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Was genau ist das gerade mit UNS?

31. Januar um 15:43

Vor gut 4 Monaten habe ich im Internet eine AE Lehrerin mit einem 4-jährigen Kind kennengelernt. Wir sind auch zusammen. Die ersten 3 Monate lief alles wie von selbst. Sie war es, die immer wissen wollte wann wir uns wieder sehen, die sich viel von sich aus gemeldet und die alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, damit wir uns sehen können. Es war einfach harmonisch.

Nachdem wir uns nach Weihnachten bis in die erste Januarwoche hinein jedoch 1,5 Wochen am Stück nahezu "Rund um die Uhr" gesehen hatten, ließ sich mich am Ende dieser Zeit wissen, dass sie in der ganzen Zeit unseres Kennenlernens die Arbeit und somit die Vorbereitung auf die Schule schleifen lies, so dass sie ab und an unvorbereitet vor der Klasse stand und improvisieren musste. Das hätte ihr kein gutes Gefühl gemacht. Zudem sei sie müde, da wir, wenn wir zusammen sind, kaum zum Schlafen kommen. Diese Dinge erwähnte sie zum Ende dieses vielen Sehens mehrfach. Am Montagmorgen sagte ich ihr, nachdem Sie in der Nacht zuvor das Bett verlassen und auf dem Sofa genächtigt hat, dass es mir kein gutes Gefühl macht wenn wir zum ersten Mal eine längere Zeit am Stück zusammen genießen, Sie aber am Ende total übermüdet ist und mit Ihrer Arbeit, sowie der Korrektur von Klausuren hinterherhängt. Sie nahm dies zum Anlass um mir mitzuteilen, dass Sie sich zeitlich neu organisieren muss und nun erstmal einiges an Zeit braucht um die Dinge die arbeitstechnisch liegengeblieben sind aufzuarbeiten. In Zukunft dürfe es das nicht mehr geben, da könne es dann sein das sie auch mal keine Zeit für mich hat, damit sie schultechnisch nicht mehr hinterherhängt. Gerade in dem Moment sagte ich ihr, dass es für mich sich eher so anfühlt, dass ich Sie gerne mehr sehen möchte anstatt weniger. Schließlich wollten wir Beide langfristig schauen ob wir Potential für eine gemeinsame Zukunft haben. Das ich damit mein Bedürfnis über Ihres gestellt und wenig Verständnis gezeigt habe, wurde in Ihr das Gefühl von Bedrängung ausgelöst und sie hat sich erst einmal zurückgezogen. Ich konnte das kaum glauben, ließ sie aber noch am selben Abend wissen, dass es natürlich egoistisch von mir war mein "Mehr-Sehen-Bedürfnis" über Ihr "Ich-muss-nun-mal-arbeiten-Bedürfnis" zu stellen. Aber diese Nachricht bekam Sie zunächst in den falschen Hals. Sie meinte, dass müsse man nicht betonen, dass sollte selbstverständlich sein, dass man dem Partner Freiraum für seinen Job lässt. Sie fühlte sich bedrängt und teilte mir mit, dass dieses Gefühl von Beklemmung Herzschmerzen in ihr ausgelöst hatte, was sie so selbst noch nicht von sich kannte. 2 Tage später haben wir dann telefoniert und uns ausgesprochen. Sie meinte, sie müsse erstmal gucken ob ich das auch so hinbekomme mit dem Raum und Zeit für Sie geben können ohne dies auf mich zu beziehen. Was sei denn erst, wenn Sie nur mal Zeit für sich oder Freunde braucht, stellte sie fragend in den Raum? Ich entgegnete ihr, dass ich es verstanden habe und das völlig okay für mich sei.

Trotz Klärung sahen wir uns in den Folgezeit eher weniger. Sie schrieb distanzierter, kaum noch liebevolle Worte von ihr, wenn wir uns gesehen haben war sie emotional ganz schön auf Abstand. Das tat mir ziemlich weh. 2-3 x habe ich sie darauf angesprochen, sie meinte sie könne mir gerade nicht das geben was ich brauche aber sie ist sich sicher das das wieder käme. Diese Phase war schwer für mich. Ich fühlte mich so zurückgewiesen, obwohl ich nicht mehr getan habe, als meinen Wunsch zu äußern sie mehr sehen zu wollen.
Ich sagte ihr auch, dass es aus meiner bisherigen Erfahrung immer so war, dass ein Rückzug gleichbedeutend mit einer baldigen Trennung war. Es fiel mir schwer mir vorzustellen, dass es bei ihr anders sein sollte und Ihren Worten Glauben zu schenken. Tatsächlich jedoch war sie vor ca. 1 Woche wieder viel offener, noch nicht ganz die Alte aber viel zugewandter und liebevoller; wie in der Anfangszeit. Auch das Wochenende, welches Sie bei mir mit mir und meinem Sohn verbrachte war toll und hat uns allen 3en gut gefallen. Sie ist mit einem sehr guten Gefühl wieder gefahren.

