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Was uns nicht umbringt, macht uns nur härter.....

12. August 2005 um 7:24

ein satz, der mir in den letzten jahren öfters im kopf war.
soviel ist passiert, dinge die mir narben verpasst haben, einiges tut noch heute weh.

ich kann inzwischen damit umgehen, aber oft frage ich mich, ob man nicht mit jedem schlag den man erhält, nicht ein wenig härter wird.

wie vermeidet man zu verhärten, wie bleibt man offen, wie vertraut man immer wieder aufs neue?

lg--kitty

p.s. ich schreibe keineswegs aus ner depriphase heraus, mir gehts eigentlich ganz gut. hab nur vor einigen tagen wieder einen schlag bekommen und erstaunt festgestellt, dass der diesmal irgendwie gar nicht mehr richtig an mich ran kam. und mich erstaunt das. verdränge ich nur oder wird man tatsächlich einfach kälter?

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12. August 2005 um 7:35

Das glaube ich auch.....
Kittekatt!

Guten Morgen erstmal..!

Ich kenne das. Ich war früher ein richtiges Sensibelchen und habe mich für Gott und die Welt eingesetzt. Aber durch einige Rückschläge in den letzten Jahren, einer schwierigen Beziehung, die ich seit sechs Jahren führen, fange ich schon in meinem Alter an zu verhärten! Ein bisschen Härte ist ja okay, man kann sich ja nicht alles gefallen lassen, aber manchmal erkenne ich mich gar nicht mehr wieder!

Ich glaube, das geht vielen so, da biste nicht allein!

Liebe Grüße,

Taschi

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12. August 2005 um 7:43
In Antwort auf taschi310380

Das glaube ich auch.....
Kittekatt!

Guten Morgen erstmal..!

Ich kenne das. Ich war früher ein richtiges Sensibelchen und habe mich für Gott und die Welt eingesetzt. Aber durch einige Rückschläge in den letzten Jahren, einer schwierigen Beziehung, die ich seit sechs Jahren führen, fange ich schon in meinem Alter an zu verhärten! Ein bisschen Härte ist ja okay, man kann sich ja nicht alles gefallen lassen, aber manchmal erkenne ich mich gar nicht mehr wieder!

Ich glaube, das geht vielen so, da biste nicht allein!

Liebe Grüße,

Taschi

Guten morgen taschi
ja genau das ist es, auch ich erkenne mich manchmal kaum wieder.

so recht weiß ich aber nicht, was ich davon halten soll, denn in der letzten zeit bin ich schon recht eifrig auch am grenzen ziehen, lass vieles nicht mehr so recht an mich heran.

ansich sicher in ordnung, aber im augenblick hab ich genau diese angst, nämlich oberflächlich zu werden und zu verhärten.

ist vielleicht nur subjektiv mein eindruck, aber, wie du schon schreibst, manchmal erkenne ich mich selbst kaum wieder, wie so manches nun an mir abbrasselt.

dir noch nen schönen tag----kitty

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12. August 2005 um 7:47
In Antwort auf kittekatt

Guten morgen taschi
ja genau das ist es, auch ich erkenne mich manchmal kaum wieder.

so recht weiß ich aber nicht, was ich davon halten soll, denn in der letzten zeit bin ich schon recht eifrig auch am grenzen ziehen, lass vieles nicht mehr so recht an mich heran.

ansich sicher in ordnung, aber im augenblick hab ich genau diese angst, nämlich oberflächlich zu werden und zu verhärten.

ist vielleicht nur subjektiv mein eindruck, aber, wie du schon schreibst, manchmal erkenne ich mich selbst kaum wieder, wie so manches nun an mir abbrasselt.

dir noch nen schönen tag----kitty

Allein die Tatsache, dass....
... Du Dir Gedankebn machst bzw. Angst hast zu verhärten, ze3igt doch,d ass Du es nicht bist, oder?¿

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12. August 2005 um 7:54
In Antwort auf alanis_12681975

Allein die Tatsache, dass....
... Du Dir Gedankebn machst bzw. Angst hast zu verhärten, ze3igt doch,d ass Du es nicht bist, oder?¿

Sicher hast du da recht.....
ich hab auch keine bedenken nun zu nem eisklotz zu werden

bin eher erstaunt, wie sehr mir so manches im augenblick am ar... vorbei geht. weiß noch nicht so recht, ob ich das gut oder schlecht finden soll und hab natürlich auch bedenken, dass ich mir was vormache und das dicke ende (der emotionale absturz) noch nachfolgt.

ach ich hab sicher einfach nur mal wieder viel zu viel kopfkino, aber ich lerns noch

kitty

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12. August 2005 um 8:06
In Antwort auf alanis_12681975

Allein die Tatsache, dass....
... Du Dir Gedankebn machst bzw. Angst hast zu verhärten, ze3igt doch,d ass Du es nicht bist, oder?¿

Ach Ihr Lieben
das hat nichts mit Verhärten oder Oberflächligkeit zu tun sondern ist ein Lernprozeß der dazu befähigt das negative zu verarbeiten. Wenn Dir das gelingt und es kommt eine gleichartige Attacke von außen wirst Du nur wenig oder garnicht darauf reagieren eben weil Du gelernt hast damit umzugehen - das nennt man auch Lebenserfahrung. Die Wunden und Tiefschläge wie Du sie in deinen jungen Jahren erfährst die fügst Du dir selber zu weil Du noch nicht gelernt hast mit Angriffen von aussen umzugehen. Deshalb ist Liebeskummer in jungen Jahren auch meist tiefergehend. Sicherlich ist man dem Partner gegenüber sensibler als Fremden , nichts desto trotz baut man auch hier gewisse Schutzmechanismen auf und denkt häufig "so war es doch garnicht gemeint , verzeihe ihm. Das ist OK solange es emotionale oder verbale Angriffe sind. Bei körperlicher Gewalt in jeglicher Form sollte meiner Meinung nach eine sofortige konsequente Trennung erfolgen.
Alles Gute. Harti

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12. August 2005 um 8:09


Ola guten Morgen,

ich wollt auch mal meinen bescheidenen Senf dazugeben
Ich verstehe Dich TOTAL und auch mir gehts so...ich bin geradzu als Sensibelchen aufgewachsen und auch so erzogen worden...es gab z.B. keinen einzigen Tag früher an dem ich nicht geweint habe - im ernst. Ich hatte Angst, wurde unfair behandelt - sofort schossen mir Tränen in die Augen und Unverständniss in mein Herz.

So wie Du habe ich bis heute dazugelernt und kann besser abschalten, mal weniger gut aber auch mal besser....so langsam kommt es.
Das ausrangieren, was mir nicht wichtig ist, worauf ich nicht hören mag, weg damit und fertig.....

Ich finde vieles ist echt ein Spiel...vieles verhält sich so, man sollte einfach vorsichtig sein, sich rantasten. Denn es ist tatsächlich so dass vieles meist sich oberflächlicher verhält als wir denken.
So lerne ich z.B. derzeit meine Gefühle besser zu kontrollieren, und damit mich selbst. Überlegen, dann reden und handeln.
Spielchen spielen. Mitspielen. Hauptsache im Inneren weiß ich wer ich bin und wie ich bin und meine wenigen Freunde kennen und lieben mich dafür.

Man kann es nicht jedem recht machen. Man sollte es sich selbst recht machen.

Ich verstehe Dich mit deinen "Schlag" vor ein paar Tagen, kenne ich allzu gut - die Enttäuschung. Aber ich hab auch gelernt, nix mehr zu erwarten.

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12. August 2005 um 8:14
In Antwort auf cornel_12240864

Ach Ihr Lieben
das hat nichts mit Verhärten oder Oberflächligkeit zu tun sondern ist ein Lernprozeß der dazu befähigt das negative zu verarbeiten. Wenn Dir das gelingt und es kommt eine gleichartige Attacke von außen wirst Du nur wenig oder garnicht darauf reagieren eben weil Du gelernt hast damit umzugehen - das nennt man auch Lebenserfahrung. Die Wunden und Tiefschläge wie Du sie in deinen jungen Jahren erfährst die fügst Du dir selber zu weil Du noch nicht gelernt hast mit Angriffen von aussen umzugehen. Deshalb ist Liebeskummer in jungen Jahren auch meist tiefergehend. Sicherlich ist man dem Partner gegenüber sensibler als Fremden , nichts desto trotz baut man auch hier gewisse Schutzmechanismen auf und denkt häufig "so war es doch garnicht gemeint , verzeihe ihm. Das ist OK solange es emotionale oder verbale Angriffe sind. Bei körperlicher Gewalt in jeglicher Form sollte meiner Meinung nach eine sofortige konsequente Trennung erfolgen.
Alles Gute. Harti

Lieber harti....
ja du hast recht, genau das hat mir all die jahre wohl auch gefehlt, dieses mich vor äußeren angriffen schützen.

hach, dann bin ich ja wohl doch auf dem richtigen weg, hoffe nur, dass es auch so bleibt und der absturz nicht noch folgt

danke---kitty

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12. August 2005 um 8:17
In Antwort auf pattie_12323495


Ola guten Morgen,

ich wollt auch mal meinen bescheidenen Senf dazugeben
Ich verstehe Dich TOTAL und auch mir gehts so...ich bin geradzu als Sensibelchen aufgewachsen und auch so erzogen worden...es gab z.B. keinen einzigen Tag früher an dem ich nicht geweint habe - im ernst. Ich hatte Angst, wurde unfair behandelt - sofort schossen mir Tränen in die Augen und Unverständniss in mein Herz.

So wie Du habe ich bis heute dazugelernt und kann besser abschalten, mal weniger gut aber auch mal besser....so langsam kommt es.
Das ausrangieren, was mir nicht wichtig ist, worauf ich nicht hören mag, weg damit und fertig.....

Ich finde vieles ist echt ein Spiel...vieles verhält sich so, man sollte einfach vorsichtig sein, sich rantasten. Denn es ist tatsächlich so dass vieles meist sich oberflächlicher verhält als wir denken.
So lerne ich z.B. derzeit meine Gefühle besser zu kontrollieren, und damit mich selbst. Überlegen, dann reden und handeln.
Spielchen spielen. Mitspielen. Hauptsache im Inneren weiß ich wer ich bin und wie ich bin und meine wenigen Freunde kennen und lieben mich dafür.

Man kann es nicht jedem recht machen. Man sollte es sich selbst recht machen.

Ich verstehe Dich mit deinen "Schlag" vor ein paar Tagen, kenne ich allzu gut - die Enttäuschung. Aber ich hab auch gelernt, nix mehr zu erwarten.

Liebe anjuna....
gerade das möchte ich nicht tun, "meine gefühle" nun wieder wegpacken und verbergen, wie all die jahre zuvor. ich will auch nicht anfangen spielchen zu spielen, nur weil andere es tun.

was ich aber will ist, mich schützen, nicht mehr alles so nah an mich heranlassen und enttäuschungen besser abhaken. in sofern gebe ich dir völlig recht.

wichtig ist wohl zwischen beidem (dem offen bleiben und dem "sich schützen") die recht balance zu finden und da sehe ich die schwierigkeit.

aber vielleicht muss man das, wie sovieles im leben, einfach durch erfahrung lernen.

danke dir und alles liebe für dich---kitty

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12. August 2005 um 8:30

Der Satz ist gut bekannt und ...
enthält im Kern eine richtige Aussage, bekommt nur durch dieses Wörtchen 'härter' einen Touch, der m.E. nicht zwangsläufig sein muss.

