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Was soll ich nur machen?

20. November 2019 um 4:04 Letzte Antwort: 20. November 2019 um 13:22

Ich bin eher zufällig, ohne Beziehungswunsch und Plan mit einem Nachbarn zusammen gekommen, dem es ebenso ging, weil wir oft Zeit miteinander verbracht haben und uns lieben lernten. Wir sind gut  1 Jahr zusammen und ich war in diesem Jahr so glücklich wie seit 20 Jahren nicht mehr. Ich fühlte mich geliebt und geborgen und wir verstanden uns wirklich gut.
Er bot von Anfang an von sich aus oft irgendwelche Hilfe an oder kreuzte einfach spontan bei irgend einer Arbeit auf die ich/wir verrichten mussten. Das noch zu der Zeit als er einfach ein bisschen Kontakt zu uns (neuen) Nachbarn (2 Frauen WG) suchte weil ihm die Decke auf den Kopf fiel, da er gerade in den Ruhestand gegangen war. Wir unternahmen zu dritt nette Ausflüge oder machten gemütliche DVD Abende mit Knabberkram und Glühwein etc. Nach ca. einem Jahr sind wir zwei dann zusammengerückt, also alles ganz sachte.
Wir waren sozusagen eine große WG oder fast Familie und er behandelte uns auch so. War großzügig und gab gerne von Herzen und wir hatten viel Spass und mochten uns alle und passten aufeinander auf und halfen uns gegenseitig.
So meinte er einmal uns das Haus vererben zu wollen, da keines seiner Kinder damit was anfangen wolle.
Ich steckte derweil in Schwierigkeiten weil ich mit meinem Geschäft in einem Gebäude als Unterpächter  war und der Hauptpächter die Jahrespacht nicht weiter gereicht hatte. Obwohl ich nochmal bezahlte gab man mir wenig Chancen,  das Gebäude pachten zu können.
Da bot er an das einfach zu kaufen damit ich Ruhe habe. Habe das natürlich geehrt abgewiesen und erklärt, daß ich erst alles versuchen will, aber darauf zurückkommen wenn es mir nicht gelänge, weil ich ihm nichts aufhalsen wollte. 
Als ich dann nach einigen misslungenen Versuchen darauf zurück kam, liess er aber alle Möglichkeiten verstreichen, obwohl er es mit Sicherheit bekommen hätte. Ich bekam zwar einen Pachtvertrag, aber einen bei dem ich auf dem Schleudersitz sitze.
Bei der Verteilung des Aussengeländes bat ich ihn um Beistand, da ein aggressiver Mitbewerber da war. Bei den Verhandlungen wurde ich von diesem ziemlich angegangen.
Da hat er mich nicht vertreten sondern mich vor der geifernden Konkurenz gefragt, was ich eigentlich damit will (dabei hatten wir darüber gesprochen),  so stand ich verloren da. Das war alles und man kann ahnen wie es ausging, ich ging leer aus, musste sogar weniger akzeptieren als zuvor mit den Verpächtern vereinbart und kann also das was ich plante nicht ausführen. Wegen internen  Umstellungen bei meiner Hausbank kam ich einige Tage nicht an mein Konto und zahlte die neue Jahrespacht einige Tage später mit dem Ergebnis einer fristlosen Kündigung, die ich noch ignoriere weil ich fix und alle bin und es vollkommen unmöglich ist den Betrieb noch einmal umzuziehen.
Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen konnte ich ohnehin seit längerer Zeit nicht mehr viel leisten und nicht davon leben, bekam ALG2. Der Amtsarzt attestierte mir dann Arbeitsunfähigkeit und man stoppte sofort die Zahlungen. Seitdem (6/2019) bin ich ohne wirkliches Einkommen und habe keine Krankenversicherung mehr. Meine AU-Rente beträgt 117€ und ich habe bis heute noch nichts davon bekommen. Mein Nachbar ist auch mein Vermieter und ich habe trotz allem die Miete weiter bezahlt bis mein Dispo erreicht war. Erst hat er gesagt ich bräuchte keine Miete mehr bezahlen, dann fragte er immer wieder danach.  
Wir hatten ein paar Mal erbitterten Streit, weil er mir etwas versprochen hatte z.B. Ausflug, und dann die Zeit so mir nichts dir nichts jemand anderem zugestanden hat, der danach fragte. Also fiel dann der Ausflug aus weil jemand da was abholen wollte und wir zuhause bleiben mussten, dabei hätte der das auch an jedem anderen Tag abgeholt. Er sagt auch keine doppelt vergebenen Termine ab obwohl unserer zuerst war, weil er als Mann seines Wortes gelten will.
Einmal bat er mich für ihn die Verkaufsverhandlung seines Wohnmobils zu übernehmen. Weil nicht alle rein passten blieb ich vorerst bei der Besichtigung draussen. Als sie wieder rauskamen war plötzlich alles verhandelt. Er hat es verschenkt. Das hat mich tief getroffen, weil er mich gebeten hatte zu verhandeln, damit er es nicht zu billig abgibt. Dann hat er das nicht zugelassen und 6000€ verschenkt während ich gerade untergehe. Ich wäre nie auf die Idee gekommen davon etwas haben zu wollen, aber wenn er es verschenkt, warum denkt er nicht an mich, wir waren seit über 6 Monaten zusammen und damit mehrfach weg gewesen. Ohnehin wollte ich es zu diesem Zeitpunkt gar nicht weggeben und sollte den Preis verhandeln. Nun kam ein Interessent, sagte er habe kein Geld und bekommt das einfach geschenkt. Ich hatte die doppelte Jahrespacht bezahlt und die nächste war in wenigen Monaten, und kaum Einkünfte bei weiterhin laufenden Kosten. Er sagte zwar ich könne ja auch das Geld von ihm haben aber er hat es mir nie gegeben.
Das mit dem erben fand er dann auch doof wegen der Erbschaftssteuer. Ich wollte eigentlich nur einen Mietkaufvertrag damit ich langfristig bleiben kann und das Haus so einfach abbezahlen aber den bekam ich auch nicht. Sein Anwalt meinte dann, wir könnten ja heiraten, dann wären alle Probleme gelöst.
Da ich in den letzten Jahren viel umziehen musste, und es mir gesundheitlich immer schlechter ging, war mir sehr an einem Mietkauf gelegen aber irgendwie wollte er das auch nicht. Da ich nicht locker liess meinte er dann, daß wir dann eben heiraten. Wir wohnen ja ohnehin zusammen und lieben uns. Ich sagte, daß ich das aber nur will wenn er das auch machen würde wenn wir alle beide arme Schlucker wären und Geld etc. keine Rolle spiele. Wir waren uns einig, daß wir da keine große Sache draus machen wollen, also keine Gäste, Trauzeugen, Feier. Trauringe erst auch nicht, aber ich fand es dann doch irgendwie wichtig wenn man schon sonst alle Romantik spart. Welche aus dem Kaugummiautomaten reichen, hauptsache man kauft sie zusammen und sie erinnern einen daran. Er meinte dann ok, dann gehen wir zum Juwelier.
Irgendwie hatte ich bemerkt, daß das Feuer ein wenig kleiner brannte, dem aber nicht so viel Bedeutung zugemessen und das auf den Alltag geschoben, da es noch nicht an mir genagt hatte. Wir unternahmen nicht mehr wirklich etwas und, was mich mehr beschäftigte, gingen auch nicht mehr abends zusammen ins Bett oder standen morgens zusammen auf, denn das ist mir sehr viel wert.
