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Was tun? (lang)

14. Januar 2016 um 17:38

Hallo zusammen,

ich hoffe mir kann wer einen Rat geben.

Kleine Vorgeschichte:
Mein Partner (31) und ich (26) haben uns im Sommer 2014 kennengelernt, sind somit ca. 1,5 Jahre zusammen. Wir haben uns von Anhieb gut verstanden, hatten gemeinsame Interessen, Ansichten und Geschmäcker. Es funkte recht schnell und uns war bewusst das es etwas Festes sein wird. Es war eine schöne Anfangszeit, gingen aus, unternahmen viel, waren im Urlaub. Im Folgejahr im Mai ist er zu mir gezogen. Man hatte also bereits Zeit den anderen kennenzulernen und wie derjenige tickt. Im September letzten Jahres sind wir in eine größere Wohnung umgezogen.

Ich bin ein sehr ordentlicher Mensch, was sich in allen Lebenslagen zeigt. Ich kümmere mich um meinen Haushalt, um meine Finanzen, meine zwei Katzen.. alles was zum Erwachsensein dazu gehört. Er hingegen lässt gerne einfach Dinge liegen, schiebt wichtige Angelegenheiten (ausstehende Mietkaution von seiner vorigen Whg.) auf den nächsten Tag..oder gar Wochen, gleiches gilt für Kleinigkeiten.. Brotkrümmel bleiben liegen und und und..

Nun zu meinem/unseren Problem:
Seit Beginn unserer Beziehung bin ich immer diejenige die die Ordnung am Laufen hält, weise darauf hin was zu erledigen ist, wie Wäsche waschen, durchfgegen/saugen, Dinge an Ihren Platz bringen, durchlüfteneinfach alles was in einem Haushalt anfällt. Nicht nur das, ich weise ihn auf Geburtstage hin die seine Familie betreffen, erinnere ihn an Termine, oder das er die Handballsachen noch für das Team waschen muss, einfach auf alles muss ich ihn hinweisen.

Für mich gehört es dazu auf den anderen zu achten, sich mit zu kümmern, kein Ding (im Maße).. aber ich erhalte von ihm keinerlei Deckung. Brauche ich ja auch eigentlich nicht, aber es gehört doch zu einer Beziehung dazu..eine Schulter zum Anlehnen zu haben. Was wenn wir mal Kinder haben sollten, dann habe ich einen weiteren Berg von Arbeit, Termine zur Impfe und und und er ist nicht zuverlässig, wenn er etwas sagt, das er sich um etwas kümmern möchte (Bsp. Fahrrad verkaufen) dann tut er es einfach nicht. Ich laufe hinterher und erinnere ihn daran.

Wenn ich ihn um etwas Bitte, dann erledigt er das auch. Es ist nur, ich muss ihn immer alles sagen, er zeigt keine Initiative, in meinen Augen ist er nicht selbstständig. Ich fühle mich nur noch wie eine Hausfrau oder wie eine Mutti die sich um alles kümmert. Kann man nicht erwarten, wenn man etwas zum 4. mal sagt, das es hängen bleibt und man es für die Zukunft umsetzt, zumal man beteuert man möchte mithelfen.

All diese Dinge haben wir schon x mal durchgesprochen, im ruhigeren und im lauteren. Er gesteht sich Fehler ein und möchte es ändern, aber es ändert sich nichts. Ich fahre wegen Kleinkram auf 180 weil es zum x. mal passiert. Ich bin es wirklich leid.

Weshalb ich nun Schreibe, ich weiss nicht mehr mit der Situation umzugehen. Die Dinge runterschlucken kann ich nicht, dann kriege ich Bauchweh, spreche ich Dinge an, dann gibt mir Mitlerweile die Wand eine Antwort. Mit jeder Auseinandersetzung bröselt mir meine Beziehung weiter auseinander.

Wenn ich von meinem Tag erzähle, oder Neuigkeiten berichte, dann kommt von ihm nicht viel zurück, wenn ich in der Wohnung etwas umgestalte, dann äußert er sich nicht dazu und im Schlafzimmer sind nur noch die Katzen die aktivsten.

