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Was soll ich tun ? ?

28. Dezember 2019 um 18:17 Letzte Antwort: 29. Dezember 2019 um 9:57

Zu meiner Situation, bin 18 Jahre alt, männlich und gehe in die 13.te Klasse.
Meine Freundin ist 17 Jahre alt.
Es geht um meine Freundin und die derzeitige Beziehungssituation.
Wir wohnen beide seperat voneinander bei unseren Eltern und sind seit knapp 3 Monaten zusammen.

Ihre Probleme, sowohl personell, als auch sozial- bzw. familiär rauben mir meine Energie und verschlechtern meine Laune. Probleme von ihr ziehen mich zusätzlich runter und verringern meine Motivation. Sie ist mit ihrer sozialen Situation unzufrieden, hat kaum Freunde und ist ungerne allein. Sie unternimmt dennoch nichts dagegen, da sie in ihrer Vergangenheit negative Erfahrungen mit Freunden hatte. Sie meint, es sei nicht so einfach, was ich akzeptiere, doch trotzdem holt sie sich keine psychologische Beratung. Sätze wie:

"Mir wäre es egal wenn ich von einen auf den anderen Tag sterbe"

sind deutlich mehr als eine bloße Verstimmung und passieren m. M. n nicht aus einer schlechten Laune heraus. Solche Sätze ziehen mich insbesondere runter, da sie mich verletzen, da ich doch der Person hänge. Ich würde ihr gerne dabei helfen, ihre soziale Situation zu verbessern, dennoch bin ich nicht in der Lage dazu. Sie hat Tage, an denen sie absolut nichts machen möchte und nur einsam im Bett liegt. Meine Freundin hängt extrem an mir, ja scheint fast abhängig von mir zu sein. Dennoch habe ich weder Zeit noch Kraft, ihre Probleme für sie zu lösen, da auch ich meine eigenen Probleme zu lösen habe.

Außerdem hat sie familiäre Probleme, insbesondere zu ihrem Vater ein schlechtes Verhältnis. In ihren depressiven Phasen hat er sie nicht gut behandelt und ihr wenig geholfen / sich nicht wirklich für sie interessiert. Sie findet beispielsweise, dass er mit seinen Kollegen viel mehr unternimmt als mit der Familie. Mit ihrer Schwester und ihrem Bruder hat sie oft Streit. Die Familie möchte beispielsweise nicht, dass meine Freundin bei mir übernachtet und schränkt auch weiter die Freiheiten ein insofern beispielsweise, dass sie zu Familienessen gezwungen wird.

Ihre Eltern haben hohe Erwartungen an mich. Ich soll laut Aussage meiner Freundin(ihre Eltern haben es ihr gesagt) mehr auf die sie zugehen und mich auf eine Art verstellen, die ich nicht besitze und auch nicht besitzen will. Meine Freundin findet das auch schwachsinnig. Bei gemeinsamen Essen soll ich anscheinend immer lachen und bei Dingen mitreden, über die ich gar keine Ahnung habe, um mehr am Gespräch teilzuhaben. Ich selber bin damit überfordert, denn meine Art ist eben meine Art und ich werde mich nicht für die Eltern verstellen, ich bin nunmal eher still und zurückhaltend.

Bei Diskussionen fühlt sie sich immer direkt angegriffen, behauptet Sachen, die ich nicht gesagt habe, was davon kommt, dass sie nicht genau zuhört, was ich sage und verdreht Tatsachen. Ich bin ein humorvoller Mensch und mache oft Witze, auch über meine Freundin. Dabei empfindet sie dies oft nicht als Spaß und ist beleidigt. Themen, die ihr unangenehm sind, versucht sie auszuweichen. Ich habe oft versucht, mit ihr darüber zu reden, doch ich weiß, dass sich nichts ändern wird. Ich kann nicht mit einer Person zusammen sein, die mich dauernd mit eigenen Problemen runterzieht und mit sich selbst unglaublich unzufrieden und unsicher ist. Ich kann mir dieses ständige Selbstmitleid nicht mehr anhören, ich habe wahnsinnige Angst davor, sie zu verletzen, indem ich mich von ihr trenne, da ich weiß, dass es ihr ohne mich noch schlechter geht, obwohl ich doch nur das Beste für sie möchte und doch wird es klarer, immer mehr, dass es keinen anderen Ausweg gibt.