Er ist eher der Frühaufsteher und ich die Nachteule, aber anfangs haben wir uns jeder ein wenig in die andere Richtung bewegt und die gemeinsame Zeit genossen. Er war total begeistert von mir und fand mich so herrlich unkompliziert und endlich mal praktisch begabt weil seine bisherigen Frauen keinen Nagel in die Wand hauen konnten. Es gab kaum Meinungsverschiedenheiten und wenn doch, konnte man das ausdiskutieren. Er schleppte mich überall mit hin aber ich kam da meist nicht gut an und merkte dann auch, daß er dann nicht richtig zu mir stand. Also vermied ich es irgendwann mit ihm zu Leuten aus seiner Verwandtschaft zu gehen.
Als meine Mutter zu Besuch war und mich so mies behandelte, daß ich nur noch ein heulendes Wrack war, sah er dabei nur ihre angebliche Not und kümmerte sich um sie und fiel mir damit böse in den Rücken. Er brachte sie ins Hotel, sie reiste ab und der Kontakt ist seitdem abgebrochen. Kann das hier jetzt nicht richtig erklären, war aber sehr hart. Gelegentlich regt er sich auf wenn ich was „verschwende“, also das Wasser beim Duschen etc und ich soll immer alles aufessen, weil es erst was Neues gibt wenn das alle ist, dabei haben wir Hühner die sich gerne um Essensreste kümmern.
Als dann der Termin für die Trauringe anstand meinte er, daß ihm das alles zu knapp sei, er wolle auch noch Fisch und einen Kalender (Nov) kaufen und er fände es unhöflich dem Juwelier gegenüber, wenn wir da in der letzten Stunde vor der Mittagspause hingehen (?!).  
Das hat mich tief getroffen und wir haben uns lange gestritten und uns dann auf den nächsten Vormittag geeinigt.
Am nächsten Vormittag passte ihm das wieder nicht weil wir angeblich nicht früh genug los kamen. Gleiche Kerbe. Stimmung vollkommen im Eimer. Also fiel es wieder aus. Wir stritten uns noch länger.
Das sieht dann so aus, daß ich ihm erklären will, warum mich das verletzt (wenn man EINMAL im Leben Trauringe kauft, darf das auch mal wichtig genug sein um sich nicht zwischen Fisch und Kalender zwängen zu müssen&hellip, es kommt aber von ihm keine Reaktion des Verstehens, eher antwortet er gar nicht oder widerspricht. Ja länger ich rede, desto verzweifelter werde ich und nach Stunden des Auflaufens verliere ich die Fassung, werde laut, heule, werfe mit Kissen. Er übt sich in Ignoranz, liest dabei Bücher, geht aus dem Zimmer und beweist mir jede Sekunde und immer deutlicher, daß ich dabei verrecken kann. Z.B. legt er sich hin und schläft einfach, was mir das Gefühl gibt, dass ich Luft bin. Er wirft mir vor, daß ich laut werde, dabei werde ich erst nach Stunden des unermüdlichen Versuchens einer Klärung laut, (während er mich auflaufen lässt), weil ich ihn nicht mehr wieder erkenne und langsam Angst kriege.
Am dritten Vormittag wollte er vorher noch zum Bauern und danach zum Weinhändler, also plante ich das so, daß das mit den Öffnungszeiten passte. Wir gingen zusammen mit meiner Freundin los, die nicht wusste, daß wir uns wegen der Zeit auf den kurzen Weg geeingt hatten. Sie bog auf den langen Weg ein und er ging mit. Sie wollte wissen warum wir uns gezofft hätten und ich sagte nur, daß es mir zu viel gewesen sei, meine Trauringe in 5 min zur richtigen Uhrzeit zwischen Fisch und Kalender aussuchen zu müssen und er das aber schon zwei Tage lang vollkommen ausreichend fand. Daraufhin machte er mich lächerlich. Ich sagte ich wolle so nicht weitergehen, ausserdem sind wir auf dem langen Weg und es wird dann wieder knapp. Da ging er eben einfach weiter mit meiner Freundin und sie liessen mich stehen. Sie gingen die große Runde und es dauerte mindestens eine Stunde bis sie zurück waren. Da sagte er dann nur, er fahre jetzt zum Supermarkt, also wieder keine Ringe. Ich habe gesagt das könne er nicht machen aber er stieg ins Auto und wollte losfahren. Habe mich dann davor gestellt. Da hat er dann Radio gehört und ist irgendwann ausgestiegen um die grüne Tonne mit Laub vollzustopfen weil die ja schon in 3 Tagen abgeholt wird. Anschliessend ging der Streit weiter. Er sitzt da wie eine uneinnehmbare Festung und ich zerschelle. Ich habe das Gefühl das macht im Spass.
Er hat einen harten und kalten Blick und verhöhnt mich zwischendurch, was mir nur noch mehr weh tut.
Beim letzten erbitterten Streit wegen des Betriebsgebäudes (weil ich event. Alles verliere weil er sich entgegen seiner Angebote um gar nichts gekümmert hat), haben wir einen Termin bei einer Beratungsstelle gemacht. Es gab einige Wartezeit und da war dann aber alles gerade im Lot und es gab kaum Redebedarf. Wir bekamen dennoch einen Folgetermin.
Nach dem ganzen Stress der letzten Woche weigert er sich, sich mit mir auszusprechen, zeigt auch ansonsten keine Reaktion oder Interesse, behandelt mich wie Luft. Heute war ich bei einer Gerichtsverhandlung weil mich jemand betrogen hatte und es ging um viel. Leider habe ich alles verloren weil es der Gegenseite gelungen ist meinen Anwalt zu linken und wir ein einer juruistischen Spitzfindigkeit scheiterten. Also anstatt Schadensersatz für zerstörte Ware noch Kosten. Als ich abends zurückkehrte grüßte er mich nicht, noch fragte er nach dem Tag, er sah fern und verkündete dann, er gehe schlafen. Ich habe ihm bereits vor Tagen gesagt, daß sein Vorhaben, mich bis zum Termin zu ignorieren nicht aufgehe, weil er sich bitte erst wieder mit mir zusammenraufen soll. Ich habe keinerlei  Interesse an so einer Sache wenn wir so desaströs abstehen und sehe keinen Sinn darin wenn er mir kein Interesse mehr an unserer Beziehung oder meiner Person entgegenbringt..
Er lässt mich aber eiskalt auflaufen und geht schlafen. Ich kann da zwar hingehen, möchte aber nicht dahin, ohne daß er überhaupt Interesse zeigt mit mir auszukommen. Er kocht mich seit Tagen aus und mauert mit eiskaltem Blick. Ich habe das Gefühl er will versuchen mich da zusammen mit der Dame zurechtzubiegen, also noch mehr Manipulation. Er ist da letztes Mal gut angekommen und ich glaube er will nichts Gutes. Wenn ich dann nicht spure bin ich selber schuld. Es geht, glaube ich nur darum, daß er einen Komplizen sucht um mir etwas heimzuzahlen. Und dann kann er mich einfach rauswerfen.
Hört sich vielleicht etwas wahnhaft an, aber so scheint es mir.
Ich verstehe die Welt nicht mehr. Ich weiß nicht mehr weiter. Einerseits war ich so glücklich mit ihm, andererseits sehe ich jetzt eine ganz andere Seite und die macht mir Angst. Ich will nur aus den richtigen Gründen heiraten. Andererseits habe ich absolut nichts mehr ausser mich vom Dach zu stürzen. Ich bin ausgebrannt und kampfunfähig von den letzten harten Jahren und weiß nicht wohin ich soll. Aber ich will auch nicht in die nächste Katastrophe rutschen.
Ich hätte gerne Eure Meinung zu dieser Entwicklung. Es ist so schwarz und weiß, daß es mir Angst macht.