Ich würde ihn so formulieren, dass mich auch die schlechten Erfahrungen dahin bringen, zukünftig mit schwierigen Situationen besser umgehen zu können.

Wenn Dich nun Dinge nicht mehr so vom Hocker hauen, spricht das lediglich dafür, dass Du damit umgehen kannst und hat mit verdrängen und kalt werden erst mal nix zu tun.

LG

Larsen

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12. August 2005 um 10:29

Hallo Kitty,
ich persönlich mag diesen Satz nicht.

Er enthält für mich die Aussage, dass wir uns eine Mauer um uns errichten um uns zu schützen.

Wenn man sich vor Augen hält, dass nichts im Leben einfach so passiert und wir immer nur Herausforderungen begegnen, werden auch keine Narben mehr auf unserer Seele bleiben.

Das Leben scheint uns sehr oft als hart und ungerecht. Aber es ist immer nur unser eigener Blickwinkel. Menschen verletzten uns, weil wir in dem einen oder anderen Punkt mit uns noch nicht im Reinen sind.

Ich persönlich habe erst kürzlich ein unglaubliches AHA Erlebnis mit einem der wichtigsten Menschen in meinem Leben gehabt. Jahre und Jahrzehntelang habe ich mich am einem, für mich schier unlösbaren Problem, immer wieder hochgezogen. Es war wie ein roter Faden, der sich durch mein Leben zog und alles aber auch alles tangierte.

Durch ein Zusammentreffen mit diesem Menschen hat sich dieser Knoten von heut auf morgen gelöst. Es wurde nichts gesagt, nichts getan - ich stand einfach nur vor ihm und schaute ihm in die Augen. Plötzlich war alles anders. Das was passiert war ist völlig unwichtig geworden und ich konnte diesem Menschen verzeihen.

Seit einigen Tagen versuche ich, mich darin zu erinnern, was damals passiert war. Es war so weit von mir entfernt. Es tat nicht mehr weh. Früher brach ich bei den Erinnerungen in Tränen aus, heute habe ich den Sinn dafür zwar nicht rational, aber emotional begriffen.

Ich bin mit mir ins Reine gekommen und merke seit einigen Wochen, dass sich mein ganzes Leben jetzt auf einer ganz anderen Ebene abspielt. Vieles ist nicht mehr so wie es war, weil vieles jetzt durch ganz andere Blickwinkel betrachtet wird. Mein Leben ist einfacher geworden. Die Narben, die sehr deutlich und sehr hässlich auf meiner Seele sichtbar waren, sind weg.

Es war mein persönlicher Befreiungsschlag und ich fühle mich so frei und so gelöst.

Es geht in solchen Situation vielleicht gar nicht darum, dass man damit umgehen kann, sondern darum, dass man Dinge einfach versteht, indem man etwas daraus lernt und das in sein weiteres Leben mitnimmt.

Kälter wird man erst dann, wenn wir es nicht mehr zulassen, dass uns etwas berührt.

Aber erst wenn uns Dinge berühren lernen wir etwas daraus und wachsen daran.

Schönes Wochenende

Erdbeermarmelade

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12. August 2005 um 10:52

Ich kenne diesen satz gut...
und muß ehrlich zugeben, das ich im gegensatz zu früher schon "härter" geworden bin und mir ein sehr dickes fell zugelegt habe.

gewisse menschen im meinem umfeld, die mir "an den karren fahren wollen" interessieren mich einfach nicht und es ist mir egal, wie es ihnen geht oder was mit ihnen geschieht. ich lasse mich nicht mehr verletzen, runtermachen etc ... derartiges verhalten hat genug narben auf meiner seele geschlagen und damit ist einfach schluß.

ich bin bestimmt nicht ignorant oder gar ein misanthrop, aber ich grenze bewußt ab und lasse menschen, die mir mit voller absicht kraft absaugen wollen oder einfach schlechtes wollen nicht mehr "durch".

lg an dich
die sefi

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12. August 2005 um 11:35

Mmmmhhh...

... dann sag ich mal "Willkommen im Club" . Ich hab gestern emotional eine abkassiert.

Oh ja, ich hab mir erst letztens gedacht... so viele Narben, so viel Schmerz... von den Tränen will ich gar nicht reden, aber.... ich muss mir natürlich auch eingestehen, dass ich mir das alles selbst so "gerichtet" hab

Wenn mir so beneidenswerte Menschen begegnen, die ihr Urvertrauen nie verloren haben, dann denk ich mir nur... shit, so kann es auch gehen und um so vieles leichter...

Mir geht's im Moment auch gut und ich bin in einer Phase, wo es weder Trauer noch Schmerz gibt... und komischerweise frage ich mich auch, ob ich "härter" geworden bin.
Ich denke mir, dass ich diesen Zustand wie ich ihn jetzt lebe sehr selten gelebt habe (ich hab immer sehr starke Emotionen - positive und negative - mit "leben" assoziert) und deshalb nicht gewohnt bin, dass mich nix belastet.

Außerdem befasse ich mich sehr viel mit der Spiegelgesetz-Methode und mit "The Work" von Katie Byron. Ich für mich habe dadurch erfahren, dass meine Mitmenschen mich spiegeln und dadurch hab ich auch gelernt einiges an Emotionen abzufangen.

Meine gestrige Watschn wollte mir nur etwas "sagen" und ich denke mir, dass es keinen Sinn macht zu leiden sondern zu hinterfragen. Dadurch kommt kein Schmerz hoch, sondern eher Neugier und die Suche nach dem "warum".
Deshalb bin ich aber noch lange nicht abgehärtet

LG
Elbe

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12. August 2005 um 12:21
In Antwort auf cornel_12240864

Ach Ihr Lieben
das hat nichts mit Verhärten oder Oberflächligkeit zu tun sondern ist ein Lernprozeß der dazu befähigt das negative zu verarbeiten. Wenn Dir das gelingt und es kommt eine gleichartige Attacke von außen wirst Du nur wenig oder garnicht darauf reagieren eben weil Du gelernt hast damit umzugehen - das nennt man auch Lebenserfahrung. Die Wunden und Tiefschläge wie Du sie in deinen jungen Jahren erfährst die fügst Du dir selber zu weil Du noch nicht gelernt hast mit Angriffen von aussen umzugehen. Deshalb ist Liebeskummer in jungen Jahren auch meist tiefergehend. Sicherlich ist man dem Partner gegenüber sensibler als Fremden , nichts desto trotz baut man auch hier gewisse Schutzmechanismen auf und denkt häufig "so war es doch garnicht gemeint , verzeihe ihm. Das ist OK solange es emotionale oder verbale Angriffe sind. Bei körperlicher Gewalt in jeglicher Form sollte meiner Meinung nach eine sofortige konsequente Trennung erfolgen.
Alles Gute. Harti

Genauso
seh ich das auch. Im Laufe seines Lebens sammelt man Erfahrungen, wird "schlauer". (Das trifft allerdings nicht auf alle zu.)
Je mehr Lebenserfahrung man hat, desto weniger naiv geht man durchs Leben. Das ist auch gut so. Auch kann man sich nicht um alles und jeden Gedanken machen. Ich habe auch gelernt, meine Gefühle nicht gleich jedem auf dem Silbertablett zu präsentieren. Das bleibt nur wirklich guten Freunden vorbehalten. Sonst bietet man nur Angriffsfläche für Menschen die einem nichts gutes wollen.

In diesem Sinne

p.k.

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12. August 2005 um 12:28

Ja, aber...
...ich bin sicher auch mit den jahren härter geworden, in letzter zeit hatte ich schon manchmal das gefühl, dass innen gestorben bin...aber gestern hatte ich eine sehr intensive begegnung und seit dem erlebe ich einen gefühlsturm mit gefühlen, dass ich dachte die gibt es garnicht mehr....ich bin gerade so sensibel und weich und sooo glücklich

tigerle

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12. August 2005 um 12:31
In Antwort auf jaana_11887320

Ja, aber...
...ich bin sicher auch mit den jahren härter geworden, in letzter zeit hatte ich schon manchmal das gefühl, dass innen gestorben bin...aber gestern hatte ich eine sehr intensive begegnung und seit dem erlebe ich einen gefühlsturm mit gefühlen, dass ich dachte die gibt es garnicht mehr....ich bin gerade so sensibel und weich und sooo glücklich

tigerle

Hört sich total schön an, was du da beschreibst
vielleicht ist es das, was ich vermisse, diesen positiven gefühlssturm, denn seit einiger zeit ist da gar nichts mehr, was mich tief berührt, weder positiv, noch negativ. glaub das ist es wohl, was mich nachdenklich macht.

kitty

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12. August 2005 um 12:36
In Antwort auf erdbeermarmelade

Hallo Kitty,
ich persönlich mag diesen Satz nicht.

Er enthält für mich die Aussage, dass wir uns eine Mauer um uns errichten um uns zu schützen.

Wenn man sich vor Augen hält, dass nichts im Leben einfach so passiert und wir immer nur Herausforderungen begegnen, werden auch keine Narben mehr auf unserer Seele bleiben.

Das Leben scheint uns sehr oft als hart und ungerecht. Aber es ist immer nur unser eigener Blickwinkel. Menschen verletzten uns, weil wir in dem einen oder anderen Punkt mit uns noch nicht im Reinen sind.

Ich persönlich habe erst kürzlich ein unglaubliches AHA Erlebnis mit einem der wichtigsten Menschen in meinem Leben gehabt. Jahre und Jahrzehntelang habe ich mich am einem, für mich schier unlösbaren Problem, immer wieder hochgezogen. Es war wie ein roter Faden, der sich durch mein Leben zog und alles aber auch alles tangierte.

Durch ein Zusammentreffen mit diesem Menschen hat sich dieser Knoten von heut auf morgen gelöst. Es wurde nichts gesagt, nichts getan - ich stand einfach nur vor ihm und schaute ihm in die Augen. Plötzlich war alles anders. Das was passiert war ist völlig unwichtig geworden und ich konnte diesem Menschen verzeihen.

Seit einigen Tagen versuche ich, mich darin zu erinnern, was damals passiert war. Es war so weit von mir entfernt. Es tat nicht mehr weh. Früher brach ich bei den Erinnerungen in Tränen aus, heute habe ich den Sinn dafür zwar nicht rational, aber emotional begriffen.

Ich bin mit mir ins Reine gekommen und merke seit einigen Wochen, dass sich mein ganzes Leben jetzt auf einer ganz anderen Ebene abspielt. Vieles ist nicht mehr so wie es war, weil vieles jetzt durch ganz andere Blickwinkel betrachtet wird. Mein Leben ist einfacher geworden. Die Narben, die sehr deutlich und sehr hässlich auf meiner Seele sichtbar waren, sind weg.

Es war mein persönlicher Befreiungsschlag und ich fühle mich so frei und so gelöst.

