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Warum tut loslassen so weh...

2. November 2011 um 10:52

Ich habe lange um eine komplizierte Beziehung gekämpft. Wir hatten Probleme von Eifersucht über Misstrauen bis zu krankhafter Lügerei! Ich habe in meinen Augen alles versucht um ihm zu geben was er will und braucht ohne mich dabei ganz zu verbiegen. Er tat das alles in seinen Augen auch! Die ersten 5 Monate liefen gut und dann fingen die Probleme an bzw. Fehler die wir von Anfang an machten zogen ihre Kreise! Ich habe mich dann im Streit getrennt, nach 1,5 Jahren aber 9 Monate hatten wir eine Hop on hop off Beziehung und dachten wohl wir schaffen es doch! An guten Tagen fragte man sich warum es denn nicht geht wenn wir doch so gut funktionieren. An Schlechten fragte man sich wofür man überhaupt kämpft! Dann gab es wieder eine Situation im Frühjahr in der ich merkte, dass ich ihm noch Dinge in Frage stelle, die er mir erzählt. Und da habe ich beschlossen, dass das einfach keine Basis für weitere Versuche und einen Neuanfang ist. Sehr schnell nach dieser "Entscheidung" trat jemand Neues in mein Leben und er gibt mir die Ruhe und das Verständnis dass ich gesucht habe. Da mein Ex und ich miteinander arbeiten sehen wir uns regelmässig und das funktionierte auch ganz gut. Bis ich jetzt aus einer "Not" heraus die Entscheidung getroffen habe mit meinem neuen Partner zusammen zu ziehen, was für meinen Ex ein Schlag ins Gesicht war. Er hat auf Grund unseres guten Umgangs miteinander noch immer gehofft dass es wieder wird. Das war mir so nicht bewusst! Weil er zwischendurch auch neu verliebt war. Was mir auch weh tat - warum eigentlich???? Jetzt wurde mir auch bewusst, dass ich bestimmt irgendwie auch jetzt spüre dass es eine Entscheidung ist die eben klar macht, dass ich keine Zukunft mehr sehe. Aber warum tut es dann immer noch weh! Ja ich habe mich getrennt obwohl die Gefühle noch da waren. Weil so viel Anderes nicht funktionierte! Ich mich nicht "zu Hause" fühlte, ich immer in Unruhe war ob er mich wieder belügen würde. Ich versuchte ihm zu zeigen, dass er mir genügt wie er ist und nicht wie es in seiner Welt aussah er etwas bestimmtes leisten muss um geliebt zu werden. Erreicht habe ich nur das Gegenteil!
Ich habe jetzt alles was ich suche, ich kann in den Armen meines neuen Partners ruhen, mit ihm lachen, reden, die Zukunft malen. Und trotzdem tut weh wenn der "Alte" sagt er hofft dass er sich jetzt auch auf etwas Neues einlassen kann. Dass er umzieht und die Wohnung irgendwann mit einer neuen Frau füllen wird. Ich finde es absurd, dass einem das Tränen in die Augen treibt und mich so beschäftigt! Ich bin mir doch sicher dass aus uns nicht das geworden wäre was wir uns erträumt haben.
Mein neuer Mann an meiner Seite ist wundervoll und ich liebe ihn und sehe jetzt schon Dinge die ich mit demVorherigen auf Grund unserer Probleme nicht sehen konnte nachdem die Rosa Wolke sich verzogen hatte!

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2. November 2011 um 12:24

Die Dimension der Dinge beachten
Bei allem Respekt vor dem Leid und Liebeskummer vieler von uns, muß ich feststellen, daß leiden und davon reden öfter Luxux ist.

Überleg es dir: wir trennen uns, haben keinen lebensgefährlichen Unfall unmittelbar danach, arbeiten weiter, folgen neue oder alte Pläne, kümmern wir uns um unsere Pflichten oder Vorlieben, treffen neue Kandidaten, sogar verlieben wir uns etc. etc. etc.

Nun in den Lücken aller dieser aktiven momente überkommt uns Trennungstrauer, Mitgefühl, Sensucht.

Du magst Mitleid für Deinen Ex haben, oder noch ihn irgendwie gern haben gar lieben, oder sonst was immer. Aber das ist nur ein Teil von dir. Die anderen Teile Deiner Seele sind mit anderen Themen beschäftigt.

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