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Was tun, wenn der freund einen so sehr verletzt???

16. Juni 2005 um 16:25

ich wäre so froh, wenn mir jemand einen rat geben könnte ...

seit über 3 jahren bin ich nun mit meinem freund zusammen.
damals habe ich in spanien studiert (wo ich auch aufgewachsen bin) und später bin ich dann wegen ihm nach deutschland gezogen.
schon nach kurzer zeit hat sich herausgestellt, dass er ungemein aggressiv sein kann. nicht körperlich, aber mit worten.
er ist sehr groß (ich eher klein), hat eine sehr laute stimme und ist ziemlich intelligent. schon nach kurzem hat er herausgefunden, wo er mich treffen kann.
es fängt immer mit einer kleinigkeit an, nichts großes, eigentlich etwas, worüber man lachen konnte. ich weiß noch, das erste mal war es deswegen, weil ich mir die haare ein bißchen habe abschneiden lassen ...
jedenfalls rastet er dann plötzlich massivst aus. wirft mir unglaubliche sachen an den kopf, die so verletzen, dass ich stundenlang heulen muss. leider kann ich es nicht wiederholen, ich bin nicht so wortgewandt und argumentativ stark wie er. ich komme überhaupt nicht gegen ihn an.
er tritt meine gefühle mit stiefeln, erniedrigt mich und behandelt mich wie ein kleines Kind (bin 10 Jahre jünger als er, aber in einigem reifer).
das schlimmste ist, dass es ihm noch nicht einmal leid tut. er hat sich noch nie dafür entschuldigt.
sein verhalten kommt mir oft gestört vor, nicht ein bißchen normal. ich weiß, dass es aus seiner kindheit herrührt, aber muss ich mir dass denn gefallen lassen?
eigentlich bräuchte er eine therapie, aber das würde er nie machen.
ich bin zerfressen von zuneigung, angst, wut, hilflosigkeit.
ich weiß nicht, was ich tun soll...

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16. Juni 2005 um 16:49

Das einzige, was du tun kannst, ist..
...GEHEN!

Was gibt dir diese Beziehung noch? Es klingt so, als wüsstest du gar nicht, woran du bei ihm bist.
Ein Partner hat die Schwächen des Anderen nicht auszunutzen und gegen einen zu verwenden. Das ist allerunterste Schublade.

Ich kenne dein Problem, habe es genauso erlebt und ich habe fast ein Jahr gebraucht, um mit diesen Folgeschäden fertig zu werden. Deswegen solltest du gehen, bevor er dich kaputt macht.

Selbst wenn du mit ihm reden würdest, würde er es ja doch nicht einsehen. Du schreibst ja, dass er sich noch nie entschuldigt hätte. Ihm fehlt also das Unrechtsbewusstsein, weswegen du auch nicht an ihn rankommst und er sich wohl auch nicht ändern wird.

Er selbst scheint ein Problem mit seinem Selbstwertgefühl zu haben, dass er dich immer so niedermachen muss. Dass er keine Therapie machen möchte, kommt erschwerend hinzu.
Deswegen solltest du endlich an dich denken. Du bist nicht seine Amme und musst dir nicht alles gefallen lassen.
Trenn' dich oder möchtest du so wie er als psychisches Wrack enden?

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16. Juni 2005 um 17:02
In Antwort auf antishakira

Das einzige, was du tun kannst, ist..
...GEHEN!

Was gibt dir diese Beziehung noch? Es klingt so, als wüsstest du gar nicht, woran du bei ihm bist.
Ein Partner hat die Schwächen des Anderen nicht auszunutzen und gegen einen zu verwenden. Das ist allerunterste Schublade.

Ich kenne dein Problem, habe es genauso erlebt und ich habe fast ein Jahr gebraucht, um mit diesen Folgeschäden fertig zu werden. Deswegen solltest du gehen, bevor er dich kaputt macht.

Selbst wenn du mit ihm reden würdest, würde er es ja doch nicht einsehen. Du schreibst ja, dass er sich noch nie entschuldigt hätte. Ihm fehlt also das Unrechtsbewusstsein, weswegen du auch nicht an ihn rankommst und er sich wohl auch nicht ändern wird.

Er selbst scheint ein Problem mit seinem Selbstwertgefühl zu haben, dass er dich immer so niedermachen muss. Dass er keine Therapie machen möchte, kommt erschwerend hinzu.
Deswegen solltest du endlich an dich denken. Du bist nicht seine Amme und musst dir nicht alles gefallen lassen.
Trenn' dich oder möchtest du so wie er als psychisches Wrack enden?

