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Warum wurde sie plötzlich so kalt zu mir?

13. Dezember 2020 um 22:05 Letzte Antwort: 14. Dezember 2020 um 17:07

Hallo liebe Community.Meine Freundin hat gestern unsere Beziehung (vorläufig?) beendet und ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll, daher wollte ich mir mal den bisherigen Vorlauf hier von der Seele schreiben. Ich hoffe, es nimmt sich jemand die Zeit und liest sich meinen Text durch, da wäre ich sehr dankbar:Wir haben uns vor ca einem Jahr kennengelernt und haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden, waren dann jedoch erstmal nur befreundet. Irgendwann wollte sie dann mehr, doch ich war mit meinen Gefühlen zu der Zeit nicht ganz im Reinen und habe ihr zu verstehen gegeben, dass ich ihre Gefühle leider nicht erwidern kann. Danach ist ein halbes Jahr vergangen, in dem wir zwar befreundet waren, doch irgendwie nie so “richtig”, dh wir haben einfach nicht das richtige Freundschafts-Mittelmaß gefunden; es war ein ständiges Schwanken zwischen zu viel und zu wenig, was uns beide nicht glücklich gemacht hat; man konnte weder mit, noch ohne den anderen (falls das halbwegs verständlich ist). Letztlich sind wir dann doch vor ca 3 Monaten zusammengekommen, weil sich in mir dann doch Gefühle entwickelt hatten und ich mich einfach richtig mit ihr gefühlt habe. Sie und ich waren zuerst überwältigt vor Glück, sie hatte zu Beginn nur immer wieder die Angst geäußert, dass ich sie nochmal abweisen könnte. Dazu ist es nicht gekommen und wir hatten eine traumhafte Zeit und tolle gemeinsame Erlebnisse zusammen, in denen wir super harmoniert haben. Doch dann ist es irgendwie zu immer kleiner Zankerei gekommen: Ein Hauptproblem bestand darin, dass ich gefühlt kaum Zuneigung von ihr gespürt habe in der Öffentlichkeit, das Ganze wurde eine starkes Schwanken ihrerseits. Einerseits hatte sie mir sogar noch ein Geschenk gemacht, doch im Privaten war sie oft kühl und abweisend, hat mich kaum beachtet, wenn ich in ihren Raum reinkam, und immer wieder betont, wie selbstständig sie sei und wie sie ihr eigenes Leben lebt. Das ist natürlich absolut kein Problem und völlig natürlich, doch sie hat mir zunehmend das Gefühl gegeben, dass ich quasi gar keinen Platz in ihrem Leben habe - ich habe mich nur noch wie ein einsamer Hund gefühlt, der nach ihrer Zuneigung gesucht hat. Dabei habe ich unglaublich viel Freiraum gelassen und sie nicht gedrängt oder sonstiges. Immer wieder kam dieses Thema der fehlenden Zuneigung ihrerseits zwischendurch auf und sie hat Verständnis gezeigt für meine “Forderungen”; sie meinte sogar, dass meine Erwartungen völlig berechtigt seien, dass sie aber nun mal einfach so sei und dass sie häufig gar nicht bemerke, dass sie sich so kalt verhält. Daraufhin habe ich immer entgegnet, dass ich mich natürlich an sie und ihr Verhalten anpassen kann, doch nur zu einem gewissen Maße - sie muss mir auch ein Stück weit entgegenkommen. Oft habe ich bei diesen Gesprächen geweint, weil ich ihre Kälte einfach verstanden habe. Doch anstatt dass sich etwas verbessert hätte weil man drüber geredet hat, wurde sie mir gegenüber nur immer schroffer und hat zB zu allen meinen Meinungen oder Gesprächsthemen aus Prinzip konträre Meinungen gehabt. Plötzlich mochte sie meine Lieblingssongs nicht mehr, wollte mein selbst gemachtes Frühstück nicht mehr essen und hat fast alle meine Verhaltensweisen oder Einstellungen kritisiert. Anfangs habe ich - nach Harmonie suchend - noch meistens nachgegeben, um keinen Streit zu erzeugen, doch irgendwann habe auch ich dann auf stur geschaltet und aufgehört ihr hinterherzulaufen und auch “Widerworte” gegeben, was dann zu richtigen Streits geführt hat. Nachdem ich ihr dann gesagt habe, dass ich die Situation zwischen uns nur noch als angespannt empfinde und dass ich mich so nicht behandeln lassen möchte; hat sie dann gemeint, dass sie momentan keinen Sinn mehr darin sieht und dass sie die Beziehung zunehmend belastet. Zu Beginn des Gesprächs war sie noch recht sauer, doch irgendwann wurde das ganze emotionaler und wir lagen uns den Tränen nahe in den Armen und wussten eigentlich beide nicht, was überhaupt passiert war.Wir hatten uns eigentlich so gut verstanden und es war unser größter Wunsch gewesen, endlich zusammen sein zu können. Jeder um uns herum meinte wie gut wir doch zusammen passen würden, aber trotzdem hat sich ihre Einstellung zu mir plötzlich völlig geändert: All ihre Bewunderung und Wertschätzung für mich schien über Bord geworfen worden zu sein und sie war auf einem richtigen “Anti-Trip” gegen mich. Trotzdem hat sie mir immer mal wieder kleine süße Nachrichten geschickt übers Handy, doch im Privaten war sie dann wieder so kalt...Das Schlimme daran ist, dass eigentlich gar nichts konkretes vorgefallen ist, weswegen sie solch einen Charakterwandel hätte durchleben können, doch sie meinte, dass sie das Gefühl hat, dass wir das ganze nur noch auf Kramp am laufen halten. Sie meinte auch, dass sicherlich die aktuelle Corona-Situation eine Rolle dabei spielt, da man einfach viel weniger Normalität und Ausgleich hat - obwohl uns unsere Zweisamkeit während diesen Zeiten eigentlich immer so gut getan hatte. Auf meine Frage, ob es jetzt endgültig ist und ob es nicht auch wieder anders werden könnte, meinte sie nur dass sie nicht weiß. Sie meinte, ich solle mir keine Vorwürfe machen; ich sei ein toller mensch und sie möchte mich nicht aus ihrem Leben verlieren.Ich verstehe einfach nicht, wie es dazu kommen konnte und frage mich die ganze Zeit, ob ich irgendwas anders hätte machen sollen... Was es noch schlimmer macht, ist der Fakt, dass wir uns ja eigentlich echt gerne mögen und uns heulend in den Armen hatten, und trotzdem wollte sie es beenden. Besonders werfe ich mir vor, dass ich sie vielleicht nicht mit ihrem Verhalten hätte konfrontieren dürfen, dann wären wir vielleicht jetzt noch zusammen und es hätte sich wieder eingependelt...Wie soll ich damit umgehen? Soll ich darauf hoffen, dass es nochmal was werden könnte? Wie kann ich mir ihr verhalten erklären? Es sind so viele ungeklärte Fragen in meinem Kopf

