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Warum geraten die liebenswertesten Frauen an die größten Ekel?

7. Juni um 15:51 Letzte Antwort: 16. Juni um 14:51

So, ihr Lieben,

Eine Anregung von zauderer22 aufgreifend, eröffne ich hiermit die Diskussion. Immer her mit euren Vermutungen, Vorurteilen und Erfahrungen!

Viel Spaß beim diskutieren und freundliche Grüße,
Christoph

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7. Juni um 17:59

Ich bin liebenswert ist nicht gleich Ich bin der Fußabtreter in der Beziehung.

Frauen, die an die größten Ekel geraten, sind deshalb mMn in erster Linie voller Selbstzweifel. Diese Selbstzweifel äußern sich meist in einer Verdrängung der eigenen Bedürfnisse und einer Fixierung auf die Anforderungen des Partners. Das mag man mit Liebenswürdigkeit verwechseln, hat aber damit wenig zu tun.


 

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7. Juni um 16:03

Meine Vermutung wie folgt:

Beide liebenswürdig = Beziehung langweilig, läuft sich irgendwann tot.

Beide ekelig = Beziehung zerstörerisch mit NULL Überlebenschancen.

Einer liebenswürdig und einer ekelig = PASST. Keine Langeweile und große Überlebenschancen. Sieht man doch immer wieder.

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7. Juni um 16:08
In Antwort auf amiga

Meine Vermutung wie folgt:

Beide liebenswürdig = Beziehung langweilig, läuft sich irgendwann tot.

Beide ekelig = Beziehung zerstörerisch mit NULL Überlebenschancen.

Einer liebenswürdig und einer ekelig = PASST. Keine Langeweile und große Überlebenschancen. Sieht man doch immer wieder.

Volle Zustimmung.
Reibungswärme und Nestwärme haben etwas gemein: Wärme.

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7. Juni um 16:45
In Antwort auf amiga

Meine Vermutung wie folgt:

Beide liebenswürdig = Beziehung langweilig, läuft sich irgendwann tot.

Beide ekelig = Beziehung zerstörerisch mit NULL Überlebenschancen.

Einer liebenswürdig und einer ekelig = PASST. Keine Langeweile und große Überlebenschancen. Sieht man doch immer wieder.

jetzt habe ich zwar nicht mehr die zeit, mich in das thema groß reinzuhängen, aber was ich oft nicht verstehe:

warum wird "nett" so oft mit "langweilig" gleichgesetzt?
warum finden so viele leute "streit" so spannend? haben die keine anderen hobbys? keine interessen?

zugegeben, ich hatte da in meiner jugend tatsächlich so meine probleme. ich bin nämlich einer von den "netten", wobei ich denke, dass ich durchaus nicht langweilig bin - offen für neues, und auch selber voller ideen, was man den lieben langen tag so machen könnte...

trotzdem waren die offensiven machos, mit denen ansonsten nicht viel anzufangen war, aber meist erfolgreicher...
 

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7. Juni um 16:53
In Antwort auf user08152

jetzt habe ich zwar nicht mehr die zeit, mich in das thema groß reinzuhängen, aber was ich oft nicht verstehe:

warum wird "nett" so oft mit "langweilig" gleichgesetzt?
warum finden so viele leute "streit" so spannend? haben die keine anderen hobbys? keine interessen?

zugegeben, ich hatte da in meiner jugend tatsächlich so meine probleme. ich bin nämlich einer von den "netten", wobei ich denke, dass ich durchaus nicht langweilig bin - offen für neues, und auch selber voller ideen, was man den lieben langen tag so machen könnte...

trotzdem waren die offensiven machos, mit denen ansonsten nicht viel anzufangen war, aber meist erfolgreicher...
 

Das hat mit Evolution was zu tun. DIE interessiert sich nämlich nicht für neue Ideen, die ein nettes Individuum gerade mal hat, sondern, dass die Gattung nicht ausstirbt. Deshalb hat der frechste, ekeligste Dummbatz Erfolg. Er muss nämlich nicht mehr können als Angeben und V*geln. 

Im Beruf reicht dann oft Angeben und Lügen.

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7. Juni um 16:57
In Antwort auf amiga

Meine Vermutung wie folgt:

Beide liebenswürdig = Beziehung langweilig, läuft sich irgendwann tot.

Beide ekelig = Beziehung zerstörerisch mit NULL Überlebenschancen.

Einer liebenswürdig und einer ekelig = PASST. Keine Langeweile und große Überlebenschancen. Sieht man doch immer wieder.

Kann ich nicht behaupten, da ich zu den netteren gehöre und schon eine Beziehung mit einem ebensolchen netten Mann hatte. Es wurde nicht langweilig. Ich brauche definitiv kein Drama, Probleme und Mist am hacken..Das zermuerbt einen auf Dauer. 

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7. Juni um 17:01
In Antwort auf user1850626310

Kann ich nicht behaupten, da ich zu den netteren gehöre und schon eine Beziehung mit einem ebensolchen netten Mann hatte. Es wurde nicht langweilig. Ich brauche definitiv kein Drama, Probleme und Mist am hacken..Das zermuerbt einen auf Dauer. 

Würde mich mal interessieren, warum die nette Beziehung nicht gehalten hat? Nee, ehrlich jetzt!

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7. Juni um 17:19
In Antwort auf amiga

Würde mich mal interessieren, warum die nette Beziehung nicht gehalten hat? Nee, ehrlich jetzt!

Er hat irgendwann gemerkt, dass er sein Leben für sich will, er bezeichnet sich als Beziehungsunfaehig, nachdem die Beziehung nach mir auch auseinander ging, selber Schlussmachgrund. Nun ist er alleine und fühlt sich wohl und möchte auch gar nichts anderes. Sowas gibt es auch. War sehr schade damals, meine schmerzhafteste Trennung, denn er war wirklich ein toller Partner. 

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7. Juni um 17:49
In Antwort auf user08152

jetzt habe ich zwar nicht mehr die zeit, mich in das thema groß reinzuhängen, aber was ich oft nicht verstehe:

warum wird "nett" so oft mit "langweilig" gleichgesetzt?
warum finden so viele leute "streit" so spannend? haben die keine anderen hobbys? keine interessen?

zugegeben, ich hatte da in meiner jugend tatsächlich so meine probleme. ich bin nämlich einer von den "netten", wobei ich denke, dass ich durchaus nicht langweilig bin - offen für neues, und auch selber voller ideen, was man den lieben langen tag so machen könnte...

trotzdem waren die offensiven machos, mit denen ansonsten nicht viel anzufangen war, aber meist erfolgreicher...
 

Ich finde nett überhaupt nicht langweilig. Eine nicht nette Person will ich gar nicht näher kennenlernen, egal ob Mann oder Frau. Mein Liebster ist auch total nett und unkompliziert. Wir führen eine harmonische Beziehung ohne Drama. Ich liebe es so.

Zur Eingangsfrage: Vielleicht glauben nette Menschen zu sehr ans Gute im Menschen. Einige können auch nicht richtig Grenzen setzen und sind leichte Beute für A..l...

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7. Juni um 17:59

Ich bin liebenswert ist nicht gleich Ich bin der Fußabtreter in der Beziehung.

Frauen, die an die größten Ekel geraten, sind deshalb mMn in erster Linie voller Selbstzweifel. Diese Selbstzweifel äußern sich meist in einer Verdrängung der eigenen Bedürfnisse und einer Fixierung auf die Anforderungen des Partners. Das mag man mit Liebenswürdigkeit verwechseln, hat aber damit wenig zu tun.


