Home / Forum / Liebe & Beziehung / Was ist Liebe?

Was ist Liebe?

17. Oktober 2013 um 16:06

Was es ist
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

(Erich Fried)
Was will uns Erich Fried mit diesem Gedicht sagen? Was beschreibt es und was bedeutet es? fragte ich in das Klassenzimmer. Zwanzig rauchende Köpfe starrten mich an. Wusste denn keiner eine Antwort, fragte ich mich. Vielleicht waren meine Schüler noch zu jung mit ihren siebzehn Jahren um etwas von Liebe zu verstehen. Keine Gedanken oder Ideen dazu? Dann schreiben wir als Hausarbeit eine lyrische Interpretation dieses Gedichtes! sagte ich, packte meine Unterlagen zusammen und verließ das Klassenzimmer als die Schulglocke läutete. Wusste ich denn was Liebe bedeutet? War ich mit meinen 25 Jahren klüger als meine Schüler. Mein Unterbewusstsein antwortete eindeutig mit nein. Mein Name ist Emma, ich stamme aus einem kleinen Ort nahe Traun in Oberösterreich ab, bin Lehrerin in einem Gymnasium und unterrichte Deutsch, Geschichte und Sport. Ich gehöre zu den Menschen die an den Zufall und an das Schicksal glauben, ich bin der Meinung, dass nichts ohne Grund passiert und das wir für all unsere guten Taten im Leben belohnt werden. Deswegen arbeite ich ehrenamtlich beim Roten Kreuz als Sanitäterin und spiele Klarinette in der örtliche ansässigen Musikkapelle.
Als ich meine Sachen im Konferenzzimmer verstaute und mich auf den nach Hause Weg machte, dachte ich über meine vergangenen Lieben nach, wie sie mein Leben geprägt hatten und mich zu dem Menschen machten, der ich jetzt bin.Meine erste große Liebe hatte zwei Freundinnen gleichzeitige, ich war nicht die eine für die er sich entschied. Lange Zeit konnte ich ihn nicht vergessen und lenkte mich mit einem anderen Mann ab, der mich dann um bei seiner Maturareise Single zu sein abservierte. Meine zweite Große Liebe, ich lernte ihn in einem Verein kennen, wir hatten Sex auf einer öffentlichen Toilette, völlig betrunknen - aber auch er liebte mich nicht, wie ich ihn. Jetzt einmal ehrlich konnte ein Mensch so viel Pech in der Liebe haben? Also musste wieder ein Ablenkungsmann her, mit ihm war ich zusammen, bis mich während meines Studium eine Krankheit namens Brustkrebs überraschte. Ich überstand die Behandlungen gut, überlebte eine Tumorentfernung und wurde bis auf weiteres wieder für gesund und munter erklärt.Der Winter war vorrüber und ich kam gerade Heim nach Österreich von einer Reise mit meinem Freund und ein paar Bekannten. Wir verbrachten vier interessante Wochen in Südamerika, tolle Reise, herrliche Landschaft, doch meiner Beziehung tat die Reise nicht so gut. Ich wollte eigentlich seit langem mit meinem Freund Schluss machen, der Grund war simpel, ich hatte einen anderen Mann entdeckt. Entdeckt beschreibt es vielleicht falsch, Daniel arbeitet beim Roten Kreuz, also kannte ich ihn schon lange und als ihn seine Freundin vor einem Jahr für einen anderen sitzen ließ, tat er mir unendlich leid. Ich verbracht an meinen freien Tagen im Dienst viel Zeit mit ihm und lernte ihn besser kennen. Er hatte die Gabe mich zum lachen zu bringen und war mit seiner ehrlichen Art so ganz anderes als alle Männer die ich je kennen gelernt hatte. Also fuhr ich mit Daniel und ein paar Kollegen auf Skiurlaub auf den Semmering und als ich zu allem Überfluss an Gedanken Daniels nackten und wunderschönen Körper in der Sauna sah, ging er mir gar nicht mehr aus dem Kopf. Meinen Freund Julian sah ich auf Grund seines Studiums höchstens einmal in der Woche und wie es der Zufall so wollte träumte ich immer öfter von heißen Nächten im kalten Winter mit Daniel, von unglaublichem Sex, mein vernünftiges Ich versuchte all diese Gedanken zu verdränge und ihn weiter nur als Kollegen und Freund anzusehen und dennoch als ich Daniels Auto immer wieder vor der Wohnung seiner Ex Freundin sah fühlte ich tausende Messerstiche in meinem Herz. Ich versuchte mir einzureden, dass all das nichts zu bedeuten hatte und er ihr nur beim Umzug half. Ebenso verletzte es mich tief als er seine Freundschaft mit einer Kollegin namens Sophia vertiefte und als mir sein Schwager und mein bester Freund Tom vor ein paar Wochen erzählte er hätte eine neue Freundin, wieder wusste ich nicht was lief und wieder schmerzte es, doch ich war vergeben, ob glücklich oder nicht. Aus diesen Gründen wollte ich schon lange mit Julian Schluss machen, weil ich eigentlich nur aus Ablenkung mit ihm