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Was ist liebe?

23. September 2006 um 7:04

hi

ich habe meinen ersten freund kennengelernen und wir sind bereits 1 monat zusammen. Die Sache ist, dass ich nächstes Jahr also in 10 Monaten wieder zurück nach England muss, und er studiert hier weitere 2 Jahre in China. Also wissen wir beide, dass die Beziehung höchstens 10 Monate dauern wird, was schade ist. Aber ich sage ihm ständig, dass wir nicht darüber denken sollen und einfach nur abwarten was kommt. Er kann sich eine Fernbeziehung nicht vorstellen etc.

Nun gut zum eigentlichen Thema. Ich habe mich in meinem Leben noch nie verliebt und er auch nicht. Ich bin 19 und er ist 24 geworden, bin seine 2te Freundin. Die frage lautet, woher weiß ich dass ich mich verliebe? Wann sagt man das L wort? Er war auch nie in jemand verliebt und für ihn könnte es sein, dass es auch sehr lange dauert. Wir haben viel gemeinsamkeiten, sind selbe typ von mensch und mögen uns sehr doll, wenn wir uns 1 tag lang nicht sehen kommt es uns vor, als ob es 1 woche sind. Eine freundin meinte, wenn du kinder hasst, und du dir aber vorstellen kannst mit ihm ein kind haben zu wollen oder du willst ein kind von ihm, heißt es dass du verliebt bist. Naja ich kanns mir nicht vorstellen und weiß auch nicht wie ich mich da fühlen soll.

also an alle, was ist für euch liebe und wie fühlt sich das an?

danke für die antworten

lg

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24. September 2006 um 13:55

Danke
danke für deine ausführliche erklärung

das alles hört sich so an als ob ich in meinem bruder verliebt bin :P ich dachte es hat was mit herzklopfen etc. zu tun und wenn man sich für ne lange zeit lang nicht gesehen hat, schlägt das herz und dachte das wäre irgendwie liebe...

gibts weitere meinungen oder bemerkungen ?? weiß man selbst bescheid dass man verliebt ist?

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24. September 2006 um 14:55

Liebe eveleen,
was ist Liebe? Liebe ist so viel, dass man das hier so nie beschreiben könnte.
Ja, ich denke du bist verliebt.
Nach so kurzer Zeit kann man noch nicht von Liebe sprechen. Da ist alles voller Schmetterlinge, man ist empfindsam und extrem bemüht alles richtig zu machen und sich immer von der besten Seite zu zeigen. Ihr seid ja auch noch jung. Als ich meinen heutigen Mann kennenlernte war ich auch 19, er war 22. Für mich war es die große Liebe. Ging nicht lange gut. Waren noch zu verschieden und ich zu unerfahren. Haben uns trotz der Trennung nie vergessen und immer an einander gedacht. Hatte selber 4 Jahre einen Freund dazwischen. War sehr verliebt, habe vieles an ihm, was mich nachher sehr gestört hat, am Anfang nicht wahrgenommen. Habe dann irgendwann angefangen zu merken, dass er mir zu ruhig und wenig entschlossen ist. Man konnte sich auch nicht mal mit ihm streiten. Habe dann Schluß gemacht und bin 3 Monate später mit meinen heutigen Mann, damals EX-Freund zusammengekommen. Es war nicht immer leicht, aber wir sind seit 14 Jahren zusammen und 11 Jahre sehr glücklich verheiratet. Die zeitliche Trennung hat uns beiden nur gut getan. Liebe ist: Ihn/Sie weiterzulieben, wenn man die ersten "Macken" entdeckt hat und man ihn/sie trotzdem weiterliebt. Also, auch wenn ihr euch vielleicht eine Weile nicht sehen könnt, wenn es Liebe ist .......
Schwierig, so was aufzuschreiben

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26. September 2006 um 14:05

Meine Definition..
..von Liebe ist dieses unbeschreibliche Gefühl wenn dich dieser Mensch berührt..wenn du dir in seiner Nähe denkst "hier bin ich zu hause, da gehöre ich hin"..wenn du jeden Tag dankbar bist, dass es diesen Menschen für dich gibt. Wenn dir ein Teil fehlt, wenn ihr nicht beisammen seid. Wenn du am liebsten garnicht mehr von seiner Seite weichen würdest, weil dir seine Gegenwart so viel Wohlbefinden bereitet.

