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Was ist "erwachsenens" Verhalten?

11. Februar 2009 um 13:56

Hallo an alle,
bin schon 2 Jahre getrennt von meinem Ex. Wir haben zusammen zwei kleine Jungs.
Er nimmt immer wieder in Anspruch, die Besuchstage nicht einzuhalten.
Da er beruflich sehr eingespannt ist, erwartet er , dass ich flexibel bin.
Das heißt, ich soll mich nach ihm richten.
Gestern konnte er z.B. nicht..weil er privaten Termin hatte...jetzt kommt er dafür heute.
Als ich ihm gesagt habe...dass er dann morgen (sein Tag) wieder kommen kann...ist er ausgeflippt. Ich soll ihm die Kinder nicht vorenthalten...er will die Kinder sehen...
jedoch heute ist definitiv nicht sein Besuchstag.
Er hat gesagt..ich soll endlich mich verhalten, wie eine erwachsene Frau.

Tue ich doch...oder....bin konsequent in meinen Aussagen und doch bekomm ich immer wieder gesagt, dass dies z.L. der Kinder ginge,ich flexibel sein müßte...ect...
Er ist gegangen...er wollte es so...., seine Aussage: "Mit der Lösung mit den Besuchstagen" kann ich leben! (Di, Do und 1 Tag am WE!)
Warum muß ich dauernd "parieren"?

Heute abend steht er dann wieder vor der Tür...und will mit den Jungs
das Fußballnationalspiel schauen....
was soll ich nur tun, damit es nicht eskaliert...???

Danke für Antworten!

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11. Februar 2009 um 14:15

Also bitte...
"Lass ihn die Kinder sehen wenn er KANN, und verschiebe deinen persönlichen Machtkampf mit deinem Ex gefälligst auf ein anderes Gebiet wo niemand anderes den Kollatealschaden abbekommt."

Was ist das denn für eine Einstellung? Kinder brauchen Konstanz, Regelmäßigkeit, Verlässlichkeit, gerade nach einer Trennung. Die gängige Regelung ist: Jedes 2. WE von Freitag bis Sonntag und die Hälfte von Feiertagen und Ferien. Das steht ihm zu, alles darüber hinaus ist Deine Gutmütigkeit. Du musst ihm überhaupt nicht entgegenkommen, sondern Deinen Kindern, denn die leiden unter unregelmäßigen Besuchen viel mehr!

Ich habe mit meinem Ex einen flexiblen Tag alle 2 Wochen vereinbart (seinem Schichtdienst geschuldet) und eben jedes 2. WE. Wenn er an einem der Einzeltag nicht kann, fällt das eben aus.

Du musst Dich vor ihm nicht rechtfertigen! Natürlich ist es am schönsten, wenn man alles flexibel gestalten kann, keine Frage, das versuche ich auch. In den meisten Fällen endet das aber genau wie bei Dir - der andere Part wird überbordend, fordert und fordert.... In meinen Augen verhält er sich unreif, wenn er nicht sieht, dass es bei diesen Treffen um die Kinder, nicht um ihn geht. Events wie Fußballschauen o. ä. können ja durchaus außer der Reihe stattfinden - aber sowas plant man doch dann bitte ein Weilchen vorher.

Du musst sicher nicht parieren, punkt. Soll er mal klarkriegen, dass das nicht seine Egoshow ist.

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11. Februar 2009 um 14:35

Liebe sehnsucht 13
ich kann schon verstehen, dass es für dich auf die dauer nicht einfach ist, flexibel zu sein.
ich schreibe hier mal aus der sicht der freundin eines mannes, der einen kleinen sohn (5) mit einer anderen frau hat. bei ihm ist die situation in etwa die gleiche: er hat einen sehr anspruchsvollen job und nur sehr unregelmäßig mal frei. die mutter des kindes hat es lange zeit nicht eingesehen, sich mit den besuchstagen immer nach ihm zu richten. er ist deshalb jahrelang vor gericht gewesen und hat dafür gekämpft, sich 2 flexible tage in der woche aussuchen zu können, da die mutter eh nicht arbeitet und sie leicht flexibel sein kann. das hat er theoretisch auch bekommen, aber praktisch war es sehr schwierig, da die frau natürlich gerade an den tagen wo er konnte, oft plotzlich etwas vorhatte. ich kann dir gar nicht beschreiben, wie sehr das an die substanz meines freundes ging. er hat sehr sehr viel gelitten. als der kleine in die schule kam, hat mein freund freiwillig auf die wochentage verzichtet, da der kleine nach der schule immer sehr müde war, und seine hausaufgaben machen musste. es war uns deshalb lieber, ihn einen tag am wochenende zu haben (wenn das von der arbeit her ging), und wenn alle relaxt sind. das klappt jetzt seit über einem jahr sehr gut, nicht weil die mutter was eingesehen hat, sondern weil der kleine selbst nach papa frägt.

