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Was verurchsacht, dass die Gefühle "einfach" verschwinden?

22. Februar 2017 um 10:13

Wie der Titel es schon sagt, würde ich gerne mal Eure Erfahrungen zu dem Thema wissen.

Ich habe hier auch schon einen anderen Post, in Welchem ich mich anfangs verbessern wollte bzw. die Situation besser verstehen wollte aber im Rückblick (Trennung erfolgte) sagen muss, dass ich viele Anzeichen schon sehen konnte aber es nicht geglaubt habe oder es wahrscheinlich nicht sehen wollte in dem Moment.

Ich habe auch schon einige Erfahrungen im Leben gemacht, mal tat es lange weh und manchmal tat es kurz weh und war aber befreiend danach aber es tat jedes Mal auf eine Art weh...
Mir ist persönlich und über Geschichten schon viel aufgefallen, dass, je älter die Menschen werden umso mehr Erfahrungen sie machen, umso mehr werden sie im Herz verschlossen, schützen sich und haben eine riesen Panik wieder verletzt zu werden. Treffen diese Menschen dann auf einen neuen, potentiellen Partner oder Partnerin, reflektieren sie so viel von der Angst da rein, dass es immer schwieriger wird, wenn es nicht genau stimmt, dem Menschen Vertrauen zu schenken, da es ja wieder sein könnte, dass der Mensch einem wieder weh macht, einem wieder sitzen lässt und einen das wieder sehr verletzt.

Ich kann mir langsam echt vorstellen, dass das genau der Grund ist wieso heute so viele Beziehungen nach kurzer oder längerer Zeit wieder brechen, da der eine wegrennt und der andere verletzt zurückgelassen wird, Welcher danach genau auch nicht mehr so offen an die nächste Beziehung rangeht. Wenn diese Angst von Anfang an dabei ist, denke ich ist das ein Grund wieso die Gefühle einfach weggehen.

Was ich mir auch vorstellen kann ist, dass mit den heutigen Methoden bzw. all den Apps und Dating Seiten es so einfach ist wieder eine Person kennenzulernen, dass man sich gar nicht mehr die Mühe macht an etwas zu arbeiten und zieht den Weg vor zu gehen, da das viel einfacher ist. Wenn ich meine Eltern sehe, seit 35 Jahre glücklich verheiratet, bin ich froh, dass ich so was erleben darf und frage mich wirklich wieso wir heute Alles so schnell wegschmeissen, nur wenn mal was nicht genau so stimmt wie es in seiner Vorstellung ist. Ich denke auch das ist ein Grund wieso Gefühle weggehen können.

Was ich mich auch vorstellen kann ist, dass viele Menschen die einige Erfahrungen gemacht haben oder sogar von Anfang an eine Vorstellung haben, wie ihr Beziehung sein sollte und reflektieren die Wünsche und Bedürfnisse in den Partner den sie kennenlernen. Ist nun etwas nicht nach der eigenen, inneren Vorstellung, fangen wir entweder an den Menschen ändern zu wollen oder wir probieren es zu akzeptieren, was Beides, die Gefühle wieder kaputt machen kann da wir dann nicht mehr unser Idealbild von der Beziehung haben oder nicht mehr wir selber sind.
Klar, es gibt auch Gründe, wie Gewalt, Ausnutzen, bösartiges Verhalten was dazu führen kann aber der Post, bzw. meine Frage richtet sich mehr auf die emotionale Seite und daher spreche ich das nicht an.

Meine Meinung ist, dass Liebe/Gefühle nicht einfach weggeht, sie wird überschüttet und zugedeckt von alltäglichen Probleme. Probleme bei der Arbeit, Freizeit und vor Allem Probleme aus alten Erfahrungen die man selber nicht gelöst hat. Ich habe schon so viel erlebt, persönlich, von Freunden und Geschichten, dass man Feuer und Flamme ist für einen Menschen und wenn es dann nicht genau so ist wie man es sich vorstellt, drückt man sich somit die Gefühle selber weg, da die ganze Angst und Unsicherheit aus alten Erfahrungen einem nicht mehr gestatten, den Menschen der eigentlich super wäre so zu nehmen wie er ist und auch einmal selber offen zu sein auch was anderes Mal zu erfahren.

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht und was denkt Ihr könnten die Gründe sein, dass der berühmte Spruch «Ich habe keine Gefühle mehr für dich» zu Stande kommt?

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22. Februar 2017 um 10:31

Das ist auch absolut richtig und da bin ich voll Deiner Meinung.
Das ist einer der 3 Grundpfeiler wo eine Beziehung darauf steht.
Kommunikation, Vertrauen, Empatie...

Fehlt aber die Empatie, kann der eine oder will der eine nicht auf das eingehen, dann nützt auch die beste Kommunikation nichts. Es wird dan einängend für den empatilosen und sehr schmerzhaft für den Menschen der sich nicht verstanden fühlt und das Gefühl von Abweisung bekommt.

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22. Februar 2017 um 11:14

Liebe ist ein flüchtiges Gut, aus Verliebtheit werden tiefe Gefühle, Liebe und Zugehörigkeit, aber mit der Zeit wird aus der grossen Liebe eine Vertrautheit, eine Selbstverständlichkeit die eben aus der Routine geboren wird und am Ende ist man nur noch zusammen weil man nichts anderes gewöhnt ist, sich nichts anderes vorstellen kann oder Angst vor der Zukunft ohne jemanden anderes vorstellen kann.

Es muss nicht so kommen, aber nach meiner Erfahrung  kommt es sehr häufig vor.

Wenn man älter wird, sammelt man die Erfahrungen die eben zum Teil auch aus Enttäuschungen und  Fehlern bestehen und alle diese Verletzungen sammeln sich auf unserer Seele und machen uns zunehmend schwermütig.

Ich persönlich merke einfach das man immer mehr den verpassten Gelegenheiten nach trauert als sich die Erfolge vor Augen zu führen, da hilft nur positiv denken und daran arbeiten.

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