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13. Dezember 2020 um 22:22

Hey, 

das tut mir so leid für dich! 

Aber nein: Du hättest nichts anders machen sollen und du solltest und darfst dir echt keine Vorwürfe machen. Und es war richtig, dass du sie konfrontiert hast und deine Bedürfnisse ganz klar ausgesprochen hast. 

Schau mal, sie wusste nicht zu schätzen, was sie an dir hat. Hat sich nicht besonders respektvoll verhalten. Corona und der entsprechende Stress hin oder her, das tut hier nichts zur Sache und taugt auch nicht als Ausrede. 

Auch wenn es jetzt, grad am Anfang schwer ist: Hak das Mädel ab. Hoff nicht mehr, dass es noch etwas wird und versuch auch nicht, das Verhalten, das einfach nur schade und schlimm ist, zu ergründen. Manchmal - auch wenn zwei Menschen sich eigentlich gern haben - kanns einfach sein dass es nicht passt oder nicht klappt oder eben wenn sie zusammen sind sich dann so ins negative entwickelt. 

Ganz ehrlich meine Meinung: Du hast was besseres verdient. Ein Mädchen, das dich so mag und liebt und respektiert und behandelt wie du sie. Lenk dich so gut wie möglich ab. Versuch, über sie hinweg zu kommen.

