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Was soll ich bloß machen?

29. Juni um 21:58

Hallo Zusammen,

ich weiß nicht recht wie ich beginnen soll. Ich habe bisher noch nie auf diese Weise meine Sele ausgeschüttet und weiß eigentlich auch, daß dies meine Probleme nicht lösen, aber eventuell linden wird, wenn ich sie einfach mal niederschreibe und hier kundtue.

Wie soll es auch anders sein, sind meine Probleme Beziehungstechnischer Art. Ich, mittlerweile 42 Jahre alt, seit 13 Jahren verheiratet und zwei Kinder (Sohn 9, Tochter 2) habe das Gefühl das unsere Ehe mittlerweile an einem Punkt angekommen ist, an dem ich diese nicht mehr weiterführen möchte. Schon seit längerem tragen meine Frau und ich jeden Tag kleinere und große Gefechte aus, die oft mit Nichtigkeiten beginnen aber in einem Handfesten Streit enden. Dies hat sich gefühlt seit der Geburt unserer Tochter verschlimmert. Ich muss dazu sagen, daß ich erst gegen ein weiteres Kind war, da ich immer der Meinung war, das meine Frau mit zwei Kindern etwas überfordert wäre, was ich aber natürlich meinen Kindern niemals sagen würde, da ich bei abgöttisch liebe. Vorneweg möchte ich aber gleich einwerfen, das ich mich natürlich auch um Kinder und Haushalt mit kümmere. Meine Frau arbeitet aktuell Teilzeit und unser Sohn geht in die Schule und ist Nachmittags in der Regel bei Oma und Opa, und unsere Tochter geht seit ihrem 2.Lebensjahr ganztags in den Kindergarten, so daß meine Frau in der Regel, bis auf an ihren beiden Arbeitstagen, sehr viel Zeit zur Verfügung hat, während ich nach meinem Feierabend erst unserem Sohn abhole, auf dem Heimweg noch einkaufen fahre und mich oft ums Essen kümmere und dann, bis zur Schlafenzeit, mich um die Kids kümmere (vom Wäsche machen, Saugen und wischen gar nicht erst zu reden) . Damit habe ich nach meinem Empfinden sehr wenig Zeit für mich, die ich mir dann quasi von der Schlafenszeit der Kids bis ich dann ins Bett gehe, nehme. Das stößt wiederum meiner Frau auf, weil sie der Meinung ist, alles andere würde vor Ihr kommen, was ich auch nicht bestreiten kann, da die Kinder bei mir immer erst zu erst kommen.

Vor ca. einem Jahr habe ich dann auch noch erfahren, daß sie sich regelmäßig mit einem alten "Freund" austauscht (da möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen, nur soweit, daß die Bilder und Texte sehr explizit wahren), mit dem sie augenscheinlich auch Ihren Freund vor unserer Beziehung betrogen hat. Nachdem ich sie damit konfrontiert hatte, wurde die Schuld eher bei mir gesehen, da wenn ich mich mehr kümmern würde, sie so etwas ja gar nicht machen müßte. Das habe ich natürlich etwas anders gesehen. Nachdem wir uns ausgesprochen hatten, lief es eine kurze Zeit auch sehr gut bis es doch wieder in die alten Muster gelaufen ist mit den jeweiligen für den anderen geltenden Vorwürfen.

Erschwerend dazu kommt jetzt auch noch, daß ich aktuell nicht nur keine Gefühle mehr für meine Frau habe, sondern welche für eine Kollegin entwickelt habe, mit der ich jeden Tag zusammenarbeite. Mein Kopf sagt mir, das dies niemals etwas werden kann, da sie nicht nur erst 29 Jahre alt ist, sondern ich auch noch ihr direkter Vorgesetzter bin. Wenn ich weiß das sie da ist, freue ich mich regelrecht auf das Büro. Von unseren Kollegen kommt oft der Kommentar wir würden uns wie ein Ehepaar verhalten, so wie wir miteinander umgehen. Unser Verhältnis ist so eng, daß wir uns sogar gegenseitig unser Herz bei Problemen ausgeschüttet haben. In dem Zeitraum in dem die Probleme mit meiner Frau eskaliert sind, hat sie sich von Ihrem Partner getrennt, so daß das Kopfkino (was wäre wenn) bei mir natürlich erst richtig losging. Ich möchte noch einwerfen das es dabei mir nicht nur um Sex geht, ich möchte sie einfach nur immer in meiner Nähe haben. Es ist zwischen uns auch in keinster Weise etwas gelaufen, was für mich während einer Beziehung auch ein no go wäre.