Es ist frustrierend, ich fühle mich in meiner Beziehung allein und für alles alleinverantwortlich. Ich habe heute eine Pro & Contra Liste für unsere Beziehung erstellt, sie hält sich von der Anzahl in der Waage, aber ich weiss nicht wie lange mich die Pro Agumente noch glücklich halten, was ich eigentlich schon gar nicht mehr bin

Er ist für mich ein Mann für die Zukunft, er ist eine treue Seele, ich hatte leider auch schon schlechte Erfahrungen und weniger Gute Beziehungen. Ich weiss nicht genau was ich tun soll, wie viel ist diese Beziehung Wert mehr und mehr zu investieren. Ich sehe unsere gemeinsame Zukunft langsam schwinden

Es tut mir leid das es so lang geworden ist, vielleicht findet sich eine hilfreiche Reaktion.

Grüße

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14. Januar 2016 um 20:01

Traurig
Ganz ehrlich.
Mach keine Kinder.
Denn dann hast du noch viiielll mehr aufzuräumen.
Da ist das ein Babyfurz.
Man kann es auch übertreiben sorry.
Wegen Aufräumen trennt man sich nicht.

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14. Januar 2016 um 20:22

Naja...
...die vorige Antowrt war jetzt ja auch..nun ja. Es geht ja nicht ums reine Aufräumen, sondern um die Tatsache, dass Versuche, das zu thematisieren scheinbar richtig daneben gehen. Es wird von der Fragestellerin ja angesprochen und als Problem dargestellt. Somit sollte er nach noch so kurzer Zeit durchaus ein Ohr dafür haben.
Ich kann Dich verstehen, mir geht es manchmal ähnlich. Wobei ich wahrscheinlich nicht so ordnungsliebend bin wie Du. Aber ich habe es immerhin gerne so aufgeräumt, dass man ohne Probleme unangekündigten Besuch empfangen kann.
Warst Du denn zu Anfang der Beziehung mal in seiner Wohnung und hast Dich dort mit sehendem Auge umgesehen? War das bei ihm da auch schon so? Dann wirst Du gewußt haben, worauf Du Dich einlässt. Du wirst ihn nicht ändern können, das habe ich jetzt auch schon leider begreifen müssen. vielleicht ein bischen, aber es wird nie aus ihm rausgehen, weil er halt so ist. Vielleicht ist er auch eine so treue Seele, weil er weiß, was er an Dir hat? Dass Du es einfach machst?
Du musst für Dich entscheiden, wie Du damit umgehst. Du hast die Muße und die Geduld, weiterhin alles hinterherzuräumen? Weil es für Dich das kleinere Übel ist? Dann ok. Dann bleib bei Deinem Lebensstil.
regt es Dich wirklich so dermaßen auf, dass Du dadurch innerlich Streß bekommst? Dann: entweder "bockig" reagieren (zB seine Wäsche nicht mehr waschen oder bügeln, nur noch Deine Sachen...wenn er was rumliegen lässt, alles irgendwann auf einen Haufen schmeißen - ich weiß nicht, ob Du das kannst mit der Ordnungsliebe)...
Oder: den Streß andersweitig abbauen, damit Du ihn deswegen nicht anschnauzt (weil er es eh nicht hören will) und dann ausgeglichener an die Sache herangehen kannst. Wie auch immer.... alles ist möglich. So wie wahrscheinlich auf Deiner Pro- und Contra-Liste....

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15. Januar 2016 um 8:43
In Antwort auf wayne_12849818

Traurig
Ganz ehrlich.
Mach keine Kinder.
Denn dann hast du noch viiielll mehr aufzuräumen.
Da ist das ein Babyfurz.
Man kann es auch übertreiben sorry.
Wegen Aufräumen trennt man sich nicht.

Re
Ich habe nicht davon gesprochen jemanden wegen der Ordnung zu verlassen, es geht darum das man einer Person stets darauf aufmerksam machen muss was seine Aufgaben sind und wie ich sagte geht es hier bei nicht um Ordnung halten, sondern um wichtige Angelenheiten bei denen es auch schon mal um Finanzen geht.
Bitte richtig lesen und verstehen und dann konstruktive Kritik äußern. Danke

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15. Januar 2016 um 8:57
In Antwort auf joelle_12344805

