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was tun?

8. Oktober 2017 um 11:35

Hallöchen, heute muss ich mir was von der Seele schreiben um auch von euch vielleicht zu erfahren was ich tun kann.
​Nun erstmal zu mir ich bin 56 jahre und seit 22 Jahren zum zweitenmal verheiratet.
​Bin auch 7 Jahre älter als mein Mann, aber er macht das mit seiner letargen Art wieder weg, er wirkt dadurch älter als ich. Unsere Ehe war mit vielen Berg und Talbahnen bestückt. Er trank hin und wieder und versuchte seine Problem damit zu deckeln. Was dazu führte, das ich mich 2010 von ihm trennen wollte. Er hatte aber dann durch ein Bourn Out einen totalzusammenbruch und bat mich ihm zu helfen, was ich auch tat. Was mir aber nicht leicht gefallen ist, da ich mich schon ziemliche weit von ihm entfernt hatte. Durch Paartherapien kamen wir uns wieder näher, aber meine Liebe war nicht mehr da. Ich kann sagen ich mag ihn noch aber Liebe ist das nicht mehr. Er trinkt seitdem auch nicht mehr, ansonsten hätte ich ihn dann doch verlassen. Dann kam das Jahr 2013 wo ich die Diagnose Brustkrebs bekam. Es war ein sehr agressiver, den ich mit 6 Chemos, Op und 33 Bestrahlungen erfolgreich bekämpft hatte. In dieser Zeit half mir mein Mann sehr viel, auch wenn er gefühlsmässig eher kühl war. Er litt aber innerlich schon sehr darunter, da er an seine Mam, die mit 56 an Brustkrebs starb, erinnert wurde.
​Wir schafften die Zeit zusammen, unsere Ehe hatte eine ganz andere Ebene bekommen.
​Eher Versorgungsebene. Mein Mann war und ist sehr eigenwillig was Hygiene angeht und das stößt mich immer mehr von ihm weg. Durch meine Therapien ist unser Intimleben fast zum Erliegen gekommen. Er raucht auch sehr viel und alles zusammen macht ihn dann nicht gerade anziehend um ihm näher zu kommen, was mir auch so schon nicht leicht fällt. Ich habe ihm auch gesagt, das mein Verlangen durch die Medis sehr zurückgegangen ist und er von sich aus einbischen mehr Initiative zeigen müsste.(denn früher war ich eher Diejenige die den Sex ins Rollen brachte.Ich versuche die Wohnung in Ordnung zu halten, was mich sehr anstrengt, da ich durch die Therapien nicht jeden Tag so fit bin. Bekomme Erwerbsminderungsrente und bin nun auch finanziell von meinem Mann abhängig. Ich sage ihm zwar ab und zu immer mal z.B., bitte ziehe dir was frisches an, gehe Duschen, bitte gehe nicht gerade wenn ich geputzt habe mit den dreckigen Schuhen durch die Wohnung usw..Das ist eigentlich schon immer ein Thema gewesen. Es bewirkt nur das er kurz sagt hast ja Recht, aber dann passiert es immer wieder. Ich will ihm das nicht laufend sagen müssen, bin nicht seine Mutter, dadurch verliere ich das Gefühl einen Mann zu hause zu haben.
​Ich wünsche mir eigentlich einen Mann wo ich mich mal anlehnen kann, wo man zusammen einfach die Zeit geniest, aber das kann er nicht. Es ist so das jeder in einem Zimmer sitzt und wir schlafen auch getrennt, weil ich zu einem einen Raum brauche wo ich ohne Rauchgeruch schlafen kann. Und weil ich seit meiner Diagnose nicht mehr gut schlafen kann und ihn auch nicht dadurch laufend wach machen will. 
​Da ich eine kleine Rente beziehe, könnte ich alleine auch nicht existieren, aber Zusammen leben bereitet mir zur Zeit immer mehr Schwierigkeiten. Reden mit ihm kann man nicht, das habe ich in den 22 Jahren schon so oft versucht.
​Vieles frustriert mich, was ich aber nicht will, ich will das Leben geniese, jede Minute ist so kostbar, aber mein Mann zieht mich mit seiner Art immer wieder runter und das will ich nicht.
​Oje was für ein langer Text, aber ich wollte es irgendwie erklären. Was kann ich nur tun?
 Liebe traurige Grüße
​Sanny

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8. Oktober 2017 um 11:58

Nun, wenn ich das richtig lese, bleibst du eigentlich nur noch wegen der finanziellen Versorgung bei deinem Mann.
Du solltest einen Anwalt aufsuchen, denn es gibt unter bestimmten Voraussetzungen einen Unterhaltsanspruch, wenn man während einer Ehe erwerbsunfähig wird.
Dann kannst du dich bezügl. Wohngeld/Aufstockung erkundigen, damit du überhaupt erstmal weißt, welche finanziellen Mittel dir bei einer Trennung/Scheidung zustehen.