Diese Woche ist es bei mir und meiner Frau wieder in soweit eskaliert, das ich Ihr ganz ruhig gesagt habe, das ich mir in der letzten Zeit häufig die Frage gestellt habe, ob ich unsere Ehe weiter aufrecht erhalten möchte. Dies hat sie erst mit einem Lachen abgetan, wo ich ihr dann vermittelt habe, das mir dabei gar nicht zum Lachen ist, und ich das tot ernst meine. Hier wurde die Schuld wieder nur bei mir gesehen, das ich ja immer so abweisend wäre. Auf meinen Einwand das ich so bin, weil ich wegen jeder Kleinigkeit "angeschissen" werde, wurde wieder nicht eingegangen.

Außerdem haben wir keinerlei gemeinsame Aktivitäten mehr. Zum weggehen muss ich sie regelrecht zwingen, und unser Freundeskreis ist aufgrund der Tatsache, daß meine Frau nie etwas machen möchte, erst recht keinen zu uns nach Hause einladen möchte, quasi auf Null geschrumpft.

Jetzt weiß ich einfach nicht mehr weiter und weiß nicht was ich machen soll? Soll ich versuchen meine Ehe zu retten oder.....? Mir ist bewußt, daß ich alleine zu einer Entscheidung kommen muss, aber es hat schon etwas geholfen das ganze mal nieder zu schreiben.

Dankeschön
Nico

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29. Juni um 22:23

Vielleicht mal mit einer Paartherapie versuchen 
das kann viel aufarbeiten und wenn man vor der Therapeutin streitet sieht man die 
Dinge vielleicht klarer und kann auch sehen wo die eigenen Fehler liegen, weil oftmals scheitert es in einem Streit ja nur am vehementen Glauben an die eigene Unschuld.

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29. Juni um 22:26

Ich höre bei deiner Geschichte sehr viel Überarbeitung/Stress heraus... habt ihr schonmal eine Paartherapie versucht? 

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29. Juni um 22:52

Beruflich bin ich zwar sehr eingespannt, aber das ist für mich auch kein Stress. Wenn ich von der Arbeit komme bin ich auch gerne dafür noch etwas zu machen, sei es alleine oder auch mit der Familie. Bezüglich einer Paartherapie muss ich leider eingestehen, das ich bei so etwas immer Vorbehalte habe. Fragt. Mich bitte nicht warum, aber ich bin da etwas komisch. Allerdings muss ich dazu sagen das ich mich zu dem Thema mittlerweile auch online durchforsten, was ich bis vor kurzem auch nie gemacht hätte.

Selbst Literatur bin ich kurz davor zu laufen, die ironischerweise mir die besagte Kollegin zu dem Thema empfohlen hat. 

Aktuell habe ich einfach etwas Angst vor jemandem fremdes "die Hosen runter zu lassen". 

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30. Juni um 9:30

Lauf!!!!   

was ne faule Mutter!  aber sie wollte 2 Kinder  macht nichts im Haushalt.....   ich könnte kot***.

    schau dass das mit der Kollegin was wird und dann geh! 

obwohl ich nicht verstehe wieso man sich zu einem 2. Kind überreden lässt 

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30. Juni um 10:29
In Antwort auf nordhesse

Hallo Zusammen, 
 
ich weiß nicht recht wie ich beginnen soll. Ich habe bisher noch nie auf diese Weise meine Sele ausgeschüttet und weiß eigentlich auch, daß dies meine Probleme nicht lösen, aber eventuell linden wird, wenn ich sie einfach mal niederschreibe und hier kundtue. 
 
