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Was haltet ihr davon? (Textauszug aus einem Buch)

14. Dezember 2007 um 14:09

Fiel mit heute zwischen die Finger.

"..Auch wenn es auf den 1. Blick so aussieht, als ob dem, der betrogen wird, gerade bitterlichst das Herz gebrochen wird -meist sieht die innere Wahrheit anders aus:

Schon oft habe ich ein beschämtes Nicken geerntet, wenn ich jemanden, der gerade von seinem Partner hintergangen wird, gefragt habe:

< Und? Wann sind Sie innerlich aus der Ehe ausgestiegen? Wann haben Sie begonnen, nur noch eine vorbildliche Rolle zu spielen? Wann haben Sie angefangen, Ihren Partner anzuzweifeln, ihm ihr Vertrauen und Ihre ehrliche, von Herzen kommende Zuwendung zu entziehen? >

Der Betrogene ist zuerst gegangen.

Wenn der eine (fremd)geht, ist der andere meist schon längst gegangen. Das ist eine Tatsache, die wir oft nicht wahrhaben wollen. Lieber lassen wir uns zu einer klaren Verurteilung hinreißen:
Der, der betrügt, ist böse. Der, der betrogen wird, ist gut.
Der Betrogene ist meiner Erfahrung nach aber jemand, der sich selbst häufig verrät. jemand, der nicht wirklich für sich und seinen Glauben einsteht. Jemand, der in sehr hohen und sehr theoretischen Ansprüchen an Partnerschaft und Beziehung verharrt. Der Betrogene fühlt sich meist schon lange auf die eine oder andere Art unfreiwillig abhängig von seinem partner, traut sich aber nicht, dieser Abhängigkeit entgegenzutreten, sich verletzlich zu machen und wieder mutig der eigenen Wahrheit zu folgen und der eigenen kraft zu vertrauen.

Aus: Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest (Autor. Eva-Maria Zurhorst)

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14. Dezember 2007 um 14:30

Ich kenne das Buch
Es gefällt mir sehr und ich halte sehr viel von dem verfassten Inhalt.

Auch diese These ist wahr- und so logisch... Es gibt immer Gründe, eine Reaktion auf ein bestimmtes Verhalten. Es sind zwei Mensch die zu etwas beitragen.

Natürlich ist der Text keine Rechtfertigung, sondern eine Erklärung dafür und sie trifft sehr oft zu.

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14. Dezember 2007 um 14:47

Siehe auch Theo Schoenaker
Was ich davon halte?

Es ist die andere Sichtweise. Die, die keiner sehen will.

Der, der betrügt, wünscht sich von seinem Partner eine Qualität, die dieser nicht bereit ist ihm zu geben. Vielleicht weil er nicht will, vielleicht weil er nicht kann. Es entsteht (auf Dauer) eine tiefe Frustration. Und irgendwann sitzt man zur falschen Zeit am falschen Ort und es kommt wie es kommen muß ... man verliebt sich.

Der Betrüger sucht aber nicht einen neuen Partner sondern diese Qualität. Und die Person, die sie ihm gibt, ist austauschbar gegen jeden anderen mit dieser Qualität.
Denn eigentlich wünscht er sich das von seinem eigenen Partner.


Ja, ich sehe es auch so: Der Betrüger ist meistens zuerst ausgestiegen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Betrug beginnt da, wo mir andere Sachen wichtiger sind als mein Partner. Da wo ich mir keine Zeit mehr für ihn nehme, mich nicht mehr für ihn zurecht mache, wo ich nicht mehr zuhöre, wo mir andere wichtiger sind, wo mein Partner selbstverständlich geworden ist, wo meine Bedürfnisse wichtiger sind als die meines Partners, wo mein Partner ständig hinten anstehen muß (z.B. hinter Kindern, Schwiegereltern, Freunden, Partys, öffentliches Auftreten, ...), wo es mir wichtiger ist mein Ding durchzudrücken, wo es mir wichtiger ist mein Ego zu leben und so weiter, und so weiter. Diese Liste ist endlos.



Lieber Gruß, Pennywise

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14. Dezember 2007 um 14:49
In Antwort auf belda_12670253

Siehe auch Theo Schoenaker
Was ich davon halte?

Es ist die andere Sichtweise. Die, die keiner sehen will.

Der, der betrügt, wünscht sich von seinem Partner eine Qualität, die dieser nicht bereit ist ihm zu geben. Vielleicht weil er nicht will, vielleicht weil er nicht kann. Es entsteht (auf Dauer) eine tiefe Frustration. Und irgendwann sitzt man zur falschen Zeit am falschen Ort und es kommt wie es kommen muß ... man verliebt sich.

Der Betrüger sucht aber nicht einen neuen Partner sondern diese Qualität. Und die Person, die sie ihm gibt, ist austauschbar gegen jeden anderen mit dieser Qualität.
Denn eigentlich wünscht er sich das von seinem eigenen Partner.


