Forum / Liebe & Beziehung

Was ist los mit mir? Warum kann ich nicht?

1. Februar um 21:09 Letzte Antwort: 2. Februar um 16:29

Hallo zusammen,  ich habe ein kleines Problem. Nun ich weiss nicht wirklich, ob ich das auch hier an der Stelle das Wort Problem richtig ist, aber für mich wird mein Verhalten so langsam zu einem Problem. Es geht um die Männerwelt und mich.
Kurz zu mir um das Ganze besser zu verstehen. Ich bin von klein auf ein Mädchen gewesen das sehr schüchtern und zurückhaltend war. Ich wurde in meiner Schulzeit sehr schlecht von Klassenkameraden und Lehrern behandelt und war auch während meiner Schulzeit oft Gewalt ausgesetzt. Meine Mitschüler haben mich schlimm verprügelt und gehänselt. (Meine Eltern hingegen haben mich nie geschlagen, so etwas wie Gewalt bei mir in der Familie gab es nie)
Nach einigen Jahren als ich dann in der zehnten oder elften Klasse war, hatte ich dieses „schüchtern sein“ abgelegt und wurde offener gegenüber anderen Menschen, weil ich es satt hatte das man mit mir wie mit dem letzten Dreck umging.
Nach etwa drei Jahren hatte ich dann leider den nächsten „Rückfall“, denn ich wurde Opfer von ganz schlimmer Körperverletzung und einer fast Vergewaltigung.
Das Ganze ist jetzt fast 3 ½ Jahre her und ich habe im letzten Jahr mich auf einen Typen eingelassen. Er hatte es geschafft das ich wieder jemanden an mich ran lassen konnte, ohne das ich vollkommen den Verstand verliere und in Panik ausbreche. Ich hatte in ihm mehr gesehen als er in mir, denn er nutze meine Jungfräulichkeit und Unerfahrenheit für sich aus und ließ mich dann einfach fallen. Ja es tat weh und ich war auch traurig. 
Über ihn bin ich aber hinweg, ich habe kontakt zu anderen, schreibe viel und wenn sich ergibt auch mal ein Treffen, aber ich weiche immer wieder zurück. Wenn es um Sex geht. Intimitäten wie küssen oder anfassen ist alles schön und gut, aber bei dem Thema Sex schrecke ich zurück. Ich will Sex und wie ich das will, ich habe wirklich Lust darauf, aber ich kann nicht sagen warum ich mich so verhalte. Für mich ist Sex etwas was ich machen will wenn Gefühle im Spiel sind und auch in einer Beziehung zu sein, die Nähe  zum anderen zu haben, das will ich wirklich und gerne, aber ich weiss nicht wieso ich mich immer wieder verschließe und ich jemanden von mir stoße. Es ist vermutlich wegen diesem Vorfall, aber ich habe wirklich das Bedürfnis nach Nähe, doch weiss ich nicht wie und was ich tun soll.  

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1. Februar um 21:25

Lerne dich zu verteidigen und Nein zu sagen. Dann wird dein Problem gemindert werden.

Sich zu ändern ist überhaupt nicht leicht. ich weiß aus eigender erfahrung, daß die Schmerzen überhaupt nicht so schlimm sind wie das Gefühl der Erniedrigung, das zurückbleibt.

Dieses wirst du nicht mehr haben, wenn du dich verteidigst, selbst wenn du den kürzeren ziehst. den es darum, das andere Macht über dich ausüben, und du machtlos bist.

naja ok, das hat jetzt nicht viel mit sex zu tun, aber ich glaube das hängt alles zusammen, wenn du es schon selber erzählst.

Also, in coronazeiten ist das schwierig, aber ich empfehle dir einen Verein für selbstverteidigung (welche ist egal), hauptsache, du bekommst da auf die Omme, lernst Schmerzen kennen, sie zu akzeptieren und wie man es verhindert, in eine Opferrolle zu rutschen.