Es geht in solchen Situation vielleicht gar nicht darum, dass man damit umgehen kann, sondern darum, dass man Dinge einfach versteht, indem man etwas daraus lernt und das in sein weiteres Leben mitnimmt.

Kälter wird man erst dann, wenn wir es nicht mehr zulassen, dass uns etwas berührt.

Aber erst wenn uns Dinge berühren lernen wir etwas daraus und wachsen daran.

Schönes Wochenende

Erdbeermarmelade

@erdbeermarmelade
<<<<Menschen verletzten uns, weil wir in dem einen oder anderen Punkt mit uns noch nicht im Reinen sind<<<<

glaubst du wirklich, dass du verletzungen aus dem weg gehen kannst, wenn du mit dir im reinen bist??

ich denke, das trifft nur bedingt zu. wenn dich zum beispiel ein mensch ablehnt, dir negativ begegnet, dann kannst du sicher über den dingen stehen, mit dir im reinen sein und es so vielleicht an dir abgleiten lassen. aber geht das immer?

verletzen uns nicht gerade die menschen am meisten, denen wir wirklich mit offenem visier begegnen, denen wir ganz einfach nicht zutrauen, dass sie uns hintergehen, fallen lassen, verletzen?

so abgeklärt bin ich (zum glück?) noch nicht.

wenn ich tief fühle, mich völlig öffne, dann beinhaltet das wohl auch immer die gefahr wieder tief verletzt zu werden.

ist es dann sinnvoll weiterhin naiv mit offenem visier durchs leben zu gehen oder geht man spätestens ab der ersten tiefen narbe auf selbstschutz?

dir auch ein schönes we---kitty

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12. August 2005 um 12:39
In Antwort auf helmut_12550923

Der Satz ist gut bekannt und ...
enthält im Kern eine richtige Aussage, bekommt nur durch dieses Wörtchen 'härter' einen Touch, der m.E. nicht zwangsläufig sein muss.

Ich würde ihn so formulieren, dass mich auch die schlechten Erfahrungen dahin bringen, zukünftig mit schwierigen Situationen besser umgehen zu können.

Wenn Dich nun Dinge nicht mehr so vom Hocker hauen, spricht das lediglich dafür, dass Du damit umgehen kannst und hat mit verdrängen und kalt werden erst mal nix zu tun.

LG

Larsen

Ja stimmt.....
dieser ansatz gefällt mir sehr viel besser (..schlechte erfahrungen, bringen einem dahin, zukünftig mit schwierigen situationen besser umgehen zu können.....), denn so hat es weniger mit "mauer um sicher aufbauen und kälter werden" zu tun.

kitty

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12. August 2005 um 12:43
In Antwort auf kittekatt

Hört sich total schön an, was du da beschreibst
vielleicht ist es das, was ich vermisse, diesen positiven gefühlssturm, denn seit einiger zeit ist da gar nichts mehr, was mich tief berührt, weder positiv, noch negativ. glaub das ist es wohl, was mich nachdenklich macht.

kitty

Ja...
...ich habe auch lange auf diesen gefühlssturm mal wieder gewartet...es ist komisch. ddieser sturm wurde von einem menschen ausgelöst, der mir mal sehr sehr viel bedeutet hat und den ich wieder gesehen habe. doch haben diese gefühle nicht unbedingt mit ihm was zu tun bzw. sind garnicht für ihn bestimmt...er war nur der auslöser. ist irgendwie schwierig...aber auch nicht so wichtig, da es einfach nur schön ist

tigerle

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12. August 2005 um 12:43
In Antwort auf lyric_12355544

Ich kenne diesen satz gut...
und muß ehrlich zugeben, das ich im gegensatz zu früher schon "härter" geworden bin und mir ein sehr dickes fell zugelegt habe.

gewisse menschen im meinem umfeld, die mir "an den karren fahren wollen" interessieren mich einfach nicht und es ist mir egal, wie es ihnen geht oder was mit ihnen geschieht. ich lasse mich nicht mehr verletzen, runtermachen etc ... derartiges verhalten hat genug narben auf meiner seele geschlagen und damit ist einfach schluß.

ich bin bestimmt nicht ignorant oder gar ein misanthrop, aber ich grenze bewußt ab und lasse menschen, die mir mit voller absicht kraft absaugen wollen oder einfach schlechtes wollen nicht mehr "durch".

lg an dich
die sefi

Hi sefi....
ganz so weit bin ich mit dem "härter werden" da wohl noch nicht, da ich mich immer noch mit der frage aufhalte, warum manche menschen anderen absichtlich eins reinwürgen.

würde gerne mal kurz in den schuhen von so manchen zeitgenossen stecken, einfach nur um zu verstehen, warum der eine oder andere so handelt.

lg--kitty

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12. August 2005 um 12:55
In Antwort auf kittekatt

Hi sefi....
ganz so weit bin ich mit dem "härter werden" da wohl noch nicht, da ich mich immer noch mit der frage aufhalte, warum manche menschen anderen absichtlich eins reinwürgen.

würde gerne mal kurz in den schuhen von so manchen zeitgenossen stecken, einfach nur um zu verstehen, warum der eine oder andere so handelt.

lg--kitty

Das ist ganz einfach..
aus jahrelanger erfahrung kann ich dir beriechten, dass diese menschen unglaublich frustriert, schwach und seelisch sehr sehr arm dran sind.

machtpositionen werden von diesen menschen dann dazu benutzt um einen seelischen ausgleich bei sich selbst zu erzwingen, also durch mobbing, nicht anerkennung von leistung, abschätzigem verhalten...

jeder der es nötig hat, andere zu erniedrigen, ist selbst noch viel weiter unten...

lg die sefi

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12. August 2005 um 13:01
In Antwort auf lyric_12355544

Das ist ganz einfach..
aus jahrelanger erfahrung kann ich dir beriechten, dass diese menschen unglaublich frustriert, schwach und seelisch sehr sehr arm dran sind.

machtpositionen werden von diesen menschen dann dazu benutzt um einen seelischen ausgleich bei sich selbst zu erzwingen, also durch mobbing, nicht anerkennung von leistung, abschätzigem verhalten...

jeder der es nötig hat, andere zu erniedrigen, ist selbst noch viel weiter unten...

lg die sefi

Danke...
...ich hoffe, ich denke da das nächste mal dran, wenn sich mein cheffe wieder als menschliches a****loch zeigt!

lg

tigerle

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12. August 2005 um 13:15
In Antwort auf jaana_11887320

Danke...
...ich hoffe, ich denke da das nächste mal dran, wenn sich mein cheffe wieder als menschliches a****loch zeigt!

lg

tigerle

Du hast wohl vergessen
deinen Chef rechtzeitig zu erziehen oder? .
Aber das kenne ich das manche Ihren Frust an den Mitarbeitern ausbaden.
Aber meine Mitarbeiter mögen mich da ich nur konstruktiv kritisiere und das mehr als selten.
LG Harti

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12. August 2005 um 13:18
In Antwort auf cornel_12240864

Du hast wohl vergessen
deinen Chef rechtzeitig zu erziehen oder? .
Aber das kenne ich das manche Ihren Frust an den Mitarbeitern ausbaden.
Aber meine Mitarbeiter mögen mich da ich nur konstruktiv kritisiere und das mehr als selten.
LG Harti

Naja....
...so lange bin ich eben noch nicht in der firma und in der probezeit ist es, glaube ich besser, sowas zu unterlassen...naja, so langsam kommen meine guten stunden hier, da ich inzwischen an meinen aufgaben doch sehr gewachsen bin

tigerle

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12. August 2005 um 13:18
In Antwort auf lyric_12355544

Das ist ganz einfach..
aus jahrelanger erfahrung kann ich dir beriechten, dass diese menschen unglaublich frustriert, schwach und seelisch sehr sehr arm dran sind.

machtpositionen werden von diesen menschen dann dazu benutzt um einen seelischen ausgleich bei sich selbst zu erzwingen, also durch mobbing, nicht anerkennung von leistung, abschätzigem verhalten...

jeder der es nötig hat, andere zu erniedrigen, ist selbst noch viel weiter unten...

lg die sefi

Hi Sefi...
das hast Du schön geschrieben. Werde versuchen daran zu denken wenn mein "Lieber Vorgesetzter" seinen rappler bekommt und meint er müsse mich wie eine "dumme bucklige Brotspinne" behandeln. Oftmals macht er es ohne Grund,
auf so ne richtig herablassende-schleimige-Art *grrr*.
Ich könnte ihn dann echt erwürgen! Leider habe ich in dieser hinsicht überhaupt kein dickes Fell und das ist für mich teilweise ziehmlich ...
Naja, ich bin glaub ich nicht die einzigste die so
"Nette Chefs" hat *g*

LG

bifi79

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12. August 2005 um 13:48
In Antwort auf kittekatt

@erdbeermarmelade
<<<<Menschen verletzten uns, weil wir in dem einen oder anderen Punkt mit uns noch nicht im Reinen sind<<<<

glaubst du wirklich, dass du verletzungen aus dem weg gehen kannst, wenn du mit dir im reinen bist??

ich denke, das trifft nur bedingt zu. wenn dich zum beispiel ein mensch ablehnt, dir negativ begegnet, dann kannst du sicher über den dingen stehen, mit dir im reinen sein und es so vielleicht an dir abgleiten lassen. aber geht das immer?

verletzen uns nicht gerade die menschen am meisten, denen wir wirklich mit offenem visier begegnen, denen wir ganz einfach nicht zutrauen, dass sie uns hintergehen, fallen lassen, verletzen?

so abgeklärt bin ich (zum glück?) noch nicht.

wenn ich tief fühle, mich völlig öffne, dann beinhaltet das wohl auch immer die gefahr wieder tief verletzt zu werden.

ist es dann sinnvoll weiterhin naiv mit offenem visier durchs leben zu gehen oder geht man spätestens ab der ersten tiefen narbe auf selbstschutz?

dir auch ein schönes we---kitty

Hallo Kitty,
<<glaubst du wirklich, dass du verletzungen aus dem weg gehen kannst, wenn du mit dir im reinen bist??

Wenn man mit sich im Reinen ist, braucht man Verletzungen nicht aus dem Weg gehen, weil man, zumindest was eine bestimmte Verletzung angeht, nicht mehr verletztlich ist.

Wir Menschen haben alle unsere verletztlichen Seiten und somit kann man von einer völligen Unverletzbarkeit nicht reden. Immerhin zeigt auch die Nibelungensage *Siegfried* dass wir Menschen uns davor nicht gänzlich schützen können.

Aber wir können viele Verletzungen vermeiden, wenn man in sich schaut und ergründet, warum immer und immer wieder Menschen einen bestimmten wunden Punkt treffen.

Dass Menschen einen nicht absichtlich verletzten, wird wohl jedem klar sein, wenn er sich einmal tiefere Gedanken über Ursache und Wirkung gemacht hat.

Vielmehr sind wir Menschen genetisch und erfahrungsgeprägt. Viele Verletzungen werden nur an der momentanen Situation festgemacht. Obwohl diese schon sehr weit in der Vergangenheit zurückliegen.

<<ich denke, das trifft nur bedingt zu. wenn dich zum beispiel ein mensch ablehnt, dir negativ begegnet, dann kannst du sicher über den dingen stehen, mit dir im reinen sein und es so vielleicht an dir abgleiten lassen. aber geht das immer?

