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Warum geht Mensch fremd?

17. Oktober 2006 um 13:41

Wenn man dieses Forum liest, überlegt man lange, ob man teilnehmen sollte. In jedem Beitrag findet man sich ein wenig wieder, aber manchmal sind die Beiträge hochdramatisch. Dabei ist einem bewusst, daß die tiefe Verletztheit des Schreibers (ACHTUNG: In der Folge wird immer die Männlichkeitsform zugrunde gelegt. Dies hat jedoch nur Gründe der Schreibfaulheit. Im wesentlichen sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen gar nicht SO groß, sodaß sich auch Frauen in der männlichen Form wiederfinden können. Wenn der Verfasse meint, man müsse explzit zwischen fem und male unterscheiden, dann wird dies deutlich hervorgehoben) Ursache vieler verbaler Engpässe ist und damit zu verzeihen oder zumindest zu verstehen ist.

Es sei aber einmal erlaubt zu versuchen erheiternd sachlich an das Thema heranzugehen. Der Gedanke an diese Vorgehensweise kam mir bei einem posting Warum gehen Männer fremd und der sich mir sofort stellenden Frage Die meisten Männer gehen mit Frauen fremd, warum also gehen DIESE fremd.

Grundsätzlich sei festgehalten, daß es ziemlich egal ist, ob Männer oder Frauen betrogen werden. Der Schmerz ist knüppelhart und das Vertrauen zum jeweiligen Partner erst mal weg. (Zwischenbemerkung: Hier wird Partnerschaft auf Heteropratnerschaften reduziert. Auch dies hat seine Ursache nur in Faulheit. Einem homosexuellen Mann tut es genauso weh, wenn er betrogen wird, wie einer homosexuellen Frau oder den Heteropendants)

Nun zum Thema:

Es ist also passiert. Lange hat man gespürt, daß etwas nicht stimmt. Man selbst war ja auch nicht soooo zufrieden (aber man hat sich arrangiert) und plötzlich hat man den Beweis in der Hand: Sie hat einen anderen. Nun lässt sich grundsätzlich darüber streiten, ob die jeweils hervorgebrachten Beweise einer gerichtlichen Prüfung standhielten, aber eine Partnerschaft ist ja schliesslich kein Rechtsstaat und daher nicht auf Gesetze, sondern auf Vertrauen basierend und damit erst mal platt.

Ist der Ankläger sich nicht sicher, wird er auf eifrige Indiziensuche gehen. Letztlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Angeklagte zugibt, daß es einen anderen gibt. Übrigens: selbst wenn es zum Beginn der Indiziensuche keinen anderen gab: Bis diese Suche abgeschlossen ist, wird es einen geben. Denn Indiziensuche ist ein derart deutlicher Ausdruck von Misstrauen, daß ihn sogar Männer verstehen. (krankhafte Eifersucht bleibt hier aussen vor)

Interessant ist es ja, das bis dahin in erster Linie die Schuldfrage bedacht wird. (Danach sowieso)

Wäre es nicht einmal spannend, diese ganze Gefühlswelt einmal auf die Welt zu projezieren, die wir als Siegerwirtschaftssystem betrachten im Westen? Die Marktwirtschaft?

Ich sehe schon all die Rosamunde-Pilcher-leser (und seher) zusammenzucken.

Aber es sei mal erlaubt.

Letztlich ist eine Partnerschaft ein marktwirtschaftliches System (gaaaaaaaaaaaaaanz ruhig bleiben) und basiert auf Angebot und Nachfrage. Da ist der junge Mann, der auf üppige Brüste, gemeinsamen Humor, Zärtlichkeit, Verständnis und eine vorzeigbare Frau steht (Das ist nur ein Beispiel. aber es trägt bei Männern zu 75%. Und bei Frauen sind es halt andere Eigenschaften). Die will er haben. Seine Nachfrage also. Und da kommt Julia. Die das alles verkörpert. Dabei ist ihm allerdings noch nicht bewusst, daß sie dabei natürlich Marketing betreibt und alles ein wenig an den Markt anpasst. Ihr Angebot. Wenn Nachfrage und Angebot weitestgehend übereinstimmen sind die einzuschätzenden Kompromisse der Preis, den man zahlt.

