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Forum / Liebe & Beziehung

Warum öffnet er sich mir gegenüber nicht richtig? - warum hält er mich auf Distanz?

Letzte Nachricht: 22. Januar 2005 um 16:19
H
honor_12058263
19.01.05 um 10:57

Hallo zusammen,

mal wieder ich

wollte mal eure Meinung hören. Männlein wie Weiblein erwünscht.

Hatte schon öfter kurz meine Geschichte beschrieben. Mach das jetzt nochmal grob. Aaaaaaaaaalso :
Ich (24) bin jetzt mit meinem Freund (31) knapp 2 Jahre zusammen. Er ist noch verheiratet (Scheidung so gut wie durch) und hat eine 3jährige Tochter. Die Trennung von seiner Frau ist jetzt auch sogar schon über 2 Jahre her und das Verhältnis zwischen den beiden scheint wieder ganz okay zu sein.

Durch die ganze Scheidung hat er natürlich viel emotional zu verarbeiten und hat leider auch hohe finanzielle Einbusen verzeichnet und dazu kommt, dass er eh nicht gut mit Geld umgehen kann. Ihm muss man mit allem hinterher rennen (egal ob ich oder seine Freunde oder Bekannte) und er bekommt selbst sein Leben nicht so auf die Reihe, wie er es gerne hätte und ist dadurch natürlich frustriert.

Ich liebe ihn und bin bereit ihn so zu nehmen wie er ist. Mit allen Fehlern und mit allen Ecken und Kanten und will mit ihm den steinigen Weg gehen, weil ich mir mit ihm eine Zukunft vorstellen und auch aufbauen möchte.
Ist eigentlich genau das, was er sich vorstellt und was er will. Denn er wurde von seiner Ex-Frau nie so genommen wie er ist.

Wir wohnen nicht zusammen und auch so bindet er mich sehr wenig in sein emotionales Leben ein. Er öffnet sich mir gegenüber nicht. Sitzt viele Dinge bis zum Schluss aus. Letztens z. B. wollte ich mit ihm schlafen und er sagte, dass ihm nicht so danach sei und ich fragte, was mit ihm ist und erst nach 5 maligen bohren sagte er dann ganz leise, dass er sich ums Geld soviele Gedanken macht. Vorher kam immer der Spruch, dass er nicht darüber sprechen möchte. Bis ich eben nach 5 Mal von ihm gehört habe, dass er sich Gedanken ums Geld macht.

Warum lässt er sich in unserer Beziehung nicht fallen und will alles alleine machen? Warum möchte er nicht mit mir zusammen leben und demnach auch endlich sein Leben auf die Reihe bekommen? Warum will er das unbedingt alles alleine machen? Warum sieht er nicht, dass er das nicht schafft und ich nicht ewig auf ihn warte?
Natürlich möchte ich ihm Zeit geben, die er auch brauch, sagt er. Aber ich sehe eben keine Veränderung an ihm und kein Vorrankommen.

Warum stellt er sich nicht endlich seiner Zukunft mit mir? Die er ja auch möchte. Sagt er ja. Er sagt, er möchte mich mit einbinden, aber brauch seine Freiheit. Warum sieht er nicht, dass er auch so seine Freiheiten haben kann? Das er nicht jedes Mal seine Hose runter lassen muss, sondern mir nur sagen, was mit ihm los ist.
Was ist da so schwer daran?

Habt ihr eine Idee, was mit ihm los ist? Warum ihm das so schwer fällt? Was in ihm vorgeht?

LG
Stern

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A
an0N_1263397399z
20.01.05 um 0:19

Er wurde von seiner Exfrau nie so genommen,wie er ist(??),
läufst Du nicht GEfahr, mit den vielen Fragen,die Du hier stellst,genau die ähnliche Schiene zu fahren und ihn "biegen" zu wollen.....??

E r hat s e i n e vorherige Lebenssituation selbst verursacht,selbst zu verantworten und ist offensichtlich trotz Schwierigkeiten willens,seine Probleme alleine in den Griff zu bekommen.