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8. Oktober 2017 um 14:14

Mh, eure Antworten sind die eine Variante die ich seit längerem schon abwäge. Habe auch keine Problem mit wenig Geld auszukommen, musste ich nach meiner 1. Scheidung auch und war glücklich mit meinem Sohn.(in 8Jahren Ehe wurde ich 7Jahre betrogen von ihm)
​Scheidung wäre meine letzte Option, meinen Mann kann ich nicht ändern, er hat auch gute Seiten, ist sehr hilfsbereit und meint es nicht böse. Denke das er ADS hat.
​Achja mir ist noch aufgefallen, das ich nicht erwähnt hatte, das er nur auf dem Balkon raucht, aber eben alles dann in den Klamotten steckt.
​Für mich ist eher die Frage wie kann ich für mich damit umgehen, damit ich trotzdem das Leben geniesen kann und er mich nicht immer wieder seelisch mit runter zieht.
​Echt nicht einfach, denn sonst gehen wir wie normale Freunde miteinander um.
​So fühlt es sich für mich an. Is echt eine verzwickte Sache.
​Wir sind auch im April Oma und Opa von Zwillingen geworden bei meinem Sohn. Er hatte meinen Sohn gleich als sein Kind angenommen wo wir uns vor 27 Jahren kennengelernt haben und ihn auch mit groß gezogen ohne es irgend wann mal zu erwähnen, dass es nicht sein Sohn ist. Unsere gemeiname Tochter jetzt 22 wohnt seit 2015 mit ihrem Freund zusammen, da ist das Verhältnis auch eng. Um meine Eltern die 2002 zu uns in den Ort gezogen sind, kümmert er sich auch sehr. Ihr merkt das es gar net einfach ist für mich. Ich möchte eine Lösung finden, mit der ich auch mich wohl fühle und das habe ich bei Scheidung nicht. Puh

 

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8. Oktober 2017 um 14:24

ich glaube du triffst gerade genau den Nagel auf den Kopf, teilweise vermutet er es warscheinlich schon, aber will es net war haben oder verdrängt es.

​In seiner Familie haben sie immer nur gelernt Probleme unter den Teppich zu kehren und bloss nicht darüber reden.

​Habe ihm schon oft versucht zu sagen wie ich mich fühle, entweder kommt es bei ihm net an oder er verdrängt es.

​Als ich mich 2010 trennen wollte wegen dem Alkohol, das war zeimlich schlimm für mich diesen Schritt zu tun.

​Es ist viel kaputt gegangen an Gefühlen bis 2010. Ja ich denke das so lange Beziehungen auch so sich gefühlsmässig verändern mit den Jahren.
​Aber so wie es jetzt ist bin ich halt net glücklich. Habe mir auch schon gesagt,dann lebe ich mein Leben und er seins.
​Was er, da er eher ein Einzelgänger ist schon die ganzen Jahre gemacht hat.
​Muss nur den Weg finden, das mich seine Angewohnheiten und seine Art nicht mehr
​runter zieht.
​Unser hobby ist Campen, wir waren dieses Jahr 5 Wochen in Schweden mit unserem Wohnwagen und die 5 Wochen lief es relativ gut.
Also sage ich mir das muss doch auch zu hause funktionieren.
 

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8. Oktober 2017 um 19:07

Also wenn hier im Forum sich jemand wirklich echte Gedanken darüber macht, dem Hilfesuchendem Ratschläge oder eine durchdachte Hilfestellung zu geben, dann steht cefeu da wohl ganz weit oben auf der Userliste.

Und es gibt hier wirklich genug "Kasper" die kaum darüber nachdenken, was sie schreiben. Wenn es dir ein Bedürfnis ist,  diese zu belehren, geh mal einige Threads durch. Ich denke du wirst ohne Probleme fündig werden.

Zum anderen ist das hier ein öffentliches Forum und es wird auch keiner für seine Ratschläge bezahlt. Dementsprechend kann hier jeder "Hans und Franz" seine Ansichten kund tun.

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8. Oktober 2017 um 19:51

Es geht gar nicht um das recht haben, sondern darum wie und was man schreibt. Ich glaube auch gar nicht, dass cefeu den Anspruch hat (immer) recht zu haben.

Ich kenne sie nun schon seit vielen Jahren hier im Forum und wollte damit sagen, dass sie keine von den Usern ist, die lapidar mal kurz "mach Schluß" von sich geben.

Und, dass du dir keine Gedanken machst, hab ich mit keinem Wort geschrieben.

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8. Oktober 2017 um 22:04

Oje bitte bekommt euch jetzt net wegen mir hier auch noch in die Haare.
​Jeder sieht meine Situation anderst, allerdings muss ich sagen das die Antwort von affentaenzchen für mich viel ausgesagt hat. Ich möchte wie sie schon geschrieben hat, nicht alles hinwerfen, nach so vielen gemeinsamen Jahren und vielen engen familiären Bindungen. Ich möchte für mich eine Lösung finden, die eine Verbesserung in meiner Ehe erziehlt, damit ich wieder glücklicher sein kann. Und da hatte affentaenzchen mir einige Möglichkeiten aufgezeichnet hat. Vielen Dank, auch an alle Andere. Jeder sieht manche Probleme anderst, deshalb bitte hier keinen Streit.

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