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Was ist Liebe....

17. Juli 2003 um 14:48

Liebe heißt für mich: Sie in meiner Nähe haben wollen, sie spüren, sehen, hören wollen, zu spüren, wie mich ihre Gegenwart beruhigt, der Wunsch sie glücklich zu machen und alleine durch ihre Person selbst glücklich zu sein.

Manch Liebender hat den geliebten Menschen immer nur aus Distanz beobachtet und sich an seinem Bild, seinem Lachen, seiner Art erfreut, ohne das seine Liebe je erwidert wurde. Liebe ist selbstlos, denn sie ernährt sich durch das Glück des anderen. Wenn ich meinem Partner eine Freude mache und sehe, daß es ihm gefällt, möchte mein Herz vor Freude und Glück einen Satz machen, obgleich ich IHR eine Freude gemacht habe.

Durch die Liebe habe ich gleichzeitig auch mir selbst eine Freude gemacht. Liebe rechnet niemals auf "Was tue ich alles für den anderen", kein Streit über so egoistische Angelegenheiten wie "wer bringt den Müll runter" oder "Du bist dran mit Abspülen, ich hab' schon die letzten zwei mal gespült". Liebe nutzt nicht aus und läßt sich nicht ausnutzen. Liebe ist unerschöpflich und kann daher großzügig "verschwendet" werden. Und auch: Liebe ist niemals verschwendet. Wer es je so (im Nachhinein) empfindet, der hat nicht wirklich geliebt. Liebe kennt kein "häßlich", für sie ist alles schön.

Liebe läßt sich nicht suchen und nicht erzwingen, sie ist wie eine launische Katze die nur dann kommt, wenn sie selbst es für richtig hällt. Und wer sie nicht erkennt und beachtet oder gar davon jagt, der läuft Gefahr, daß sie niemals mehr zurückkehrt. Liebe sucht Gemeinsamkeiten, aber sie erzwingt sie nicht. Liebe interessiert sich und kann sich auch anpassen, weil sie sich mit dem anderen mitentwickelt aus Interesse an ihm. Aber sie gibt sich niemals selbst dabei auf!.

Und es gibt einen Grenzpunkt, an dem nicht mehr von Liebe geredet wird, sondern von Selbstaufgabe. Es ist wahr: Nur wer sich selbst zu lieben vermag, weiß auch einen anderen Menschen zu lieben. Ein mangelndes Selbstwertgefühl ist gleichbedeutend mit mangelnder Selbstliebe. Ein solcher Mensch ist in sich selbst haltlos und sucht seinen Halt in seinem Partner. Er begibt sich in Abhängigkeit und Selbstaufgabe. Aus Dankbarkeit vielleicht, aus Hilflosigkeit, aber sicher nicht aus Liebe. Er ist nicht fähig, einen anderen Menschen zu lieben, genausowenig wie er sich selbst lieben kann.

Liebe hat keine Erwartungen und keine Forderungen. Sie liebt nicht, um die Einsamkeit zu vertreiben, um die Ängste zu besiegen, um gemeinsam höhere Ziele zu erreichen, um Lust und Leid zu teilen. Sie liebt nur um ihrer selbst Willen.

So wie Gott sich nicht definieren läßt, nicht männlich oder weiblich ist, groß oder klein, eine oder mehrere Personen und auch keinen Namen hat (denn Namen tragen nur die Menschen), so ist auch die Liebe nicht zu begreifen, zu erfassen, zu rationalisieren, und sie fügt sich auch in kein Schema. Du kannst ein noch so genaues Raster entwickelt haben, wie Du Dir Deinen Traumpartner wünschst, es macht Dich nur blind für die wahre Liebe, denn der Mensch, bei dem sie Dich tatsächlich trifft, kann das vollständige Gegenteil von diesem Wunschpartner sein.

Der Mensch hat Angst vor Dingen, die er nicht begreift. So versucht er mit Wörtern wie "abstrakt" und "ambivalent" sich selbst zu beruhigen oder sucht Erklärungen im Glauben, statt einfach zu akzeptieren, daß es Dinge gibt, die nichts mit der Welt zu tun haben, wie wir sie zu kennen glauben. Und eines der Mächtigsten unter ihnen ist die Liebe. Aber sie ist nicht ALLmächtig! Auch das verwechseln viele Menschen, stellen zu hohe Erwartungen an die Liebe.

Die Liebe läßt auch Zweifel zu, sie kann verletzen und sie ist nicht jeden Tag gleich stark. Aber wenn Du den Druck der Hand Deines Partners in Deiner Hand nicht mehr so deutlich spührst, läßt Du sie dann gleich los?

Woran Du erkennst, ob Du wirklich liebst? Nun, es ist die erste Antwort, die Dir einfällt, wenn man Dir diese Frage stellt, BEVOR Du angefangen hast, darüber nachzudenken. Du weißt: Der Gedanke ist schneller als ein Blitz. Aber es gibt eines, das schneller ist, als der Gedanke: die Liebe.