Im leben interessiert es niemanden, daß du es früher mal schwer hattest. laß nicht zu daß deine erfahrungen in der Vergangenheit deine ukunft bestimmen.

lg und kopf hoch, paul

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1. Februar um 22:26

Definitiv haben die von dir beschriebenen Ereignisse tiefere Spuren hinterlassen als es dir eigentlich bewusst ist. Es hat sich anscheinend ein Selbtschutzmechanismus bei dir "eingeschlichen". Mach eine Psychotherapie um deine Vergangenheit zu verarbeiten.

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2. Februar um 12:15
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Lerne dich zu verteidigen und Nein zu sagen. Dann wird dein Problem gemindert werden.

Sich zu ändern ist überhaupt nicht leicht. ich weiß aus eigender erfahrung, daß die Schmerzen überhaupt nicht so schlimm sind wie das Gefühl der Erniedrigung, das zurückbleibt.

Dieses wirst du nicht mehr haben, wenn du dich verteidigst, selbst wenn du den kürzeren ziehst. den es darum, das andere Macht über dich ausüben, und du machtlos bist.

naja ok, das hat jetzt nicht viel mit sex zu tun, aber ich glaube das hängt alles zusammen, wenn du es schon selber erzählst.

Also, in coronazeiten ist das schwierig, aber ich empfehle dir einen Verein für selbstverteidigung (welche ist egal), hauptsache, du bekommst da auf die Omme, lernst Schmerzen kennen, sie zu akzeptieren und wie man es verhindert, in eine Opferrolle zu rutschen.

Im leben interessiert es niemanden, daß du es früher mal schwer hattest. laß nicht zu daß deine erfahrungen in der Vergangenheit deine ukunft bestimmen.

lg und kopf hoch, paul

Das Nein sagen und mich zu verteidigen ist nicht das Problem. Das kann ich sehr gut und habe auch an diesen komischen Selbstverteidungskurs teilgenommen. Ich muss nicht lernen wie es ist Schmerzen zu haben, dass weiss ich auch so. 
Das ich hier meine Geschichte erzählt habe, das ich gelitten habe, habe ich nicht deswegen erzählt weil ich Mitleid suche. Nein ich brauche kein Mitleid, von niemanden. Ich habe es erzählt, weil das vermutlich der Grund für mein Verhalten ist und ich einfach einen Rat haben will, der mir dabei hilft mein Abwehrverhalten in den Griff zu bekommen und mich auf jemanden einzulassen und nicht direkt oft abweisend zu sein. 
Ich sehe mich nicht direkt als Opfer wenn mir jemand aufdriglich wird oder mehr will, ich will einfach nicht das gleiche. Und versuche krampfhaft das was in der Vergangenheit passiert ist zu unterdrücken oder zu vergessen, aber gerade das ist das Problem das ich dadruch nicht wirklich die Chance habe jemandem Nahe zu sein. 

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2. Februar um 12:38
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Hallo zusammen,  ich habe ein kleines Problem. Nun ich weiss nicht wirklich, ob ich das auch hier an der Stelle das Wort Problem richtig ist, aber für mich wird mein Verhalten so langsam zu einem Problem. Es geht um die Männerwelt und mich.
Kurz zu mir um das Ganze besser zu verstehen. Ich bin von klein auf ein Mädchen gewesen das sehr schüchtern und zurückhaltend war. Ich wurde in meiner Schulzeit sehr schlecht von Klassenkameraden und Lehrern behandelt und war auch während meiner Schulzeit oft Gewalt ausgesetzt. Meine Mitschüler haben mich schlimm verprügelt und gehänselt. (Meine Eltern hingegen haben mich nie geschlagen, so etwas wie Gewalt bei mir in der Familie gab es nie)
Nach einigen Jahren als ich dann in der zehnten oder elften Klasse war, hatte ich dieses „schüchtern sein“ abgelegt und wurde offener gegenüber anderen Menschen, weil ich es satt hatte das man mit mir wie mit dem letzten Dreck umging.
Nach etwa drei Jahren hatte ich dann leider den nächsten „Rückfall“, denn ich wurde Opfer von ganz schlimmer Körperverletzung und einer fast Vergewaltigung.
Das Ganze ist jetzt fast 3 ½ Jahre her und ich habe im letzten Jahr mich auf einen Typen eingelassen. Er hatte es geschafft das ich wieder jemanden an mich ran lassen konnte, ohne das ich vollkommen den Verstand verliere und in Panik ausbreche. Ich hatte in ihm mehr gesehen als er in mir, denn er nutze meine Jungfräulichkeit und Unerfahrenheit für sich aus und ließ mich dann einfach fallen. Ja es tat weh und ich war auch traurig. 
Über ihn bin ich aber hinweg, ich habe kontakt zu anderen, schreibe viel und wenn sich ergibt auch mal ein Treffen, aber ich weiche immer wieder zurück. Wenn es um Sex geht. Intimitäten wie küssen oder anfassen ist alles schön und gut, aber bei dem Thema Sex schrecke ich zurück. Ich will Sex und wie ich das will, ich habe wirklich Lust darauf, aber ich kann nicht sagen warum ich mich so verhalte. Für mich ist Sex etwas was ich machen will wenn Gefühle im Spiel sind und auch in einer Beziehung zu sein, die Nähe  zum anderen zu haben, das will ich wirklich und gerne, aber ich weiss nicht wieso ich mich immer wieder verschließe und ich jemanden von mir stoße. Es ist vermutlich wegen diesem Vorfall, aber ich habe wirklich das Bedürfnis nach Nähe, doch weiss ich nicht wie und was ich tun soll.  