 

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7. Juni um 18:21

Da wurde wohl versäumt von den Eltern in der Kindheit Urvertrauen in die Persönlichkeit zu vermitteln und zu wenig Selbstwertgefühl wurde aufgebaut.
Oftmals denken diese Frauen leider, sie hätten es verdient, so behandelt zu werden und
es läge an ihnen. Leider haben so Ekelärsche, die eben auch kein Selbstwertgefühl entwickelt haben, den Hang dazu, den Partner zu erniedrigen, um sich besser zu fühlen. 
Fatale Kombi.
Wenn ich weiß, wer ich bin und was ich für mich zulassen möchte bzw. der andere weiß,
dass man mit Liebe und Fürsorge mehr erreicht als mit Erniedrigungen, läuft es in die richtige Richtung.
 

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7. Juni um 19:15
In Antwort auf py158

So, ihr Lieben,

Eine Anregung von zauderer22 aufgreifend, eröffne ich hiermit die Diskussion. Immer her mit euren Vermutungen, Vorurteilen und Erfahrungen!

Viel Spaß beim diskutieren und freundliche Grüße,
Christoph

"Immer her mit euren Vorurteilen"


ist doch ziemlich simple. das sogenannte ekel sprudelt nur so vor testosteron, gefahr, unbändigkeit, dominanz, freiheit, wilde leidenschaft..

der liebenswerte riecht halt eher nach schlaffi. zieht sich klassische musik rein und versucht mit geisteswissenschaften die animalischen gelüste einer frau zu wecken, und falls sie nicht einschläft praktiziert er nach schulbuch, sodass man immer weiss was kommt. er will es einem ständig recht machen und erinnert nur an mutti, die x mal fragt, ob man wirklich nicht noch ein stück zitronenkuchen haben möchte.
 

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7. Juni um 19:50

Ich vermute, es liegt an der Erziehung und Sozialisierung. Wir bekommen von früh auf beigebracht andere möglichst zufrieden zu stellen. Folgsam, genügsam zu sein und zufriedenstellend zu dienen. Dies geschieht nicht konkret, aber doch indirekt und unterschwellig unter einem anderen Deckmantelchen. So sind wir stets bemüht unserer Prägung, der Fürsorgepflicht Folge zu leisten, wie in der Dienstleistungsbranche , jeder unzufriedene Kunde ist ein weglaufender Kunde. Das gilt es zu vermeiden.  

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7. Juni um 19:53
In Antwort auf py158

So, ihr Lieben,

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Christoph

Ich denke, das liegt daran, dass liebenswerte Frauen ( übrigens glaube ich, dass das im umgekehrten Fall genauso zutrifft, liebenswerte Männer vs. ekelhafte Frauen) oft über eine gehörige Portion Naivität verfügen, da sie zu sehr an das Gute im Menschen glauben. Ekelhafte Männer/ Frauen riechen sowas sehr schnell und wissen das gut für sich auszunützen.
Die erste Zeit wird dann regelrecht eingelullt, hofiert, gekapert, eingewickelt, viele davon sind hervorragende Blender, und wenn das dann geklappt hat, geht es " zur Sache".

Man bedenke, wie oft man gerade in letzter Zeit von Narzissten liest, von denen es auch weibliche gibt.



 

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7. Juni um 19:57
In Antwort auf sonnenwind4

Ich vermute, es liegt an der Erziehung und Sozialisierung. Wir bekommen von früh auf beigebracht andere möglichst zufrieden zu stellen. Folgsam, genügsam zu sein und zufriedenstellend zu dienen. Dies geschieht nicht konkret, aber doch indirekt und unterschwellig unter einem anderen Deckmantelchen. So sind wir stets bemüht unserer Prägung, der Fürsorgepflicht Folge zu leisten, wie in der Dienstleistungsbranche , jeder unzufriedene Kunde ist ein weglaufender Kunde. Das gilt es zu vermeiden.  

Liebe Sonnenwind,

Vielleicht sollte man eine Beziehung nicht als ein Dienstleistungsverhältnis sehen? Nur so eine Idee...

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7. Juni um 20:06

Vielleicht schreibst du - genau das vielleicht unterstreicht es doch auch gut.  

Naja, wir (alle, Männlein und Weiblein) müssen uns unerer Prägung erstmal bewusst werden, um an dieser etwas verändern zu können...

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7. Juni um 20:38
In Antwort auf py158

So, ihr Lieben,

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Christoph

Das liegt daran, dass die *lieben* Männer alle viel zu lieb sind als dass sie noch in der Lage wären, die liebenswertesten Frauen vor den Ekeln zu bewahren. 

Jetzt mal ohne Spaß:

Abgesehen davon, dass es darauf ankommt, zu wem das große Ekel ekelhaft ist:

Wieso eigentlich befindest du in deiner Frage solche Frauen für "liebenswertest", die nicht in der Lage sind, Ekel als solche zu durchschauen und auf Distanz zu halten?

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7. Juni um 21:10
In Antwort auf antitoxin1

"Immer her mit euren Vorurteilen"


ist doch ziemlich simple. das sogenannte ekel sprudelt nur so vor testosteron, gefahr, unbändigkeit, dominanz, freiheit, wilde leidenschaft..

der liebenswerte riecht halt eher nach schlaffi. zieht sich klassische musik rein und versucht mit geisteswissenschaften die animalischen gelüste einer frau zu wecken, und falls sie nicht einschläft praktiziert er nach schulbuch, sodass man immer weiss was kommt. er will es einem ständig recht machen und erinnert nur an mutti, die x mal fragt, ob man wirklich nicht noch ein stück zitronenkuchen haben möchte.
 

Was wird denn von den allermeisten Leuten für liebenswert gehalten?

Es wird von vielen das für liebenswert gehalten, wovon sich die angenehmste/ positivste/ befriedigendste Wirkung auf einen selbst versprochen wird.

Rabbi Dr. Abraham Twerski On Love (https://www.youtube.com/watch?v=CMcHtSjtNBY): "The other person becomes a vehicle for my gratification."


Es könnten auch Persönlichkeitsstörungen vorliegen, die einander quasi magisch anziehen.

Die Liebenswerte könnte zB eine mit Helfersyndrom sein, die wegen ihres ach so selbstaufopfernden Helfersyndroms für liebenswert gehalten wird, und das Ekel ein Borderliner, dem es gefällt, dass die Lienenswerte als Fortsatz seiner selbst brav funktioniert.

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7. Juni um 21:12
In Antwort auf py158

So, ihr Lieben,

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Christoph

Hmmm, was sagt denn wohl deine Frau dazu?🤔

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7. Juni um 21:13
In Antwort auf herbstblume6

Hmmm, was sagt denn wohl deine Frau dazu?🤔

Die sagt bestimmt "Du Ekel!" zu ihm, um klarzumachen, dass sie liebenswert ist. 

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7. Juni um 21:43
In Antwort auf antitoxin1

"Immer her mit euren Vorurteilen"


ist doch ziemlich simple. das sogenannte ekel sprudelt nur so vor testosteron, gefahr, unbändigkeit, dominanz, freiheit, wilde leidenschaft..

der liebenswerte riecht halt eher nach schlaffi. zieht sich klassische musik rein und versucht mit geisteswissenschaften die animalischen gelüste einer frau zu wecken, und falls sie nicht einschläft praktiziert er nach schulbuch, sodass man immer weiss was kommt. er will es einem ständig recht machen und erinnert nur an mutti, die x mal fragt, ob man wirklich nicht noch ein stück zitronenkuchen haben möchte.
 

@antitoxin1.

