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Was wird nur aus mir und meinem Leben???

29. Mai 2009 um 23:36

Hallo Zusammen,

ich schreibe, weil ich völlig verzweifelt bin, denn meine Beziehung wird in die Brüche gehen und es ist wie mein Lebensende! Ich fühle mich grade so alleine und so verzweifelt, dass ich mir einfach nicht mehr zu helfen weiß. Ich weiß nicht, wie es so weit kommen konnte und ich will nicht, dass es zu Ende ist.
Mein Freund und ich führen seit 2006 eine Fernbeziehung. Die Entfernung beträgt etwa 600km, es ist erträglich (wenn auch nur schwer), aber es gibt durchaus weitere Strecken. Ich habe meinen Freund im Auslandssemester kennengelernt und damals dachte ich auch, dass ich nach dem Studium zu ihm ziehen würde und alles erschien uns leicht. 2007 wurde mir klar, dass ich in Deutschland arbeiten möchte und dass ich hier bleiben möchte. Mein Freund hat es sehr getroffen, dass ich mich umentschieden habe. Aber ich kann mit der Mentalität seiner Landsleute nur schwer dauerhaft umgehen, oder wenn ich ehrlich sein will, mit der Mentalität seines Freundes- und Bekanntenkreis.
Ich muss mir oft anzügliche Bemerkungen anhören, was mir schwer zu schaffen macht, ich fühle mich als Mensch nicht geschätzt und als Frau missachtet. Eigentlich komme ich sonst gut mit seinen Landsleuten aus, wenn ich dem auch nicht kritiklos entgegensehe.
Wir haben schließlich beschlossen uns einander entgegenzukommen und an die Landesgrenze zu ziehen, denn er spricht kein Deutsch. In Deutschland wäre es also für ihn rein sprachlich kaum möglich zu arbeiten.
Als ich nun bei ihm war, hat er mir eröffnet, dass er nun doch nicht bereit ist seine Region und seine Familie zu verlassen. Ich habe ihm schwere Vorwürfe gemacht, weil er sich dessen anscheinend - wie er meinte . schon länger bewusst geworden ist, mir jedoch nichts davon sagte. Er meinte er habe Angst vor meiner Reaktion gehabt.

Zudem kommt, dass er sich mir gegenüber sehr distanziert und abweisend reagiert hat. Mich hat bei ihm einfach sitzen lassen, während er arbeiten ging (nicht nur den normalen Job, das verstehe ich, sondern auch noch den Nebenjob, wo er sich hätte vertreten lassen können). Er hat mich 3 von 4 Tagen mir selbst überlassen, ich konnte nur heulen. Er nahm mich dann in den Arm, sagte, dass es ihm leid tue, drehte sich um und dann schlief er...

Ich habe ihm gesagt, dass ich das so nicht mehr kann. Ich kann einfach nicht mehr. Ich werde von allen Seiten geringgeschätzt, während ich in meiner Umgebung geschätzt und anerkannt werde. Ich opfere mich gerne für meine Freunde auf. Aber ich gebe und gebe und ich merke einfach, dass da kaum etwas zurück kommt.

Leider liebe ich ihn über alles. Ich wollte Kinder mit ihm, mein Leben mit ihm verbringen, ihn heiraten und einfach nur glücklich sein. Aber ich scheine es ihm nicht wert zu sein.

Er leidet sehr unter der Situation. Jedoch tut er sich zutiefst selbst leid, kann nichts mehr essen und kann kaum mit mir sprechen und kann nicht mehr schlafen. Er sagt mir dann, er müsse wirklich auflegen (ich rufe noch auf seinem Handy an, was mich fast einen Euro pro Minute kostet), er könne jetzt nicht mehr, er brauche Zeit. Er wisse nicht, ob er mich glücklich machen könne und wegziehen könne.

