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Warum spricht er nicht mit mir?

2. Juni 2004 um 13:11

Hallo ihr Lieben!

ich habe momentan ein ziemliches Problem in meiner Beziehung. Zur Vorgeschichte: mein Freund ist 27, ich bin 23, wir haben seit 2,5 Jahren eine beziehung und wohnen seit einem dreiviertel Jahr zusammen.
Im grossen und ganzen bin/war ich mit ihm sehr glücklich, er ist meine grosse Liebe. In letzter zeit hat bei uns der Stressfaktor allerdings enorm zugenommen. ich bin in der Endphase meines Studiums, stecke gerade mitten in der Magisterarbeit, habe nebenbei noch ein Fernstudium laufen und arbeite noch halbtags. Er studiert ebenfalls noch und ist auch in der Klausurphase. dazu kommt noch, dass wir beide recht zeitintensive Hobbys haben. Und zu allem Überfluss bin ich chronisch schmerzkrank und habe Rheuma und bekomme seit 2 Monaten Opioide gegen die Schmerzen, die mich allerdings psychisch ziemlich runterziehen.
Das ist ja schon ne ganze menge..
Über den ganzen Stress ist unser Sexleben etwas eingeschlafen und wenn es doch dazu kommt, bin ich meist der aktivere Part. Ich bräuchte es auch öfter, aber habe mich dann doch seinen Wünschen angepasst (er ist abends oft zu müde.). Das Ganze belastet mich schon ziemlich, da ich mir jedesmal, wenn er mich zurückweist, total wertlos und ungeliebt vorkomme. Ich habe versucht, ihm meine Gefühle verständlich zu machen, aber er reagiert einfach nicht darauf. Gestern war wieder so eine Situation: wir lagen im Bett, ich hatte mich ein bisschen an ihn rangerobbt und gekuschelt, da meinte er, er möchte jetzt lieber schlafen. Ich bin dann weggerückt und er fragte, ob ich jetzt sauer wäre. Ich meinte nur, dass ich enttäuscht bin und wie er sich dabei fühlen würde.
Daraufhin kam gar keine Antwort. Er spricht dann einfach nicht mehr mit mir und das verletzt mich mehr als alles andere, weil ich das Gefgühl habe, dass ihm das alles ziemlich egal ist. Heute wollte ich ihn nochmal drauf ansprechen, bekam nur ja oder nein als Antwort und habe dann aufgegeben. So läuft es in letzter Zeit immer. wenn ich versuche ihn darauf anzusprechen, macht er vollkommemn dicht. Ich fühle mich mittlerweile schon richtig ungeliebt und habe das Gefühl, dass ihm die Nähe zu mir nicht wirklich wichtig ist.

Kennt ihr das Gefühl? Habt ihr sowas auch schonmal durch und könnt mir nen Tip geben? oder reagier ich einfach über?

Ich möchte ihn nicht verlieren, aber das Ganze macht mich ziemlich fertig. Ich habe früher viele Enttäuschungen erlebt und brauchte sehr lange, bis ich Vertrauen gefasst hatte. Im Moment habe ich das Gefühl, dass mir alles wegbricht.

Eine traurige Aglaija

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2. Juni 2004 um 13:44

Tut mir leid
Ich hatte auch mal einen Freund, der immer, wenn er Probleme hatte, begonnen hat zu schweigen. Schweigen ist auch eine Form der Aggression - und zwar keine geringe. Unsere Beziehung ist letztlich an seinem Schweigen gescheitert. Ich kam mir dann immer schuldig vor (vielleicht hab ich ja irgendwas falsches gesagt...). Tatsache war, dass er mit seinen Aggressionen nicht umgehen konnte und sie bei mir auf diese Art ausgelebt hat.

