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Was haltet ihr von lesben ?

5. September 2010 um 9:18 Letzte Antwort: 14. September 2010 um 14:34

wenn ihr lesben in der öffentlichkeit rumknutschen seht ,seit ihr dann angeekelt oder findet ihr das sexy ?
man sagt ja männer stehen auf lesben stimmt das ?
also ich hab ja nichts gegen lesben

lg

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5. September 2010 um 10:24

Ich finds generell
nicht wirklich prickelnd wenn Pärchen in der Öffentlichkeit rumknutschen, egal mit welcher sexuellen Ausrichtung. Ich finde das unangebracht.

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5. September 2010 um 11:01

...
Hmmm... sind dann transsexuelle Menschen für dich auch unehrlich zu sich selbst?
Ich denke man sollte sich kleiden und geben können, wonach man sich fühlt - vollkommen unabhängig von irgendwelchen Rollen diesbezüglich. Wenn einem ein typisch weiblicher Lebensstil nicht zusagt, warum sollte man dann nicht etwas anderes wählen? Es ist ja nicht so, als ob das irgendjemand anderem außer der betroffenen Person gefallen muss.

Unehrlich zu sich selbst ist man wohl eher, wenn man sich entgegen des eigenen Gefühls solcher Forderungen und Zwänge von außen beugt.

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5. September 2010 um 11:04

...
Ich denke mal man sucht sich nicht aus worauf man steht... sondern man identifiziert sich einfach mit einer etwas männlicheren Lebensweise (was ja normalerweise beinhaltet, auf Frauen zu stehen), ohne gleichzeitig ein Problem mit seinem Körper zu haben (so wie es Transsexuelle haben).

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5. September 2010 um 11:25

Um mal gendertheoretische geschütze aufzufahren...
vielleicht ist es ja eher so, dass der begriff "geschlecht", so wie wir ihn für uns definieren gerade in der heutigen zeit in einer offenen gesellschaft immer mehr verschwimmt.
wir denken noch immer im "mann/frauschema", was aber offensichtlich überholt ist. wenn wir jemanden nicht eindeutig in eine geschlechterkategorie einordnen können, ist das verwirrend für uns. aber ist das überhaupt noch nötig?
männer tragen kleidung, die wir als frauenkleidung identifizieren, frauen tragen kleidung, die wir als männerkleidung identifizieren und wir fragen uns automatisch: was wollen sie denn nun sein?
vielleicht möchten sie über ihre kleidung aber gar nicht ihr geschlecht, sondern ein lebensgefühl ausdrücken, tragen kleidung, in der sie sich einfach wohl fühlen. in der biologie gibt es zwei eindeutige geschlechter. aber wieviele soziale geschlechter gibt es? die meinungen reichen von "gar keines" bis "unendlich viele".
soziale geschlechter sind konstruiert, was an der debatte hier über lesbische kleidung sehr deutlich wird. möglicherweise sollte man es also so betrachten, dass diese konstruktionen sich momentan verschieben und auflösen und wir nur noch meist nicht so weit sind, die konstruktionen von geschlecht in unseren köpfen dem anzupassen...nur mal so als theoretische grundlage der diskussion.

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5. September 2010 um 11:58

Jeder...
... so, wie er mag. Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

LG

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5. September 2010 um 12:26

Ah ja
und was ist mit unfruchtbaren menschen? willst du die auch nicht kennen, weil sie nix zur evolution beitragen?
abgesehen davon geben viele homosexuelle menschen ihre gene weiter und zeugen kinder (nur dann eben nicht mit ihrem gleichgeschlechtlichen partner). wo da evolution oder fortpflanzung eingeschränkt sein sollen, ist mir schleierhaft. abgesehen davon sollten wir uns bei der überbevölkerung heutzutage darüber nun wirklich keine sorgen machen...

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5. September 2010 um 15:13

Honeybunny51
>>> man sagt ja männer stehen auf lesben stimmt das ?

Wer sagt das denn ??

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5. September 2010 um 15:52

...
Ich empfehle dir den Film "Idiocracy". Das zeigt ganz nett, wie die Menschheit mittlerweile der Evolution gegenübersteht.

Ganz besonders das Intro.

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5. September 2010 um 16:00

...
Ich kann mal versuchen, es zu erklären... meines Erachtens nach liegt es daran, dass weibliche Charaktere in vielen Serien / Filmen / etc. einfach nur schmückendes Beiwerk sind und die Charakterisierung nur oberflächlich ist, was für tiefgründige Romantik nichts hergibt.

Es hat übrigens damals alles mit Star Trek angefangen - sag mir eine Frau außer vielleicht Uhura, die dort ansatzweise mit Charakter gesegnet war.

Ich mag diese Schwulengeschichten wirklich gerne, wenn ich Fan von etwas bin, aber ich bin auch nicht abgeneigt, eine gute Geschichte zu lesen mit Mann und Frau, aber eben nur, wenn beide eine komplexe Persönlichkeit haben und (simples Zeug mag ich nicht lesen) sich der Autor auch wirklich Gedanken macht, warum er jetzt gerade diese zwei Figuren zusammen sehen würde.

Klar gibt es auch die, die PWPs (Plot? What Plot bzw. Porn Without Plot) bevorzugen, das kann ich dann wieder nicht nachvollziehen.

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5. September 2010 um 16:02

...
Vielleicht mag sie nur Schwänze nicht? ^^

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5. September 2010 um 16:09

...
Es gibt sehr viele erwachsene Frauen, die das mögen - vielleicht weniger die "Yaoi"-Variante als "Slash", welches nicht auf Anime und Manga basiert und weniger aus dem Teeniesektor kommt.

Die Literatur der jüngeren Fans ist häufig nur geschrieben, um entweder schnell zu den Sexszenen zu kommen oder einfach so kitschig wie möglich zu sein (dazu können die Charaktere dann ja von vornherein kaum gut getroffen sein).
Oftmals werden dann auch weibliche Charaktere, die zu viel mit einem der beiden Lieblingsjungs zu tun haben, gebasht und als regelrechte Drachen dargestellt, bei denen man am Ende froh ist, wenn sie auf die Fresse bekommen... was mit der ursprünglichen Charakterisierung natürlich nichts zu tun hatte.

Hingegen habe ich einige Geschichten von (meist) älteren Semestern gelesen, die fast schon Romane waren - die sich ernsthaft damit befassten, wie es nun dazu kommt, dass diese beiden Protagonisten nun zusammenkommen, und es versuchen, plausibel darzustellen.
Ich mag sowas überhaupt nur, wenn es halbwegs "in character" bleibt.

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5. September 2010 um 16:12

...
Vielleicht geben diese Leute einfach nichts auf den Körper und gehen mehr danach, wie sich der Geist fühlt.
Wenn sich das beides voneinander unterscheidet, verleugnet man im Endeffekt doch immer eines von beiden - und ich persönlich würde dann auch eher dazu tendieren, den Körper zu verleugnen als den Geist.

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5. September 2010 um 16:15

Huhu Spatzi
>>> Wieso wollen also eine wirklich beträchtige Zahl von Frauen oder eher Mädchen einen "Mann" lieber mit einem "Mann" im Bett sehen als mit ner Frau?

Das sind m.E. Sexualneurotikerinnen. Viele Frauen neigen bei "normalen" Pornos dazu, sich mit den Darstellerinnen überzogen zu vergleichen. Wie das nun mal bei solchen irrationalen Vergleichen ist, schneiden sie dann sehr schlecht ab. Das finden diese Frauen gar nicht toll. Zudem kommt auch noch hinzu, dass die Darstellerinnen im Porno austauschbar sind. Da sich nun die besagten Frauen permanent mit genau diesen austauschbaren Darstellerinnen identifizieren, finden sie diese Austauschbarkeit auch überhaupt nicht toll.

Anders ist es dann in den Schwulen-Dingern. Da fällt für diesen Schlag Frauen halt die Identifikations- bzw. Vergleichsfigur weg. Schwupps finden die es dann toll.

Wie gesagt: alles Sexualneurotikerinnen. Mehr nicht.

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5. September 2010 um 16:25

...
Etwas, das nur 11% der Gesamtheit ausmacht, ist per Definition abnorm, von daher würde ich mir keine Sorgen machen.
Abnorm ist aber nicht gleich unnatürlich - wäre es unnatürlich, würde die Natur es schließlich nicht hervorbringen (vor allem im Tierreich).

Ich denke nur, dass das nicht unbedingt, was mit der Entwicklung zu tun haben muss - man ist sich doch bis heute uneins, ob nun die Gene oder die Erziehung mehr Einfluss auf so etwas haben.
Irgendwo muss es auch in den Genen liegen - alles lässt sich nicht mit der Entwicklung erklären. Man kann auch nicht jedes Kind zum Superpianisten erziehen, egal wie viel Mühe man sich gibt, weil dafür doch eine genetische Veranlagung vorhanden sein muss.

Für mich ist so etwas einfach eine Spielart der Evolution.
Das heißt bekanntlich: Erst mal zufällige Streuung von unzählige verschiedenen Varianten - und danach die Selektion, die dazu führt, dass die stärksten (bzw. den Umständen angepasstesten) Exemplare ihre Gene am weitesten verbreiten.

Klar, Homosexuelle tun das nicht. Aber sie sind genauso ein Ergebnis der Evolution - aber halt eine Sackgasse, wie auch viele andere Zufallsergebnisse.

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5. September 2010 um 16:29
In Antwort auf mazin_12960853

Huhu Spatzi
>>> Wieso wollen also eine wirklich beträchtige Zahl von Frauen oder eher Mädchen einen "Mann" lieber mit einem "Mann" im Bett sehen als mit ner Frau?