Ich weiss nicht,wie ich mir vorkäme,wenn mir mein relativ neuer Partner vorschlagen würde,meine Schulden zu übernehmen, mir vorschlagen und vormachen würde,was ich zu tun und zu lassen hätte,um nach der Meinung meines Partners besser klarzukommen....
Mit solchen "Hilfsangeboten"kann man einen Mann echt beinah impotent werden lassen,kein Scherz.

Weil ein Mann das anders sieht,seine Sachen selbst regeln möchte und um Himmels willen keine Vorschläge oder HIlfsangebote möchte,was er zu tun hat,lassen könnte oder machen sollte.

Denn er ist erwachsen und kann das auch ganz gut selbst entscheiden,auch wenn er sich vielleicht nicht so geschickt dabei anstellen würde wie Du.

Ich könnte mir als einfachste Erklärung vorstellen,er möchte erst mal seine Sachen in etwa regeln,wobei 2J. mit Kleinkind noch keine Zeit sind....und dann mit Dir in die neue Zukunft starten.
Lass ihn seine Entscheidungen selbst treffen und seinen Weg gehen.
Begleite ihn,sei für ihn da,aber gib ihm nicht das Gefühl,ihn zu bevormunden.
Du könntest ihn damit vergraulen.

Hoffentlich war ich nicht wieder zu direkt-aber das sind so Lebenserfahrungen.....
LG
B.

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H
honor_12058263
20.01.05 um 9:42
In Antwort auf an0N_1263397399z

Er wurde von seiner Exfrau nie so genommen,wie er ist(??),
läufst Du nicht GEfahr, mit den vielen Fragen,die Du hier stellst,genau die ähnliche Schiene zu fahren und ihn "biegen" zu wollen.....??

E r hat s e i n e vorherige Lebenssituation selbst verursacht,selbst zu verantworten und ist offensichtlich trotz Schwierigkeiten willens,seine Probleme alleine in den Griff zu bekommen.

Ich weiss nicht,wie ich mir vorkäme,wenn mir mein relativ neuer Partner vorschlagen würde,meine Schulden zu übernehmen, mir vorschlagen und vormachen würde,was ich zu tun und zu lassen hätte,um nach der Meinung meines Partners besser klarzukommen....
Mit solchen "Hilfsangeboten"kann man einen Mann echt beinah impotent werden lassen,kein Scherz.

Weil ein Mann das anders sieht,seine Sachen selbst regeln möchte und um Himmels willen keine Vorschläge oder HIlfsangebote möchte,was er zu tun hat,lassen könnte oder machen sollte.

Denn er ist erwachsen und kann das auch ganz gut selbst entscheiden,auch wenn er sich vielleicht nicht so geschickt dabei anstellen würde wie Du.

Ich könnte mir als einfachste Erklärung vorstellen,er möchte erst mal seine Sachen in etwa regeln,wobei 2J. mit Kleinkind noch keine Zeit sind....und dann mit Dir in die neue Zukunft starten.
Lass ihn seine Entscheidungen selbst treffen und seinen Weg gehen.
Begleite ihn,sei für ihn da,aber gib ihm nicht das Gefühl,ihn zu bevormunden.
Du könntest ihn damit vergraulen.

Hoffentlich war ich nicht wieder zu direkt-aber das sind so Lebenserfahrungen.....
LG
B.

So wie du
es hier beschreibst, bin ich gar nicht. Ich habe die Gedanken und Sorgen, vielleicht auch unberechtigt und unnötig, aber ich habe sie und möchte darüber sprechen.

Das heißt noch lange nicht, dass ich sie an ihm auslebe und ihn bevormunde oder so. Ich lerne ja schließlich auch dazu. Und in mir sieht es ganz anders aus, wie ich mich ihm gegenüber verhalte. Dazu kommt ja noch meine Kindheitsgeschichte, die nicht gerade förderlich ist.

Ich lasse ihn seine Entscheidungen selbst treffen und alles was dazu gehört. Nur meine Gefühle sollte man nicht ganz vergessen, meinst du nicht auch? Und es ist auch ganz normal, dass ich mir solche Gedanken aufgrund der Unsicherheit mache. Aber ich möchte mich hier nicht rechtfertigen.

