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Was soll ich tun?

19. Mai 2011 um 21:52

Ich habe ein Problem mit meinem Freund, das mich in letzter Zeit sehr belastet. Ich bin mit ihm seit über vier Jahren zusammen, seit längerem möchte er mich aber nicht mehr so oft sehen wie ich ihn. Versteht mich nicht falsch, ich MUSS ihn nicht jeden Tag sehen, auch wenn ich nichts dagegen hätte, wenn es so wäre - er hat genug Freiheiten, geht mehrmals die Woche zum Fußballtraining, trifft seine Freundin, geht in Kneipen, usw., aber das Problem ist, dass ich einfach ständig das Gefühl habe ich bin einfach nur zur Gewohnheit für ihn geworden. Heute habe ich ihn beispielsweise angerufen, weil ich bei ihm in der Nähe einkaufen war und wusste, dass er in einer Stunde zum Training geht. Ich habe ihn gefragt, ob er nicht Lust hat eine halbe Stunde früher rauszukommen, weil ich sowieso an seiner Tür vorbeikomme. Er war - wie fast immer in letzter Zeit - total genervt und pampig und hat mir gesagt, dass er ''keinen Bock'' auf mich hat und ich ihn nicht stalken soll?!

Eigentlich war es nur nett gemeint, weil ich in der Nähe war, ich wusste ja, dass er Training hat, wollte ihn eben nur kurz vorher sehen.

Und so geht es seit langer Zeit ständig. Auch die Anrufe werden weniger, eigentlich rufe ich ihn immer zuerst an, weil er sich meist bis abends nicht meldet. Falls ich ihn dann doch mal morgens oder mittags anrufe, weil ich etwas mit ihm unternehmen möchte, kommt seine Standart-Antwort: ''Ich hab keinen Bock.''

Ich habe heute ernsthaft versucht mit ihm darüber zu sprechen, aber er sagt mir immer nur, wenn es mir nicht passt, soll ich mir halt einen anderen suchen, wäre kein Problem für ihn. Selbst wenn ich weinen muss, bleibt er kalt. Erst wenn wir uns verabschieden, möchte er mich wieder in den Arm nehmen und ist wieder netter.

Ich fühle mich jeden Tag sowas von einsam und traurig. Wenn man das hier so liest, würde jeder normale Mensch wahrscheinlich sagen: Wieso machst du dann nicht Schluss? Es ist aber auch so, dass wenn mein Freund seine ''guten Tage'' hat super süß und lieb zu mir ist, hat mir z.B. letztens einfach so gepflückte Rosen mitgebracht, mir einen Maibaum aufgestellt, ist ganz früh morgens zu mir gekommen nur um mit mir zu frühstücken....Aber gerade mit diesem Hin und Her kann ich nicht umgehen.

Ich komme mir so schäbig vor, weil ich denke ich bin für ihn völlig langweilig geworden. Er studiert, ich im Moment noch nicht, weil ich leider nicht meinen gewünschten Platz bekommen habe und deshalb habe ich zurzeit nicht allzu viel zu tun. Man könnte nun meinen ich würde ihn jeden Tag mehrmals anrufen, weil mir so langweilig ist, aber so ist es nicht. Ich versuche ihm wirklich seinen Freiraum zu lassen, trotzdem sagt er mir immernoch ich würde ihn nerven, weil ich ihn zu oft sehen und sprechen will...Dabei versteht er nicht, dass ich doch nur möchte, dass er sich mehr für mich interessiert. Er fragt ja, wenn wir telefonieren, noch nicht einmal was ich so mache, weil es ihn einfach nicht interessiert.

Was soll ich tun? Ist es nicht normal, dass man den Partner in ner Beziehung oft sehen und hören will wie möglich?

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19. Mai 2011 um 21:53

Ups,
''trifft seine FREUNDE'' sollte es heißen!

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19. Mai 2011 um 22:09

Na ja,
einfach würde es mir natürlich nicht fallen Schluss zu machen, weil ich ihn liebe und auch schon so lange mit ihm zusammen bin.

Selbst Freunde von ihm machen sich ja manchmal über ihn lustig, weil er so ''verliebt'' von mir redet, aber das ist ja das Paradoxe. Davon merke ich oft etwas, aber oft genug ist er auch einfach nur so lieblos, wie ich ihn beschrieben hat und dann stelle ich alles wieder infrage, weil man meiner Meinung nach nicht so mit einer Person, die man liebt, umgehen kann.

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19. Mai 2011 um 22:27

Du hast recht,
das weiß ich auch selber und mich kotzt es wirklich an, dass ich mich nicht ändern kann, je pampiger er wird, desto mehr Angst bekomme ich ihn zu verlieren und ''nerve'' ihn mal wieder. Ich trau mich schon gar nicht mehr darüber zu reden, was mich in der Beziehung bedrückt, weil er dann sowieso nur sagt: ''ich habe jetzt keine Lust darüber zu reden...''

Ich war bis Dezember für vier Monate als Au Pair im Ausland (habe ihn aber währenddessen 3 oder 4 Mal gesehen. Als ich wieder kam, war ich richtig selbstständig, musste ihn nicht jeden Tag sehen und es war mir irgendwie egal, was er macht. Zu dem Zeitpunkt kam er natürlich an, hat mir gesagt, dass er Angst hat, dass ich keine Lust mehr habe, usw. Aber diese Einstellung bekomme ich nicht wieder hin. Ich möchte nicht mehr so abhängig sein, aber andererseits will ich einfach nur so sehr geliebt werden wie ich ihn liebe. Ich denke oft an alte Zeiten zurück und werde so traurig, weil ich damals nicht als selbstverständlich galt.

Aber es ist so schwer so eine ''Scheiß-Egal-Haltung'' zu bekommen, ich möchte mich ja auch gar nicht verstellen... Habt ihr Tipps?

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