Ich wünsch dir alles Gute! 

 

 

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13. Dezember 2020 um 23:49
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Hallo liebe Community.Meine Freundin hat gestern unsere Beziehung (vorläufig?) beendet und ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll, daher wollte ich mir mal den bisherigen Vorlauf hier von der Seele schreiben. Ich hoffe, es nimmt sich jemand die Zeit und liest sich meinen Text durch, da wäre ich sehr dankbar:Wir haben uns vor ca einem Jahr kennengelernt und haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden, waren dann jedoch erstmal nur befreundet. Irgendwann wollte sie dann mehr, doch ich war mit meinen Gefühlen zu der Zeit nicht ganz im Reinen und habe ihr zu verstehen gegeben, dass ich ihre Gefühle leider nicht erwidern kann. Danach ist ein halbes Jahr vergangen, in dem wir zwar befreundet waren, doch irgendwie nie so “richtig”, dh wir haben einfach nicht das richtige Freundschafts-Mittelmaß gefunden; es war ein ständiges Schwanken zwischen zu viel und zu wenig, was uns beide nicht glücklich gemacht hat; man konnte weder mit, noch ohne den anderen (falls das halbwegs verständlich ist). Letztlich sind wir dann doch vor ca 3 Monaten zusammengekommen, weil sich in mir dann doch Gefühle entwickelt hatten und ich mich einfach richtig mit ihr gefühlt habe. Sie und ich waren zuerst überwältigt vor Glück, sie hatte zu Beginn nur immer wieder die Angst geäußert, dass ich sie nochmal abweisen könnte. Dazu ist es nicht gekommen und wir hatten eine traumhafte Zeit und tolle gemeinsame Erlebnisse zusammen, in denen wir super harmoniert haben. Doch dann ist es irgendwie zu immer kleiner Zankerei gekommen: Ein Hauptproblem bestand darin, dass ich gefühlt kaum Zuneigung von ihr gespürt habe in der Öffentlichkeit, das Ganze wurde eine starkes Schwanken ihrerseits. Einerseits hatte sie mir sogar noch ein Geschenk gemacht, doch im Privaten war sie oft kühl und abweisend, hat mich kaum beachtet, wenn ich in ihren Raum reinkam, und immer wieder betont, wie selbstständig sie sei und wie sie ihr eigenes Leben lebt. Das ist natürlich absolut kein Problem und völlig natürlich, doch sie hat mir zunehmend das Gefühl gegeben, dass ich quasi gar keinen Platz in ihrem Leben habe - ich habe mich nur noch wie ein einsamer Hund gefühlt, der nach ihrer Zuneigung gesucht hat. Dabei habe ich unglaublich viel Freiraum gelassen und sie nicht gedrängt oder sonstiges. Immer wieder kam dieses Thema der fehlenden Zuneigung ihrerseits zwischendurch auf und sie hat Verständnis gezeigt für meine “Forderungen”; sie meinte sogar, dass meine Erwartungen völlig berechtigt seien, dass sie aber nun mal einfach so sei und dass sie häufig gar nicht bemerke, dass sie sich so kalt verhält. Daraufhin habe ich immer entgegnet, dass ich mich natürlich an sie und ihr Verhalten anpassen kann, doch nur zu einem gewissen Maße - sie muss mir auch ein Stück weit entgegenkommen. Oft habe ich bei diesen Gesprächen geweint, weil ich ihre Kälte einfach verstanden habe. Doch anstatt dass sich etwas verbessert hätte weil man drüber geredet hat, wurde sie mir gegenüber nur immer schroffer und hat zB zu allen meinen Meinungen oder Gesprächsthemen aus Prinzip konträre Meinungen gehabt. Plötzlich mochte sie meine Lieblingssongs nicht mehr, wollte mein selbst gemachtes Frühstück nicht mehr essen und hat fast alle meine Verhaltensweisen oder Einstellungen kritisiert. Anfangs habe ich - nach Harmonie suchend - noch meistens nachgegeben, um keinen Streit zu erzeugen, doch irgendwann habe auch ich dann auf stur geschaltet und aufgehört ihr hinterherzulaufen und auch “Widerworte” gegeben, was dann zu richtigen Streits geführt hat. Nachdem ich ihr dann gesagt habe, dass ich die Situation zwischen uns nur noch als angespannt empfinde und dass ich mich so nicht behandeln lassen möchte; hat sie dann gemeint, dass sie momentan keinen Sinn mehr darin sieht und dass sie die Beziehung zunehmend belastet. Zu Beginn des Gesprächs war sie noch recht sauer, doch irgendwann wurde das ganze emotionaler und wir lagen uns den Tränen nahe in den Armen und wussten eigentlich beide nicht, was überhaupt passiert war.Wir hatten uns eigentlich so gut verstanden und es war unser größter Wunsch gewesen, endlich zusammen sein zu können. Jeder um uns herum meinte wie gut wir doch zusammen passen würden, aber trotzdem hat sich ihre Einstellung zu mir plötzlich völlig geändert: All ihre Bewunderung und Wertschätzung für mich schien über Bord geworfen worden zu sein und sie war auf einem richtigen “Anti-Trip” gegen mich. Trotzdem hat sie mir immer mal wieder kleine süße Nachrichten geschickt übers Handy, doch im Privaten war sie dann wieder so kalt...Das Schlimme daran ist, dass eigentlich gar nichts konkretes vorgefallen ist, weswegen sie solch einen Charakterwandel hätte durchleben können, doch sie meinte, dass sie das Gefühl hat, dass wir das ganze nur noch auf Kramp am laufen halten. Sie meinte auch, dass sicherlich die aktuelle Corona-Situation eine Rolle dabei spielt, da man einfach viel weniger Normalität und Ausgleich hat - obwohl uns unsere Zweisamkeit während diesen Zeiten eigentlich immer so gut getan hatte. Auf meine Frage, ob es jetzt endgültig ist und ob es nicht auch wieder anders werden könnte, meinte sie nur dass sie nicht weiß. Sie meinte, ich solle mir keine Vorwürfe machen; ich sei ein toller mensch und sie möchte mich nicht aus ihrem Leben verlieren.Ich verstehe einfach nicht, wie es dazu kommen konnte und frage mich die ganze Zeit, ob ich irgendwas anders hätte machen sollen... Was es noch schlimmer macht, ist der Fakt, dass wir uns ja eigentlich echt gerne mögen und uns heulend in den Armen hatten, und trotzdem wollte sie es beenden. Besonders werfe ich mir vor, dass ich sie vielleicht nicht mit ihrem Verhalten hätte konfrontieren dürfen, dann wären wir vielleicht jetzt noch zusammen und es hätte sich wieder eingependelt...Wie soll ich damit umgehen? Soll ich darauf hoffen, dass es nochmal was werden könnte? Wie kann ich mir ihr verhalten erklären? Es sind so viele ungeklärte Fragen in meinem Kopf