Danke ...
ich danke dir. so langsam weiß ich auch, dass das nicht für immer sein wird, aber noch kann ich ihn nicht verlassen.
irgendwie ist er hier auch so das einzige, was ich habe. wegen ihm bin ich hierher gekommen. und er ist der einzige, der mir geborgenheit und ruhe geben kann.
das alles ist immer so zweiseitig. das ist ja gerade das problem.
wenn es ein komplettes arsch wäre, dann wäre es irgendwie leichter ...

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16. Juni 2005 um 17:08
In Antwort auf ganasdevivir

Danke ...
ich danke dir. so langsam weiß ich auch, dass das nicht für immer sein wird, aber noch kann ich ihn nicht verlassen.
irgendwie ist er hier auch so das einzige, was ich habe. wegen ihm bin ich hierher gekommen. und er ist der einzige, der mir geborgenheit und ruhe geben kann.
das alles ist immer so zweiseitig. das ist ja gerade das problem.
wenn es ein komplettes arsch wäre, dann wäre es irgendwie leichter ...

Der Zwiespalt...
...ist normal.

Geborgenheit versus Ar***loch-Sein. Damit habe ich auch lange gekäpft und er hat es dann im Prinzip beendet (dafür beiße ich mir heute noch in den Hintern, dass ich es nicht geschafft habe )

Aber weißt du, diese Geborgenheit steht immer auf wackligen Füßen, sie kann von einer Minute zur nächsten verschwinden, und das lässt einen selbst immer unuhiger werden.
Du brauchst ihn nicht, um dich wirklich geborgen zu fühlen. Du selbst kannst auch eine ganze Menge dafür tun, dass es dir gut geht.

Hast du denn jetzt in deiner neuen Heimat noch andere Bekannte, die dich auffangen könnten, wenn du dich trennst? Oder wie wäre es mit der Möglichkeit wieder zurückzugehen?
Warte nicht mehr solange mit dem letzten Schritt. Du hast immerhin hier schon Hilfe gesucht und ich denke, die meisten Leute tun das nur, wenn es wirklich nicht mehr weitergeht.

Sag' dir immer wieder dass du stark bist und es schaffst. Du brauchst niemanden, der dich peu a peu fertig macht? Oki?

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16. Juni 2005 um 17:20
In Antwort auf antishakira

Der Zwiespalt...
...ist normal.

Geborgenheit versus Ar***loch-Sein. Damit habe ich auch lange gekäpft und er hat es dann im Prinzip beendet (dafür beiße ich mir heute noch in den Hintern, dass ich es nicht geschafft habe )

Aber weißt du, diese Geborgenheit steht immer auf wackligen Füßen, sie kann von einer Minute zur nächsten verschwinden, und das lässt einen selbst immer unuhiger werden.
Du brauchst ihn nicht, um dich wirklich geborgen zu fühlen. Du selbst kannst auch eine ganze Menge dafür tun, dass es dir gut geht.

Hast du denn jetzt in deiner neuen Heimat noch andere Bekannte, die dich auffangen könnten, wenn du dich trennst? Oder wie wäre es mit der Möglichkeit wieder zurückzugehen?
Warte nicht mehr solange mit dem letzten Schritt. Du hast immerhin hier schon Hilfe gesucht und ich denke, die meisten Leute tun das nur, wenn es wirklich nicht mehr weitergeht.

Sag' dir immer wieder dass du stark bist und es schaffst. Du brauchst niemanden, der dich peu a peu fertig macht? Oki?

Du hast recht ...
leider hab ich hier keinen, dem ich so vertrauen kann. das braucht zeit.
würde unheimlich gerne "nach hause" zurück, aber studiere jetzt hier jura und das ist wohl langsam der einzige grund, der mich hierhält.
danke für deine worte der aufmunterung. hat gut getan ...

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16. Juni 2005 um 20:42
In Antwort auf ganasdevivir

Du hast recht ...
leider hab ich hier keinen, dem ich so vertrauen kann. das braucht zeit.
würde unheimlich gerne "nach hause" zurück, aber studiere jetzt hier jura und das ist wohl langsam der einzige grund, der mich hierhält.
danke für deine worte der aufmunterung. hat gut getan ...

Gerne doch
Nun, beim Studium lernt man ja gottseidank immer wieder Leute kennen. Vielleicht schaust du dich auch zum Wintersemester nach einer WG um, dann bist du nicht ganz allein.