Ja, und dann ist leider in der Wiederannäherungsphase etwas passiert, was UNS um Einiges zurückgeworfen hat. Ich war noch auf der selben Singlebörse angemeldet, auf der wir uns kennengelernt hatten und habe in der schwierigen Phase dort 2-3 x reingeschaut und mir ein bisschen die Zeit vertrieben um nicht ständig mit den blöden Gedanken konfrontiert zu sein, was das gerade zwischen uns ist. Sie hatte sich ein anderes Profil zugelegt und hat mich in dem Moment online gesehen. Sie sagte, sie ist ihrem Bauchgefühl nach dem superschönen Wochenende nachgegangen, obwohl sie null Kontrollmensch sei. Zack, hat sie mich gesehen und ihr Kopfkino sprang an. Laut Ihrer Aussage konnte Sie die ganze Nacht nicht schlafen und musste unbedingt am nächsten Tag mit mir reden. So rief sie mich an und wollte mir erst nicht sagen worum es ging. Da wir 3 Tage später einen Kurztrip zu Ihrer Mutter an die See geplant hatten sagte sie mir nur, dass es von meiner Antwort abhängig sei ob ich mitfahren könne.

Mein Verhalten hat ihr Grundvertrauen zutiefst erschüttert und sie muss einen Umgang damit finden. Sie hat sich meine Worte angehört und meine Entschuldigung angenommen und erwartet, dass es nie wieder vorkommt. Das kann ich nachvollziehen. Nur, sie wollte dann auch nicht mehr, dass ich mit nach Kiel komme. Sie brauche die Zeit für sich um mit sich zu klären wie sie einen Umgang damit findet, damit es mit uns dann nach Ihrer Rückkehr weitergehen kann. Wenn ich mitkäme hätte sie Angst, dass es evtl. dort vor Ihrer Mutter oder Ihrer Tochter zum Streit kommt und wir uns nicht aus dem Weg gehen können. Meine Worte, dass ich nicht vorhabe mich zu streiten fanden kein Gehör. Sie hätte sich mein Verhalten nicht ausgesucht und könne nichts dafür das es jetzt so wäre. Sie möchte alleine fahren.

Auf der einen Seite bereue ich die Sache mit der Singlebörse zutiefst auf der anderen Seite hoffe ich, dass sich hier keine Tendenz in Richtung Rückzug bei Konflikt herauskristallisiert. Ich bin eher ein Mensch der Probleme zusammen bespricht, klärt und danach ZUSAMMEN weitermacht. Mir kommt ihre Lösungsstrategie eher nach: "sie macht vieles mit sich aus" vor. Sie war zuvor 4 Jahre Single und muss als AE Mutter sicher stark sein und funktionieren. Erstaunlich ist, welche 2 Gesichter sie hat. Wenn Sie Raum und Zeit einfordert und ihr dieser gegeben wird, kommt sie schnell wieder auf mich zu. Wird ihr dieser jedoch nicht so wie vorgestellt gewährt, ist sie relativ abweisend, kommt mit Totschlagsargumenten um die Ecke und will sich meine Darlegungen, wie es mir damit geht in dieser Phase nicht wirklich anhören. Sie könne halt gerade nicht anders, so in etwa lautet die Antwort darauf.

Sollten in einer Beziehung aber nicht Beide Partner Ihre Bedürfnisse und Wünsche mit einbringen können? Gerade solche Worte wie "Ich muss das Gefühl haben, dass ich so genommen werde wie ich bin" sind zwar gesund, machen aber auch wenig Hoffnung auf Veränderung hinsichtlich ihrer Rückzugstendenzen.

Was meint Ihr wird das noch besser oder ist hier schon ein Muster ihrerseits zu erkennen? Welche Möglichkeiten habe ich, um ein Gleichgewicht herzustellen? Kann man so auf Knopfdruck auf
Abstand gehen und weiß das danach wieder alles möglich ist?