Naja...
...die vorige Antowrt war jetzt ja auch..nun ja. Es geht ja nicht ums reine Aufräumen, sondern um die Tatsache, dass Versuche, das zu thematisieren scheinbar richtig daneben gehen. Es wird von der Fragestellerin ja angesprochen und als Problem dargestellt. Somit sollte er nach noch so kurzer Zeit durchaus ein Ohr dafür haben.
Ich kann Dich verstehen, mir geht es manchmal ähnlich. Wobei ich wahrscheinlich nicht so ordnungsliebend bin wie Du. Aber ich habe es immerhin gerne so aufgeräumt, dass man ohne Probleme unangekündigten Besuch empfangen kann.
Warst Du denn zu Anfang der Beziehung mal in seiner Wohnung und hast Dich dort mit sehendem Auge umgesehen? War das bei ihm da auch schon so? Dann wirst Du gewußt haben, worauf Du Dich einlässt. Du wirst ihn nicht ändern können, das habe ich jetzt auch schon leider begreifen müssen. vielleicht ein bischen, aber es wird nie aus ihm rausgehen, weil er halt so ist. Vielleicht ist er auch eine so treue Seele, weil er weiß, was er an Dir hat? Dass Du es einfach machst?
Du musst für Dich entscheiden, wie Du damit umgehst. Du hast die Muße und die Geduld, weiterhin alles hinterherzuräumen? Weil es für Dich das kleinere Übel ist? Dann ok. Dann bleib bei Deinem Lebensstil.
regt es Dich wirklich so dermaßen auf, dass Du dadurch innerlich Streß bekommst? Dann: entweder "bockig" reagieren (zB seine Wäsche nicht mehr waschen oder bügeln, nur noch Deine Sachen...wenn er was rumliegen lässt, alles irgendwann auf einen Haufen schmeißen - ich weiß nicht, ob Du das kannst mit der Ordnungsliebe)...
Oder: den Streß andersweitig abbauen, damit Du ihn deswegen nicht anschnauzt (weil er es eh nicht hören will) und dann ausgeglichener an die Sache herangehen kannst. Wie auch immer.... alles ist möglich. So wie wahrscheinlich auf Deiner Pro- und Contra-Liste....

@terryjerry
Danke für deine Antwort.

Wenn sich sein Verhalten allein auf die Ordnung beziehen würde, dann wäre das relativ. Ich/wir haben bereits Wege gefunden um mich zu entlasten. Da wir eine große Wohnung haben und jeder sein eigenes Zimmer hat, in dem man (n) tun und lassen kann was man möchte ist es schon ausgeglichener.

Viel mehr ist es ein Problem das seine Unordnung/Unzuverlässigkeit sich auch auf wichtigeres bezieht. Wie ich schon nannte (Termine, Finanzen) sich um Dinge kümmern und stelle mir vor wie es in Zukunft auszusehen hat, wenn man Kinder hat, mit denen man ebenso organisieren muss, Termine planen und einhalten muss.

Also es ist nicht die Ordnung in den vier Wänden, sondern die allgemeine Ordnung im Leben. Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit sind das Stichwort.

Es ist nicht meine Absicht jemanden abzuändern bis er aussieht wie mein Zwilling, ich möchte nur, das man sich gemeinsam einbringt und sich kümmert.

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15. Januar 2016 um 9:48

Ach du....
....Schande.

Ich kenne das nur zu gut von meiner eigenen Frau.
Ordnungswahn,Genauigkeit, und absolute inakzeptanz wenn etwas nicht so gemacht wird wie einer das selbst sieht.

Also ich als ebenfalls Betroffener kann dir das nur aus der sicht eines solchen Mannes sagen.

Dein Freund mach das nicht mit Absicht. Ich sag dir auch warum. Diese Eigenschaften liegen in unserer Genetig.
Was heißt das jetzt...

Die Neanderthaler haben uns diese Dinge vorgelebt.
Die Männer sind auf die Jagt gegangen und haben nach Nahrung gesucht, während die Frauen auf das zu Hause , die Kinder , das Umfeld geschaut haben.
Wenn die Männer ohne Beute zurück gekommen sind , zerflossen sie in Selbstmitleid weil sie quasi nicht ihren Mann gestanden sind.

Was ich damit sagen will ist, dass sich dein Freund in einer gut organisierten Umgebung zwar wohl fühlt, aber sich nicht einbringen kann weil du ja alles auf DEINE arte managst.