 

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20. November 2019 um 6:51
In Antwort auf papalagi

Ich bin eher zufällig, ohne Beziehungswunsch und Plan mit einem Nachbarn zusammen gekommen, dem es ebenso ging, weil wir oft Zeit miteinander verbracht haben und uns lieben lernten. Wir sind gut  1 Jahr zusammen und ich war in diesem Jahr so glücklich wie seit 20 Jahren nicht mehr. Ich fühlte mich geliebt und geborgen und wir verstanden uns wirklich gut.
Er bot von Anfang an von sich aus oft irgendwelche Hilfe an oder kreuzte einfach spontan bei irgend einer Arbeit auf die ich/wir verrichten mussten. Das noch zu der Zeit als er einfach ein bisschen Kontakt zu uns (neuen) Nachbarn (2 Frauen WG) suchte weil ihm die Decke auf den Kopf fiel, da er gerade in den Ruhestand gegangen war. Wir unternahmen zu dritt nette Ausflüge oder machten gemütliche DVD Abende mit Knabberkram und Glühwein etc. Nach ca. einem Jahr sind wir zwei dann zusammengerückt, also alles ganz sachte.
Wir waren sozusagen eine große WG oder fast Familie und er behandelte uns auch so. War großzügig und gab gerne von Herzen und wir hatten viel Spass und mochten uns alle und passten aufeinander auf und halfen uns gegenseitig.
So meinte er einmal uns das Haus vererben zu wollen, da keines seiner Kinder damit was anfangen wolle.
Ich steckte derweil in Schwierigkeiten weil ich mit meinem Geschäft in einem Gebäude als Unterpächter  war und der Hauptpächter die Jahrespacht nicht weiter gereicht hatte. Obwohl ich nochmal bezahlte gab man mir wenig Chancen,  das Gebäude pachten zu können.
Da bot er an das einfach zu kaufen damit ich Ruhe habe. Habe das natürlich geehrt abgewiesen und erklärt, daß ich erst alles versuchen will, aber darauf zurückkommen wenn es mir nicht gelänge, weil ich ihm nichts aufhalsen wollte. 
Als ich dann nach einigen misslungenen Versuchen darauf zurück kam, liess er aber alle Möglichkeiten verstreichen, obwohl er es mit Sicherheit bekommen hätte. Ich bekam zwar einen Pachtvertrag, aber einen bei dem ich auf dem Schleudersitz sitze.
Bei der Verteilung des Aussengeländes bat ich ihn um Beistand, da ein aggressiver Mitbewerber da war. Bei den Verhandlungen wurde ich von diesem ziemlich angegangen.
Da hat er mich nicht vertreten sondern mich vor der geifernden Konkurenz gefragt, was ich eigentlich damit will (dabei hatten wir darüber gesprochen),  so stand ich verloren da. Das war alles und man kann ahnen wie es ausging, ich ging leer aus, musste sogar weniger akzeptieren als zuvor mit den Verpächtern vereinbart und kann also das was ich plante nicht ausführen. Wegen internen  Umstellungen bei meiner Hausbank kam ich einige Tage nicht an mein Konto und zahlte die neue Jahrespacht einige Tage später mit dem Ergebnis einer fristlosen Kündigung, die ich noch ignoriere weil ich fix und alle bin und es vollkommen unmöglich ist den Betrieb noch einmal umzuziehen.
Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen konnte ich ohnehin seit längerer Zeit nicht mehr viel leisten und nicht davon leben, bekam ALG2. Der Amtsarzt attestierte mir dann Arbeitsunfähigkeit und man stoppte sofort die Zahlungen. Seitdem (6/2019) bin ich ohne wirkliches Einkommen und habe keine Krankenversicherung mehr. Meine AU-Rente beträgt 117€ und ich habe bis heute noch nichts davon bekommen. Mein Nachbar ist auch mein Vermieter und ich habe trotz allem die Miete weiter bezahlt bis mein Dispo erreicht war. Erst hat er gesagt ich bräuchte keine Miete mehr bezahlen, dann fragte er immer wieder danach.  
Wir hatten ein paar Mal erbitterten Streit, weil er mir etwas versprochen hatte z.B. Ausflug, und dann die Zeit so mir nichts dir nichts jemand anderem zugestanden hat, der danach fragte. Also fiel dann der Ausflug aus weil jemand da was abholen wollte und wir zuhause bleiben mussten, dabei hätte der das auch an jedem anderen Tag abgeholt. Er sagt auch keine doppelt vergebenen Termine ab obwohl unserer zuerst war, weil er als Mann seines Wortes gelten will.
Einmal bat er mich für ihn die Verkaufsverhandlung seines Wohnmobils zu übernehmen. Weil nicht alle rein passten blieb ich vorerst bei der Besichtigung draussen. Als sie wieder rauskamen war plötzlich alles verhandelt. Er hat es verschenkt. Das hat mich tief getroffen, weil er mich gebeten hatte zu verhandeln, damit er es nicht zu billig abgibt. Dann hat er das nicht zugelassen und 6000€ verschenkt während ich gerade untergehe. Ich wäre nie auf die Idee gekommen davon etwas haben zu wollen, aber wenn er es verschenkt, warum denkt er nicht an mich, wir waren seit über 6 Monaten zusammen und damit mehrfach weg gewesen. Ohnehin wollte ich es zu diesem Zeitpunkt gar nicht weggeben und sollte den Preis verhandeln. Nun kam ein Interessent, sagte er habe kein Geld und bekommt das einfach geschenkt. Ich hatte die doppelte Jahrespacht bezahlt und die nächste war in wenigen Monaten, und kaum Einkünfte bei weiterhin laufenden Kosten. Er sagte zwar ich könne ja auch das Geld von ihm haben aber er hat es mir nie gegeben.
Das mit dem erben fand er dann auch doof wegen der Erbschaftssteuer. Ich wollte eigentlich nur einen Mietkaufvertrag damit ich langfristig bleiben kann und das Haus so einfach abbezahlen aber den bekam ich auch nicht. Sein Anwalt meinte dann, wir könnten ja heiraten, dann wären alle Probleme gelöst.
Da ich in den letzten Jahren viel umziehen musste, und es mir gesundheitlich immer schlechter ging, war mir sehr an einem Mietkauf gelegen aber irgendwie wollte er das auch nicht. Da ich nicht locker liess meinte er dann, daß wir dann eben heiraten. Wir wohnen ja ohnehin zusammen und lieben uns. Ich sagte, daß ich das aber nur will wenn er das auch machen würde wenn wir alle beide arme Schlucker wären und Geld etc. keine Rolle spiele. Wir waren uns einig, daß wir da keine große Sache draus machen wollen, also keine Gäste, Trauzeugen, Feier. Trauringe erst auch nicht, aber ich fand es dann doch irgendwie wichtig wenn man schon sonst alle Romantik spart. Welche aus dem Kaugummiautomaten reichen, hauptsache man kauft sie zusammen und sie erinnern einen daran. Er meinte dann ok, dann gehen wir zum Juwelier.
Irgendwie hatte ich bemerkt, daß das Feuer ein wenig kleiner brannte, dem aber nicht so viel Bedeutung zugemessen und das auf den Alltag geschoben, da es noch nicht an mir genagt hatte. Wir unternahmen nicht mehr wirklich etwas und, was mich mehr beschäftigte, gingen auch nicht mehr abends zusammen ins Bett oder standen morgens zusammen auf, denn das ist mir sehr viel wert.