Das sind m.E. Sexualneurotikerinnen. Viele Frauen neigen bei "normalen" Pornos dazu, sich mit den Darstellerinnen überzogen zu vergleichen. Wie das nun mal bei solchen irrationalen Vergleichen ist, schneiden sie dann sehr schlecht ab. Das finden diese Frauen gar nicht toll. Zudem kommt auch noch hinzu, dass die Darstellerinnen im Porno austauschbar sind. Da sich nun die besagten Frauen permanent mit genau diesen austauschbaren Darstellerinnen identifizieren, finden sie diese Austauschbarkeit auch überhaupt nicht toll.

Anders ist es dann in den Schwulen-Dingern. Da fällt für diesen Schlag Frauen halt die Identifikations- bzw. Vergleichsfigur weg. Schwupps finden die es dann toll.

Wie gesagt: alles Sexualneurotikerinnen. Mehr nicht.

...
Kann sein, ich tendiere dazu, Frauen in Pornos selber als Sexualobjekte wahrzunehmen (kommt vielleicht auch daher, dass ich bisexuell veranlagt bin) ... das erklärt mir allerdings nicht, wieso ich Männer da anders wahrnehme - zwar auch als Sexualobjekt im Grunde, aber eher als notwendiges "Werkzeug", weniger etwas, was Lust auslöst - das sind dann doch wieder eher die Frauen bei mir - aber nur in Pornos... in der Realität ist es sowohl bei Frauen und Männern ziemlich gleich gedämpft.

Das Problem, wenn man sich in der Fantasie wesentlich Besseres vorstellen kann, ist wohl, dass einen die Realität dann irgendwie kaltlässt...

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5. September 2010 um 16:45

...
Ok, ich bin vielleicht so ganz drin wie die, von denen du sprichst - ich mag es nämlich auch nicht, generell alles, was männlich ist, irgendwie zu verkuppeln... für mich muss da zumindest irgendeine Grundlage sein.

Aber es scheint gerade bei der jüngeren Generation von Yaoifreaks so zu sein, dass die sich darauf festfahren und sich nur mehr das reinziehen und sich so reinsteigern, dass sie am Ende alles, was "het" ist, "squick" (eklig) finden.

Zur Frage, warum das so ist... hmm, es kommt auf die Serie an. Es wird viel hineininterpretiert - ob nun bei Freundschaften oder Rivalitäten... ungelöste Spannungen kann man als Autor auf mehrere Arten auflösen.
Heutzutage sind sich einige Firmen dieses Phänomens bewusst und streuen bewusst Dinge ein, die man als Hinweis (=Subtext) auffassen kann und die Interpretationsspielraum lassen... z.B. Capcom in den Phoenix Wright-Spielen. Da sind die Charaktere schon so designt, dass sie je nach Interesse entweder einem bestimmten Mann oder einer bestimmten Frau zugeordnet werden können - ohne, dass in den Spielen selbst jedoch irgendwas dazu stattfindet.

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5. September 2010 um 16:50

Huhu
>>> ja, das ist ne einleuchtende Erkläreung, und fast schon zu einfach um richtig zu sein..

Die einfachsten Begründungen sind meistens (zu 90%) die richtigen. Das Prinzip nennt sich "Occhams Messer" und wird von jedem Menschen in faktisch allen Lebenslagen angewendet: "gehe vom Naheliegendsten aus!"

>>> Die Fangemeinden solcher Geschichten wachsen stark und schnell an. Ich bezweifle, dass wir derartig viele "gestörte" junge Mädchen annehmen können und wenn doch, dann au backe

a) Kann sein, dass die Fangemeinden stark und schnell wachsen. Startet man nahe Null, sind solche starken Wachstumsprozesse nicht ungewöhnlich.

b) Es ist ja keineswegs gesagt, dass jede Leserin dieser Dinge das auch (sexuell) toll findet. Vielleicht ist es nur "cool"? Was machen gerade junge Menschen nicht alles, um irgendwie "cool" zu wirken oder "dazu zu gehören" ?

>>> Auch mag ich bezweifeln, dass diese Mädchen und Frauen etwas konsumieren (lesen oder anschauen) würden, wo sie keine Identifikationsfigur haben.

Nun, an Stelle der doofen Porno-Darstellerin (eh langweilig, wenig "cool", gibs schon ewig) wird sich natürlich irgendwo mit den Darstellern - indirekt - identifiziert. Und zwar mit dem Darsteller als "Maker". Genauso wird sich ja auch mit Teenie-Bands identifiziert - indirekt - die flotten Jungs sind die "Maker".

>>> ist denn dann auch eine umgekehrte Annahme richtig, dass Männer Lesbenstorys gut finden, weil dort keine männlichen Konkurenten, also Vergleichsobjekte bei denen man schlecht abschneiden könnte, vorkommen?

Ei, selbstverständlichst !!

Natürlich gibt es auch Männer (ebenso zumeist Neurotiker mit extrem schlechtem Selbstwertgefühl), die männliche Darsteller im Porno nicht ertragen können. Diese Männer vergleichen dann ständig die Schwanzlänge, die Standhaftigkeit, was der Darsteller alles bringt etc. Und wie das bei irrationalen Vergleichen nun mal so ist: genau: diese männlichen Neurotiker schneiden fatal schlecht ab.

So schauen sie sich Lesben-Dinger an. Da fehlt die Konkurrenz und die Damen sind dann die "Maker". Alles identisch und wie gehabt.

>>> Oder ist das nicht der Fall, weil die Vergleichsneurotik eher auf Frauen zutrifft, als auf Männer???

Trifft exakt und zu 100% auf beide zu. Völlig austauschbar.

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5. September 2010 um 18:39
In Antwort auf esterya1

...
Kann sein, ich tendiere dazu, Frauen in Pornos selber als Sexualobjekte wahrzunehmen (kommt vielleicht auch daher, dass ich bisexuell veranlagt bin) ... das erklärt mir allerdings nicht, wieso ich Männer da anders wahrnehme - zwar auch als Sexualobjekt im Grunde, aber eher als notwendiges "Werkzeug", weniger etwas, was Lust auslöst - das sind dann doch wieder eher die Frauen bei mir - aber nur in Pornos... in der Realität ist es sowohl bei Frauen und Männern ziemlich gleich gedämpft.

Das Problem, wenn man sich in der Fantasie wesentlich Besseres vorstellen kann, ist wohl, dass einen die Realität dann irgendwie kaltlässt...

Esterya1
>>> in der Realität ist es sowohl bei Frauen und Männern ziemlich gleich gedämpft.

Bedauerlich.

>>> Das Problem, wenn man sich in der Fantasie wesentlich Besseres vorstellen kann, ist wohl, dass einen die Realität dann irgendwie kaltlässt...

Das hängt von den Phantasien ab die man hegt. Handelt es sich um abgehobene Vorstellungen, die nicht oder nur höchst schwerlich in der Realität umsetzbar sind, dann lässt einen die Realität natürlich eher kalt. Da kann es dann sogar zu Frustrationen und Enttäuschungen kommen, weil sich die Phantasie, trotz ihres großen Reizes, nicht umsetzen lässt. Allerdings würde ich solche Phantasien eher als Formen von Flucht-Vorstellungen bzw. Realitätsverweigerung ansehen. Phantasien hingegen, die sich grundsätzlich in der Realität umsetzen lassen wirken beflügelnd und bereichernd für die Realität. D.h. die Realität wird bzw. kann durch die Umsetzung dieser Phantasien umgestaltet/angepasst/verändert werden. Das ist sehr reizvoll und mächtig.

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5. September 2010 um 19:55
In Antwort auf mazin_12960853

Esterya1
>>> in der Realität ist es sowohl bei Frauen und Männern ziemlich gleich gedämpft.

Bedauerlich.

>>> Das Problem, wenn man sich in der Fantasie wesentlich Besseres vorstellen kann, ist wohl, dass einen die Realität dann irgendwie kaltlässt...

Das hängt von den Phantasien ab die man hegt. Handelt es sich um abgehobene Vorstellungen, die nicht oder nur höchst schwerlich in der Realität umsetzbar sind, dann lässt einen die Realität natürlich eher kalt. Da kann es dann sogar zu Frustrationen und Enttäuschungen kommen, weil sich die Phantasie, trotz ihres großen Reizes, nicht umsetzen lässt. Allerdings würde ich solche Phantasien eher als Formen von Flucht-Vorstellungen bzw. Realitätsverweigerung ansehen. Phantasien hingegen, die sich grundsätzlich in der Realität umsetzen lassen wirken beflügelnd und bereichernd für die Realität. D.h. die Realität wird bzw. kann durch die Umsetzung dieser Phantasien umgestaltet/angepasst/verändert werden. Das ist sehr reizvoll und mächtig.

...
Ich denke, Verständnis ohne Worte auf einem Level, das ungefähr Telepathie gleichkommt, ist eine illusorische Vorstellung, dessen bin ich mir vollkommen bewusst. Deshalb kann ich trotzdem nichts daran ändern... Menschen langweilen mich bis zu einem gewissen Grad generell, weil es halt nur Menschen sind und es leider nichts Besseres als das gibt.

Ich hatte irgendwie schon immer das Bedürfnis nach "mehr" als nur Menschlichkeit.
Naja - kann man nix machen... damit hab ich mich abgefunden ^^

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5. September 2010 um 19:59
In Antwort auf esterya1

...
Ok, ich bin vielleicht so ganz drin wie die, von denen du sprichst - ich mag es nämlich auch nicht, generell alles, was männlich ist, irgendwie zu verkuppeln... für mich muss da zumindest irgendeine Grundlage sein.

Aber es scheint gerade bei der jüngeren Generation von Yaoifreaks so zu sein, dass die sich darauf festfahren und sich nur mehr das reinziehen und sich so reinsteigern, dass sie am Ende alles, was "het" ist, "squick" (eklig) finden.