Ich glaube, wenn du jetzt sagst du weißt nicht ob es Liebe ist, dann ist sie es nicht...denn wenn sie es dann mal ist, weißt du es zu 100%..da stellen sich keine Fragen mehr

Lg

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26. September 2006 um 15:22

Verliebt sein ist
wenn 1000000 Schmetterlinge durch deinen Bauch fliegen. Es ist ein unbeschreibliches Bauchgefühl, wenn dein Herz wie wild anfängt zu klopfen wenn Du an ihn denkst. Ich war damals so verliebt, dass ich keinen Hunger mehr hatte

Die Liebe, wenn man denn liebt, kommt dann nach dem Verliebtsein, wenn man anfängt, eine enge Vertrauensbasis aufzubauen.... Aber jeder definiert Liebe für sich anders.

Für mich persönlich ist Liebe, wenn ich mit meinem Parnter lachen und weinen kann, wenn man füreinander da ist, und vorallem in schweren Zeiten! Wenn man andauernd an ihn denken muss (macht man auch wenn man verliebt ist), wenn man ihn trotz der vielen Jahre wo man schon zusammen ist (bei mir über 6 Jahre) immer noch vermisst wenn man sich mal nicht sieht, wenn man große Sehnsucht nacheinander hat. etc... All das hat für mich was mit Liebe zu tun.

LG

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27. September 2006 um 7:35
In Antwort auf kleines82

Verliebt sein ist
wenn 1000000 Schmetterlinge durch deinen Bauch fliegen. Es ist ein unbeschreibliches Bauchgefühl, wenn dein Herz wie wild anfängt zu klopfen wenn Du an ihn denkst. Ich war damals so verliebt, dass ich keinen Hunger mehr hatte

Die Liebe, wenn man denn liebt, kommt dann nach dem Verliebtsein, wenn man anfängt, eine enge Vertrauensbasis aufzubauen.... Aber jeder definiert Liebe für sich anders.

Für mich persönlich ist Liebe, wenn ich mit meinem Parnter lachen und weinen kann, wenn man füreinander da ist, und vorallem in schweren Zeiten! Wenn man andauernd an ihn denken muss (macht man auch wenn man verliebt ist), wenn man ihn trotz der vielen Jahre wo man schon zusammen ist (bei mir über 6 Jahre) immer noch vermisst wenn man sich mal nicht sieht, wenn man große Sehnsucht nacheinander hat. etc... All das hat für mich was mit Liebe zu tun.

LG

@ll
hallo an alle

vielen lieben dank für eure hilfreichen antworten. habt mir auf die sprünge geholfen. ich weiß immernoch nicht ob ich verliebt bin, aber ich denke immer an ihn, vermissen ihn sehr doll wenn ich ihn 1 tag nicht sehe und es kommt mir wie ne woche vor. muss immer lachen wenn ich ihn ansehe und kann mit ihm über alles reden. fühl mich einfach bei ihm sehr wohl...doch ich hab kein schmetterlinge im bauch, kein herzklopfen etc...das hatte ich früher gehabt bevor ich sehr oft von männern enttäuscht wurde. ich hoffe dass ich noch im stande bin zu lieben....

danke euch für die hilfe

lg

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27. September 2006 um 7:49

Liebe und verliebtsein; wie es sich unterscheidet
sowohl phänomenologisch als auch psychologisch betrachtet

ich denke mal es geht dir um die Liebe zum Partner, also nicht Kinds- oder Mutter- oder Vater- oder Nächstenliebe.

die zwei Dinge die man betrachten genauer betrachten sollte sind einmal das Verliebt-sein und zum anderen die Liebe
_________________
Verliebt-Sein