Wie soll es auch anders sein, sind meine Probleme Beziehungstechnischer Art. Ich, mittlerweile 42 Jahre alt, seit 13 Jahren verheiratet und zwei Kinder (Sohn 9, Tochter 2) habe das Gefühl das unsere Ehe mittlerweile an einem Punkt angekommen ist, an dem ich diese nicht mehr weiterführen möchte. Schon seit längerem tragen meine Frau und ich jeden Tag kleinere und große Gefechte aus, die oft mit Nichtigkeiten beginnen aber in einem Handfesten Streit enden. Dies hat sich gefühlt seit der Geburt unserer Tochter verschlimmert. Ich muss dazu sagen, daß ich erst gegen ein weiteres Kind war, da ich immer der Meinung war, das meine Frau mit zwei Kindern etwas überfordert wäre, was ich aber natürlich meinen Kindern niemals sagen würde, da ich bei abgöttisch liebe. Vorneweg möchte ich aber gleich einwerfen, das ich mich natürlich auch um Kinder und Haushalt mit kümmere. Meine Frau arbeitet aktuell Teilzeit und unser Sohn geht in die Schule und ist Nachmittags in der Regel bei Oma und Opa, und unsere Tochter geht seit ihrem 2.Lebensjahr ganztags in den Kindergarten, so daß meine Frau in der Regel, bis auf an ihren beiden Arbeitstagen, sehr viel Zeit zur Verfügung hat, während ich nach meinem Feierabend erst unserem Sohn abhole, auf dem Heimweg noch einkaufen fahre und mich oft ums Essen kümmere und dann, bis zur Schlafenzeit, mich um die Kids kümmere (vom Wäsche machen, Saugen und wischen gar nicht erst zu reden) . Damit habe ich nach meinem Empfinden sehr wenig Zeit für mich, die ich mir dann quasi von der Schlafenszeit der Kids bis ich dann ins Bett gehe, nehme. Das stößt wiederum meiner Frau auf, weil sie der Meinung ist, alles andere würde vor Ihr kommen, was ich auch nicht bestreiten kann, da die Kinder bei mir immer erst zu erst kommen. 
 
Vor ca. einem Jahr habe ich dann auch noch erfahren, daß sie sich regelmäßig mit einem alten "Freund" austauscht (da möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen, nur soweit, daß die Bilder und Texte sehr explizit wahren), mit dem sie augenscheinlich auch Ihren Freund vor unserer Beziehung betrogen hat. Nachdem ich sie damit konfrontiert hatte, wurde die Schuld eher bei mir gesehen, da wenn ich mich mehr kümmern würde, sie so etwas ja gar nicht machen müßte. Das habe ich natürlich etwas anders gesehen. Nachdem wir uns ausgesprochen hatten, lief es eine kurze Zeit auch sehr gut bis es doch wieder in die alten Muster gelaufen ist mit den jeweiligen für den anderen geltenden Vorwürfen. 
 
Erschwerend dazu kommt jetzt auch noch, daß ich aktuell nicht nur keine Gefühle mehr für meine Frau habe, sondern welche für eine Kollegin entwickelt habe, mit der ich jeden Tag zusammenarbeite. Mein Kopf sagt mir, das dies niemals etwas werden kann, da sie nicht nur erst 29 Jahre alt ist, sondern ich auch noch ihr direkter Vorgesetzter bin. Wenn ich weiß das sie da ist, freue ich mich regelrecht auf das Büro. Von unseren Kollegen kommt oft der Kommentar wir würden uns wie ein Ehepaar verhalten, so wie wir miteinander umgehen. Unser Verhältnis ist so eng, daß wir uns sogar gegenseitig unser Herz bei Problemen ausgeschüttet haben. In dem Zeitraum in dem die Probleme mit meiner Frau eskaliert sind, hat sie sich von Ihrem Partner getrennt, so daß das Kopfkino (was wäre wenn) bei mir natürlich erst richtig losging. Ich möchte noch einwerfen das es dabei mir nicht nur um Sex geht, ich möchte sie einfach nur immer in meiner Nähe haben. Es ist zwischen uns auch in keinster Weise etwas gelaufen, was für mich während einer Beziehung auch ein no go wäre. 
 