Zur Frage, warum das so ist... hmm, es kommt auf die Serie an. Es wird viel hineininterpretiert - ob nun bei Freundschaften oder Rivalitäten... ungelöste Spannungen kann man als Autor auf mehrere Arten auflösen.
Heutzutage sind sich einige Firmen dieses Phänomens bewusst und streuen bewusst Dinge ein, die man als Hinweis (=Subtext) auffassen kann und die Interpretationsspielraum lassen... z.B. Capcom in den Phoenix Wright-Spielen. Da sind die Charaktere schon so designt, dass sie je nach Interesse entweder einem bestimmten Mann oder einer bestimmten Frau zugeordnet werden können - ohne, dass in den Spielen selbst jedoch irgendwas dazu stattfindet.

...
Das sollte natürlich "nicht so ganz drin" heißen ^^
Diese Exemplare, die beim geringsten Anzeichen losquietschen und sich japanische Freunde suchen, die sie dann miteinander verkuppeln zu versuchen (bei Japanern geht das ja offenbar, die sehen etwas femininer aus...) - das ist wohl übliches Teenieverhalten, umgelegt auf dieses Thema. Die steigern sich einfach generell gerne in was rein.

Das sollte man aber nicht unbedingt als repräsentativ für alle sehen, die das mögen - da gibt's durchaus auch vernünftige Leute.

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5. September 2010 um 20:04
In Antwort auf mazin_12960853

Huhu
>>> ja, das ist ne einleuchtende Erkläreung, und fast schon zu einfach um richtig zu sein..

Die einfachsten Begründungen sind meistens (zu 90%) die richtigen. Das Prinzip nennt sich "Occhams Messer" und wird von jedem Menschen in faktisch allen Lebenslagen angewendet: "gehe vom Naheliegendsten aus!"

>>> Die Fangemeinden solcher Geschichten wachsen stark und schnell an. Ich bezweifle, dass wir derartig viele "gestörte" junge Mädchen annehmen können und wenn doch, dann au backe

a) Kann sein, dass die Fangemeinden stark und schnell wachsen. Startet man nahe Null, sind solche starken Wachstumsprozesse nicht ungewöhnlich.

b) Es ist ja keineswegs gesagt, dass jede Leserin dieser Dinge das auch (sexuell) toll findet. Vielleicht ist es nur "cool"? Was machen gerade junge Menschen nicht alles, um irgendwie "cool" zu wirken oder "dazu zu gehören" ?

>>> Auch mag ich bezweifeln, dass diese Mädchen und Frauen etwas konsumieren (lesen oder anschauen) würden, wo sie keine Identifikationsfigur haben.

Nun, an Stelle der doofen Porno-Darstellerin (eh langweilig, wenig "cool", gibs schon ewig) wird sich natürlich irgendwo mit den Darstellern - indirekt - identifiziert. Und zwar mit dem Darsteller als "Maker". Genauso wird sich ja auch mit Teenie-Bands identifiziert - indirekt - die flotten Jungs sind die "Maker".

>>> ist denn dann auch eine umgekehrte Annahme richtig, dass Männer Lesbenstorys gut finden, weil dort keine männlichen Konkurenten, also Vergleichsobjekte bei denen man schlecht abschneiden könnte, vorkommen?

Ei, selbstverständlichst !!

Natürlich gibt es auch Männer (ebenso zumeist Neurotiker mit extrem schlechtem Selbstwertgefühl), die männliche Darsteller im Porno nicht ertragen können. Diese Männer vergleichen dann ständig die Schwanzlänge, die Standhaftigkeit, was der Darsteller alles bringt etc. Und wie das bei irrationalen Vergleichen nun mal so ist: genau: diese männlichen Neurotiker schneiden fatal schlecht ab.

So schauen sie sich Lesben-Dinger an. Da fehlt die Konkurrenz und die Damen sind dann die "Maker". Alles identisch und wie gehabt.

>>> Oder ist das nicht der Fall, weil die Vergleichsneurotik eher auf Frauen zutrifft, als auf Männer???

Trifft exakt und zu 100% auf beide zu. Völlig austauschbar.

...
Meines Wissens nach ist das nicht generell "cool", höchstens in Anime-Nerdkreisen.

Viele lesen es auch nicht wegen der sexuellen Komponenten, sondern eher wegen der Romantik - eine meinte mal zu mir, es hat einfach etwas romantisches, wenn jemand zwar normalerweise hetero ist, aber die Liebe zu einem Individuum einfach so stark ist, dass es irrelevant wird, in welchem Körper dieses steckt.
Es kommt nämlich eher selten vor, dass diese Charaktere dann so dargestellt werden, als ob sie sich auch plötzlich für andere Männer interessieren - zumeist geht es nur darum, dass es bei diesem einen eben passt - und gerade weil es sonst nicht ist, weil es über Grenzen geht, berührt das in diesen Mädchen wohl eine Sehnsucht nach dieser Bedingungslosigkeit.

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5. September 2010 um 20:17

...
Die Natur hat die Neigung hervorgebracht - ergo ist es natürlich.
Was ist daran denn so schwer zu verstehen?

Das wird gestützt durch die Tatsache, dass das nicht nur bei Menschen vorkommt, sondern auch bei Tieren, die ja doch dem allgemeinen Konsens nach eher "natürlich" leben als Menschen.

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6. September 2010 um 11:34
In Antwort auf esterya1

...
Ich denke, Verständnis ohne Worte auf einem Level, das ungefähr Telepathie gleichkommt, ist eine illusorische Vorstellung, dessen bin ich mir vollkommen bewusst. Deshalb kann ich trotzdem nichts daran ändern... Menschen langweilen mich bis zu einem gewissen Grad generell, weil es halt nur Menschen sind und es leider nichts Besseres als das gibt.

Ich hatte irgendwie schon immer das Bedürfnis nach "mehr" als nur Menschlichkeit.
Naja - kann man nix machen... damit hab ich mich abgefunden ^^

Esterya1
>>> Menschen langweilen mich bis zu einem gewissen Grad generell, weil es halt nur Menschen sind und es leider nichts Besseres als das gibt. Ich hatte irgendwie schon immer das Bedürfnis nach "mehr" als nur Menschlichkeit.

Woher rührt Deine zumindest in Teilen gegebene Misanthropie? Warum verachtest Du die Menschen so? Bezieht sich Deine Verachtung auch auf Dich selbst? Was stellst Du Dir an "mehr als nur Menschlichkeit" vor? Wären das Götter, himmelsgleiche Gestalten, Außerirdische, magische Wesen, Zauberer, Existenzen mit übernatürlichen oder übersinnlichen Fähigkeiten? An was fehlt es Dir in der Realität? Woher rührt also Deine Vorstellung und Deine Sehnsucht nach Überhöhung?

Wenn Dir Menschlichkeit nicht reicht, Du sie geradezu als langweilig ansiehst, bist Du dann sicher, tatsächliche Menschlichkeit mal erfahren zu haben? Oder die Offenheit dafür aufbringen zu können, sie zuzulassen? Wovor glaubst Du Dich schützen zu müssen - wovor hast Du Angst?

Klar, wenn Dich Menschen zu einem gewissen Grad generell langweilen... dann auch jede Interaktion mit ihnen. Langweilst Du Dich selbst?

Du wärst gerne ein Fabelwesen mit speziellen, besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten - hm?

Weißt Du, ich befürchte, dass Du noch mal in ein tiefes und rabenschwarzes Loch fallen wirst. Vielleicht kennst Du das ja schon... daher auch die fabelhaften Vorstellungen zwecks Flucht - z.B. - davor? Je schwärzer und tiefer das Loch, desto überhöhter die Vorstellungen zur Abwehr desselben.

Dir dämmert es, dass Du diesen fragilen Zustand ggf. nicht ewig halten kannst? Was glaubst Du, wann es bei Dir zum Not-Aus-Zustand kommt?

Nein, mir brauchst Du keine der Fragen zu beantworten. Denke mal für Dich darüber nach...

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7. September 2010 um 3:10
In Antwort auf mazin_12960853

Esterya1
>>> Menschen langweilen mich bis zu einem gewissen Grad generell, weil es halt nur Menschen sind und es leider nichts Besseres als das gibt. Ich hatte irgendwie schon immer das Bedürfnis nach "mehr" als nur Menschlichkeit.

Woher rührt Deine zumindest in Teilen gegebene Misanthropie? Warum verachtest Du die Menschen so? Bezieht sich Deine Verachtung auch auf Dich selbst? Was stellst Du Dir an "mehr als nur Menschlichkeit" vor? Wären das Götter, himmelsgleiche Gestalten, Außerirdische, magische Wesen, Zauberer, Existenzen mit übernatürlichen oder übersinnlichen Fähigkeiten? An was fehlt es Dir in der Realität? Woher rührt also Deine Vorstellung und Deine Sehnsucht nach Überhöhung?

Wenn Dir Menschlichkeit nicht reicht, Du sie geradezu als langweilig ansiehst, bist Du dann sicher, tatsächliche Menschlichkeit mal erfahren zu haben? Oder die Offenheit dafür aufbringen zu können, sie zuzulassen? Wovor glaubst Du Dich schützen zu müssen - wovor hast Du Angst?

Klar, wenn Dich Menschen zu einem gewissen Grad generell langweilen... dann auch jede Interaktion mit ihnen. Langweilst Du Dich selbst?

Du wärst gerne ein Fabelwesen mit speziellen, besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten - hm?

Weißt Du, ich befürchte, dass Du noch mal in ein tiefes und rabenschwarzes Loch fallen wirst. Vielleicht kennst Du das ja schon... daher auch die fabelhaften Vorstellungen zwecks Flucht - z.B. - davor? Je schwärzer und tiefer das Loch, desto überhöhter die Vorstellungen zur Abwehr desselben.

