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Was mach ich falsch? Hilferuf!

29. April 2003 um 15:52

Hallo Ihr da draussen,

ich bräuchte mal dringend Euren Rat/Eure Erfahrungen. Obwohl ich eigentlich nicht unerfahren im Umgang mit Männern bin (bilde ich mir zumindestens ein nach einigen Beziehhungen) habe ich im Moment ein Problem, das mich schon immer beschäftigt hat, jetzt ab zum "echten" problem wird, aber ich fang besser mal von vorn an:

Ich habe mit meinem Ex eine kleine süße Tochter (3,5 Jahre). Wir haben uns getrennt, als sie ein halbes Jahr alt war und (Asche auf mein haupt), ich habe ihm mit der Trennung damals ziemlich vor den Kopf geschlagen. Es kam für ihn mehr oder weniger aus heiterem Himmel. Wir haben uns eigentlich super verstanden und ausser meinen hormonellen Umstellungen und Launen und dem Fakt, dass plötzlich alles anders war in meinem Leben durch das Kind, war eigentlich kein Grund vorhanden, ihn einfach so abzuschiessen und sich nem neuen in die Arme zu werfen.

Ich nehme diese Verantwortung auch voll auf mich und im Nachhinein bereue ich es zutiefst, damals nicht mehr für unsere Beziehung getan zu haben.

Aber ungeschehen kann man nichts machen, nur aus Fehlern lernen.

Nun haben wir zwar in den 3 Trennungsjahren Kontakt gehabt, aber eher unregelmässig. Begleitet von viel Frust (seinerseits) und auch Alkohol, der dann zunehmend bei telefonaten oder Gesprächen zum Aggressionsfaktor wurde (nicht körperliche Aggression, aber verbal). Ich hatte 3 verschiedene Beziehungen in den 3 Jahren und (obwohl jede ganz anders als die andere war) jede hat mich dem Punkt nähr gebracht an dem ich nun bin: Ich weiss, dass es wert ist, um einen Neuanfang zu kämpfen, dass er und unsere Beziehung es wertist (mal ganz abgesehen von dem Kind-aber das ist nicht der Hauptgrund)

Tja, das EIGENTLICHE Problem kommt noch. Alle kleinen Problemchen, die so ein Neuanfang mit sich bringt, Dinge in der Vergangenheit, die aufgearbeitet müssen etc. sehe ich im Moment als bewältigbar an und werde dafür kämpfen, dass wir uns von sowas nicht entmutigen lassen, aber:

Das(/wahrscheinlich leidige, altbekannte) Mann-Frau-Problem bereitet mir jetzt Kopfzerbrechen. Es ist bei mir so, dass ich Sex unheimlich geniesse, aber ihn nicht ständig brauche und auch Kuschel- und Streicheleinheiten als "genug" empfinde(ein paar abende natürlich nur).Vorallem wenn ich nach einem langen Abeitstag (ich bin voll berufstätig und schliesslich doch alleinerziehend-lebe ja allein mit meiner Tochter, auch wenn er viel hilft, wenn er zu besuch ist) nach Hause komme und dann noch Abendbrot und Kind in Bett bringen ansteht, mag ich nur noch Kuscheln.
Er möchte aber weitaus mehr als das bzw. viel öfter Sex. Er fühlt sich,wenn ich es ihm ablehne, als würde ich ihn wegstossen und zieht sich zurück (er wirft mir nichts vor, sondern leidet) und es tut mir einerseits weh, ihn so zu sehen andererseits macht es mich wütend. Weil er es so auf sich bezieht und ich wieder dieses Gefühl von "ich tu ihm schon wieder weh" bekomme und damit bei mir Druck aufgebaut wird, der noch mehr abtörnt (mal jetzt hart gesagt)

Ich leide aber auch drunter, weil ich mir selbst Vorwürfe mache und von Selbstzweifeln gequält werde, ob das etwas zu bedeuten hat, dass ich nicht ständig Bedürfnis nach Sex mit ihm habe (wir sind ja erst seit ca. 5/6 Wochen weider im begriff uns langsam zu nähern).
Ob alles zu schnell geht oder ich doch nicht genug empfinde (wobei ich DARAN nur in DER Situation zweifle).

