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Was wollt ihr Frauen eigentlich...

2. Februar 2012 um 22:10
In Antwort auf freya_12042783

Mir fällt das irgendwie schwer nachzuvollziehen
alle meine exfreunde hatten bisher weniger geld als ich zur verfügung.

man muss dazu aber sagen, dass das thema geld auch in der kennenlernphase nie eine rolle gespielt hat. warum auch? danach such ich mir ja keinen partner.
ich hatte bisher immer das glück genügend geld zu verfügung zu haben und ich bin auch ein mensch, der gerne gibt.

ich hätte auch kein problem damit einen partner zu haben, der irgendein körperliches leiden hat. ich war z.b. auch schonmal in einen rollstuhlfahrer verliebt. solche dinge schrecken mich in der regel nicht ab.
es kommt für mich immer darauf an, wie jemand mit der situation umgeht. ich bin selbst ein optimist und möchte so jemanden auch als partner. wenn ich etwas nicht ausstehen kann, dann wenn jemand ständig nur rumjammert (damit will ich nicht sagen, dass du so jemand bist).

ich würde aber auch nicht wollen, dass diese "nachteile" ständig zum thema gemacht werden.
und mich würde es wahrscheinlich auch abschrecken, wenn mir jemand gleich beim ersten kennenlernen von all seinen problemen erzählen würde.

ich hatte mal einen chef, der war wirklich der lebenslustigste mensch, den ich je kennenlernen durfte. er hatte einen schweren autounfall (er war nicht schuld) und wäre in seinem auto fast verbrannt (70% der hautoberfläche sind verbrannt, sein gesicht war zum glück nicht betroffen). er lag lange zeit im koma und die ärzte machten seiner familie keine großen hoffnungen. doch nach mehreren monaten ist er wieder aufgewacht, aber er konnte nicht mehr gehen. da haben ihm die ärzte gesagt, dass er wahrscheinlich nie wieder laufen wird. nach ein paar jahren und etlichen therapien hat er es aber tatsächlich geschafft und kann wieder laufen.
obwohl das ganze schon einige jahre her ist, muss er trotzdem immernoch operiert werden und hat oft starke schmerzen.
er hat einen unglaublichen lebensmut und ist ein immer fröhlicher und gutgelaunter mensch. seine einstellung zum leben finde ich bewundernswert.

übrigens hatte er mir das an meinem zweiten tag erzählt (man sieht es ihm ja auch an). aber die art und weise wie er mir davon erzählt hat und wie er mit dem ganzen umgeht und was seine einstellung zum leben ist, hat mich einfach fasziniert (und auch irgendwie attraktiv gemacht ).

mit dem rollstuhlfahrer war es ähnlich. ich habe ihn in einer disco kennengelernt (leider sind der großteil der discotheken nicht für rollstuhlfahrer geeignet). er hatte einen motorradunfall und war seitdem gelähmt. aber er ging mit seiner behinderung auch ganz locker um. er hat sogar scherze darüber gemacht und als ich gesehen habe, wie er auf die tanzfläche gerollt ist und dort erstaunliche bewegungen gemacht hat, war es um mich geschehen .

was ich dir damit eigentlich sagen will: ich denke nicht, dass die frauen dich nicht wollen, weil du wenig geld zur verfügung hast oder eine körperliche behinderung (sicherlich gibt es auch frauen, die nur darauf schauen), sondern eher wie du ihnen dein handicap vermittelst. und ich denke, wenn du erstmal eine frau kennengelernt hast, die auch interesse an dir als mensch zu haben scheint, dann hast du in der kennenlernphase noch genügend zeit, ihr von diesen dingen zu erzählen. denn sie sind ja nicht das, was dich als mensch ausmacht. du darfst dich darüber nicht definieren.

ich hätte auch kein problem damit, wenn ich jetzt jemanden kennenlernen würde, der arbeitslos ist. es kommt für mich immer darauf an, wie derjenige damit umgeht. denn nur so kann ich sehen, ob und wie ich damit umgehen kann, verstehst du?

ich hoffe, ich konnte dir vielleicht ein bisschen helfen.