Dir dämmert es, dass Du diesen fragilen Zustand ggf. nicht ewig halten kannst? Was glaubst Du, wann es bei Dir zum Not-Aus-Zustand kommt?

Nein, mir brauchst Du keine der Fragen zu beantworten. Denke mal für Dich darüber nach...

...
Ich verachte sie nicht generell... nur in der Masse.
Es gibt durchaus einzelne Menschen, die mich faszinieren, das sind aber dann meist sogenannte "Genies"... wobei wir ja wissen, dass diese meistens auch irgendwelche Defizite haben... aber in einem Bereich der mir selber nicht sonderlich wichtig ist, weswegen ich sie auch nicht dafür verurteile.

Was die Menschlichkeit angeht - dieses Wort ist für mich eher negativ besetzt (kein Tier würde z.B. aus reinem Spaß an der Freude andere foltern und sich an deren Schmerz aufgeilen - ja, die Katze spielt mit der Maus, aber ich glaube kaum dass die Katze das explizit deshalb tut, weil es der Maus scheisse dabei geht).
Begriffe wie Mitgefühl, Wärme u.a. sind für mich eigenständige Dinge, die ich nicht "Menschlichkeit" nennen möchte. Diese sind mir auch nicht fremd - allerdings in der Priorität etwas hinter Intelligenz und geistigen Fähigkeiten. Ich kann nicht wirklich erklären was mich daran fasziniert.

Ich sehe dieses "mehr", das ich erstrebenswert finde, eher abstrakt, nicht wirklich so in die Fantasyschiene wie du jetzt glaubst... um im echten Leben etwas mit Zauberei, Fabelwesen etc zu tun zu haben, bin ich leider zu sehr Realist... das wonach ich eher strebe, ist wohl meine Vorstellung von der nächsten Evolutionsstufe (die die Menschheit nie erreichen wird, da sie sich mittlerweile selbst behindert).

Woher es kommt, weiß ich nicht - hat sicherlich was mit meiner generellen Kopflastigkeit zu tun, die eigentlich immer schon vorhanden war (das erste Mal darüber reflektiert habe ich mit 7).
Ich bin auch nicht so der Fan davon, in der obskuren Vergangenheit rumzuwühlen, nur um irgendwelche Gründe zu finden, die im Endeffekt irrelevant sind, wenn doch nur das Heute zählt.
Ich habe schon oft darüber nachgedacht und ich denke, ich habe den schlimmsten Teil bereits hinter mir - ich habe mich ja längst damit abgefunden, eben doch nur ein Mensch unter anderen Menschen zu sein, sonst wäre ich sicherlich schon in der Pubertät komplett gaga geworden.

Ich auch nicht, dass es etwas bringt, diese Charaktereigenschaft von mir komplett zu betäuben, nur um auch so zu werden wie der Rest. Was vor mir liegt, ist die Arbeit, mich selbst mit der Welt um mich herum mit ihren Bewohnern weiterhin in Einklang zu bringen, so dass ich meine Art nicht aufgeben muss, mich aber doch in jeder Lebenslage zurechtfinde. Ungefähr seit meinem 18. Lebensjahr geht das eigentlich ständig bergauf.

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9. September 2010 um 6:23
In Antwort auf esterya1

...
Ich verachte sie nicht generell... nur in der Masse.
Es gibt durchaus einzelne Menschen, die mich faszinieren, das sind aber dann meist sogenannte "Genies"... wobei wir ja wissen, dass diese meistens auch irgendwelche Defizite haben... aber in einem Bereich der mir selber nicht sonderlich wichtig ist, weswegen ich sie auch nicht dafür verurteile.

Was die Menschlichkeit angeht - dieses Wort ist für mich eher negativ besetzt (kein Tier würde z.B. aus reinem Spaß an der Freude andere foltern und sich an deren Schmerz aufgeilen - ja, die Katze spielt mit der Maus, aber ich glaube kaum dass die Katze das explizit deshalb tut, weil es der Maus scheisse dabei geht).
Begriffe wie Mitgefühl, Wärme u.a. sind für mich eigenständige Dinge, die ich nicht "Menschlichkeit" nennen möchte. Diese sind mir auch nicht fremd - allerdings in der Priorität etwas hinter Intelligenz und geistigen Fähigkeiten. Ich kann nicht wirklich erklären was mich daran fasziniert.

Ich sehe dieses "mehr", das ich erstrebenswert finde, eher abstrakt, nicht wirklich so in die Fantasyschiene wie du jetzt glaubst... um im echten Leben etwas mit Zauberei, Fabelwesen etc zu tun zu haben, bin ich leider zu sehr Realist... das wonach ich eher strebe, ist wohl meine Vorstellung von der nächsten Evolutionsstufe (die die Menschheit nie erreichen wird, da sie sich mittlerweile selbst behindert).

Woher es kommt, weiß ich nicht - hat sicherlich was mit meiner generellen Kopflastigkeit zu tun, die eigentlich immer schon vorhanden war (das erste Mal darüber reflektiert habe ich mit 7).
Ich bin auch nicht so der Fan davon, in der obskuren Vergangenheit rumzuwühlen, nur um irgendwelche Gründe zu finden, die im Endeffekt irrelevant sind, wenn doch nur das Heute zählt.
Ich habe schon oft darüber nachgedacht und ich denke, ich habe den schlimmsten Teil bereits hinter mir - ich habe mich ja längst damit abgefunden, eben doch nur ein Mensch unter anderen Menschen zu sein, sonst wäre ich sicherlich schon in der Pubertät komplett gaga geworden.

Ich auch nicht, dass es etwas bringt, diese Charaktereigenschaft von mir komplett zu betäuben, nur um auch so zu werden wie der Rest. Was vor mir liegt, ist die Arbeit, mich selbst mit der Welt um mich herum mit ihren Bewohnern weiterhin in Einklang zu bringen, so dass ich meine Art nicht aufgeben muss, mich aber doch in jeder Lebenslage zurechtfinde. Ungefähr seit meinem 18. Lebensjahr geht das eigentlich ständig bergauf.

Esterya1
>>> Ich verachte sie nicht generell... nur in der Masse. Es gibt durchaus einzelne Menschen, die mich faszinieren, das sind aber dann meist sogenannte "Genies"... wobei wir ja wissen, dass diese meistens auch irgendwelche Defizite haben... aber in einem Bereich der mir selber nicht sonderlich wichtig ist, weswegen ich sie auch nicht dafür verurteile.


Ist nicht faktisch jeder Mensch in irgendeinem Bereich ein Genie? Und sei es halt "Chaos-Chenie" *g

Ferner wird auch jeder Mensch Defizite aufweisen. Sofern diese Defizite anderen keinen (gravierenden) Schaden zufügt, braucht man sie auch nicht zu verurteilen.


>>> Was die Menschlichkeit angeht - dieses Wort ist für mich eher negativ besetzt (kein Tier würde z.B. aus reinem Spaß an der Freude andere foltern und sich an deren Schmerz aufgeilen - ja, die Katze spielt mit der Maus, aber ich glaube kaum dass die Katze das explizit deshalb tut, weil es der Maus scheisse dabei geht).


Und warum spielt die Katze mit der Maus? Ich glaube, dass es auch Menschen selten explizit darum geht, dass sich der andere schlecht fühlt. Betrachte doch mal das III. Reich. Oder Warlords oder den Atombombenabwurf. Da ging bzw. geht es jeweils "nur" darum, irgendwen zu beseitigen. Wie der sich dabei fühlt, ist irrelevant. Dieses "nur beseitigen" findet sich allenthalben in der Natur.

Gerade unmoralisch handelnde Menschen machen sich doch wirklich herzlich wenig Gedanken darüber, ob jemand unter ihren Aktionen leidet. Und ja, die Katze macht sich diese Gedanken auch nicht.

Wenn Menschen anderen bewusst schaden, dann selten deshalb, damit es dem anderen schlecht geht, sondern deshalb, damit es dem Handelnden besser geht.

Das ist ein tiefes Gesetz. Du kaufst ja nicht deshalb pflanzliche Produkte, damit es diesen Pflanzen schlecht geht, Du also die Lebensqualität der Pflanzen reduzierst, sondern damit es Dir besser geht (bzw. weiterhin gut); nämlich z.B. durch den Verzehr der Pflanzen. Genauso wenn Du Fleisch kaufen würdest. Wer trachtet dort danach, dass es Tieren schlecht geht? Das ist irrelevant. Natürlich wird die Lebensqualität von Pflanzen und Tieren, die für den Konsum vorbereitet werden, radikal gesenkt. Aber nicht um des Senkens ihrer Lebensqualität Willen, sondern zur Aufrechterhaltung und/oder Verbesserung der eigenen Lebensqualität.

Was wurde Dir denn mal angetan und glaubst Du, dass es Dir aus dem Grunde angetan wurde, damit es Dir schlecht geht? Ich glaube, dass Du nachhaltig irrst. Und ich glaube, dass Deine Lebenseinstellung auf einem Vertrauensproblem basiert.


>>> Begriffe wie Mitgefühl, Wärme u.a. sind für mich eigenständige Dinge, die ich nicht "Menschlichkeit" nennen möchte. Diese sind mir auch nicht fremd - allerdings in der Priorität etwas hinter Intelligenz und geistigen Fähigkeiten.


Mitgefühl und Wärme nennst Du nicht "Menschlichkeit"? Intelligenz ist Dir wichtiger? Weil sie verläßlicher bzw. vertrauenswürdiger ist? Weil man Intelligenz schwerlich heucheln kann, sie also "ehrlicher" ist?


>>> das wonach ich eher strebe, ist wohl meine Vorstellung von der nächsten Evolutionsstufe (die die Menschheit nie erreichen wird, da sie sich mittlerweile selbst behindert).