Ich mag falschliegen. Was mir aber spontan einfällt: Als sie dich hatte, warst du nicht mehr interessant, kann verschiedene Gründe haben. Ich schätze die junge Dame als emotional manipulativ, umempathisch und unreif ein, vermutlich auch selbstunsicher, sonst hat man diese Maskeraden und Täuschungen nicht nötig. Die zwei Gesichter, die Show in der Öffentlichkeit und die Kälte, wenn ihr allein wart, lassen meiner Meinung nach den Schluss zu, dass auch Berechnung mit im Spiel ist. Das Unvermögen, Liebe zu geben, verheißt nichts Gutes, emotionale Ansprüche des anderen werden als nichtig und irrelevant abgetan,denn mit der Empathie ist es ja nicht weit her. Was zählt, sind die eigenen Bedürfnisse. Du hättest nie gewinnen können. Du hast nichts falsch gemacht oder zerstört. Bei so einem Verhalten ist eine Beziehung nicht möglich. Alles richtig gemacht. Lass dich nicht umstimmen, falls sie sich melden sollte. Es gibt auch nichts zu bereuen. Die junge Frau kann dir nicht geben, wonach man in einer Beziehung sucht: Liebe.

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14. Dezember 2020 um 17:07
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Hallo liebe Community.Meine Freundin hat gestern unsere Beziehung (vorläufig?) beendet und ich weiß einfach nicht wie ich damit umgehen soll, daher wollte ich mir mal den bisherigen Vorlauf hier von der Seele schreiben. Ich hoffe, es nimmt sich jemand die Zeit und liest sich meinen Text durch, da wäre ich sehr dankbar:Wir haben uns vor ca einem Jahr kennengelernt und haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden, waren dann jedoch erstmal nur befreundet. Irgendwann wollte sie dann mehr, doch ich war mit meinen Gefühlen zu der Zeit nicht ganz im Reinen und habe ihr zu verstehen gegeben, dass ich ihre Gefühle leider nicht erwidern kann. Danach ist ein halbes Jahr vergangen, in dem wir zwar befreundet waren, doch irgendwie nie so “richtig”, dh wir haben einfach nicht das richtige Freundschafts-Mittelmaß gefunden; es war ein ständiges Schwanken zwischen zu viel und zu wenig, was uns beide nicht glücklich gemacht hat; man konnte weder mit, noch ohne den anderen (falls das halbwegs verständlich ist). Letztlich sind wir dann doch vor ca 3 Monaten zusammengekommen, weil sich in mir dann doch Gefühle entwickelt hatten und ich mich einfach richtig mit ihr gefühlt habe. Sie und ich waren zuerst überwältigt vor Glück, sie hatte zu Beginn nur immer wieder die Angst geäußert, dass ich sie nochmal abweisen könnte. Dazu ist es nicht gekommen und wir hatten eine traumhafte Zeit und tolle gemeinsame Erlebnisse zusammen, in denen wir super harmoniert haben. Doch dann ist es irgendwie zu immer kleiner Zankerei gekommen: Ein Hauptproblem bestand darin, dass ich gefühlt kaum Zuneigung von ihr gespürt habe in der Öffentlichkeit, das Ganze wurde eine starkes Schwanken ihrerseits. Einerseits hatte sie mir sogar noch ein Geschenk gemacht, doch im Privaten war sie oft kühl und abweisend, hat mich kaum beachtet, wenn ich in ihren Raum reinkam, und immer wieder betont, wie selbstständig sie sei und wie sie ihr eigenes Leben lebt. Das ist natürlich absolut kein Problem und völlig natürlich, doch sie hat mir zunehmend das Gefühl gegeben, dass ich quasi gar keinen Platz in ihrem Leben habe - ich habe mich nur noch wie ein einsamer Hund gefühlt, der nach ihrer Zuneigung gesucht hat. Dabei habe ich unglaublich viel Freiraum gelassen und sie nicht gedrängt oder sonstiges. Immer wieder kam dieses Thema der fehlenden Zuneigung ihrerseits zwischendurch auf und sie hat Verständnis