Ich möchte auf jeden Fall verhindern, dass unser Versuch DARAN zerbricht und möchte Euch um Rat bitten. Habt Ihr schon Erfahrungen mit dem Thema gemacht? Wie habt ihr das Problem gelöst ohne zu verletzen????


Vielen Dank im Voraus für eure antworten (hoffentlich)


sweety

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30. April 2003 um 6:19

Du Ärmste
Guten Morgen,

Du Ärmste, weil noch niemand darauf eine Antwort gegeben hat. Schätze, das Problem ist schwer zu lösen, oder selbst zu diskutieren.... AUA!

Kenne eine Ehe, in der dieses Thema der ständige Streitpunkt ist. Man/frau versteht sich sehr gut, aber gerade in diesem wichtigen Bereich gibt es arge Differenzen.

Ist auch etwas, was nur schwer mit dem Partner zu diskutieren ist, da der, der will, sich verletzt fühlt, dass der Andere nicht will. Der Andere wiederum fühlt sich bedrängt und die Lust ist dann sowieso dahin.

Vielleicht hilft Reden. Einfach sagen, wie es ist. Kann aber auch zu großem Streit führen.

Glaube nicht, dass es was mit Deinen Gefühlen für ihn zu tun hat (das weißt aber nur Du). Wenn Du einen stressreichen Tag hast, dann hast Du auch nicht so große Lust, das ist für eine Frau vollkommen normal. Bei einem Mann .... ehem .... ist Sex dann wohl eher Stressabbau.... so wie Zeitunglesen.

Liebe Grüße und ich hoffe, Ihr kriegt das irgendwie in den Griff

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30. April 2003 um 11:09
In Antwort auf orpah_12047178

Du Ärmste
Guten Morgen,

Du Ärmste, weil noch niemand darauf eine Antwort gegeben hat. Schätze, das Problem ist schwer zu lösen, oder selbst zu diskutieren.... AUA!

Kenne eine Ehe, in der dieses Thema der ständige Streitpunkt ist. Man/frau versteht sich sehr gut, aber gerade in diesem wichtigen Bereich gibt es arge Differenzen.

Ist auch etwas, was nur schwer mit dem Partner zu diskutieren ist, da der, der will, sich verletzt fühlt, dass der Andere nicht will. Der Andere wiederum fühlt sich bedrängt und die Lust ist dann sowieso dahin.

Vielleicht hilft Reden. Einfach sagen, wie es ist. Kann aber auch zu großem Streit führen.

Glaube nicht, dass es was mit Deinen Gefühlen für ihn zu tun hat (das weißt aber nur Du). Wenn Du einen stressreichen Tag hast, dann hast Du auch nicht so große Lust, das ist für eine Frau vollkommen normal. Bei einem Mann .... ehem .... ist Sex dann wohl eher Stressabbau.... so wie Zeitunglesen.

Liebe Grüße und ich hoffe, Ihr kriegt das irgendwie in den Griff

Danke
dass wenigstens Du mir geantwortet hast. Kam mir gestern ziemlich dumm vor, dass keiner mit mir geredet hat und andere Probleme heiss diskutiert wurden. Aber wahrscheinlich ist das hier so.

Danke für deinen rat. dass ich reden müsste weiss ich, aber wie packt man es an? Wie du schon sagst, den anderen verletzt das sicher.

Und grad in der eben so unsicheren Situation, in der er steckt (unsicher in Bezug auf meine Gefühle und ob ich es ernst meine) denk ich tut es noch mehr weh.