Da muss man sehr viel tiefer darüber nachdenken, als nur warum lehnt mich der Mensch ab. Wichtig ist, darüber nachzudenken wie man selber dem Menschen gegenüber steht. Wenn ich jemanden - und da spreche ich aus Erfahrung, absolut reinen Herzens und mit einem Lächeln einem Menschen entgegne, wird mich dieser Menschen auch nicht ablehnen. Wenn ich jedoch meine mehr oder weniger subtilen Ängsten Raum gebe, übertrage ich diese auf den anderen und dieser REAGIERT nur mit dieser für uns erkennbaren Ablehnung. Wir selber bewerten unsere eigenen Ängste als Ablehnung !

Hier wird sehr oft darüber gesprochen, dass Dinge an einem abprallen. Das sehe ich nicht so. Abprallen kann an mir nur dann etwas, wenn ich mich innerlich verhärte. Und genau darüber machst du dir Gedanken. So wie Höflichkeit die Stöße des Leben nur abfedert, so federt man auch die Angriffe der anderen ab, wenn man mit sich im Reinen ist. Ein Schlag muss nur gewaltiger sein als deine Schutzmauer, um diese zu durchbrechen. Stell dir das mal bildlich mit einem Netz vor. Deine innere Reinheit verschont dich vor keinem Fall, aber es tut die nicht so weh, wie wenn du auf dem harten Boden aufprallst. Natürlich besteht auch hier die Gefahr, dass man mit ein paar blauen Flecken davon kommt, aber diese tun sehr viel weniger weh, als wenn man die volle Breitseite abbekommt.

>>verletzen uns nicht gerade die menschen am meisten, denen wir wirklich mit offenem visier begegnen, denen wir ganz einfach nicht zutrauen, dass sie uns hintergehen, fallen lassen, verletzen?

Selbstverständlich kann man immer verletzt werden, wenn man sich öffnet. Aber das Öffnen bedeutet auch nicht zwangsläufig, dass man immer und überall seine verletzlichen Seiten zu Markte trägt.

Vielmehr geht es doch auch darum, dass man bei Verletzungen auch eine Heilung hervorruft. Wenn man immer nur damit beschäftigt ist sich unantastbar zu machen, hat man keinen Gradmesser, wie weit man in seiner eigenen Entwicklung vorangeschritten ist.

Es ist wie z.b. mit der Flugangst. Die Flugangst kann du nur dann besiegen, wenn du immer und immer wieder deiner Angst begegnest und in ein Flugzeug steigst und nicht dadurch, dass du künftig mit der Bahn fährst.

<<so abgeklärt bin ich (zum glück?) noch nicht.

Ob es für dich ein Glück ist nicht so abgeklärt zu sein, steht dir natürlich frei. Aber vielleicht braucht es bei dir noch die eine oder andere Verletzung, um die Dinge aus einer anderen Warte aus zu betrachten. Vielleicht verwechselst du Vertrauen mit Blauäugigkeit. Blauäugig ist man, wenn man die eigene Verantwortung auf andere Menschen überträgt. Ich habe mittlerweile meine eigene Blauäugigkeit gegen Vertrauen ausgetauscht und werde mittlerweile weniger verletzt als zu vor.

>>wenn ich tief fühle, mich völlig öffne, dann beinhaltet das wohl auch immer die gefahr wieder tief verletzt zu werden.

Wenn du dieser Gefahr entgehen willst, so musst du etwas ändern. Entweder wirst du zu einem Stein oder du übernimmst für alles die Verantwortung. Worin ich bei dir Gefahr sehe ist der Umstand, dass du vielen emotionalen Dingen, rational begegnen willst. Dein Kopf allein entscheidet darüber ob dich etwas verletzt oder nicht. Dein Kopf sagt deinem Herzen was es zu tun hat. Dein Kopf sagt, dass du vor etwas Angst hast. Nicht dein Herz. Dein Herz liebt oder es liebt nicht, aber es bewertet nichts. Das tut allein dein Kopf.

>>>ist es dann sinnvoll weiterhin naiv mit offenem visier durchs leben zu gehen oder geht man spätestens ab der ersten tiefen narbe auf selbstschutz?

Wenn man Naiv ist, so ist man Blauäugig. Selbstschutz ist eine reine Kopfsache und hat nichts mit deinem Herzen zu tun. Wenn du aber reinen Herzens auf die Menschen zugehen möchtest, musst du dein geistiges Geschwätz abstellen und auf dein Herz hören.

Das ist zwar eine sehr schwierige Aufgabe und kein Akt den man mit links macht, aber es lohnt sich. Und selbstverständlich heißt es auch nicht, dass man, wenn man mit sich im Reinen ist, bis ans Ende seiner Tage im Glück schwelgt. Dann kommen wieder andere Dinge auf einen zu die auch bewältigt werden wollen. Aber es ist mit einem Riesenrad zu vergleichen. Einmal sitzt man ganz oben - einmal ganz unten. Einmal braucht man die Perspektive eines Frosches und einmal die eines Vogel.

Du selbst bist immer der der wählen kann. Du allein bewertest ob eine Erfahrung oder ein Erlebnis negativ war.

Warum drehst du den Spieß nicht einfach mal um und fragst dich, was soll ich aus dieser oder jener Verletzung lernen ?! Verletzungen können bis ans Lebensende kultiviert werden. Jedesmal können wir uns darüber beklagen, warum wir verletzt werden, wenn wir nicht auf Selbstschutz umstellen. Manchmal sind die Ursachen so banal und man selbst erschickt darüber, dass man die Ursachen im Komplizierten gesucht hat.

Passiertes kann man nicht mehr rückgängig machen. Man kann sie nur akzeptieren. Wenn man also beginnt, Geschehenes zu akzeptieren ist man auf dem Weg der Heilung und es bedarf keinem Panzer mehr.

Versuche einfach mal Emotionales nicht rational bewältigen zu wollen.

Liebe Grüße

Erdbeermarmelade

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12. August 2005 um 13:48
In Antwort auf naamah_12239786

Hi Sefi...
das hast Du schön geschrieben. Werde versuchen daran zu denken wenn mein "Lieber Vorgesetzter" seinen rappler bekommt und meint er müsse mich wie eine "dumme bucklige Brotspinne" behandeln. Oftmals macht er es ohne Grund,
auf so ne richtig herablassende-schleimige-Art *grrr*.
Ich könnte ihn dann echt erwürgen! Leider habe ich in dieser hinsicht überhaupt kein dickes Fell und das ist für mich teilweise ziehmlich ...
Naja, ich bin glaub ich nicht die einzigste die so
"Nette Chefs" hat *g*

LG

bifi79

Ja, das kenne ich auch..
meine "geschäftsleitung" ist auch sehr... nennen wir es "unerfreulich"

ich hatte bis jetzt nur eine einzige vorgesetzte, die wirklich daran interessiert war, mit mir zusammenzuarbeiten und mich/meine leistung respektiert hat. sie ist übrigens unter dem druck des big bosses zusammengebrochen und gegangen.. leider

lg die sefi

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12. August 2005 um 14:23
In Antwort auf erdbeermarmelade

Hallo Kitty,
<<glaubst du wirklich, dass du verletzungen aus dem weg gehen kannst, wenn du mit dir im reinen bist??

Wenn man mit sich im Reinen ist, braucht man Verletzungen nicht aus dem Weg gehen, weil man, zumindest was eine bestimmte Verletzung angeht, nicht mehr verletztlich ist.

Wir Menschen haben alle unsere verletztlichen Seiten und somit kann man von einer völligen Unverletzbarkeit nicht reden. Immerhin zeigt auch die Nibelungensage *Siegfried* dass wir Menschen uns davor nicht gänzlich schützen können.

Aber wir können viele Verletzungen vermeiden, wenn man in sich schaut und ergründet, warum immer und immer wieder Menschen einen bestimmten wunden Punkt treffen.

Dass Menschen einen nicht absichtlich verletzten, wird wohl jedem klar sein, wenn er sich einmal tiefere Gedanken über Ursache und Wirkung gemacht hat.

Vielmehr sind wir Menschen genetisch und erfahrungsgeprägt. Viele Verletzungen werden nur an der momentanen Situation festgemacht. Obwohl diese schon sehr weit in der Vergangenheit zurückliegen.

<<ich denke, das trifft nur bedingt zu. wenn dich zum beispiel ein mensch ablehnt, dir negativ begegnet, dann kannst du sicher über den dingen stehen, mit dir im reinen sein und es so vielleicht an dir abgleiten lassen. aber geht das immer?

Da muss man sehr viel tiefer darüber nachdenken, als nur warum lehnt mich der Mensch ab. Wichtig ist, darüber nachzudenken wie man selber dem Menschen gegenüber steht. Wenn ich jemanden - und da spreche ich aus Erfahrung, absolut reinen Herzens und mit einem Lächeln einem Menschen entgegne, wird mich dieser Menschen auch nicht ablehnen. Wenn ich jedoch meine mehr oder weniger subtilen Ängsten Raum gebe, übertrage ich diese auf den anderen und dieser REAGIERT nur mit dieser für uns erkennbaren Ablehnung. Wir selber bewerten unsere eigenen Ängste als Ablehnung !

Hier wird sehr oft darüber gesprochen, dass Dinge an einem abprallen. Das sehe ich nicht so. Abprallen kann an mir nur dann etwas, wenn ich mich innerlich verhärte. Und genau darüber machst du dir Gedanken. So wie Höflichkeit die Stöße des Leben nur abfedert, so federt man auch die Angriffe der anderen ab, wenn man mit sich im Reinen ist. Ein Schlag muss nur gewaltiger sein als deine Schutzmauer, um diese zu durchbrechen. Stell dir das mal bildlich mit einem Netz vor. Deine innere Reinheit verschont dich vor keinem Fall, aber es tut die nicht so weh, wie wenn du auf dem harten Boden aufprallst. Natürlich besteht auch hier die Gefahr, dass man mit ein paar blauen Flecken davon kommt, aber diese tun sehr viel weniger weh, als wenn man die volle Breitseite abbekommt.

>>verletzen uns nicht gerade die menschen am meisten, denen wir wirklich mit offenem visier begegnen, denen wir ganz einfach nicht zutrauen, dass sie uns hintergehen, fallen lassen, verletzen?

Selbstverständlich kann man immer verletzt werden, wenn man sich öffnet. Aber das Öffnen bedeutet auch nicht zwangsläufig, dass man immer und überall seine verletzlichen Seiten zu Markte trägt.

Vielmehr geht es doch auch darum, dass man bei Verletzungen auch eine Heilung hervorruft. Wenn man immer nur damit beschäftigt ist sich unantastbar zu machen, hat man keinen Gradmesser, wie weit man in seiner eigenen Entwicklung vorangeschritten ist.

Es ist wie z.b. mit der Flugangst. Die Flugangst kann du nur dann besiegen, wenn du immer und immer wieder deiner Angst begegnest und in ein Flugzeug steigst und nicht dadurch, dass du künftig mit der Bahn fährst.

<<so abgeklärt bin ich (zum glück?) noch nicht.