Deinen Beitrag finde ich spannend, weil er eine teilweise Karikatur meiner Person ist.

Denn a.) ziehe ich klassische Musik rein neben allem anderen
         b.) bin ich Geisteswissenschaftler + zusätzlichem technischen Studium
        
Allerdings nix mit Schulbuch und nichts mit Mutti, und Zitronenkuchen ist nicht mein Ding.

Ob ich nach Schlaffi rieche, weiß ich nicht. Ich liebe schon sehr maskuline männliche Düfte (und sehr weibliche beim weiblichen Pendant noch viel mehr).

Dass ich allerdings zu "nett" in einer Beziehung bin, ist beinahe untertrieben.

Dafür aber: Welcher Kerl hat es schon geschafft, eine leidenschaftliche Frau parallel zu der berühmten Liebesszene von Othello und Desdemona zu lieben (weil sie es so wollte und ich als romantischer Jüngling für sowas zu haben war).  Wahrscheinlich wäre dann beim testosterongeschängerten Oberpotenz-Kanonier die Fahne auf Halbmast gesunken. Bei mir nicht. Was ich kann, kann doch nur so ein Plemm-Plemm-bescheuerter Geisteswissenschaftler mit nichts in der Hose.

Nunja, und liebe Frauen können solche Männer nicht gebrauchen, aber dafür böse Frauen durchaus - nur dann geht das Männlein zugrunde.

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7. Juni um 21:50
In Antwort auf py158

So, ihr Lieben,

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Christoph

Ein wirklich gutes Thema py158!

Liebenswerte Frauen versus grosse Eckel? Eine Frage von Definition und Perspektive.
Und, ich glaube, dass die Verhaltensunterschiede zwischen Frauen und Männern generell geringer sind als immer wieder schöngeredet. Der Unterschied dürfte eher in der Erziehung liegen. Die Mädels werden nett und artig getrimmt, die Jungs auf Stärke und Wettbewerb. Über Vorbilder wie Eltern, Geschwister, Freunde entsprechend vorbelastet, suchen wir als Jugendliche und Erwachsene dann die vertrauten, vorgelebten Muster, egal ob sie uns gut tun oder nicht, egal ob sie die richtigen sind der nicht.
Auf eine kalte Schnauze folgt eine kalte Schnauze, auf eine warmherzige Seele eine warmherzige Seele. Es braucht viel Stärke, Erfahrung und Selbstreflektion, diese Muster zu erkennen und zu durchbrechen.

Ein weiterer Aspekt dürfte in unserer Biologie liegen. Wir sind zu tiefst triebhafte, sexuelle Wesen. Merkmale, die auf Gesundheit und Fruchtbarkeit, auf Stärke und Durchsetzungskraft verweisen, ziehen an, werden eher gesehen. Problematisch wird es, wo ein grosses Maul fälschlicher Weise mit einem starkem Selbstbewusstsein verwechselt wird, Fatalismus mit Mut, Draufgängertum mit Erfahrung. Denn wenn wir genau hinschauen, erkennen wir, dass auch schon früher nicht Muskelkraft und Heldenmut alleine die Schlachten gewinnen liess, sondern Strategie und Formation. Gewonnen wurde nicht in der brüllenden ersten Linie, sondern aus der stillen Reserve. 

Die Sichtweise "liebenswerte" Frau bedarf wohl auch der Korrektur. Ich sage mal überspitzt "berechnendes" Biest. In diesem Sinne trifft sich dann meist, was sich gegeneitig verdient und hinsichtlich Intelligenz gleicht, was sich aneinander stärkt oder in die Tiefe zieht.

Für mich selbst nehme ich in Anspruch, dass mich alles abholt, was aus der Masse hervortritt. Hinsichtlich Intelligenz, Dynamik, Spezialisierung, Humor. Damit meine ich nicht mit dem Weissen Hai auf Tauchgang zu gehen oder ohne Sauerstoff auf den Everest steigen zu müssen. Aber etwas mehr Wind im Haar ist schon anziehender als Flaute im Segel.
  

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8. Juni um 2:06

Mimimimi....mimimimi......

Thema bitte gendern.....

 

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8. Juni um 2:26
In Antwort auf py158

So, ihr Lieben,

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Christoph

Weil die netten Jungen einer Frau nichts außer "Ja du hast Recht" bieten können und die Ekel wenigstens Duechsetzungsvermögen haben, deshalb stehen sie Ekel höher im ranking. Eigentlich logisch.

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8. Juni um 2:29
In Antwort auf vaterundstudent

Weil die netten Jungen einer Frau nichts außer "Ja du hast Recht" bieten können und die Ekel wenigstens Duechsetzungsvermögen haben, deshalb stehen sie Ekel höher im ranking. Eigentlich logisch.

Noch besser sind Männer die Männlichkeit, Selbstbewusstsein usw. mitbringen und keine Ekel sind, aber davon gibts nicht so viele .

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8. Juni um 8:43
In Antwort auf py158

So, ihr Lieben,

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Christoph

Auf der Suche nach Antworten bewerten wir alles und jeden und das meistens in eindeutig schlecht oder eindeutig zu gut. Ich vermute, hinter jeder liebenswerten Person steckt mehr, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Wir wissen auch nicht, ob eine liebenswerte Person um jeden Preis geliebt werden möchte. (Kommt vermutlich relativ häufig vor) Aus Perspektive einer liebessüchtigen Frau ist vermutlich jeder, der sie nicht den lieben langen Tag bestätigt ein Ekel. Hinter den größten Ekelpaketen versteckt sich vermutlich eine gehörige Portion Stärke, Selbstsicherheit und Egoismus. (Ist dies schlecht) Wie heißt es doch so schön...Gegensätze ziehen sich an. Du bist stark, wo ich schwach bin. Das kann vielleicht ein Gefühl von Komplettwerden durch den anderen sein. Eigentlich ein Ausgleich von Defiziten aber ich frage mich, was daran falsch sein soll, weil jeder auf irgendeine Weise Defizite aufweist. Könnten diese beiden im Bewusstsein ihrer Unterschiedlichkeit nebeneinanderherleben wäre das Leben Friede Freude Eierkuchen. Aber nein, Menschen beginnen dann andere verändern zu wollen und sie auf ihr Level einzujustieren. 

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8. Juni um 8:56

Das Thema – obgleich von mir etwas „plakativ“ in einem anderen Thread initiiert – hat ziemlich spannende Faszetten:

Viele davon kommen hier auch in den Antworten zur Sprache.

Allerdings dürfen wir das Thema „Biologie“ weder zu leicht nehmen noch überbewerten. Die sozialen Komponenten sind mindestens ebenso wichtig.

Da erlaube ich mir einmal auszuholen und kurz darauf hinzuweisen, dass der Anthropologe Richard Wrangham vor nicht allzulanger Zeit ein sehr interessantes Buch über die „Zähmung des Menschen“ geschrieben hat.

Damit der Mensch überhaupt zu einem kooperationsfähigen Lebewesen werden konnte, bedurfte es laut Wrangham einer Selbstdomestikation – und die ging ausgerechnet von den Männerbünden aus.
Fazit: Eben nicht der große „Macker“ mit dem größten Bizeps, sondern der sozial engagierte Anführer war das Resultat dieser Männerbündelei.