Keine ahnung wie weiter. Weil er merkt es ja auch, wenn ich mich dazu "zwinge" um ihm einen Geafllen zu tun und das ist dann noch schlimmer für ihn....

Ach manne

liebe grüße


sweety

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30. April 2003 um 11:46

Hallo Sweety,
geh's vorsichtig an bitte, und selbst wenn Ihr das Thema "wer hat es wann wie oft gerne"
auf die Reihe kriegt, wie ist das bei ihm jetzt zur Zeit mit dem Alkohol?

Sollte auf keinen Fall in der Beziehung so weiterlaufen, wie er Dich vor Jahren im Suff beschimpft hat, oder?
Wärst Du Dir sicher, daß er nicht mehr so viel trinkt bzw. aufgehört hat?

Liebe Grüße
Miss38

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30. April 2003 um 12:36
In Antwort auf vered_12057641

Hallo Sweety,
geh's vorsichtig an bitte, und selbst wenn Ihr das Thema "wer hat es wann wie oft gerne"
auf die Reihe kriegt, wie ist das bei ihm jetzt zur Zeit mit dem Alkohol?

Sollte auf keinen Fall in der Beziehung so weiterlaufen, wie er Dich vor Jahren im Suff beschimpft hat, oder?
Wärst Du Dir sicher, daß er nicht mehr so viel trinkt bzw. aufgehört hat?

Liebe Grüße
Miss38

Miss38
Danke für deine antwort. das mit dem alkohol ist sicher noch ein problem, aber ich spüre und sehe auch Erfolge, dass er etwas (sich selbst und uns zuliebe) dagegen tut.

Ich bin auch sehr rigoros, FALLS er betrunken anruft oder sogar vorbeikommt (war zwei, dreimal in den 6 Wochen), kappe ich jedes Gespräch bzw. lass ihn gar nicht erst rein.

Und das scheint auch gut zu wirken, zumindestens im Bezug auf uns. Was er tut, wenn er allein ist (wir uns nicht sehen) kann ich nicht abschätzen, da ich ja auch den ganzen Tag arbeiten bin.

Tja....

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30. April 2003 um 15:55
In Antwort auf meera_12042946

Miss38
Danke für deine antwort. das mit dem alkohol ist sicher noch ein problem, aber ich spüre und sehe auch Erfolge, dass er etwas (sich selbst und uns zuliebe) dagegen tut.

Ich bin auch sehr rigoros, FALLS er betrunken anruft oder sogar vorbeikommt (war zwei, dreimal in den 6 Wochen), kappe ich jedes Gespräch bzw. lass ihn gar nicht erst rein.

Und das scheint auch gut zu wirken, zumindestens im Bezug auf uns. Was er tut, wenn er allein ist (wir uns nicht sehen) kann ich nicht abschätzen, da ich ja auch den ganzen Tag arbeiten bin.

Tja....

Ich bin's nochmal
hmm, also wenn Du jetzt siehst, daß er sich und Dir zuliebe was dagegen tut, dann wäre der Aspekt "Alooohooool" doch nicht so einfach von der Hand zu weisen, das müsste wohl doch seinerseits schon mal schlimmer gewesen sein, als auf dem Level, was er gerade hält?

Du hast so viele Jahre alles alleine gemeistert bzw. auch müssen ,
hab's weiterhin gut im Auge, sei auch vorsichtig, nicht das Du im Nachhinein Dein eigenes schwer aufgebautes Leben und Deine "Freiheit" gegen einen "Flaschenhals" tauschst und alle Kraft aufwenden musst, ihn davon wegzubringen und schwupps hast Du dann "2 Kinder", und all die Sorgen und Nöte bleiben Dir?

Toi-toi-toi
Liebe Grüße
Miss38

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30. April 2003 um 16:08
In Antwort auf vered_12057641

Ich bin's nochmal
hmm, also wenn Du jetzt siehst, daß er sich und Dir zuliebe was dagegen tut, dann wäre der Aspekt "Alooohooool" doch nicht so einfach von der Hand zu weisen, das müsste wohl doch seinerseits schon mal schlimmer gewesen sein, als auf dem Level, was er gerade hält?