Ich weißt nicht, Deine Beziehung klingt ziemlich verfahren. Das ist besonders hart, weil Du es gerade sehr schwer hast. Aber überleg Dir mal, ob Dein Freund denn wirklich ein verlässlicher Partner ist. Stell ihn offen zur Rede, sag ihm, dass Du von der Art, wie Eure Beziehung läuft enttäuscht bist, dass Du in ihm keinen Rückhalt findest und dass Du Dich ungeliebt fühlst.

Entweder wird er dann umstellen, weil er weiß, dass er Dich sonst verliert. Oder - er macht Schluss.

So hart das jetzt klingt. Lass es drauf ankommen. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende (so halte ich das).

Und wer weiß, vielleicht reißt es Deinen Freund bei so einem offenen Gespräch ja ganz gewaltig und er wird sich dann erst bewusst, dass Du Dich so allein fühlst.

Generell: Geh Konflikten nicht aus dem Weg! Ihr seid zwei Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenskulturen. Da knirscht es schon manchmal, wenn man sich aneinander anpassen soll.

Kopf hoch!

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2. Juni 2004 um 13:53

Kenne das...
Hallo liebe Aglaija,

ja, auch ich kenne Dein Problem. Mein Ex-Freund war genauso. Wenn es irgendwelche Probleme gab, wenn ich Sorgen hatte und ihn darauf angesprochen habe, hat er auch nur geschwiegen. Ich habe versucht, ihm klarzumachen, dass mich sein Verhalten unendlich verletzt. Er konnte aber nicht raus aus seiner Haut - oder er wollte es nicht. Er hat mir mal gesagt, dass er einfach gelernt habe, dass man alles mit sich selbst ausmacht. Letzten Endes hat das unserer Beziehung das Genick gebrochen, weil ich irgendwann einfach nicht mehr konnte. Wir waren fünf Jahre zusammen und haben davon zwei Jahre zusammen gewohnt. Ich fühle mich mittlerweile (ein halbes Jahr nach der Trennung) wieder besser und weiß, dass es richtig war. Trotzdem tut er mir auch irgendwo leid. Ich glaube, er wollte mich mit seinem Verhalten nicht verletzen, er hat es einfach nur nicht besser gewusst und sich vor allem nicht bemüht, etwas zu ändern. So viel zu meiner Geschichte...

Dir würde ich raten, nochmal mit ihm zu reden. Rede dir einfach mal von der Seele, wie Du Dich fühlst und was sein Schweigen in Dir bewirkt. Selbst wenn er nicht darauf antwortet, wird es ihn doch beschäftigen. Und bevor Du wirklich Schluss machst, solltest Du alle Möglichkeiten ausschöpfen und ihm nochmal die Chance geben, zu reagieren. Wenn nicht mit Worten, dann vielleicht mit Taten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ihn die Situation im Moment auch einfach überfordert und das Schweigen ein Ausdruck seiner Hilflosigkeit ist. Vielleicht hilft es dann auch, wenn Du ihm sagst, nimm mich einfach mal in den Arm. Wie steht er denn sonst zu Dir? Ist er für Dich da, wenn Du Probleme hast oder wenn es Dir schlecht geht?

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Liebe und Gute und hoffe, dass sich diese verfahrene Situation bald - auf die eine oder andere Weise - löst.

Liebe Grüße,
Skihäschen

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3. Juni 2004 um 10:07

Liebe aglaija,
habe fast das selbe problem.
gestern hatten mein freund und ich einen kleinen streit.
jedenfalls läuft es dann so ab, dass er dann mit mir auch nicht mehr redet, mich richtig ignoriert.

weder ein hallo wenn ich von der arbeit komme noch sonstwas. wenn ich dann nicht auf ihn zu gehn würde und mich entschuldige würden wir wahrseinlich monate nicht mehr miteinander reden.

irgendwie benutzt er das als machtmittel, weil er ja weiß ich komm wieder angekrochen.
ich glaub wenn ich ausziehen würde, würde er auch nichts dagegen haben.