Deine Meinung ist schon richtig und so sehe ich das auch. Ich möchte nicht und hatte es nie vor ihn zu verbiegen. Ich möchte ihn so nehmen wie er ist.
Es ist halt schwer, wenn ich schon tiefer und weiter in die Beziehung und Zukunft einsteigen möchte und er noch nicht soweit ist. Aber du hast Recht, ich sollte mir meine Geduld wieder holen und auf uns vertrauen.

Nur manchmal lässt eben auch meine Geduld nach und die Bedürfnisse kommen hoch, auch das ist normal. Und damit umzugehen ist auch nicht so ganz einfach.

LG
Stern

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A
an0N_1263397399z
20.01.05 um 22:07
In Antwort auf honor_12058263

So wie du
es hier beschreibst, bin ich gar nicht. Ich habe die Gedanken und Sorgen, vielleicht auch unberechtigt und unnötig, aber ich habe sie und möchte darüber sprechen.

Das heißt noch lange nicht, dass ich sie an ihm auslebe und ihn bevormunde oder so. Ich lerne ja schließlich auch dazu. Und in mir sieht es ganz anders aus, wie ich mich ihm gegenüber verhalte. Dazu kommt ja noch meine Kindheitsgeschichte, die nicht gerade förderlich ist.

Ich lasse ihn seine Entscheidungen selbst treffen und alles was dazu gehört. Nur meine Gefühle sollte man nicht ganz vergessen, meinst du nicht auch? Und es ist auch ganz normal, dass ich mir solche Gedanken aufgrund der Unsicherheit mache. Aber ich möchte mich hier nicht rechtfertigen.

Deine Meinung ist schon richtig und so sehe ich das auch. Ich möchte nicht und hatte es nie vor ihn zu verbiegen. Ich möchte ihn so nehmen wie er ist.
Es ist halt schwer, wenn ich schon tiefer und weiter in die Beziehung und Zukunft einsteigen möchte und er noch nicht soweit ist. Aber du hast Recht, ich sollte mir meine Geduld wieder holen und auf uns vertrauen.

Nur manchmal lässt eben auch meine Geduld nach und die Bedürfnisse kommen hoch, auch das ist normal. Und damit umzugehen ist auch nicht so ganz einfach.

LG
Stern

Hi Stern,
natürlich ist das nicht einfach....wenn Dein Freund so ist,wie er ist....

Und GEldprobleme heben bei Männern gleich die Welt aus den Angeln...gehen damit oft schwermütiger um als mit Frauen....
Deine Kindheitsgeschichte könntest Du aufarbeiten,sofern Du das auch willst,um einfach diese Belastungen Dir für immer vom Hals zu schaffen.

viel Glück
B.

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A
an0N_1216375199z
20.01.05 um 22:59

Liebe Stern,
ich glaube er braucht wirklich nur etwas mehr Zeit. Zeit um sich selbst darüber klar zu werden, wohin er will, was er will, was schief gelaufen ist, wie er die Finanzen bewältigen soll (das kann wirklich sehr runterziehen, die Geldsorgen) ...

Emotional mit einer Beziehung ganz abzuschließen kann auch gut über 2 Jahre dauern. Es ist doch sicher einiges passiert was erst eins nach dem anderen verarbeitet werden muss. Außerdem läuft die Scheidung noch und auch wenn sie fast durch ist ist es einfach sehr belastend, der Schriftkram, ob alles glatt geht oder die Ex nicht doch noch querschießt, die "Freude" auf die Abschlussrechnung (muss ja auch irgendwie bezahlt werden) ....

Emotional finde ich es auch logisch dass er sich noch nicht überglücklich zu 100% auf dich einlässt. Gebranntes Kind und so ... auch wenn du anders bist als seine Ex, aber jeder braucht Zeit um sich wieder zu öffnen.

Ich verstehe sehr gut dass es dir nicht schnell genug gehen kann, aber das Verständnis das du hier für ihn zeigst bringt ihn sicher dazu, dir gegenüber "zutraulich" zu werden.