Du hast so viele Jahre alles alleine gemeistert bzw. auch müssen ,
hab's weiterhin gut im Auge, sei auch vorsichtig, nicht das Du im Nachhinein Dein eigenes schwer aufgebautes Leben und Deine "Freiheit" gegen einen "Flaschenhals" tauschst und alle Kraft aufwenden musst, ihn davon wegzubringen und schwupps hast Du dann "2 Kinder", und all die Sorgen und Nöte bleiben Dir?

Toi-toi-toi
Liebe Grüße
Miss38

Hast ja recht
...und ich glaube, dass ich das sehr fest im Auge habe und die Beziehung nur eine Chance hat, wenn ich einen PARTNER habe und nicht 2 Kinder. Weiss was du meinst.

Hast du schon erfahrungen damit gemacht???

klingt so.

gruss sweety

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30. April 2003 um 16:11
In Antwort auf meera_12042946

Danke
dass wenigstens Du mir geantwortet hast. Kam mir gestern ziemlich dumm vor, dass keiner mit mir geredet hat und andere Probleme heiss diskutiert wurden. Aber wahrscheinlich ist das hier so.

Danke für deinen rat. dass ich reden müsste weiss ich, aber wie packt man es an? Wie du schon sagst, den anderen verletzt das sicher.

Und grad in der eben so unsicheren Situation, in der er steckt (unsicher in Bezug auf meine Gefühle und ob ich es ernst meine) denk ich tut es noch mehr weh.

Keine ahnung wie weiter. Weil er merkt es ja auch, wenn ich mich dazu "zwinge" um ihm einen Geafllen zu tun und das ist dann noch schlimmer für ihn....

Ach manne

liebe grüße


sweety

Überlastung?
Hallo Sweety,

Du scheints sehr angesüpannt zu sein: kein Wunder, voll berufstätig und ein kleines Kind! Respekt! Ich wäre ja auch abends ko.... Wenn Du wirklich glaubst, dass Deine Erschöpftheit Grund dafür ist, dann hast Du doch ein gutes Argument, Dir von ihm das ein oder andere abnehmen zu lassen? Wie ist denn die Aufgabenverteilung?
Ferner habe ich den Eindruck, dass Du seinen Alkoholkonsum beschönigt. Das zeigt mir die ungenaue Aussage Deinerseits ("zwei-, dreimal in sechs Wochen"), also ich denke, bei dieser Mengenangabe weiß man sehr genau, wie oft es war.
Ich glaube, Dir (Euch) ist die Ursache der Problematik noch nicht klar ...
Mir auch nicht.

Erzähl uns mehr, wenn Du magst ?!

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30. April 2003 um 16:41
In Antwort auf biddy_12156480

Überlastung?
Hallo Sweety,

Du scheints sehr angesüpannt zu sein: kein Wunder, voll berufstätig und ein kleines Kind! Respekt! Ich wäre ja auch abends ko.... Wenn Du wirklich glaubst, dass Deine Erschöpftheit Grund dafür ist, dann hast Du doch ein gutes Argument, Dir von ihm das ein oder andere abnehmen zu lassen? Wie ist denn die Aufgabenverteilung?
Ferner habe ich den Eindruck, dass Du seinen Alkoholkonsum beschönigt. Das zeigt mir die ungenaue Aussage Deinerseits ("zwei-, dreimal in sechs Wochen"), also ich denke, bei dieser Mengenangabe weiß man sehr genau, wie oft es war.
Ich glaube, Dir (Euch) ist die Ursache der Problematik noch nicht klar ...
Mir auch nicht.

Erzähl uns mehr, wenn Du magst ?!

