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Warum immer nur diese panikatacken/totale krise

30. Oktober 2009 um 9:26

Hallo ihr
Ich habe einige Themenübergreiffende Probleme und hoffe das ihr mir helfen könnt.

Ich wende mich an euch, weil ich seit einiger Zeit Panikattacken bekomme. Meist ist es so, dass ich Nachts aufwache und Das Gefühl habe, mein Herz bleibt stehen, oder es ist eine enorme Last auf meiner Brust. Dieses Gefühl verschwindet für mindestens eine halbe Stunde nicht. Ich versuche mich zu beruhigen, mir zu sagen das das Ganze ja psychologischer Natur ist, aber es wurde kaum besser. Im Hinterkopf bleibt ich könnte ja sterben.

Da sich die Atacken immer mehr häufen, fürchte ich, dass mein Körper mir irgendetwas mitteilen will. Ich denke die Psyche und die körperllichen Symptome bedingen sehr oft einander.

Nun vielleicht mal eine kurze Vorgeschichte zu mir. Mit 17 zog ich von meinem Zu Hause aus, in dem ich mich nie wohl fühlte und zog allein nach Dresden. Dort machte ich ein Jahr lang eine Ausbildung, stellte aber dort erste Erschöpfungssymptome fest, hatte das Gefühl nicht mehr zu können. Ich brach die Ausbildung ab, da sie nicht meinen wirklichen Interessen entsprach.

Ich zog aus meiner Wohnung aus, musste wieder zu meinen eltern zurück und begann eine neue ausbildung im sozialen bereich, die mich sehr ausfüllte und glücklich machte. ich war gut, bekam anerkennung nur leider verdarb ich mir auch das und rasselte durch eine praktische prüfung.

ich hätte das lehrjahr wiederholen müssen, statdessen flüchtete ich aber nach wien zu einem 20 jahre älteren mann den ich per internet kennengelernt hatte. das dümmste wohl überhaupt. im nachhinein denke ich, ich habe das getan, weil ich von meinen eltern keine unterstützung bekam und meine wichtigste freundin zu dieser zeit nicht für mich da war. ich brauchte nähe bekam sie aber, wie so oft nicht. ich glaubte, der mann in wien könnte mir halt geben. es war übrigens der erste mann für mich überhaupt, den davor hatte ich einen förmlichen ekel vor allem männern. warum also gerade der, ist mir im nachhinein erst recht schleierhaft.

nun ja, besagter 40 jähriger mann kontrollierte mich ständig, setzte mich unter druck, tat mir psychische gewalt an und war eigentlich grausam zu mir obwhl er meinte mich zu lieben. er erlaubte mir auch nicht, mit meinen freunden in deutschland kontakt zu halten, da er meinte die telefonkosten wären zu teuer nebenbei nahm ich eine arbeit im pflegebereich an, arbeitete von montag bis sonntags ohne unterlass und musste wenn ich nach hause kam mich noch mit den unmöglischsten hygienischen umständen in seiner bzw, jetzt auch meiner wohnung klar kommen.

dann passierte das ereignis, dass mich fast zu einem zusammenbruch brachte, er kam nämlich ins krankenhaus. er behauptete sterbenskrank zu sein um mich an ihm zu binden. ich war zu dieser zeit ständig am heulen, wollte es allem recht machen. meinen klienten, ihn und konnte irgendwann nicht mehr. ich besuchte ihn im krankenhaus, nahm mir nach einem halben jahr unablässiger arbeit mal frei um für ihn da zu sein und wartete bis er aus dem krankenhaus entlassen wurde und dann ging ich.

ich packte meine sachen und ging unter tränen nach deutschland zurück. um die sache aus wien zu verdrängen suchte ich mir schnell einen neuen freund, machte ein ganzes halbes jahr in deutschland sogar noch ein praktikum im kindergarten welches ich mit viel lob beendete und begann die soziale ausbildung erneut um sie auch abzuschließen.

Nun, aber kommen diese panikatacken und häufen sich immer mehr. ich weiß nicht warum. gerade jetzt müsste ich doch eigentlich aufatmen. mich überfordert momentan alles. ich habe für meine neue ausbildung keine kraft und nichts kann mich wirklich glücklich machen. ich komm mit meinen mitschülern nicht klar und habe angst meinen wundervollen jetzigen freund zu verlieren, weil meine panikatacken bzw. meine momentane psychische situation die beziehung stark belasten.

habt ihr eine erklärung für all das? bin wirklich verzweifelt.

ich danke euch bereits im vorraus, dass ihr euch meinen ellenlangen text durchgelesen habt.

warum diese panikattacken gerade jetzt? wieso kann ich nichts beenden in meinem leben? fühle mich so als versager, weil ich momentan einfach nicht mehr kann.

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30. Oktober 2009 um 9:45

Das hört sich
nach einer schweren Depression an.

Und diese Panikattacken kommen gerade JETZT, wo es Dir doch eigentlich wieder bessergehen sollte, weil jetzt, wo Du das Schlimmste überstanden hast, Du etwas zu Ruhe gekommen bist, Deine Psyche erst alles verarbeiten muss, was Du erlebt und erlitten hast. Das ist immer so.

Denke, Du solltest einen Psychiater (zwecks eventueller Medikation) und einen Psychotherapeuten konsultieren, um alles, was Du verdrängt hast und was Deine Seele belastet, aufzuarbeiten. Deine ganzen Ängste - auch Versagensängste - Dein früherer Ekel vor Männern - weshalb eigentlich? weißt Du, woraus das resultiert? - solltest Du mit einem guten Psychologen besprechen.

Aus eigener Kraft wirst Du Dich wohl kaum aus diesem Sumpf befreien können. Panikattacken - speziell nachts - sind äusserst belastend, kenne das selbst. Ablenkung hilft, lesen, fernsehen, telefonieren (was natürlich nachts schlecht geht)...