Ob es für dich ein Glück ist nicht so abgeklärt zu sein, steht dir natürlich frei. Aber vielleicht braucht es bei dir noch die eine oder andere Verletzung, um die Dinge aus einer anderen Warte aus zu betrachten. Vielleicht verwechselst du Vertrauen mit Blauäugigkeit. Blauäugig ist man, wenn man die eigene Verantwortung auf andere Menschen überträgt. Ich habe mittlerweile meine eigene Blauäugigkeit gegen Vertrauen ausgetauscht und werde mittlerweile weniger verletzt als zu vor.

>>wenn ich tief fühle, mich völlig öffne, dann beinhaltet das wohl auch immer die gefahr wieder tief verletzt zu werden.

Wenn du dieser Gefahr entgehen willst, so musst du etwas ändern. Entweder wirst du zu einem Stein oder du übernimmst für alles die Verantwortung. Worin ich bei dir Gefahr sehe ist der Umstand, dass du vielen emotionalen Dingen, rational begegnen willst. Dein Kopf allein entscheidet darüber ob dich etwas verletzt oder nicht. Dein Kopf sagt deinem Herzen was es zu tun hat. Dein Kopf sagt, dass du vor etwas Angst hast. Nicht dein Herz. Dein Herz liebt oder es liebt nicht, aber es bewertet nichts. Das tut allein dein Kopf.

>>>ist es dann sinnvoll weiterhin naiv mit offenem visier durchs leben zu gehen oder geht man spätestens ab der ersten tiefen narbe auf selbstschutz?

Wenn man Naiv ist, so ist man Blauäugig. Selbstschutz ist eine reine Kopfsache und hat nichts mit deinem Herzen zu tun. Wenn du aber reinen Herzens auf die Menschen zugehen möchtest, musst du dein geistiges Geschwätz abstellen und auf dein Herz hören.

Das ist zwar eine sehr schwierige Aufgabe und kein Akt den man mit links macht, aber es lohnt sich. Und selbstverständlich heißt es auch nicht, dass man, wenn man mit sich im Reinen ist, bis ans Ende seiner Tage im Glück schwelgt. Dann kommen wieder andere Dinge auf einen zu die auch bewältigt werden wollen. Aber es ist mit einem Riesenrad zu vergleichen. Einmal sitzt man ganz oben - einmal ganz unten. Einmal braucht man die Perspektive eines Frosches und einmal die eines Vogel.

Du selbst bist immer der der wählen kann. Du allein bewertest ob eine Erfahrung oder ein Erlebnis negativ war.

Warum drehst du den Spieß nicht einfach mal um und fragst dich, was soll ich aus dieser oder jener Verletzung lernen ?! Verletzungen können bis ans Lebensende kultiviert werden. Jedesmal können wir uns darüber beklagen, warum wir verletzt werden, wenn wir nicht auf Selbstschutz umstellen. Manchmal sind die Ursachen so banal und man selbst erschickt darüber, dass man die Ursachen im Komplizierten gesucht hat.

Passiertes kann man nicht mehr rückgängig machen. Man kann sie nur akzeptieren. Wenn man also beginnt, Geschehenes zu akzeptieren ist man auf dem Weg der Heilung und es bedarf keinem Panzer mehr.

Versuche einfach mal Emotionales nicht rational bewältigen zu wollen.

Liebe Grüße

Erdbeermarmelade

Kann ich so nicht in allen punkten unterschreiben....
<<<<Wenn man mit sich im Reinen ist, braucht man Verletzungen nicht aus dem Weg gehen, weil man, zumindest was eine bestimmte Verletzung angeht, nicht mehr verletztlich ist.<<<<

also doch nach jeder verletzung härter, unerletzbarer werden? dann trifft der satz doch zu!


<<<<Aber wir können viele Verletzungen vermeiden, wenn man in sich schaut und ergründet, warum immer und immer wieder Menschen einen bestimmten wunden Punkt treffen.

Dass Menschen einen nicht absichtlich verletzten, wird wohl jedem klar sein, wenn er sich einmal tiefere Gedanken über Ursache und Wirkung gemacht hat.<<<

diesen satz sehe ich als blauäugig und ein wenig weltfremd an (hoffe du verzeihst mir da, lach).
es gibt durchaus menschen, die andere absichtlich verletzen, weil sie spaß an machtspielen haben, weil sie aufgrund ihrer eigenen vergangenheit so gepolt sind, weil sie ganz einfach ar...löcher sind. du kannst so einem menschen dann noch so offen, freundlich und ohne arg begegnen und er wird dennoch "draufhauen". klar kannst du nem bissigen hund ohne angst begegnen, versuchen ihn zu streicheln, ihn zu zähmen. dennoch solltest du bei der aktion auf deine finger aufpassen

ich weiß auch nicht, ob man immer und um jeden preis aus allem etwas lernen muss! vielleicht ist der einzige lerneffekt den man in so manchem misthaufen sucht und findet einzig und alleine der, das man feststellt "es ist mist und es stinkt"

es ist ja wunderschön vertrauensvoll zu sein, zu lieben, sich zu öffnen, sich die welt in rosaroten farben zu malen, aber für mich darf auch der verstand bei all diesem herzeschmelz nicht außen vor bleiben.

ist es nicht eher naiv zu glauben, dass ich alleine mit vertrauensvollem auf jemanden zu gehen, alles ins positive umwandeln kann? gleicht das nicht naivem "die augen zu machen" und sehenden auges ins unglück laufen? du kannst situationen, an denen unterschiedliche menschen beteiligt sind, immmer nur bis zu einem gewissen grad beeinflussen und solltest dabei nie vergessen, dass eben noch ein zweites individuum mit dabei mitspielt.

ich sehe es eher so, wie larsen es beschrieben hat, verletzungen sind wohl dazu da, um in zukunft vorsichtiger zu sein, auf ne heiße herdplatte fasse ich einmal, dann weiß ich, das ich mir dabei die finger verbrenne und ein gewisser schutzpanzer, gehört für mich mittlerweile einfach dazu. ich sag ja nicht, dass ich den nicht hin und wieder auch mal ablege

kitty

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12. August 2005 um 15:11

Ja man wird härter..
... bei mir ist das zumindest so. habe anfangs dieser woche auch einen schlag erhalten.... nun ist es ende der woche und tag für tag denk ich mehr diese person kann mir mal an Ar... vorbei!

werde tortzdem für neues offen sein doch lass ich ganz bestimmt nichts mehr so schnell nahe an mich ran... vertrauen?!? kommt drauf an bei was.... ansonnsten muss sich jemand mein vertrauen erst verdienen....

ja, ist leider so, früher wars anderst doch wer oft genug auf die nase fällt lernt daraus...

gruss lin

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12. August 2005 um 15:13
In Antwort auf lyric_12355544

Ich kenne diesen satz gut...
und muß ehrlich zugeben, das ich im gegensatz zu früher schon "härter" geworden bin und mir ein sehr dickes fell zugelegt habe.

gewisse menschen im meinem umfeld, die mir "an den karren fahren wollen" interessieren mich einfach nicht und es ist mir egal, wie es ihnen geht oder was mit ihnen geschieht. ich lasse mich nicht mehr verletzen, runtermachen etc ... derartiges verhalten hat genug narben auf meiner seele geschlagen und damit ist einfach schluß.

ich bin bestimmt nicht ignorant oder gar ein misanthrop, aber ich grenze bewußt ab und lasse menschen, die mir mit voller absicht kraft absaugen wollen oder einfach schlechtes wollen nicht mehr "durch".

lg an dich
die sefi

... genau so ist es sephrenia
kann dir nur zustimmen.

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12. August 2005 um 15:43
In Antwort auf kittekatt

Kann ich so nicht in allen punkten unterschreiben....
<<<<Wenn man mit sich im Reinen ist, braucht man Verletzungen nicht aus dem Weg gehen, weil man, zumindest was eine bestimmte Verletzung angeht, nicht mehr verletztlich ist.<<<<

also doch nach jeder verletzung härter, unerletzbarer werden? dann trifft der satz doch zu!


<<<<Aber wir können viele Verletzungen vermeiden, wenn man in sich schaut und ergründet, warum immer und immer wieder Menschen einen bestimmten wunden Punkt treffen.

Dass Menschen einen nicht absichtlich verletzten, wird wohl jedem klar sein, wenn er sich einmal tiefere Gedanken über Ursache und Wirkung gemacht hat.<<<

diesen satz sehe ich als blauäugig und ein wenig weltfremd an (hoffe du verzeihst mir da, lach).
es gibt durchaus menschen, die andere absichtlich verletzen, weil sie spaß an machtspielen haben, weil sie aufgrund ihrer eigenen vergangenheit so gepolt sind, weil sie ganz einfach ar...löcher sind. du kannst so einem menschen dann noch so offen, freundlich und ohne arg begegnen und er wird dennoch "draufhauen". klar kannst du nem bissigen hund ohne angst begegnen, versuchen ihn zu streicheln, ihn zu zähmen. dennoch solltest du bei der aktion auf deine finger aufpassen

ich weiß auch nicht, ob man immer und um jeden preis aus allem etwas lernen muss! vielleicht ist der einzige lerneffekt den man in so manchem misthaufen sucht und findet einzig und alleine der, das man feststellt "es ist mist und es stinkt"

es ist ja wunderschön vertrauensvoll zu sein, zu lieben, sich zu öffnen, sich die welt in rosaroten farben zu malen, aber für mich darf auch der verstand bei all diesem herzeschmelz nicht außen vor bleiben.

ist es nicht eher naiv zu glauben, dass ich alleine mit vertrauensvollem auf jemanden zu gehen, alles ins positive umwandeln kann? gleicht das nicht naivem "die augen zu machen" und sehenden auges ins unglück laufen? du kannst situationen, an denen unterschiedliche menschen beteiligt sind, immmer nur bis zu einem gewissen grad beeinflussen und solltest dabei nie vergessen, dass eben noch ein zweites individuum mit dabei mitspielt.

ich sehe es eher so, wie larsen es beschrieben hat, verletzungen sind wohl dazu da, um in zukunft vorsichtiger zu sein, auf ne heiße herdplatte fasse ich einmal, dann weiß ich, das ich mir dabei die finger verbrenne und ein gewisser schutzpanzer, gehört für mich mittlerweile einfach dazu. ich sag ja nicht, dass ich den nicht hin und wieder auch mal ablege

kitty

Nochmal Hallo,
<<also doch nach jeder verletzung härter, unerletzbarer werden? dann trifft der satz doch zu!

wieso willst du eine Stärke, unverletztbar zu sein IST eine Stärke, negativ belegen, indem du den Begriff Härte verwendest ?

Etwas Hartes hat für mich den Touch von Starre, Unverletzbar etwas mit Geschmeidigkeit zu tun. Man kann sich den gegebenen Umständen anpassen.

>>diesen satz sehe ich als blauäugig und ein wenig weltfremd an (hoffe du verzeihst mir da, lach).
es gibt durchaus menschen, die andere absichtlich verletzen, weil sie spaß an machtspielen haben, weil sie aufgrund ihrer eigenen vergangenheit so gepolt sind, weil sie ganz einfach ar...löcher sind. du kannst so einem menschen dann noch so offen, freundlich und ohne arg begegnen und er wird dennoch "draufhauen". klar kannst du nem bissigen hund ohne angst begegnen, versuchen ihn zu streicheln, ihn zu zähmen. dennoch solltest du bei der aktion auf deine finger aufpassen

Wollen wir jetzt beginnen Blauäugigkeit und Weltfremdheit zu definieren ?