zusammen war und endlich meinen Was wäre, wenn-Gedanken freien Laufen lassen wollte, doch die Reise war lange schon gebucht und ich hatte nie den Mut die Wahrheit auszusprechen. Man mag nun glauben, mein Freund wäre der arme an der Geschichte, doch so war es nicht. Während meiner Krebstherapie sah ich ihn kaum und als ich nach zwei Wochen Rehabilitation wieder nach Hause kam verbrachte er die ersten Tage lieber mit seinen Freunden als mit mir. Meine Meinung war ihm nie wichtig, er unterstütze mich nie darin, auch wenn wir Frauen nicht immer in allem bestätig werden wollen, so wäre es doch hin und wieder nett in der eigenen Meinung bekräftigt zu werden. Julian war kein organisierter Mensch und somit das totale Gegenteil von mir, wichtige Dinge, wie zum Beispiel mir von einer seiner vielen Studienreisen zu erzählen vergaß er prinzipiell und als ich meinen Traumjob in einem Gymnasium als Professorin bekam, freute er sich nicht einmal für mich, geschweige denn gratulierte er mir, er setzte sein Studium in Wien fort, war tagelang nicht da für mich. Mein Leben begann in eine andere Richtung zu laufen als seines und immer und überall lief ich auf einmal Daniel über den Weg.
Ich gebe ja zu, ich wünschte mir dauernd ihn zu sehen und irgendwie - so dachte ich mir, erfüllte das Schicksal mir diesen Wunsch. Ich sah ihn wenn ich zum Zug ging, dann fuhr er immer mit dem Auto vorbei, ich sah ihn im Dienst beim Roten Kreuz und bekam ihn nicht mehr aus dem Kopf. Ich hatte Schmetterlinge im Bauch, wenn ich an ihn dachte, konnte nicht schlafen, nicht essen. Tja das Zitat stimmt wohl - der Anfang und das Ende jeder Beziehung sind gleich. Wir können nicht schlafen und nicht essen, einmal aus Freude und einmal aus Angst. Vielleicht war er mein lang ersehntes Gegenstück, meine zweite Hälfte. Ich überlegte lange ob ich mit Tom, seinem Schwager und meinem besten Freund darüber reden sollte, ich wusste ja nicht einmal ob Daniel eine Freundin hatte oder nicht. Als wir eines Tages im Kino waren mit Tom, meinem Bruder Martin und ein paar weiteren Personen, Julian mir einmal wieder zwei Stunden vorher über seine Abreise berichtete, wollte es der Zufall so und ich saß neben Daniel während der Filmes. Wie gerne hätte ich seine Hand gegriffen oder mich an ihn gelehnt, doch ich traute mich nicht. Am Wochenende darauf, Julian mein Freund war nicht da, fasste ich all meinen Mut und schrieb Daniel eine SMS. Ich könnte jemanden zum fortgehen brauchen - Zeit und Lust? und wider erwarten kam sofort eine Antwort. Er saß gerade in meinem Heimatort Traun im Cafe und schrieb mir, dass ich doch jeder Zeit auch kommen könnte. Natürlich nutze ich die Chance und traf ihn dort. Ich hatte mich fünf mal umgezogen zu Hause und war immer noch nicht zu frieden mit meinem Outfit und Daniel sah einfach perfekt aus, seine blauen Augen strahlten wie das Wasser eines Bergsees. Anfangs waren wir alleine und als ihn sein bester Freund fragte wieso er noch immer hier war sagte er eine wunderschöne Frau hat mir geschrieben und mich aufgehalten. Wir redeten über den Rettungsdienst und über unsere Freunde und Bekannten und ich musste aufpassen, denn ich begann ihn anzuhimmeln und das durfte einfach nicht passieren. Seine Schwester Lara, die mit mir in die Volksschule ging und ihr Freund Tom kamen nach und am Ende des Abends landeten wir auf der Couch bei den beiden zuhause und sahen uns Schlag den Raab an. Ich konnte meine Augen kaum von diesem Mann lassen und traute mich schließlich und berührte ich seine Fingern, woraufhin er meine streichelte. Ich roch sein Parfum, nahm seine Wärme wahr und wollte am liebsten die Zeit anhalten. Doch als es spät wurde ging ich nach Hause, ich spürten die noch kalte Frühlingsluft an meinem Körper, begann zu zittern, doch dies war mir egal, ich hatte einen Abend mit dem wunderbarsten Menschen auf Erden verbracht. Ich konnte kaum schlafen, musst dauernd grinsen, da ich immer wieder an die Berührungen und an Daniels Worte denken musst, doch irgendwann zog mich der Schlaf in seinem Bann. Am nächsten Tag, es war ein Sonntag, Julian kam mal wieder von einer seiner Reisen zurück, von denen ich im Vorhinein nichts wusste, machte ich endgültig mit ihm Schluss, zog einen sauberen Strich und hörte nie wieder etwas von ihm. Nun ging es mir besser, eine Last war von meinen Schultern gefallen. Und genau an diesem Punkt stehe ich heute. Verwirrt, vielleicht verliebt.