Für Männer ist es glaub ich noch ein bisserl schwieriger wenn sie Geldschwierigkeiten haben. Das geht gegen die männliche Ehre des Geldverdieners und Familienernährers oder was auch immer sie als ihre typisch männliche "Aufgabe" ansehen. Er fühlt sich sicherlich nicht sehr wohl zur Zeit und fragt sich vielleicht ob er ein Versager ist ... keine Kohle, Ehe kaputt ...

Und ich denke auch dass Männer es weniger gewohnt sind als Frauen über sich selbst nachzudenken. Über Schwierigkeiten reden sie meist nicht gerne sondern schweigen, während es bei Frauen oft genau andersherum ist.

Ich denke du brauchst wirklich nur die Energie um weiterhin Geduld für ihn und seine wirklich schwierige Situation aufzubringen. Vielleicht platzt ja auch schon der Knoten wenn die Scheidung endlich ganz durch ist.

alles Gute, Gle

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H
honor_12058263
21.01.05 um 10:30
In Antwort auf an0N_1216375199z

Liebe Stern,
ich glaube er braucht wirklich nur etwas mehr Zeit. Zeit um sich selbst darüber klar zu werden, wohin er will, was er will, was schief gelaufen ist, wie er die Finanzen bewältigen soll (das kann wirklich sehr runterziehen, die Geldsorgen) ...

Emotional mit einer Beziehung ganz abzuschließen kann auch gut über 2 Jahre dauern. Es ist doch sicher einiges passiert was erst eins nach dem anderen verarbeitet werden muss. Außerdem läuft die Scheidung noch und auch wenn sie fast durch ist ist es einfach sehr belastend, der Schriftkram, ob alles glatt geht oder die Ex nicht doch noch querschießt, die "Freude" auf die Abschlussrechnung (muss ja auch irgendwie bezahlt werden) ....

Emotional finde ich es auch logisch dass er sich noch nicht überglücklich zu 100% auf dich einlässt. Gebranntes Kind und so ... auch wenn du anders bist als seine Ex, aber jeder braucht Zeit um sich wieder zu öffnen.

Ich verstehe sehr gut dass es dir nicht schnell genug gehen kann, aber das Verständnis das du hier für ihn zeigst bringt ihn sicher dazu, dir gegenüber "zutraulich" zu werden.

Für Männer ist es glaub ich noch ein bisserl schwieriger wenn sie Geldschwierigkeiten haben. Das geht gegen die männliche Ehre des Geldverdieners und Familienernährers oder was auch immer sie als ihre typisch männliche "Aufgabe" ansehen. Er fühlt sich sicherlich nicht sehr wohl zur Zeit und fragt sich vielleicht ob er ein Versager ist ... keine Kohle, Ehe kaputt ...

Und ich denke auch dass Männer es weniger gewohnt sind als Frauen über sich selbst nachzudenken. Über Schwierigkeiten reden sie meist nicht gerne sondern schweigen, während es bei Frauen oft genau andersherum ist.

Ich denke du brauchst wirklich nur die Energie um weiterhin Geduld für ihn und seine wirklich schwierige Situation aufzubringen. Vielleicht platzt ja auch schon der Knoten wenn die Scheidung endlich ganz durch ist.

alles Gute, Gle

Er hat gesagt
dass er sich im Moment keine Gedanken macht und sein Leben die nächsten 3 Jahre nicht verplanen möchte und noch eine lange Zeit alleine wohnen möchte.

Und unsere Lebensziele sind momentan so verschieden. Ich möchte Partnerschaft und Familie und er Freiheit.

Aber soll ich deswegen die Beziehung beenden?
Das möchte ich nicht. Ich liebe ihn.

Ja, die Geduld habe ich auch und möchte ich uns auch geben. Aber wer sagt mir, wie lange er noch Zeit brauch? Und wer sagt mir, dass er sich nach dieser Zeit doch gegen uns entscheidet?
Er vermittelt mir kein bisschen Sicherheit und Vertrauen auf die Beziehung.
Diese lange ungewisse Zeit macht mich wahnsinnig und damit komme ich nicht klar.
Wenn er sagen würde er brauch noch 2-3 Jahre, dann hätte ich wenigstens einen Richtwert und könnte da besser mit umgehen.

