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Warum stellt man das Objekt der Begierde oft auf einen so hohen Podest??

12. März 2010 um 8:49

Hallo,

Ich hätte mal eine Frage eher psychologischer Art.

Ich hatte vor ein paar Monaten ein Techtel Mechtel mit einem Mann und ich denke ich hab mich ein wenig verguckt,nicht verliebt.

Die Sache an sich ist nun vorbei,er hat sich nicht wirklich von seiner netten Seite gezeigt und ich brach den Kotakt ab.

Ich erwische mich aber nun dabei,dass ich ihn trotz seines Verhaltens unterbewusst auf einen Podest stelle obwohl er mir vorher nie aufgefallen ist und auch von aussen betrachtet nicht unbedingt so toll ist.

(Er kriegt es mit 28 nicht auf die Reihe neben seinem Studium arbeiten zu gehn,heuchelt den Frauen gerne was vor,lässt auch jede ran,denk ich usw.).

Objektiv betrachtet also alles andere als ein Traummann,auch von seinem Verhalten.

Aber warum sieht man wenn man sich verguckt hat fast nur die guten Seiten?

Was steckt dahinter?


Danke für alle Antworten!!

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12. März 2010 um 8:59

Spannende Frage

Ich denke das sind die Hormone. Du sagst du hast dich verkuckt und da werden natürlich die Verliebtheitshormone ausgeschüttet. Der Verstand hat dann das nachsehen und versucht die Wahl dann logisch zu begründen, indem er unterbewußt die positiven Aspekte dieses Menschen rausfischt und sagt: voila! Hab ich dir nicht nen Traumprinzen rausgesucht? Obwohl er herzlich wenig damit zu tun hatte.
Hinterher und je mehr die Rauschhormone abgebaut werden und nicht mehr nachgeliefert werden, treten natürlich die negativen Seiten des Prinzchens auch wieder an die Oberfläche und der Verstand steht dumm da

Es gab auch mal ein spanndes Experiment, wo neuronal im Gehirn die Entscheidungsfindung nachvollzogen wurde. Millionstelsekunden bevor die rationale Seite des Gehirns die Gründe liefert feuerte war aber schon eine Aktivität bei den handelnden Feldern zu sehen. Daraus schlussfolgerten die Forscher, dass das Gehirn sozusagen nachträglich Gründe leiferte für eine Entscheidung, die schon VOR dem überlegen getroffen wurde.

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12. März 2010 um 9:06

Oh die Miezchens sind auch hier

Na wie gehts euch? Wagen sich die Pelzsocken schon in die Kälte oder warten sie wie alle auf wärmere Tage?

Wollte heute eigentlich in den Wald Holz machen aber das haben wir abgeblasen Stattdessen wird weiter am Obergeschoss gewerkelt (wenn der Schatz von der Arbeit kommt versteht sich).

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12. März 2010 um 9:11

Vielen Dank!!
Find das wirklich ziemlich spannend!

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12. März 2010 um 9:44

Also
ich denke, das hat auch oft mit einer Art "Verzweiflung" zu tun "Ich will jetzt einen Partner". Das Objekt der Begierde ist vielleicht nicht perfekt aber immerhin ist ein "Objekt" da und wer weiß, wann der nächste kommt.
Viele Frauen wollen um jeden Preis einen Partner und für sie ist es besser sie haben einen mit vielleicht auch sehr negativen Eigenschaften aber immerhin noch besser als gar keinen zu haben.
Deshalb sind sie bereit über die negativen Eigenschaften vorerst hinweg zu sehen, denn vielleicht ändert er sich ja noch, wenn sie ihm zeigen, wie sehr sie ihn lieben. Denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, also hoffen sie, wenn sich erst einmal eine Beziehung ergibt, dann wird das schon werden.

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12. März 2010 um 9:52

Das mit
den Hormonen ist bestimmt mit eine Ursache. Aber ich finde, es kommt noch hinzu, daß man sich während der Verliebtheit auch anders verhält. Der Typ in Deinem Fall vielleicht nicht. Aber sonst ist es doch auch so, daß der andere auch keine negativen Seiten von sich zeigt...somit bin ich der ANsicht, daß es nicht unbedingt immer so ist, daß man die negativen Seiten ausblendet...denn es sind ja keine da. Ich find es schade, daß es mit der Zeit nachläßt, daß man sich soviel Mühe um den anderen gibt, wie am Anfang. Man merkt, daß der andere mit der Zeit nicht mehr so aufmerksam ist, nicht mehr so anhänglich, nicht mehr so viel Nähe sucht...die Wortwahl auch manchmal ausfallend wird, was am Anfang absolut nie der Fall war...es wird seltener bitte und danke gesagt...kurz gesagt, es wird sich nicht mehr so viel Mühe gegeben, im Prinzip macht man sich einander was vor, denn mit der Zeit ist man ja nicht mehr der, in den der andere sich verliebt hat. Was ich sagen will ist, daß es nicht unbedingt ein falsches Wahrnehmungsvermögen ist, sondern der andere sich wirklich auch anders verhält, was natürlich oft abgestritten wird. Aber in jedem einzelnen Fall könnte man viele Dinge aufzählen, wo man beweisen kann, daß der andere sich anders verhält, als am Anfang.
LG