(p.s.: ich habe mir die ganzen anderen antworten nicht durchgelesen)

Schliesse mich an.
Sehr toller beitrag und respekt für deinen umgang mit diesem thema! Ich glaube schon nach wie vor das die meisten frauen nicht so vorurteilsfrei an männer herangehen, aber das mag auch mit meinen individuellen erfahrungen zusammenhängen.
Aber ich bewundere deine haltung!! Und so ein beitrag hilft mir um so mehr, denn wenn eine vorurteilsfrei frau wie du eine bist auch denkt das man erstmal mit schwierigen themen sparsam umgehen sollte ist das durchaus eine wichtige "info".
danke

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Mehr lesen

2. Februar 2012 um 22:12

Auch hier
danke. Ist ein hilfreicher beitrag. danke
(und danke an alle anderen tollen beiträge, aber es ist so viel geworden das ich nicht auf alle eingehen kann!)

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2. Februar 2012 um 22:13

Na lecker
guten appetit wünsche ich dir!

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2. Februar 2012 um 23:28

In
der tat. Es gibt sie wirklich
Jetzt muß mir nur noch so eine über den weg laufen (und ich muß mich scheinbar auch etwas geschickter anstellen und darf nicht zu tief blicken lassen am anfang).

Um das ganze nochmal abzuschließen irgendwo: es waren viele schrott beiträge dabei, aber auch zahlreiche mit denen mir doch sehr geholfen wurde. Danke an die community

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3. Februar 2012 um 0:14
In Antwort auf chau_12683077

In
der tat. Es gibt sie wirklich
Jetzt muß mir nur noch so eine über den weg laufen (und ich muß mich scheinbar auch etwas geschickter anstellen und darf nicht zu tief blicken lassen am anfang).

Um das ganze nochmal abzuschließen irgendwo: es waren viele schrott beiträge dabei, aber auch zahlreiche mit denen mir doch sehr geholfen wurde. Danke an die community

Ich muss dazu aber auch ehrlich sagen,
dass meine einstellung nicht immer so war. ich hatte auch phasen (ich bin ja auch erst 23 ^^) in denen ich zum teil sehr oberflächlich gedacht habe.

weißt du, solange deine defizite für dich kein problem sind und du einfach versuchst das beste aus der situation zu machen, ist es auch für dein umfeld kein großes problem mehr. es kommt eben immer darauf an, wie man selber damit umgeht.

wenn z.b. jemand arbeitslos wird und dann aber alles versucht um seinen lebensstandard wieder zu verbessern und sich nicht unterkriegen lässt, dann wird ihn auch niemand dafür verurteilen, dass er eben gerade erwerbslos ist.
wenn er sich aber davon runterziehen lässt, seinen hintern nicht mehr hochkriegt und sich selbst nur noch als "armen schlucker" sieht, wird man ihn auch irgendwann als das sehen und seine gesellschaft meiden.
hierbei spielt es keine rolle, dass er arbeitslos ist.
ich hoffe du verstehst wie ich das meine.
es wird erst ein handicap, wenn DU es dazu machst.

du hast leider einen schweren schicksalsschlag erlebt, welchen auch immer, aber du musst nun leider damit leben und versuchen das beste aus der situation zu machen. und so wie ich gelesen habe, bist du ja auch dabei dich wieder aufzurappeln. du darfst das aber nicht dein leben bestimmen lassen. es gehört jetzt zu dir dazu, aber das bist nicht DU.
definier dich nicht darüber, dann werden es auch die anderen nicht machen.

erst wenn du mit dir selbst im reinen bist und dich so akzeptieren kannst wie du bist, macht es auch sinn, sich wieder auf die suche zu begeben. wenn du dich selbst liebst und das auch wirklich ausstrahlen kannst, können dich auch andere lieben.

ich wünsche dir alles gute für die zukunft.