Diese Woche ist es bei mir und meiner Frau wieder in soweit eskaliert, das ich Ihr ganz ruhig gesagt habe, das ich mir in der letzten Zeit häufig die Frage gestellt habe, ob ich unsere Ehe weiter aufrecht erhalten möchte. Dies hat sie erst mit einem Lachen abgetan, wo ich ihr dann vermittelt habe, das mir dabei gar nicht zum Lachen ist, und ich das tot ernst meine. Hier wurde die Schuld wieder nur bei mir gesehen, das ich ja immer so abweisend wäre. Auf meinen Einwand das ich so bin, weil ich wegen jeder Kleinigkeit "angeschissen" werde, wurde wieder nicht eingegangen. 
 
Außerdem haben wir keinerlei gemeinsame Aktivitäten mehr. Zum weggehen muss ich sie regelrecht zwingen, und unser Freundeskreis ist aufgrund der Tatsache, daß meine Frau nie etwas machen möchte, erst recht keinen zu uns nach Hause einladen möchte, quasi auf Null geschrumpft. 
 
Jetzt weiß ich einfach nicht mehr weiter und weiß nicht was ich machen soll? Soll ich versuchen meine Ehe zu retten oder.....? Mir ist bewußt, daß ich alleine zu einer Entscheidung kommen muss, aber es hat schon etwas geholfen das ganze mal nieder zu schreiben. 
 
Dankeschön 
Nico
 

Und was macht deine Frau bitte an den restlichen 3 Tagen - wenn Kind 1 bei den Großeltern ist und Kind 2 im Kindergarten ? 

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30. Juni um 15:58
In Antwort auf beulah_12891185

Und was macht deine Frau bitte an den restlichen 3 Tagen - wenn Kind 1 bei den Großeltern ist und Kind 2 im Kindergarten ? 

vermutlich sein Geld ausgeben 

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30. Juni um 16:53
In Antwort auf sxren_18247537

Lauf!!!!   

was ne faule Mutter!  aber sie wollte 2 Kinder  macht nichts im Haushalt.....   ich könnte kot***.

    schau dass das mit der Kollegin was wird und dann geh! 

obwohl ich nicht verstehe wieso man sich zu einem 2. Kind überreden lässt 

Grundsätzlich war ich ja nie gegen ein zweites Kind im Gegenteil ich hätte gern auch mehr. Ich will meine Tochter auch nicht mehr missen. Ich hatte nur die Befürchtung das es zu Konflikten kommen würde, was sich ja leider auch bewahrheitet hat. 

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30. Juni um 17:04
In Antwort auf beulah_12891185

Und was macht deine Frau bitte an den restlichen 3 Tagen - wenn Kind 1 bei den Großeltern ist und Kind 2 im Kindergarten ? 

Meine Frau näht sehr viel und ist neuerdings auch bei solchen Schmink Sachen (ich sag mal Sekte dazu) aktiv und bringt natürlich unsere Tochter morgens in den Kindergarten und holt sich nachmittags wieder ab. An Ihren Arbeitstagen übernehme ich das und fange später an und hole sie dann auch wieder ab. Ab und zu nehme ich sie dann auch mal mit ins Büro oder wenn ich viel zu tun habe, bringe ich sie dann zu meinen Eltern. Was sie sonst so tut, kann ich nicht sagen. Bin ja nicht Zuhause. 

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30. Juni um 17:20
In Antwort auf nordhesse

Meine Frau näht sehr viel und ist neuerdings auch bei solchen Schmink Sachen (ich sag mal Sekte dazu) aktiv und bringt natürlich unsere Tochter morgens in den Kindergarten und holt sich nachmittags wieder ab. An Ihren Arbeitstagen übernehme ich das und fange später an und hole sie dann auch wieder ab. Ab und zu nehme ich sie dann auch mal mit ins Büro oder wenn ich viel zu tun habe, bringe ich sie dann zu meinen Eltern. Was sie sonst so tut, kann ich nicht sagen. Bin ja nicht Zuhause. 