Meine Frau hat mich seit 16 Jahren nicht als Ihren Beschützer gesehen weil sie im Kindes- und Jungendalter gegenüber ihrem Vater selbst stärke zeigen musste.
Das kann man nicht einfach so ablegen.(Ist erst jetzt bei der Eheberatung herausgekommen)

Ich bin auch ein ordentlicher Mensch und möchte Dinge so wie ich es sehe oft.
Hey echt!
Scheiß hin und wieder drauf und wirf deine strikten Prinzipien über Board.
Gestallte deinen (euren) Alltag und das Leben mit Ihm gemeinsam.

Und Gott verdammt! Sag ihm einfach wenns dir net gut geht und du eine Schulter brauchst.
Das schlimmste an einer Beziehung ist, dass jemand annimmt der andere sieht das alles!
Pustekuchen!
Genau wie er Dinge nicht sieht du meinst,willst, fühlst siehst du die Dinge die er will, ihn beschäftigen und ärgern nicht.

Also!

Sagt einfach was ihr möchtet und was nicht!
Klar und deutlich! Ohne Konflikte.


Seit meine Frau das gesagt bekommen hat von unserer Eheberaterin versuchen wir beide diese Dinge umzusetzen

Nur man will es oft selbst nicht wahr haben, weil man für sich eh alles richtig macht. Das stimmt sehr oft nicht. Und da spreche ich aus jahrelanger Erfahrung

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15. Januar 2016 um 10:48

Re
Danke für eure Antworten.

Also, er ist mit seiner Schwester bei seinem Vater großgeworden und dieser ist selbst ein Chaot. Mein Partner fehlte wohl auch ein weibliches Vorbild, das berücksichtige ich.

Daher habe ich von Beginn an ihm die Dinge ordentlich mitgeteilt und ihn mit eingebunden. Wie gesagt, er macht es ja dann auch, wenn ich ihn bitte. Er sieht die Dinge einfach nicht.

Was kann ich denn genau tun, wenn das Problem darin liegt, das er die Dinge nicht sieht?

-Ansprechen und hinweisen habe ich getan
-seit einiger Zeit hänge ich ihm eine to do Liste an seine Tür, das setzt er auch um
-ich überlege ihm einen eigenen Kalender aufzuhängen, in dem er selbst alles nötige notiert um es zu erledigen

Man sagt doch auch das man lernen erstmal wieder lernen muss, vielleicht gibt es ja eine Methode dieses Verhalten zu verbessern, das die gute Mutti igendwann nicht mehr nötig ist.

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15. Januar 2016 um 11:24
In Antwort auf naldo_12367289

Re
Danke für eure Antworten.

Also, er ist mit seiner Schwester bei seinem Vater großgeworden und dieser ist selbst ein Chaot. Mein Partner fehlte wohl auch ein weibliches Vorbild, das berücksichtige ich.

Daher habe ich von Beginn an ihm die Dinge ordentlich mitgeteilt und ihn mit eingebunden. Wie gesagt, er macht es ja dann auch, wenn ich ihn bitte. Er sieht die Dinge einfach nicht.

Was kann ich denn genau tun, wenn das Problem darin liegt, das er die Dinge nicht sieht?

-Ansprechen und hinweisen habe ich getan
-seit einiger Zeit hänge ich ihm eine to do Liste an seine Tür, das setzt er auch um
-ich überlege ihm einen eigenen Kalender aufzuhängen, in dem er selbst alles nötige notiert um es zu erledigen

Man sagt doch auch das man lernen erstmal wieder lernen muss, vielleicht gibt es ja eine Methode dieses Verhalten zu verbessern, das die gute Mutti igendwann nicht mehr nötig ist.

...
Zukünftig werde ich versuchen umzudenken bzw. einen Gang runterschalten und mich aus seinen Angelegenheiten die allein ihn betreffen zurückziehen.
Das soll nicht egoistisch sein, aber womöglich tut es der Allgemeinsituation gut.

Die Dinge die uns gemeinsam betreffen, sollten wir zusammen neu ordnen, die Bereitschaft seinerseits ist ja vorhanden..nur habe ich dann daran zu knabbern das das Endergebnis nicht 100%ig meines entspricht.
Da sehe ich dann nur die Option es entweder hinzunehmen, oder, egal wie oft es sein mag, es anzusprechen.

Vielleicht sind es auch andere Dinge die es momentan stark hervorheben..wie es ist Winter, man sitzt häufiger drinnen, oder beruflich klappt etwas nicht..
Es war mal viel weniger Thema, weshalb ich weiss das es besser werden kann, zumal wenn wir paar Dinge gemeinsam ändern.

Grüße

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