LG
Stern

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H
honor_12058263
21.01.05 um 11:47

Tja
der Stand der Dinge ist. Das mein Freund es so gut findet, wie es im Moment ist und er es nicht ändern kann.

Und es jetzt an mir läge, ob ich meine Bedürfnisse zurückstecken könne oder nicht. Und ich an der Reihe wäre eine Entscheidung zu treffen.

Mir geht es schlecht, verdammt schlecht. Ich liebe ihn und möchte doch einfach nur mit ihm zusammen sein. Und er liebt mich nicht genug, um mich glücklich zu machen und würde es einfach so hinnehmen, dass es vielleicht ein anderer Mann könnte.

Trifft es da zu, dass wenn man liebt auch loslassen muss?

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A
an0N_1216375199z
21.01.05 um 18:15
In Antwort auf honor_12058263

Er hat gesagt
dass er sich im Moment keine Gedanken macht und sein Leben die nächsten 3 Jahre nicht verplanen möchte und noch eine lange Zeit alleine wohnen möchte.

Und unsere Lebensziele sind momentan so verschieden. Ich möchte Partnerschaft und Familie und er Freiheit.

Aber soll ich deswegen die Beziehung beenden?
Das möchte ich nicht. Ich liebe ihn.

Ja, die Geduld habe ich auch und möchte ich uns auch geben. Aber wer sagt mir, wie lange er noch Zeit brauch? Und wer sagt mir, dass er sich nach dieser Zeit doch gegen uns entscheidet?
Er vermittelt mir kein bisschen Sicherheit und Vertrauen auf die Beziehung.
Diese lange ungewisse Zeit macht mich wahnsinnig und damit komme ich nicht klar.
Wenn er sagen würde er brauch noch 2-3 Jahre, dann hätte ich wenigstens einen Richtwert und könnte da besser mit umgehen.

LG
Stern

Liebe Stern ...
>Ich möchte Partnerschaft und Familie und er Freiheit.<

Aaaaaalso .... bei mir und meinem Freund ist es gerade andersherum. Ich war auch verheiratet, habe ein Kind und bin seit letztem Jahr endlich geschieden. Und was sagt mein Freund zu mir? Klasse, dann können wir ja jetzt endlich heiraten. Ey, lieber würd ich aufhören zu rauchen.

Als wir uns kennenlernten war ich schon getrennt aber noch in Scheidung und mir lag nichts ferner als eine feste Beziehung einzugehen. Geschweige denn Heiraten und Familie gründen, Horror! Das hatte ich doch gerade erst und das war auch gründlichst schief gegangen. Ist doch ganz normal dass man sich nicht sofort in das nächste eventuelle Desaster wirft? Also wenn ich nen Autounfall hab, dann werd ich mich doch nicht selber früher aus dem Krankenhaus entlassen und gleich wieder in nen Auto steigen, oder?

Mir sind Ehe und Familie und Kinder ZU wichtig als dass ich das leichtfertig zwei-dreimal durchprobieren möchte. Vor allem nach so kurzer Zeit!

Erstmal abchecken ob das alles so zwischen uns funktioniert. Bei meinem Ex hatte ich ja schon gedacht er wär der Richtige und wir würden zusammen alt werden und so. Da hatte ich mich geirrt. Von daher ist bei mir so ne Art Urvertrauen in ne glückliche Heirat verlorengegangen.

Also ich bin nur mit meinem Freund letztlich zusammengekommen weil ich einfach zuviel für ihn empfunden habe. Ich wollte das gar nicht. Hatte aber auch sehr viel Angst und hab anfangs sehr dichtgemacht. Außerdem war ich ziemlich misstrauisch und recht pessimistisch. Wenn er davon erzählte dass er mit mir immer zusammenbleiben möchte, hab ich nur mit den Schultern gezuckt und dachte mir naja er hat halt noch ne rosarote Brille. Als er mich gefragt hat ob ich ihn heiraten will hab ich "oh Gott alles nur das nicht" gerufen. Kinder? Neenee, lieber nicht. Zusammenziehen? Nein, ich brauch dringend meinen Freiraum. Früher hätt ich nie so reagiert!

