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Was mach ich bloß ...?

13. Februar 2005 um 12:32

Ich habe ein vielleicht in Euren Augen etwas ungewöhnliches Problem. Aber lest selbst ..
Ich habe seit ein paar Monaten einen Freund, der ca. 250 km von mir weg wohnt. Wir lieben uns sehr und er versteht sich super mit meiner 7 jährigen Tochter. Wir würden uns gern öfter sehen, aber er arbeitet viel und so ganz billig ist das auch nicht immer von Berlin nach Hannover zu fahren. Das lohnt nur, wenn er mehrere freie Tage hintereinander hat. Ich versuche hier schon lange wieder eine Arbeit zu finden, aber es will nicht so recht klappen. Wir spielen also nun mit dem Gedanken nach Berlin zu ziehen. Sollte eigentlich kein Problem sein, könnte man denken.
Was mich hier in Niedersachsen hält, sind eigentlich nur meine Großeltern die mich aufgezogen haben und mich sicher hier brauchen. Ich habe ihnen viel zu verdanken. Und sie können allein einfach nicht mehr so, wie sie gerne möchten (beide knapp 80 Jahre alt). Mein Freund ist da auch sehr verständnissvoll und drängt mich nicht, obwohl es ihm anders selbstverständlich lieber wäre.
Mein Entschluss steht ja eigentlich schon fest. Ich möchte gerne in Berlin mit ihm (in getrennten Wohnungen) "von vorne" anfangen .. aber wie mache ich das? Was macht man zuerst? Eine Arbeit suchen? Oder erst eine Wohnung? Und wie mache ich das alles mit dem Schulwechsel meiner Tochter?
Ist das nicht vielleicht doch alles zu früh, um in der "Heimat" die Zelte abzubrechen? Was, wenn die Beziehung doch kaputt geht?
Ich bin ziemlich ratlos .. obwohl ich genau weiß was ich will. Das Problem ist der Weg zum Ziel ...

Bitte fleißig posten ... bin für alles dankbar.

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13. Februar 2005 um 14:55

Ich habe da wohl was vergessen ..
da kann man mal sehen wie durcheinander ich bin.. Ich weiß schon gar nicht mehr, wo vorne und hinten ist. *heul*

Also .. es ist natürlich nicht so, das er darauf besteht, das ich nach Berlin komme. Es ist nur so, das er ja dort schon eine feste und relativ gut bezahlte Arbeit hat. Noch dazu zieht er morgen in seine neue Wohnung um. Und hier hätte er keinen Job. (Und wohl auch keinen in naher Zukunft.)
Und sicherlich ist es auch so, das ich in Berlin eher einen Job finden würde als hier. Eigentlich klar. Hätte ich erwähnen sollen sorry.
Er hat schon gesagt, das er auch hierher kommen würde, aber das habe ich abgeblockt. Ich will ja nach Berlin. Freue mich auch drauf .. wenn nicht diese vielen "abers" wären ..

Das Berlin schon immer die Stadt meiner Träume war, kann ich nicht sagen. Da ich in fast 29 Lebensjahren das erste mal (!!!) überhaupt darüber nachdenke von hier weg zu gehen. Und noch dazu wegen eines Mannes. *grins* Wer mich ein bissel kennt, würde mir das gar nicht zutrauen. Ich bin die geborene Pessimistin.
Er hatte den Vorschlag, das ich erstmal bei ihm einziehe, um mir dann dort in Ruhe eine Wohnung und eine Arbeit zu suchen (wobei er glaube ich auch nichts dagegen hätte wenn ich gleich bei ihm bliebe).
Eben am Telefon sind wir darauf gekommen, das er ja eigentlich auch eine Wohnung in meinem Namen (und mit seiner Gehaltbescheinigung) anmieten könnte. Wir haben nämlich zufällig den gleichen Nachnamen ohne miteinander verwandt zu sein Die Frage wäre dann nur: Wie die zweite Wohnung bezahlen, denn er hat ja schon eine und ich habe hier auch eine. Die ich erst "verlassen" könnte wenn ich kündige. Frist beträgt in der Regel 3 Monate .. is ja bekannt.

Das "vorübergehend" bei ihm einziehen habe ich gleich verworfen. Ich möchte nicht von ihm "abhängig" sein. Und mit ihm sofort zusammen ziehen auch nicht. Also Vorschläge macht er schon einige. Aber wir drehen uns irgendwie immer im Kreis.
Nun habe ich gehört, das das Arbeitsamt evtl. einen Umzug nach Berlin zahlen würde, wenn man vorweisen kann, da einen Arbeitsplatz zu haben oder zumindest zu bekommen.
Weiß darüber jemand was?
Obwohl ich es leichter finden würde, dort eine Wohnung zu haben und in Ruhe nach einer Arbeit zu suchen. Und wenn es am Anfang nur 3 Putzstellen sind. Hauptsache ich verdiene was.. *seufz*
Was meine Großeltern und die "Schuldgefühle" ihnen gegenüber betrifft kann ich nur sagen, das ich natürlich auch so jederzeit für sie da sein würde. Das wissen sie auch. Sie würden mich hier auch nie halten wenn sie wissen das ich mein Glück gefunden habe. Und sie haben ja auch schon gefragt, ob ich mich damit auseinander gesetzt habe, nach Berlin zu gehen. Sie ahnen es also schon..
Und meine Tochter und deren Schulwechsel .. ich fürchte, das ich in 2 Jahren wenn sie die Schule ohnehin wechseln muss, die Hoffnung auf was gemeinsames mit meinem Freund schon aufgegeben habe. Ich - für mich selbst. Da werfe ich zu schnell die Flinte ins Korn. Und eine feste Beziehung über die Entfernung geht irgendwie nicht. Wenn es hoch kommt könnte man sich einmal im Monat sehen. Er arbeitet im Schichtdienst und ich kann ja wegen des Kindes hier auch nicht weg wann ich will. Alles Kacke irgendwie ...