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31. Januar um 17:21
In Antwort auf versteher78

Vor gut 4 Monaten habe ich im Internet eine AE Lehrerin mit einem 4-jährigen Kind kennengelernt. Wir sind auch zusammen. Die ersten 3 Monate lief alles wie von selbst. Sie war es, die immer wissen wollte wann wir uns wieder sehen, die sich viel von sich aus gemeldet und die alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, damit wir uns sehen können. Es war einfach harmonisch.
 
Nachdem wir uns nach Weihnachten bis in die erste Januarwoche hinein jedoch 1,5 Wochen am Stück nahezu "Rund um die Uhr" gesehen hatten, ließ sich mich am Ende dieser Zeit wissen, dass sie in der ganzen Zeit unseres Kennenlernens die Arbeit und somit die Vorbereitung auf die Schule schleifen lies, so dass sie ab und an unvorbereitet vor der Klasse stand und improvisieren musste. Das hätte ihr kein gutes Gefühl gemacht. Zudem sei sie müde, da wir, wenn wir zusammen sind, kaum zum Schlafen kommen. Diese Dinge erwähnte sie zum Ende dieses vielen Sehens mehrfach. Am Montagmorgen sagte ich ihr, nachdem Sie in der Nacht zuvor das Bett verlassen und auf dem Sofa genächtigt hat, dass es mir kein gutes Gefühl macht wenn wir zum ersten Mal eine längere Zeit am Stück zusammen genießen, Sie aber am Ende total übermüdet ist und mit Ihrer Arbeit, sowie der Korrektur von Klausuren hinterherhängt. Sie nahm dies zum Anlass um mir mitzuteilen, dass Sie sich zeitlich neu organisieren muss und nun erstmal einiges an Zeit braucht um die Dinge die arbeitstechnisch liegengeblieben sind aufzuarbeiten. In Zukunft dürfe es das nicht mehr geben, da könne es dann sein das sie auch mal keine Zeit für mich hat, damit sie schultechnisch nicht mehr hinterherhängt. Gerade in dem Moment sagte ich ihr, dass es für mich sich eher so anfühlt, dass ich Sie gerne mehr sehen möchte anstatt weniger. Schließlich wollten wir Beide langfristig schauen ob wir Potential für eine gemeinsame Zukunft haben. Das ich damit mein Bedürfnis über Ihres gestellt und wenig Verständnis gezeigt habe, wurde in Ihr das Gefühl von Bedrängung ausgelöst und sie hat sich erst einmal zurückgezogen. Ich konnte das kaum glauben, ließ sie aber noch am selben Abend wissen, dass es natürlich egoistisch von mir war mein "Mehr-Sehen-Bedürfnis" über Ihr "Ich-muss-nun-mal-arbeiten-Bedürfnis" zu stellen. Aber diese Nachricht bekam Sie zunächst in den falschen Hals. Sie meinte, dass müsse man nicht betonen, dass sollte selbstverständlich sein, dass man dem Partner Freiraum für seinen Job lässt. Sie fühlte sich bedrängt und teilte mir mit, dass dieses Gefühl von Beklemmung Herzschmerzen in ihr ausgelöst hatte, was sie so selbst noch nicht von sich kannte. 2 Tage später haben wir dann telefoniert und uns ausgesprochen. Sie meinte, sie müsse erstmal gucken ob ich das auch so hinbekomme mit dem Raum und Zeit für Sie geben können ohne dies auf mich zu beziehen. Was sei denn erst, wenn Sie nur mal Zeit für sich oder Freunde braucht, stellte sie fragend in den Raum? Ich entgegnete ihr, dass ich es verstanden habe und das völlig okay für mich sei.

Trotz Klärung sahen wir uns in den Folgezeit eher weniger. Sie schrieb distanzierter, kaum noch liebevolle Worte von ihr, wenn wir uns gesehen haben war sie emotional ganz schön auf Abstand. Das tat mir ziemlich weh. 2-3 x habe ich sie darauf angesprochen, sie meinte sie könne mir gerade nicht das geben was ich brauche aber sie ist sich sicher das das wieder käme. Diese Phase war schwer für mich. Ich fühlte mich so zurückgewiesen, obwohl ich nicht mehr getan habe, als meinen Wunsch zu äußern sie mehr sehen zu wollen.
Ich sagte ihr auch, dass es aus meiner bisherigen Erfahrung immer so war, dass ein Rückzug gleichbedeutend mit einer baldigen Trennung war. Es fiel mir schwer mir vorzustellen, dass es bei ihr anders sein sollte und Ihren Worten Glauben zu schenken. Tatsächlich jedoch war sie vor ca. 1 Woche wieder viel offener, noch nicht ganz die Alte aber viel zugewandter und liebevoller; wie in der Anfangszeit. Auch das Wochenende, welches Sie bei mir mit mir und meinem Sohn verbrachte war toll und hat uns allen 3en gut gefallen. Sie ist mit einem sehr guten Gefühl wieder gefahren.