Für mich ist das ein seelisch-körperlicher Zustand.
Kribbeln im Bauch, rosa Brille, Herzklopfen, schmerzhafte Sehnsucht, Begierde, Euphorie.
Verliebtheit ist ein Gefühl der Hingezogenheit zu einer anderen Person, das nach einer gewissen Zeit abflauen kann oder in Liebe mündet.
Verliebtheit kann auch auf Distanz entstehen und muss nicht zwingend auf Gegenseitigkeit beruhen. Der Verliebte projiziert dabei seine Vorstellungen, Träume und Wünsche auf das Objekt seiner Begierde, das mitunter die Gefühle des anderen nicht einmal bemerkt, wobei das Objekt der Verliebtheit derart idealisiert wird, dass es der Realität nicht mehr entsprechen muss.
Auffällig bei der Verliebtheit sind wenige durchgängig auftretende Phänomene, die erwähnenswert sind. So scheint sich eine emotionale Bindung zu dem Gegenüber aufzubauen, die je nach Individuum an Stärke variiert. Mitunter scheint das Gefühl so mächtig, so verzehrend, dass der Mensch glaubt, nur mit diesem einen Wunschpartner glücklich werden zu können. Fast immer erliegt der Verliebte der Täuschung, sein von ihm begehrter Wunschpartner empfände für ihn ähnliche Gefühle wie er selbst.
Mit zunehmender Lebenserfahrung sieht man die Dinge dann immer gelassener, die schwärmerische Intensität des Verliebtheitsgefühls ist i.d.R. der Jugend vorbehalten. (es ist immer anders das heißt, dass wohl doch ein Stück weit Verliebtheit mitspielt)
In der akuten Phase der Verliebtheit steht jedoch auch dem reiferen Menschen der ausgleichende Verstand nicht zur Verfügung. Biologisch scheint dieses Verhalten der Vorbereitung bzw. Einleitung der sexuellen Fortpflanzung zu dienen.
Die Verliebtheit kann sich auch in körperlichen Phänomenen bemerkbar machen.
So fühlen sich Betroffene anfangs oft fast krank, weil sie an Appetitlosigkeit, schweißigen Händen, rasendem Puls und teilweise auch an Schlaflosigkeit leiden. Die Gedanken des Verliebten kreisen fast ununterbrochen um die geliebte Person. Durch diesen Stresszustand, der anscheinend sogar das Immunsystem stärken soll, kann es auch kommen, dass die Betroffenen vorübergehend ebenfalls unter Verdauungsproblemen, wie Durchfall leiden.
Obwohl dieser Zustand am Anfang eher beängstigend als erfreuend wirkt,
wird, sobald sich herausstellt, dass die Verliebtheit auf Gegenseitigkeit beruht, das Ganze als sehr positive Erfahrung gewertet.
Neuere Theorien vermuten, dass der Geruchssinn entscheidend daran beteiligt ist, ob und in wen wir uns verlieben. Auf unbewusster Ebene könne das Gehirn über den Eigengeruch einer anderen Person erkennen, wie das Immunsystem des anderen beschaffen sei. Ist es komplementär zum eigenen, haben die Nachkommen die größte Chance auf ein wehrhaftes Immunsystem. Sprichwörter wie "Gegensätze ziehen sich an" oder "jemanden nicht riechen können", erscheinen sinnes-physiologisch bestätigt.
Das Gehirn eines Verliebten unterliegt einer gesteigerten Produktion des Belohnungs-Neurotransmitters Dopamin, die den Verliebten instand setzt, einige Anstrengungen auf sich zu nehmen, auf Essen und Trinken zu verzichten und kaum Schmerzen zu empfinden. Im Allgemeinen flaut dieser Zustand der gesteigerten positiven Empfindungen nach rund anderthalb Jahren ab. Das Gehirn hat sich dann an den Level an Dopamin gewöhnt. Wenn die Verliebtheit dann nicht in gegenseitige Liebe übergegangen ist, zu der nicht nur biologische Anziehung, sondern auch soziokulturelle Faktoren gehören, gehen die Beziehungen über kurz oder lang kaputt.
Da aber die Verliebtheit auf Gefühlen beruht und von jedem Menschen anders wahrgenommen wird, gestaltet sich eine rationale Erklärung schwierig. Es ist mehr als bloße Zuneigung und Wunsch nach Zusammensein, eher ein Versuch das Herz mit Liebe zu erfüllen. Viele Leute beschreiben es als eine Art Rauschzustand und Verliebtheit wird sehr oft als inspirierend empfunden. Unzählige Liebesgedichte basieren auf Empfindungen während der Verliebtheit und viele Leute verleihen ihren Gefühlen mit Hilfe eines Liebesbriefs Ausdruck. Oft empfindet man aber so viele Gefühle, dass es schwierig fällt sie zu ordnen oder niederzuschreiben. Die begehrte Person erscheint in dieser Zeit als makellos und perfekt und man versucht sie mit romantischen Gesten zu beeindrucken.
Ein Zusammentreffen mit dieser Person wird meist immer als äußerst positive Erfahrung gewertet, auch wenn viele ihr Verhalten in Gegenwart der begehrten Person verändern, auf Grund der Angst etwas Falsches zu tun und wegen der vielen intensiven Gefühle, die jemand in dem Moment verspürt, aber nicht immer einordnen kann.
Dagegen erschienen Momente, in denen man nicht zusammen ist, häufig als schmerzhaft. Besonders schmerzhaft gestaltet es sich auch dann, wenn die Zuneigung nicht erwidert wird. Für manche scheint dann für kurze Zeit eine Welt zusammenzubrechen, doch dieses Gefühl legt sich in der Regel nach einiger Zeit wieder. Sie ist in jedem Fall als eine sehr intensive Erfahrung zu sehen, geht aber oftmals nicht in Liebe über