Ja, ich sehe es auch so: Der Betrüger ist meistens zuerst ausgestiegen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Betrug beginnt da, wo mir andere Sachen wichtiger sind als mein Partner. Da wo ich mir keine Zeit mehr für ihn nehme, mich nicht mehr für ihn zurecht mache, wo ich nicht mehr zuhöre, wo mir andere wichtiger sind, wo mein Partner selbstverständlich geworden ist, wo meine Bedürfnisse wichtiger sind als die meines Partners, wo mein Partner ständig hinten anstehen muß (z.B. hinter Kindern, Schwiegereltern, Freunden, Partys, öffentliches Auftreten, ...), wo es mir wichtiger ist mein Ding durchzudrücken, wo es mir wichtiger ist mein Ego zu leben und so weiter, und so weiter. Diese Liste ist endlos.



Lieber Gruß, Pennywise

SCHREIBFEHLER oben
Es sollte heißen, der Betrogene ist meistens zuerst ausgestiegen


Sorry, Pennywise

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14. Dezember 2007 um 15:13

So wirds wohl sein
"Für die Psychologin gehören
treue Paare inzwischen zur Ausnahme. Viele handelten nach dem Motto Wenn ich etwas haben will, dann nehme ich es mir auch."

Genau. Deshalb auch der ganze Jammer.

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14. Dezember 2007 um 21:37

Es ist um so vieles einfacher zu verzeihen
wenn man sich selbst schuld geben kann. es ist für den betrüger um so vieles leichter die schuld zu ertragen wenn sie einen grund hat.

und was ist dann? leben wir die beziehung weiter, arbeiten wir an dem fehler der betrogenen, denn wenn dieser fehler behoben ist gibt es keinen fehler des betrügers mehr?

was für ein blödsinn und was für ein irrtum. spätestens nach ein paar jahren wenn der betrüger wieder einen grund bei dem betrogenen findet, bricht er wieder "berechtigt" aus der beziehung aus. denn die eigentlich ursache wurde einfach übersehen.

mein weg war schwieriger für uns beide, denn wir haben nicht "dumm" entschuldigt.

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14. Dezember 2007 um 21:58
In Antwort auf alya_12708452

Es ist um so vieles einfacher zu verzeihen
wenn man sich selbst schuld geben kann. es ist für den betrüger um so vieles leichter die schuld zu ertragen wenn sie einen grund hat.

und was ist dann? leben wir die beziehung weiter, arbeiten wir an dem fehler der betrogenen, denn wenn dieser fehler behoben ist gibt es keinen fehler des betrügers mehr?

was für ein blödsinn und was für ein irrtum. spätestens nach ein paar jahren wenn der betrüger wieder einen grund bei dem betrogenen findet, bricht er wieder "berechtigt" aus der beziehung aus. denn die eigentlich ursache wurde einfach übersehen.

mein weg war schwieriger für uns beide, denn wir haben nicht "dumm" entschuldigt.

Gut geschrieben, Rike
kann das nur unterschreiben und bin ganz bei dir.

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15. Dezember 2007 um 0:16
In Antwort auf edana_12672933

Gut geschrieben, Rike
kann das nur unterschreiben und bin ganz bei dir.

Danke liebe freundin

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16. Dezember 2007 um 11:55

Doch die gibt es
nimm mich als beispiel
bin seit 2 jahren in einer beziehung. hatte eine affäre, nicht sehr lange (3 wochen und etwas später dann nochmal 2 wochen), aber es war meine schuld und dazu stehe ich auch. ich will da gar nix mehr beschönigen. ich dachte zuerst ich kann damit umgehen und habe mir eingebildet, ich schütze ihn damit, ihm das zu verheimlichen. aber ich kann nicht mit meinem freund in eine gemeinsame zukunft gehen, ohne reinen tisch gemacht zu haben. ich finde, dass ich ihm das schuldig bin. er muss selbst entscheiden können, ob er mit mir zusammensein will oder nicht. ich glaube, dass er meine große liebe ist, und genau deshalb habe ich gebeichtet.

natürlich ist er jetzt am boden zerstört. und ich weiß wohl selbst am besten, dass ich damit meine beziehung riskiert habe. aber die beichte sehe ich nicht als fehler. die affäre schon. ich würde es nicht nochmal machen. ich glaube, der grund wieso ich es getan habe, ist, dass ich mir wohl eine art hintertür offenhalten wollte. ich habe gemerkt, dass meine beziehung die beziehung meines lebens sein könnte, und ich hatte wohl angst davor. es war eine art flucht. aber dafür kann mein partner nichts, deshalb sage ich, es war meine schuld und er kann überhaupt nichts dafür. mir tut es sehr leid für ihn, dass er jetzt so darunter leidet. aber wie gesagt, ich glaube nicht dass der fehler in der beichte liegt. ich glaube, die beziehung wäre sonst zerbrochen.

was jetzt passiert, weiß ich nicht. er braucht jetzt zeit, um sich darüber klar zu werden, ob er mir eine zweite chance geben will oder nicht. und das kann nur die zukunft zeigen.

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