Wie sieht denn Deiner Meinung nach die nächste Evolutionsstufe aus? Mitgefühl und Wärme wären dann endlich überwunden, wo sie eh nicht zur Menschlichkeit dazu gehören? Die "neuen" Menschen wären dann auch stärker, unverletzlicher?

Die Menschheit behindert sich mittlerweile selbst? *schmunzelt*

So, so... wann gab es denn mehr und schnelleren Fortschritt in der Menschheitsgeschichte als heute? Und wird die Menschheit heute wirklich stärker (durch wen oder was auch immer) behindert als früher? Also, die Kirche z.B. hat über 1000 Jahre die Erkenntnis, die Erde sei eine Scheibe propagiert. Hat sie nicht doch recht heftig den Fortschritt behindert? Oder römische Imperialisten? Oder die letzten Jahrzehntausende, in denen der Mensch im besonderen Maß den Naturgewalten ausgesetzt und durch diese behindert wurde? Etc.?

Nenne mir doch mal einen beliebigen Zeitraum / oder Epoche der Menschheitsgeschichte (lassen wir sie der Einfachheit halber vor 2 Mio. Jahren starten), in der die Menschheit WENIGER als heute behindert wurde?


>>> Woher es kommt, weiß ich nicht - hat sicherlich was mit meiner generellen Kopflastigkeit zu tun, die eigentlich immer schon vorhanden war (das erste Mal darüber reflektiert habe ich mit 7).


Dann stellt sich die Frage nach dem Ursprung der Kopflastigkeit. Kopflastigkeit kann eine Veranlagung sein. Sehe ich aber als eher unwahrscheinlich an. Wahrscheinlicher resultiert Kopflastigkeit aus enttäuschten Gefühlen heraus. Kopflastigkeit kann dann auch als "Hang zum Rationalisieren" bezeichnet werden. Rationalisierung ist ein weit verbreitetes Abwehrmuster.


>>> Ich bin auch nicht so der Fan davon, in der obskuren Vergangenheit rumzuwühlen, nur um irgendwelche Gründe zu finden, die im Endeffekt irrelevant sind, wenn doch nur das Heute zählt.


Nun, wir alle sind (auch) ein Produkt unserer Erlebnisse in der "obskuren" Vergangenheit. Der Erlebnisse und wie wir sie bewerten. Wenn ich gestern etwas vergessen habe, dann kann das heute deutliche Nachteile bedeuten. Ebenso wird z.B. ein eingeschlagener Weg (und sei es sowas Profanes wie Ausbildung) ebenso unser Heute stark beeinflussen. In der Vergangenheit lernten wir und davon profitieren wir - im Heute. Geht es um schöne Dinge, dann wühlt jeder gerne in der "obskuren" Vergangenheit. Lediglich in den Aspekten der Vergangenheit, die schmerzlich sind, wühlen wir nicht so gerne herum. Und dann kann natürlich die Rationalisierung (Ausrede) vorgeschoben werden, dass die Vergangenheit schließlich "obskur" sei und man ja schließlich im "Heute" leben würde.

Es lebt kein Mensch nur im "Heute". Kein Tag startet bei Null. Wäre auch furchtbar. Und so, wie das Vergangene mächtigen Einfluss auf das Heute hat, haben Vergangenheit und Heute Einfluss auf das Morgen. Und das Heute ist so flott rum, dass wir alle gut daran tun, den rechten Verlauf des Morgen so weit es geht positiv und für uns vorteilhaft zu beeinflussen.


>>> Ich habe schon oft darüber nachgedacht und ich denke, ich habe den schlimmsten Teil bereits hinter mir - ich habe mich ja längst damit abgefunden, eben doch nur ein Mensch unter anderen Menschen zu sein, sonst wäre ich sicherlich schon in der Pubertät komplett gaga geworden.



Welchen "schlimmsten Teil" hast Du denn hinter Dir? Du wärst in der Pubertät fast "komplett gaga" geworden?

Weißt Du, ich habe den Eindruck, dass Du dir via Rationalisierung (wohl klingende Ausreden) eine Lebenseinstellung konstruiert hast, die nicht dauerhaft für Dich von Vorteil sein wird. Weil sie - wie bei jeder Rationalisierung - nun mal an der Realität aneckt. Und zwar sogar an Deiner eigenen.

Stelle Dir mal vor, es käme der Tag, an dem Deine in vielen Bereichen realitätsentkoppelte Lebensphilosophie, die ich als reine Abwehr-Ideologie ansehe, zusammen bricht. Ob Du dann wohl "komplett gaga" wirst? Ich meine, Du hast sie, die Abwehr-Ideologie zugelegt, um genau das zu vermeiden. Nur operiert diese Ideologie leider viel zu wenig dicht an der Realität. Das kann (und wie ich meine wird) natürlich ein Problem werden...


>>> Was vor mir liegt, ist die Arbeit, mich selbst mit der Welt um mich herum mit ihren Bewohnern weiterhin in Einklang zu bringen, so dass ich meine Art nicht aufgeben muss, mich aber doch in jeder Lebenslage zurechtfinde. Ungefähr seit meinem 18. Lebensjahr geht das eigentlich ständig bergauf.


Nun, es ist natürlich sehr begrüßenswert, wenn es ausgehend von einem absoluten Tiefpunkt "ständig aufwärts" geht. Für manche Menschen gereicht das aber zur Sysiphos-Arbeit... vom Tiefpunkt ("fast komplett gaga") ausgehend, werden Techniken entwickelt, einen tatsächlichen (oder nur phantasierten) Steinklotz den Berg hochzuwuchten. Dabei wird dann jahrelang ein Fortschritt erziehlt. Es geht aufwärts! Kurz vor dem Gipfel jedoch, plumps, fällt der Stein den Hang schnurstracks runter. Der ganze Krampf, die mühselig zurecht gelegte Taktik versagte, die investierte Energie verschwendet, alles vergebens.

Viele Wege führen nach Rom. Aber jeder dieser Wege hat ein in der Realität verankertes Fundament. Auf diesem festen Boden lässt sich auch laufen...

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9. September 2010 um 10:46
In Antwort auf mazin_12960853

Esterya1
>>> Ich verachte sie nicht generell... nur in der Masse. Es gibt durchaus einzelne Menschen, die mich faszinieren, das sind aber dann meist sogenannte "Genies"... wobei wir ja wissen, dass diese meistens auch irgendwelche Defizite haben... aber in einem Bereich der mir selber nicht sonderlich wichtig ist, weswegen ich sie auch nicht dafür verurteile.


Ist nicht faktisch jeder Mensch in irgendeinem Bereich ein Genie? Und sei es halt "Chaos-Chenie" *g

Ferner wird auch jeder Mensch Defizite aufweisen. Sofern diese Defizite anderen keinen (gravierenden) Schaden zufügt, braucht man sie auch nicht zu verurteilen.


>>> Was die Menschlichkeit angeht - dieses Wort ist für mich eher negativ besetzt (kein Tier würde z.B. aus reinem Spaß an der Freude andere foltern und sich an deren Schmerz aufgeilen - ja, die Katze spielt mit der Maus, aber ich glaube kaum dass die Katze das explizit deshalb tut, weil es der Maus scheisse dabei geht).


Und warum spielt die Katze mit der Maus? Ich glaube, dass es auch Menschen selten explizit darum geht, dass sich der andere schlecht fühlt. Betrachte doch mal das III. Reich. Oder Warlords oder den Atombombenabwurf. Da ging bzw. geht es jeweils "nur" darum, irgendwen zu beseitigen. Wie der sich dabei fühlt, ist irrelevant. Dieses "nur beseitigen" findet sich allenthalben in der Natur.

Gerade unmoralisch handelnde Menschen machen sich doch wirklich herzlich wenig Gedanken darüber, ob jemand unter ihren Aktionen leidet. Und ja, die Katze macht sich diese Gedanken auch nicht.

Wenn Menschen anderen bewusst schaden, dann selten deshalb, damit es dem anderen schlecht geht, sondern deshalb, damit es dem Handelnden besser geht.

Das ist ein tiefes Gesetz. Du kaufst ja nicht deshalb pflanzliche Produkte, damit es diesen Pflanzen schlecht geht, Du also die Lebensqualität der Pflanzen reduzierst, sondern damit es Dir besser geht (bzw. weiterhin gut); nämlich z.B. durch den Verzehr der Pflanzen. Genauso wenn Du Fleisch kaufen würdest. Wer trachtet dort danach, dass es Tieren schlecht geht? Das ist irrelevant. Natürlich wird die Lebensqualität von Pflanzen und Tieren, die für den Konsum vorbereitet werden, radikal gesenkt. Aber nicht um des Senkens ihrer Lebensqualität Willen, sondern zur Aufrechterhaltung und/oder Verbesserung der eigenen Lebensqualität.

Was wurde Dir denn mal angetan und glaubst Du, dass es Dir aus dem Grunde angetan wurde, damit es Dir schlecht geht? Ich glaube, dass Du nachhaltig irrst. Und ich glaube, dass Deine Lebenseinstellung auf einem Vertrauensproblem basiert.


>>> Begriffe wie Mitgefühl, Wärme u.a. sind für mich eigenständige Dinge, die ich nicht "Menschlichkeit" nennen möchte. Diese sind mir auch nicht fremd - allerdings in der Priorität etwas hinter Intelligenz und geistigen Fähigkeiten.


Mitgefühl und Wärme nennst Du nicht "Menschlichkeit"? Intelligenz ist Dir wichtiger? Weil sie verläßlicher bzw. vertrauenswürdiger ist? Weil man Intelligenz schwerlich heucheln kann, sie also "ehrlicher" ist?