Was soll ich nur tun?

 

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28. Dezember 2019 um 18:58

Trennt euch - das wird nichts! 
das ist ja Chaos pur! 

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28. Dezember 2019 um 19:38

Also so wie sich das anhört, brauchst sie dringend medikamente gegen Depression. Evtl geht das auch richtung Borderliner, klingt zumindest so ähnlich. Von Erzählungen einiger Leute, die Borderline haben, auch immer gerne Tagelang im bett liegen, auch pltzlich alles emotional persönlich nehmen und szene nmachen etc.
Könnte aber auch klassisches Teenager Vehralten von Mädchen sein, also das beleidigt sein über ironische Witze. Ne Freundin von mir war auch immer regelmäßig beleidigt, wenn ich mal wieder meinen guten Tag hatte.
Gut, das mögen eher kleinigkeiten sein, die du vermutlich auch noch in Kauf nehmen kannst. Ich meine so sind halt manche Mädchen, kannst du ihr ja jeweils immer erklären  und sie könnte wiederum in Zukunft mal darauf auchten, nicht jedes mal auf den gleichen Mist reinzufallen. Wenn du am nächsten Tag wieder nen Witz machst, mein ich.

Aber ich schätze die Depressoinen da muss sie schon was tun, sonst wird das nichts.
Du kannst versuchen sie zu spiegeln und zu schauspielern wie sie auf dich wirkt. Dabei aber ernst bleiben, damit sie mal ihre Außenwirkung versteht. Dass das echtn icht schön ist, wenn sie damit umgehen kann.

Ansonsten falls du irgendwann demnächst die Beziehung beenden solltest, sag ihr auf jeden fall dass du das nur tust, weil sie nicht zum Therapeuten geht, und sonst alles besser wäre. Vielleicht wird sie es dann tun, weil sie irgendwann genug hat.
Ich weiß leider nicht genau, wann depressive Menschen dann irgendwann doch zum Arzt gehen. Vielleicht kennst du noch Bekannte, die dir davon erzählen können?

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28. Dezember 2019 um 19:50
In Antwort auf paul44889901

Zu meiner Situation, bin 18 Jahre alt, männlich und gehe in die 13.te Klasse.
Meine Freundin ist 17 Jahre alt.
Es geht um meine Freundin und die derzeitige Beziehungssituation.
Wir wohnen beide seperat voneinander bei unseren Eltern und sind seit knapp 3 Monaten zusammen.

Ihre Probleme, sowohl personell, als auch sozial- bzw. familiär rauben mir meine Energie und verschlechtern meine Laune. Probleme von ihr ziehen mich zusätzlich runter und verringern meine Motivation. Sie ist mit ihrer sozialen Situation unzufrieden, hat kaum Freunde und ist ungerne allein. Sie unternimmt dennoch nichts dagegen, da sie in ihrer Vergangenheit negative Erfahrungen mit Freunden hatte. Sie meint, es sei nicht so einfach, was ich akzeptiere, doch trotzdem holt sie sich keine psychologische Beratung. Sätze wie:

"Mir wäre es egal wenn ich von einen auf den anderen Tag sterbe"

sind deutlich mehr als eine bloße Verstimmung und passieren m. M. n nicht aus einer schlechten Laune heraus. Solche Sätze ziehen mich insbesondere runter, da sie mich verletzen, da ich doch der Person hänge. Ich würde ihr gerne dabei helfen, ihre soziale Situation zu verbessern, dennoch bin ich nicht in der Lage dazu. Sie hat Tage, an denen sie absolut nichts machen möchte und nur einsam im Bett liegt. Meine Freundin hängt extrem an mir, ja scheint fast abhängig von mir zu sein. Dennoch habe ich weder Zeit noch Kraft, ihre Probleme für sie zu lösen, da auch ich meine eigenen Probleme zu lösen habe.

Außerdem hat sie familiäre Probleme, insbesondere zu ihrem Vater ein schlechtes Verhältnis. In ihren depressiven Phasen hat er sie nicht gut behandelt und ihr wenig geholfen / sich nicht wirklich für sie interessiert. Sie findet beispielsweise, dass er mit seinen Kollegen viel mehr unternimmt als mit der Familie. Mit ihrer Schwester und ihrem Bruder hat sie oft Streit. Die Familie möchte beispielsweise nicht, dass meine Freundin bei mir übernachtet und schränkt auch weiter die Freiheiten ein insofern beispielsweise, dass sie zu Familienessen gezwungen wird.