Partnerschaft Anfang

Erst mal ist alles klasse. Logisch. Nachfrage und Angebot wurden durch den Preis ausgeglichen. Was soll da schon schiefgehen? ABERRRRRRRRRRR dann ....

Es ist wie beim Autokauf: Ein Auto der Mittelklasse aus dem Jahr 1998 hatte nun mal noch kein GPS. Heute gehört das dazu. Das sieht der Nachfrager. Aber er sagt sich, daß sein Auto noch sehr gut ist und er halt auf GPS verzichten muss. Das erste Nachfragedefizit ist da. In einer Partnerschaft kann das vieles sein. Der erste Widerspruch, das erste Meckern wegen der Socken, wegen zuwenig Kommunikation, Zärtlichkeit usw.

Dieses erste Defizit ist auch noch kein Problem. Aber es ist der Anfang. Ich möchte die Sache hier verkürzen. Die Summe der Defizite des einen in der Partnerschaft steigt jeweils an. (Die des anderen auch, aber andere). Dabei spielt auch noch eine Rolle, welche Priorität man einem Defizit einräumt (Ist mir ein GPS wichtig?) Es gibt wunderbare Fälle, bei denen die Defizite nicht exponentiell steigen. Das sind dann die dauerhaft glücklichen Ehen/Partnerschaften. Die Mehrheit jedoch verläuft anders.

Irgendwann wird der Punkt erreicht, zu dem die Nachfragedefizite nicht mehr durch das Angebot gedeckt werden. (Dies muss nicht objektiv der Fall sein. Subjektiv genügt völlig).

AB DANN ist der Mensch anfällig fürs fremdgehen.

D.h. das Auto hat immer noch seinen Eigennamen (Susi? z.B.), aber neben GPS fehlt auch noch der MP3-Player und das ist nun echt zuviel.

Er (zur Erinnerung: auch Sie) sieht sich den Markt der Partnerschaftssuchenden mit ganz anderen Augen an. Und sicher findet er ein passendes Angebot, denn ACHTUNG: die bisherige Partnerin hat das Marketing verschlampt. (Ob wegen der Kids oder des Alltags: völlig egal. Nix mehr mit Hochglanzwerbung).

Das neue Angebot drängt sich in sein Nachfragerhirn. Er kämpft dagegen an. Denn die Kosten sind exorbitant (Scheidung, Unterhalt, bisher geschaffenes usw.) Andererseits ist das Angebot ja schon nett. Zumindest testet er das Angebot. Und wenn der Preis in einem passablen Verhältnis zur Ablösesumme steht, wird er seinen Bedürfnisdefiziten folgen.

Aber Achtung: An dieser Stelle sei auf einen Unterschied zwischen Männern und Frauen hingewiesen (Auch wenn die Frauen mich erschlagen): Die Männer, als Jäger seit tausenden von Jahren geübt, haben immer noch verinnerlicht, daß der Spatz in der Hand immer noch besser als die Taube auf dem Dach ist. Das müssen viele Frauen noch lernen. Bis dahin werden die meisten Geliebten auf ihren Traumpartner warten müssen und die meisten liebenden Frauen ziehen zur grossen Liebe .... auch wenn die noch gebunden ist.

Und JETZT? Erschlagt mich

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17. Oktober 2006 um 13:57

Vielleicht
spielt ja auch eine Rolle, daß Frauen ein Auto kaufen, um von A nach B zu kommen und mobil zu bleiben, während Männer...

Diese Gründe alle aufzuzählen würde wirklich zu weit führen, fängt beim Spoiler an und hört bei der guten alten Potenzprothese auf.

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17. Oktober 2006 um 14:54

Wäre dann die einzig richtige Lösung...
... immer wieder nachzurüsten: GPS, MP3, Heckspoiler, Halogenleuchten, etc... oder? Finde ich gar nicht schlecht die Vorstellung, das wäre dann doch ganz einfach.. man ist ja auch nicht von vorgestern, und ich denke auch, dass die meisten Frauen mit den Geliebten durchaus mithalten können, bzw. - wie z.B. in meinem Fall - ihr sogar weitaus überlegen ist! Allerdings soll es halt nicht zu einem Konkurrenzkampf ausarten, denn dann fehlt mir so ein bisschen das Anliegen dahinter, nämlich eine erfreuliche und glückliche Beziehung zu führen. Und in einer solchen darf man hoffentlich auch mal zerzaust und ungeschminkt und abgewrackt vor dem Partner sich bewegen, ohne Angst haben zu müssen, dass er sich gleich eine Neue sucht deswegen...

