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Warum tut er das - es tut so weh

31. August 2009 um 19:00 Letzte Antwort: 1. September 2009 um 13:30

Hallo,
ich bin ganz neu hier und weiß einfach nicht mehr weiter.
Ich bin seit 12 Jahren verheiratet und habe eine siebenjährige Tochter. Bei meinem Mann und mir läuft es schon lange nicht mehr gut - wir leben eher wie Bruder und Schwester nebeneinander her.

Nun ist mir im Januar das passiert, wovor ich eigentlich immer Angst hatte - ich habe einen anderen Mann kennengelernt von dem ich dachte, daß er der Mann fürs Leben wäre.
Er hatte zu dem Zeitpunkt auch eine langjährige Beziehung (10 Jahre) in der er ebenfalls nicht mehr glücklich war. Wir waren uns einig, daß wir uns von unseren Partnern trennen um zusammen glücklich zu werden.

Allerdings wollten wir einigermaßen mit "Verstand" handeln und alles (die Trennung usw.) in Ruhe angehen - u.a. auch, weil ich, wenn ich mich von meinem Mann trenne, erstmal vor dem "Nichts" stehe und für mich erstmal Harz IV angestanden hätte, wovor ich aber große Angst habe.

Er hat sich dann doch sehr schnell von seiner Partnerin getrennt (im Mail) - und ich war mir tausend Prozent sicher, daß ich mich auch schleunigst von meinem Mann trennen wollte.
Allerdings wollte er dann aber am liebsten gleich bei mir einziehen (so nach dem Motto "der eine raus - der andere rein"). Das wollte ich aber auf keinen Fall. Zum einen, weil wir uns ja selbst kaum kannten, zum anderen hätte ich das meiner Tochter nie "antun" können.
Daraufhin ist er dann - weil er wie er sagte nicht wusste wohin - bei einer anderen Frau eingezogen, die angeblich nur eine Freundin war - die aber - wie er mir erzählt hat - wohl gerne mehr als das wäre.
Das hat mich damals sehr verletzt und ich war mir plötzlich nicht mehr ganz sicher, ob ich für ihn wirklich alles aufgeben sollte. Mit alles aufgeben meine ich hauptsächlich die finanzielle "Sicherheit".
Ich habe mit ihm darüber gesprochen, habe ihm auch von meinen Ängsten und Bedenken erzählt und auch, daß ich gerne finanziell auf eigenen Beinen stehen möchte, wenn ich mich von meinem Mann trenne.

Ich fing an, nach Arbeit zu suchen. Nun - anscheinend ging ihm das alles aber nicht schnell genug und er begann, mich unter Druck zu setzen. Aber je mehr er mich unter Druck setzte, desto nervöser wurde ich. Wir hatten nur noch Streit und langsam begann ich zu zweifeln.

Nun - lange Rede kurzer Sinn: Vor vier Wochen dann stellte er mir donnerstags ein Ultimatum - wenn ich nicht bis zum Wochenende bei meinem Mann ausgezogen wäre, wäre es vorbei. Das tat natürlich sehr weh - gut - auf eine Art habe ich ihn ja verstanden. Aber wo sollte ich mit meiner Tochter hin??

Das fragte ich ihn - aber anstatt mir zu helfen wurde er wieder sauer und brach den Kontakt zu mir ab. Ich bekam keine Antwort mehr auf sms - wenn er sich dann doch mal dazu "niederließ" zu antworten, wurde ich nur beschimpft - allerdings immer mit dem letzten Satz "Ich liebe Dich" oder "vergess mich nicht"

Letzte Woche wollte ich mich dann nochmal mit ihm Treffen, um in Ruhe über alles reden zu können. Er stimmte erst zu. Zwei Tage später aber bekam ich dann eine sms in der er schrieb, es wäre besser, wenn wir keinen Kontakt mehr hätten, er hätte jetzt eine Freundin.

Das tat so verdammt weh. Ich fragte ihn, warum er es mir so an den Kopf knallen musste - daraufhin beschimpfte er mich wieder nur. Als ich ihm dann sagte, daß ich es traurig fände, daß er sich so schnell trösten konnte und daß die Liebe zu mir ja dann nicht so groß gewesen sein konnte, wurde ich wieder beschimpft. Kurz darauf bekam ich aber dann eine sms, daß er gerne mit mir reden möchte und ob ich zu ihm kommen könnte.