Ihre Eltern haben hohe Erwartungen an mich. Ich soll laut Aussage meiner Freundin(ihre Eltern haben es ihr gesagt) mehr auf die sie zugehen und mich auf eine Art verstellen, die ich nicht besitze und auch nicht besitzen will. Meine Freundin findet das auch schwachsinnig. Bei gemeinsamen Essen soll ich anscheinend immer lachen und bei Dingen mitreden, über die ich gar keine Ahnung habe, um mehr am Gespräch teilzuhaben. Ich selber bin damit überfordert, denn meine Art ist eben meine Art und ich werde mich nicht für die Eltern verstellen, ich bin nunmal eher still und zurückhaltend.

Bei Diskussionen fühlt sie sich immer direkt angegriffen, behauptet Sachen, die ich nicht gesagt habe, was davon kommt, dass sie nicht genau zuhört, was ich sage und verdreht Tatsachen. Ich bin ein humorvoller Mensch und mache oft Witze, auch über meine Freundin. Dabei empfindet sie dies oft nicht als Spaß und ist beleidigt. Themen, die ihr unangenehm sind, versucht sie auszuweichen. Ich habe oft versucht, mit ihr darüber zu reden, doch ich weiß, dass sich nichts ändern wird. Ich kann nicht mit einer Person zusammen sein, die mich dauernd mit eigenen Problemen runterzieht und mit sich selbst unglaublich unzufrieden und unsicher ist. Ich kann mir dieses ständige Selbstmitleid nicht mehr anhören, ich habe wahnsinnige Angst davor, sie zu verletzen, indem ich mich von ihr trenne, da ich weiß, dass es ihr ohne mich noch schlechter geht, obwohl ich doch nur das Beste für sie möchte und doch wird es klarer, immer mehr, dass es keinen anderen Ausweg gibt.

Was soll ich nur tun?

 

Zusammengefasst:

Auf Beziehungsgeschichte eingelassen und nun nicht im Klaren darüber, wie Du am besten aus der Situation herauskommst.

Möglichkeit 1: Lerne, Konsequenzen zu ziehen!
Möglichkeit 2: Lerne zu leiden ohne zu klagen! 

Kleine Anregung: Ruth Chang: How to Make Hard Choices

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28. Dezember 2019 um 20:03
In Antwort auf paul44889901

Zu meiner Situation, bin 18 Jahre alt, männlich und gehe in die 13.te Klasse.
Meine Freundin ist 17 Jahre alt.
Es geht um meine Freundin und die derzeitige Beziehungssituation.
Wir wohnen beide seperat voneinander bei unseren Eltern und sind seit knapp 3 Monaten zusammen.

Ihre Probleme, sowohl personell, als auch sozial- bzw. familiär rauben mir meine Energie und verschlechtern meine Laune. Probleme von ihr ziehen mich zusätzlich runter und verringern meine Motivation. Sie ist mit ihrer sozialen Situation unzufrieden, hat kaum Freunde und ist ungerne allein. Sie unternimmt dennoch nichts dagegen, da sie in ihrer Vergangenheit negative Erfahrungen mit Freunden hatte. Sie meint, es sei nicht so einfach, was ich akzeptiere, doch trotzdem holt sie sich keine psychologische Beratung. Sätze wie:

"Mir wäre es egal wenn ich von einen auf den anderen Tag sterbe"

sind deutlich mehr als eine bloße Verstimmung und passieren m. M. n nicht aus einer schlechten Laune heraus. Solche Sätze ziehen mich insbesondere runter, da sie mich verletzen, da ich doch der Person hänge. Ich würde ihr gerne dabei helfen, ihre soziale Situation zu verbessern, dennoch bin ich nicht in der Lage dazu. Sie hat Tage, an denen sie absolut nichts machen möchte und nur einsam im Bett liegt. Meine Freundin hängt extrem an mir, ja scheint fast abhängig von mir zu sein. Dennoch habe ich weder Zeit noch Kraft, ihre Probleme für sie zu lösen, da auch ich meine eigenen Probleme zu lösen habe.