Hallo elbengel
(Frage wieso heisst du so-kommnst von der Elbe?-ich nämlich auch. )

Vielleicht hast du recht und ich habe die wahren Gründe noch nicht erkannt, deswegen bin ich ja auch so durcheinander.
Aber zum Thema Aufgabenverteilung: wir waren 3 Jahre getrennt und jetzt versuchen wir LANGSAM uns zu nähern, also kann ich nicht erwarten, mich nur freuen, wenn er mir hilft. Und das tut er IMMER wenn er bei uns zu Besuch ist. Über Abendbrot mitmachen oder andere Sachen. Mehr als jeder Mann vorher getan hat (und das manchmal nach 1 Jahr Beziehung).

Möchte nichts beschönigen, weiss auch dass der Alkohol ein problem ist. Für ihn und somit auch für mich eins werden könnte, aber er ist ein MENSCH und das ein wahnsinnig lieber und ehrlicher!!!! Und mich hat noch kein Mann so geliebt und behandelt wie er es tut.

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30. April 2003 um 17:08
In Antwort auf meera_12042946

Hast ja recht
...und ich glaube, dass ich das sehr fest im Auge habe und die Beziehung nur eine Chance hat, wenn ich einen PARTNER habe und nicht 2 Kinder. Weiss was du meinst.

Hast du schon erfahrungen damit gemacht???

klingt so.

gruss sweety

Persönlich nicht, aber
meine beste Freundin hatte vor Jahren einmal einen Freund, der jeden Tag seine 8 Halbe Bier gebraucht hat.

Jeden Tag in den 4 gemeinsamen Jahren hat sie versucht, ihm

- zu erklären, daß das Leben so auch schön sein kann,

- er seiner Gesundheit schadet,

- klar zu machen, daß er was ändern muß, sonst wird er richtig zum Alki,

- zu sagen, daß sie keine Lust hat, mit ihm zu schlafen, weil er so nach Fahne riecht,

- weinerlich die Ohren voll zu sümmseln und zu fragen, warum er bei einem Motorradausflug den (nicht gemeinsamen) Sohn einfach so? vergessen hat, ihm essen und trinken zu geben, weil der ander die eine Hand mit einem Bier umkrallt hat und in der anderen die Schnapsbottel war,

- er alles Arbeits!losengeld in Flüssiges umgesetzt hat,

- er sich darauf verlassen hat, dass SIE für ihn da ist und immer bleibt, weil er ja ein ach-so-beschissenes Elternhaus hatte,

- und so weiter und so fort.

Der Mann ist dann gestorben, mit 33 Jahren an einem Herzinfarkt, und sie hat sich noch schuldig gefühlt, weil SIE hätte ihn ja davor bewahren können!.
Aus dieser Schuld heraus, hat sie wieder jemanden gefunden,um das alles gut zu machen.

Dieser neue/alte ( 5 Jahre Beziehung) trinkt zwar nicht, aber "als Retterin in der Not" hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, aus einem Finanzchaoten, der ewig Schulden und Minus macht, bis zum Erbrechen da zu sein.

Eine Morddrohung, daß er ihr den Hals umdreht, deutet sie so, daß er sie liebt, weil das ja seine Eifersucht widerspiegelt...?

Die Kommentare von ihr "...wenn ich sehe, wie hilflos er doch ist...", sagt schon alles, oder?

Rette niemanden, der vor dem Untergang steht, sonst reißt er Dich selber noch mit runter.
Jeder muß sein Leben und seine Probleme auch für sich meistern können, und diese nicht einem anderen zuschustern.

Das hatte ich 3x, und nun nie wieder.
Lieber Single und Alleinerziehend, als das 4. Mal als "Co-Abhängige" zugrunde gehen.

Außerdem ist mir bewusst, daß ich mit fast 40 Jahren, keinen Bock mehr darauf habe, mein Leben, meine Kraft, meine Liebe und all das Schöne, an Schmarotzer,Parasiten und hilflose Ärsche (Entschuldigung) zu verschwenden.