ich möchte dir nun einige dinge sagen: für die kleinen ist es egal, wer hier wen verlassen hat. das musst du aussen vor lassen, genauso wie irgendwelche verletzten gefühle wegen der trennung. da können die nix dafür und sollten das auch nicht im kleinsten zu spüren bekommen. sie sollen zu beiden elternteilen ein relaxtes verhältnis haben. die kommunikationen zwischen dir und deinem ex wegen besuchsrecht sollten die erst gar nicht mitkriegen. ich bin selbst ein trennungskind, und habe jetzt noch daran zu knabbern, weil ich mich damals ständig schuldig gefühlt habe, wenn ich meinen vater sehen wollte, da meine mutter ihr enttäuschtes gesicht aufsetzte. also bitte: sorg dafür, dass sie sich keine sorgen machen müssen, wenn sie das bedürfnis haben, ihren vater zu sehen.

Erwachsenes verhalten bedeutet hier: nur im interesse der kinder handeln. sie brauchen ihren vater. und wenn es für dich nicht allzu schwer ist, dann lass dich auf die flexiblen besuchstage ein, im interesse der kinder! wir machen das inzwischen so, dass wir der mutter für jedes monat einen plan geben, auf dem unsere freien wochenendtage eingezeichnet sind. das klappt fast immer wunderbar, und sie kann sich lange zeit vorher schon drauf einstellen.
das hier hat nichts mit 'parieren' zu tun. du musst ihm doch nicht gehorchen, ihr sollt nur beide zum wohl der kinder handeln. und wenn er mit den jungs fußballschauen will, warum denn nicht? das verbindet doch, und die kinder sind glücklich

nur noch eins: du bist mitverantwortlich für das spätere wohl und das gesunde gefühlsleben deiner kinder. mach das nicht kaputt mit deinem verletztem stolz und einem 'ich muss dir nicht gehorchen'-Denken. Das ist falsch. Es geht nicht um dich, sondern um die Kinder. sie sind Priorität. NR 1. So schwer es dir fällt, und wenn auch noch so viele negativen gefühle im gegenüber vorhanden sind, versuch wenn es um die kinder geht großzügig zu sein.

kinder können glücklich sein, auch wenn die eltern getrennt sind. aber nur, wenn sie ein entspanntes verhältnis zu beiden haben können, und wenn sich die eltern mit ihren eigenen gefühlen nicht in den vordergrund drängen.

alles liebe
Marischka

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11. Februar 2009 um 14:50

Er nimmt die Kinder nicht...
er kommt zu mir...in mein Haus...bestimmt, dass Fußball geschaut wird...und übernimmt den abend....ganz einfach....!
Ich lasse mich ja an seinen Tagen...an denen er bei Freundin hockt...doch auch nicht blicken.
Ich hab den Eindruck "er überwacht" das Geschehen.....!
Er hat vorhin nochmal mit unserem großen Sohn gesprochen:
"Von wegen, ob er nicht will, dass er kommt?" "Er will natürlich.."
und ist jetzt auch etwas "durch den Wind"...!

Stimmt schon, man muß zwischen Emotionen und "das Beste für die Kinder" schon unterscheiden, das erfordert aber manchmal einen Riesenspagat...!

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11. Februar 2009 um 14:50

Hm...
So habe ich das eigentlich nicht verstanden. Natürlich kann man sich an berufliche Gegebenheiten anpassen, er sollte das aber nicht als selbstverständlich sehen und dass er direkt ausrastet, zeigt doch, dass er von ihr eine Kompromissbereitschaft verlagt, die ihm selber abgeht, oder?

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11. Februar 2009 um 16:38

Ist das so schlimm?
Ich gehe mal davon aus, dass Du nicht arbeitest? Nur eine Vermutung, da Du von zwei kleinen Jungs geschrieben hast..........
Also könntest Du durchaus flexibel (klappt nicht immer ,weiß ich) sein, was die Besuchstage angeht, oder? Denn er verdient die Kohle, von der ihr ALLE provitiert. Du und die Kinder bekommen doch sicherlich Unterhalt von ihm? Oder ist es Dir lieber, er riskiert seinen Job und Ihr steht ohne finanzielle Unterstützung da? Denke, das ist eher kontraproduktiv. Im Moment arbietet er halt viel, aber das ändert sich vielleicht ja mal - wer weiß.
Ich bin allerdings mit Dir einer Meinung, dass er die Kinder nicht unbedingt in Deiner Wohnung "besucht". Da kann ich schon verstehen, dass Du Dich kontrolliert fühlst. Soll er sie in seine Bude holen, oder ist das ein Problem?