Ich verstand die Welt nicht mehr. Erst knallt er mir an den Kopf, daß er eine Freundin hat, dann will er wieder mit mir reden und ich soll zu ihm kommen. Ich fragte ihn, was das denn noch bringen sollte - darauf bekam ich bis heute - und das ist jetzt eine Woche her, keine Antwort mehr von ihm. Sein Handy ist ständig aus, ich vermute, er hat sich eine neue Nummer zugelegt.

Heute dann hat er mir endgültig den "Gnadenstoß" verpasst: Er hat in einem öffentlichen Forum unter Familienstand "glücklich vergeben" angegeben.

Zuerst habe ich gelacht, dann war ich wütend - aber letztendlich tut es sehr, sehr weh.

Warum tut er das?? Warum will er mich so verletzen?? Er hat immer gesagt, ich sei die Frau seines Lebens und er liebe mich über alles und er könnte sich keine andere Frau an seiner Seite vorstellen. Warum konnte er sich dann so schnell trösten und es mir so schmerzhaft "reinknallen"?? Ist es wirklich so, daß Männer sich so schnell trösten können??

Ich bin total verzweifelt - sorry, daß es länger geworden ist, aber ich musste mir das jetzt wirklich mal von der Seele schreiben.

Danke fürs Lesen.

Bella

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1. September 2009 um 11:31

Stell Dir mal die Frage was Du willst......!!!.
den Neuen vergesse mal ganz schnell und lasse ihn ziehen.
Er ist es nicht wert !!!

Wenn Du DEIN ,,Leben'' verändern willst und nicht mehr wie Schwester und Bruder mit Deinen Mann nebenher leben willst.
Dann solltest Du den Entschluß ganz alleine tragen und verantworten.
Du musst dann aber auch für Dich selber finanziell sorgen....und nicht Dein Mann als Sicherheit haben.


Zu Lieben kann sehr weh tun...

Du bist im Moment sehr durch den Wind.

Dir alles Gute für den richtigen Weg

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1. September 2009 um 13:30
In Antwort auf masuyo_11929456

Stell Dir mal die Frage was Du willst......!!!.
den Neuen vergesse mal ganz schnell und lasse ihn ziehen.
Er ist es nicht wert !!!

Wenn Du DEIN ,,Leben'' verändern willst und nicht mehr wie Schwester und Bruder mit Deinen Mann nebenher leben willst.
Dann solltest Du den Entschluß ganz alleine tragen und verantworten.
Du musst dann aber auch für Dich selber finanziell sorgen....und nicht Dein Mann als Sicherheit haben.


Zu Lieben kann sehr weh tun...

Du bist im Moment sehr durch den Wind.

Dir alles Gute für den richtigen Weg

Danke
für die Antworten und den "Zuspruch". Heute geht es mir etwas besser - der erste Schock ist verdaut und ich ärger mich über mich selbst, daß er ja eigentlich genau das erreicht hat, was er erreichen wollte - mich zu treffen.

Genau das - liebe Cityofangels war das, was ich wollte: Den Entschluss, mich von meinem Mann zu trennen ganz alleine zu tragen, ihn selbst zu verantworten UND auf eigenen Beinen stehen. Ich wollte es nicht wegen einem anderen Mann machen - der mir die große Liebe schwört, den ich aber eigentlich kaum kenne. Denn die Schmetterlinge im Bauch verfliegen oft zu schnell wieder und dann sieht die Realität anders aus. Mir war es wichtig, dann mein Leben trotzdem auf die Reihe zu bekommen.

Und auch, weil ich eine Verantwortung für meine Tochter habe, habe ich mir die Entscheidung nicht leicht gemacht und immer versucht, auch auf den Verstand und nicht immer nur auf das Herz zu hören.

Wenn ich gehe, dann will ich aus freien Stücken gehen und mein Leben alleine "meistern" können - ohne von irgendwem "abhängig zu" sein.

Das habe ich ihm immer wieder gesagt - er hat zwar immer gesagt, daß er es verstehen würde - aber offensichtlich hat er es nicht verstanden.

Auch wenn die Wut heute größer ist, tut es trotzdem immer noch sehr weh...

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