Und auf den Gedanken - dass Familie etwas gemeinsames ist in dem jeder seinen Part zu erfüllen hat - kommt sie nicht ?

Ich möchte ja nix sagen, aber Kind 1 ist in der Schule und am Nachmittag bei den Großeltern . Die Kleine ist im Kindergarten und dann bei ihr . Sie selbst bringt es nicht fertig den Staubsauger auszupacken, wenn Kind 2 nicht zu Hause ist und tägliche Dinge zu erledigen ?

Nett, wenn sie näht wie in einer Sekte, oder für - aber würdest du sie für fähig halten nach der Trennung für die Kinder zu sorgen ?

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30. Juni um 17:23
In Antwort auf nordhesse

Meine Frau näht sehr viel und ist neuerdings auch bei solchen Schmink Sachen (ich sag mal Sekte dazu) aktiv und bringt natürlich unsere Tochter morgens in den Kindergarten und holt sich nachmittags wieder ab. An Ihren Arbeitstagen übernehme ich das und fange später an und hole sie dann auch wieder ab. Ab und zu nehme ich sie dann auch mal mit ins Büro oder wenn ich viel zu tun habe, bringe ich sie dann zu meinen Eltern. Was sie sonst so tut, kann ich nicht sagen. Bin ja nicht Zuhause. 

dann soll sie doch wieder mehr arbeiten gehen....

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1. Juli um 13:35
In Antwort auf sxren_18247537

dann soll sie doch wieder mehr arbeiten gehen....

Laut Ihrer Aussage wäre das bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber nicht möglich. Da sie dort oft unzufrieden ist (Arbeitszeiten und Lohn), hatte ich vorgechlagen die Stelle zu Wechsel. Ich hätte sie sogar bei meinem ehemaligen Arbeitgeber unterbringen können, wo sie deutlich mehr verdienen hätte können.

Gestern war ich auch mal wieder alleine mit den Kids im Freibad, da es Ihr zu Warm war und sie lieber nähen wollte.
 

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1. Juli um 14:21
In Antwort auf nordhesse

Hallo Zusammen, 
 
ich weiß nicht recht wie ich beginnen soll. Ich habe bisher noch nie auf diese Weise meine Sele ausgeschüttet und weiß eigentlich auch, daß dies meine Probleme nicht lösen, aber eventuell linden wird, wenn ich sie einfach mal niederschreibe und hier kundtue. 
 
Wie soll es auch anders sein, sind meine Probleme Beziehungstechnischer Art. Ich, mittlerweile 42 Jahre alt, seit 13 Jahren verheiratet und zwei Kinder (Sohn 9, Tochter 2) habe das Gefühl das unsere Ehe mittlerweile an einem Punkt angekommen ist, an dem ich diese nicht mehr weiterführen möchte. Schon seit längerem tragen meine Frau und ich jeden Tag kleinere und große Gefechte aus, die oft mit Nichtigkeiten beginnen aber in einem Handfesten Streit enden. Dies hat sich gefühlt seit der Geburt unserer Tochter verschlimmert. Ich muss dazu sagen, daß ich erst gegen ein weiteres Kind war, da ich immer der Meinung war, das meine Frau mit zwei Kindern etwas überfordert wäre, was ich aber natürlich meinen Kindern niemals sagen würde, da ich bei abgöttisch liebe. Vorneweg möchte ich aber gleich einwerfen, das ich mich natürlich auch um Kinder und Haushalt mit kümmere. Meine Frau arbeitet aktuell Teilzeit und unser Sohn geht in die Schule und ist Nachmittags in der Regel bei Oma und Opa, und unsere Tochter geht seit ihrem 2.Lebensjahr ganztags in den Kindergarten, so daß meine Frau in der Regel, bis auf an ihren beiden Arbeitstagen, sehr viel Zeit zur Verfügung hat, während ich nach meinem Feierabend erst unserem Sohn abhole, auf dem Heimweg noch einkaufen fahre und mich oft ums Essen kümmere und dann, bis zur Schlafenzeit, mich um die Kids kümmere (vom Wäsche machen, Saugen und wischen gar nicht erst zu reden) . Damit habe ich nach meinem Empfinden sehr wenig Zeit für mich, die ich mir dann quasi von der Schlafenszeit der Kids bis ich dann ins Bett gehe, nehme. Das stößt wiederum meiner Frau auf, weil sie der Meinung ist, alles andere würde vor Ihr kommen, was ich auch nicht bestreiten kann, da die Kinder bei mir immer erst zu erst kommen. 
 