>>> das wonach ich eher strebe, ist wohl meine Vorstellung von der nächsten Evolutionsstufe (die die Menschheit nie erreichen wird, da sie sich mittlerweile selbst behindert).


Wie sieht denn Deiner Meinung nach die nächste Evolutionsstufe aus? Mitgefühl und Wärme wären dann endlich überwunden, wo sie eh nicht zur Menschlichkeit dazu gehören? Die "neuen" Menschen wären dann auch stärker, unverletzlicher?

Die Menschheit behindert sich mittlerweile selbst? *schmunzelt*

So, so... wann gab es denn mehr und schnelleren Fortschritt in der Menschheitsgeschichte als heute? Und wird die Menschheit heute wirklich stärker (durch wen oder was auch immer) behindert als früher? Also, die Kirche z.B. hat über 1000 Jahre die Erkenntnis, die Erde sei eine Scheibe propagiert. Hat sie nicht doch recht heftig den Fortschritt behindert? Oder römische Imperialisten? Oder die letzten Jahrzehntausende, in denen der Mensch im besonderen Maß den Naturgewalten ausgesetzt und durch diese behindert wurde? Etc.?

Nenne mir doch mal einen beliebigen Zeitraum / oder Epoche der Menschheitsgeschichte (lassen wir sie der Einfachheit halber vor 2 Mio. Jahren starten), in der die Menschheit WENIGER als heute behindert wurde?


>>> Woher es kommt, weiß ich nicht - hat sicherlich was mit meiner generellen Kopflastigkeit zu tun, die eigentlich immer schon vorhanden war (das erste Mal darüber reflektiert habe ich mit 7).


Dann stellt sich die Frage nach dem Ursprung der Kopflastigkeit. Kopflastigkeit kann eine Veranlagung sein. Sehe ich aber als eher unwahrscheinlich an. Wahrscheinlicher resultiert Kopflastigkeit aus enttäuschten Gefühlen heraus. Kopflastigkeit kann dann auch als "Hang zum Rationalisieren" bezeichnet werden. Rationalisierung ist ein weit verbreitetes Abwehrmuster.


>>> Ich bin auch nicht so der Fan davon, in der obskuren Vergangenheit rumzuwühlen, nur um irgendwelche Gründe zu finden, die im Endeffekt irrelevant sind, wenn doch nur das Heute zählt.


Nun, wir alle sind (auch) ein Produkt unserer Erlebnisse in der "obskuren" Vergangenheit. Der Erlebnisse und wie wir sie bewerten. Wenn ich gestern etwas vergessen habe, dann kann das heute deutliche Nachteile bedeuten. Ebenso wird z.B. ein eingeschlagener Weg (und sei es sowas Profanes wie Ausbildung) ebenso unser Heute stark beeinflussen. In der Vergangenheit lernten wir und davon profitieren wir - im Heute. Geht es um schöne Dinge, dann wühlt jeder gerne in der "obskuren" Vergangenheit. Lediglich in den Aspekten der Vergangenheit, die schmerzlich sind, wühlen wir nicht so gerne herum. Und dann kann natürlich die Rationalisierung (Ausrede) vorgeschoben werden, dass die Vergangenheit schließlich "obskur" sei und man ja schließlich im "Heute" leben würde.

Es lebt kein Mensch nur im "Heute". Kein Tag startet bei Null. Wäre auch furchtbar. Und so, wie das Vergangene mächtigen Einfluss auf das Heute hat, haben Vergangenheit und Heute Einfluss auf das Morgen. Und das Heute ist so flott rum, dass wir alle gut daran tun, den rechten Verlauf des Morgen so weit es geht positiv und für uns vorteilhaft zu beeinflussen.


>>> Ich habe schon oft darüber nachgedacht und ich denke, ich habe den schlimmsten Teil bereits hinter mir - ich habe mich ja längst damit abgefunden, eben doch nur ein Mensch unter anderen Menschen zu sein, sonst wäre ich sicherlich schon in der Pubertät komplett gaga geworden.



Welchen "schlimmsten Teil" hast Du denn hinter Dir? Du wärst in der Pubertät fast "komplett gaga" geworden?

Weißt Du, ich habe den Eindruck, dass Du dir via Rationalisierung (wohl klingende Ausreden) eine Lebenseinstellung konstruiert hast, die nicht dauerhaft für Dich von Vorteil sein wird. Weil sie - wie bei jeder Rationalisierung - nun mal an der Realität aneckt. Und zwar sogar an Deiner eigenen.

Stelle Dir mal vor, es käme der Tag, an dem Deine in vielen Bereichen realitätsentkoppelte Lebensphilosophie, die ich als reine Abwehr-Ideologie ansehe, zusammen bricht. Ob Du dann wohl "komplett gaga" wirst? Ich meine, Du hast sie, die Abwehr-Ideologie zugelegt, um genau das zu vermeiden. Nur operiert diese Ideologie leider viel zu wenig dicht an der Realität. Das kann (und wie ich meine wird) natürlich ein Problem werden...


>>> Was vor mir liegt, ist die Arbeit, mich selbst mit der Welt um mich herum mit ihren Bewohnern weiterhin in Einklang zu bringen, so dass ich meine Art nicht aufgeben muss, mich aber doch in jeder Lebenslage zurechtfinde. Ungefähr seit meinem 18. Lebensjahr geht das eigentlich ständig bergauf.


Nun, es ist natürlich sehr begrüßenswert, wenn es ausgehend von einem absoluten Tiefpunkt "ständig aufwärts" geht. Für manche Menschen gereicht das aber zur Sysiphos-Arbeit... vom Tiefpunkt ("fast komplett gaga") ausgehend, werden Techniken entwickelt, einen tatsächlichen (oder nur phantasierten) Steinklotz den Berg hochzuwuchten. Dabei wird dann jahrelang ein Fortschritt erziehlt. Es geht aufwärts! Kurz vor dem Gipfel jedoch, plumps, fällt der Stein den Hang schnurstracks runter. Der ganze Krampf, die mühselig zurecht gelegte Taktik versagte, die investierte Energie verschwendet, alles vergebens.

Viele Wege führen nach Rom. Aber jeder dieser Wege hat ein in der Realität verankertes Fundament. Auf diesem festen Boden lässt sich auch laufen...

...
Mir wurde gar nichts angetan, mir reicht es nur schon, wenn ich immer wieder mal von irgendwelchen Psychopathen lese, die sich am Leid anderer aufgeilen (und das meine ich wörtlich so - ich meinte nicht Egoisten oder skrupellose Menschen, sondern genau sowas - und das gibt es meiner Meinung nach nur bei Menschen).

Die Menschheit behindert sich heutzutage selbst in der Evolution, weil es mittlerweile in ist, dass jeder Benachteiligte nur Diskriminierung jaulen muss, wenn er möchte, dass die ganze Welt Duziduzi zu ihm macht. Weiterhin behindert sie sich - eigentlich seit es die Zivilisation gibt - insofern selbst, dass alles, was die Evolution noch an wahrhaftig neuen Varianten hervorbringen würde, als behindert, Freak oder gefährlich wahrgenommen werden würde und sofort in irgendwelchen Labors auseinandergenommen würde.
Stell dir vor es käme zum Beispiel ein Mensch mit irgendwelchen "Superkräften" auf die Welt - glaubst du wirklich, dass dieser ein normales Leben führen könnte? Ich wette, dass die normalen Leute Schiss bekämen und ihn entweder fertigmachen, oder dass er aus irgendeinem Vorwand hinter Gitter und in die Forschung wandert.
Mitgefühl und Wärme sind meiner Meinung nach Dinge, die es fast nur unter Verwandten, Bekannten und Freunden gibt - oder vielleicht vorgespielt unter solchen, die sich etwas von einem erhoffen.

Bezüglich Vertrauensproblemen - ich vertraue darauf, dass alle Menschen Egoisten sind (und jede altruistische Handlung im Endeffekt doch auch dem Ego dient). Was mir eigentlich niemand glaubwürdig widerlegen kann.

Mit obskurer Vergangenheit war eigentlich nur gemeint, dass es schwierig wird da bis auf den Krebstod meiner Mutter (ich war da 15) und dem Weggehen meines leiblichen Vaters als ich 2 war, was ich gar nicht mitbekommen habe (seither hatte ich einen sehr liebevollen Stiefvater), irgendwas Negatives zu finden. Sicherlich beruht fast jede Einstellung auf irgendwelchen Erfahrungen, aber das ist immer ein Produkt aus allen Faktoren zusammen... und was dabei bei unterschiedlichen genetischen Startbedingungen rauskommt kann man nie wissen.

Zur Kopflastigkeit kann ich nur sagen, dass es schon sehr früh angefangen hat - mit 3 lesen, mit 4 schreiben, man hat mich von klein auf gelobt wie intelligent ich wäre, so dass Intelligenz für mich im Leben nun mal der höchste Wert ist (nicht der einzige, aber der oberste).

Komplett gaga werden hatte was mit dem Tod meiner Mutter zu tun - ich war damals extrem nihilistisch und misanthropisch eingestellt und sah Leben als genauso viel oder wenig wert an wie den Tod (objektiv gesehen ist es das ja auch - den Wert gibt ihm ja nur jeder selbst) und hätte mich mit dieser Einstellung sicherlich auch in eine kriminelle Richtung entwickeln können, wenn ich nicht prinzipiell friedfertig und eher konfliktscheu wäre.

Natürlich kann ich mir auch ein Problem größer reden, als es ist - ändert nur gar nichts, oder? Ich werde so oder so damit leben müssen... was anderes als dass ich mich im Endeffekt mit den Tatsachen abfinden muss, wird mir sinngemäß auch kein Psychiater sagen können.
Ich bin trotz meines Wunsches nach "mehr" ein vollkommener Realist, der sich nur zu gut der Grenzen der Realität bewusst ist. Das ist es ja, was mich an den meisten Dingen so langweilt. Sie sind in ihrer Funktionalität so einfach zu durchschauen - wie soll einen sowas faszinieren?
Für Faszination muss man die Dinge wohl irgendwie naiv sehen können - diese Fähigkeit besitze ich nicht mehr, seit ich anfing, mich mit der Welt auseinanderzusetzen.