gezeigt für meine “Forderungen”; sie meinte sogar, dass meine Erwartungen völlig berechtigt seien, dass sie aber nun mal einfach so sei und dass sie häufig gar nicht bemerke, dass sie sich so kalt verhält. Daraufhin habe ich immer entgegnet, dass ich mich natürlich an sie und ihr Verhalten anpassen kann, doch nur zu einem gewissen Maße - sie muss mir auch ein Stück weit entgegenkommen. Oft habe ich bei diesen Gesprächen geweint, weil ich ihre Kälte einfach verstanden habe. Doch anstatt dass sich etwas verbessert hätte weil man drüber geredet hat, wurde sie mir gegenüber nur immer schroffer und hat zB zu allen meinen Meinungen oder Gesprächsthemen aus Prinzip konträre Meinungen gehabt. Plötzlich mochte sie meine Lieblingssongs nicht mehr, wollte mein selbst gemachtes Frühstück nicht mehr essen und hat fast alle meine Verhaltensweisen oder Einstellungen kritisiert. Anfangs habe ich - nach Harmonie suchend - noch meistens nachgegeben, um keinen Streit zu erzeugen, doch irgendwann habe auch ich dann auf stur geschaltet und aufgehört ihr hinterherzulaufen und auch “Widerworte” gegeben, was dann zu richtigen Streits geführt hat. Nachdem ich ihr dann gesagt habe, dass ich die Situation zwischen uns nur noch als angespannt empfinde und dass ich mich so nicht behandeln lassen möchte; hat sie dann gemeint, dass sie momentan keinen Sinn mehr darin sieht und dass sie die Beziehung zunehmend belastet. Zu Beginn des Gesprächs war sie noch recht sauer, doch irgendwann wurde das ganze emotionaler und wir lagen uns den Tränen nahe in den Armen und wussten eigentlich beide nicht, was überhaupt passiert war.Wir hatten uns eigentlich so gut verstanden und es war unser größter Wunsch gewesen, endlich zusammen sein zu können. Jeder um uns herum meinte wie gut wir doch zusammen passen würden, aber trotzdem hat sich ihre Einstellung zu mir plötzlich völlig geändert: All ihre Bewunderung und Wertschätzung für mich schien über Bord geworfen worden zu sein und sie war auf einem richtigen “Anti-Trip” gegen mich. Trotzdem hat sie mir immer mal wieder kleine süße Nachrichten geschickt übers Handy, doch im Privaten war sie dann wieder so kalt...Das Schlimme daran ist, dass eigentlich gar nichts konkretes vorgefallen ist, weswegen sie solch einen Charakterwandel hätte durchleben können, doch sie meinte, dass sie das Gefühl hat, dass wir das ganze nur noch auf Kramp am laufen halten. Sie meinte auch, dass sicherlich die aktuelle Corona-Situation eine Rolle dabei spielt, da man einfach viel weniger Normalität und Ausgleich hat - obwohl uns unsere Zweisamkeit während diesen Zeiten eigentlich immer so gut getan hatte. Auf meine Frage, ob es jetzt endgültig ist und ob es nicht auch wieder anders werden könnte, meinte sie nur dass sie nicht weiß. Sie meinte, ich solle mir keine Vorwürfe machen; ich sei ein toller mensch und sie möchte mich nicht aus ihrem Leben verlieren.Ich verstehe einfach nicht, wie es dazu kommen konnte und frage mich die ganze Zeit, ob ich irgendwas anders hätte machen sollen... Was es noch schlimmer macht, ist der Fakt, dass wir uns ja eigentlich echt gerne mögen und uns heulend in den Armen hatten, und trotzdem wollte sie es beenden. Besonders werfe ich mir vor, dass ich sie vielleicht nicht mit ihrem Verhalten hätte konfrontieren dürfen, dann wären wir vielleicht jetzt noch zusammen und es hätte sich wieder eingependelt...Wie soll ich damit umgehen? Soll ich darauf hoffen, dass es nochmal was werden könnte? Wie kann ich mir ihr verhalten erklären? Es sind so viele ungeklärte Fragen in meinem Kopf