Weltfremdheit bedeutet, dass man seine und nur seine Sichtweise als Allgemeingültig erklärt und eingefahrene Trampelpfade nicht verlässt. Dass man sich von anderen Sichtweise nicht inspirieren lässt und Dinge tut eben weil sie schon immer so gemacht, gesagt und gedacht wurden.

Blauäugikeit habe ich dir bereits aus meiner Sicht beschrieben.

Dass andere durchaus absichtlich verletzten will ich nicht abstreiten, aber du selbst und da drehen wir uns im Kreis, entscheidest ob du dich verletzten oder Manipulieren lässt.
Wenn du deine Motivation und die der anderen durchschaust, kannst du dieser Manipulation ausweichen. Solange du aber nicht erkennst, welche Automatik sich bei die hier verbirgt, wirst du in jede Fall und in jedes Fettnäpfchen treten und wirst von der Opfer zu Täterrolle wechseln. Denn oft wissen die sogenannten Opfer nicht, dass sie diese Rolle längst verlassen haben und zum Täter wurden.

Das Beispiel mit dem Hund kannst du bei mir so nicht anbringen, denn auch ich lebe seit nunmehr 20 Jahren mit Hunden zusammen und kenne die Hunde nur allzu genau. Ich weiß, warum ein Hund zubeisst. Ein Hund riecht das ob du Angst hast oder nicht und er riecht auch, ob du ihm etwas böses willst, da kannst du noch so *selbstbewusst* daher kommen. Ich habe schon einige bösartige Hunde gestreichelt.

<<ich weiß auch nicht, ob man immer und um jeden preis aus allem etwas lernen muss! vielleicht ist der einzige lerneffekt den man in so manchem misthaufen sucht und findet einzig und alleine der, das man feststellt "es ist mist und es stinkt"

Ich weiß für mich, dass ich aus allem was mir widerfährt etwas lernen möchte. Weil mein Leben nunmal ein einziger Lernprozess ist. Und je weniger ich mich dagegen sträube etwas anzunehmen und zu lernen umso verletzt mich diese Lektion. Mist stinkt nur weil wir für uns einmal festgestellt haben, dass er stinkt und unangenehm für unsere feine Nase ist. Aber aus dem Mist wächst wieder sehr viel Schönes. Rosen gedeihen bekanntlich am Besten, wenn man sie mit Pferdeäpfel düngt. Wenn du für dich nichts mehr lernen möchtest, wirst du in deinem Leben auch nichts mehr ändern. Du bist dann auch nicht mehr im Fluss und irgendwann fragst du dich, warum das Leben an dir vorbeirauscht und du dich nur noch als Zaungast auf dieser Welt fühlst.

>es ist ja wunderschön vertrauensvoll zu sein, zu lieben, sich zu öffnen, sich die welt in rosaroten farben zu malen, aber für mich darf auch der verstand bei all diesem herzeschmelz nicht außen vor bleiben.

Du verwechselst vertrauensvoll mit Blauäugigkeit. Solange du das für dich selber noch nicht auseinanderhalten kannst, wirst du immer wieder deine Schutzmechanismen bemühen müssen und dich immer wieder vor der Frage stehe sehen, warum man permanent verletzt wird. Du befindest dich auf einem Kriegsschauplatz dessen Krieg nur im deinem Kopf stattfindet.

Ich sehe mein Leben weiß Gott nicht in rosafarben, denn wenn ich das täte hätte ich einiges in meinem Leben nicht begriffen und hätte jetzt auch einen Quantensprung getätigt. Dass der Verstand eine elementare Rolle spielt ist unbestritten, aber zu verkopfen ist kontrproduktiv. Das Ziel muss sein, dass man Körper-Geist und Seele in Einklang bringt und davon bist du noch etwas entfernt. Du wähnst Feinde in deiner Umgebung, die nur deshalb deine Feinde sind, weil du sie dazu machst.

<<ist es nicht eher naiv zu glauben, dass ich alleine mit vertrauensvollem auf jemanden zu gehen, alles ins positive umwandeln kann? gleicht das nicht naivem "die augen zu machen" und sehenden auges ins unglück laufen? du kannst situationen, an denen unterschiedliche menschen beteiligt sind, immmer nur bis zu einem gewissen grad beeinflussen und solltest dabei nie vergessen, dass eben noch ein zweites individuum mit dabei mitspielt.

Nein es ist nicht naiv zu glauben, dass sich alles ins Positive umwandelt, denn Deine Gedanken werden wirklichkeit und es ist schwerer als du glaubst Positives Denken an den Tag zu legen. Ich habe irgendwann einmal gelesen, dass Positves Denken von Herzen kommt und man daran glaubt.

Um daran zu glauben, muss man sich von seinen Ängsten befreien. Aber wovor muss man wirklich Angst haben ? Hast du dir schon einmal überlegt, ob deine Angst berechtigt ist ? Oder ist es nur die Angst, dass du Angst haben könntest ? Was würde im schlimmsten Fall passieren, wenn du dich vertrauensvoll und damit meine ich nicht blauäugig, sondern vertrauensvoll mit allen möglichen Konsequenzen, an einen Menschen wenden würdest. Die Angst verletzt zu werden zeigt doch einfach, dass man Schwachstellen hat, dessen man selber nicht in der Lage ist als Stärke zu sehen. Es ist auch eine Stärke sich vereltzlich zu zeigen.

Beeinflussen bedeutet für mich auch etwas zu Manipulieren. Gerade das ist der fatale Fehler. Du willst damit den anderen DEINEN Willen aufzwängen und wunderst dich, dass Menschen dir feindlich gesinnt sind.

Vielleicht wäre es besser, wenn du den Begriff Mitgestalten verwenden würdest. Bei einer Mitgestaltung steht es jedem frei die Ansichten des anderen zu teilen oder angemessen auf etwas zu REAGIEREN. Eine Aktion führt immer eine Reaktion bei. Oft ist es so, dass wir subtil auf etwas reagieren, was wir bewusst als agieren wahrnehmen. Genau dass muss einem bewusst werden. Ich kann anderen Leuten keinen Schuh drüber streifen, den er nicht will. Wenn wir es dennoch versuchen, müssen wir uns nicht wundern, dass er so reagiert wie er eben in dieser oder jener Situation reagiert.

Ich finde das Beispiel mit der heißen Herdplatte mittlerweile derartig platt, dass ich damit nicht mal mehr meine Kinder davon beeindrucken kann. Wenn du einen Panzer brauchst, dann bau ihn um dich herum, wenn du deine Herdplatte dazu verwenden möchtest, dass du dir keine Finger mehr verbrennen möchtest, kein Problem.

Aber du musst dich nicht wundern, dass du wie beim Monopoly jedesmal aus LOS zurückgeworfen wirst und dir immer wieder die gleichen Fragen stellst.

Ich brauche keinen Schutzpanzer. Ich reibe mich gerne mit anderen Menschen, weil Reibung auch Wärme produziert. Wenn mir etwas weh tut, frage ich mich, welchen Beitrag ich dazu geleistet habe und was ich tun kann um nicht permanent an dieser Stelle getroffen zu werden. Wenn ich auf die Nase falle, stehe ich wieder auf und laufe erhobenen Hauptes wieder los.

All das ist mein Quinessenz die ich aus meinem Leben ziehe. Auch ich bin nicht davor gefeit irgendwann wieder einmal verletzt zu werden. Aber ich schaue an mir runter und frage mich, was ich für mich selber Gutes tun kann. Verantwortlich bin ich für jedes Tun und Lassen und brauche keine äußeren Feinde. Wenn ich mich mit meinem eigenen inneren Feind aussöhne, kann mir kein Feind auf der Welt etwas anhaben.

Nenn mich Blauäugig ich nenne es vertrauen dass mir alles und immer dann zuteil wird, was ich brauche und gerade zu dem Zeitpunkt bekomme, wann ich es brauche.

Ich würde den Satz so umbenennen, alles was uns nicht tötet macht uns Stärker. Dass ich eine sehr starke Frau bin, die sehr viel erlebt hat und dennoch oder gerade deshalb viel Lust am Leben hat, das weiß ich. Das braucht mir niemand von außen zu bestätigen.

Liebe Grüße

Erdbeermarmelade

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12. August 2005 um 15:55

Was uns nicht umbringt macht uns nur härter
und/oder krank.

meint: dass sich das, was uns nicht umbringt verdichtet und verdichtet bis das herz verhärtet ist - so dass wir von bestimmten erfahrungen gelähmt, erdrückt und einfach regungs- und bewegungslos sind - ja, regelrecht eingefroren und erstarrt sind. - wie soll daraus was wachsen, ent-wickeln und sich ent-falten und stärker werden?

das was uns nicht umbringt macht uns härter... hm... ein blöder satz. ich denke, wenn wir das was wir erfahren auch er-kennen, ver-arbeiten und er-lösen, dann - aber nur dann kann es uns stärken. und wenn wir gestärkt sind, können wir auch aus der dunkelheit ins licht treten.

schwarz ist die farbe der geborgenheit. schwarz ist die erde in der das samenkorn wächst. dunkel ist es im mutterleib, der das ungeborene schützt. alles gute wächst im dunkel bevor es stark genug ist ins licht zu treten.

er-hellende grüsse,
cosmic.

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12. August 2005 um 16:04
In Antwort auf Cosmicgirl

Was uns nicht umbringt macht uns nur härter
und/oder krank.

meint: dass sich das, was uns nicht umbringt verdichtet und verdichtet bis das herz verhärtet ist - so dass wir von bestimmten erfahrungen gelähmt, erdrückt und einfach regungs- und bewegungslos sind - ja, regelrecht eingefroren und erstarrt sind. - wie soll daraus was wachsen, ent-wickeln und sich ent-falten und stärker werden?

das was uns nicht umbringt macht uns härter... hm... ein blöder satz. ich denke, wenn wir das was wir erfahren auch er-kennen, ver-arbeiten und er-lösen, dann - aber nur dann kann es uns stärken. und wenn wir gestärkt sind, können wir auch aus der dunkelheit ins licht treten.

schwarz ist die farbe der geborgenheit. schwarz ist die erde in der das samenkorn wächst. dunkel ist es im mutterleib, der das ungeborene schützt. alles gute wächst im dunkel bevor es stark genug ist ins licht zu treten.

er-hellende grüsse,
cosmic.

So gefällt mir der satz auch viel besser....
nicht verhärten, sondern stärken.

ich geb dir da recht, dass verhärten etwas mit regungslosigkeit zu tun hat, mit stillstand.

kitty

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12. August 2005 um 16:08
In Antwort auf erdbeermarmelade

Nochmal Hallo,
<<also doch nach jeder verletzung härter, unerletzbarer werden? dann trifft der satz doch zu!

wieso willst du eine Stärke, unverletztbar zu sein IST eine Stärke, negativ belegen, indem du den Begriff Härte verwendest ?