Er ist eher der Frühaufsteher und ich die Nachteule, aber anfangs haben wir uns jeder ein wenig in die andere Richtung bewegt und die gemeinsame Zeit genossen. Er war total begeistert von mir und fand mich so herrlich unkompliziert und endlich mal praktisch begabt weil seine bisherigen Frauen keinen Nagel in die Wand hauen konnten. Es gab kaum Meinungsverschiedenheiten und wenn doch, konnte man das ausdiskutieren. Er schleppte mich überall mit hin aber ich kam da meist nicht gut an und merkte dann auch, daß er dann nicht richtig zu mir stand. Also vermied ich es irgendwann mit ihm zu Leuten aus seiner Verwandtschaft zu gehen.
Als meine Mutter zu Besuch war und mich so mies behandelte, daß ich nur noch ein heulendes Wrack war, sah er dabei nur ihre angebliche Not und kümmerte sich um sie und fiel mir damit böse in den Rücken. Er brachte sie ins Hotel, sie reiste ab und der Kontakt ist seitdem abgebrochen. Kann das hier jetzt nicht richtig erklären, war aber sehr hart. Gelegentlich regt er sich auf wenn ich was „verschwende“, also das Wasser beim Duschen etc und ich soll immer alles aufessen, weil es erst was Neues gibt wenn das alle ist, dabei haben wir Hühner die sich gerne um Essensreste kümmern.
Als dann der Termin für die Trauringe anstand meinte er, daß ihm das alles zu knapp sei, er wolle auch noch Fisch und einen Kalender (Nov) kaufen und er fände es unhöflich dem Juwelier gegenüber, wenn wir da in der letzten Stunde vor der Mittagspause hingehen (?!).  
Das hat mich tief getroffen und wir haben uns lange gestritten und uns dann auf den nächsten Vormittag geeinigt.
Am nächsten Vormittag passte ihm das wieder nicht weil wir angeblich nicht früh genug los kamen. Gleiche Kerbe. Stimmung vollkommen im Eimer. Also fiel es wieder aus. Wir stritten uns noch länger.
Das sieht dann so aus, daß ich ihm erklären will, warum mich das verletzt (wenn man EINMAL im Leben Trauringe kauft, darf das auch mal wichtig genug sein um sich nicht zwischen Fisch und Kalender zwängen zu müssen&hellip, es kommt aber von ihm keine Reaktion des Verstehens, eher antwortet er gar nicht oder widerspricht. Ja länger ich rede, desto verzweifelter werde ich und nach Stunden des Auflaufens verliere ich die Fassung, werde laut, heule, werfe mit Kissen. Er übt sich in Ignoranz, liest dabei Bücher, geht aus dem Zimmer und beweist mir jede Sekunde und immer deutlicher, daß ich dabei verrecken kann. Z.B. legt er sich hin und schläft einfach, was mir das Gefühl gibt, dass ich Luft bin. Er wirft mir vor, daß ich laut werde, dabei werde ich erst nach Stunden des unermüdlichen Versuchens einer Klärung laut, (während er mich auflaufen lässt), weil ich ihn nicht mehr wieder erkenne und langsam Angst kriege.
Am dritten Vormittag wollte er vorher noch zum Bauern und danach zum Weinhändler, also plante ich das so, daß das mit den Öffnungszeiten passte. Wir gingen zusammen mit meiner Freundin los, die nicht wusste, daß wir uns wegen der Zeit auf den kurzen Weg geeingt hatten. Sie bog auf den langen Weg ein und er ging mit. Sie wollte wissen warum wir uns gezofft hätten und ich sagte nur, daß es mir zu viel gewesen sei, meine Trauringe in 5 min zur richtigen Uhrzeit zwischen Fisch und Kalender aussuchen zu müssen und er das aber schon zwei Tage lang vollkommen ausreichend fand. Daraufhin machte er mich lächerlich. Ich sagte ich wolle so nicht weitergehen, ausserdem sind wir auf dem langen Weg und es wird dann wieder knapp. Da ging er eben einfach weiter mit meiner Freundin und sie liessen mich stehen. Sie gingen die große Runde und es dauerte mindestens eine Stunde bis sie zurück waren. Da sagte er dann nur, er fahre jetzt zum Supermarkt, also wieder keine Ringe. Ich habe gesagt das könne er nicht machen aber er stieg ins Auto und wollte losfahren. Habe mich dann davor gestellt. Da hat er dann Radio gehört und ist irgendwann ausgestiegen um die grüne Tonne mit Laub vollzustopfen weil die ja schon in 3 Tagen abgeholt wird. Anschliessend ging der Streit weiter. Er sitzt da wie eine uneinnehmbare Festung und ich zerschelle. Ich habe das Gefühl das macht im Spass.
Er hat einen harten und kalten Blick und verhöhnt mich zwischendurch, was mir nur noch mehr weh tut.
Beim letzten erbitterten Streit wegen des Betriebsgebäudes (weil ich event. Alles verliere weil er sich entgegen seiner Angebote um gar nichts gekümmert hat), haben wir einen Termin bei einer Beratungsstelle gemacht. Es gab einige Wartezeit und da war dann aber alles gerade im Lot und es gab kaum Redebedarf. Wir bekamen dennoch einen Folgetermin.
Nach dem ganzen Stress der letzten Woche weigert er sich, sich mit mir auszusprechen, zeigt auch ansonsten keine Reaktion oder Interesse, behandelt mich wie Luft. Heute war ich bei einer Gerichtsverhandlung weil mich jemand betrogen hatte und es ging um viel. Leider habe ich alles verloren weil es der Gegenseite gelungen ist meinen Anwalt zu linken und wir ein einer juruistischen Spitzfindigkeit scheiterten. Also anstatt Schadensersatz für zerstörte Ware noch Kosten. Als ich abends zurückkehrte grüßte er mich nicht, noch fragte er nach dem Tag, er sah fern und verkündete dann, er gehe schlafen. Ich habe ihm bereits vor Tagen gesagt, daß sein Vorhaben, mich bis zum Termin zu ignorieren nicht aufgehe, weil er sich bitte erst wieder mit mir zusammenraufen soll. Ich habe keinerlei  Interesse an so einer Sache wenn wir so desaströs abstehen und sehe keinen Sinn darin wenn er mir kein Interesse mehr an unserer Beziehung oder meiner Person entgegenbringt..
Er lässt mich aber eiskalt auflaufen und geht schlafen. Ich kann da zwar hingehen, möchte aber nicht dahin, ohne daß er überhaupt Interesse zeigt mit mir auszukommen. Er kocht mich seit Tagen aus und mauert mit eiskaltem Blick. Ich habe das Gefühl er will versuchen mich da zusammen mit der Dame zurechtzubiegen, also noch mehr Manipulation. Er ist da letztes Mal gut angekommen und ich glaube er will nichts Gutes. Wenn ich dann nicht spure bin ich selber schuld. Es geht, glaube ich nur darum, daß er einen Komplizen sucht um mir etwas heimzuzahlen. Und dann kann er mich einfach rauswerfen.
Hört sich vielleicht etwas wahnhaft an, aber so scheint es mir.
Ich verstehe die Welt nicht mehr. Ich weiß nicht mehr weiter. Einerseits war ich so glücklich mit ihm, andererseits sehe ich jetzt eine ganz andere Seite und die macht mir Angst. Ich will nur aus den richtigen Gründen heiraten. Andererseits habe ich absolut nichts mehr ausser mich vom Dach zu stürzen. Ich bin ausgebrannt und kampfunfähig von den letzten harten Jahren und weiß nicht wohin ich soll. Aber ich will auch nicht in die nächste Katastrophe rutschen.
Ich hätte gerne Eure Meinung zu dieser Entwicklung. Es ist so schwarz und weiß, daß es mir Angst macht.