Ja, und dann ist leider in der Wiederannäherungsphase etwas passiert, was UNS um Einiges zurückgeworfen hat. Ich war noch auf der selben Singlebörse angemeldet, auf der wir uns kennengelernt hatten und habe in der schwierigen Phase dort 2-3 x reingeschaut und mir ein bisschen die Zeit vertrieben um nicht ständig mit den blöden Gedanken konfrontiert zu sein, was das gerade zwischen uns ist. Sie hatte sich ein anderes Profil zugelegt und hat mich in dem Moment online gesehen. Sie sagte, sie ist ihrem Bauchgefühl nach dem superschönen Wochenende nachgegangen, obwohl sie null Kontrollmensch sei. Zack, hat sie mich gesehen und ihr Kopfkino sprang an. Laut Ihrer Aussage konnte Sie die ganze Nacht nicht schlafen und musste unbedingt am nächsten Tag mit mir reden.  So rief sie mich an und wollte mir erst nicht sagen worum es ging. Da wir 3 Tage später einen Kurztrip zu Ihrer Mutter an die See geplant hatten sagte sie mir nur, dass es von meiner Antwort abhängig sei ob ich mitfahren könne.

Mein Verhalten hat ihr Grundvertrauen zutiefst erschüttert und sie muss einen Umgang damit finden. Sie hat sich meine Worte angehört und meine Entschuldigung angenommen und erwartet, dass es nie wieder vorkommt. Das kann ich nachvollziehen. Nur, sie wollte dann auch nicht mehr, dass ich mit nach Kiel komme. Sie brauche die Zeit für sich um mit sich zu klären wie sie einen Umgang damit findet, damit es mit uns dann nach Ihrer Rückkehr weitergehen kann. Wenn ich mitkäme hätte sie Angst, dass es evtl. dort vor Ihrer Mutter oder Ihrer Tochter zum Streit kommt und wir uns nicht aus dem Weg gehen können. Meine Worte, dass ich nicht vorhabe mich zu streiten fanden kein Gehör. Sie hätte sich mein Verhalten nicht ausgesucht und könne nichts dafür das es jetzt so wäre. Sie möchte alleine fahren.

Auf der einen Seite bereue ich die Sache mit der Singlebörse zutiefst auf der anderen Seite hoffe ich, dass sich hier keine Tendenz in Richtung Rückzug bei Konflikt herauskristallisiert. Ich bin eher ein Mensch der Probleme zusammen bespricht, klärt und danach ZUSAMMEN weitermacht. Mir kommt ihre Lösungsstrategie eher nach: "sie macht vieles mit sich aus" vor. Sie war zuvor 4 Jahre Single und muss als AE Mutter sicher stark sein und funktionieren. Erstaunlich ist, welche 2 Gesichter sie hat. Wenn Sie Raum und Zeit einfordert und ihr dieser gegeben wird, kommt sie schnell wieder auf mich zu. Wird ihr dieser jedoch nicht so wie vorgestellt gewährt, ist sie relativ abweisend, kommt mit Totschlagsargumenten um die Ecke und will sich meine Darlegungen, wie es mir damit geht in dieser Phase nicht wirklich anhören. Sie könne halt gerade nicht anders, so in etwa lautet die Antwort darauf.
 
Sollten in einer Beziehung aber nicht Beide Partner Ihre Bedürfnisse und Wünsche mit einbringen können? Gerade solche Worte wie "Ich muss das Gefühl haben, dass ich so genommen werde wie ich bin" sind zwar gesund, machen aber auch wenig Hoffnung auf Veränderung hinsichtlich ihrer Rückzugstendenzen.

Was meint Ihr wird das noch besser oder ist hier schon ein Muster ihrerseits zu erkennen? Welche Möglichkeiten habe ich, um ein Gleichgewicht herzustellen? Kann man so auf Knopfdruck auf
Abstand gehen und weiß das danach wieder alles möglich ist?
 