Kurz und gut: Steinundwasser hat hier weiter oben sehr gut erkannt, worauf es ankommt. Zitat: „Problematisch wird es, wo ein grosses Maul fälschlicher Weise mit einem starkem Selbstbewusstsein verwechselt wird, Fatalismus mit Mut, Draufgängertum mit Erfahrung. Denn wenn wir genau hinschauen, erkennen wir, dass auch schon früher nicht Muskelkraft und Heldenmut alleine die Schlachten gewinnen liess, sondern Strategie und Formation. Gewonnen wurde nicht in der brüllenden ersten Linie, sondern aus der stillen Reserve.“

Obgleich sehr viel für die Thesen Wranghams spricht, hat man dennoch manchmal die Eindruck, die Welt funktioniere überwiegend nicht so. Das ist durchaus eine Frage der Wahrnehmung: Wenn man einen Trump oder Putin wahrnimmt, wen sieht man da? Schaut man jedoch auf einen Trudeau, verändert sich die Wahrnehmung. Wenn wir regierende Frauen betrachten, verändert sie sich noch mehr.

Wahrscheinlich steckt die ganze Weltgeschichte immer noch im Prozess der Selbstdomestizierung, und es ist nicht eindeutig klar, wer gewonnen hat und gewinnt.

Zurückbezogen auf unsere privaten Verhältnisse, unsere Beziehungsmuster: Sie sind extrem divers. Und die Frage suggeriert provokativ eine Art von Regel. Dabei sind die Verhältnisse auf einer individuellen Ebene längst völlig andere als vor 100 Jahren.

Für tradierte Rollenmuster mögen ja biologische Grundstrukturen und Gender-Unterschiede noch eine gewisse Rolle spielen.

Aber viel wichtiger ist die soziale Einordnung und Definition, und damit ändert sich extrem viel – auch die Wahrnehmung von Männlichkeit durch die Weiblichkeit:

Wenn z.B. Kinderbezug und Haushaltstätigkeitsbefähigung von Männern aufgewertet werden, ändert sich sehr vieles. Solche Männer werden dann von einem Teil von Frauen anfangs als „mutig“ (etwas albern zugegeben, aber nunja, die Männer mussten vor einigen Jahren noch den Mut haben), dann mit der Veränderung der Rollenwahrnehmung als immer „männlicher“, schließlich nicht als Weicheier, sondern als künftige Gewinner der Geschlechtsrollenveränderung wahrgenommen. Immer mehr Frauen finden solche Männer dann auch als erotisch.

In diesem Forum ist mir ja schon einiges begegnet: Meine leider nicht demonstrierbaren „Kochkünste“ wurden beispielweise von einigen Damen sozusagen genderkonkurrenzmäßig gesehen, und es gab auch welche, die einen solchen Mann für ziemlich unerotisch halten. Da kann ich nur sagen:

Völlig geschlechtsunspezifisch geht Liebe durch den Magen. Bei Frauen habe ich damit nur positive Erfahrungen gemacht.

Wohl bekomm’s. Ich wünsche euch allen mal den Mut, darüber nachzudenken, wie toll ein sozial engagierter und familienbezogener Mann sein kann, nicht nur wie liebenswert, sondern auch in erotischer Hinsicht. Und wie super, wie liebenswert (aber auch begehrenswert!) eine Frau sein kann, die sich nicht nur privat, sondern auch in öffentlichen Zusammenhängen durchzusetzen vermag.

Zugegeben ist das keine Antwort auf die Frage, denn ich weiß es nicht.
Was ich aber weiß, die Dinge sind in Bewegung.
 

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8. Juni um 9:10
In Antwort auf vaterundstudent

Weil die netten Jungen einer Frau nichts außer "Ja du hast Recht" bieten können und die Ekel wenigstens Duechsetzungsvermögen haben, deshalb stehen sie Ekel höher im ranking. Eigentlich logisch.

Das war jetzt aber ziemlich verkürzt dargestellt...

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8. Juni um 9:32
In Antwort auf py158

Das war jetzt aber ziemlich verkürzt dargestellt...

Aber durchaus zutreffend.

Wenn in diesem Zusammenhang von nett oder liebenswert die Rede ist, dann ist das eben meist nicht im Sinne von sympathisch, unkompliziert, authentisch gemeint, sondern eher im Sinne von Jasager/in, harmoniebedürftig und vor allem mangelnde Selbstsicherheit und fehlende Bereitschaft oder Fähigkeit, zu den eigenen Bedürfnissen zu stehen und sich auch mal abzugrenzen.
Kommt auch bei Männern vor, deshalb könnte der Titel sich ruhig auf beide erstrecken, nicht wegen dem Genderquark, sondern weil es auch viele Männer gibt, die mit schrecklichen Frauen zusammen sind.
Sowieso merkwürdig, dass viele glauben, es gäbe nur die beiden Extreme, also entweder Ekel oder Ja und Amen Sager. Dabei gibt es doch genügend Männer(und Frauen), die einfach gesundes Selbstvertrauen haben, zu ihren Bedürfnissen stehen und auch ihr Ding machen, aber trotzdem oder gerade deswegen tolle Partner sind. Aber wer weiß, vielleicht fallen auch solche bei manchen schon unter die Kategorei A...?

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8. Juni um 10:14
In Antwort auf zahrakhan

Aber durchaus zutreffend.

Wenn in diesem Zusammenhang von nett oder liebenswert die Rede ist, dann ist das eben meist nicht im Sinne von sympathisch, unkompliziert, authentisch gemeint, sondern eher im Sinne von Jasager/in, harmoniebedürftig und vor allem mangelnde Selbstsicherheit und fehlende Bereitschaft oder Fähigkeit, zu den eigenen Bedürfnissen zu stehen und sich auch mal abzugrenzen.
Kommt auch bei Männern vor, deshalb könnte der Titel sich ruhig auf beide erstrecken, nicht wegen dem Genderquark, sondern weil es auch viele Männer gibt, die mit schrecklichen Frauen zusammen sind.
Sowieso merkwürdig, dass viele glauben, es gäbe nur die beiden Extreme, also entweder Ekel oder Ja und Amen Sager. Dabei gibt es doch genügend Männer(und Frauen), die einfach gesundes Selbstvertrauen haben, zu ihren Bedürfnissen stehen und auch ihr Ding machen, aber trotzdem oder gerade deswegen tolle Partner sind. Aber wer weiß, vielleicht fallen auch solche bei manchen schon unter die Kategorei A...?

In einem Punkt muss ich Dir recht geben:

Es trifft natürlich auch zu, dass "nette" Männer mit "schrecklichen" Frauen "ausgestattet" sein können.

Die üblichen Rollenerklärungen helfen dann nicht wirklich weiter.

Es stellt sich aber die Frage nach dem "Mainstream": was überwiegt und weshalb?

Darauf weiß ich keine Antwort. Immerhin sehe ich alle Rollentypisierungen als fließend (siehe mein Beitrag oben).

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8. Juni um 10:35
In Antwort auf zauderer22

In einem Punkt muss ich Dir recht geben:

Es trifft natürlich auch zu, dass "nette" Männer mit "schrecklichen" Frauen "ausgestattet" sein können.

Die üblichen Rollenerklärungen helfen dann nicht wirklich weiter.

Es stellt sich aber die Frage nach dem "Mainstream": was überwiegt und weshalb?

Darauf weiß ich keine Antwort. Immerhin sehe ich alle Rollentypisierungen als fließend (siehe mein Beitrag oben).