 

wenn mir ein mann, den ich kaum kenne, erzählt, dass er mir ein haus vererben möchte, das gebäude kaufen will, in dem ich mein geshäft betreibe und ähnliches mehr, würden bei mir sofort alle meine inneren ampeln auf "rot" springen.

der typ ist offenbar en schwätzer, der sein ego damit aufpoliert. er macht riesige versprechen, die er nicht einhält und er scheut sich nicht, dir dann auch noch in den rücken zu fallen.
mich wundert, dass du das nicht selber merkst und offenbar einer heirat mit ihm immer noch nicht abgeneigt zu sein scheinst.
tu es nicht, sein verhalten wird nur noch schlimmer werden. solche menschen eskalieren irgendwann.

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20. November 2019 um 8:02

Er ist wohl nur dein Ausfahrtsticket aus der Scheiss-Situation, was? Gefühle les ich hier bei beiden Seiten nicht. Das ist doch eher eine Zweckverbindung.

Warum man sich sowas antut, ist mir ein Rätsel.

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20. November 2019 um 8:24

Bei mir wären auch die Alarmglocken angegangen beim Schenken und Kaufen wollen. Zu sehr von Null auf hundert. 

Klingt nach heißer Luft, was er dir versprochen hat, weil er wusste du lehnst ab. Als es so weit war, dass du doch Hilfe brauchst, musste er die  Strategie ändern. 

Ganz ehrlich, bin eine der Letzten die Spionieren ans Herz legt, aber bei dem guten Mann würde ich  mir einen Grundbuchsauszug holen um zu sehen ob er wirklich Besitzer eines Hauses ist und ob er nicht tief in der Kreide steht. 

Warum denkst du überhaupt noch über eine Hochzeit nach, wenn er jetzt nach so kurzer Zeit sich schon so furchtbar benimmt. X Termine für den Ringkauf mit faulen Ausreden würde bei einem glücklichen Paar eher weniger vorkommen.

Würde dir raten dich eher in Sicherheit zu bringen. Der bedeutet nichts Gutes. 

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20. November 2019 um 8:41

Du bist da ziemlich in eine Abhängigkeitssituation gelangt. Du sagst selbst, dass du ohne ihn nichts mehr hast, aber das stimmt doch nicht. Selbst mit Schulden usw. lässt sich noch vieles Geradebiegen, aber hauptsache du packst es von dir aus an und verlässt dich nicht auf Leute, denen es egal ist. Er ist im Moment derjenige, der dir aufzeigt, dass du nichts wert bist. Daher wird es Zeit, dass du dir erstmal selbst beweist, was du wert bist und versuchst wieder Freude am Leben zu entwickeln, die nicht von ihm abhängt. Es macht einen auch echt unattraktiv, wenn man sich hängen lässt und nur die Leidende ist.

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20. November 2019 um 9:42

Lass dich erstmal aus der Ferne drücken du Liebe
Zuerstmal: Du bist eine starke und kluge Frau. Du schaffst das! DU! Egal was er tut oder nicht tut, du schaffst das.
Wenn du deine berufliche und finanzielle Situation mal aussen vor lässt - würdest du mit diesem Mann dann noch eine einzige Minute verschwenden? Sicher nicht.
Also warum jetzt? Weil du denkst, du brauchst ihn.

Ich würde dir ganz dringend raten, dir eine Beratung zu suchen, die dir hilft, finanziell wieder auf die Beine zu kommen. Gib wenn nötig deinen Betrieb auf, völlig egal. Hauptsache du kommst wieder soweit auf die Beine dass du Miete bezahlen kannst in einer kleinen Wohnung (sieh zu dass du umziehst).
Kümmer dich in nächster Zeit NUR darum! Ignoriere deinen "Freund" und sprich ihn auf nichts mehr an. Komm auf die Beine und dann brich so schnell es geht (also wenn du eine eigene Bleibe hast) den Kontakt ab.
Dieser Mann ist Gift für dich und du brauchst ihn nicht, garantiert nicht.

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20. November 2019 um 13:22
In Antwort auf papalagi