 

Warum ist es so eine Tragödie, dass du dein Profil auf der Singleseite noch hattest, aber kein Grund zur Aufregung, wenn deine Bekannte sich ein neues Profil zulegt? Wo ist denn da der Unterschied? Warum dreht deine Bekannte dir einen Strick aus etwas, was sie selbst tut?

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31. Januar um 18:15
In Antwort auf versteher78

Vor gut 4 Monaten habe ich im Internet eine AE Lehrerin mit einem 4-jährigen Kind kennengelernt. Wir sind auch zusammen. Die ersten 3 Monate lief alles wie von selbst. Sie war es, die immer wissen wollte wann wir uns wieder sehen, die sich viel von sich aus gemeldet und die alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, damit wir uns sehen können. Es war einfach harmonisch.
 
Nachdem wir uns nach Weihnachten bis in die erste Januarwoche hinein jedoch 1,5 Wochen am Stück nahezu "Rund um die Uhr" gesehen hatten, ließ sich mich am Ende dieser Zeit wissen, dass sie in der ganzen Zeit unseres Kennenlernens die Arbeit und somit die Vorbereitung auf die Schule schleifen lies, so dass sie ab und an unvorbereitet vor der Klasse stand und improvisieren musste. Das hätte ihr kein gutes Gefühl gemacht. Zudem sei sie müde, da wir, wenn wir zusammen sind, kaum zum Schlafen kommen. Diese Dinge erwähnte sie zum Ende dieses vielen Sehens mehrfach. Am Montagmorgen sagte ich ihr, nachdem Sie in der Nacht zuvor das Bett verlassen und auf dem Sofa genächtigt hat, dass es mir kein gutes Gefühl macht wenn wir zum ersten Mal eine längere Zeit am Stück zusammen genießen, Sie aber am Ende total übermüdet ist und mit Ihrer Arbeit, sowie der Korrektur von Klausuren hinterherhängt. Sie nahm dies zum Anlass um mir mitzuteilen, dass Sie sich zeitlich neu organisieren muss und nun erstmal einiges an Zeit braucht um die Dinge die arbeitstechnisch liegengeblieben sind aufzuarbeiten. In Zukunft dürfe es das nicht mehr geben, da könne es dann sein das sie auch mal keine Zeit für mich hat, damit sie schultechnisch nicht mehr hinterherhängt. Gerade in dem Moment sagte ich ihr, dass es für mich sich eher so anfühlt, dass ich Sie gerne mehr sehen möchte anstatt weniger. Schließlich wollten wir Beide langfristig schauen ob wir Potential für eine gemeinsame Zukunft haben. Das ich damit mein Bedürfnis über Ihres gestellt und wenig Verständnis gezeigt habe, wurde in Ihr das Gefühl von Bedrängung ausgelöst und sie hat sich erst einmal zurückgezogen. Ich konnte das kaum glauben, ließ sie aber noch am selben Abend wissen, dass es natürlich egoistisch von mir war mein "Mehr-Sehen-Bedürfnis" über Ihr "Ich-muss-nun-mal-arbeiten-Bedürfnis" zu stellen. Aber diese Nachricht bekam Sie zunächst in den falschen Hals. Sie meinte, dass müsse man nicht betonen, dass sollte selbstverständlich sein, dass man dem Partner Freiraum für seinen Job lässt. Sie fühlte sich bedrängt und teilte mir mit, dass dieses Gefühl von Beklemmung Herzschmerzen in ihr ausgelöst hatte, was sie so selbst noch nicht von sich kannte. 2 Tage später haben wir dann telefoniert und uns ausgesprochen. Sie meinte, sie müsse erstmal gucken ob ich das auch so hinbekomme mit dem Raum und Zeit für Sie geben können ohne dies auf mich zu beziehen. Was sei denn erst, wenn Sie nur mal Zeit für sich oder Freunde braucht, stellte sie fragend in den Raum? Ich entgegnete ihr, dass ich es verstanden habe und das völlig okay für mich sei.