Um mir diese Last zu nehmen, die ich nun mal tragen muss, müsste man mich einfach nur dümmer machen.
Aber müsste ich mich zwischen ignorantem Dauerglücklichsein und Klarsicht mit latenter Unzufriedenheit mit immer wieder auftretenden Glücksphasen entscheiden, würde meine Wahl immer auf das Zweitere fallen.
Ich würde metaphorisch gesprochen niemals "in die Matrix" zurückwollen und das Nichtwissen dem Wissen zugunsten von so etwas wie Glück bevorzugen.

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9. September 2010 um 11:04
In Antwort auf mazin_12960853

Esterya1
>>> Ich verachte sie nicht generell... nur in der Masse. Es gibt durchaus einzelne Menschen, die mich faszinieren, das sind aber dann meist sogenannte "Genies"... wobei wir ja wissen, dass diese meistens auch irgendwelche Defizite haben... aber in einem Bereich der mir selber nicht sonderlich wichtig ist, weswegen ich sie auch nicht dafür verurteile.


Ist nicht faktisch jeder Mensch in irgendeinem Bereich ein Genie? Und sei es halt "Chaos-Chenie" *g

Ferner wird auch jeder Mensch Defizite aufweisen. Sofern diese Defizite anderen keinen (gravierenden) Schaden zufügt, braucht man sie auch nicht zu verurteilen.


>>> Was die Menschlichkeit angeht - dieses Wort ist für mich eher negativ besetzt (kein Tier würde z.B. aus reinem Spaß an der Freude andere foltern und sich an deren Schmerz aufgeilen - ja, die Katze spielt mit der Maus, aber ich glaube kaum dass die Katze das explizit deshalb tut, weil es der Maus scheisse dabei geht).


Und warum spielt die Katze mit der Maus? Ich glaube, dass es auch Menschen selten explizit darum geht, dass sich der andere schlecht fühlt. Betrachte doch mal das III. Reich. Oder Warlords oder den Atombombenabwurf. Da ging bzw. geht es jeweils "nur" darum, irgendwen zu beseitigen. Wie der sich dabei fühlt, ist irrelevant. Dieses "nur beseitigen" findet sich allenthalben in der Natur.

Gerade unmoralisch handelnde Menschen machen sich doch wirklich herzlich wenig Gedanken darüber, ob jemand unter ihren Aktionen leidet. Und ja, die Katze macht sich diese Gedanken auch nicht.

Wenn Menschen anderen bewusst schaden, dann selten deshalb, damit es dem anderen schlecht geht, sondern deshalb, damit es dem Handelnden besser geht.

Das ist ein tiefes Gesetz. Du kaufst ja nicht deshalb pflanzliche Produkte, damit es diesen Pflanzen schlecht geht, Du also die Lebensqualität der Pflanzen reduzierst, sondern damit es Dir besser geht (bzw. weiterhin gut); nämlich z.B. durch den Verzehr der Pflanzen. Genauso wenn Du Fleisch kaufen würdest. Wer trachtet dort danach, dass es Tieren schlecht geht? Das ist irrelevant. Natürlich wird die Lebensqualität von Pflanzen und Tieren, die für den Konsum vorbereitet werden, radikal gesenkt. Aber nicht um des Senkens ihrer Lebensqualität Willen, sondern zur Aufrechterhaltung und/oder Verbesserung der eigenen Lebensqualität.

Was wurde Dir denn mal angetan und glaubst Du, dass es Dir aus dem Grunde angetan wurde, damit es Dir schlecht geht? Ich glaube, dass Du nachhaltig irrst. Und ich glaube, dass Deine Lebenseinstellung auf einem Vertrauensproblem basiert.


>>> Begriffe wie Mitgefühl, Wärme u.a. sind für mich eigenständige Dinge, die ich nicht "Menschlichkeit" nennen möchte. Diese sind mir auch nicht fremd - allerdings in der Priorität etwas hinter Intelligenz und geistigen Fähigkeiten.


Mitgefühl und Wärme nennst Du nicht "Menschlichkeit"? Intelligenz ist Dir wichtiger? Weil sie verläßlicher bzw. vertrauenswürdiger ist? Weil man Intelligenz schwerlich heucheln kann, sie also "ehrlicher" ist?


>>> das wonach ich eher strebe, ist wohl meine Vorstellung von der nächsten Evolutionsstufe (die die Menschheit nie erreichen wird, da sie sich mittlerweile selbst behindert).


Wie sieht denn Deiner Meinung nach die nächste Evolutionsstufe aus? Mitgefühl und Wärme wären dann endlich überwunden, wo sie eh nicht zur Menschlichkeit dazu gehören? Die "neuen" Menschen wären dann auch stärker, unverletzlicher?

Die Menschheit behindert sich mittlerweile selbst? *schmunzelt*

So, so... wann gab es denn mehr und schnelleren Fortschritt in der Menschheitsgeschichte als heute? Und wird die Menschheit heute wirklich stärker (durch wen oder was auch immer) behindert als früher? Also, die Kirche z.B. hat über 1000 Jahre die Erkenntnis, die Erde sei eine Scheibe propagiert. Hat sie nicht doch recht heftig den Fortschritt behindert? Oder römische Imperialisten? Oder die letzten Jahrzehntausende, in denen der Mensch im besonderen Maß den Naturgewalten ausgesetzt und durch diese behindert wurde? Etc.?

Nenne mir doch mal einen beliebigen Zeitraum / oder Epoche der Menschheitsgeschichte (lassen wir sie der Einfachheit halber vor 2 Mio. Jahren starten), in der die Menschheit WENIGER als heute behindert wurde?


>>> Woher es kommt, weiß ich nicht - hat sicherlich was mit meiner generellen Kopflastigkeit zu tun, die eigentlich immer schon vorhanden war (das erste Mal darüber reflektiert habe ich mit 7).


Dann stellt sich die Frage nach dem Ursprung der Kopflastigkeit. Kopflastigkeit kann eine Veranlagung sein. Sehe ich aber als eher unwahrscheinlich an. Wahrscheinlicher resultiert Kopflastigkeit aus enttäuschten Gefühlen heraus. Kopflastigkeit kann dann auch als "Hang zum Rationalisieren" bezeichnet werden. Rationalisierung ist ein weit verbreitetes Abwehrmuster.


>>> Ich bin auch nicht so der Fan davon, in der obskuren Vergangenheit rumzuwühlen, nur um irgendwelche Gründe zu finden, die im Endeffekt irrelevant sind, wenn doch nur das Heute zählt.


Nun, wir alle sind (auch) ein Produkt unserer Erlebnisse in der "obskuren" Vergangenheit. Der Erlebnisse und wie wir sie bewerten. Wenn ich gestern etwas vergessen habe, dann kann das heute deutliche Nachteile bedeuten. Ebenso wird z.B. ein eingeschlagener Weg (und sei es sowas Profanes wie Ausbildung) ebenso unser Heute stark beeinflussen. In der Vergangenheit lernten wir und davon profitieren wir - im Heute. Geht es um schöne Dinge, dann wühlt jeder gerne in der "obskuren" Vergangenheit. Lediglich in den Aspekten der Vergangenheit, die schmerzlich sind, wühlen wir nicht so gerne herum. Und dann kann natürlich die Rationalisierung (Ausrede) vorgeschoben werden, dass die Vergangenheit schließlich "obskur" sei und man ja schließlich im "Heute" leben würde.

Es lebt kein Mensch nur im "Heute". Kein Tag startet bei Null. Wäre auch furchtbar. Und so, wie das Vergangene mächtigen Einfluss auf das Heute hat, haben Vergangenheit und Heute Einfluss auf das Morgen. Und das Heute ist so flott rum, dass wir alle gut daran tun, den rechten Verlauf des Morgen so weit es geht positiv und für uns vorteilhaft zu beeinflussen.


>>> Ich habe schon oft darüber nachgedacht und ich denke, ich habe den schlimmsten Teil bereits hinter mir - ich habe mich ja längst damit abgefunden, eben doch nur ein Mensch unter anderen Menschen zu sein, sonst wäre ich sicherlich schon in der Pubertät komplett gaga geworden.



Welchen "schlimmsten Teil" hast Du denn hinter Dir? Du wärst in der Pubertät fast "komplett gaga" geworden?

Weißt Du, ich habe den Eindruck, dass Du dir via Rationalisierung (wohl klingende Ausreden) eine Lebenseinstellung konstruiert hast, die nicht dauerhaft für Dich von Vorteil sein wird. Weil sie - wie bei jeder Rationalisierung - nun mal an der Realität aneckt. Und zwar sogar an Deiner eigenen.

Stelle Dir mal vor, es käme der Tag, an dem Deine in vielen Bereichen realitätsentkoppelte Lebensphilosophie, die ich als reine Abwehr-Ideologie ansehe, zusammen bricht. Ob Du dann wohl "komplett gaga" wirst? Ich meine, Du hast sie, die Abwehr-Ideologie zugelegt, um genau das zu vermeiden. Nur operiert diese Ideologie leider viel zu wenig dicht an der Realität. Das kann (und wie ich meine wird) natürlich ein Problem werden...


>>> Was vor mir liegt, ist die Arbeit, mich selbst mit der Welt um mich herum mit ihren Bewohnern weiterhin in Einklang zu bringen, so dass ich meine Art nicht aufgeben muss, mich aber doch in jeder Lebenslage zurechtfinde. Ungefähr seit meinem 18. Lebensjahr geht das eigentlich ständig bergauf.