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12. März 2010 um 10:10
In Antwort auf ofi21

Also
ich denke, das hat auch oft mit einer Art "Verzweiflung" zu tun "Ich will jetzt einen Partner". Das Objekt der Begierde ist vielleicht nicht perfekt aber immerhin ist ein "Objekt" da und wer weiß, wann der nächste kommt.
Viele Frauen wollen um jeden Preis einen Partner und für sie ist es besser sie haben einen mit vielleicht auch sehr negativen Eigenschaften aber immerhin noch besser als gar keinen zu haben.
Deshalb sind sie bereit über die negativen Eigenschaften vorerst hinweg zu sehen, denn vielleicht ändert er sich ja noch, wenn sie ihm zeigen, wie sehr sie ihn lieben. Denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, also hoffen sie, wenn sich erst einmal eine Beziehung ergibt, dann wird das schon werden.

@ofi
An sich ist da was Wahres,aber auf mich trifft das nicht wirklich zu.
Ich habe das Ganze ja abgebrochen und druchaus genug die sich als Partner anbieten würden,die ich aber nicht will,weil es schon passen sollte.

Auch in diesem Fall ging es nie um eine Beziehung.

Also fällt das Argment in meinem Fall weg.

Tortzdem denke ich manchmal daran und mich juckt es,dass er eben ein Stück weit "unberechenbar" war.

Vielleicht hat das auch was mit dem Ego zu tun?!

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12. März 2010 um 10:37
In Antwort auf vreni_12078082

@ofi
An sich ist da was Wahres,aber auf mich trifft das nicht wirklich zu.
Ich habe das Ganze ja abgebrochen und druchaus genug die sich als Partner anbieten würden,die ich aber nicht will,weil es schon passen sollte.

Auch in diesem Fall ging es nie um eine Beziehung.

Also fällt das Argment in meinem Fall weg.

Tortzdem denke ich manchmal daran und mich juckt es,dass er eben ein Stück weit "unberechenbar" war.

Vielleicht hat das auch was mit dem Ego zu tun?!

Muß
auch nicht bei jeder zutreffen aber ich denke bei vielen kommt das hin.
Vielleicht kommt bei dir bei so einem Mann einfach nur dein natürliches Frauenhelfersyndrom durch, nach dem Motto, der muß doch auch gute Eigenschaften haben und die will ich rauskitzeln, vielleicht wird er dann doch noch ein Netter.

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12. März 2010 um 10:45
In Antwort auf ofi21

Muß
auch nicht bei jeder zutreffen aber ich denke bei vielen kommt das hin.
Vielleicht kommt bei dir bei so einem Mann einfach nur dein natürliches Frauenhelfersyndrom durch, nach dem Motto, der muß doch auch gute Eigenschaften haben und die will ich rauskitzeln, vielleicht wird er dann doch noch ein Netter.

Das kann sein
Nach dem Motto,wie kann ich einen Rüpel bekehren.

Naja,find es auf jeden Fall ganz interessant.

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12. März 2010 um 10:47
In Antwort auf kalani_12279717

Das kann sein
Nach dem Motto,wie kann ich einen Rüpel bekehren.

Naja,find es auf jeden Fall ganz interessant.

Das ist auch wieder eine Variante!
Ich werde mal in mich horchen!!

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12. März 2010 um 10:50

Ich sehe es von dieser Seite...
Der Mensch ist ein Tier, bei dem sich beide Elternteile in der Regel (nicht immer und nicht in allen, aber den meisten Kulturen) die Arbeit der "Jungenaufzucht" teilen.
Um das gewährleisten zu können, müssen die Partner aber für diese Zeit emotional aneinander gebunden sein, denn wenn der eigene Partner nicht als herausragend toll empfunden wird, hält einen nichts davon ab, sich einen anderen zu suchen, was die Überlebenswahrscheinlichkeit des Nachwuchses verringert.

Verliebtsein bedeutet nunmalhalt, den Partner nicht nach objektiven Kriterien als einen Menschen unter vielen zu betrachten. Ich denke auch, dass dies hormonell bedingt ist.
Ich glaube, psychologisch ist da nicht mehr hinter als dass das Muster einfach in uns steckt, also angeboren ist.

Hihi, wie unromantisch das klingt. Naja, Liebe ist immerhin auch nicht in der Theorie schön, sondern in der Praxis

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