Vermutlich liegt es in erster Linie an der Persönlichkeit und wieviel Selbstvertrauen jemand hat. Gerade bei Frauen kommt noch hinzu, wie hier schon jemand erwähnt hat, dass sie oft schon in der Kindheit auf Fürsorglichkeit, zurückstecken, Bescheidenheit etc. getrimmt werden. Wenn da nicht spätestens in der Teenagerzeit gegen rebelliert wird, verfestigen sich solche anerzogenen Werte. Auch wenn das etwas off topic ist, aber es gibt so ein Phänomen ,das mir besonders bei Familienfeiern schon früher aufgefallen ist und immer nocht tut: sobald jemand, meist die Gstgeberin, aufsteht, um abzuräumen o.ä. stehen wie an unsichtbaren Fäden gezogen die meisten weiblichen Anwesenden auf und helfen mit, vermutlich weil ein ungeschriebenes Gesetz es vorschreibt. Auch wenn sie gerade mitten in einem Gespräch sind. Kaum ein Mann tut das. Aber wenn man dann als Frau entspannt sitzenbleibt und das Gespräch fortsetzt, wird man sehr komisch angeguckt und hinterm Rücken gelästert. Das nur mal als Beispiel, wie viele Frauen darauf geeicht sind, ohne das jemals infrage zustellen.
Warum bei Männern auch oft diese Jasager und alles recht machen wollen- Haltung vorhanden ist und wie sie entsteht, ist eine gute Frage. Auch da vermutlich eine Mischung aus der Persönlichkeit und übernommenen Werten und Einstellungen. Vorgegebenes kritisch zu hinterfragen und auf den Prüfstand zu stellen und ggfls. in die Tonne zu kloppen, tut leider kaum jemand. heute noch viel weniger als zu meiner Jugendzeit. Sieht ja gerade momentan mehr als deutlich

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8. Juni um 10:51
In Antwort auf zahrakhan

Aber durchaus zutreffend.

Wenn in diesem Zusammenhang von nett oder liebenswert die Rede ist, dann ist das eben meist nicht im Sinne von sympathisch, unkompliziert, authentisch gemeint, sondern eher im Sinne von Jasager/in, harmoniebedürftig und vor allem mangelnde Selbstsicherheit und fehlende Bereitschaft oder Fähigkeit, zu den eigenen Bedürfnissen zu stehen und sich auch mal abzugrenzen.
Kommt auch bei Männern vor, deshalb könnte der Titel sich ruhig auf beide erstrecken, nicht wegen dem Genderquark, sondern weil es auch viele Männer gibt, die mit schrecklichen Frauen zusammen sind.
Sowieso merkwürdig, dass viele glauben, es gäbe nur die beiden Extreme, also entweder Ekel oder Ja und Amen Sager. Dabei gibt es doch genügend Männer(und Frauen), die einfach gesundes Selbstvertrauen haben, zu ihren Bedürfnissen stehen und auch ihr Ding machen, aber trotzdem oder gerade deswegen tolle Partner sind. Aber wer weiß, vielleicht fallen auch solche bei manchen schon unter die Kategorei A...?

Es sollte doch ganz normal sein, dass man sein Ding macht, es kommt nur darauf an wie Kompromißbereit derjenige dann dabei ist, selbst zu seinen Bedürfnissen zu stehen, aber gleichzeitig auch den anderen zu akzeptieren mit seinen Bedürfnissen. Und für mich gehört jemand zur Ekelfraktion, wenn er nur sich sieht, seine Bedürfnisse in den Vordergrund stellt und der andere mitziehen soll, als Erwartung. Das ist einfach nur egoistisch. 

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8. Juni um 10:54
In Antwort auf zahrakhan

Vermutlich liegt es in erster Linie an der Persönlichkeit und wieviel Selbstvertrauen jemand hat. Gerade bei Frauen kommt noch hinzu, wie hier schon jemand erwähnt hat, dass sie oft schon in der Kindheit auf Fürsorglichkeit, zurückstecken, Bescheidenheit etc. getrimmt werden. Wenn da nicht spätestens in der Teenagerzeit gegen rebelliert wird, verfestigen sich solche anerzogenen Werte. Auch wenn das etwas off topic ist, aber es gibt so ein Phänomen ,das mir besonders bei Familienfeiern schon früher aufgefallen ist und immer nocht tut: sobald jemand, meist die Gstgeberin, aufsteht, um abzuräumen o.ä. stehen wie an unsichtbaren Fäden gezogen die meisten weiblichen Anwesenden auf und helfen mit, vermutlich weil ein ungeschriebenes Gesetz es vorschreibt. Auch wenn sie gerade mitten in einem Gespräch sind. Kaum ein Mann tut das. Aber wenn man dann als Frau entspannt sitzenbleibt und das Gespräch fortsetzt, wird man sehr komisch angeguckt und hinterm Rücken gelästert. Das nur mal als Beispiel, wie viele Frauen darauf geeicht sind, ohne das jemals infrage zustellen.
Warum bei Männern auch oft diese Jasager und alles recht machen wollen- Haltung vorhanden ist und wie sie entsteht, ist eine gute Frage. Auch da vermutlich eine Mischung aus der Persönlichkeit und übernommenen Werten und Einstellungen. Vorgegebenes kritisch zu hinterfragen und auf den Prüfstand zu stellen und ggfls. in die Tonne zu kloppen, tut leider kaum jemand. heute noch viel weniger als zu meiner Jugendzeit. Sieht ja gerade momentan mehr als deutlich

@Zahrakhan.

Ich finde Dein Beispiel ausgezeichnet.

Es hilft mir unendlich zur Einordnung mancher Phänomene und Probleme, mit denen ich in der Praxis konfrontiert bin.

Grund: Ich mag keine Frauenspersonen in der Küche. Mag sein, dass dies der einzige Ort auf der Welt ist, wo ich Herr des Geschehens bin - sozusagen "macho de la cuisine" oder vielleicht besseres Französisch: "macho de cuisine" (Romanistinnen gefragt).

Das hat mir schon ungemeinen Tadel eingebracht, denn selbst die dämliche Abräumerei, von den Frauen bei Familien- oder Freundeskreis-Treffen organisiert, geht mir auf den Keks, da a.) entweder meine Küchentätigkeit dadurch massiv behindert wird, b.) Gegenstände immer nur falsch eingeräumt werden - und ich tagelang suchen muss, bis ich bestimmte Teile wiederfinde. Also räume ich auch liebend gerne selbst ab und wieder ein - auch das Servieren am Tisch betrachte ich als Aufgabe des Hausherrn, nicht der Hausfrau. Dass ich aber auch noch den Sekt entkorken muss, bringt mich bei brodelnden Topfinhalten schon manchmal in Stress. Immerhin vermag die Frau des Hauses Wein einzuschenken (nachdem ich ihr die verschiedenen Glastypen beigebracht habe).

Also: Frauen, raus aus der Küche. Hier bin ich noch Mann, hier kann ich es sein.

Jeden Samstag steht ein großer Konflikt bevor: Die Raumpflegekraft hat die Eigenart alles Mögliche, was vielleicht versehentlich rumliegt, irgendwo zu verstauen. Mein Verbot ist ihr gewiss. Der gegenteilige Auftrag der Dame des Hauses ebenso. Anschließend steht beispielsweise eine teure Kristallschüssel im Küchendrehkabinett auf irgendeinem labilen Gegenstand, so dass die Schüssel garantiert auf dem Küchenboden beim Drehen zerschellt.

Also: Frauen raus aus meiner Macho-Küche. Der einzige Ort, wo ich noch Mann sein kann und darf.

Das hier soll ein wenig lustige Satire sein, aber offen gestanden: Es ist zusätzlich ein Teil meiner Realität.

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8. Juni um 11:33
In Antwort auf zauderer22

@Zahrakhan.

Ich finde Dein Beispiel ausgezeichnet.

Es hilft mir unendlich zur Einordnung mancher Phänomene und Probleme, mit denen ich in der Praxis konfrontiert bin.