Nun, es ist natürlich sehr begrüßenswert, wenn es ausgehend von einem absoluten Tiefpunkt "ständig aufwärts" geht. Für manche Menschen gereicht das aber zur Sysiphos-Arbeit... vom Tiefpunkt ("fast komplett gaga") ausgehend, werden Techniken entwickelt, einen tatsächlichen (oder nur phantasierten) Steinklotz den Berg hochzuwuchten. Dabei wird dann jahrelang ein Fortschritt erziehlt. Es geht aufwärts! Kurz vor dem Gipfel jedoch, plumps, fällt der Stein den Hang schnurstracks runter. Der ganze Krampf, die mühselig zurecht gelegte Taktik versagte, die investierte Energie verschwendet, alles vergebens.

Viele Wege führen nach Rom. Aber jeder dieser Wege hat ein in der Realität verankertes Fundament. Auf diesem festen Boden lässt sich auch laufen...

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Ergänzung:
Mitgefühl und Wärme gibt es auch (möglicherweise eingeschränkt, aber vorhanden) im Tierreich oder zwischen Tier und Mensch. Ich habe aber noch niemals einen Fall von derart absoluter Perversion im Tierreich gesehen, wie es ein Mensch in Extremfällen fertigbringt.
Mitgefühl und Wärme nenne ich deshalb nicht Menschlichkeit, weil das Wort Menschlichkeit aus obigen Gründen für mich negativ besetzt ist und ich das deshalb nicht mit diesen Begriffen in Verbindung bringen kann / möchte.

Keinesfalls möchte ich behaupten, dass diese Eigenschaften unerwünscht wären. Nur möglicherweise sind sie in der heutigen Zeit (außerhalb der Familie und Freunde) obsolet geworden, da man sich damit oft eher ins eigene Knie schießt.

Der Anstieg von offensichtlichem Egoismus wäre für mich übrigens eher ein Evolutionsrückschritt. Wenn es immer mehr Menschen gibt, die einfach über Verletzte drüberlaufen anstatt zu helfen, weil sie sonst ja irgendeinen Nachteil haben könnten, wenn kein Mensch mehr Zivilcourage hat weil er gelernt hat, dass man dadurch ohnehin eher aufs Maul bekommt oder gleich totgetreten wird, ist das nicht gerade ein Zeichen dafür, dass Mitgefühl und Wärme groß im Kommen sind. Man muss nur ein wenig die Welt um sich herum beobachten, um das festzustellen.

Sicher sind einige gute Menschen dazu fähig, wofür sie meinen vollsten Respekt verdienen - mit dem Begriff "Menschlichkeit" würde ich sie in meinen Augen aber nur beleidigen.
Dazu habe ich einfach immer zu sehr die Vorstellung einer tumben, stumpfsinnigen, rücksichtslosen, Big-Brother-gaffenden unterhaltungssüchtigen dekadenten Herde an Idioten vor Augen (für ein überzogenes aussagekräftiges Beispiel kannst du dir den Film "Idiocracy" angucken), die zugegebenermaßen nur den intellektuellen Bodensatz der Menschheit darstellen, aber eben auch nach wie vor ein Teil der Menschheit sind - weswegen es mir eben nicht ganz so leicht fällt, mich guten Willens derselben Spezies zugehörig zu fühlen.

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9. September 2010 um 11:36

...
Und ob du jemandem magst, entscheidest du nicht anhand von Sympathie, sondern anhand dessen, was diejenigen, die dieser Mensch liebt, zwischen den Beinen haben?

Klingt ja furchtbar kompliziert.

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9. September 2010 um 20:23

...
Das habe ich nirgends impliziert - richtig lesen würde helfen.
Wenn du in einem Thread mit diesem Thema herausfordend schreibst, dass du dich ja nicht mit denen umgeben musst, sondern nur mit denen die du magst, impliziert das jedoch, dass du Menschen nach ihrer Sexualität aussortierst, ob du sie magst oder nicht.

Wenn das zutrifft, urteilst du nicht nach dem, was diese besagten Menschen selbst zwischen den Beinen haben, sondern im Endeffekt danach was deren Partner zwischen den Beinen haben.

Es klingt ja schon voll an den Haaren herbeigezogen - weswegen ich es auch in keiner Weise nachvollziehen kann.

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9. September 2010 um 20:23

...
Ich hab erst gelesen "Lesben und lesben lassen"

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9. September 2010 um 20:30

.....
naja, so richtige hardcorelesben mag ich auch nicht, bei einigen isses auch nich ganz klar, was das überhaupt soll, viele folgen ja auch nur dem derzeitigen trend,. ich guck aber auch ganz gerne schönen frauen nach, aber so richtig schlimme lesben mag ich nich....

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10. September 2010 um 11:15


Wenn lesben

in der öffentlichkeit rumknutschen, stört mich das weniger als wenn jemand seit statt seid schreibt


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10. September 2010 um 14:05

...
Wenn du das sagst...

Deine Kritik an meiner Wortwahl (warum eigentlich - hast du ein Problem mit dieser speziellen Phrase) ändert nur irgendwie gar nichts daran, dass es einfach keinen Sinn ergibt, was du machst.

Manche Dinge will ich besser nicht verstehen.

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10. September 2010 um 14:46

Geht so
also bei lesben ist mir oft aufgefallen, dass eine der beiden eher männliche kleidung trägt und die andere weiblich. den klamottenstiel der männlich gekleideten frauen find ich total ansprechend, weil ich männliche mode nicht so eng geschnitten und extrem bequem finde.ansonsten können die hinter vier wänden machen was sie wollen. in der öffentlichkeit find ich alles, was über das händchenhalten hinausgeht zuviel!
und solange sich eine lesbin von mir nicht angemacht fühlt, ist die welt in ordnung! (ich stehe definitiv auf typen)

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11. September 2010 um 16:32

...
Naja - wär schon schön, z.B. bei Krankenhausaufenthalten ein Besuchsrecht zu haben, oder eine eventuelle Erbschaft geregelt zu wissen... das finde ich nicht unbedingt spießig, sondern eher pragmatisch.

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11. September 2010 um 16:37

Klar ist wohl..
dass bei gleichgeschlechtlichen paaren erst mal doof geguckt wird, wobei das traurig genug ist. was soll daran eklig sein ? wenn man sich normal in der stadt küsst (kleiner kuss auf den mund), dann ist das total normal und ein tolles zeichen der vertrautheit, egal ob bei frau-frau, mann-mann, oder frau-mann. wenns allerdings darum geht, dass die eine person der anderen die zunge so weit in den hals rammt, dass diese fast erstickt und ich mir das spektakel ansehen muss, dann find ich das schon ziemlich eklig, aber das hat nichts mit deren sexualität zu tun, das find ich auch nicht so toll, wenns mann und frau machen, das hat meiner meinung nach einfach was mit anstand zu tun. und wenn männer meinen, dass sie sich an lesben aufgeilen müssen, dann bite

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11. September 2010 um 17:11

...
Das ist auch nicht unnatürlich - es passt nur nicht in unser menschliches Wertesystem (das meiner Meinung nach beizeiten wesentlich unnatürlicher ist).
Es ist unnatürlich, sich einen Herzschrittmacher einsetzen zu lassen oder Krankheiten generell zu behandeln. Soll man es deshalb sein lassen?

Natürlichkeit ist nicht immer vorzuziehen, deshalb ist es eigentlich generell blödsinnig, damit zu argumentieren.

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12. September 2010 um 17:01

...
Ich habe auch keine Lust auf Fortpflanzung. Und nun?
Es gibt immer und überall Sackgassen in der Evolution - das ist, wie auch alles andere, vollkommen natürlich. Irgendwie haben nur die Menschen offenbar die Muße dazu, sich darüber glatt noch Gedanken zu machen und dem Ganzen ein Wertesystem aufzudrücken ob es nun richtig oder falsch ist.

Lasst der Evolution doch einfach ihren Lauf und alles so sein, wie es ist (von mir aus mit der Ausnahme, dass man sich und andere vor Missbrauch schützt) - Reglementierungen bringen da sicherlich nichts. Wer bist du, dass du zu wissen glaubst, dass es besser wäre, wenn sich jeder fortpflanzt, auch Homosexuelle, Unwillige bzw. anderweitig Unfähige?
Die Menschheit stirbt schon nicht aus, keine Sorge.

Wie auch immer. Wenn du sagst "Ich mag Homosexualität persönlich einfach nicht", ist das eine Meinung - aber dann mit Natur und Evolution zu kommen und das damit irgendwie zu untermauern versuchen ist sinnlos. Entweder du hast diese Abneigung und stehst dazu, oder eben nicht - aber lass die Natur aus dem Spiel. Die Natur hat keine Richtung, keinen Zweck und Sinn - sie ist einfach und genauso sollte man andere auch sein lassen.
Die Freiheit des einen hört erst da auf wo sie die Freiheit eines anderen einschränkt. (bzgl. Pädophilen u.ä.)

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12. September 2010 um 17:33

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"Keine Evolution wäre ohne Fortpflanzung möglich."

Wohl wahr - da sich aber überall rundherum andauernd fortgepflanzt wird, ist das ja wohl reine Spekulation.

Ich habe schon verstanden, dass du das nicht magst - ich verstehe nur nicht, wieso viele Leute, die etwas gegen Homosexualität haben, meinen, das mit (Un-)natürlichkeit zu untermauern. Ob du das nun auch tust oder nicht - es gibt Unmengen an Leuten, die meinen, das wäre ein glaubwürdiges Argument und es würde ihre eigene Meinung irgendwie wichtiger oder richtiger machen.

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14. September 2010 um 14:34

Hey gomfems
ich meld mich mal wieder zurück ,danke für eure vielne antworten =)

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