Ich bin eher zufällig, ohne Beziehungswunsch und Plan mit einem Nachbarn zusammen gekommen, dem es ebenso ging, weil wir oft Zeit miteinander verbracht haben und uns lieben lernten. Wir sind gut  1 Jahr zusammen und ich war in diesem Jahr so glücklich wie seit 20 Jahren nicht mehr. Ich fühlte mich geliebt und geborgen und wir verstanden uns wirklich gut.
Er bot von Anfang an von sich aus oft irgendwelche Hilfe an oder kreuzte einfach spontan bei irgend einer Arbeit auf die ich/wir verrichten mussten. Das noch zu der Zeit als er einfach ein bisschen Kontakt zu uns (neuen) Nachbarn (2 Frauen WG) suchte weil ihm die Decke auf den Kopf fiel, da er gerade in den Ruhestand gegangen war. Wir unternahmen zu dritt nette Ausflüge oder machten gemütliche DVD Abende mit Knabberkram und Glühwein etc. Nach ca. einem Jahr sind wir zwei dann zusammengerückt, also alles ganz sachte.
Wir waren sozusagen eine große WG oder fast Familie und er behandelte uns auch so. War großzügig und gab gerne von Herzen und wir hatten viel Spass und mochten uns alle und passten aufeinander auf und halfen uns gegenseitig.
So meinte er einmal uns das Haus vererben zu wollen, da keines seiner Kinder damit was anfangen wolle.
Ich steckte derweil in Schwierigkeiten weil ich mit meinem Geschäft in einem Gebäude als Unterpächter  war und der Hauptpächter die Jahrespacht nicht weiter gereicht hatte. Obwohl ich nochmal bezahlte gab man mir wenig Chancen,  das Gebäude pachten zu können.
Da bot er an das einfach zu kaufen damit ich Ruhe habe. Habe das natürlich geehrt abgewiesen und erklärt, daß ich erst alles versuchen will, aber darauf zurückkommen wenn es mir nicht gelänge, weil ich ihm nichts aufhalsen wollte. 
Als ich dann nach einigen misslungenen Versuchen darauf zurück kam, liess er aber alle Möglichkeiten verstreichen, obwohl er es mit Sicherheit bekommen hätte. Ich bekam zwar einen Pachtvertrag, aber einen bei dem ich auf dem Schleudersitz sitze.
Bei der Verteilung des Aussengeländes bat ich ihn um Beistand, da ein aggressiver Mitbewerber da war. Bei den Verhandlungen wurde ich von diesem ziemlich angegangen.
Da hat er mich nicht vertreten sondern mich vor der geifernden Konkurenz gefragt, was ich eigentlich damit will (dabei hatten wir darüber gesprochen),  so stand ich verloren da. Das war alles und man kann ahnen wie es ausging, ich ging leer aus, musste sogar weniger akzeptieren als zuvor mit den Verpächtern vereinbart und kann also das was ich plante nicht ausführen. Wegen internen  Umstellungen bei meiner Hausbank kam ich einige Tage nicht an mein Konto und zahlte die neue Jahrespacht einige Tage später mit dem Ergebnis einer fristlosen Kündigung, die ich noch ignoriere weil ich fix und alle bin und es vollkommen unmöglich ist den Betrieb noch einmal umzuziehen.
Aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen konnte ich ohnehin seit längerer Zeit nicht mehr viel leisten und nicht davon leben, bekam ALG2. Der Amtsarzt attestierte mir dann Arbeitsunfähigkeit und man stoppte sofort die Zahlungen. Seitdem (6/2019) bin ich ohne wirkliches Einkommen und habe keine Krankenversicherung mehr. Meine AU-Rente beträgt 117€ und ich habe bis heute noch nichts davon bekommen. Mein Nachbar ist auch mein Vermieter und ich habe trotz allem die Miete weiter bezahlt bis mein Dispo erreicht war. Erst hat er gesagt ich bräuchte keine Miete mehr bezahlen, dann fragte er immer wieder danach.  
Wir hatten ein paar Mal erbitterten Streit, weil er mir etwas versprochen hatte z.B. Ausflug, und dann die Zeit so mir nichts dir nichts jemand anderem zugestanden hat, der danach fragte. Also fiel dann der Ausflug aus weil jemand da was abholen wollte und wir zuhause bleiben mussten, dabei hätte der das auch an jedem anderen Tag abgeholt. Er sagt auch keine doppelt vergebenen Termine ab obwohl unserer zuerst war, weil er als Mann seines Wortes gelten will.
Einmal bat er mich für ihn die Verkaufsverhandlung seines Wohnmobils zu übernehmen. Weil nicht alle rein passten blieb ich vorerst bei der Besichtigung draussen. Als sie wieder rauskamen war plötzlich alles verhandelt. Er hat es verschenkt. Das hat mich tief getroffen, weil er mich gebeten hatte zu verhandeln, damit er es nicht zu billig abgibt. Dann hat er das nicht zugelassen und 6000€ verschenkt während ich gerade untergehe. Ich wäre nie auf die Idee gekommen davon etwas haben zu wollen, aber wenn er es verschenkt, warum denkt er nicht an mich, wir waren seit über 6 Monaten zusammen und damit mehrfach weg gewesen. Ohnehin wollte ich es zu diesem Zeitpunkt gar nicht weggeben und sollte den Preis verhandeln. Nun kam ein Interessent, sagte er habe kein Geld und bekommt das einfach geschenkt. Ich hatte die doppelte Jahrespacht bezahlt und die nächste war in wenigen Monaten, und kaum Einkünfte bei weiterhin laufenden Kosten. Er sagte zwar ich könne ja auch das Geld von ihm haben aber er hat es mir nie gegeben.