Klar, er hat alles noch vor sich, er wünscht sich nichts mehr als eine eigene Familie. Ich sagte ihm da hätte er sich fatalerweise aber eindeutig die falsche Frau für ausgesucht.

Im Prinzip könnte man sich auch gleich trennen weil unsere beiden Ziele absolut unvereinbar sind, ohne dass einer von uns zutiefst unglücklich dabei wird.

Klar lieb ich ihn, aber nen Kind mit ihm? Da gehen bei mir alle Schotten runter und ich krieg Panik.

Das alles hab ich ihm auch schon versucht zu erklären. Naja er findet das nicht so schlimm. Wahrscheinlich denkt er, er kriegt mich früher oder später doch noch weichgeklopft

Übrigens, nerven tut er mich nicht auch wenn er manchmal so drauf drängt. Ich weiß dass er es nicht versteht warum ich mich da so querstelle. Aber was soll ich machen? Ich kann halt nicht anders.

Ich genieße jetzt einfach die Zeit die ich mit ihm habe, aber ich sehe keinen Sinn darin, alles festzumachen. Mir ist es lieber wenn ich von jetzt auf gleich meine Sachen packen und gehen kann anstatt jahrelang in Scheidungsformalitäten zu stecken die dazu noch ne Menge schönes Geld kosten. Wozu?!

Zusammenziehen? Da denk ich nur an die letzte Phase der Trennung von meinem Ex. ne Menge Diskussion, Streß und Streit. Es ist so schön alleine zuhause zu sein und keiner redet einem rein, macht Vorwürfe oder meckert. Die Zeit braucht man auch, bis man soweit ist und von sich wieder jemanden bei sich haben möchte. Das ist wie wenn man monatelang Streß auf Arbeit und irgendwann dann endlich Urlaub hat. Aber dann einer ankommt und verlangt man dürfe sich nicht erholen sondern soll weiterarbeiten.

Also mein Freund musste letztes Jahr bei mir einziehen weil er seine Wohnung aufgeben musste. Naja begeistert war ich nicht, sonst hätte er aber nirgendwo hin können. Die erste Zeit dachte ich ich ersticke. Überall seine Sachen, ich dachte ich hab keine Luft mehr zum Atmen. Überall sein Kram, manchmal habe ich es richtig gehasst. Obwohl er vorher auch jeden Tag bei uns war ... auch schon mit vielen Sachen von sich .... aber DAS war ja freiwillig.

Weiß nicht ob du das verstehst?! Ist vielleicht nicht so leicht nachzuvollziehen ...

Verstehe dich aber auch, dieses in-der-Luft-hängen ist ja auch furchtbar zermürbend.

Klar, wenn du denkst er ist es dann tut es dir weh wenn er dich da zurückweist. Aber das muss eben nicht heißen dass er keine Gefühle für dich hat ... vielleicht sogar im Gegenteil.

alles Liebe, Glen

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S
salka_12299244
21.01.05 um 18:47
In Antwort auf an0N_1263397399z

Hi Stern,
natürlich ist das nicht einfach....wenn Dein Freund so ist,wie er ist....

Und GEldprobleme heben bei Männern gleich die Welt aus den Angeln...gehen damit oft schwermütiger um als mit Frauen....
Deine Kindheitsgeschichte könntest Du aufarbeiten,sofern Du das auch willst,um einfach diese Belastungen Dir für immer vom Hals zu schaffen.

viel Glück
B.

Mutter oder Partnerin?
Hallo Stern,

ich sehe es ähnlich wie Glen in Ihrem Posting. Du sollst Dich auch sicher nicht rechtfertigen, aber Du fragst nach Meinungen...

Du schreibst, daß Du ihn nicht bevormundest, weiter oben aber, daß Du ihn durch 5maliges Nachfragen dazu nötigst, Dir Dinge mitzuteilen, die er scheinbar lieber allein regeln möchte. Männer sind nun mal emotional anders als Frauen.