Außerdem hat sie familiäre Probleme, insbesondere zu ihrem Vater ein schlechtes Verhältnis. In ihren depressiven Phasen hat er sie nicht gut behandelt und ihr wenig geholfen / sich nicht wirklich für sie interessiert. Sie findet beispielsweise, dass er mit seinen Kollegen viel mehr unternimmt als mit der Familie. Mit ihrer Schwester und ihrem Bruder hat sie oft Streit. Die Familie möchte beispielsweise nicht, dass meine Freundin bei mir übernachtet und schränkt auch weiter die Freiheiten ein insofern beispielsweise, dass sie zu Familienessen gezwungen wird.

Ihre Eltern haben hohe Erwartungen an mich. Ich soll laut Aussage meiner Freundin(ihre Eltern haben es ihr gesagt) mehr auf die sie zugehen und mich auf eine Art verstellen, die ich nicht besitze und auch nicht besitzen will. Meine Freundin findet das auch schwachsinnig. Bei gemeinsamen Essen soll ich anscheinend immer lachen und bei Dingen mitreden, über die ich gar keine Ahnung habe, um mehr am Gespräch teilzuhaben. Ich selber bin damit überfordert, denn meine Art ist eben meine Art und ich werde mich nicht für die Eltern verstellen, ich bin nunmal eher still und zurückhaltend.

Bei Diskussionen fühlt sie sich immer direkt angegriffen, behauptet Sachen, die ich nicht gesagt habe, was davon kommt, dass sie nicht genau zuhört, was ich sage und verdreht Tatsachen. Ich bin ein humorvoller Mensch und mache oft Witze, auch über meine Freundin. Dabei empfindet sie dies oft nicht als Spaß und ist beleidigt. Themen, die ihr unangenehm sind, versucht sie auszuweichen. Ich habe oft versucht, mit ihr darüber zu reden, doch ich weiß, dass sich nichts ändern wird. Ich kann nicht mit einer Person zusammen sein, die mich dauernd mit eigenen Problemen runterzieht und mit sich selbst unglaublich unzufrieden und unsicher ist. Ich kann mir dieses ständige Selbstmitleid nicht mehr anhören, ich habe wahnsinnige Angst davor, sie zu verletzen, indem ich mich von ihr trenne, da ich weiß, dass es ihr ohne mich noch schlechter geht, obwohl ich doch nur das Beste für sie möchte und doch wird es klarer, immer mehr, dass es keinen anderen Ausweg gibt.

Was soll ich nur tun?

 

ich habe wahnsinnige Angst davor, sie zu verletzen, indem ich mich von ihr trenne, da ich weiß, dass es ihr ohne mich noch schlechter geht, obwohl ich doch nur das Beste für sie möchte und doch wird es klarer, immer mehr, dass es keinen anderen Ausweg gibt.

nun ja, daran hat SIE ja auch nach Kräften ''gearbeitet'', wie es scheint.

Ich kann Dir sagen, IHR wird es IMMER schlechter gehen, ganz egal, was immer DU für sie bereit bist zu tun!

Sieh bloß zu, dass Du da weg kommst, so schnell Dich die Füße tragen - mit diesem Mädchen kannst Du nicht froh und glücklich werden, weil sie gar nicht sieht, welchen Schatz sie hat. Denn sie hat höchstens verträumte Vorstellungen, ohne eine Ahnung davon, ob diese überhaupt realistisch umzusetzen sind - ein unsicherer Mensch wie sie packt das einfach nicht, so leid mir das tut.

Lasse es Dir gut gehen und genieße Dein junges Leben !

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28. Dezember 2019 um 23:21
In Antwort auf paul44889901

Zu meiner Situation, bin 18 Jahre alt, männlich und gehe in die 13.te Klasse.
Meine Freundin ist 17 Jahre alt.
Es geht um meine Freundin und die derzeitige Beziehungssituation.
Wir wohnen beide seperat voneinander bei unseren Eltern und sind seit knapp 3 Monaten zusammen.

Ihre Probleme, sowohl personell, als auch sozial- bzw. familiär rauben mir meine Energie und verschlechtern meine Laune. Probleme von ihr ziehen mich zusätzlich runter und verringern meine Motivation. Sie ist mit ihrer sozialen Situation unzufrieden, hat kaum Freunde und ist ungerne allein. Sie unternimmt dennoch nichts dagegen, da sie in ihrer Vergangenheit negative Erfahrungen mit Freunden hatte. Sie meint, es sei nicht so einfach, was ich akzeptiere, doch trotzdem holt sie sich keine psychologische Beratung. Sätze wie:

"Mir wäre es egal wenn ich von einen auf den anderen Tag sterbe"

sind deutlich mehr als eine bloße Verstimmung und passieren m. M. n nicht aus einer schlechten Laune heraus. Solche Sätze ziehen mich insbesondere runter, da sie mich verletzen, da ich doch der Person hänge. Ich würde ihr gerne dabei helfen, ihre soziale Situation zu verbessern, dennoch bin ich nicht in der Lage dazu. Sie hat Tage, an denen sie absolut nichts machen möchte und nur einsam im Bett liegt. Meine Freundin hängt extrem an mir, ja scheint fast abhängig von mir zu sein. Dennoch habe ich weder Zeit noch Kraft, ihre Probleme für sie zu lösen, da auch ich meine eigenen Probleme zu lösen habe.

Außerdem hat sie familiäre Probleme, insbesondere zu ihrem Vater ein schlechtes Verhältnis. In ihren depressiven Phasen hat er sie nicht gut behandelt und ihr wenig geholfen / sich nicht wirklich für sie interessiert. Sie findet beispielsweise, dass er mit seinen Kollegen viel mehr unternimmt als mit der Familie. Mit ihrer Schwester und ihrem Bruder hat sie oft Streit. Die Familie möchte beispielsweise nicht, dass meine Freundin bei mir übernachtet und schränkt auch weiter die Freiheiten ein insofern beispielsweise, dass sie zu Familienessen gezwungen wird.

Ihre Eltern haben hohe Erwartungen an mich. Ich soll laut Aussage meiner Freundin(ihre Eltern haben es ihr gesagt) mehr auf die sie zugehen und mich auf eine Art verstellen, die ich nicht besitze und auch nicht besitzen will. Meine Freundin findet das auch schwachsinnig. Bei gemeinsamen Essen soll ich anscheinend immer lachen und bei Dingen mitreden, über die ich gar keine Ahnung habe, um mehr am Gespräch teilzuhaben. Ich selber bin damit überfordert, denn meine Art ist eben meine Art und ich werde mich nicht für die Eltern verstellen, ich bin nunmal eher still und zurückhaltend.

Bei Diskussionen fühlt sie sich immer direkt angegriffen, behauptet Sachen, die ich nicht gesagt habe, was davon kommt, dass sie nicht genau zuhört, was ich sage und verdreht Tatsachen. Ich bin ein humorvoller Mensch und mache oft Witze, auch über meine Freundin. Dabei empfindet sie dies oft nicht als Spaß und ist beleidigt. Themen, die ihr unangenehm sind, versucht sie auszuweichen. Ich habe oft versucht, mit ihr darüber zu reden, doch ich weiß, dass sich nichts ändern wird. Ich kann nicht mit einer Person zusammen sein, die mich dauernd mit eigenen Problemen runterzieht und mit sich selbst unglaublich unzufrieden und unsicher ist. Ich kann mir dieses ständige Selbstmitleid nicht mehr anhören, ich habe wahnsinnige Angst davor, sie zu verletzen, indem ich mich von ihr trenne, da ich weiß, dass es ihr ohne mich noch schlechter geht, obwohl ich doch nur das Beste für sie möchte und doch wird es klarer, immer mehr, dass es keinen anderen Ausweg gibt.

Was soll ich nur tun?

 

Wenn/solange sie Dich emotional erpresst, kann sie nicht davon ausgehen, dass Deine Liebe zu ihr reinen Herzens ist, was wiederum bedeutet, dass sie über Deine Liebe zu ihr nicht unbeschwert glücklich sein kann.

Da wird dann immer irgendwo mitschwingen: "Er tut das für mich/ist so zu mir, weil ich ihn dazu gebracht habe, zu glauben, es zu müssen".

Auch wenn sie vielleicht nicht in der Lage ist, dies so in Worte zu fassen, wird es wird bei jedem von Euch beiden Ebenen geben, auf denen ihr/ihm dies bewusst ist.

Damit das überhaupt was werden kann, muss die emotionale Erpressung aufhören und durch ehrlichen Umgang ohne Erpressung ersetzt werden.

Die Fähigkeit, mit Versuchen emotionaler Erpressung umzugehen, gehört übrigens auch zur Sozialkompetenz dazu.

Beim gemeinsamen Essen könntest Du bei Themen, von denen Du keine Ahnung hast, einfach sagen, dass Du keine Ahnung hast, und Dich dann von denen, die meinen, Ahnung zu haben, belehren lassen:
Leute, die andere belehren, können sich klüger vorkommen.
Die Menschen lieben es, sich klüger vorkommen zu können.
Leuten die Gelegenheit geben, sich klüger als andere und deshalb gut fühlen zu können, um sie dahin zu tricksen, dieses gute Gefühl auf etwas anderes zu übertragen, ist übrigens eines der Grundprinzipien, auf denen viel funktionierende Volksverarschung beruht, – zB Fernsehwerbung, zB Wahlwerbung und Politik, zB Artikel auf der GoFeminin-Seite, insbesondere zB Korrespondenz in GoFeminin-Foren.

Was Du konkret tun _sollst_, kann ich Dir übrigens nicht sagen:
Du hast wohl eine "harte Entscheidung" zu treffen und musst dabei abwägen, wofür Du inwieweit verantwortlich bist, wofür Du verantwortlich sein bzw Dir die Verantwortung aufhalsen lassen möchtest, und wem von Euch beiden Du was zumuten kannst/möchtest. Bei diesen Abwägungen spielt übrigens auch die Frage der Zumutbarkeit eine Rolle.

Da ich Dich nicht kenne und von daher nicht einschätzen kann, womit Du wie gut (oder schlecht) zurechtkommst, und welche Arten und Weisen und Methoden der Entscheidungsfindung Dir behagen und welche nicht, kann ich Dir höchstens sagen, wie ich selbst mich warum wobei fühlen würde. Aber das würde Dir vermutlich nichts nützen.

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29. Dezember 2019 um 9:56
In Antwort auf paul44889901

Zu meiner Situation, bin 18 Jahre alt, männlich und gehe in die 13.te Klasse.
Meine Freundin ist 17 Jahre alt.
Es geht um meine Freundin und die derzeitige Beziehungssituation.
Wir wohnen beide seperat voneinander bei unseren Eltern und sind seit knapp 3 Monaten zusammen.

Ihre Probleme, sowohl personell, als auch sozial- bzw. familiär rauben mir meine Energie und verschlechtern meine Laune. Probleme von ihr ziehen mich zusätzlich runter und verringern meine Motivation. Sie ist mit ihrer sozialen Situation unzufrieden, hat kaum Freunde und ist ungerne allein. Sie unternimmt dennoch nichts dagegen, da sie in ihrer Vergangenheit negative Erfahrungen mit Freunden hatte. Sie meint, es sei nicht so einfach, was ich akzeptiere, doch trotzdem holt sie sich keine psychologische Beratung. Sätze wie:

"Mir wäre es egal wenn ich von einen auf den anderen Tag sterbe"

sind deutlich mehr als eine bloße Verstimmung und passieren m. M. n nicht aus einer schlechten Laune heraus. Solche Sätze ziehen mich insbesondere runter, da sie mich verletzen, da ich doch der Person hänge. Ich würde ihr gerne dabei helfen, ihre soziale Situation zu verbessern, dennoch bin ich nicht in der Lage dazu. Sie hat Tage, an denen sie absolut nichts machen möchte und nur einsam im Bett liegt. Meine Freundin hängt extrem an mir, ja scheint fast abhängig von mir zu sein. Dennoch habe ich weder Zeit noch Kraft, ihre Probleme für sie zu lösen, da auch ich meine eigenen Probleme zu lösen habe.

Außerdem hat sie familiäre Probleme, insbesondere zu ihrem Vater ein schlechtes Verhältnis. In ihren depressiven Phasen hat er sie nicht gut behandelt und ihr wenig geholfen / sich nicht wirklich für sie interessiert. Sie findet beispielsweise, dass er mit seinen Kollegen viel mehr unternimmt als mit der Familie. Mit ihrer Schwester und ihrem Bruder hat sie oft Streit. Die Familie möchte beispielsweise nicht, dass meine Freundin bei mir übernachtet und schränkt auch weiter die Freiheiten ein insofern beispielsweise, dass sie zu Familienessen gezwungen wird.

Ihre Eltern haben hohe Erwartungen an mich. Ich soll laut Aussage meiner Freundin(ihre Eltern haben es ihr gesagt) mehr auf die sie zugehen und mich auf eine Art verstellen, die ich nicht besitze und auch nicht besitzen will. Meine Freundin findet das auch schwachsinnig. Bei gemeinsamen Essen soll ich anscheinend immer lachen und bei Dingen mitreden, über die ich gar keine Ahnung habe, um mehr am Gespräch teilzuhaben. Ich selber bin damit überfordert, denn meine Art ist eben meine Art und ich werde mich nicht für die Eltern verstellen, ich bin nunmal eher still und zurückhaltend.

Bei Diskussionen fühlt sie sich immer direkt angegriffen, behauptet Sachen, die ich nicht gesagt habe, was davon kommt, dass sie nicht genau zuhört, was ich sage und verdreht Tatsachen. Ich bin ein humorvoller Mensch und mache oft Witze, auch über meine Freundin. Dabei empfindet sie dies oft nicht als Spaß und ist beleidigt. Themen, die ihr unangenehm sind, versucht sie auszuweichen. Ich habe oft versucht, mit ihr darüber zu reden, doch ich weiß, dass sich nichts ändern wird. Ich kann nicht mit einer Person zusammen sein, die mich dauernd mit eigenen Problemen runterzieht und mit sich selbst unglaublich unzufrieden und unsicher ist. Ich kann mir dieses ständige Selbstmitleid nicht mehr anhören, ich habe wahnsinnige Angst davor, sie zu verletzen, indem ich mich von ihr trenne, da ich weiß, dass es ihr ohne mich noch schlechter geht, obwohl ich doch nur das Beste für sie möchte und doch wird es klarer, immer mehr, dass es keinen anderen Ausweg gibt.

Was soll ich nur tun?

 

lass dir bloß nicht von ihren Eltern Einreden dass du ihr helfen musst!!! 
das kannst du nämlich gar nicht! 
ihre Eltern sollten normal soviel sein um mit ihr psychologische Hilfe zu suchen! 

ganz ehrlich:
geh!!!  mit 18 Jahren brauchst du so ein Drama nicht!

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29. Dezember 2019 um 9:57
In Antwort auf dawnclaude

Also so wie sich das anhört, brauchst sie dringend medikamente gegen Depression. Evtl geht das auch richtung Borderliner, klingt zumindest so ähnlich. Von Erzählungen einiger Leute, die Borderline haben, auch immer gerne Tagelang im bett liegen, auch pltzlich alles emotional persönlich nehmen und szene nmachen etc.
Könnte aber auch klassisches Teenager Vehralten von Mädchen sein, also das beleidigt sein über ironische Witze. Ne Freundin von mir war auch immer regelmäßig beleidigt, wenn ich mal wieder meinen guten Tag hatte.
Gut, das mögen eher kleinigkeiten sein, die du vermutlich auch noch in Kauf nehmen kannst. Ich meine so sind halt manche Mädchen, kannst du ihr ja jeweils immer erklären  und sie könnte wiederum in Zukunft mal darauf auchten, nicht jedes mal auf den gleichen Mist reinzufallen. Wenn du am nächsten Tag wieder nen Witz machst, mein ich.

Aber ich schätze die Depressoinen da muss sie schon was tun, sonst wird das nichts.
Du kannst versuchen sie zu spiegeln und zu schauspielern wie sie auf dich wirkt. Dabei aber ernst bleiben, damit sie mal ihre Außenwirkung versteht. Dass das echtn icht schön ist, wenn sie damit umgehen kann.

Ansonsten falls du irgendwann demnächst die Beziehung beenden solltest, sag ihr auf jeden fall dass du das nur tust, weil sie nicht zum Therapeuten geht, und sonst alles besser wäre. Vielleicht wird sie es dann tun, weil sie irgendwann genug hat.
Ich weiß leider nicht genau, wann depressive Menschen dann irgendwann doch zum Arzt gehen. Vielleicht kennst du noch Bekannte, die dir davon erzählen können?

vielleicht ist das von ihr auch nur eine "Masche" um seine volle Aufmerksamkeit 24/7 zu bekommen...

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