Forum / Liebe & Beziehung

Was will er eigentlich?

Letzte Nachricht: 25. Mai um 21:14
20.05.21 um 6:43

Hallo zusammen

Ich (25) war seit August 2017 bis vor ca. 3 Wochen mit meinem Freund (22) zusammen - also knapp 4 Jahre.

Nach ca. einem halben Jahr bis Jahr habe ich festgestellt, dass er der Mann meines Lebens ist. Egal was wir gemacht haben, es kam zu keinen großen Diskussionen oder Streits. Klar, kleine Streitgkeiten gab es immer und die gehören wohl auch dazu.
Alles in allem haben wir  wunderbar harmoniert. Das sagten auch seine Familie, meine Familie, Freunde, Bekannte,... Zwei Personen sagten kürzlich zu mir, es war einfach gegeben und gesetzt und keiner hätte erwartet, dass es aus ist.

Nunja, letztes Jahr ca. im April machte er schon einmal Schluss. Ein paar Wochen (6-10 Wochen, ich weiß es nicht genau) kam er wieder zurück. Er konnte sich ein Leben ohne mich nicht vorstellen. Diese Zeit war die Hölle für mich, ich wusste nicht weiter.

Vor 3 Wochen kam es zu einem belanglosem Streit. Ich fragte ihn, ob er Schluss machen wolle. Daraufhin äußerte er, dass er das "eigentlich nicht wolle". Nach ca. einer Stunde Streit war er soweit, dass er endgültig Schluss macht. Er wollte zwei Wochen Kontaktabbruch und sich dann nochmal treffen. Ich verstand das so, dass wir danach alles (Gegenstände, Geld, ...) abwickeln. Letztendlich meinten alle zu mir, dass er einfach Zeit braucht um zu wissen, was er will.

Zwei Wochen später kam es dann zu dem Gespräch. Er wirkte extrem kalt und gefasst, das tut er aber immer, kann seine Gefühle unfassbar gut verstecken. Es waren für ihn die schönsten 4 Jahre seines Lebens, er will mich nicht aus seinem Leben verlieren und würde gerne Freunde bleiben. Aktuell kann und will er sich nicht binden, er hat Angst, dass er etwas verpasst. Er hat mir auch einen Großteil meiner Dinge mitgebracht. Wir hatten zusammen eine Urlaubskasse (mit ca. 2.400€ Inhalt). Er hat mir 1.200€ gegeben, hinterher zu einer Freundin geäußert, dass er seinen Teil des Geldes nicht ausgeben kann.
Er sagte auch "Ich weiß zu 100%, dass das irgendwann wieder etwas werden könnte"

Er hat sich in den letzten Jahren unfassbar weiterentwickelt. Mit knapp 11 Jahren wollte er sich umbringen und hatte bereits Tabletten geschluckt. Er hatte einfach Angst vor seiner Zukunft und dass er nie glücklich werden kann. Seit wir zusammen waren wurde das stetig besser. Er war (laut seiner Mutter) ein anderer Mensch und hatte Halt gefunden.

Auch für mich fühlte es sich so an, als wäre ich angekommen. Es war einfach ein Gefühl von "Zuhause" wenn ich bei ihm war. Er war und ist mein Traummann und ich hätte sofort unterschrieben, mein Leben mit ihm zu verbingen.

Ich habe ihm wohl die letzten Jahre vermittelt, dass ich niemanden anderen möchte und habe das Gefühl, dass ihn das erdrückt hat.

Seine Mutter und auch seine Cousine (zu der er viel Kontakt hat) waren wie vor den Kopf gestoßen. Beide können den Gedankengang nachvollziehen aber nicht verstehen.

Ich für mich versuche abzuschließen und ihn so gut es geht zu "vergessen". Vielleicht ist es ein Test? Für mich, dass ich auch alleine gut leben kann (und ihn nicht erdrücken muss) und für ihn, dass er erkennt, was er hatte. Vielleicht kann es erst dann gut werden, vielleicht aber auch nicht.

Was denkt ihr darüber?

 

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25.05.21 um 21:14

Hallo Plaustri20

Bist Du sicher, dass Du ihn nicht nur liebst, weil Du ihm helfen willst? Das hört sich zwar nobel an. Aber für eine Beziehung denke ich ist das nicht gut. Wenn er Probleme hat, dann muss er diese selbst lösen. Oder er kann zu einem Therapeuten gehen, der dafür bezahlt ist. Für Dich dagegen ist es nicht gut, weil die Partnerwahl eigentlich egoistisch sein soll.

Bist Du seine Retterin: was ist, nachdem er gerettet ist? Liebt er Dich oder nur seine Rettung? Bist Du die Retterin welche er heute nicht mehr braucht?
In dieser Rolle bist Du wichtig, kriegst Wertschätzung und Bedeutung. Aber Du darfst Deinen Wert nicht davon abhängig machen. Denn woher kommt Deine Bedeutung, wenn das nicht mehr nötig ist?

Überlege Dir vielleicht, wie Dein Verhältnis zu Deinen Eltern ist. Zu den Eltern oder speziell auch zum Vater und wie intensiv. Oder wie Deine Eltern zueinander waren. Solche Dinge prägen uns und wir neigen dazu deren Umgang entsprechend auf unseren eigenen Partner zu übertragen. Überlege es Dir oder schreib, falls Du magst.

Eigentlich ist das nur dieser eine Gedanken von mir. Mach Dir nichts draus, wenn nichts dran ist. Und sonst weine, wenn Du es kannst. Lerne daraus und komm mit Dir ins Reine. Hast Du das geschafft, dann suche Dir einen starken Mann im Sinne, dass Du zu ihm hochschauen kannst. Einer der Dich schätzt für die junge Frau, welche Du werden willst.

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