Was mir auffällt, Du "flüchtest" Dich stets zu einem NEUEN Mann. Vielleicht wäre es besser gewesen, Du hättest erstmal die gescheiterte Beziehung zu dem wesentlich älteren Mann verarbeiten sollen, als sofort wieder einen NEUEN zu suchen. Hast Du noch mehr Angst alleine? fühlst Du Dich dann noch hilfloser? denke, Deine gesamten Probleme könnten auch mit Deiner Kindheit zusammenhängen, allein schon der EKEL vor Männern. Denke mal drüber nach.

Aber auf jeden Fall rate ich Dir dringenst, ärztliche Hifle in Anspruch zu nehmen, und zwar so schnell wie möglich.

Wünsche Dir viel Kraft und alles Gute.

LG

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30. Oktober 2009 um 10:31

Hmm...
Ich kenne diese Panikattacken nur zu gut. Habe auch alles schon ausprobiert. Zuletzt war ich bei einer Lebensberatung, bzw. Heilerin Hört sich zwar nach Humbuck an, aber das ist wirklich das einzigste was mich auf meinem Weg weiter gebracht hat und Meditation. Fest steht das du auf jeden Fall irgendetwas tun musst, aber resignieren bringt dich nicht weiter und macht alles nur noch schlimmer!! Und lass auf alle Fälle die Finger von Medikamenten die unterdrücken die Symptome, aber die Psychischen Probleme sind dann immernoch vorhanden und die Ursache ist keinesfalls bekämpft. Alles gute!!

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30. Oktober 2009 um 11:36

Hallo liebe crueless
doch ihr habt mir vor kurzem sehr geholfen und es ging mir danach schon besser als zuvor. ich habe auch schon seit dem letzten mal als ich geschrieben hatte, ganz viele psychologen angerufen die mich aber alle vertröstet haben weil momentan kein termin frei wäre bis ich am mittwoch einen termin bekam. ein neuer psychologe, kein verhaltenstherapeut wie der vorherige, sondern ein tiefenpsychologe. ich hoffe er kann mit mir das ganze aufarbeiten. ich habe jetzt nur geschrieben, weil ich angst habe das die panikattacken meinen alltag bestimmen, weil es immer schlimmer wird und ich erst in 2 wochen wieder einen neuen termin bei besagten psychologen habe. ich glaub ich will mir das ganze von der seele schreiben. nebenbei erwarte ich natürlich auch von den neuen psychologen keine wunder, denn das Ganze ist ein schwieriger prozess der nicht von heut auf morgen geht.

wegen meiner jetztigen ausbildung meinte mein neuer psychologe, ich soll mir gut überlegen ob die überhaupt die richtige für mich ist. er sagte " junge leute neigen dazu, das leben euphorisch zu betrachten, allerdings wissen sie nicht was in 10 jahren sein wird. viele die euphorisiert altenpfleger oder erzieher lernten sind nach 10 jahren fertig mit den nerven, überlegen sie sich gut ob sie sich das auch in 10 jahren noch vorstellen können," sagte er.

das hat mich sehr zum nachdenken gebracht, da ich ja momentan auch wirklich keine lust mehr auf das ganze hab bzw nicht mehr wirklich kraft hab

ich danke dir und auch allen anderen fürs zuhören, es tut gut sich alles vom herzen zu schreiben und jede antwort von euch ist mir wirklich eine hilfe

danke

kassiopeia

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30. Oktober 2009 um 14:33

Keine Panik
Panikattacken können viele Ursachen haben. Z.B. begleiten sie oft Depressionen. Sie können aber auch von traumtischen Erlebnissen ausgelöst werden, oder sich selbst unterhalten indem man eine Angst vor den Panikattacken entwickelt.

Wichtig ist im Kopf zu behalten, dass sie sich S cheisse anfühlen, aber vollkommen ungefährlich sind. Man kann mit ihnen also umgehen wie mit Bauchweh - sich sagen, ist unangenehm aber nicht schlimm. Widme ihnen nicht zu viel Aufmerksamkeit.

Die anderen Probleme, die Du geschildert hattest, können gut die Bereitschaft zu den Panikattacken gefördert haben. Wenn man Angst vor der Zukunft hat, können diese Panikattacken das gleichzeitig ausdrücken und einen leider auch von den Schritten ablenken, die man gehen sollte, um herauszufinden.

jaja

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1. November 2009 um 22:36

Vielen vielen dank
also das mit der notfallnummer wusste ich noch gar nicht.

ich kann ja mal googlen, vielelicht find ich sie ja.

ich fühle mich durch das ganze von der seele schreiben viel besser und das tut unheimlich gut.

wenn ich an morgen, meinen ersten schultag nach den ferien denke schüttelt es mich innerlich aber trotzdem. ich hab angst wenn ich nur daran denke, aber ich weiß ja das es für mich keine alterntaive gibt außer mich aufzugeben und das will ich ja nicht.

es ist nur so, dass ich momentan alles als sinnlos empfinde und nicht mehr weiß wofür ich kämpfe, keinen antrieb finde die ganzen belegarbeiten zu schreiben die am ende der woche abgegeben werden müssen. nebenbei noch das praktikum, wo ich noch mehr angst vor den leuten dort habe.

mir kommt alles so unerträglich und aussichtslos vor.

aber danke für die guten tipps. ich werde auf meine atmung achten, bei der nächsten panikattacke

danke auch dir liebe crueless, dass du dir wieder so viel zeit genommen hast.

ich werde jetzt schlafen gehen und hoffen dass meine panik mich in ruhe lässt. angst vor den morgigen tag habe ich schon

kassiopeia

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