Trotz Klärung sahen wir uns in den Folgezeit eher weniger. Sie schrieb distanzierter, kaum noch liebevolle Worte von ihr, wenn wir uns gesehen haben war sie emotional ganz schön auf Abstand. Das tat mir ziemlich weh. 2-3 x habe ich sie darauf angesprochen, sie meinte sie könne mir gerade nicht das geben was ich brauche aber sie ist sich sicher das das wieder käme. Diese Phase war schwer für mich. Ich fühlte mich so zurückgewiesen, obwohl ich nicht mehr getan habe, als meinen Wunsch zu äußern sie mehr sehen zu wollen.
Ich sagte ihr auch, dass es aus meiner bisherigen Erfahrung immer so war, dass ein Rückzug gleichbedeutend mit einer baldigen Trennung war. Es fiel mir schwer mir vorzustellen, dass es bei ihr anders sein sollte und Ihren Worten Glauben zu schenken. Tatsächlich jedoch war sie vor ca. 1 Woche wieder viel offener, noch nicht ganz die Alte aber viel zugewandter und liebevoller; wie in der Anfangszeit. Auch das Wochenende, welches Sie bei mir mit mir und meinem Sohn verbrachte war toll und hat uns allen 3en gut gefallen. Sie ist mit einem sehr guten Gefühl wieder gefahren.

Ja, und dann ist leider in der Wiederannäherungsphase etwas passiert, was UNS um Einiges zurückgeworfen hat. Ich war noch auf der selben Singlebörse angemeldet, auf der wir uns kennengelernt hatten und habe in der schwierigen Phase dort 2-3 x reingeschaut und mir ein bisschen die Zeit vertrieben um nicht ständig mit den blöden Gedanken konfrontiert zu sein, was das gerade zwischen uns ist. Sie hatte sich ein anderes Profil zugelegt und hat mich in dem Moment online gesehen. Sie sagte, sie ist ihrem Bauchgefühl nach dem superschönen Wochenende nachgegangen, obwohl sie null Kontrollmensch sei. Zack, hat sie mich gesehen und ihr Kopfkino sprang an. Laut Ihrer Aussage konnte Sie die ganze Nacht nicht schlafen und musste unbedingt am nächsten Tag mit mir reden.  So rief sie mich an und wollte mir erst nicht sagen worum es ging. Da wir 3 Tage später einen Kurztrip zu Ihrer Mutter an die See geplant hatten sagte sie mir nur, dass es von meiner Antwort abhängig sei ob ich mitfahren könne.

Mein Verhalten hat ihr Grundvertrauen zutiefst erschüttert und sie muss einen Umgang damit finden. Sie hat sich meine Worte angehört und meine Entschuldigung angenommen und erwartet, dass es nie wieder vorkommt. Das kann ich nachvollziehen. Nur, sie wollte dann auch nicht mehr, dass ich mit nach Kiel komme. Sie brauche die Zeit für sich um mit sich zu klären wie sie einen Umgang damit findet, damit es mit uns dann nach Ihrer Rückkehr weitergehen kann. Wenn ich mitkäme hätte sie Angst, dass es evtl. dort vor Ihrer Mutter oder Ihrer Tochter zum Streit kommt und wir uns nicht aus dem Weg gehen können. Meine Worte, dass ich nicht vorhabe mich zu streiten fanden kein Gehör. Sie hätte sich mein Verhalten nicht ausgesucht und könne nichts dafür das es jetzt so wäre. Sie möchte alleine fahren.

Auf der einen Seite bereue ich die Sache mit der Singlebörse zutiefst auf der anderen Seite hoffe ich, dass sich hier keine Tendenz in Richtung Rückzug bei Konflikt herauskristallisiert. Ich bin eher ein Mensch der Probleme zusammen bespricht, klärt und danach ZUSAMMEN weitermacht. Mir kommt ihre Lösungsstrategie eher nach: "sie macht vieles mit sich aus" vor. Sie war zuvor 4 Jahre Single und muss als AE Mutter sicher stark sein und funktionieren. Erstaunlich ist, welche 2 Gesichter sie hat. Wenn Sie Raum und Zeit einfordert und ihr dieser gegeben wird, kommt sie schnell wieder auf mich zu. Wird ihr dieser jedoch nicht so wie vorgestellt gewährt, ist sie relativ abweisend, kommt mit Totschlagsargumenten um die Ecke und will sich meine Darlegungen, wie es mir damit geht in dieser Phase nicht wirklich anhören. Sie könne halt gerade nicht anders, so in etwa lautet die Antwort darauf.
 
Sollten in einer Beziehung aber nicht Beide Partner Ihre Bedürfnisse und Wünsche mit einbringen können? Gerade solche Worte wie "Ich muss das Gefühl haben, dass ich so genommen werde wie ich bin" sind zwar gesund, machen aber auch wenig Hoffnung auf Veränderung hinsichtlich ihrer Rückzugstendenzen.

Was meint Ihr wird das noch besser oder ist hier schon ein Muster ihrerseits zu erkennen? Welche Möglichkeiten habe ich, um ein Gleichgewicht herzustellen? Kann man so auf Knopfdruck auf
Abstand gehen und weiß das danach wieder alles möglich ist?
 