Hey, das tut mir wirkllich leid was du erleben musstest das muss wirklich schwer für dich gewesen sein. Das was du so von dir erzählst würde ich nicht direkt sagen das du dich als Opfer siehst so wie es ppaul sagt. Ich denke eher du hast Angst, angst davor das dir so etwas ähnliches passieren könnte. Das du wieder so etwas in der Art erleben könntest, oder das es etwas gibt, was dich wieder in diese Zeit schmeisst. Also eine Art Bewegung oder Situation die dich daran erinnert wie scmerzvoll und schlimm das Ganze für dich war. 
Ich denke das ist das Hauptproblem. Und ich denke es wäre besser entweder eine Therapeutin aufzusuchen oder aber du stellst dich dem und versuchst dich zu überwinden.

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2. Februar um 13:23
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Das Nein sagen und mich zu verteidigen ist nicht das Problem. Das kann ich sehr gut und habe auch an diesen komischen Selbstverteidungskurs teilgenommen. Ich muss nicht lernen wie es ist Schmerzen zu haben, dass weiss ich auch so. 
Das ich hier meine Geschichte erzählt habe, das ich gelitten habe, habe ich nicht deswegen erzählt weil ich Mitleid suche. Nein ich brauche kein Mitleid, von niemanden. Ich habe es erzählt, weil das vermutlich der Grund für mein Verhalten ist und ich einfach einen Rat haben will, der mir dabei hilft mein Abwehrverhalten in den Griff zu bekommen und mich auf jemanden einzulassen und nicht direkt oft abweisend zu sein. 
Ich sehe mich nicht direkt als Opfer wenn mir jemand aufdriglich wird oder mehr will, ich will einfach nicht das gleiche. Und versuche krampfhaft das was in der Vergangenheit passiert ist zu unterdrücken oder zu vergessen, aber gerade das ist das Problem das ich dadruch nicht wirklich die Chance habe jemandem Nahe zu sein. 

Naja du gehst in Abwehrpositionen, wo es gar nicht notwendig ist und das automatisch. Offensichtlich irgendein Reflex, den du selbst überhaupt nicht möchtest. Du lässt nur wenig an dich ran, selbst wenn überhaupt keine Gefahr damit verbunden ist.

Irgendwie hast du die Vergangenheit noch nicht verarbeitet, sondern nur verdrängt. Und die kommt immer wieder, auch in unproblematischen Situationen nach oben.

Du bist zwar in der elften oder zwölften Klasse aus dir rausgegangen, aber offensichtlich, war das noch nicht genug.

Menschen die nicht aus sich rausgehen und sich in den notwendigen Situationen nicht zu verteidigen wissen und unsicher sind, sind angreifbar. Wenigstens durch Menschen, die solche Menschen gern dominieren oder aus Mobbing ihren Selbstwert generieren.