Erste Lektion: Männer in die ich verliebt bin, lieben mich nicht!

Der Frühling war gerade im Anmarsch, die ersten Bäume begannen in einem kräftigen Grün um die Wette zu strahlen ebenso erwachten bei vielen Menschen die Frühlingsgefühle aus dem Winterschlaf. Ich war eindeutig interessiert an Daniel, seine blauen Augen gefielen mir, sein Gesicht, sein knackiger Hintern, seine sandblonden Haare, ich ertappte mich schon ein paar Mal wie ich ihn anstarrte, mich in seinen Augen verlor, oder mir wünschte durch sein Haar zu streichen. Ich mochte seinen Charakter, forsch, aber doch geradlienig und ehrlich. Seine manchmal etwas freche Art und wie er es immer schaffte mich zum lachen zu bringen. Ich beschloss ihm wieder zu schreiben, denn anrufen traute ich mich nicht. Schreiben und lesen half mir schon immer über schwere Situationen hinweg und weil ich es so mochte, beschloss ich damals Deutsch zu studieren. Bis heute bereue ich diese Entscheidung nicht.
War wirklich ein schöner Abend vorige Woche! Danke fürs Gesellschaft leisten...ich bin seit langem mal wieder fröhlich ins Bett gefallen.
Ja bitte gern kein Problem. Bin gerade Heim gekommen von Wildalm dort wohnt seine Großmutter und seine halbe Verwandtschaft.
Heute werde ich mal früher ins Bett fallen, ich muss morgen arbeiten
Naja immer zu Hause sein ist auch fad, aber vielleicht findet sich ein Dienst beim Roten Kreuz für dich
Stimmt, aber du beschäftigst meinen Kopf auch zur Zeit. Gestern wäre ich eindeutig lieber alleine mit dir auf der Couch gelegen.
Ja, das hab ich mir gedacht. Aber es war eben nicht so.
Tja, ich hoffe ich war nicht zu aufdringlich.
Nein, nein, wie kommst du denn darauf?
Naja ich will ja keinen Blödsinn machen.
Ja ich glaube das ist immer Sache der Auslegung, aber ich denke auch, dass du sicher noch einiges zu klären hast, bevor du dich wieder ins Singleleben stürzt.
Geklärt ist mal alles, aber ans alleine sein muss ich mich erst gewöhnen
Na das ist gut, aber du weist ja das gehört auch dazu. genieß die Zeit und Eins nach dem anderen
Es kommt wies kommen muss. Na dann nerv ich dich nicht mehr. Gute Nacht und würde mich freuen, wenn wir uns mal wieder sehen würden
Nein, nein, nerven tust du mich nicht. Ich geh dann auch schlafen. Passt, schönen Abend noch.
Lange dachte ich noch über seine Sätze nach bevor ich einschlafen konnte, saß in eine Decke gewickelt am Fenster, beobachtete wie die Sonne unterging und die ersten Sterne sichtbar wurden. Er wollte mich nicht drängen, was ja eigentlich nett war, wenn ich mich nicht so sehr in ihn verguckt hatte. Doch konnte daraus mehr werden? Was wenn er mit Frauen wie sein Vater umging, dieser war geschieden, hatte unzählige Kinder von unterschiedlichen Frauen und noch dazu war er ein guter Bekannter meiner Familie. Was würde er dazu sagen, wenn ich auf einmal mit seinem Sohn zusammen wäre? Aber diese Dinge, dachte ich mir, kannst du dir überlegen, wenn es so weit ist.
Ein weiterer wunderschöner Morgen brach an, der Nebel hing noch über den Hügeln und der Tau verwandelte Wiesen und Wälder in wunderschöne Lichtspiele. Meine Schüler waren inzwischen beschäftigt mit ihren Interpretationen und ganz ehrlich, so schlechte Ideen über Frieds Gedicht hatten sie gar nicht. Während eine meinte, das Gedicht würde den Prozess der Liebe beschreiben, hatte ein anderer folgende Idee. Ich glaube Erich Fried wurde oft enttäuscht von der Liebe und dennoch hat er nie aufgegeben, hat seine Ängste überwunden und die Liebe einfach Liebe sein lassen! Eine tolle Beschreibung wie ich fand und ließ meine Schüler weitere Gedichte von ihm suchen bis nächster Woche.