Etwas Hartes hat für mich den Touch von Starre, Unverletzbar etwas mit Geschmeidigkeit zu tun. Man kann sich den gegebenen Umständen anpassen.

>>diesen satz sehe ich als blauäugig und ein wenig weltfremd an (hoffe du verzeihst mir da, lach).
es gibt durchaus menschen, die andere absichtlich verletzen, weil sie spaß an machtspielen haben, weil sie aufgrund ihrer eigenen vergangenheit so gepolt sind, weil sie ganz einfach ar...löcher sind. du kannst so einem menschen dann noch so offen, freundlich und ohne arg begegnen und er wird dennoch "draufhauen". klar kannst du nem bissigen hund ohne angst begegnen, versuchen ihn zu streicheln, ihn zu zähmen. dennoch solltest du bei der aktion auf deine finger aufpassen

Wollen wir jetzt beginnen Blauäugigkeit und Weltfremdheit zu definieren ?

Weltfremdheit bedeutet, dass man seine und nur seine Sichtweise als Allgemeingültig erklärt und eingefahrene Trampelpfade nicht verlässt. Dass man sich von anderen Sichtweise nicht inspirieren lässt und Dinge tut eben weil sie schon immer so gemacht, gesagt und gedacht wurden.

Blauäugikeit habe ich dir bereits aus meiner Sicht beschrieben.

Dass andere durchaus absichtlich verletzten will ich nicht abstreiten, aber du selbst und da drehen wir uns im Kreis, entscheidest ob du dich verletzten oder Manipulieren lässt.
Wenn du deine Motivation und die der anderen durchschaust, kannst du dieser Manipulation ausweichen. Solange du aber nicht erkennst, welche Automatik sich bei die hier verbirgt, wirst du in jede Fall und in jedes Fettnäpfchen treten und wirst von der Opfer zu Täterrolle wechseln. Denn oft wissen die sogenannten Opfer nicht, dass sie diese Rolle längst verlassen haben und zum Täter wurden.

Das Beispiel mit dem Hund kannst du bei mir so nicht anbringen, denn auch ich lebe seit nunmehr 20 Jahren mit Hunden zusammen und kenne die Hunde nur allzu genau. Ich weiß, warum ein Hund zubeisst. Ein Hund riecht das ob du Angst hast oder nicht und er riecht auch, ob du ihm etwas böses willst, da kannst du noch so *selbstbewusst* daher kommen. Ich habe schon einige bösartige Hunde gestreichelt.

<<ich weiß auch nicht, ob man immer und um jeden preis aus allem etwas lernen muss! vielleicht ist der einzige lerneffekt den man in so manchem misthaufen sucht und findet einzig und alleine der, das man feststellt "es ist mist und es stinkt"

Ich weiß für mich, dass ich aus allem was mir widerfährt etwas lernen möchte. Weil mein Leben nunmal ein einziger Lernprozess ist. Und je weniger ich mich dagegen sträube etwas anzunehmen und zu lernen umso verletzt mich diese Lektion. Mist stinkt nur weil wir für uns einmal festgestellt haben, dass er stinkt und unangenehm für unsere feine Nase ist. Aber aus dem Mist wächst wieder sehr viel Schönes. Rosen gedeihen bekanntlich am Besten, wenn man sie mit Pferdeäpfel düngt. Wenn du für dich nichts mehr lernen möchtest, wirst du in deinem Leben auch nichts mehr ändern. Du bist dann auch nicht mehr im Fluss und irgendwann fragst du dich, warum das Leben an dir vorbeirauscht und du dich nur noch als Zaungast auf dieser Welt fühlst.

>es ist ja wunderschön vertrauensvoll zu sein, zu lieben, sich zu öffnen, sich die welt in rosaroten farben zu malen, aber für mich darf auch der verstand bei all diesem herzeschmelz nicht außen vor bleiben.

Du verwechselst vertrauensvoll mit Blauäugigkeit. Solange du das für dich selber noch nicht auseinanderhalten kannst, wirst du immer wieder deine Schutzmechanismen bemühen müssen und dich immer wieder vor der Frage stehe sehen, warum man permanent verletzt wird. Du befindest dich auf einem Kriegsschauplatz dessen Krieg nur im deinem Kopf stattfindet.

Ich sehe mein Leben weiß Gott nicht in rosafarben, denn wenn ich das täte hätte ich einiges in meinem Leben nicht begriffen und hätte jetzt auch einen Quantensprung getätigt. Dass der Verstand eine elementare Rolle spielt ist unbestritten, aber zu verkopfen ist kontrproduktiv. Das Ziel muss sein, dass man Körper-Geist und Seele in Einklang bringt und davon bist du noch etwas entfernt. Du wähnst Feinde in deiner Umgebung, die nur deshalb deine Feinde sind, weil du sie dazu machst.

<<ist es nicht eher naiv zu glauben, dass ich alleine mit vertrauensvollem auf jemanden zu gehen, alles ins positive umwandeln kann? gleicht das nicht naivem "die augen zu machen" und sehenden auges ins unglück laufen? du kannst situationen, an denen unterschiedliche menschen beteiligt sind, immmer nur bis zu einem gewissen grad beeinflussen und solltest dabei nie vergessen, dass eben noch ein zweites individuum mit dabei mitspielt.

Nein es ist nicht naiv zu glauben, dass sich alles ins Positive umwandelt, denn Deine Gedanken werden wirklichkeit und es ist schwerer als du glaubst Positives Denken an den Tag zu legen. Ich habe irgendwann einmal gelesen, dass Positves Denken von Herzen kommt und man daran glaubt.

Um daran zu glauben, muss man sich von seinen Ängsten befreien. Aber wovor muss man wirklich Angst haben ? Hast du dir schon einmal überlegt, ob deine Angst berechtigt ist ? Oder ist es nur die Angst, dass du Angst haben könntest ? Was würde im schlimmsten Fall passieren, wenn du dich vertrauensvoll und damit meine ich nicht blauäugig, sondern vertrauensvoll mit allen möglichen Konsequenzen, an einen Menschen wenden würdest. Die Angst verletzt zu werden zeigt doch einfach, dass man Schwachstellen hat, dessen man selber nicht in der Lage ist als Stärke zu sehen. Es ist auch eine Stärke sich vereltzlich zu zeigen.

Beeinflussen bedeutet für mich auch etwas zu Manipulieren. Gerade das ist der fatale Fehler. Du willst damit den anderen DEINEN Willen aufzwängen und wunderst dich, dass Menschen dir feindlich gesinnt sind.

Vielleicht wäre es besser, wenn du den Begriff Mitgestalten verwenden würdest. Bei einer Mitgestaltung steht es jedem frei die Ansichten des anderen zu teilen oder angemessen auf etwas zu REAGIEREN. Eine Aktion führt immer eine Reaktion bei. Oft ist es so, dass wir subtil auf etwas reagieren, was wir bewusst als agieren wahrnehmen. Genau dass muss einem bewusst werden. Ich kann anderen Leuten keinen Schuh drüber streifen, den er nicht will. Wenn wir es dennoch versuchen, müssen wir uns nicht wundern, dass er so reagiert wie er eben in dieser oder jener Situation reagiert.

Ich finde das Beispiel mit der heißen Herdplatte mittlerweile derartig platt, dass ich damit nicht mal mehr meine Kinder davon beeindrucken kann. Wenn du einen Panzer brauchst, dann bau ihn um dich herum, wenn du deine Herdplatte dazu verwenden möchtest, dass du dir keine Finger mehr verbrennen möchtest, kein Problem.

Aber du musst dich nicht wundern, dass du wie beim Monopoly jedesmal aus LOS zurückgeworfen wirst und dir immer wieder die gleichen Fragen stellst.

Ich brauche keinen Schutzpanzer. Ich reibe mich gerne mit anderen Menschen, weil Reibung auch Wärme produziert. Wenn mir etwas weh tut, frage ich mich, welchen Beitrag ich dazu geleistet habe und was ich tun kann um nicht permanent an dieser Stelle getroffen zu werden. Wenn ich auf die Nase falle, stehe ich wieder auf und laufe erhobenen Hauptes wieder los.

All das ist mein Quinessenz die ich aus meinem Leben ziehe. Auch ich bin nicht davor gefeit irgendwann wieder einmal verletzt zu werden. Aber ich schaue an mir runter und frage mich, was ich für mich selber Gutes tun kann. Verantwortlich bin ich für jedes Tun und Lassen und brauche keine äußeren Feinde. Wenn ich mich mit meinem eigenen inneren Feind aussöhne, kann mir kein Feind auf der Welt etwas anhaben.

Nenn mich Blauäugig ich nenne es vertrauen dass mir alles und immer dann zuteil wird, was ich brauche und gerade zu dem Zeitpunkt bekomme, wann ich es brauche.

Ich würde den Satz so umbenennen, alles was uns nicht tötet macht uns Stärker. Dass ich eine sehr starke Frau bin, die sehr viel erlebt hat und dennoch oder gerade deshalb viel Lust am Leben hat, das weiß ich. Das braucht mir niemand von außen zu bestätigen.

Liebe Grüße

Erdbeermarmelade

Auch ich möchte aus allem, was mir widerfährt lernen....
und wenn es nur das ist, dass es nicht aus allem was zu lernen ist. shit happens! so einfach kanns manchmal sein!

ich geb dir recht, dass verhärten nichts bringt, weil es, wie cosmic schon geschrieben hat, etwas mit stillstand zu tun hat. es geht viel mehr um stärker werden.

ich wünsche dir (und auch mir) dass du es wirklich schaffst, auch beim nächsten tiefschlag wieder gestärkt aufzustehen.

ein schönes we---kitty

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12. August 2005 um 16:33

"was mich nicht umbringt...
.. macht mich stark- so heisst es bei uns"

das hat aber mit deinem thema in meinen augen wenig zu tun. in diesem spruch geht es darum das man probleme/ schwierigkeiten/ hürden überwindet und gestärkt daraus hervorgeht.

was das *kälter* werden angeht- tatsache ist, dass viele menschen sich nach verletzungen zurückziehen, einen schutzwall aufbauen, den kaum noch etwas durchdringen kann

besser wäre aber zu fragen WARUM verletzt mich das.
denn nur das gibt mir die möglickeit meine schwachstellen zu erkennen und zu berbeiten.

mal ein beispeil: ich habe einen job in dem ich täglich mit beleidigungen umgehen muss und geringschätzung erfahre. ich arbeite im call- center und bekomme häufig zu spüren für wie minderwertig diese arbeit gehalten wird, mal ganz abgesehen davon das mir *nicht einmal das* zugetraut wird
50% aller kunden *begrüssen* mich mit "ich wolle aber eigentlich den TECHNISCHEN SUPPORT sprechen".
am anfang war ich darüber immer ziemlich ungehalten( würde ich die anrufe entgegennehmen, wenn ich nicht genau dafür bezahlt werden würde?! ) aber inzwischen macht mir das nichts mehr aus- weil ICH ja weiss, dass das mein job ist und das ich dafür durchaus qualifiziert bin und mich damit auch gut auskenne


sparkling

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12. August 2005 um 20:26

Gelassenheit
Härte kann man vergleichen mit Versteinerung. Verdrängen hört sich auch nicht gut an.
Ich versuche dem Leben und den Schlägen, die ich nicht verhindern kann, mit Gelassenheit entgegen zu treten. Mit Hoffnung und dem Vertrauen, dass alles irgendwann irgendwie gut wird.