Vor ca. einem Jahr habe ich dann auch noch erfahren, daß sie sich regelmäßig mit einem alten "Freund" austauscht (da möchte ich nicht zu sehr ins Detail gehen, nur soweit, daß die Bilder und Texte sehr explizit wahren), mit dem sie augenscheinlich auch Ihren Freund vor unserer Beziehung betrogen hat. Nachdem ich sie damit konfrontiert hatte, wurde die Schuld eher bei mir gesehen, da wenn ich mich mehr kümmern würde, sie so etwas ja gar nicht machen müßte. Das habe ich natürlich etwas anders gesehen. Nachdem wir uns ausgesprochen hatten, lief es eine kurze Zeit auch sehr gut bis es doch wieder in die alten Muster gelaufen ist mit den jeweiligen für den anderen geltenden Vorwürfen. 
 
Erschwerend dazu kommt jetzt auch noch, daß ich aktuell nicht nur keine Gefühle mehr für meine Frau habe, sondern welche für eine Kollegin entwickelt habe, mit der ich jeden Tag zusammenarbeite. Mein Kopf sagt mir, das dies niemals etwas werden kann, da sie nicht nur erst 29 Jahre alt ist, sondern ich auch noch ihr direkter Vorgesetzter bin. Wenn ich weiß das sie da ist, freue ich mich regelrecht auf das Büro. Von unseren Kollegen kommt oft der Kommentar wir würden uns wie ein Ehepaar verhalten, so wie wir miteinander umgehen. Unser Verhältnis ist so eng, daß wir uns sogar gegenseitig unser Herz bei Problemen ausgeschüttet haben. In dem Zeitraum in dem die Probleme mit meiner Frau eskaliert sind, hat sie sich von Ihrem Partner getrennt, so daß das Kopfkino (was wäre wenn) bei mir natürlich erst richtig losging. Ich möchte noch einwerfen das es dabei mir nicht nur um Sex geht, ich möchte sie einfach nur immer in meiner Nähe haben. Es ist zwischen uns auch in keinster Weise etwas gelaufen, was für mich während einer Beziehung auch ein no go wäre. 
 
Diese Woche ist es bei mir und meiner Frau wieder in soweit eskaliert, das ich Ihr ganz ruhig gesagt habe, das ich mir in der letzten Zeit häufig die Frage gestellt habe, ob ich unsere Ehe weiter aufrecht erhalten möchte. Dies hat sie erst mit einem Lachen abgetan, wo ich ihr dann vermittelt habe, das mir dabei gar nicht zum Lachen ist, und ich das tot ernst meine. Hier wurde die Schuld wieder nur bei mir gesehen, das ich ja immer so abweisend wäre. Auf meinen Einwand das ich so bin, weil ich wegen jeder Kleinigkeit "angeschissen" werde, wurde wieder nicht eingegangen. 
 
Außerdem haben wir keinerlei gemeinsame Aktivitäten mehr. Zum weggehen muss ich sie regelrecht zwingen, und unser Freundeskreis ist aufgrund der Tatsache, daß meine Frau nie etwas machen möchte, erst recht keinen zu uns nach Hause einladen möchte, quasi auf Null geschrumpft. 
 
Jetzt weiß ich einfach nicht mehr weiter und weiß nicht was ich machen soll? Soll ich versuchen meine Ehe zu retten oder.....? Mir ist bewußt, daß ich alleine zu einer Entscheidung kommen muss, aber es hat schon etwas geholfen das ganze mal nieder zu schreiben. 
 
Dankeschön 
Nico
 

Man ist nicht nur aus Zufall und Laune zusammen und es liegt an euch Beiden , ob diese verfahrene Geschichte noch etwas werden könnte ...

bring die Kinder am Wochenende zu den Großeltern und dann nehmt euch Zeit füreinander ....besprecht, OHNE Schuldzuweisungen , was Dir / Euch in der Beziehung fehlt und was ihr tun möchtet, um es wieder zu bekommen ...