Ich bin so verzweifelt, ich würde für ihn auch alles hier verlassen und weit weg ziehen. Er ist noch sehr unselbstständig. Ach, ich weiß echt nicht, was werden soll. Ich könnte wirklich sterben oder nur noch heulen. Mir kommt das so ungerecht vor und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Beziehung beendet ist...

Was soll ich nur machen?
Ich weiß, dass Trennungen immer schmerzhaft sind, Aber ich liebe ihn über alles und ich will die Trennung nicht.

Was könnte ich nur tun??? Weiß jemand, was ich tun, sagen, unternehmen könnte??? Ich weiß nicht mehr weiter.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Liebe Grüße
Princesse de Clève

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30. Mai 2009 um 1:57


wenn ihr euch so liebt, finde ich es wirklich sehr doof, wenn ihr euch trennt...für ihn ist es schwierig, wegzuziehen und für dich ist es schwierig, dort zu wohnen.

wäre es möglich, wenn ihr zwei wohnungen hättet und ein halbes jahr dort, ein halbes jahr dort wohnen würdet? kompliziert, aber es gibt so viele beziehungen, die nichts mit liebe zu tun haben, dass ich es so schade finde, wenn eine wirkliche liebe an so etwas doofem wie dem wohnungsstandort scheitern würde!

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30. Mai 2009 um 11:57
In Antwort auf mina_12758409


wenn ihr euch so liebt, finde ich es wirklich sehr doof, wenn ihr euch trennt...für ihn ist es schwierig, wegzuziehen und für dich ist es schwierig, dort zu wohnen.

wäre es möglich, wenn ihr zwei wohnungen hättet und ein halbes jahr dort, ein halbes jahr dort wohnen würdet? kompliziert, aber es gibt so viele beziehungen, die nichts mit liebe zu tun haben, dass ich es so schade finde, wenn eine wirkliche liebe an so etwas doofem wie dem wohnungsstandort scheitern würde!

Ja, natürlich ist wahre Liebe etwas Seltenes,...
es würde jedoch nicht funktionieren, wenn man ein halbes Jahr hier und ein halbes Jahr dort wohnt, da das dann mit der Arbeit nicht klappen würde. Das würde, glaube ich, kein Arbeitgeber mitmachen und ich fange erst in ca. einem neun Monaten mit meinem Referendariat an und hätte kein hohes Einkommen.
Es sieht so aus, als würde die Beziehung diesen Konflikt nicht überstehen. Ich muss wohl damit zurechtkommen. Ich bin zu vielen Kompromissen bereit und ich denke auch sehr oft darüber nach, ob es nicht doch noch eine Lösung gibt. Das Problem ist nur, dass er sich selbst sehr leid tut und sich als Opfer sieht, (auch im Alltagsleben), er denkt nicht über eine Lösung nach, sondern er möchte jetzt Zeit und die kann ich nicht geben, denn das zeigt mir, dass ich es nicht wert bin.
Ich kann seine Probleme nicht lösen, die er allgemein im Leben hat, auch wenn ich bereit bin, ihm zu helfen. Jedoch ist das ein grundlegendes Problem, dass immer die anderen Schuld sind und im Moment will er nicht mal telefonieren, weil er sich derart schlecht fühlt. Er meint, er sei ein Idiot und er brauche Zeit nachzudenken, ob er mich glücklich machen könne...

Ich muss mein Leben leben. Ich warte nicht! Ich habe das einmal getan und bin nicht mehr bereit mich noch einmal demütigen zu lassen.

Vielen Dank für die lieben Worte!!! Schön etwas Nettes zu hören.

Liebe Grüße

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30. Mai 2009 um 12:05

Er hat sich hinterher entschuldigt,...
er meinte, er hätte eigentlich Zeit gebraucht (ich verstehe nur nicht wofür?).
Was mache ich aber falsch? Wir waren immerhin schon lange genug zusammen, dass er wissen müsste, ob ich ihm viel wert bin oder nicht?

Ich verstehe es einfach nicht? Ich bemühe mich so. Ich mache nette Gesten (wirklich von Herzen!!!), kleine Geschenke, ich versuche mich um ihn zu kümmern, damit er sich besser fühlt. Ich war am Ende selbst so deprimiert, weil er so negativ ist und ich einfach keinen Zugang mehr zu ihm habe.

Er ist meine erste Liebe. Vielleicht wirklich nicht die große Liebe, wenn ich das mal so stehen lasse... Ich weiß es nicht. ER ist MEINE große Liebe. Ich habe mich stets angestrengt und jeden Preis gezahlt, habe meine Woche unterbrochen, um ihn zu sehen, alles...

Ich hätte NIE mit so etwas gerechnet.

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30. Mai 2009 um 12:56


"Ich habe meinen Freund im Auslandssemester kennengelernt und damals dachte ich auch, dass ich nach dem Studium zu ihm ziehen würde und alles erschien uns leicht. 2007 wurde mir klar, dass ich in Deutschland arbeiten möchte und dass ich hier bleiben möchte."

also erst hast du gemeint er sei dein ein und alles und ziehst runter.
dann warste daheim und hast mal nachgedacht und dann haste gemeint "och nöö, andere dinge sind mir doch wichtiger als du".
jetzt biste sauer weil er nicht jubelt und zu dir zieht?

"Aber ich kann mit der Mentalität seiner Landsleute nur schwer dauerhaft umgehen, oder wenn ich ehrlich sein will, mit der Mentalität seines Freundes- und Bekanntenkreis. "
danke fuer die ehrlichkeit.
was erwartest du?
soll er im ernst alles abbrechen und nen neues leben nach deinen wuenschen und regeln beginnen?
ach ja und in deinem natuerlich perfektem und fuer jeden mensch erfuellendem umfeld voll aufgehen.
entscheide dich ob du nen mann brauchst oder nen wurm.

sorry fuer die harten worte.

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30. Mai 2009 um 12:57

Hallo cefeu,
Ja du hast so dermaßen RECHT! Natürlich liebe ich ihn, aber er redet jetzt auch immer nur von sich. Und ach, wie hat er sich von den anderen beeinflussen lassen, die ihm sagten: Such dir doch hier eine Freundin, das hält doch eh nicht und sie wird sich eh nicht ewig mit dir abgeben.

Mir tut es sehr weh, wenn ich HINTERHER erfahre, dass seine Kumpels so über mich reden. Sie lächeln mich an und tun so als ob alles heiter Sonnenschein ist. Und hintenrum meint jeder ich sei die Unglückbringende.

Was mache ich nur falsch? Ehrlich???! Ich hasse Selbstmitleid, aber da hast du den Hammer auf den Kopf getroffen. Er meint, er wolle heulen und er könne nichts mehr essen, nicht mehr schlafen. Er habe sich wie ein Idiot verhalten. Schmettert mir aber dann 2 Minuten später gnadenlos entgegen
er habe das Gefühl, dass ich alles "in mich reinfresse" und dass er nicht weiß, ob er mich jemals glücklich machen kann. Und dass er nicht sicher ist, ob er sich von seinen Leuten (die ihn zum Großteil geringschätzen und ihn dumm anmachen, ihn für dumm verkaufen etc.) so trennen könnte...

ICH BIN ES IHM NICHT WERT! Voilà. Ich scheine es einfach nicht wert zu sein. Und ich verstehe nicht WARUM!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Einen traurigen - aber nichtselbstmitleidigen Gruß!

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30. Mai 2009 um 13:05
In Antwort auf ransu_12146682


"Ich habe meinen Freund im Auslandssemester kennengelernt und damals dachte ich auch, dass ich nach dem Studium zu ihm ziehen würde und alles erschien uns leicht. 2007 wurde mir klar, dass ich in Deutschland arbeiten möchte und dass ich hier bleiben möchte."

also erst hast du gemeint er sei dein ein und alles und ziehst runter.
dann warste daheim und hast mal nachgedacht und dann haste gemeint "och nöö, andere dinge sind mir doch wichtiger als du".
jetzt biste sauer weil er nicht jubelt und zu dir zieht?

"Aber ich kann mit der Mentalität seiner Landsleute nur schwer dauerhaft umgehen, oder wenn ich ehrlich sein will, mit der Mentalität seines Freundes- und Bekanntenkreis. "
danke fuer die ehrlichkeit.
was erwartest du?
soll er im ernst alles abbrechen und nen neues leben nach deinen wuenschen und regeln beginnen?
ach ja und in deinem natuerlich perfektem und fuer jeden mensch erfuellendem umfeld voll aufgehen.
entscheide dich ob du nen mann brauchst oder nen wurm.

sorry fuer die harten worte.

NEIN!
Hallo liebe(r) eigentlich,
So ist es allerdings nicht und ich bin hier auch kein Opfer!
Ich bin sehr oft hingefahren und habe mich an den Unis etc erkundigt,
ich wollte wirklich dorthin gehen. Aber mehr und mehr wurde ich angegriffen. Es fing mit einfachen Dingen an, wie ob ich mir mal die "Deutschen" in den Hotels angesehen hätte, die "wie die Ratten" über das Essen herfielen (O-Ton seine Eltern). Auch harmlose Sachen wie "ja das deutsche Frühstück, da isst man ja Wurst und so". Das tat mir schon sehr weh. Ich definiere mich nicht über meine Nation. Ich könnte durchaus auch außerhalb Deutschlands leben und arbeiten, wenn dir aber die Menschen zu verstehen geben, dass sie dich für ein Nichts halten, warum sollte man sich dann wohlfühlen? Sag mir das mal? Ich laufe in keinster Weise aufreizend herum, doch muss ich mir dauernd von seinen Kumpels anhören, - wenn mein Freund abends weg ist - da sei ich ja dann alleine, etc. Natürlich ist das lustig gemeint, aber so werde ich einfach sonst nie behandelt.
Dazu kommt, dass ich tiefere Einblicke in das Schulsystems des Landes bekommen habe und es nicht mit meinen Grundsätzen (der Schüler zählt nämlich da nichts!) vereinbahren kann. Dafür habe ich mich einfach nicht entschieden. Verstehst du das??? Ich meine? Kann man das irgendwie nachvollziehen????
LG

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30. Mai 2009 um 13:41
In Antwort auf autumn_12646929

NEIN!
Hallo liebe(r) eigentlich,
So ist es allerdings nicht und ich bin hier auch kein Opfer!
Ich bin sehr oft hingefahren und habe mich an den Unis etc erkundigt,
ich wollte wirklich dorthin gehen. Aber mehr und mehr wurde ich angegriffen. Es fing mit einfachen Dingen an, wie ob ich mir mal die "Deutschen" in den Hotels angesehen hätte, die "wie die Ratten" über das Essen herfielen (O-Ton seine Eltern). Auch harmlose Sachen wie "ja das deutsche Frühstück, da isst man ja Wurst und so". Das tat mir schon sehr weh. Ich definiere mich nicht über meine Nation. Ich könnte durchaus auch außerhalb Deutschlands leben und arbeiten, wenn dir aber die Menschen zu verstehen geben, dass sie dich für ein Nichts halten, warum sollte man sich dann wohlfühlen? Sag mir das mal? Ich laufe in keinster Weise aufreizend herum, doch muss ich mir dauernd von seinen Kumpels anhören, - wenn mein Freund abends weg ist - da sei ich ja dann alleine, etc. Natürlich ist das lustig gemeint, aber so werde ich einfach sonst nie behandelt.
Dazu kommt, dass ich tiefere Einblicke in das Schulsystems des Landes bekommen habe und es nicht mit meinen Grundsätzen (der Schüler zählt nämlich da nichts!) vereinbahren kann. Dafür habe ich mich einfach nicht entschieden. Verstehst du das??? Ich meine? Kann man das irgendwie nachvollziehen????
LG


klar kann man das nachvollziehen, nachvollziehen und verstehen tu ich dich ohne probleme.
widerspricht aber nicht dem gesagtem.