Sie hat es dir schon gesagt: sie ist einfach so. Sie braucht kaum Nähe und Zuwendung und kann dir das, was du suchst, einfach nicht geben. Euer Nähe-Distanz-Bedürfnis ist da einfach viel zu unterschiedlich.

Genauso, wie du deine Bedürfnisse nicht einfach abdrehen kannst, kann sie sich nicht bemühen, mehr Zuneigung und Nähe zu wollen. Das geht einfach nicht. 
Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sie dich nicht lieben würde. Ich sehe sehr wohl, dass sie dich liebt, aber eben keine Bedürfnisse nach Nähe hervorzaubern kann, wo keine sind. Sie empfindet das einfach nicht und das lässt sich auch nicht ändern.

Du musst jetzt für dich überlegen, ob du damit leben kannst oder eben nicht. Sie unter Druck zu setzen und zu fordern, dass sie sich dir stärker zuwendet, wird nichts bringen. Das führt nur zu Spannungen und Stress und letztlich zu Streitereien.

Ich denke nicht, dass eine solche Beziehung was für dich ist, denn nach dem, was du hier schreibst, hast du ziemlich stark darunter gelitten, dass sie so distanziert zu dir ist. Daher rate ich dir: lass es gut sein. Schaut, ob ihr eure Beziehung wieder auf eine platonische Ebene heben und Freunde bleiben könnt. Eine Paarbeziehung würde euch beide nur unglücklich machen. Such dir lieber eine Frau dafür, die ein ähnliches Bedürfnis nach Nähe hat wie du.

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