Ich habe das alles mitgemacht, und jetzt werde ich wohl oder übel mit den Folgen leben und mir darüber Gedanken machen, wie das alles wohl mein Sohn die Jahre über "aufgenommen" hat.

Er wird wohl einen Hauch von den beiden Männern mitnehmen, mit denen er in 15 Jahren groß geworden ist.
Bloß keine Probleme selber meistern, Mutti ist ja immer da und wird schon richten!

Seit Jahren geht das aus meiner Sicht schon anders, aber der Spruch von ihm "wieso, warum?...der Dings...und der Bumms, die waren doch auch so, die haben mir das beigebracht und du hast das doch mitgemacht!"

Tja, natürlich hat er Recht, was ich dummerweise mitgemacht habe, aber jetzt nicht mehr! Um etwas zu verändern, ist es nie zu spät,aber es dauert um so länger, wenn man gar nichts macht

Lieben Gruß an Dich,
Miss38

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30. April 2003 um 17:19
In Antwort auf vered_12057641

Persönlich nicht, aber
meine beste Freundin hatte vor Jahren einmal einen Freund, der jeden Tag seine 8 Halbe Bier gebraucht hat.

Jeden Tag in den 4 gemeinsamen Jahren hat sie versucht, ihm

- zu erklären, daß das Leben so auch schön sein kann,

- er seiner Gesundheit schadet,

- klar zu machen, daß er was ändern muß, sonst wird er richtig zum Alki,

- zu sagen, daß sie keine Lust hat, mit ihm zu schlafen, weil er so nach Fahne riecht,

- weinerlich die Ohren voll zu sümmseln und zu fragen, warum er bei einem Motorradausflug den (nicht gemeinsamen) Sohn einfach so? vergessen hat, ihm essen und trinken zu geben, weil der ander die eine Hand mit einem Bier umkrallt hat und in der anderen die Schnapsbottel war,

- er alles Arbeits!losengeld in Flüssiges umgesetzt hat,

- er sich darauf verlassen hat, dass SIE für ihn da ist und immer bleibt, weil er ja ein ach-so-beschissenes Elternhaus hatte,

- und so weiter und so fort.

Der Mann ist dann gestorben, mit 33 Jahren an einem Herzinfarkt, und sie hat sich noch schuldig gefühlt, weil SIE hätte ihn ja davor bewahren können!.
Aus dieser Schuld heraus, hat sie wieder jemanden gefunden,um das alles gut zu machen.

Dieser neue/alte ( 5 Jahre Beziehung) trinkt zwar nicht, aber "als Retterin in der Not" hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, aus einem Finanzchaoten, der ewig Schulden und Minus macht, bis zum Erbrechen da zu sein.

Eine Morddrohung, daß er ihr den Hals umdreht, deutet sie so, daß er sie liebt, weil das ja seine Eifersucht widerspiegelt...?

Die Kommentare von ihr "...wenn ich sehe, wie hilflos er doch ist...", sagt schon alles, oder?

Rette niemanden, der vor dem Untergang steht, sonst reißt er Dich selber noch mit runter.
Jeder muß sein Leben und seine Probleme auch für sich meistern können, und diese nicht einem anderen zuschustern.

Das hatte ich 3x, und nun nie wieder.
Lieber Single und Alleinerziehend, als das 4. Mal als "Co-Abhängige" zugrunde gehen.

Außerdem ist mir bewusst, daß ich mit fast 40 Jahren, keinen Bock mehr darauf habe, mein Leben, meine Kraft, meine Liebe und all das Schöne, an Schmarotzer,Parasiten und hilflose Ärsche (Entschuldigung) zu verschwenden.

Ich habe das alles mitgemacht, und jetzt werde ich wohl oder übel mit den Folgen leben und mir darüber Gedanken machen, wie das alles wohl mein Sohn die Jahre über "aufgenommen" hat.