Es sind die rationalen Einflüsse dieser Welt, in der wir leben, der Alltag, mit dem wir konfrontiert werden, das schmale Wissen der Menschheit, daß uns blind macht und uns oft genug an etwas zweifeln oder es nicht erkennen lät, was unsere Herz schon lange sicher weiß. Verlasse Dich im Umgang mit den Menschen auf Deinen Verstand und Deinen Instinkt, verlasse Dich in Fragen um die Liebe aber nur auf Dein Herz. Und wird Deine Liebe mit Füßen getreten, so wird Dein Herz selbst aufhören zu lieben. Denn Liebe ist empfindsam und verwelkt, wenn man sie nicht ständig pflegt.

Vielleicht haben meine Gedanken Dich nur noch mehr verwirrt, aber es ist genau das was ich versucht habe zu sagen: Versuche nicht etwas zu erklären oder zu begreifen, was man nicht erklären und begreifen kann...

Copyright @Unbekannt


Ist es wahr => "Nur wer sich selbst zu lieben vermag, weiß auch einen anderen Menschen zu lieben." ?

Wie erkennt man ob sich der Partner "nur" an einem festhält?


grüße
ReflectiveBoy

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17. Juli 2003 um 15:11

Ich denke...
da ist was Wahres dran. Viele Menschen kennen nicht mal das Gefühl mit sich alleine zu sein, Single zu sein. Sie klammern sich an Partner weil sie irgendein Problem haben. Aber auch Menschen die alleine sind, weil eben niemand da ist mit dem man eine Beziehung eingehen möchte, definieren sich oft über den Partner.

"Übertriebene" Gefühle wie Eifersucht oder Besitzdenken sind so ein Zeichen. Die Grenzen zu ziehen, was ist normal, und was ist übertrieben ( Übertrieben = mangelndes Selbstbewußtsein ) ...
Ist es normal einen Stich zu spüren wenn mein Freund mit einer hübschen Frau redet, sie am Arm berührt und ihr in die Augen blickt? Oder sollte man eigentlich gar nichts spüren, weil man sich seiner selbst so sicher ist. Sicher weil man weiß was man zu bieten hat ( = Selbstliebe )?
Auch darüber scheiden sich die Geister.
Ich denke aber schon dass man ein gesundes Selbstvertrauen haben muß, damit man nicht in die Gefahr gerät sich an den Partner zu klammern oder sich von ihm eine Bestätigung zu holen.

Woran man das erkennt, fragst Du?! Ich schätze wenn aus kleinen Dingen, große Probleme macht. Aus Gefühlsmücken, Emotionselefanten...

Gruß Sasa

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17. Juli 2003 um 16:15

Oha...
Ich mußte gerade feststellen, das meine Partnerschaft aus alles andere als Liebe besteht, vielleicht sollte ich mir da mal Gedanken drüber machen. Den Glücklich bin ich mit Sicherheit nicht und mein Selbsbewußtsein wird auch immer schwächer .Ich hoffe, das ich irgendwann mal genug Verstand und Mut habe, den richtigen Weg zu gehen.
Das schwierige daran ist ja den richtigen Weg zu finden. Sag mal ReflectiveBoy, wo hast du den diesen wunderschönen Text her? Würde mich mal interessieren.

lG DarkAngel81

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17. Juli 2003 um 18:47
In Antwort auf darkangel81

Oha...
Ich mußte gerade feststellen, das meine Partnerschaft aus alles andere als Liebe besteht, vielleicht sollte ich mir da mal Gedanken drüber machen. Den Glücklich bin ich mit Sicherheit nicht und mein Selbsbewußtsein wird auch immer schwächer .Ich hoffe, das ich irgendwann mal genug Verstand und Mut habe, den richtigen Weg zu gehen.
Das schwierige daran ist ja den richtigen Weg zu finden. Sag mal ReflectiveBoy, wo hast du den diesen wunderschönen Text her? Würde mich mal interessieren.

lG DarkAngel81

...
ich bin mir auch net so sicher ob meine Partnerschaft aus Liebe besteht...najo...

Den Text hab ich vor langer 'langer' Zeit mal im Internet gefunden..ist sicher schon paar Jahre her..


grüße
ReflectiveBoy(80*g*)

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17. Juli 2003 um 18:52
In Antwort auf reflectiveboy

...
ich bin mir auch net so sicher ob meine Partnerschaft aus Liebe besteht...najo...