ich komme mir auch immer so vor als wenn ich an allem schuld hätte und er ja nie einen fehler macht.

ich kann auch nicht mehr und mir graust es schon vor heute abend.

gerade mit dieser anschweigerei komme ich nicht klar, deswegen weiß ich echt nicht ob die beziehung noch sinn macht. weil einen streit werden wir wohl immer haben, egal wer schuld ist. aber dann dieses anschweigen macht mich kaputt.

deswegen nehme ich eh schon alles hin nur das wir nicht streiten. das kanns ja wohl nicht sein.

wie ist das denn bei dir ? redet er wieder mit dir ?

gruß
sushi

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3. Juni 2004 um 12:17

Es wird besser
Hallo ihr leben!

Danke für eure Antworten, es ist schön zu sehen, dass mamn mit dem Problem nicht allein dasteht. Bei mir hat sich glücklicherweise das Problem sehr gebessert.
Mein Freund kam von alleine an und hat sich bei mirt entschuldigt. Er meinte, er häte superschlecht geschlafen, hatte Kopfschmerzen undwar einfach fertig und hat deswegen so einsilbig reagiert.
Ich habe dann die Gelegenheit genutzt und mit ihm ganz ernsthaft darüer gesproxchen, was die Zurückweisungen und sein schweigen für mich bedeuten.
Für ihn ist die Sache natürlich viel einfacher (typisch Mann), er meinte, dass er stressbedingt momentan einfach weniger Lust habe (das kann ich auch akkzeptieren)und keine Lust hätte, darüber noch zu diskutieren. Ich habe ihm das Ganze dann mal von meiner Seite aus geschildetrt und da war er recht erchrocken, was ich da alles reininterpretieren würde.
Ich habe ihm jetzt das versprechn abgenommen, dass er mir sagt, wenn er einfach nur mies drauf oder kaputtist und nicht reden möchte. Das kann ich dann auch akkzeptieren, da ich dann sein schweigen interpretieren kann.
Ich bin auch sehr erleichtert, da ich wirklich schon befürchtet hatte, dass mehr dahinter steckt.

VLG

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3. Juni 2004 um 12:44

Mann mann mann
ich wollte hier noch etwas dazu bemerken. Es ist etwas Problematisch, die Eigenschaften von Mann und Frau aufeinanderzubringen.
So ist es ganz normal, wenn er manchmal nur in ruhe gelassen werden will. Wird er dann zu oft angesprochen kommt halt nur ja oder nein, wenn überhaupt. Du mußt ihn ein bischen beobachten bis er wieder bereit ist etwas zu sagen. Der Ator Gray sagt dazu, ein Mann braucht ab und zu seine Höhle, in der er sich zurückziehen kann. Eine Höhle kann dabei eine eigene Werkstatt genauso wie die Tageszeitung sein.
Genauso normal ist es, wenn du als Frau nicht an allen Tagen das gleichmässig empfindest. So hat eine Frau einen Rhytmus von etwa 30 Tagen, in dem sie vieles etwas schwerer nimmt ( in ein Loch fällt).
Mir ist da noch etwas aufgefallen. Du sagst immer ,am Abend im Bett ist er dann immer Müde. Es ist wirklich schwer, beide Gefühle zu verbinden. Es gibt so viel Möglichkeiten, die Couch, die Küche ja auch im freien irgendwann. Zu dieser Zeit fällt es oft einer Frau recht schwer zu reagieren. Da möchte der Mann oft. Aber abends im Bett das kan wie ein richtiger Liebestöter wirken (für den Mann).
Es gehört noch viel mehr dazu ich wollte das nur bemerken.

LG

Teddy

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4. Juni 2004 um 0:57

Mach ihn eifersüchtig
wirst sehen, wie schnell er wieder mit dir spricht.

schreib dir selber sms, wirst schon sehen, wie interessiert er wird...

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vom Redaktionsteam