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Was er von mir erwartet...

8. September 2011 um 0:28

Seit fast 6 Jahren sind wir zusammen. Seit drei Monaten sind wir verheiratet. Und es ist auffällig: Seither beachtet er mich immer weniger, behandelt mich ganz anders...

Zu Beginn wohnten wir getrennt. Ich bin kein Ordnungsfanatiker, habe meine Wohnung aber regelmäßig geputzt und sauber gehalten, fühlte mich wohl.
Bei ihm: Chaos. Er wollte sich bessern, aber die Selbstdisziplin war nicht gegeben.

Nach zwei Jahren zog ich zu ihm. Er versprach mir eine tolle renovierte Wohnung, die wir ganz nach unseren Wünschen gestalten sollten. Seit fast vier Jahren wird immer noch an den ersten beiden Zimmern gebaut.

Seine Eltern wohnen im UG. Seine Mutter ist ein Monster! Mit ihr hatte ich schon etliche Auseinandersetzungen. Sie lebt im 17. Jahrhundert, ist der Meinung, die Frau müsse im Haus alles alleine machen, der Mann müsse nicht auch mal einen Putzlappen in die Hand nehmen.

Er und ich teilten uns die Hausarbeit. Jedoch hielt er sich immer weniger daran. Ich bin nun immer schuld wenn ich der Hausarbeit mit meiner Vollzeitstelle, meinem Ehrenamt und meinem Hobby nicht mehr hinterher komme.

Das Essen steht auf dem Tisch wenn er von der Arbeit kommt - es wird oftmals stehen gelassen wenn ihm wieder irgendwas nicht passt.

Ein Aussprechen gibt es nicht, er kann keine Diskussion führen, läuft davon. Stelle ich ihn zur Rede geht es nach dem Motto: "Du hast Recht, ich meine Ruhe!"

Vor einem halben Jahr investierte er eine riesige Summe Geld - ohne mich darüber zu informieren. Es ist zwar sein Geld, aber in einer vertrauensvollen Partnerschaft gehört es dazu, über so etwas zu reden. Komischerweise wussten die Nachbarn darüber Bescheid...

Ich selbst schalte inzwischen auf bockig. Wenn er motzt dass etwas nicht sauber genug ist, dann mache ich nichts mehr. Es geht mir auf den Geist! Ich soll für seine Unordentlichkeit der Sündenbock sein. Das geht doch nicht!

Er ist die Liebe meines Lebens. Und ich habe ihn deshalb geheiratet. Ich dachte, ich weiß auf was ich mich einlasse. Aber er hat sich so verändert... Ich hätte es ihm nicht zugetraut.

Mag sein dass es vom Stress der Arbeit kommt. Aber ich habe ihm schon zig Mal gesagt, dass ich nicht das Ventil dafür sein darf. Ich selbst habe drei schreckliche Arbeitsjahre mit täglichem Mobbing hinter mir, beginne gerade einen anderen Job. Ich bin völlig gelöst, entspannt, guter Dinge - wenn ich ihn motzen höre vergeht es mir.

Er mag nicht mit sich reden lassen. Es kann sein, am Morgen ist wieder alles gut. Für mich aber nicht.
Mit meiner Ma kann ich das auch nicht besprechen. Ich muss hier meinen Kummer kurz loswerden.

Am Sonntag wollen wir ein paar Tage in den Urlaub - der erste in der ganzen Zeit. Ich habe keine Lust mehr darauf. Aber leider ist fest gebucht. Es zermürbt mich. Ich wollte nie wieder einen Partner haben, der mich den öfteren zum Weinen bringt...

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8. September 2011 um 6:40

Ich selbst
schalte inzwischen auf bockig,wenn er motzt dann mach ich nichts mehr......


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