Donnerstag Abend kam und ich hatte wieder einmal Nachtdienst. Ich schlüpfte in meine Uniform, holte meinen Bruder ab und wir fuhren in den Dienst. Unsere Nachtdienste waren mittlerweile zur Tradition geworden, meine Bruder war über den Zivildienst zum Roten Kreuz gekommen und geblieben. Auch Daniel war kurz anwesend und teilte mir leider mit, dass er morgen nicht in den Dienst ging, aber wir könnten und ja für nächste Woche einmal etwas ausmachen. Am Ende nahm ich all meinen Mut zusammen und fragte ihn was er am Wochenende vor hatte.Wenn ich früh genug heimkomme wäre ein kleines Bier sicher nett. antwortete er mir. Wir verabschiedeten uns und ich konnte das herankommende Wochenende kaum erwarten.
Samstag darauf hatten wir eine Familienfeier in Linz bei meinen Verwandten und ich saß buchstäblich auf Nadeln. Weder den schönen Frühlingsspaziergang, noch das gute Essen konnte ich genießen, ich war nervös. Daniel wollte sich melden, doch es war schon Abend und noch immer nichts. Dauernd marschierte ich auf und ab, sah ständig auf mein Handy und dann endlich als ich am Heimweg war, läutet meine Freisprechanlage.
Hy. Na Familientreffen schon beendet? Wie war es?
Hallo. War ganz nett, gerade am Heimweg.
Wir redeten über lauter nicht zu tiefer gehende Dinge bis ich mich durchrang ihn zu fragen
Na schon entschieden wegen dem fortgehen?
Na ich weis noch nicht, ob es mich noch freut und ob das so sinnvoll ist, wenn wir beide uns in der Stadt blicken lassen.
Was meinst du mit sinnvoll? Anderes Mal besser, oder anderer Ort?
Naja du weist schon, mit der Rettung und so ist das nicht so einfach und ich will nicht wieder, dass irgendjemand etwas Falsches in die Ohren bekommt. Immerhin arbeite ich dort.
Verstehe ich, aber von mir erfährt keiner etwas. Aber wir können gerne einen anderen Ort und eine andere Zeit wählen.
Ja, du weist eh, wenn uns wer sieht, beide Single und so....
Na dann. Irgend welche anderen Vorschläge?
Ja daheim bleiben, oder!
Na gut, das heißt wir bleiben beide heute brav zu Hause.
Nein, du kannst gerne vorbei kommen, so hab ich das gemeint. Wenn man nicht fortgehen kann, muss man zu Hause bleiben
Okay....interessantes Angebot, dass ich glaube ich annehmen werde. Dauert nur noch ein bisschen und ich weis nicht genau wo du wohnst.
Er erklärte mir noch wo er wohnt und das ich mich melden soll, wenn ich vor dem Haus stehen. Die Autofahrt verging überhaupt nicht schnell und ich konnte es doch kaum erwarten. Rasend schnell versuchte ich mich umzuziehen, doch wie immer fiel die Entscheidung schwer, ich verfluchte mich selbst, dass ich keine sauberen String-Tangas mehr hatte zog irgend etwas an und fuhr Richtung Traun. Vor seinem Haus angekommen, stellte ich fest, dass noch seine Ex auf dem Türschild stand, doch das beschäftigte meinen Kopf in diesem Moment nicht. Ich bekam eine Wohnungsführung und war schrecklich nervös. Dauernd fragte ich mich selbst ob ich das, was ich vor hatte, ich wollte nicht nur mit diesem Mann schlafen, nein ich wollte mehr, aber war dies der richtige Weg? Wir setzten uns auf die Couch und begannen sahen nebenbei fern, redeten viel. Ein trauriger Film mit Will Smith lief, ich ertappte mich dabei wie ich ihn ansah, seinen Geruch wahr nahm und um alles in der Welt nicht mehr hier weg wollte. Irgendwann berührten meine Finger seine und er nahm daraufhin meine Hand und frage mich Willst du dich nicht neben mich legen?. Ja, antwortete ich blitzschnell. Da lag ich nun neben dem Mann meiner Träume und konnte kaum denken. Er streichelte mich, nahm