., schreibt es auf ...und dann arbeitet euch durch die Punkte ...
., redet miteinander ..ruhig, sachdienlich , herzlich

Viel Glück
 

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1. Juli um 14:36
In Antwort auf beulah_12891185

Und auf den Gedanken - dass Familie etwas gemeinsames ist in dem jeder seinen Part zu erfüllen hat - kommt sie nicht ?

Ich möchte ja nix sagen, aber Kind 1 ist in der Schule und am Nachmittag bei den Großeltern . Die Kleine ist im Kindergarten und dann bei ihr . Sie selbst bringt es nicht fertig den Staubsauger auszupacken, wenn Kind 2 nicht zu Hause ist und tägliche Dinge zu erledigen ?

Nett, wenn sie näht wie in einer Sekte, oder für - aber würdest du sie für fähig halten nach der Trennung für die Kinder zu sorgen ?

Das mit der "Sekte" war eher auf die Schminkerei bezogen.

Wenn ich ehrlich bin traue ich ihr nicht zu alleine für die Kids zu sorgen. Das ist ja bei mir der springende Punkt, warum ich glaube ich hadere. Im Falle einer Trennung würde sie wahrscheinlich vorerst wieder zu Ihren Eltern ziehen. Die wohnen 150km von uns weg und haben ein 2-Familien Haus in dem die 2. Wohnung leer steht. Meine Schwingermutter hat ein "Helfersyndrom", und würde den Haushalt wahrscheinlich im Alleingang schmeißen. So wären die Kids erstmal wahrscheinlich weg, was ich auch nicht aushalten würde.

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1. Juli um 15:07
In Antwort auf nordhesse

Meine Frau näht sehr viel und ist neuerdings auch bei solchen Schmink Sachen (ich sag mal Sekte dazu) aktiv und bringt natürlich unsere Tochter morgens in den Kindergarten und holt sich nachmittags wieder ab. An Ihren Arbeitstagen übernehme ich das und fange später an und hole sie dann auch wieder ab. Ab und zu nehme ich sie dann auch mal mit ins Büro oder wenn ich viel zu tun habe, bringe ich sie dann zu meinen Eltern. Was sie sonst so tut, kann ich nicht sagen. Bin ja nicht Zuhause. 

"Was sie sonst so tut, kann ich nicht sagen. Bin ja nicht Zuhause. "

Auch sehr bezeichnend.
Unterhaltet ihr euch überhaupt noch über euch?

Lass Dich mal von einem Anwalt beraten.
Letzlich kann sie nicht ohne weiteres 150 km wegziehen.
Und für den Kindesumgang kann man 50:50 vereinbaren
 

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1. Juli um 17:21
In Antwort auf nordhesse

Laut Ihrer Aussage wäre das bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber nicht möglich. Da sie dort oft unzufrieden ist (Arbeitszeiten und Lohn), hatte ich vorgechlagen die Stelle zu Wechsel. Ich hätte sie sogar bei meinem ehemaligen Arbeitgeber unterbringen können, wo sie deutlich mehr verdienen hätte können.

Gestern war ich auch mal wieder alleine mit den Kids im Freibad, da es Ihr zu Warm war und sie lieber nähen wollte.
 

wow. was ne faule Frau 

weder Hausarbeit noch arbeiten gehen wollen. 
Sie genießt es von deinem Geld zu leben

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1. Juli um 19:06
In Antwort auf sxren_18247537

wow. was ne faule Frau 

weder Hausarbeit noch arbeiten gehen wollen. 
Sie genießt es von deinem Geld zu leben

Die würde ich auch Vollzeit arbeiten schicken, damit zumindest Geld reinkommt, wenn die Kinder sowieso in den Kindergarten (ganztags obwohl erst 2 Jahre alt) und der Sohn am Nachmittag von den Großeltern betreut wird . Das wahrscheinlich inklusive Essen (das mit Kochen verbunden ist), Hausaufgabenbetreuung udgl. 