Das mit dem erben fand er dann auch doof wegen der Erbschaftssteuer. Ich wollte eigentlich nur einen Mietkaufvertrag damit ich langfristig bleiben kann und das Haus so einfach abbezahlen aber den bekam ich auch nicht. Sein Anwalt meinte dann, wir könnten ja heiraten, dann wären alle Probleme gelöst.
Da ich in den letzten Jahren viel umziehen musste, und es mir gesundheitlich immer schlechter ging, war mir sehr an einem Mietkauf gelegen aber irgendwie wollte er das auch nicht. Da ich nicht locker liess meinte er dann, daß wir dann eben heiraten. Wir wohnen ja ohnehin zusammen und lieben uns. Ich sagte, daß ich das aber nur will wenn er das auch machen würde wenn wir alle beide arme Schlucker wären und Geld etc. keine Rolle spiele. Wir waren uns einig, daß wir da keine große Sache draus machen wollen, also keine Gäste, Trauzeugen, Feier. Trauringe erst auch nicht, aber ich fand es dann doch irgendwie wichtig wenn man schon sonst alle Romantik spart. Welche aus dem Kaugummiautomaten reichen, hauptsache man kauft sie zusammen und sie erinnern einen daran. Er meinte dann ok, dann gehen wir zum Juwelier.
Irgendwie hatte ich bemerkt, daß das Feuer ein wenig kleiner brannte, dem aber nicht so viel Bedeutung zugemessen und das auf den Alltag geschoben, da es noch nicht an mir genagt hatte. Wir unternahmen nicht mehr wirklich etwas und, was mich mehr beschäftigte, gingen auch nicht mehr abends zusammen ins Bett oder standen morgens zusammen auf, denn das ist mir sehr viel wert.
Er ist eher der Frühaufsteher und ich die Nachteule, aber anfangs haben wir uns jeder ein wenig in die andere Richtung bewegt und die gemeinsame Zeit genossen. Er war total begeistert von mir und fand mich so herrlich unkompliziert und endlich mal praktisch begabt weil seine bisherigen Frauen keinen Nagel in die Wand hauen konnten. Es gab kaum Meinungsverschiedenheiten und wenn doch, konnte man das ausdiskutieren. Er schleppte mich überall mit hin aber ich kam da meist nicht gut an und merkte dann auch, daß er dann nicht richtig zu mir stand. Also vermied ich es irgendwann mit ihm zu Leuten aus seiner Verwandtschaft zu gehen.
Als meine Mutter zu Besuch war und mich so mies behandelte, daß ich nur noch ein heulendes Wrack war, sah er dabei nur ihre angebliche Not und kümmerte sich um sie und fiel mir damit böse in den Rücken. Er brachte sie ins Hotel, sie reiste ab und der Kontakt ist seitdem abgebrochen. Kann das hier jetzt nicht richtig erklären, war aber sehr hart. Gelegentlich regt er sich auf wenn ich was „verschwende“, also das Wasser beim Duschen etc und ich soll immer alles aufessen, weil es erst was Neues gibt wenn das alle ist, dabei haben wir Hühner die sich gerne um Essensreste kümmern.
Als dann der Termin für die Trauringe anstand meinte er, daß ihm das alles zu knapp sei, er wolle auch noch Fisch und einen Kalender (Nov) kaufen und er fände es unhöflich dem Juwelier gegenüber, wenn wir da in der letzten Stunde vor der Mittagspause hingehen (?!).  
Das hat mich tief getroffen und wir haben uns lange gestritten und uns dann auf den nächsten Vormittag geeinigt.
Am nächsten Vormittag passte ihm das wieder nicht weil wir angeblich nicht früh genug los kamen. Gleiche Kerbe. Stimmung vollkommen im Eimer. Also fiel es wieder aus. Wir stritten uns noch länger.
Das sieht dann so aus, daß ich ihm erklären will, warum mich das verletzt (wenn man EINMAL im Leben Trauringe kauft, darf das auch mal wichtig genug sein um sich nicht zwischen Fisch und Kalender zwängen zu müssen&hellip, es kommt aber von ihm keine Reaktion des Verstehens, eher antwortet er gar nicht oder widerspricht. Ja länger ich rede, desto verzweifelter werde ich und nach Stunden des Auflaufens verliere ich die Fassung, werde laut, heule, werfe mit Kissen. Er übt sich in Ignoranz, liest dabei Bücher, geht aus dem Zimmer und beweist mir jede Sekunde und immer deutlicher, daß ich dabei verrecken kann. Z.B. legt er sich hin und schläft einfach, was mir das Gefühl gibt, dass ich Luft bin. Er wirft mir vor, daß ich laut werde, dabei werde ich erst nach Stunden des unermüdlichen Versuchens einer Klärung laut, (während er mich auflaufen lässt), weil ich ihn nicht mehr wieder erkenne und langsam Angst kriege.
