja schon einige Monat Geduld gezeigt... und schreibst selbst:
merke allerdings, dass es nicht gut ist, diese Beziehung aufrecht zu halten.

Man kann natürlich trotzdem weitermachen und irgendwann merken, wie sehr es an die eigene Substanz geht. Manchmal ist es aber gesünder, die eigene Liebe loszulassen, wenn sie vom Gegenüber nicht erwidert werden kann - aus welchem Grund auch immer. Ich wünsche dir viel Kraft.

Erstmal vielen Dank für Eure Antworten. Es scheint tatsächlich so zu sein, wie Ihr vermutet, dass sie zu keiner Beziehung fähig ist. Es trifft auch zu, dass dieser Zustand sehr anstrengend ist. Ich weiß nur nicht, soll ich an ihr festhalten, oder sie sofort verlassen. 
Wenn es eine Chance geben würde, würde ich es ja gerne versuchen. Aber ich weiß nicht.  



 

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5. April 2018 um 13:12

Hallo Claudia, ich gebe Dir recht, allerdings hat man für Gefühle keinen Schalter und die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt. Wenn es tatsächlich so ist, dass sie mir meine Energie raubt, werde ich die Reißleine ziehen. Aber so lange ich noch Hoffnung habe und die Möglichkeit besteht, dass sich was ändert, werde ich wahrscheinlich nicht aufgeben. Ich bedanke mich für jeden Vorschlag, egal ob positiv und negativ. Ich wollte eigentlich nur wissen, ob Jemandem ein ähnliches Verhalten bekannt ist und ob und welche Lösungsvorschläge  hilfreich sein könnten.

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6. April 2018 um 21:55

Damit sich die Situation zum Guten bessern kann, müsste sie einsehen, dass ihr Verhalten einer glücklichen Beziehung im Wege steht. Sie müsste Veränderung selbst wollen und kontinuierlich daran arbeiten, um sie evtl. zu bewerkstelligen. Davon ist sie aber weit entfernt. Sie scheint erst gar nicht offen mit dir reden zu wollen - gibt dir keine Antwort, wenn du sie darauf ansprichst.

Ich würde dir empfehlen, Klarheit zu finden und ihr deutlich zu machen, dass es so nicht weitergehen kann. Vielleicht bringt es dir etwas, noch einmal das Gespräch zu suchen, ihr deine Gefühlslage offenzulegen und genau hinzuschauen, wie sie damit umgeht. Wenn sie gar nichts einsieht und ihr Verhalten offensichtlich so beibehalten will, kannst du es ggf. als Trennungsgespräch nehmen und vielleicht im Guten mit ihr abschließen. Dass es ihr ohne dich schlecht geht, ist dann wohl eher, weil sie dich für die Selbstbestätigung braucht.

Es würde mich interessieren, wie es weitergeht. Gerne auch später mal per PN, da mich das Thema selbst beschäftigt.

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6. April 2018 um 23:16
In Antwort auf schneekoenigin9

Damit sich die Situation zum Guten bessern kann, müsste sie einsehen, dass ihr Verhalten einer glücklichen Beziehung im Wege steht. Sie müsste Veränderung selbst wollen und kontinuierlich daran arbeiten, um sie evtl. zu bewerkstelligen. Davon ist sie aber weit entfernt. Sie scheint erst gar nicht offen mit dir reden zu wollen - gibt dir keine Antwort, wenn du sie darauf ansprichst.

Ich würde dir empfehlen, Klarheit zu finden und ihr deutlich zu machen, dass es so nicht weitergehen kann. Vielleicht bringt es dir etwas, noch einmal das Gespräch zu suchen, ihr deine Gefühlslage offenzulegen und genau hinzuschauen, wie sie damit umgeht. Wenn sie gar nichts einsieht und ihr Verhalten offensichtlich so beibehalten will, kannst du es ggf. als Trennungsgespräch nehmen und vielleicht im Guten mit ihr abschließen. Dass es ihr ohne dich schlecht geht, ist dann wohl eher, weil sie dich für die Selbstbestätigung braucht.

Es würde mich interessieren, wie es weitergeht. Gerne auch später mal per PN, da mich das Thema selbst beschäftigt.

Hallo Schneekönigin 9, ich werde dir weiterhin berichten. Gruß 

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