__________________________________
Lieben
Ein eher geistig-seelischer Zustand (contra: seelisch-körperlicher s.o.)
Keine Begierde, keine rosa Brille, Fähigkeit zu intensiven positiven Gefühlen gegenüber einem anderen Menschen, die stärkste Form der Hinwendung zu anderen Lebewesen oder Dingen

Eine sehr praktische Definition hat Sullivan, ein amerikanischer Psychiater, vorgeschlagen: Wenn die Zufriedenheit oder die Sicherheit eines anderen für mich ebenso bedeutsam wird wie meine eigene Zufriedenheit oder Sicherheit, dann ist dies der Zustand der Liebe

Die Theorie REIKS zur Liebesbereitschaft
"Die Liebe kann nur dann entstehen, wenn ein Mensch höher bewertet wird als ein anderer - oder vielmehr als viele andere. Wie kann man einen Menschen lieben, den man nicht höher bewertet als sich selbst? Und warum sollte man ihn lieben? Worin läge der Antrieb für ein so merkwürdiges Gefühl? Meine Antwort lautet, dass Liebe nur dann möglich ist, wenn man einen anderen Menschen höher bewertet als sich selbst, wenn man ihn für eine Persönlichkeit hält, die wenigstens in gewisser Hinsicht einem selbst überlegen ist"

Die grossen Weisheitslehren bezeichnen die Liebe als grosse Güte, als Schenken, als nicht fordernd, als Gleich-Gültigkeit
Liebe ist somit weniger emotional zu sehen sondern mehr als tiefe innere Geisteshaltung.

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27. September 2006 um 18:33
In Antwort auf tisiatjcm

Liebe und verliebtsein; wie es sich unterscheidet
sowohl phänomenologisch als auch psychologisch betrachtet

ich denke mal es geht dir um die Liebe zum Partner, also nicht Kinds- oder Mutter- oder Vater- oder Nächstenliebe.

die zwei Dinge die man betrachten genauer betrachten sollte sind einmal das Verliebt-sein und zum anderen die Liebe
_________________
Verliebt-Sein