Grund: Ich mag keine Frauenspersonen in der Küche. Mag sein, dass dies der einzige Ort auf der Welt ist, wo ich Herr des Geschehens bin - sozusagen "macho de la cuisine" oder vielleicht besseres Französisch: "macho de cuisine" (Romanistinnen gefragt).

Das hat mir schon ungemeinen Tadel eingebracht, denn selbst die dämliche Abräumerei, von den Frauen bei Familien- oder Freundeskreis-Treffen organisiert, geht mir auf den Keks, da a.) entweder meine Küchentätigkeit dadurch massiv behindert wird, b.) Gegenstände immer nur falsch eingeräumt werden - und ich tagelang suchen muss, bis ich bestimmte Teile wiederfinde. Also räume ich auch liebend gerne selbst ab und wieder ein - auch das Servieren am Tisch betrachte ich als Aufgabe des Hausherrn, nicht der Hausfrau. Dass ich aber auch noch den Sekt entkorken muss, bringt mich bei brodelnden Topfinhalten schon manchmal in Stress. Immerhin vermag die Frau des Hauses Wein einzuschenken (nachdem ich ihr die verschiedenen Glastypen beigebracht habe).

Also: Frauen, raus aus der Küche. Hier bin ich noch Mann, hier kann ich es sein.

Jeden Samstag steht ein großer Konflikt bevor: Die Raumpflegekraft hat die Eigenart alles Mögliche, was vielleicht versehentlich rumliegt, irgendwo zu verstauen. Mein Verbot ist ihr gewiss. Der gegenteilige Auftrag der Dame des Hauses ebenso. Anschließend steht beispielsweise eine teure Kristallschüssel im Küchendrehkabinett auf irgendeinem labilen Gegenstand, so dass die Schüssel garantiert auf dem Küchenboden beim Drehen zerschellt.

Also: Frauen raus aus meiner Macho-Küche. Der einzige Ort, wo ich noch Mann sein kann und darf.

Das hier soll ein wenig lustige Satire sein, aber offen gestanden: Es ist zusätzlich ein Teil meiner Realität.

... ich vergaß noch zu schreiben, dass ich diese letzte Männlichkeitsbastion bisher mit enormem Aufwand gegen die weibliche Übermacht zu verteidigen vermochte. Zu mehr Beliebtheit hat es freilich nicht geführt, nur zu unbändigem Erstaunen.

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8. Juni um 12:10
In Antwort auf zauderer22

... ich vergaß noch zu schreiben, dass ich diese letzte Männlichkeitsbastion bisher mit enormem Aufwand gegen die weibliche Übermacht zu verteidigen vermochte. Zu mehr Beliebtheit hat es freilich nicht geführt, nur zu unbändigem Erstaunen.

Ich glaube nicht, dass die Sache mit der Küche bei dir ein "Männlichkeits-/Macho-Ding" ist. So gut wie jeder Mensch, den ich kenne, kann es nicht leiden, wenn andere seinen Arbeitsbereich durcheinanderbringen.

Kochen halte ich auch nicht für etwas typisch weibliches - zB die Brigade de Cuisine vieler guter Restaurants besteht zu einem großen Teil aus Männern.

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8. Juni um 12:18
In Antwort auf sive_20417454

Ich glaube nicht, dass die Sache mit der Küche bei dir ein "Männlichkeits-/Macho-Ding" ist. So gut wie jeder Mensch, den ich kenne, kann es nicht leiden, wenn andere seinen Arbeitsbereich durcheinanderbringen.

Kochen halte ich auch nicht für etwas typisch weibliches - zB die Brigade de Cuisine vieler guter Restaurants besteht zu einem großen Teil aus Männern.

"Kochen halte ich auch nicht für etwas typisch weibliches"

nein. "weiblich" ist es, tag für tag die familie zu ernären... das hat ja nichts mit kochen zu tun...

echtes "kochen", also die art von kochen, für die man anerkennung erwartet und oft auch bekommt - das ist tatsächlich oft männlich!

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8. Juni um 13:16

Ich frage mich, ob es mehr liebenswürdige Frauen gibt oder mehr männliche Ekel. Und andersum natürlich.

Ich glaube übrigens nicht, dass die Aussage zutrifft. Die Negativ-Beispiele fallen halt immer besonders auf. Aber tatsächlich sind in meinem Umfeld 90% aller Beziehung sehr ausgeglichen ohne Schieflage. So oft kommt das nach meinem Gefühl also gar nicht vor. Dass es überhaupt vorkommt, ist aber schon erstaunlich genug. Da spielen immer indivuelle Gründe eine Rolle. Das lässt sich also nicht pauschal beantworten. 

Hahaha, das hilft weiter!


 

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8. Juni um 13:23
In Antwort auf user08152

"Kochen halte ich auch nicht für etwas typisch weibliches"

nein. "weiblich" ist es, tag für tag die familie zu ernären... das hat ja nichts mit kochen zu tun...

echtes "kochen", also die art von kochen, für die man anerkennung erwartet und oft auch bekommt - das ist tatsächlich oft männlich!

@user08152.

Das muss ich klarstellen.

Ich bin für die tägliche Ernährung zuständig wie Einkaufen und Kochen. Meine Hemden und Hosen bügele ich selbst. Allfällige Tätigkeiten, für die Frau männliche Muskeln benötigt, sind auch mein Ding. Bei Reinigungsarbeiten bin ich ebenfalls beteiligt, sofern nicht die Putzkraft das ohnehin erledig. Derweil treibt die werte Partnerin Sport oder Körperpflege oder geht Klamotten kaufen.


Meine Einmann-Brigage-de-Cuisine hat also nichts mit dem typischen Männerkochgehabe zu tun.

Aber selbstverständlich ist das oben eine absichtliche Selbstoffenbarung: Denn in einem anderen Thread hier in dem Forum habe ich nur abfällige Bemerkungen über kochende Männer geerntet, wenn es sich nicht ums Grillfest oder Wochendshobbies handelt.

Dass ich dabei tagelang auf der Suche bin, irgendwelche angeblichen Allergene durch andere raffinierten Zutaten zu ersetzen, ist ein Spezialproblem meiner Allroundbetreuung (ich selbst vertrage beinahe alles) fürs weibliche Wohlbefinden.

 

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8. Juni um 13:35

Also ich kann hier gerne Erfahrungen beitragen, ich war lange mit einem Ekel zusammen und halte mich für sehr liebenswürdig

Woran das liegt, ist kaum an einem Faktor festzustellen. Ich denke, in solchen Beziehung entwickelt sich auch irgendwann eine Eigendynamik, was solches Verhalten anbelangt.

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8. Juni um 13:49
In Antwort auf zauderer22

@user08152.

Das muss ich klarstellen.

Ich bin für die tägliche Ernährung zuständig wie Einkaufen und Kochen. Meine Hemden und Hosen bügele ich selbst. Allfällige Tätigkeiten, für die Frau männliche Muskeln benötigt, sind auch mein Ding. Bei Reinigungsarbeiten bin ich ebenfalls beteiligt, sofern nicht die Putzkraft das ohnehin erledig. Derweil treibt die werte Partnerin Sport oder Körperpflege oder geht Klamotten kaufen.


Meine Einmann-Brigage-de-Cuisine hat also nichts mit dem typischen Männerkochgehabe zu tun.

Aber selbstverständlich ist das oben eine absichtliche Selbstoffenbarung: Denn in einem anderen Thread hier in dem Forum habe ich nur abfällige Bemerkungen über kochende Männer geerntet, wenn es sich nicht ums Grillfest oder Wochendshobbies handelt.