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3. Februar 2012 um 17:06

Genau das will ich damit auch sagen.
ich habe mir gerade auch mal ein paar beiträge von anderen usern durchgelesen und muss "keadori" auch recht geben, dass einige beiträge dabei waren, die schlußendlich eigentlich das gleiche wie ich gemeint haben.

ich weiß auch, dass es viele menschen gibt, die die gleiche einstellung wie ich haben.
natürlich gibt es auch menschen, die sich einen partner nur nach status und kontostand aussuchen. aber es gibt eben auch menschen, die z.b. mit einer körperlichen behinderung des partners nicht umgehen könnten. das ist so und das muss man auch akzeptieren.

wenn man einen schweren schicksalsschlag erlebt und aber bereits in einer gefestigten partnerschaft lebt, dann ist das natürlich besser. aber familie und freunde sind genauso wichtig. niemand sollte so etwas alleine durchleben müssen.

mal ein anderes beispiel:
so gut wie jeder hat schonmal in der liebe herbe rückschläge erleben müssen. so etwas verändert einen und ist ein teil der persönlichkeit, die man heute ist.
wenn nun jemand beim ersten kennenlernen gleich von den ganzen enttäuschungen der vorherigen beziehungen erzählen würde, würde der großteil auch die beine in die hand nehmen, mich eingeschlossen.
natürlich gehört es zu der eigenen vergangenheit dazu, aber man sagt ja nicht umsonst, dass man solche themen beim ersten kennenlernen erstmal nicht besprechen sollte .

zeig dich einfach von deiner positiven tollen seite. du bist doch noch viel mehr als dieser schicksalsschlag!

an "dieromy1":
ich bin der meinung, wenn man sich selbst nicht liebt, dann macht man es auch anderen schwer, dass sie einen lieben.
und wenn man starke probleme damit hat, was mit einem passiert ist, dann sollte man sich profissionelle hilfe suchen. man sollte dem partner nicht die bürde auflasten für das eigene seelenwohl verantwortlich zu sein.
ich bin weder eine ärztin, noch eine psychologin. ich kann jemanden nur soweit helfen, wie meine möglichkeiten es zulassen und irgendwann erreiche ich meine grenzen.
ich bin auch der meinung, dass man dem partner nicht all seine probleme auflasten sollte, weil so etwas eine beziehung auch kaputt machen kann.

ich habe z.b. in meiner kindheit auch etwas sehr schlimmes erlebt. es wissen nur sehr wenige davon und das ist auch gut so. ich weiß, dass es auch besser ist, den partner irgendwann davon zu erzählen, weil es dann auch für ihn besser ist mich zu verstehen warum ich so bin wie ich bin. aber ich würde ihm nie alles erzählen und auch nicht, was das tiefst im inneren in mir auslöst. ganz einfach weil das meine bürde ist und nicht seine. und dafür gibt es eben profissionelle leute, die sich damit auskennen und weil es neutrale personen sind, mir eben auch viel besser helfen können, weil sie wissen wie sie mit mir umgehen müssen. ich möchte nicht, dass das ein teil der partnerschaft ist und das wenn er mich ansieht, dann das sieht, was mir passiert ist.

ich wünsche dir (TE) alles gute!

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4. Februar 2012 um 2:37

Dann werde ich...
...mich hier auch mal zu Wort melden!
Normalerweise gebe ich zu, dass ich hier eher den Status eines Mitlesers habe, aber diese Diskussion betrifft mich auch selbst, so dass ich doch mal ein wenig meinen Senf dazu geben möchte. Als Erklärung für alle, die sich an mich nicht mehr erinnern können^^: Ich bin 23, männlich, Student und selber schwer körperbehindert, bin sogar im Alltag dauerhaft auf Assistenz angewiesen.