Für mich ist das ein seelisch-körperlicher Zustand.
Kribbeln im Bauch, rosa Brille, Herzklopfen, schmerzhafte Sehnsucht, Begierde, Euphorie.
Verliebtheit ist ein Gefühl der Hingezogenheit zu einer anderen Person, das nach einer gewissen Zeit abflauen kann oder in Liebe mündet.
Verliebtheit kann auch auf Distanz entstehen und muss nicht zwingend auf Gegenseitigkeit beruhen. Der Verliebte projiziert dabei seine Vorstellungen, Träume und Wünsche auf das Objekt seiner Begierde, das mitunter die Gefühle des anderen nicht einmal bemerkt, wobei das Objekt der Verliebtheit derart idealisiert wird, dass es der Realität nicht mehr entsprechen muss.
Auffällig bei der Verliebtheit sind wenige durchgängig auftretende Phänomene, die erwähnenswert sind. So scheint sich eine emotionale Bindung zu dem Gegenüber aufzubauen, die je nach Individuum an Stärke variiert. Mitunter scheint das Gefühl so mächtig, so verzehrend, dass der Mensch glaubt, nur mit diesem einen Wunschpartner glücklich werden zu können. Fast immer erliegt der Verliebte der Täuschung, sein von ihm begehrter Wunschpartner empfände für ihn ähnliche Gefühle wie er selbst.
Mit zunehmender Lebenserfahrung sieht man die Dinge dann immer gelassener, die schwärmerische Intensität des Verliebtheitsgefühls ist i.d.R. der Jugend vorbehalten. (es ist immer anders das heißt, dass wohl doch ein Stück weit Verliebtheit mitspielt)
In der akuten Phase der Verliebtheit steht jedoch auch dem reiferen Menschen der ausgleichende Verstand nicht zur Verfügung. Biologisch scheint dieses Verhalten der Vorbereitung bzw. Einleitung der sexuellen Fortpflanzung zu dienen.
Die Verliebtheit kann sich auch in körperlichen Phänomenen bemerkbar machen.
So fühlen sich Betroffene anfangs oft fast krank, weil sie an Appetitlosigkeit, schweißigen Händen, rasendem Puls und teilweise auch an Schlaflosigkeit leiden. Die Gedanken des Verliebten kreisen fast ununterbrochen um die geliebte Person. Durch diesen Stresszustand, der anscheinend sogar das Immunsystem stärken soll, kann es auch kommen, dass die Betroffenen vorübergehend ebenfalls unter Verdauungsproblemen, wie Durchfall leiden.
Obwohl dieser Zustand am Anfang eher beängstigend als erfreuend wirkt,
wird, sobald sich herausstellt, dass die Verliebtheit auf Gegenseitigkeit beruht, das Ganze als sehr positive Erfahrung gewertet.
Neuere Theorien vermuten, dass der Geruchssinn entscheidend daran beteiligt ist, ob und in wen wir uns verlieben. Auf unbewusster Ebene könne das Gehirn über den Eigengeruch einer anderen Person erkennen, wie das Immunsystem des anderen beschaffen sei. Ist es komplementär zum eigenen, haben die Nachkommen die größte Chance auf ein wehrhaftes Immunsystem. Sprichwörter wie "Gegensätze ziehen sich an" oder "jemanden nicht riechen können", erscheinen sinnes-physiologisch bestätigt.
Das Gehirn eines Verliebten unterliegt einer gesteigerten Produktion des Belohnungs-Neurotransmitters Dopamin, die den Verliebten instand setzt, einige Anstrengungen auf sich zu nehmen, auf Essen und Trinken zu verzichten und kaum Schmerzen zu empfinden. Im Allgemeinen flaut dieser Zustand der gesteigerten positiven Empfindungen nach rund anderthalb Jahren ab. Das Gehirn hat sich dann an den Level an Dopamin gewöhnt. Wenn die Verliebtheit dann nicht in gegenseitige Liebe übergegangen ist, zu der nicht nur biologische Anziehung, sondern auch soziokulturelle Faktoren gehören, gehen die Beziehungen über kurz oder lang kaputt.
Da aber die Verliebtheit auf Gefühlen beruht und von jedem Menschen anders wahrgenommen wird, gestaltet sich eine rationale Erklärung schwierig. Es ist mehr als bloße Zuneigung und Wunsch nach Zusammensein, eher ein Versuch das Herz mit Liebe zu erfüllen. Viele Leute beschreiben es als eine Art Rauschzustand und Verliebtheit wird sehr oft als inspirierend empfunden. Unzählige Liebesgedichte basieren auf Empfindungen während der Verliebtheit und viele Leute verleihen ihren Gefühlen mit Hilfe eines Liebesbriefs Ausdruck. Oft empfindet man aber so viele Gefühle, dass es schwierig fällt sie zu ordnen oder niederzuschreiben. Die begehrte Person erscheint in dieser Zeit als makellos und perfekt und man versucht sie mit romantischen Gesten zu beeindrucken.
Ein Zusammentreffen mit dieser Person wird meist immer als äußerst positive Erfahrung gewertet, auch wenn viele ihr Verhalten in Gegenwart der begehrten Person verändern, auf Grund der Angst etwas Falsches zu tun und wegen der vielen intensiven Gefühle, die jemand in dem Moment verspürt, aber nicht immer einordnen kann.
Dagegen erschienen Momente, in denen man nicht zusammen ist, häufig als schmerzhaft. Besonders schmerzhaft gestaltet es sich auch dann, wenn die Zuneigung nicht erwidert wird. Für manche scheint dann für kurze Zeit eine Welt zusammenzubrechen, doch dieses Gefühl legt sich in der Regel nach einiger Zeit wieder. Sie ist in jedem Fall als eine sehr intensive Erfahrung zu sehen, geht aber oftmals nicht in Liebe über