Dass ich dabei tagelang auf der Suche bin, irgendwelche angeblichen Allergene durch andere raffinierten Zutaten zu ersetzen, ist ein Spezialproblem meiner Allroundbetreuung (ich selbst vertrage beinahe alles) fürs weibliche Wohlbefinden.

 

Also zauderer22,

Ich habe dich aber nicht kritisiert für deine Kochkünste! Ich finde es cool, wenn Männer sich selbst was kochen und ihre Hemden selber bügeln können.

Also mach ruhig weiter so!

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8. Juni um 14:00
In Antwort auf py158

Also zauderer22,

Ich habe dich aber nicht kritisiert für deine Kochkünste! Ich finde es cool, wenn Männer sich selbst was kochen und ihre Hemden selber bügeln können.

Also mach ruhig weiter so!

@py158.

Du hast nur völlig korrekt gesagt, wie männliches Kochen regelmäßig zu werten ist.

Ich wollte lediglich verhüten, dass man mich in die "der ist nur ambitionierter Hobbykoch, aber sonst hilft er der Frau nicht"-Kategorie einordnet.

Leider ist es mir noch nicht gelungen die Frauen hier aus der Reserve zu locken, die in einem anderen Thread genau solche Küchen- und Haushaltshilfen-Dauerbrenner als Konkurrenten ihrer eigenen Daseinsberechtigung betrachten.

Das war meine Absicht, um der drögen Diskussion Flügel zu verleihen und mal die wunderbaren Rollenklischées aufzuzeigen.

Aber vielleicht spielen die ja immer weniger eine Rolle (vor einem halben Jahr war die Welt aber noch anders hier: Wo sind sie denn geblieben?). Oder kommen sie noch, die Verfechterinnen der Position "ein wahrer Mann ist, wer statt in Gofeminin in der Motorwelt postet." Alles hier bereits gelesen.

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8. Juni um 14:08
In Antwort auf soley87

Also ich kann hier gerne Erfahrungen beitragen, ich war lange mit einem Ekel zusammen und halte mich für sehr liebenswürdig

Woran das liegt, ist kaum an einem Faktor festzustellen. Ich denke, in solchen Beziehung entwickelt sich auch irgendwann eine Eigendynamik, was solches Verhalten anbelangt.

@soley87.

Deine These der "Eigendynamik" ist nicht ganz abwegig.

Ich denke dabei aber auch daran, dass vielleicht sogar die hier so titulierte "Liebenswürdigkeit" grausam sein kann - für einen Partner, der Widerstand benötigt. Zum Beispiel wenn Liebenswürdigkeit eher als Passivität aufgefasst wird oder sogar eine solche ist.

Wie "grausam" war für eine Partnerin meine Vorstellung, dass ein Mann in sexueller Hinsicht auch passiv sein sollte heutzutage.  (Diese Passivität ist mir auch heute noch zueigen - dabei ist das gar keine Asexualität oder Desinteresse, sondern eine Grundhaltung).

War beispielsweise die Asexualität in den letzten 5 Jahren meiner ersten Ehe nur darauf zurückzuführen, dass "sie nicht mehr wollte"? Sondern auch darauf, dass er nichts mehr verlangte und nichts mehr erwartete.

Es ist also besonders fatal, wenn beide Partner eher passiv agieren - nicht nur bezogen auf Sexualität. Noch fataler ist, wenn einer gar nicht passiv ist, überreagiert, frustriert ist, und der andere aus seiner Passiviltät nicht rauskommt.

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8. Juni um 14:10
In Antwort auf py158

So, ihr Lieben,

Eine Anregung von zauderer22 aufgreifend, eröffne ich hiermit die Diskussion. Immer her mit euren Vermutungen, Vorurteilen und Erfahrungen!

Viel Spaß beim diskutieren und freundliche Grüße,
Christoph

Ich schließe mich valieee und jara an - wenn es ein Muster ist.

Ich denke aber, dass man auch manchmal einfach Pech haben und naiv in eine Falle tappen kann, vor allem, dann wenn man eigentlich ein netter Mensch ist und so etwas noch nie erlebt hat. 

Ich halte die Kombination "Liebenswerter Mensch und Ekel" aber keineswegs für geschlechterspezifisch. Ich wundere mich beim Lesen auch mitunter darüber, was sich (manche) Männer so alles bieten lassen. 

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8. Juni um 14:42
In Antwort auf zauderer22

@soley87.

Deine These der "Eigendynamik" ist nicht ganz abwegig.

Ich denke dabei aber auch daran, dass vielleicht sogar die hier so titulierte "Liebenswürdigkeit" grausam sein kann - für einen Partner, der Widerstand benötigt. Zum Beispiel wenn Liebenswürdigkeit eher als Passivität aufgefasst wird oder sogar eine solche ist.

Wie "grausam" war für eine Partnerin meine Vorstellung, dass ein Mann in sexueller Hinsicht auch passiv sein sollte heutzutage.  (Diese Passivität ist mir auch heute noch zueigen - dabei ist das gar keine Asexualität oder Desinteresse, sondern eine Grundhaltung).

War beispielsweise die Asexualität in den letzten 5 Jahren meiner ersten Ehe nur darauf zurückzuführen, dass "sie nicht mehr wollte"? Sondern auch darauf, dass er nichts mehr verlangte und nichts mehr erwartete.

Es ist also besonders fatal, wenn beide Partner eher passiv agieren - nicht nur bezogen auf Sexualität. Noch fataler ist, wenn einer gar nicht passiv ist, überreagiert, frustriert ist, und der andere aus seiner Passiviltät nicht rauskommt.

Hallo zauderer22,

du hast damit wohl ins schwarze getroffen. Würde ich mich generell als harmoniebedürftigen und liebenswerten Menschen bezeichnen, so wurde mir vom Ex viel Passivität vorgeworfen. Ich habe mich halt oft gebeugt, wenn Streitigkeiten waren. Dass er diesen Erklärungen nicht zugänglich war, nun, das ist ein anderes Thema (er hatte mMn sehr viele narzisstische Einflüsse in seinem Charakter, ergo, er war nie Schuld, an gar nichts).

Dass Aktion - Reaktion bedeutet, hat er nicht verstanden, trotz dessen dass er sehr intelligent war.

War beispielsweise die Asexualität in den letzten 5 Jahren meiner ersten Ehe nur darauf zurückzuführen, dass "sie nicht mehr wollte"? Sondern auch darauf, dass er nichts mehr verlangte und nichts mehr erwartete.

Richtig! Dass sind dann Muster, die man erkennen und versuchen muss zu brechen.

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8. Juni um 17:03
In Antwort auf soley87

Hallo zauderer22,

du hast damit wohl ins schwarze getroffen. Würde ich mich generell als harmoniebedürftigen und liebenswerten Menschen bezeichnen, so wurde mir vom Ex viel Passivität vorgeworfen. Ich habe mich halt oft gebeugt, wenn Streitigkeiten waren. Dass er diesen Erklärungen nicht zugänglich war, nun, das ist ein anderes Thema (er hatte mMn sehr viele narzisstische Einflüsse in seinem Charakter, ergo, er war nie Schuld, an gar nichts).

Dass Aktion - Reaktion bedeutet, hat er nicht verstanden, trotz dessen dass er sehr intelligent war.

War beispielsweise die Asexualität in den letzten 5 Jahren meiner ersten Ehe nur darauf zurückzuführen, dass "sie nicht mehr wollte"? Sondern auch darauf, dass er nichts mehr verlangte und nichts mehr erwartete.