mich in den Arm und fragte immer ob alles in Ordnung sei, vielleicht spürte er meine Nervosität. Als er aufstand um etwas zu trinken zu holen und sich dann wieder neben mich kuschelte, schossen Gückshormone in meinen Körper, meine Nerven und all meine Sinne waren aufs äußerste gereizt und angespannt. Irgendwann kamen unsere Köpfe sich näher, seine Lippen berührten die meinen und ich spürte seine warme Zunge in meinem Mund, er küsste herrlich. Besser so? fragte er mit einem unwiderstehlichen Lächeln auf den Lippen. Er streichelte sanft meinen Hals und es fühlte sich an als würden tausend kleine Spinnweben meinen Körper sanft berühren, begann an meinen Ohren zu lecken und wandere mit seinen Händen von meinen Brüsten abwärts meinen Bauch entgegen. Wie liebte ich diese Streicheleinen, die Küsse, wenn man vor lauter Anspannung und Erregung kaum noch klar denken konnte. Wir begannen uns gegenseitig auszuziehen und auch meine Hände konnte kaum erwarten, ihn überall zu berühren. Ich beobachtete seine Reaktion als ich das erste Mal seinen nackten Unterleib berührte und er hauchte mir ins Ohr Gehen wir doch lieber ins Schlafzimmer! In seinem Bett angekommen, völlig nackt, saugte er an meinen Brustwarzen, fuhr mit seiner Hand zwischen meine Beine und streichelte mich sanft. Ich wollte keinen Moment mehr warten, dieser Mann wusste eindeutig was er tat. Es folgten heiße küsse und als es sich auf mich legte hatte ich wohl den besten Sex meines Lebens. Kein Mann zuvor hatte es geschafft mich so zu berühren, mich so zu erregen. Wir lagen noch lange nebeneinander, Daniel meinte es wäre ein Männerleider und er würde nach dem Sex immer gleich einschlafen und da ich morgen früh aufstehen musste, da ich einen Auftritt mit unserer Musikkapelle hatte beschloss ich nach Hause zu fahren und ihn in Ruhe schlafen zu lassen. Er begleitete mich nur mit einer Boxershort bekleidet zur Tür, wir geben uns einen Kuss und er verabschiedete sich mit den Worten Wir hören von einander.
Am Morgen konnte ich kaum aufhören zu grinsen, ich war überglücklich, wollte jedem Menschen auf Erden von letzter Nacht erzählen. Sogar die Müdigkeit störte mich nicht. Meine beste Freundin Silvia, sie ist ebenfalls bei der Musikkapelle und beim Roten Kreuz und arbeitet als Physiotherapeutin sah mir mein Glück an. Was ist los mit dir? fragte sie. Glücklich, überglücklich! antwortete ich ihr. Ich erzähle dir nächste Woche genau darüber. Wir mussten wieder weiter unseren Musikerverpflichtungen nachgehen und Silvia leider arbeiten Nachmittags, also beschloss ich ihr nächste Woche über diese wahnsinns Nacht zu berichten.
Am Abend rief ich Daniel wieder an, doch diesmal keine Antwort. Am Dienstag versuchte ich es erneut, da bekam ich lauter unbedeutende Antworten und am Freitag bekam ich einmal wieder keine Antwort. Oh Gott, es tut so weh. Was soll das? Hätte ich bleiben sollen in jener Nacht? Hätte ich nicht mit ihm schlafen sollen? So viele Fragen gingen mir durch den Kopf. Ich wollte nicht schon wieder in das kalte Wasser hüpfen und den ersten Schritt machen. Ich bin doch auch nur ein Mensch der liebt....doch anscheinend lieben mich nie die Männer, die ich liebe. Ich habe große Angst, nie den Menschen zu bekommen, den ich liebe, mich immer mit einer Alternative abzulenken und nie die wahre Liebe zu finden.

Mehr lesen

17. Oktober 2013 um 16:08

Was haltet ihr davon?
Ich habe versucht meine Liebesgeschichte niederzuschreiben, dies ist nur der Anfang. Was haltet ihr davon? Würdet ihr mehr davon lesen?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen