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Was will ich?!

2. November 2003 um 17:00

Hallo,
ich verfolge schon seit einiger Zeit das Forum und bin immer wieder überrascht, dass ich mich in so einigen Berichten wieder finde. Ich habe auch Beziehungsprobleme, welche nach fast fünf Jahren Beziehung und drei-jährigem Zusammenleben anscheinend sehr oft vorkommen. Es begann diesen Sommer...ich habe ein neues Studium angefangen und fühlte mich seit langer Zeit wieder zufriedener. Ich begann mich aus meiner Beziehung etwas zu befreien(ich war extrem auf meinen Freund fixiert, dachte immer, ohne ihn nichts zu schaffen oder wert zu sein...habe meine eigenes Leben+ Bedürfnisse einfach nicht mehr gespürt). Statt mit ihm glücklich zu sein fühlte ich mich in unserer gemeinsamen Zeit sehr oft in einer Art selbstfabrizierten Isolation). Jedenfalls kam ich mir im Sommer mit einem langjährigen Studienfreund näher, er fühlte sich immer schon zu mir hingezogen, erklärte auch, dass er es sich sehr gut vorstellen könnte richtig mit mir zusammen zu kommen. Ich habe immer versucht, als wir noch rein platonische Freunde waren, den Kontakt zu ihm nicht zu intensiv werden zu lassen. Ich ahnte immer, dass ich mich womöglich auch in ihn verlieben würde, außerdem sah mein Freund es nicht gerne, wenn ich ihn traf. Diesen besagten Freund kenne ich nun auch schon gut drei Jahre, wir sahen uns jedoch höchstens einmal im Monat, ich fühlte mich zwar sehr wohl mit ihm, hatte jedoch immer ein schlechtes Gewissen. Im Sommer küssten wir uns das erste Mal und trafen uns immer wieder, was eine große Zerreißprobe in mir verursachte. Ich erzählte es meinem Freund (dummerweise?) sofort, da wir nicht im Bett landeten erschien alles als nicht so schlimm!Mein Freund belastet das mit dem anderen Mann nicht so sehr, er ahnt nicht meine Zuneigung dem Anderen gegenüber . Mein Freund und ich sind noch zusammen, ich merke aber immer mal wieder, dass ich unzufrieden bin und ständig an den anderen denke. Er ist kurz nach unserer "Affäre" von der Uni aus ins Ausland gegangen und bleibt dort bis Januar oder März. Er bot mir an, dass ich ihn besuchen könnte...Er hat unter meiner Entscheidung, es noch mal mit meinem Freund zu versuchen damals sehr gelitten, wir haben den Kontakt jedoch nie abreißen lassen, ich konnte es nicht. Ich bin schon ein ganz schöner Angsthase! Einerseits ist da der Andere, der jetzt weg ist, nie offensiv um mich geworben hat, die Entscheidung ja immer bei mir lag. Ich irgendwie spüre, dass da ein ganz besonderer Mensch ist, den ich, wenn er wieder da ist einfach häufiger sehen möchte. Er, der einerseits
sehr emotional ist(was ich unheimlich brauche) und auch so in Freizeitaktivitäten auf meiner Welle liegt und dann mein Freund, meine erste große Liebe, der mir immer mit Haut und Haaren als der Übermann erschien, der Vater meiner zukünftigen Kinder(ich
bin für ihn auch die potentielle Mutter seiner Kinder).Wir verstehen uns auch noch gut. Es ist jedoch alles so fest gefahren und ich werde so oft das Gefühl nicht los, dass mein Freund mich dominiert und es mein ganzes Leben so weiter geht. Sicher erscheint es von außen sehr einfach, was man rein rational tun müßte...Ich habe jedoch Angst davor, dass eine Entscheidung gegen meinen Freund, der größte Fehler überhaupt sein könnte. Mir fehlen die Relationen. Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn sich jemand meldet, der sich wieder erkennt oder einfach Lust hat zu antworten.
Viele Grüße,
vom Sternenhimmel

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2. November 2003 um 19:19

Du bekommst gerade das,
was Dir in 5 Jahren gefehlt hat, erkennst das "unbewusst", bist Dir noch nicht klar -wie es weitergehen soll.

Mit Deinem Lebensgefährten würde ich einfach mal in Ruhe reden, dass Du Dir so einiges anders wünscht und auch für Dich selbst entscheiden kannst und möchtest.Mache ihm sachlich deutlich, wie Du empfindest und versuche herauszubekommen, wie er das sieht.

Du hast mit offenen Karten gespielt und angedeutet,dass da ein anderer ist.Dass Dein bisheriger nicht juhu schreit,logisch

Da kann nach 5 Jahren auch ein Muster -im gegenseitigen Umgang-sich eingeschlichen haben-er geht so mit Dir um, wie er denkt,dass es ok ist, d.h.weil bisher hast Du ja nicht reklamiert, nur jetzt,
hast Du festgestellt, es geht auch anders.

Its time to change, wie auch immer.
FÜhle ich so raus bei Deinem Thread?

Den "Neuen" würde ich mal besuchen, da er Dich eingeladen hat. Und einfach mal auf Dich wirken lassen, wie es Dir mit ihm geht. Und was sich entwickelt, vielleicht entflammt eine Liebe, die die nächsten 20 Jahre überdauert, who knows
>>>Falls das Feuer die erste STurm-u.Drangzeit einer Beziehung immer noch mit weiterem Feuer weiterglimmen lässt könnte das was längerfristiges werden.

Deine "Beziehungsmüdigkeit" verstehe ich irgendwie. Es ist auch ein Erfahrungswert, dass es nicht zwangsläufig so laufen muss, nur da müssen beide was dafür tun und auch viel miteinander reden und die Interessen und Vorstellungen auf einen Nenner zu bringen.Regelmässig und immer wieder,Beziehung ist Arbeit.
Hängt auch manchmal von der Reife des Partners ab.
Mit Mitte 20 wusste ich auch noch nicht das, was mich das LEben inzwischen gelehrt hat und die Erfahrungen mit diversen Männer- bin so um 40 inzwischen.

Deine Entscheidung kann Dir letztlich keiner abnehmen, nur es geht um D i c h, nicht nur, wie Dein FReund mit einer Trennung evtl. klarkäme.Das wäre sein Problem, auch wenn Du das vielleicht initiierst.

Du hast es ja*nochmal versucht* mit Deinem Freund.Nur nachdenken,dass es nicht mehr so ist, wie es sein sollte, k a n n der Anfang vom Ende sein.
Du hast Dich vielleicht schon ein bisschen verliebt.

Probier einfach mal, was daraus wird. Und stehe zu Deinen Gefühlen.
Man lebt nur einmal.

Hoffentlich habe ich Dich nicht zusehr erschreckt, ich bin ziemlich impulsiv und direkt.

viel Glück beim Entscheiden
LG
B.

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