 

Und das ganze in 4 Monaten! Äh ja...!  ...das ist ja schon fast ne Seifenoper...

Entweder ist sie ein eher krankhaft eifersüchtiger Mensch oder du hast ihr durch dein Verhalten unbewusst nen Anlass gegeben (Manchmal sind die Antennen einer Frau seeehr fein! ) sich beim der Datingseite anzumelden, um dich zu "überprüfen"..

Was hält dich nach 4 Monaten so an ihr fest? Ist dir das nicht jetzt schon zu anstrengend? 

Es kann aber auch sein,  dass sie die Arbeit wirklich hat schleifen lassen und nun eifrig alles nachholt.. In solchen Stresssituationen bin ich auch eher zurückhaltend mit "lieben" Worten, weil ich nur schnell, schnell  mal zurückschreib.. und ich somit auch nicht wirklich Zeit hab mich "liebestrunken einzudenken" um was Liebevollen, das von Herzen kommt zu schreiben.. alles andere ist eh nur blabla..

Ps.: Ich hab beim ausspionieren der Datingseite aufgehört zu lesen... es war mir für heute zuviel Text.. 

 

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31. Januar um 20:22
In Antwort auf bissfest

Warum ist es so eine Tragödie, dass du dein Profil auf der Singleseite noch hattest, aber kein Grund zur Aufregung, wenn deine Bekannte sich ein neues Profil zulegt? Wo ist denn da der Unterschied? Warum dreht deine Bekannte dir einen Strick aus etwas, was sie selbst tut?

Sie hat es sich angeblich nur zugelegt um zu schauen ob ich da noch bin. Sie hat mich in dem Moment gesehen. Ich konnte sie ja nicht sehen, weil ich ihren Nick nicht wusste. Aber im Prinzip hast Du recht...

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31. Januar um 20:23

Ja, das war alles Andere als klug...weiß ich mittlerweile leider selber...

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31. Januar um 20:24

Nein, das hast Du falsch verstanden...mir war es zunächst relativ egal, weil ich eh wusste das sie mich sehen will. Sie hat sich nach mir gerichtet...So war es und nun ist es eher so, dass ich mich nach ihr richten müsste...

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31. Januar um 20:26
In Antwort auf lacaracol

Und das ganze in 4 Monaten! Äh ja...!  ...das ist ja schon fast ne Seifenoper...

Entweder ist sie ein eher krankhaft eifersüchtiger Mensch oder du hast ihr durch dein Verhalten unbewusst nen Anlass gegeben (Manchmal sind die Antennen einer Frau seeehr fein! ) sich beim der Datingseite anzumelden, um dich zu "überprüfen"..

Was hält dich nach 4 Monaten so an ihr fest? Ist dir das nicht jetzt schon zu anstrengend? 

Es kann aber auch sein,  dass sie die Arbeit wirklich hat schleifen lassen und nun eifrig alles nachholt.. In solchen Stresssituationen bin ich auch eher zurückhaltend mit "lieben" Worten, weil ich nur schnell, schnell  mal zurückschreib.. und ich somit auch nicht wirklich Zeit hab mich "liebestrunken einzudenken" um was Liebevollen, das von Herzen kommt zu schreiben.. alles andere ist eh nur blabla..

Ps.: Ich hab beim ausspionieren der Datingseite aufgehört zu lesen... es war mir für heute zuviel Text.. 

 

Ja, wobei es erst total easy lief...

Sie sagt sie hat eigentlich immer volles Vertrauen, was nun zerstört sei...Ich denke nicht, dass ich ihr einen Anlass gegeben habe...würde mich schwer wundern...

Was mich bei Ihr hält ist die Anfangszeit die gut lief und weil ich einfach Gefühle für sie habe auch wenn es anstrengend ist...gerade..ja...aber ich hoffe ja auf Besserung.
Tatsächlich ist es auch so, dass ich Ihr Ihre Worte bzgl Zeit für die Arbeit glaube...

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31. Januar um 20:41

Ich möchte dabei festhalten, dass viele Termine von ihr ausgingen. Sie wollte diese Häufigkeit....Von ständig aufeinander hocken kann keine rede sein. Ausschließlich nach Weihnachten bis zur ersten Januarwoche war es mal deutlich mehr. 

Bis dahin war auch alles gut. Die Probleme begannen mit ihrem Wunsch nach Raum...