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13. Februar 2005 um 17:34

"Abhängig"
Was wäre so schrecklich daran, sein Angebot anzunehmen und vorübergehend (oder wenn es paßt auch "länger") bei ihm zu wohnen? Es hört sich für mich so an, als wäret ihr glücklich miteinander und Du auch glücklich, in seiner Nähe zu sein. Aber dieses "bloß nicht abhängig sein" klingt für mich so ein bißchen nach: weil frau ja modern und zeitgemäß "emanzipiert" ist, darf sie sich auf keinen Fall von einem Mann "abhängig" machen, selbst dann nicht, wenn sie doch im Grunde ihres Herzens gern mit diesem Mann zusammen wohnen würde. Obwohl ich dieses abhängig gar nicht so abhängig finde, denn wenn Du zunächst bei ihm wohnen würdest, wäre es sicher einfacher, von dort aus alles zu organisieren (falls ihr dann überhaupt noch eine zweite Wohnung braucht).
Dort lebt der Mann, mit dem Du zusammen bist. Dieser Mann will für Dich da sein, möchte, daß Du bei ihm wohnst. Warum willst Du ihn dann zurückweisen, um Deiner "Unabhängigkeit" willen? Wenn Du in Berlin bist, bist Du in Berlin, und selbst, wenn Du bei ihm wohnst, bist Du deshalb nicht abhängig. Du kannst doch jederzeit wieder gehen, oder?
Es ist sicher ein großer Schritt für Dich, aber auch ein riesiger Vertrauensbeweis ihm gegenüber, wenn Du Dich auf ihn einläßt.

lg
laLuna

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13. Februar 2005 um 23:47
In Antwort auf salka_12299244

"Abhängig"
Was wäre so schrecklich daran, sein Angebot anzunehmen und vorübergehend (oder wenn es paßt auch "länger") bei ihm zu wohnen? Es hört sich für mich so an, als wäret ihr glücklich miteinander und Du auch glücklich, in seiner Nähe zu sein. Aber dieses "bloß nicht abhängig sein" klingt für mich so ein bißchen nach: weil frau ja modern und zeitgemäß "emanzipiert" ist, darf sie sich auf keinen Fall von einem Mann "abhängig" machen, selbst dann nicht, wenn sie doch im Grunde ihres Herzens gern mit diesem Mann zusammen wohnen würde. Obwohl ich dieses abhängig gar nicht so abhängig finde, denn wenn Du zunächst bei ihm wohnen würdest, wäre es sicher einfacher, von dort aus alles zu organisieren (falls ihr dann überhaupt noch eine zweite Wohnung braucht).
Dort lebt der Mann, mit dem Du zusammen bist. Dieser Mann will für Dich da sein, möchte, daß Du bei ihm wohnst. Warum willst Du ihn dann zurückweisen, um Deiner "Unabhängigkeit" willen? Wenn Du in Berlin bist, bist Du in Berlin, und selbst, wenn Du bei ihm wohnst, bist Du deshalb nicht abhängig. Du kannst doch jederzeit wieder gehen, oder?
Es ist sicher ein großer Schritt für Dich, aber auch ein riesiger Vertrauensbeweis ihm gegenüber, wenn Du Dich auf ihn einläßt.

lg
laLuna

Bin keine Emanze *zwinker* aber ...
jaja .. das "aber" ..
Also es ist in der Tat so, das wir glücklich sind. Das auf alle Fälle. Ich bin nun auch nicht mehr in dem Alter, wo man nur rumquatscht über die Zukunft. Ich möchte schon mit ihm zusammen bleiben. Wir haben uns im Internet kennengelernt - soll also niemand sagen sowas gibts nicht "Liebe auf den ersten Klick". Obwohl .. es hat schon mehrere Monate gedauert, bis wir uns überhaupt getroffen haben .. gut Ding will ja bekanntlich Weile haben.. *hehe*
Daran, das ich vorübergehend bei ihm wohne, hätte ich nichts. Aber da der Wohnungsmarkt in Berlin gut durchforstet sein will - auch da ist nicht alles bezahlbar - wird das dauern bis ich etwas eigenes und vor allem geeingnetes gefunden habe. Und wenn ich dann erstmal 2 oder 3 Monate bei ihm zum "Übergang" gewohnt habe, will ich vielleicht nicht wieder ausziehen (mal nebenbei - er hat nur ne 2-Zimmer Wohnung. Und das dann zu dritt?). Oder wir gehen uns in der Zeit vielleicht schon tierisch auf den Sender .. man weiß ja nie.
Der Hauptgrund allerdings ist (schimpft mich nur verbohrt), das ich nach der "Übergangs-zusammenzieh-Aktion" nicht wieder einen Schritt zurück machen will zwecks eigener Wohnung. Dann könnte ich ja gleich ins kalte Wasser springen und ganz mit ihm zusammen ziehen. Was ich aber wirklich noch für verfrüht halte.

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