Ich sehe da auch eine sehr faule Frau vor mir - die sich nur selbst verwirklicht und die Schuld anderen zuschiebt und andererseits dennoch autonom agieren möchte .

Also so manche Frau ist tatsächlich für den Hugo und Mann lässt das mit sich mache - hat ja offensichtlich Jahre gut funktioniert . Jetzt wird der Frust mal eben klar - weil eine andere Frau im Spiel ist und die Frau sich eh 1 Jahr nach der Geburt des gemeinsamen Kindes - mitunter die S** rausgelassen hat bzw. Schreibtiraden und Fotos mit gutem Freund mit dem sie schon mal in der Kiste war .

Da ist ja nix mehr vorhanden . Kein Respekt, keine Akzeptanz und kein Verstand . Sie bleibt zu Hause zum Nähen und er geht mit den Kindern alleine zum Schwimmen - da kann man nichts mehr retten und sollte eigentlich mehr die Konsequenzen daraus ziehen und es gut sein lassen . Der Karren hängt schon lange .
 

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2. Juli um 22:17

Wenn es ja nur so einfach wäre. Ich denke immer, wenn ich es so machen würde, das ich meine Familie im Stich lassen würde. 

Gerade weil ich meine Kollegin ehrlich mag, habe ich Hemmungen das zu Vertiefen. Erstens wäre das für uns beide ein beruflicher Einschnitt, da ich ja Ihr Vorgesetzter bin und es auf wenig Akzeptanz in unserer Abteilung und bei meinem Chef stoßen würde. Um den aus dem aus dem Weg zu gehen würde ich dann (wenn es klappen sollte) eher die Firma wechseln. Weiterhin hemt mich der Altersunterschied von 13 Jahren. Fragt mich bitte nicht warum. 

Noch dazu hätte ich die Angst, das meine Kollegin zum Buhmann gemacht wird und ggf. als Ursache für die Trennung hingestellt wird. 

Wie auch immer, bevor ich da überhaupt etwas machen würde, muss ich Zuhause Tacheles reden. 

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2. Juli um 22:31

Solltest Du nicht erst mal den ersten Schritt machen und Dich von Deiner Frau trennen bevor Du Dir Gedanken zu der Freundin machst?

Oder willst Du nur warm wechseln?

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2. Juli um 23:21
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Solltest Du nicht erst mal den ersten Schritt machen und Dich von Deiner Frau trennen bevor Du Dir Gedanken zu der Freundin machst?

Oder willst Du nur warm wechseln?

Nein, das würde ich natürlich nicht machen (siehe Zitat:

Wie auch immer, bevor ich da überhaupt etwas machen würde, muss ich Zuhause Tacheles reden. 

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3. Juli um 8:19
In Antwort auf nordhesse

Nein, das würde ich natürlich nicht machen (siehe Zitat:

Wie auch immer, bevor ich da überhaupt etwas machen würde, muss ich Zuhause Tacheles reden. 

Eben.
Einen Schritt nach dem anderen...

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3. Juli um 9:54
In Antwort auf nordhesse

Wenn es ja nur so einfach wäre. Ich denke immer, wenn ich es so machen würde, das ich meine Familie im Stich lassen würde. 

Gerade weil ich meine Kollegin ehrlich mag, habe ich Hemmungen das zu Vertiefen. Erstens wäre das für uns beide ein beruflicher Einschnitt, da ich ja Ihr Vorgesetzter bin und es auf wenig Akzeptanz in unserer Abteilung und bei meinem Chef stoßen würde. Um den aus dem aus dem Weg zu gehen würde ich dann (wenn es klappen sollte) eher die Firma wechseln. Weiterhin hemt mich der Altersunterschied von 13 Jahren. Fragt mich bitte nicht warum. 

Noch dazu hätte ich die Angst, das meine Kollegin zum Buhmann gemacht wird und ggf. als Ursache für die Trennung hingestellt wird. 

Wie auch immer, bevor ich da überhaupt etwas machen würde, muss ich Zuhause Tacheles reden. 

Tacheles reden?
du solltest gehen...

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