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17. Oktober 2006 um 15:08

Find ich aber gut...
so verstehen es viele Männer gleich viel besser

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17. Oktober 2006 um 15:19

Gleichnis
Bitte nimm den Vergleich mit dem Auto nicht wörtlich, sondern sieh es als Gleichnis. Und es ist auch nicht nur aus männlicher Aktivrolle zu sehen.

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17. Oktober 2006 um 19:43

Dazu sage ich nur...
wow, für mich auf dem punkt gebracht.

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22. Oktober 2006 um 10:21

Absolut
hirnlos ...

da spricht ein mann, der von frauen keine ahnung hat.

der schreiber scheint zu früh geheiratet zu haben und angebot und nachfrage zu testen, ausser acht gelassen zu haben ...

schön wäre es, wenn sein frau ihm einen tritt verpassen würde und ihm zeigt, das sie durchaus mit einer hochglanzwerbung mithalten kann, er nimmt seine frau als mutter und putze wahr, aber mehr auch nicht. wie wäre es mit einem besuch beim augenarzt? und vielleicht mal mit einem koch-bzw. putzkurs???

fast(!!!) alle männer sind so, leider ...
es gibt sie, die rühmlichen ausnahmen, man muss sie finden, wie das blind huhn ein korn ...

vg

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22. Oktober 2006 um 10:49

Hihi
witzige Geschichte... Vielleicht sollte man das Sprichwort "Äpfel und Birnen vergleichen" umtaufen in "Autos und Frauen vergleichen"

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22. Oktober 2006 um 23:22

An Männers? nö
Hi Rainforest,

es tut mir leid, aber ich muss dir widersprechen. Der Beitrag ist keineswegs nur an Männer gerichtet, sondern auch an Frauen. Du selbst scheinst eine zu sein und hast ihn ja wohl auch gelesen.

Sicher ist die Form der Darstellung eher männlich geprägt. Aber so hat es zumindest auch den Vorteil einer Frau zu zeigen, wie einfach ein Mann denken kann.

Was Deine Frage zur Julia betrifft: Der Beitrag war nur begrenzt autobiographisch und wenn, dann wäre ICH die Julia. -g- Und mein Romeo (und jetzt wirds echt kompliziert, weil dann ja der Romeo eine Frau ud die Julia ein Mann .... eieieiei ... die Sache zwischen Männern und Frauen: Wie man es auch aufschreibt, immer wird es kompliziert!!!) hat sich jetzt mal die Sache mit dem Spatz auf der Hand zu eigen gemacht. -schmunzel- Und Ich? Hab Zeit. denn ich kann putzen und kochen (jajajaja ... wieder ein Klischée weniger, daß auf diesen Einzelfall greift @ kartoffelnase) Ich kann sogar Babies füttern und Windeln wechseln (ok, ich gebs zu: Das mit dem Stillen hat nie geklappt, schon wegen der Haare auf der Brust). Und sehe da zwei Wesen für die es viel wichtiger ist, daß ich bleibe, als zu gehen, weil eine Romea zuviel Egoismus in sich trägt.

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22. Oktober 2006 um 23:40

Nicht genau gelesen
Hi alia,

sorry, aber ich habe in meinem Beitrag explizit darauf hingewiesen, daß ich diese Sache für Männer UND Frauen anwendbar halte. Natürlich nur begrenzt, da Autos sich in der Regel nicht weiterentwickeln können und sich noch nicht mal autark an den neuesten technischen Standard anpassen können.

Die Attraktivität bezog sich auch nciht nur auf den Lack (wenn ich mal kurz in dem Bild bleiben darf) Dazu gehört auch Zuverlässigkeit, Winterstartverhalten (-g-) und vieles mehr.