Richtig! Dass sind dann Muster, die man erkennen und versuchen muss zu brechen.

@Soley87.

Ganz hervorragend, dass wir hier die unglücklichen Interaktionen diskutieren.
Auch von allgemeinen genderspezifischen Vereinfachungen oder gar Schuldzuweisungen wegkommen.

Obwohl ich doch den Eindruck habe, dass insgesamt Frauen immer noch die etwas mehr Leidtragenden sind. Aber das wurde mir nunmal auch seit meiner Kindheit so eingeimpft, und ich höre es auch tagtäglich von Frauen so.

Schade: Das wäre ein Thema für sich. In den Narrativen meiner weiblichen Bekannten verlassen immer die "alten Säcke" ihre Frauen, um mit einer jüngeren durchzubrennen. Außerdem sind Frauen so leidend, dass sie unseretwegen früher sterben etc.pp. Das passt aber zu keiner Statistik, die verrückerweise eher das Gegenteil aussagt.

Eine wesentliche Ursache sehe ich hier darin, dass Männer nur unter extremen Männerzirkeln mit ziemlicher Frauenverantwortung überhaupt ein Thema sind, sonst kommen sie eher nur als Bösewichter vor, und ihr stilles Leiden gilt immer noch als absolut unmännlich, unerotisch etc.pp. Da dies das Grundnarrativ ist, können Männer sich davon auch nicht emanzipieren.
Aber lassen wir hier so ein genderspezifisches Thema wie "Männer".

Also kommen wir mal wieder von dem genderspezifischen Thema zum allgemein Menschlichen.

Es ist klar, dass Narzissten niemand guttun - sie schaffen sich wie Trump ein spezialisiertes Publikum, das ihnen zu Füßen liegt und dessen einziger Sinn darin besteht, dem Narzissten zu huldigen.

Die Standardantworten, warum solche Personen ihr Ziel erreichen, sind bekannt: Selbstsicherheit, Demonstration von Stärke, Einschmeicheleien, Narzissten wissen gut, wie man die Psyche eines anderen positiv kitzelt, sie kennen auch das perfide Spiel von Zuckerbrot und Peitsche.

Aber dies reicht nicht zur Erklärung, weshalb Menschen auf so etwas reinfallen: Denn es gibt selbstbewusste Männer und Frauen, die keine Narzissten sind, auf die Bedürfnisse des Partners nicht nur scheinbar einzugehen imstande sind, vor allem aber nicht mit den Emotionen des anderen spielen.

Hier liegt der enscheidende Unterschied: Nur jemand, der innerlich nicht gefestigt ist und sich abhängig macht, lässt mit sich spielen und durchschaut den Zusammenhang erst viel zu spät. Es ist aber dennoch unendlich schwierig, sich aus einer solchen Falle zu lösen, selbst wenn man irgendwann den Zusammenhang durchschaut.
 

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8. Juni um 17:38
In Antwort auf valieee

Ich bin liebenswert ist nicht gleich Ich bin der Fußabtreter in der Beziehung.

Frauen, die an die größten Ekel geraten, sind deshalb mMn in erster Linie voller Selbstzweifel. Diese Selbstzweifel äußern sich meist in einer Verdrängung der eigenen Bedürfnisse und einer Fixierung auf die Anforderungen des Partners. Das mag man mit Liebenswürdigkeit verwechseln, hat aber damit wenig zu tun.


 

Das trifft es ziemlich genau, denke ich. Und gibt es bei Männern auch. 

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8. Juni um 17:51
In Antwort auf bissfest

Ich schließe mich valieee und jara an - wenn es ein Muster ist.

Ich denke aber, dass man auch manchmal einfach Pech haben und naiv in eine Falle tappen kann, vor allem, dann wenn man eigentlich ein netter Mensch ist und so etwas noch nie erlebt hat. 

Ich halte die Kombination "Liebenswerter Mensch und Ekel" aber keineswegs für geschlechterspezifisch. Ich wundere mich beim Lesen auch mitunter darüber, was sich (manche) Männer so alles bieten lassen. 

Da wundere ich mich allerdings auch oft drüber. Manchmal könnte ich mich schütteln, obwohl es besser wäre, den betreffenden Mann mal ordentlich zu schütteln 

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8. Juni um 18:08
In Antwort auf py158

So, ihr Lieben,

Eine Anregung von zauderer22 aufgreifend, eröffne ich hiermit die Diskussion. Immer her mit euren Vermutungen, Vorurteilen und Erfahrungen!

Viel Spaß beim diskutieren und freundliche Grüße,
Christoph

Ich denke gar nicht, dass das war mit liebenswert oder nicht liebenswert zu tun hat, sondern vielmehr mit Bedürftigkeit.

Wer unbedingt einen Partner sucht und nicht alleine sein kann oder will, der lässt sich viel mehr gefallen, weil alles für diese Menschen besser ist, als Single zu sein. 

Warum das so ist und wie es zu dieser Bedürftigkeit kommt, wäre auch eine interessante Diskussion. Vielleicht liegt das an der Erziehung, am individuellen Charakter und wie man sozialisiert wurde. Das sind jedenfalls meine Vermutungen.

Ich kenne Menschen (das ist nämlich nicht nur auf Frauen beschränkt), die einfach nie widersprechen und lieber nachgeben, als Konflikte auszuhalten. Egal, was man ihnen sagt und wie man mit ihnen umgeht, sie sagen nichts dazu. Wenn man sie bei einer Entscheidung um ihre Meinung fragt, kommt immer nur "weiß ich nicht" oder "mir egal".

Dass ein Ekel als Partner/in dann leichtes Spiel mit solchen Menschen hat, ist nicht sehr verwunderlich. Ich würde ihnen ja zu einer Therapie raten, wenn mich so jemand um Rat fragen würde. 

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8. Juni um 18:11
In Antwort auf user08152

jetzt habe ich zwar nicht mehr die zeit, mich in das thema groß reinzuhängen, aber was ich oft nicht verstehe:

warum wird "nett" so oft mit "langweilig" gleichgesetzt?
warum finden so viele leute "streit" so spannend? haben die keine anderen hobbys? keine interessen?

zugegeben, ich hatte da in meiner jugend tatsächlich so meine probleme. ich bin nämlich einer von den "netten", wobei ich denke, dass ich durchaus nicht langweilig bin - offen für neues, und auch selber voller ideen, was man den lieben langen tag so machen könnte...

trotzdem waren die offensiven machos, mit denen ansonsten nicht viel anzufangen war, aber meist erfolgreicher...
 

Nett ist nicht gleich nett.

Nett im Sinne von umgänglich, freundlich, höflich, besonnen, verantwortungsvoll, respektvoll, ruhig usw. finde ich toll.

Nett kann aber auch als konfliktscheu, ausweichend, harmoniebedürftig ausgelegt werden und das ist die falsche Form von nett, weil man sich damit schadet. Solche Menschen werden ständig überfahren, weil sie sich nie wehren und keine Grenzen setzen. Jemand, der immer nur zu allem ja und Amen sagt, ist tatsächlich langweilig. 

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8. Juni um 18:13
In Antwort auf soncherie

Volle Zustimmung.
Reibungswärme und Nestwärme haben etwas gemein: Wärme.

Mir ist aber Nestwärme lieber als Reibungswärme. Auf letztere kann ich gerne verzichten. 

Es ist nicht so, dass ich einem Konflikt ausweiche, wenn er ausgetragen werden muss. Ich stelle mich dem und ziehe das durch. Besonders mögen tu ich das allerdings nicht. 

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