Du versuchst, ihn zu kontrollieren,indem Du über seine Gefühle genauestens Bescheid wissen willst. Hast Du vielleicht insgeheim Angst, daß sich die Beziehung nicht so entwickeln könnte, wie DU es möchtest?

Eine Beziehung entwickelt sich, je mehr Du versuchst, dies in irgendeine Richtung zu lenken, desto mehr wird er sich vermutlich verschließen.

Es hört sich ein wenig so an, als würdest Du ihn dafür zuständig machen wollen, Dich glücklich zu machen, aber dafür bist Du selber zuständig.

Zuletzt schreibst Du, Du möchtest einfach nur mit ihm zusammen sein... das kannst Du doch, aber Du möchtest mehr, Du überfrachtest ihn mit Deinen Erwartungen und fühlst Dich unglücklich, wenn er sie nicht erüllt.

Den anderen nicht nur zu akzeptieren, wie er ist, sondern zu wollen, wie er ist, das ist eine Kunst, aber eine, die zu einer glücklichen Partnerschaft führt.

Liebe Grüße
laLuna

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H
honor_12058263
22.01.05 um 16:19
In Antwort auf an0N_1216375199z

Liebe Stern ...
>Ich möchte Partnerschaft und Familie und er Freiheit.<

Aaaaaalso .... bei mir und meinem Freund ist es gerade andersherum. Ich war auch verheiratet, habe ein Kind und bin seit letztem Jahr endlich geschieden. Und was sagt mein Freund zu mir? Klasse, dann können wir ja jetzt endlich heiraten. Ey, lieber würd ich aufhören zu rauchen.

Als wir uns kennenlernten war ich schon getrennt aber noch in Scheidung und mir lag nichts ferner als eine feste Beziehung einzugehen. Geschweige denn Heiraten und Familie gründen, Horror! Das hatte ich doch gerade erst und das war auch gründlichst schief gegangen. Ist doch ganz normal dass man sich nicht sofort in das nächste eventuelle Desaster wirft? Also wenn ich nen Autounfall hab, dann werd ich mich doch nicht selber früher aus dem Krankenhaus entlassen und gleich wieder in nen Auto steigen, oder?

Mir sind Ehe und Familie und Kinder ZU wichtig als dass ich das leichtfertig zwei-dreimal durchprobieren möchte. Vor allem nach so kurzer Zeit!

Erstmal abchecken ob das alles so zwischen uns funktioniert. Bei meinem Ex hatte ich ja schon gedacht er wär der Richtige und wir würden zusammen alt werden und so. Da hatte ich mich geirrt. Von daher ist bei mir so ne Art Urvertrauen in ne glückliche Heirat verlorengegangen.

Also ich bin nur mit meinem Freund letztlich zusammengekommen weil ich einfach zuviel für ihn empfunden habe. Ich wollte das gar nicht. Hatte aber auch sehr viel Angst und hab anfangs sehr dichtgemacht. Außerdem war ich ziemlich misstrauisch und recht pessimistisch. Wenn er davon erzählte dass er mit mir immer zusammenbleiben möchte, hab ich nur mit den Schultern gezuckt und dachte mir naja er hat halt noch ne rosarote Brille. Als er mich gefragt hat ob ich ihn heiraten will hab ich "oh Gott alles nur das nicht" gerufen. Kinder? Neenee, lieber nicht. Zusammenziehen? Nein, ich brauch dringend meinen Freiraum. Früher hätt ich nie so reagiert!

Klar, er hat alles noch vor sich, er wünscht sich nichts mehr als eine eigene Familie. Ich sagte ihm da hätte er sich fatalerweise aber eindeutig die falsche Frau für ausgesucht.

Im Prinzip könnte man sich auch gleich trennen weil unsere beiden Ziele absolut unvereinbar sind, ohne dass einer von uns zutiefst unglücklich dabei wird.

Klar lieb ich ihn, aber nen Kind mit ihm? Da gehen bei mir alle Schotten runter und ich krieg Panik.