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31. Januar um 21:25
In Antwort auf versteher78

Ich möchte dabei festhalten, dass viele Termine von ihr ausgingen. Sie wollte diese Häufigkeit....Von ständig aufeinander hocken kann keine rede sein. Ausschließlich nach Weihnachten bis zur ersten Januarwoche war es mal deutlich mehr. 

Bis dahin war auch alles gut. Die Probleme begannen mit ihrem Wunsch nach Raum...

Du fragst, ob sich hier ein Muster ihrerseits erkennen lasse. Ich finde, es lässt sich ein Muster deinerseits erkennen. Und dieses ist nicht unbedingt schmeichelhaft.
Die gute Frau dürfte zu Beginn ausgebrannt gewesen sein, hat dich gebraucht, es in vollen Zügen genossen. Aber es gibt einen Alltag jenseits vom Liebestaumel. Und von dem dürfte sie unsanft eingeholt worden sein. Und genau dann um noch mehr Zeit und Zusammensein zu betteln ist äusserst unsensibel.
Es ist schon richtig, dass man sich in einer Zeit des Kennenlernens rege auszutauschen und zu treffen versucht. Aber berücksichtige, dass du selber von vier Monaten sprichst und die Frau nicht nur einen Job sondern auch ein vierjähriges Kind hat. Und zu diesem schaut sie offenbar seit der Geburt alleine. Das prägt. Gut möglich übrigens, dass die Frau in dieser Zeit ein wenig zur Steppenwölfin wurde, oder es zuvor schon war.

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31. Januar um 23:20

Nee Nee, natürlich konnte ich auch an ihr vorgeschlagenen Terminen nicht, aber ihr war es egal dann hat sie eben an einem anderen Tag Freiraum geschaffen.

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31. Januar um 23:22
In Antwort auf steinundwasser

Du fragst, ob sich hier ein Muster ihrerseits erkennen lasse. Ich finde, es lässt sich ein Muster deinerseits erkennen. Und dieses ist nicht unbedingt schmeichelhaft.
Die gute Frau dürfte zu Beginn ausgebrannt gewesen sein, hat dich gebraucht, es in vollen Zügen genossen. Aber es gibt einen Alltag jenseits vom Liebestaumel. Und von dem dürfte sie unsanft eingeholt worden sein. Und genau dann um noch mehr Zeit und Zusammensein zu betteln ist äusserst unsensibel.
Es ist schon richtig, dass man sich in einer Zeit des Kennenlernens rege auszutauschen und zu treffen versucht. Aber berücksichtige, dass du selber von vier Monaten sprichst und die Frau nicht nur einen Job sondern auch ein vierjähriges Kind hat. Und zu diesem schaut sie offenbar seit der Geburt alleine. Das prägt. Gut möglich übrigens, dass die Frau in dieser Zeit ein wenig zur Steppenwölfin wurde, oder es zuvor schon war.

Was genau meinst Du bitte mit einer Steppenwölfin? Ansonsten gebe ich Dir mit Deinen Ausführungen vollends recht...

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1. Februar um 0:37

Auf sich selber gestellt, schärft das die Instinkte. Und es ist dann nicht verwunderlich, wenn man als Einzelkämpferin Mühe bekundet, sich vollends hinzugeben, Vertrauen zu fassen. So sehr man sich nach Gemeinschaft sehnt, so schwierig ist es zu teilen und abzugeben, aber auch anzunehmen. Im Grunde ist ein Steppenwolf ein Umherziehender. Gegeben ist ihm eine gewisse Rastlosigkeit, das Unnahbare, die Distanziertheit. Das macht ihn attraktiv aber auch schwierig. Mal ist er da, häufiger ist er weg. 

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1. Februar um 10:01
In Antwort auf steinundwasser

Auf sich selber gestellt, schärft das die Instinkte. Und es ist dann nicht verwunderlich, wenn man als Einzelkämpferin Mühe bekundet, sich vollends hinzugeben, Vertrauen zu fassen. So sehr man sich nach Gemeinschaft sehnt, so schwierig ist es zu teilen und abzugeben, aber auch anzunehmen. Im Grunde ist ein Steppenwolf ein Umherziehender. Gegeben ist ihm eine gewisse Rastlosigkeit, das Unnahbare, die Distanziertheit. Das macht ihn attraktiv aber auch schwierig. Mal ist er da, häufiger ist er weg. 

Danke für Deine Ausführungen. In diese Richtung könnte es gehen.

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