Er wird wohl einen Hauch von den beiden Männern mitnehmen, mit denen er in 15 Jahren groß geworden ist.
Bloß keine Probleme selber meistern, Mutti ist ja immer da und wird schon richten!

Seit Jahren geht das aus meiner Sicht schon anders, aber der Spruch von ihm "wieso, warum?...der Dings...und der Bumms, die waren doch auch so, die haben mir das beigebracht und du hast das doch mitgemacht!"

Tja, natürlich hat er Recht, was ich dummerweise mitgemacht habe, aber jetzt nicht mehr! Um etwas zu verändern, ist es nie zu spät,aber es dauert um so länger, wenn man gar nichts macht

Lieben Gruß an Dich,
Miss38

Lese ich richtig?
dass doch DU es warst, der es so erging? Hört sich am Ende ganz so an.

Hast sicher recht, aber er schiebt mir seine Probleme nicht in die Schuhe. ICH bin es, die sie sich zur aufgabe macht und zusätzlich noch glaubt, "schuld" zu sein, dass er soweit gekommen ist (ich weiss, schuld ist jeder selber an seinem schicksal, aber es ist da, dieses gefühl-kann es nicht ändern)

Und vielleicht ist es das, was mich ZU sehr belastet und sich dann acuh auf den sex auswirkt (was ja-nebenbei bemerkt mein Ursprungs-/einstiegsproblem war )

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30. April 2003 um 18:41
In Antwort auf meera_12042946

Danke
dass wenigstens Du mir geantwortet hast. Kam mir gestern ziemlich dumm vor, dass keiner mit mir geredet hat und andere Probleme heiss diskutiert wurden. Aber wahrscheinlich ist das hier so.

Danke für deinen rat. dass ich reden müsste weiss ich, aber wie packt man es an? Wie du schon sagst, den anderen verletzt das sicher.

Und grad in der eben so unsicheren Situation, in der er steckt (unsicher in Bezug auf meine Gefühle und ob ich es ernst meine) denk ich tut es noch mehr weh.

Keine ahnung wie weiter. Weil er merkt es ja auch, wenn ich mich dazu "zwinge" um ihm einen Geafllen zu tun und das ist dann noch schlimmer für ihn....

Ach manne

liebe grüße


sweety

Reden
Hi Sweety,

ja, das liebe Reden, keine Ahnung! Ich persönlich sage einfach, was ich so fühle und was ich denke und hoffe, dass der Andere dann eben auch was sagt. Manchmal ja, manchmal eben nein. Und manchmal nicht das, was ich gern hören möchte.

Mmmh, mir fällt aber auf, dass Du viel darüber nachdenkst, wie es ihm geht, wie er reagieren wird, wie er fühlt.

Denkst Du auch genug noch an Dich dabei? Ich hoffe es. (Keine Asche auf Deinem Haupte mehr? Weg damit. Aus Fehlern lernen wir, aber wir sollten uns nicht dafür bis ans Ende unserer Tage kasteien.)

Vielleicht ist das der Punkt des Redens. Über sich selbst sprechen. Wir möchten uns da gern immer zurückhalten, da wir versuchen, unsere eigenen Belange nicht so wichtig zu nehmen. Das liegt in unserer Tradition als Frauen.

Meine Erfahrung zeigt mir, dass es niemandem weh tut, wenn ich über mich selbst spreche, damit werte ich den Anderen nicht. Hoffe ich jedenfalls.....

Sehr theoretisch, sehr schwierig - weiß ich.

Außer meinem bald-Ex-Mann hören übrigens die meisten Männer ganz gern zu, oder? Solange sie keine Fragen beantworten müssen.....
Vielleicht bin ich immer noch ein bisschen naiv.

Mach's gut Sweety.....



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1. Mai 2003 um 8:42
In Antwort auf meera_12042946

Lese ich richtig?
dass doch DU es warst, der es so erging? Hört sich am Ende ganz so an.