Lieber loschrochones, ich kann dich grundsätzlich ganz gut verstehen. Stärker als das, ich habe meine Phasen, in denen ich schon ganz am Sinn jeglicher Hoffnungen, irgendwann noch einmal auf seriöse Gegenliebe zu stoßen, zweifle. Aber ich weiß selber sehr gut, dass das auch falsch ist!
Dennoch finde ich eine Sache nicht ganz richtig: Vielleicht stimmt es, dass du mal öfters nicht alleine aufwachen würdest, wenn du einen auf dicke Hose machen würdest. Aber ganz ehrlich: Ist DAS wirklich dein Ziel?
Ich hatte auch eine Phase, in der ich in erster Linie eine Beziehung wollte. Einfach nicht mehr alleine sein wollte und wissen wollte, wie das ist, was meine Altersgenossen täglich erleben.
Aber inzwischen finde ich auch, dass das an sich nicht mehr erstrebenswert ist. Ich suche definitiv eine Frau, bei der ich ausnahmslos jeden Morgen Herzklopfen habe, sie zu sehen. Eine Frau fürs Leben ist doch viel mehr als einfach nur irgendein Erfolg, irgendeine Erfahrung...

Daher sollten wir beide absolut bei unserer Ehrlichkeit bleiben. Wenn eine Frau dadurch abgeschreckt ist, dann war sie es, so hart es klingt, doch sowieso nicht wert.

Was Geld angeht, gebe ich schon vielen Vorrednern absolut recht - die Frauen, denen es darauf ankommt, sind in der Minderheit und zudem strohdumm.
Dein Engagement und deine Zukunftsvision sollten im Normalfall immer eine größere Rolle spielen als dein Kontostand.
Ich weiß leider, dass die Sache mit der Körperbehinderung im Allgemeinen schon ein bisschen anders liegt, wobei das vielleicht auch nicht unwesentlich von der Schwere der Beeinträchtigung abhängt.
Dennoch gab es hier schon sehr positive Beiträge dazu, an denen wir uns beide vielleicht mal positiv orientieren können. Rückschläge im eigenen Beziehungsleben wird schließlich wirklich jeder in diesem Thread selbst schon mehrfach erfahren haben, daraus sollte man dann irgendwann, nicht sofort, "einfach" die richtigen Schlüsse ziehen finde ich. Anführungszeichen sind natürlich bewusst gesetzt, denn das ist nur einfach gesagt

Was mich in der Vergangenheit bis heute immer wieder zu schaffen machte, waren verfrühte kategorische Ausschlüsse und Absagen, ich weiß nicht wie das bei dir war bisher. Aber es ist immer wieder ein Kampf, bis eine langfristige Freundin z.B. wirklich mal bereit ist, mich zu treffen oder früher auch einfach nur besser kennen zu lernen. Ich frage mich selber, was manchmal dagegen spricht - natürlich kann man sich treffen und dann feststellen, dass es von einer Seite oder beiden einfach nicht "passt" - habe ich auch schon erlebt.
Aber wie man das von vornherein beurteilen kann, wenn man nicht gerade einen konkreten Grund für die Ablehnung angibt, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel....

Die ersten Schritte sind für uns auf jeden Fall die schwierigsten! Und das ist nicht einfach, weil es z.B. auch ganz normale Freundschaften deutlich erschwert.
Danach bin ich aber überzeugt, dass es wirklich nur noch an uns liegt, was wir daraus machen. Wir können genauso gelungene wie schlechte Dates haben wie alle anderen auch. Und vielleicht, ohne Bestätigung, vielleicht wären unsere Beziehungen, wenn sie denn mal zustande kommen, besser und stabiler, da sie wirklich auf Persönlichkeit beruhen und nicht auf langfristig bedeutungslose Äußerlichkeiten.

Hey, wenn du willst, können wir auch mal privat ein bisschen miteinander schreiben. Auch wenn ich dir wohl konkret wenig helfen kann, manchmal kann gegenseitige Unterstützung schon etwas bewirken. Ich kann dich auf jeden Fall sehr gut nachvollziehen.

Wenn ihr zu meinem Text etwas ergänzen oder widersprechen wollt, nur zu!

Liebe Grüße,
Tim

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