Normalerweise sollten Lehrer eingreifen, wenn Schüler gemobbt werden, dass haben sie bei dir nicht getan. Insofern wurdest du von den Lehrern im Stich gelassen, was schon schlimm genug ist.

Denke vielleicht auch mal dran, dass dich nicht alle Kinder oder Erwachsene gemobbt haben. Wenn es nur die Jungs gewesen sind, sind die heute erwachsene Männer, die sowas nicht mehr machen würden. Wenn du Lust hast, kannst du ja heute deinen Peinigern beim Treffen auch den Mittelfinger zeigen. Quasi als späte Abrechnung und als Geste, die du als Schulkind hättest machen sollen.

Differenziere dahingehend. Nicht die ganze Welt war dirgegenüber negativ eingestellt.


Zu deinem normalen Alltag:

Wie ist denn dein normaler Alltag heute, Bist du zufrieden, verwirklichst du dich, hast du Hobbys, Freunde und schöne Interessen denen du nachgehst, bist du in Clubs und Vereinen,

Lerne doch verbal deine Standpunkte und Meinungen zu vertreten. Positioniere dich. Komme aus dir raus, öffne dich anderen Menschen, Teile deine Vorstellungen, Standpunkte, Bedenken und Ängste, Träume mit und verwirkliche.
Verabschiede dich von überschüssigen Bedenken, Gerede und anderen Meinungen. Man muss nicht überall seinen Senf dazugeben, aber dort wo es für einen wichtig ist, schon. Dort gehört es sich.

Gestalte aktiv dein Leben, deine Freizeit, wie es dir beliebt. Dann kehrt Selbstbewusstsein und Selbstverständnis in dein Leben, Je nachdem wie es dir gefällt.

Im Moment tust du event. alles irgendwie in einen Topf und der ist negativ angehaucht.
Versuche mal aufzuschlüsseln, was gut läuft in deinem Leben und wo du zufrieden bist, und was nicht gut läuft in deinem Leben und wo du unzufrieden bist.

Wahrscheinlich ist deine Spalte mit den Unzufriedenheiten enorm lang, während bei den schönen zufriedenen Momenten eher gähnende Leeere herrscht.

Das kann aber nicht sein, entweder differenzierst du nicht. Oder du führst noch nicht ein Leben, wie es dir beliebt und nach deinen Wünschen und Zufriedenheiten.


 

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2. Februar um 16:29
In Antwort auf

Das Nein sagen und mich zu verteidigen ist nicht das Problem. Das kann ich sehr gut und habe auch an diesen komischen Selbstverteidungskurs teilgenommen. Ich muss nicht lernen wie es ist Schmerzen zu haben, dass weiss ich auch so. 
Das ich hier meine Geschichte erzählt habe, das ich gelitten habe, habe ich nicht deswegen erzählt weil ich Mitleid suche. Nein ich brauche kein Mitleid, von niemanden. Ich habe es erzählt, weil das vermutlich der Grund für mein Verhalten ist und ich einfach einen Rat haben will, der mir dabei hilft mein Abwehrverhalten in den Griff zu bekommen und mich auf jemanden einzulassen und nicht direkt oft abweisend zu sein. 
Ich sehe mich nicht direkt als Opfer wenn mir jemand aufdriglich wird oder mehr will, ich will einfach nicht das gleiche. Und versuche krampfhaft das was in der Vergangenheit passiert ist zu unterdrücken oder zu vergessen, aber gerade das ist das Problem das ich dadruch nicht wirklich die Chance habe jemandem Nahe zu sein. 

Ich schrieb, Schmerzen zu akzeptieren. Dazu gehört. daß du die Vergangenheit ebenfalls akzeptierst.

Die letzten Stufen der Trauerbewältigung sind Akzeptanz und dann das man was draus lernt.

Wahrscheinlich hast du eine leichte ptbs und mußt dich darum mal kümmern.

Da du aber hier Hilfe suchst, denke ich daß du die ersten Schritte schon getan hast und auch Erfolg haben wirst.

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