Das alles hab ich ihm auch schon versucht zu erklären. Naja er findet das nicht so schlimm. Wahrscheinlich denkt er, er kriegt mich früher oder später doch noch weichgeklopft

Übrigens, nerven tut er mich nicht auch wenn er manchmal so drauf drängt. Ich weiß dass er es nicht versteht warum ich mich da so querstelle. Aber was soll ich machen? Ich kann halt nicht anders.

Ich genieße jetzt einfach die Zeit die ich mit ihm habe, aber ich sehe keinen Sinn darin, alles festzumachen. Mir ist es lieber wenn ich von jetzt auf gleich meine Sachen packen und gehen kann anstatt jahrelang in Scheidungsformalitäten zu stecken die dazu noch ne Menge schönes Geld kosten. Wozu?!

Zusammenziehen? Da denk ich nur an die letzte Phase der Trennung von meinem Ex. ne Menge Diskussion, Streß und Streit. Es ist so schön alleine zuhause zu sein und keiner redet einem rein, macht Vorwürfe oder meckert. Die Zeit braucht man auch, bis man soweit ist und von sich wieder jemanden bei sich haben möchte. Das ist wie wenn man monatelang Streß auf Arbeit und irgendwann dann endlich Urlaub hat. Aber dann einer ankommt und verlangt man dürfe sich nicht erholen sondern soll weiterarbeiten.

Also mein Freund musste letztes Jahr bei mir einziehen weil er seine Wohnung aufgeben musste. Naja begeistert war ich nicht, sonst hätte er aber nirgendwo hin können. Die erste Zeit dachte ich ich ersticke. Überall seine Sachen, ich dachte ich hab keine Luft mehr zum Atmen. Überall sein Kram, manchmal habe ich es richtig gehasst. Obwohl er vorher auch jeden Tag bei uns war ... auch schon mit vielen Sachen von sich .... aber DAS war ja freiwillig.

Weiß nicht ob du das verstehst?! Ist vielleicht nicht so leicht nachzuvollziehen ...

Verstehe dich aber auch, dieses in-der-Luft-hängen ist ja auch furchtbar zermürbend.

Klar, wenn du denkst er ist es dann tut es dir weh wenn er dich da zurückweist. Aber das muss eben nicht heißen dass er keine Gefühle für dich hat ... vielleicht sogar im Gegenteil.

alles Liebe, Glen

Hallo
Ich gebe dir Recht mit dem was du sagst und kann das auch gut verstehen. Aber diese scheiß Instinkt unter Kontrolle zu bekommen ist nicht einfach.

Zumal mein Freund der erste war, der zu mir sagte, dass er mit mir noch ein Kind haben möchte und mit mir seine Zukunft verbringen möchte und uns Ringe gekauft hat etc. Das war nach einem dreiviertel Jahr. Er ist jetzt "erwachsen" geworden und ihm ist klar geworden, dass einiges schief läuft in seinem Leben und er das auf dir Reihe kriegen will und muss. Und weil es eben am Anfang total anders war und er euphorisch war und ich mich somit auf mein Urinstikt eingelassen habe, weil er für mich der Richtige dazu ist.

Aber ich habe mich für mich entschlossen mir ein anderes Lebensziel zu stecken und meinem Körper zu sagen, dass er gerfälligst noch warten kann bis ich Kinder bekomme und eine Famile

Ich habe mich entschieden die Beziehung auf seiner Basis zu führen, weil es die vernünftigere Ansicht ist und weil ich ihn sehr liebe und er Recht hat. Aber das ist eben manchmal so schwer mit den Gefühlen zu vereinbaren. Ich werde mich um meine berufliche Zukunft wieder kümmern, die ich hab schleifen lassen. Zu zweit kann man eben kein Auto fahren, sondern jeder muss sein eigenes Auto fahren und man fährt ab und zu bei dem Partner mit. Ich weiß nicht, ob man das verstehen kann, was ich meine.

Ich möchte ihm die Zeit geben, die er brauch und eben vieles runterschrauben, was bestimmt nicht einfach und oft schmerzhaft ist.

LG
Stern

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