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Warum schaff ich es nicht mich zu trennen

11. Oktober 2004 um 19:42

Ich bin seit 22 jahren verheiratet, seit mind.2Jahren, weiss ich das ich meinen Mann nicht mehr liebe. Natürlich geschah das nicht über Nacht und hat sich schon in den Jahren vorher langsam aufgebaut. Und trotzdem schaffe ich es nicht mich zu trennen. Ich finde immer wieder Gründe warum ich den endgültigen Schritt vor mir herschiebe. Er sieht (oder will) keine Probleme in unserer Ehe und zu reden gibt es nichts. Bei unserem letzten Gesprächsversuch, dachte ich er hätte mich verstanden und er wollte mit mir gemeinsam ein Gespräch mit unseren Kindern führen, was er aber herbei führen sollte ( war mein Wunsch ), weil ich wissen wollte ob er mich Ernst nimmt. Wir einigten uns auf das nächste Wochenende, das ist jetzt drei Wochen her. Jetzt traue ich mich wieder nicht, obwohl ich nicht mehr weiter kann und will. Mein Sohn ist 20 und mit ihm habe ich schon geredet er ist sehr verständig, aber meine Tochter, die super an ihrem Vater hängt steckt sowieso schon in einer tiefen Krise, wegen erfolgloser Lehrstellensuche, ich habe Angst das ich alles noch schlimmer mache. Warum bin ich nur so feige und kann mich nicht der Sache stellen, ich verstehe mich selbst nicht mehr. Sorry, das so lang, aber vieleicht ja doch jemand hier der mich versteht.

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14. Oktober 2004 um 14:57

Meine Mutter
hatte genau das selbe Problem wie du es hat zwei Jahre gedauert bis sie sich trennte. Ich bin 25 und wohne nicht mehr daheim aber ich habe mitbekommen das sie unglücklich ist. Sie hat sich auch wegen der Kinder und ihrem Enkelkind nicht trennen wollen weil ich auch sehr an meinem Vater hänge und wegen der Leute was die wohl sagen. Aber es sie wurde immer unglücklicher und eines Tages hat sie es geatan hat einfach nur an sich gedacht, sie meinte sie kann doch nicht ihr Leben lang so weiter machen. Deine Kinder werden es verstehen, wenn es auch hart ist.

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15. Oktober 2004 um 0:54
In Antwort auf safiye_12174875

Meine Mutter
hatte genau das selbe Problem wie du es hat zwei Jahre gedauert bis sie sich trennte. Ich bin 25 und wohne nicht mehr daheim aber ich habe mitbekommen das sie unglücklich ist. Sie hat sich auch wegen der Kinder und ihrem Enkelkind nicht trennen wollen weil ich auch sehr an meinem Vater hänge und wegen der Leute was die wohl sagen. Aber es sie wurde immer unglücklicher und eines Tages hat sie es geatan hat einfach nur an sich gedacht, sie meinte sie kann doch nicht ihr Leben lang so weiter machen. Deine Kinder werden es verstehen, wenn es auch hart ist.

Sie meinte sie kann doch nicht ihr Leben lang so weiter machen
So wie deine Mutter, denke ich eigendlich auch schon. Vorallem wenn ich daran denke einmal mit meinem Mann alleine zuleben. Meine Tochter ist 18 und wie gesagt schon in einem ziemlichen Tief, hoffe das sie bald was geeignetes findet und dann den nächsten Schock besser verkraftet, morgen hat sie nochmal ein Vorstellungsgespräch.
Meine Kinder wohnen beide noch zuhause, aber mein Sohn will im nächsten Jahr sowieso ausziehen. Meine Tochter müsste aber noch entscheiden zu wem sie möchte. Wird bestimmt hart. Hattest du auch noch jüngere Geschwister die zu Hause wohnten? Und wie haben die das verkraftet?
Danke für deinen Beitrag, gerade weil du als Betroffenes erwachsenes Kind sprichst für mich sehr wichtig.

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15. Oktober 2004 um 12:35

Es ist Dein Leben
und Du hast nur dieses eine Leben. Wenn Du gehen willst, dann geh. Tu es für Dich. Selbst wenn es eine Phase geben sollte, in der Deine Kinder Probleme mit Deiner Entscheidung haben sollten, sie werden damit klar kommen. Eines Tages werden sie ohnehin ihr eigenes Leben haben und fortgehen. Ich denke, Kinder, gerade ältere, akzeptieren die Entscheidung ihrer Eltern als deren Entscheidung. Und wenn Du gehst, heisst das ja nicht, dass sie keinen Kontakt zum Vater haben können. Im Grunde steht ihnen ja auch die Wahl frei, bei wem sie leben möchten. HAst Du davor Angst? Das Deine Tochter sich für ihren Vater entscheidet?
Wenn Du Dich entschieden hast, ist es das Beste, zu tun, was für Dich richtig ist. Alles andere findet sich mit der Zeit.
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, wie befreiend dieser Schritt ist, den ich so lange vor mir hergeschoben habe, bis ich fast krank davon geworden bin. Immer wieder habe ich mich gefragt, warum ich ihn nicht mehr lieben kann. Die Antwort war einfach und doch so schwer: es war vorbei. Deshalb. Es war kein Gefühl mehr da, was ich hätte zum LEben erwecken können. Meine Kinder haben mich anfangs sehr distanziert behandelt, aber im LAufe der Zeit, als sie spürten, es war eine gute Entscheidung für mich und die richtige, verlor sich das wieder und heute ist unser Verhältnis besser und ehrlicher als davor. Und erst aus der Distanz habe ich das ganze Ausmass dessen begriffen, was schon lange Jahre falsch gelaufen war. Heute bin ich glücklich. Viele Menschen sagen mir, wie zufrieden ich aussehe und wie unzufrieden ich früher wirkte. Und das entspricht genau dem, was ich empfinde. Zufriedenheit. Inneres Gleichgewicht.
Ich wünsche Dir viel Glück und Stärke.
Liebe Grüsse, Ray

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15. Oktober 2004 um 12:47

Es war so..
Also ich war acht als sich meine leiblichen Eltern trennten meine Schwester ist fünf Jahre älter, meine Mutter heiratete nochmal und diese Trennung war jetzt erst vor paar Monaten, für mich war das wieder hart weil ich bei ihrem zweiten Mann aufgewachsen bin, aber es ist bei beiden so, dass ich nie das Gefühl hatte ich müsste mich entscheiden für meine Mutter oder meinen Vater/Stiefvater ich kommen mit allen super aus und habe nie das Gefühl zwischen zwei Stühlen zu stehen. Natürlich wollte ich das meine Mutter bei ihm bleibt ich habe viel geweint auch wenn ich schon 25 bin aber ich denke einfach deine Kinder werden sich damit abfinden wenn sie für dich nur das beste wollen außerdem sind sie schon erwachsen, aber das wichtigste ist das du und dein Mann die Kinder aus allem raushaltet und egal wie es zwischen euch aus geht im guten oder im bösen, lasst die Kinder raus schimpft nicht über den anderen bei Ihnen sonder versucht so normal wie möglich zu sein.

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