"Ich könnte durchaus auch außerhalb Deutschlands leben und arbeiten, wenn dir aber die Menschen zu verstehen geben, dass sie dich für ein Nichts halten, warum sollte man sich dann wohlfühlen?"
du scheinst dir nie gedanken darueber gemacht zu haben wie in deutschland die realitaet fuer auslaender aussieht.
also glaub nicht ihm ginge es hier besser als dir dort.

ich bleib bei meiner meinung, du willst ihn am liebsten kultivieren, umerziehen, von seinem umfeld und familie trennen.
du findst sein land scheisse, seine familie scheisse, sein umfeld kagge, sogar das schulsystem ist das allerletzte.
wenn man jemanden so wenig respektiert, liebt man ihn nicht.

tut mir leid aber ich kann ihm nur wuenschen, dass er nicht einknickt.

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30. Mai 2009 um 14:38
In Antwort auf ransu_12146682


klar kann man das nachvollziehen, nachvollziehen und verstehen tu ich dich ohne probleme.
widerspricht aber nicht dem gesagtem.

"Ich könnte durchaus auch außerhalb Deutschlands leben und arbeiten, wenn dir aber die Menschen zu verstehen geben, dass sie dich für ein Nichts halten, warum sollte man sich dann wohlfühlen?"
du scheinst dir nie gedanken darueber gemacht zu haben wie in deutschland die realitaet fuer auslaender aussieht.
also glaub nicht ihm ginge es hier besser als dir dort.

ich bleib bei meiner meinung, du willst ihn am liebsten kultivieren, umerziehen, von seinem umfeld und familie trennen.
du findst sein land scheisse, seine familie scheisse, sein umfeld kagge, sogar das schulsystem ist das allerletzte.
wenn man jemanden so wenig respektiert, liebt man ihn nicht.

tut mir leid aber ich kann ihm nur wuenschen, dass er nicht einknickt.

Ich finde das sehr einseitig von dir...
Denn ich hasse weder sein Land, ich liebe es! Ich habe dort viele Freunde und habe dort seit eh und je Urlaub gemacht, ich werde auch an die Grenze ziehen egal, was kommt, weil ich die Beziehungen zum Land und zur Sprache pflegen möchte. Noch hasse ich seine Familie. Ich kann von mir aus sagen, dass meine Familie sehr offen ist und dass ich sehr frei erzogen wurde, was bei seiner Erziehung anders aussieht, denn er hat von klein auf mit Vorurteilen (z.B. gegen Araber und Homosexualität) gelebt, das war normal.
Ich respektiere seine Eltern. Ich komme gut mit ihnen aus, auch wenn ich weiß, dass sie sich wünsche, dass er eine Freundin aus seiner Gegend hätte. Ich habe keinerlei Hassgefühle, das lasse ich mir auf keinen Fall einreden, noch unterstellen. So bin ICH nicht.

Viele meiner Freunde sind Ausländer, ich kenne die Problematik und habe schon oft darüber nachgedacht, ich habe keine Vorurteile, ich erlebe vielleicht Klischees, aber ich habe dennoch keine Vorurteile gegenüber seinen Landsleuten, da wie gesagt viele meiner Freunde Landsleute sind, die ich liebe, respektiere und die wichtig für mich sind.

Ich habe gesagt, dass ich in SEIN LAND ziehen werde. Nur möchte ich weiterhin in Deutschland arbeiten können. Das ist die Freiheit, die ich mir wünsche.

Er wird sicher nicht einknicken, keine Sorge. Er ist kein Mensch, der etwas wagt. Denn nur wenn wir beide einen Schritt aufeinander zu machten, würde das ganze funktionieren.
Ich möchte nicht, dass du versuchst mich schlecht zu reden. Ich bin kein schlechter Mensch!!! Weißt du, wenn du in meiner Lage wärst, dann würdest du sicher nicht so etwas schreiben.