Viel Kraft für dich, du packst das

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17. Juni 2005 um 0:50

Kann ich dir sagen...
...aus eigener erfahrung der gegenseite...!

in meiner letzten beziehung habe ich zum ersten mal gehört, daß meine liebe angst davor hatte, wenn wir mal (zwar sehr selten, aber wohl heftig genug für sie)meinungsverschiedenheiten ausgetragen haben!

als ich das hörte, war ich sehr betroffen, konnte es nie wirklich nachvollziehen... dann kam ein erlebnis, auf das ich hier jetzt so nicht wirklich eingehen möchte (oder kann), jedenfalls war es so eine schreckliche erfahrung, daß andere menschen mich als bedrohung in manchen situation erleben...ABER HABE NIE KÖRPERLICHE GEWALT ANGEWENDET, nur um das klar zu stellen!!!!!
bin 1,94cm lang und eigentlich sehr durchtrainiert, bin generell sehr introvertiert... aber in gewissen situationen, die mich extrem aufregen, verbreite ich unwohlsein durch meine gestik und meinem auftritt!

aber ich kann dafür nichts... jedenfalls nicht bewusst, ist einfach auch so ein "kindheitsding". musste mich jedenfalls immer vehement durchsetzen, kenne kein leben "ohne" konfrontation.
damit habe ich mich hochgearbeitet und alles erreicht, was ich mir in früheren jahren niemals vorgestellt hatte...doch der preis ist zu hoch, wenn andere menschen angst vor jemanden haben...aber die erkenntnis hat viel zu lange gedauert...
ist halt schon echt sehr nah am choleriker, schreie zwar nicht, werde nur etwas lauter, aber alles zusammen ist eben bedrohlich für manch andere...
dazu kam noch, daß sie sich ebenfalls intellektuell mir nie gewachsen fühlte, immer das gefühl hatte, ich müsse es ihr beweisen... !?

meine exfreundin sagte, allein durch "die intensive gestik und die bestimmte betonung einiger sätze", dazu noch meine "gewaltige" statur und gewisse bewegungen, dann passierte es...sie bekam angst...

heute weiss ich meinen fehler, ich war es vorher nie gewohnt, gefühle zu zeigen, geschweige denn, die "wichtigen" gefühle meiner mitmenschen zu akteptieren oder überhaupt wahrzunehmen!
aber das ein mensch, den man abgöttisch liebt, angst vor einem hat, ist kraß...und rüttelt wach.
ich versuche künftig meine art, diskussionen oder streitigkeiten eher ruhig und sachlich zu führen...und meine hände und arme ruhig zu halten.

und es klappt immer besser, aber es ist einfach erfahrungssache...
damit will ich eigentlich nur sagen, manche menschen müssen es lernen, was es heißt, wirklich zu lieben!!! nicht alle menschen lernen das in frühen jahren, manchmal müssen viele jahren vergehen, bis es klickt!!

ich sehe es jedenfalls so, daß es so auf diesem wege keinen sinn mehr macht, es wird nach gelegentlichen verbesserungen nur schlimmer oder ändert sich nicht!
du musst ein deutliches zeichen setzen, entweder bist du seine große liebe und er wird es erkennen, oder er ist nicht bereit oder fähig, es zu erkennen, falls dies der fall sein sollte.
und persönliche beleidigungen kannst du dir von irgendjemandem auf der strasse "holen", warum solltest du dir das gefallen lassen, von jemandem, den du liebst?

starte mal durch, schau ob er bereit ist mitzuzuiehen, wenn nicht, denk an dich selbst, so schwer es auch scheinen mag...

liebe grüße

hadriano

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17. Juni 2005 um 10:22
In Antwort auf antishakira

Gerne doch
Nun, beim Studium lernt man ja gottseidank immer wieder Leute kennen. Vielleicht schaust du dich auch zum Wintersemester nach einer WG um, dann bist du nicht ganz allein.

Viel Kraft für dich, du packst das

Bitte ...
trenne dich von so einem mann!

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17. Juni 2005 um 11:15
In Antwort auf hadriano

Kann ich dir sagen...
...aus eigener erfahrung der gegenseite...!

in meiner letzten beziehung habe ich zum ersten mal gehört, daß meine liebe angst davor hatte, wenn wir mal (zwar sehr selten, aber wohl heftig genug für sie)meinungsverschiedenheiten ausgetragen haben!

als ich das hörte, war ich sehr betroffen, konnte es nie wirklich nachvollziehen... dann kam ein erlebnis, auf das ich hier jetzt so nicht wirklich eingehen möchte (oder kann), jedenfalls war es so eine schreckliche erfahrung, daß andere menschen mich als bedrohung in manchen situation erleben...ABER HABE NIE KÖRPERLICHE GEWALT ANGEWENDET, nur um das klar zu stellen!!!!!
bin 1,94cm lang und eigentlich sehr durchtrainiert, bin generell sehr introvertiert... aber in gewissen situationen, die mich extrem aufregen, verbreite ich unwohlsein durch meine gestik und meinem auftritt!