Natürlich gab es schon Situationen, in denen ich gelitten habe wie ein getretener Hund. Die wird es auch wieder geben, aber ich habe das Glück, immer wieder Menschen auf meinem Weg zu treffen, die es gut mit mir meinen und die mir auch immer wieder zeigen, mit welcher Leichtigkeit Dinge zu bewältigen sind ohne zu versteinern.

Wichtig ist nicht, was dir passiert, sondern die Gedanken, die du dazu hast.

Schönes Wochenende

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12. August 2005 um 21:20
In Antwort auf hiroko_12630910

Gelassenheit
Härte kann man vergleichen mit Versteinerung. Verdrängen hört sich auch nicht gut an.
Ich versuche dem Leben und den Schlägen, die ich nicht verhindern kann, mit Gelassenheit entgegen zu treten. Mit Hoffnung und dem Vertrauen, dass alles irgendwann irgendwie gut wird.

Natürlich gab es schon Situationen, in denen ich gelitten habe wie ein getretener Hund. Die wird es auch wieder geben, aber ich habe das Glück, immer wieder Menschen auf meinem Weg zu treffen, die es gut mit mir meinen und die mir auch immer wieder zeigen, mit welcher Leichtigkeit Dinge zu bewältigen sind ohne zu versteinern.

Wichtig ist nicht, was dir passiert, sondern die Gedanken, die du dazu hast.

Schönes Wochenende

Danke athene....
<<<<Wichtig ist nicht, was dir passiert, sondern die Gedanken, die du dazu hast.<<<

ich fand den satz ganz toll!

kitty *die dir und allen forumlern auch ein schönes we wünscht*

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12. August 2005 um 21:35

Immer wieder
fall ich tief und nichts, was mir bisher passiert ist (war nicht wenig) macht mich in irgendeiner Art härter oder gegen neue Schicksalsschläge imuner. Ich leide jedesmal wie ein Tier und rappel mich nur schwer wieder auf aus so einer Phase. Bei mir trifft dieser Spruch definitiv nicht zu, mich erschüttert alles immer wieder neu und ich muß lange dran arbeiten um überhaupt dann wieder normal leben zu können. Bis zum *neuen Schlag*. Dann geht es wieder von vorne los.

gruß Lea

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12. August 2005 um 21:36

Sicher wird frau härter.
aber zum *Verhärten* ist es dann doch noch ein weiter Schritt. Ist doch gut so, ich empfinde es als Geschenk der Jahre, dass mich nicht mehr alles umhaut, wie vor 10 oder 20 Jahren. Und , meine Liebe, jemand der soviel fragt , der sich Gedanken macht, der Strömungen beobachtet, bei sich .. so jemand wie du.. der verhärtet sicher nie. Kruppstahlhart werden , meiner schlichten Ansicht nach, nur die Nie-Frager. Du wirst offen bleiben, vertrauen können, manchmal berechtigte Zweifel anmelden und manchmal auch unberechtigte.
Du verdrängst auch sicher nicht, du lebst halt bewusst und in deinem Hirn sind neue Verästelungen entstanden, die dich anders als früher reagieren lassen.
Freu dich, dass dein Gehirn intakt ist und du auch!!
Liebste Grüße
Titanic

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12. August 2005 um 21:41
In Antwort auf kittekatt

Hört sich total schön an, was du da beschreibst
vielleicht ist es das, was ich vermisse, diesen positiven gefühlssturm, denn seit einiger zeit ist da gar nichts mehr, was mich tief berührt, weder positiv, noch negativ. glaub das ist es wohl, was mich nachdenklich macht.

kitty

Oh Achtung..
grad wenn frau denkt, es dümpelt so, und sich entschieden hat, es könnt auch schlechter sein, macht sich irgendwo ein Sturm bereit und du fühlst ganz schnell mehr als dir lieb ist. Und sehnst dich eventuell nach der gelassenen Zeit..Auch wenn die sturmerzeugten Gefühle noch so schön sein mögen.. BOAH, klingt das geschwollen.. hoffe, du kannst mich im Kern verstehen..??

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12. August 2005 um 22:05
In Antwort auf nhung_12915895

Oh Achtung..
grad wenn frau denkt, es dümpelt so, und sich entschieden hat, es könnt auch schlechter sein, macht sich irgendwo ein Sturm bereit und du fühlst ganz schnell mehr als dir lieb ist. Und sehnst dich eventuell nach der gelassenen Zeit..Auch wenn die sturmerzeugten Gefühle noch so schön sein mögen.. BOAH, klingt das geschwollen.. hoffe, du kannst mich im Kern verstehen..??

Lach, ja ich glaub ich kann dich verstehen....
aber weißt du, gerade diese kleinen "unebenheiten" machen doch das leben erst so richtig lebenswert oder?

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12. August 2005 um 22:16
In Antwort auf nhung_12915895

Sicher wird frau härter.
aber zum *Verhärten* ist es dann doch noch ein weiter Schritt. Ist doch gut so, ich empfinde es als Geschenk der Jahre, dass mich nicht mehr alles umhaut, wie vor 10 oder 20 Jahren. Und , meine Liebe, jemand der soviel fragt , der sich Gedanken macht, der Strömungen beobachtet, bei sich .. so jemand wie du.. der verhärtet sicher nie. Kruppstahlhart werden , meiner schlichten Ansicht nach, nur die Nie-Frager. Du wirst offen bleiben, vertrauen können, manchmal berechtigte Zweifel anmelden und manchmal auch unberechtigte.
Du verdrängst auch sicher nicht, du lebst halt bewusst und in deinem Hirn sind neue Verästelungen entstanden, die dich anders als früher reagieren lassen.
Freu dich, dass dein Gehirn intakt ist und du auch!!
Liebste Grüße
Titanic

Die jüngste
bin ich auch nicht mehr. Aber warum *haut* mich dann immer wieder alles um?

lea

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12. August 2005 um 22:20

Ich glaube nicht,
dass man härter wird. Man wächst nur an den Herausforderungen, die einem das Leben manchmal so bietet. Und der nächste Schlag kann einen dann nicht merh so verletzen! Ich bin aber auch schon manches mal erschrocken, wie man abstumpfen kann, wenn zu vieles auf einmal kommt. Aber im Nachhinein erscheint sowieso jede früher aussichtslos erscheinende Situation als viel harmloser.
Das "Geheimrezept" gegen Abstumpfen und Verhärten ist glaube ich einzig und allein eine positive Grundstimmung. Auch wenn natürlich nicht immer alles eitel Sonnenschein sein kann.

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12. August 2005 um 22:25
In Antwort auf lea1191

Die jüngste
bin ich auch nicht mehr. Aber warum *haut* mich dann immer wieder alles um?

lea

Vielleicht der Kopf jünger als der Rest??
Und auch mit vielen Jahren passiert es IMMER wieder, aber weniger.. und dadrüber freu ich mich persönlich.

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12. August 2005 um 22:27

Du bist nicht in Gefahr, zu verhärten
Diese Geschichte hat hier vor einigen Wochen schon mal jemand veröffentlicht, aber ich finde, zu Deiner Frage passt sie ganz gut.

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer.
Es war bereits dunkel und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten und ihn erhellten.

Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens:

"Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? - Es ist, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen.
Einer der beiden ist aggressiv, grausam, voller Rache und unbarmherzig. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend."

"Welcher der beiden wird den Kampf in deinem Herzen gewinnen?" fragte der Enkel seinen Großvater.

"Der Wolf, den ich füttere" antwortete der Alte.

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12. August 2005 um 22:31
In Antwort auf klava_12875577

Du bist nicht in Gefahr, zu verhärten
Diese Geschichte hat hier vor einigen Wochen schon mal jemand veröffentlicht, aber ich finde, zu Deiner Frage passt sie ganz gut.

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer.
Es war bereits dunkel und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten und ihn erhellten.

Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens:

"Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? - Es ist, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen.
Einer der beiden ist aggressiv, grausam, voller Rache und unbarmherzig. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend."

"Welcher der beiden wird den Kampf in deinem Herzen gewinnen?" fragte der Enkel seinen Großvater.

"Der Wolf, den ich füttere" antwortete der Alte.

Wie schön-
Mutter Theresa und Rambo Kreuzung ..leider ...
grüsst dich. mal gucken, wen ich füttern gehe...

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12. August 2005 um 22:53
In Antwort auf klava_12875577

Du bist nicht in Gefahr, zu verhärten
Diese Geschichte hat hier vor einigen Wochen schon mal jemand veröffentlicht, aber ich finde, zu Deiner Frage passt sie ganz gut.

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer.
Es war bereits dunkel und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten und ihn erhellten.

Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens:

"Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? - Es ist, als ob zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen.
Einer der beiden ist aggressiv, grausam, voller Rache und unbarmherzig. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend."

"Welcher der beiden wird den Kampf in deinem Herzen gewinnen?" fragte der Enkel seinen Großvater.

"Der Wolf, den ich füttere" antwortete der Alte.

Das ist
einer meiner lieblingsgeschichten. schön, dass du sie gepostet hast. )

aber diese gefällt mir in dem zusammenhang noch besser..

geschichterl...

der meister hatte mit seinen schülern einen ausflug gemacht.

zur rast setzen sie sich an das ufer eines flusses, das steil hinab ging.

einer der schüler fragte: *sag meister, wenn ich nun abrutschen würde und in den fluss falle, müsste ich dann ertrinken?*

*nein* antwortete der meister *du ertrinkst nicht, wenn du in den fluss fällst - du ertrinkst nur dann, wenn du drin bleibst.*

- anthony de mello

liebe grüsse,
cosmic.

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12. August 2005 um 23:57
In Antwort auf nhung_12915895

Wie schön-
Mutter Theresa und Rambo Kreuzung ..leider ...
grüsst dich. mal gucken, wen ich füttern gehe...

Schön
dasss wir alle son bischen schizo sind !

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13. August 2005 um 0:06
In Antwort auf nhung_12915895

Vielleicht der Kopf jünger als der Rest??
Und auch mit vielen Jahren passiert es IMMER wieder, aber weniger.. und dadrüber freu ich mich persönlich.

Dann habe ich ja noch Hoffnung
obwohl ich mich und mein Naturell kenne und wirklich hoffe, das mir der Boden nicht immer unter den Füßen so weggezogen wird.

Lea

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13. August 2005 um 12:41
In Antwort auf nhung_12915895

Oh Achtung..
grad wenn frau denkt, es dümpelt so, und sich entschieden hat, es könnt auch schlechter sein, macht sich irgendwo ein Sturm bereit und du fühlst ganz schnell mehr als dir lieb ist. Und sehnst dich eventuell nach der gelassenen Zeit..Auch wenn die sturmerzeugten Gefühle noch so schön sein mögen.. BOAH, klingt das geschwollen.. hoffe, du kannst mich im Kern verstehen..??

Jaaaaaaa
....das kenne ich doch auch sehr genau...aber im moment lebe ich den sturm aus

tigerle

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