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11. Februar 2009 um 16:49
In Antwort auf simge_11909504

Ist das so schlimm?
Ich gehe mal davon aus, dass Du nicht arbeitest? Nur eine Vermutung, da Du von zwei kleinen Jungs geschrieben hast..........
Also könntest Du durchaus flexibel (klappt nicht immer ,weiß ich) sein, was die Besuchstage angeht, oder? Denn er verdient die Kohle, von der ihr ALLE provitiert. Du und die Kinder bekommen doch sicherlich Unterhalt von ihm? Oder ist es Dir lieber, er riskiert seinen Job und Ihr steht ohne finanzielle Unterstützung da? Denke, das ist eher kontraproduktiv. Im Moment arbietet er halt viel, aber das ändert sich vielleicht ja mal - wer weiß.
Ich bin allerdings mit Dir einer Meinung, dass er die Kinder nicht unbedingt in Deiner Wohnung "besucht". Da kann ich schon verstehen, dass Du Dich kontrolliert fühlst. Soll er sie in seine Bude holen, oder ist das ein Problem?

Doch ich arbeite..
allerdings momentan "nur " 60 %..d.h. 3 Tage ganztags die Woche...er arbeitet Vollzeit.....!!!!
Momentan ist er aber wegen privaten Dingen abends viel unterwegs...

"Seine Bude" ist einige km entfernt....und die Jungs müssen sowieso um 21.00 Uhr ins Bett. (KiGa und Schule)

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11. Februar 2009 um 16:59
In Antwort auf sehnsucht13

Doch ich arbeite..
allerdings momentan "nur " 60 %..d.h. 3 Tage ganztags die Woche...er arbeitet Vollzeit.....!!!!
Momentan ist er aber wegen privaten Dingen abends viel unterwegs...

"Seine Bude" ist einige km entfernt....und die Jungs müssen sowieso um 21.00 Uhr ins Bett. (KiGa und Schule)

O.k.,
dann finde ich so einen Plan, wie es eine Vorrednerin händelt, sinnig. Sprech doch mal mit ihm, ob das im Ansatz möglich ist. Jobmässige Flexibilität ist sicher ab und an angebracht; bei Privatem sehe ich das schon ein wenig Differenzierter.

Dann können sie das Fußballspiel heute Abend ja gar nicht bis zum Ende gucken.........)).

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11. Februar 2009 um 17:02
In Antwort auf sehnsucht13

Er nimmt die Kinder nicht...
er kommt zu mir...in mein Haus...bestimmt, dass Fußball geschaut wird...und übernimmt den abend....ganz einfach....!
Ich lasse mich ja an seinen Tagen...an denen er bei Freundin hockt...doch auch nicht blicken.
Ich hab den Eindruck "er überwacht" das Geschehen.....!
Er hat vorhin nochmal mit unserem großen Sohn gesprochen:
"Von wegen, ob er nicht will, dass er kommt?" "Er will natürlich.."
und ist jetzt auch etwas "durch den Wind"...!

Stimmt schon, man muß zwischen Emotionen und "das Beste für die Kinder" schon unterscheiden, das erfordert aber manchmal einen Riesenspagat...!

Oh je..
das ist natürlich nicht in ordnung.. er blockiert einfach DEINE Wohnung??? das ist übel. müsst ihr aber drüber reden. die wohnung des anderen ist tabu, ausser man hat noch gutes freundschaftliches verhältnis, dann kann man mal kaffee zusammen trinken. aber in eurer situation
dann kannst du dir ja gar keine schönen stunden für dich alleine/mit freunden machen.
das ist doch auch für die kinder keine gute atmosphäre...

aber schau.. da könnt ihr gleich einen kompromiss machen:
er kommt dir entgegen: er nimmt die kinder an seinen tagen mit zu sich
du kommst ihm entgegen: er hat flexible tage und gibt dir einen monatsplan wo genau vermerkt ist, wann er zeit haben wird. das kann man dann ja auch zusammen absprechen.

das mit dem 'zu sich nehmen' geht, auch wenn er weiter weg wohnt. mein freund wohnt 1,5Std von seinem sohn entfernt.

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