aber ich kann dafür nichts... jedenfalls nicht bewusst, ist einfach auch so ein "kindheitsding". musste mich jedenfalls immer vehement durchsetzen, kenne kein leben "ohne" konfrontation.
damit habe ich mich hochgearbeitet und alles erreicht, was ich mir in früheren jahren niemals vorgestellt hatte...doch der preis ist zu hoch, wenn andere menschen angst vor jemanden haben...aber die erkenntnis hat viel zu lange gedauert...
ist halt schon echt sehr nah am choleriker, schreie zwar nicht, werde nur etwas lauter, aber alles zusammen ist eben bedrohlich für manch andere...
dazu kam noch, daß sie sich ebenfalls intellektuell mir nie gewachsen fühlte, immer das gefühl hatte, ich müsse es ihr beweisen... !?

meine exfreundin sagte, allein durch "die intensive gestik und die bestimmte betonung einiger sätze", dazu noch meine "gewaltige" statur und gewisse bewegungen, dann passierte es...sie bekam angst...

heute weiss ich meinen fehler, ich war es vorher nie gewohnt, gefühle zu zeigen, geschweige denn, die "wichtigen" gefühle meiner mitmenschen zu akteptieren oder überhaupt wahrzunehmen!
aber das ein mensch, den man abgöttisch liebt, angst vor einem hat, ist kraß...und rüttelt wach.
ich versuche künftig meine art, diskussionen oder streitigkeiten eher ruhig und sachlich zu führen...und meine hände und arme ruhig zu halten.

und es klappt immer besser, aber es ist einfach erfahrungssache...
damit will ich eigentlich nur sagen, manche menschen müssen es lernen, was es heißt, wirklich zu lieben!!! nicht alle menschen lernen das in frühen jahren, manchmal müssen viele jahren vergehen, bis es klickt!!

ich sehe es jedenfalls so, daß es so auf diesem wege keinen sinn mehr macht, es wird nach gelegentlichen verbesserungen nur schlimmer oder ändert sich nicht!
du musst ein deutliches zeichen setzen, entweder bist du seine große liebe und er wird es erkennen, oder er ist nicht bereit oder fähig, es zu erkennen, falls dies der fall sein sollte.
und persönliche beleidigungen kannst du dir von irgendjemandem auf der strasse "holen", warum solltest du dir das gefallen lassen, von jemandem, den du liebst?

starte mal durch, schau ob er bereit ist mitzuzuiehen, wenn nicht, denk an dich selbst, so schwer es auch scheinen mag...

liebe grüße

hadriano

Toll von dir...
... dass du deine erfahrung, und zwar von der gegenseite aus betrachtet, mit mir geteilt hast.
es ist echt schwierig. auf der einen seite liebt man einen menschen, hat träume betreffend einer gemeinsamen zukunft; auf der anderen seite muss man so viel einstecken.
ich habe ihm schon einmal gesagt, es wäre mir lieber, er würde mich schlagen, statt mich immer so tief zu verletzen. aber das würde wohl auch nicht wirklich etwas bringen.
ich selber habe schon probleme, heikle themen anzusprechen. trotzdem habe ich schon mehrfach drüber geredet. einmal eine richtige standpauke gehalten, als er mir das letzte weihnachten durch seine aggressivität kaputt gemacht hat.
es hat nie etwas gebracht...
ich bin kurz davor, ihn vor ein ultimatum zu stellen. momentan eher schwierig, wir reden nur noch das nötigste miteinander.
irgendwie ist das meine einzige waffe, nicht mehr mit ihm zu reden.
aber ich weiß, ich muss es ihm sagen ...

liebe grüße

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17. Juni 2005 um 15:13

Trennung..
das beste ist wenn du ihn verlassen würdest denn er wird sich nicht ändern.. das ist sein Charakter den kann ein Mensch zwar eine Zeit lang verstellen aber das nutzt auf dauer auch nichts... Mein Ex war auch immer sehr agressiv mir gegenüber ich hatte mich damals schon 2x von ihm getrennt aber immer wieder habe ich mich um den Finger wikeln lassen...weil er immer wieder gekämpft hat...Seine Erklärung war das er es nicht böse meinte als er im Streit mich beschimpft hatte mit allen möglichen Ausdrücken...und ich habe ihm immer wieder verziehen .... Es wurde aber nie besser und jetzt nach 7 Jahren habe ich mich von ihm getrennt... Und plötzlich macht er jetzt eine Therapie weil er Verhaltensgestört ist...aber das ändert an der Situation nichts mehr das es vorbei ist zwischen uns, und das ist auch besser so solche Männer sind tickende Zeitbomben...

LG

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