__________________________________
Lieben
Ein eher geistig-seelischer Zustand (contra: seelisch-körperlicher s.o.)
Keine Begierde, keine rosa Brille, Fähigkeit zu intensiven positiven Gefühlen gegenüber einem anderen Menschen, die stärkste Form der Hinwendung zu anderen Lebewesen oder Dingen

Eine sehr praktische Definition hat Sullivan, ein amerikanischer Psychiater, vorgeschlagen: Wenn die Zufriedenheit oder die Sicherheit eines anderen für mich ebenso bedeutsam wird wie meine eigene Zufriedenheit oder Sicherheit, dann ist dies der Zustand der Liebe

Die Theorie REIKS zur Liebesbereitschaft
"Die Liebe kann nur dann entstehen, wenn ein Mensch höher bewertet wird als ein anderer - oder vielmehr als viele andere. Wie kann man einen Menschen lieben, den man nicht höher bewertet als sich selbst? Und warum sollte man ihn lieben? Worin läge der Antrieb für ein so merkwürdiges Gefühl? Meine Antwort lautet, dass Liebe nur dann möglich ist, wenn man einen anderen Menschen höher bewertet als sich selbst, wenn man ihn für eine Persönlichkeit hält, die wenigstens in gewisser Hinsicht einem selbst überlegen ist"

Die grossen Weisheitslehren bezeichnen die Liebe als grosse Güte, als Schenken, als nicht fordernd, als Gleich-Gültigkeit
Liebe ist somit weniger emotional zu sehen sondern mehr als tiefe innere Geisteshaltung.

Uff ... soo komplizirt . . .
Verleibt sein oder Liebe schwierig . . .
Sind sie Lehrer oder ein Phychologe ? ? ?
Ich verstehe das nicht was sie damit sagen wollen ? ? ?
Sie schreiben so Komplizirt . . .

linda

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27. September 2006 um 19:50

Lieben
das ist für jeden Menschen unterschiedlich. Bei mir ist es so, dass ich jede einzelne Minute mit ihm genieße, mich über jedes Gespräch freue, das wir führen, eigentlich auch jede seiner Macken akzeptiere, auch wenn sie mich manchmal nerven, naja, und ich möchte ihm einfach das gute Gefühl geben gebraucht zu werden und freue mich wenn er sich gut fühlt. Das 'Negative' manchmal ist, dass ich nicht einschlafen kann, weil ich an ihn denke. Wie ist es denn bei dir? möchtest du bei ihm sein? Akzeptierst du ihn als Person so wie er ist? Ich weiß ja nicht wie andere verliebt sind, aber eigentlich erfährt man es spätestens wenn die Beziehung vorbei ist.

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27. September 2006 um 23:39

Was ist Liebe?
Liebe ist, wenn man jemanden so nimmt, wie er ist und es gleichzeitig schafft, ihn davon zu überzeugen, dass es so ist.
Die Macken sind es doch, die einen Menschen einzigartig und liebenswert machen. Liebe geht schließlich nicht einfach so weg, wenn man was schief läuft (oder schief zu laufen scheint).

Wahre Liebe erlaubt Einblicke in sich selbst, die man ohne den anderen nier erreicht hätte.
Wäre doch ziemlich blöd, wenn man dabei irgendwo von heute auf plötzlich aufgeben würde, oder?

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@ acecat...möchte gerne Deinen Rat/Hilfe!?
Von: timmy01
neu
27. September 2006 um 21:23

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