Am dritten Vormittag wollte er vorher noch zum Bauern und danach zum Weinhändler, also plante ich das so, daß das mit den Öffnungszeiten passte. Wir gingen zusammen mit meiner Freundin los, die nicht wusste, daß wir uns wegen der Zeit auf den kurzen Weg geeingt hatten. Sie bog auf den langen Weg ein und er ging mit. Sie wollte wissen warum wir uns gezofft hätten und ich sagte nur, daß es mir zu viel gewesen sei, meine Trauringe in 5 min zur richtigen Uhrzeit zwischen Fisch und Kalender aussuchen zu müssen und er das aber schon zwei Tage lang vollkommen ausreichend fand. Daraufhin machte er mich lächerlich. Ich sagte ich wolle so nicht weitergehen, ausserdem sind wir auf dem langen Weg und es wird dann wieder knapp. Da ging er eben einfach weiter mit meiner Freundin und sie liessen mich stehen. Sie gingen die große Runde und es dauerte mindestens eine Stunde bis sie zurück waren. Da sagte er dann nur, er fahre jetzt zum Supermarkt, also wieder keine Ringe. Ich habe gesagt das könne er nicht machen aber er stieg ins Auto und wollte losfahren. Habe mich dann davor gestellt. Da hat er dann Radio gehört und ist irgendwann ausgestiegen um die grüne Tonne mit Laub vollzustopfen weil die ja schon in 3 Tagen abgeholt wird. Anschliessend ging der Streit weiter. Er sitzt da wie eine uneinnehmbare Festung und ich zerschelle. Ich habe das Gefühl das macht im Spass.
Er hat einen harten und kalten Blick und verhöhnt mich zwischendurch, was mir nur noch mehr weh tut.
Beim letzten erbitterten Streit wegen des Betriebsgebäudes (weil ich event. Alles verliere weil er sich entgegen seiner Angebote um gar nichts gekümmert hat), haben wir einen Termin bei einer Beratungsstelle gemacht. Es gab einige Wartezeit und da war dann aber alles gerade im Lot und es gab kaum Redebedarf. Wir bekamen dennoch einen Folgetermin.
Nach dem ganzen Stress der letzten Woche weigert er sich, sich mit mir auszusprechen, zeigt auch ansonsten keine Reaktion oder Interesse, behandelt mich wie Luft. Heute war ich bei einer Gerichtsverhandlung weil mich jemand betrogen hatte und es ging um viel. Leider habe ich alles verloren weil es der Gegenseite gelungen ist meinen Anwalt zu linken und wir ein einer juruistischen Spitzfindigkeit scheiterten. Also anstatt Schadensersatz für zerstörte Ware noch Kosten. Als ich abends zurückkehrte grüßte er mich nicht, noch fragte er nach dem Tag, er sah fern und verkündete dann, er gehe schlafen. Ich habe ihm bereits vor Tagen gesagt, daß sein Vorhaben, mich bis zum Termin zu ignorieren nicht aufgehe, weil er sich bitte erst wieder mit mir zusammenraufen soll. Ich habe keinerlei  Interesse an so einer Sache wenn wir so desaströs abstehen und sehe keinen Sinn darin wenn er mir kein Interesse mehr an unserer Beziehung oder meiner Person entgegenbringt..
Er lässt mich aber eiskalt auflaufen und geht schlafen. Ich kann da zwar hingehen, möchte aber nicht dahin, ohne daß er überhaupt Interesse zeigt mit mir auszukommen. Er kocht mich seit Tagen aus und mauert mit eiskaltem Blick. Ich habe das Gefühl er will versuchen mich da zusammen mit der Dame zurechtzubiegen, also noch mehr Manipulation. Er ist da letztes Mal gut angekommen und ich glaube er will nichts Gutes. Wenn ich dann nicht spure bin ich selber schuld. Es geht, glaube ich nur darum, daß er einen Komplizen sucht um mir etwas heimzuzahlen. Und dann kann er mich einfach rauswerfen.
Hört sich vielleicht etwas wahnhaft an, aber so scheint es mir.
Ich verstehe die Welt nicht mehr. Ich weiß nicht mehr weiter. Einerseits war ich so glücklich mit ihm, andererseits sehe ich jetzt eine ganz andere Seite und die macht mir Angst. Ich will nur aus den richtigen Gründen heiraten. Andererseits habe ich absolut nichts mehr ausser mich vom Dach zu stürzen. Ich bin ausgebrannt und kampfunfähig von den letzten harten Jahren und weiß nicht wohin ich soll. Aber ich will auch nicht in die nächste Katastrophe rutschen.
Ich hätte gerne Eure Meinung zu dieser Entwicklung. Es ist so schwarz und weiß, daß es mir Angst macht.


 

sag mal merkst du denn gar nicht dass das alles bla bla ist?

der typ hat selbst nicht einen cent in der Tasche!!!

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