ICH WEISS, dass es 2 Sichten gibt und NATÜRLICH, habe ich auch Fehler gemacht, auch ich habe gemerkt, dass ich nicht dorthin ziehen möchte, wo er lebt. Das ist richtig!
Zu seinem Umfeld kann ich nur sagen: wenn du es gut findest, wenn man mittags um 13h schon am Alkohol trinken ist, wenn du es gut findest, wenn man ständig Scherze von wegen, komm mal mit auf die Toilette etc. zu hören bekommt, wenn du es gutfindest, keine Zeit für einander zu haben (ich zum Beispiel habe, wenn er gekommen ist, meine Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet, ich habe was mit IHM unternommen, ihm meine Gegend gezeigt, bin mit ihm in Parks, Restaurants gegangen, habe mit ihm meine Verwandten und Freunde besucht, wenn er Lust hatte, sie zu treffen, habe versucht weniger zu arbeiten, um bei ihm zu sein, ich habe für ihn Frühstück gemacht, gekocht, habe mit ihm Filme in seiner Landessprache geschaut, die ich gekauft habe usw.) Ich habe das alles gerne getan. Ich liebe ihn.

Du kannst nicht einfach behaupten, dass ich ihn nicht liebe. Das ist einfach falsch und ungerecht meinen Gefühlen gegenüber und eine falsche Darstellung seiner Sicht.

Er würde mich niemals so sehen!
Er findet es problematisch, dass ich mir nichts gefallen lasse z.B. oder
dass ich mich manchmal auch kritisch äußere (das hat er halt nicht so gelernt) und er findet es problematisch Streit zu haben. Aber dass ich ihn, sein LAnd und seine Familie "hasse"? Niemals.
Ich habe soviele Kindheitserinnerungen und soviele liebe Leute dort getroffen, dass ich nie und nie Hassgefühle haben könnte.

Soweit dazu!

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30. Mai 2009 um 19:12

Liebe Gina,...
...vielen Dank für deine tröstenden Worte. Ja, das stimmt, dass ich immer die treibende Kraft war. Das ist aber auch eine Charakterfrage. Er ist eher jemand, der das Leben so nimmt wie es kommt und ist sehr unspontan. Er
gibt sich Mühe, er versucht es wirklich. Es kann einem so vor kommen, als mache er NICHTS für die Beziehung, das stimmt aber nicht so ganz, allerdings geht es dann immer unter, weil er so stark mit sich selbst zu kämpfen hat.
Sehr gerne würde ich die Beziehung aufrecht erhalten, aber ich glaube, dass er mir einfach einen Teil meiner Lebensfreude nimmt, weil er so negativ ist und für ihn alles immer schlimm ist. So wird er auf der Arbeit "gemobbt" von einer Frau (ich kenne sie auch). Aber anstatt ihr die Stirn zu bieten und zu sagen: Hey, ich weiß, wer ich bin und was ich kann! Fährt er lieber trübselig von einem Kunden zum nächsten, ruft mich dann an und meint, er könnte grad heulen, weil es ihm so schlecht geht und weil er so mies behandelt würde.

Ich habe lange lange versucht ihm Kraft und Mut zu geben. Habe ihm gesagt, dass er mit den anderen darüber sprechen muss!!! Es ging ihm eine kurze Zeit lang besser, bis wieder eine Attacke von ihr kam, dann wars wieder wie vorher. Diese Gesprächsthemen haben unsere Beziehung bestimmt und ich kann einfach kein Psychologe und Partnerin gleichzeitig sein....

Vor allem, wenn er sich so hängen lässt. DAs geht mir an die Nieren!
Ich bin halt eher ein Stehaufmännchen, er neigt zur depressiven Stimmung
Naja, vielen Dank jedenfalls fürs Schreiben und Trösten!!! Mir hilft das wirklich!

LG

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