Hast sicher recht, aber er schiebt mir seine Probleme nicht in die Schuhe. ICH bin es, die sie sich zur aufgabe macht und zusätzlich noch glaubt, "schuld" zu sein, dass er soweit gekommen ist (ich weiss, schuld ist jeder selber an seinem schicksal, aber es ist da, dieses gefühl-kann es nicht ändern)

Und vielleicht ist es das, was mich ZU sehr belastet und sich dann acuh auf den sex auswirkt (was ja-nebenbei bemerkt mein Ursprungs-/einstiegsproblem war )

Schönen guten Morgen,
dieser Mann hat wirklich meiner Freundin "gehört"

Ich hatte "nur" die 3 (2x der gleiche), die von mir gerettet werden wollten .

Schick Dir einen lieben Gruß und wünsche Dir alles Gute , DU musst Dich doch nicht schuldig fühlen!

Miss38

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1. Mai 2003 um 12:16

Hallo Sweety!!
Erstmal vorneweg,ich hab nicht alle Antworten gelesen und wenn ich was tippe,was doppelt erscheint:Sorry!!!!

Ich meine Du musst erstmal mit dir in Reine kommen.Was willst du von einer Beziehung,was ist dir in einer Partnerschaft wichtig,wo willst du hin.
Bei deinem Partner sollte es auch so sein,was will er von dir und warum "braucht"er den Alkohol???
Ihr sollten Euch an einen Tisch setzten und einfach mal drauflos reden,was einem wichtig ist.
Ich habe Jahrelang den Fehler gemacht und gewschwiegen.Egal ob es um Alkohol ging oder um meine Bedürfnisse.
Heute bin ich an einem Punkt angelangt,wo ich,zwar noch nicht immer,aber im grossem und ganzen schon,weiss was ich will.
Mir ist Sex nicht unbedingt wichtig,wichtiger ist mir das Kuscheln und einfach nur zusammen sein,in den Arm genommen zu werden,reden können,wenn mir danach ist und nicht gleich eine auf den Deckel bekommen,weil ich MEINE Meinung vertrete,das der Partner zuhört und für einem da ist.Mittlerweile hält sich alles in der Waage und wenn mal eine Seite überwiegt,dann wird versucht es auszugleichen,manchmal geht es gleich,manchmal braucht es Zeit.
Und was den Alkohol anbelangt,so weiss mein Partner wie ich dazu stehe,ich hab kein Problem wenn man mal ein Bier trinkt,ich hab auch keine Problem mehr damit,wenn man mal einen Vollrausch mitheimbringt.Doch es sollte nicht zur Gewohnheit werden.
Mein Partner ist,zum Glück,keine Mensch der gern was trinkt,aber wenn dann in Grenzen,denn er weiss was passiert,wie ich reagiere wenn es zuviel wird.
Steckt euch Ziele, die ihr erreichen wollte,gemeinsam erreichen wollt.Find ich sehr wichtig.
Und nicht auf biegen und brechen die heile Familie spielen wollen,das geht meist in die "Hose".
Jeder sollte sagen drüfen was einem wichtig ist und nicht unter die Gürtellinie schlagen,wenn man verletzt ist.
Lieber mal,tief durchschnaufen und bis zehn zählen und drüber nachdenken,was hat mich in dem Moment verletzt und wie kann ich es sagen ohne zuverletzen.
Ist ein langer Lernprozess,aber man kann es schaffen.
Hab mal in nem Film gehört:Man soll Babyschritte machen,um ans Ziel zukommen.Was heisst,wie ein kleines Kind,wenn es laufen lernt,ein Schritt nach dem anderen und erst den nächsten,wenn man sich sicher ist.
MIr hat der Ausspruch viel geholfen.Auch eine Paarberatung ist sehr hilfreich,weil man einige Sache aus einer anderen Sicht sieht.

Hoffe ich konnte dir Tips geben,die Euch helfen.

LG Angel

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