Den Text hab ich vor langer 'langer' Zeit mal im Internet gefunden..ist sicher schon paar Jahre her..


grüße
ReflectiveBoy(80*g*)

Wenn nur..
noch mehr Menschen in unserem Alter sich so nach der wahre Liebe sehnen würden, dann gäbe es mit Sicherheit auch mehr glückliche Menschen.....

lg

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17. Juli 2003 um 18:54
In Antwort auf darkangel81

Wenn nur..
noch mehr Menschen in unserem Alter sich so nach der wahre Liebe sehnen würden, dann gäbe es mit Sicherheit auch mehr glückliche Menschen.....

lg

Hat wohl...
auch irgendwie damit was zu tun http://www.glueckleben.de

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18. Juli 2003 um 0:19
In Antwort auf darkangel81

Oha...
Ich mußte gerade feststellen, das meine Partnerschaft aus alles andere als Liebe besteht, vielleicht sollte ich mir da mal Gedanken drüber machen. Den Glücklich bin ich mit Sicherheit nicht und mein Selbsbewußtsein wird auch immer schwächer .Ich hoffe, das ich irgendwann mal genug Verstand und Mut habe, den richtigen Weg zu gehen.
Das schwierige daran ist ja den richtigen Weg zu finden. Sag mal ReflectiveBoy, wo hast du den diesen wunderschönen Text her? Würde mich mal interessieren.

lG DarkAngel81

DarkAngel,
denk' mal darüber nach:
"Der Weg ist das Ziel"

LG
Gabriele

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18. Juli 2003 um 1:16

Hallo ReflectiveBoy,
Wer die Liebe so versteht, ist ein großes Stück gereift in seinem Leben.

ist es wahr "Nur wer sich selbst zu lieben vermag, weiß auch einen anderen Menschen zu lieben."?

"Der sich selbst entfremdete Mensch braucht Liebe, um weniger Angst zu haben, er frißt die Liebe auf, um sich satt zu fühlen. Der liebesfähige Mensch dagegen liebt, weil er keine Angst hat, er frißt die Liebe nicht auf, sondern gibt sie dem anderen, weil er sich glücklich dabei fühlt. Liebe ist Freiheit von Angst. Wo Angst ist, kann sich keine Liebe entfalten.Die Angst ist der Gegenpol der Liebe, und doch sind oft beide sehr eng beieinander, die Angst ist das unverarbeitete Kindheitstrauma, nicht so angenommen zu sein, wie man sich fühlt.

Wie erkennt man, ob sich der Partner "nur" an einem festhält"?

Ich würde sagen, an der Angst.

Gruß
Gabriele

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18. Juli 2003 um 7:59

Liebe
Was mir noch dazu einfällt: Liebe heilt. Als meine Liebe noch ganz zart und frisch war, war ich voller Angst und Unsicherheit. Da war sie wohl noch in der Pubertät ...
Im Laufe der Beziehung habe ich seine mir entgegengebrachte Liebe aufgesogen wie ein trockenes Flussbett den Regen. Ganz und gar angenommen zu werden, wie wohl das tut!
Seine Liebe(-sfähigkeit) hat meine eigene (etwas verkümmerte) Liebesfähigkeit an die Hand genommen und sie angstfrei geliebt.
Jetzt ist sie groß und stark geworden, und ist gesundet. Wie sie sich danach gesehnt hatte ...

LG von peas



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18. Juli 2003 um 10:47

Love is ...
Love is blindness
I don't want to see
Won't you wrap the night
Around me
Oh my heart
Love is blindness

In a parked car
In a crowded street
You see your love
Made complete
Thread is ripping
The knot is slipping
Love is blindness

Love is clockworks
And cold steel
Fingers too numb to feel
Squeeze the handle
Blow out the candle
Love is blindness

Love is blindness
I don't want to see
Won't you wrap the night
Around me
Oh my love
Blindness

A little death
Without mourning
No call
And no warning
Baby...a dangerous idea
That almost makes sense

Love is drowning
In a deep well
All the secrets
And no one to tell
Take the money
Honey
Blindness

Love is blindness
I don't want to see
Won't you wrap the night
Around me
Oh my love
Blindness

by U2

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18. Juli 2003 um 17:54

Tja was ist Liebe?
Ich glaube die Ansprüche in dem Text sind für normale Partnerschaften ziemlich hoch.

Ich glaube nicht dass nur der lieben kann der sich selbst liebt, obwohl es dann sicherlich einfacher ist. Aber es gibt auch Fälle wo jemand erst durch die Liebe zu jemand anderem (z. B. zu einem Kind) zu besserer Eigenliebe gefunden hat. Das wäre dann so ein Fall von "Liebe heilt" wie von peas erwähnt.

Leichter fällt die Liebe auch wenn es sich um ein eher ungleiches Verhältnis handelt. Ich kann von mir sagen dass wie beschrieben ich vor allem mein Töchterchen liebe. Es fragt sich, ob das nicht auch so von der Natur beabsichtigt war: Menschen finden zusammen um Kinder in die Welt zu setzen und anschließend konzentriert sich die Liebe in großen Teilen auf diese Kinder während die jeweiligen Partner eher austauschbar sind. Denn die Kinder sind auf die Liebe angewiesen, der Partner nicht notwendigerweise, da er erwachsen ist und sich ggf. selber helfen kann.

Folglich ist man bzgl. einem gleichaltrigen Menschen auch kritischer, grenzt sich stärker ab, pocht mehr auf die eigenen Rechte usw.. Würde ich meine Frau von der Arbeit abholen? Eher selten. Bei meiner Tochter freue ich mich aber immer wenn ich sie mal wieder von der Schule abholen kann und dann schlepp ich auch total gerne ihren Schulranzen.

bedman

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