Auch ein Mann, der zwar unattraktiv, aber zuverlässig und "lieb" ist, kann unattraktiv werden. Weil frau auf dem Markt sind, was ein "echter Mann" ist. (als Beispiel)

In einem Punkt hast du recht: Frauen sind wesentlich kompromissloser, wenn ihre Defizitgrenze überschritten wird. Ob das immer so gut ist? Was ist überhaupt gut? Ich bin mittlerweile soweit, daß ich Untreue in der Partnerschaft (wenn sie nicht die Regel ist) als gut betrachte. Sie macht uns alle um einige (schmerzhafte) Erfahrungen reicher.

Man könnte Romane über das Thema schreiben. -smile-

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22. Oktober 2006 um 23:58

Mein Eindruck
ist, dass die meisten Fehler in der Kommunikation und im Grundgedanken der Beziehung gemacht werden.

1. Kommmunikation
Eine einigermaßen vernünftige Kommmunikation ist ein wichtiger Eckpfeiler für eine dauerhafte und befriedigende Beziehung. Natürlich hast Du Recht, dass der falsche oder die falsche Partnerin existiert und Mann oder Frau in diesem Fall die bestehende Beziehung aufkündigen sollte. Jedoch ist das nicht das Thema, es geht ums Fremdgehen. Ich meine, dass bei einer vernünftigen Kommunikation, und dass auch schon bevor die Beziehung am Scheitern ist, zum gegenseiten Verständnis beitragen kann. Damit hätte, bevor der Fall "Untreue" eintrifft, die Beziehung beendet werden können. Dies ist fair und schont auf beiden Seiten die Nerven. Besonders, wenn Kinder vorhanden sind, sollte dieses Prinzip eingehalten werden. Alles andere wird in einem heftigen Kampf enden, in dem die Kinder auf Grund der Unfähigkeit ihrer Eltern am meisten leiden.

2. Grundgedanke
Ich gebe zu, dass es viele tolle und hübsche Frauen gibt. Aber: Da ich nicht mehr 20 bin, weiß auch ich, dass jeder tolle und junge Männer- wie auch Frauenkörper irgendwann der Erdanziehungskraft zum Opfer fällt. Erste Erkenntnis: Schönheit ist nicht nur relativ sondern auch vergänglich. Damit ist die Einstellung der Charakterfrage also keine leere Aussage. Der zweite zu berücksichtigende Punkt ist, dass sich beide Partner im Laufe der Zeit ändern. Hierzu ist zu überlegen, warum sollten sie sich unterschiedlich ändern. Zweite Erkenntnis: Wenn wir uns schon ändern, sollten wir uns "zu uns hin" verändern. Und die für mich wichtigste Erkenntnis lautet, dass ich nicht meinem Partner antue, was ich selbst nicht erleben möchte.

Ich glaube, dass dies nicht so verrückt klingt...

Gute Nacht, Torsten

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23. Oktober 2006 um 0:38
In Antwort auf pcx

Mein Eindruck
ist, dass die meisten Fehler in der Kommunikation und im Grundgedanken der Beziehung gemacht werden.

1. Kommmunikation
Eine einigermaßen vernünftige Kommmunikation ist ein wichtiger Eckpfeiler für eine dauerhafte und befriedigende Beziehung. Natürlich hast Du Recht, dass der falsche oder die falsche Partnerin existiert und Mann oder Frau in diesem Fall die bestehende Beziehung aufkündigen sollte. Jedoch ist das nicht das Thema, es geht ums Fremdgehen. Ich meine, dass bei einer vernünftigen Kommunikation, und dass auch schon bevor die Beziehung am Scheitern ist, zum gegenseiten Verständnis beitragen kann. Damit hätte, bevor der Fall "Untreue" eintrifft, die Beziehung beendet werden können. Dies ist fair und schont auf beiden Seiten die Nerven. Besonders, wenn Kinder vorhanden sind, sollte dieses Prinzip eingehalten werden. Alles andere wird in einem heftigen Kampf enden, in dem die Kinder auf Grund der Unfähigkeit ihrer Eltern am meisten leiden.

2. Grundgedanke
Ich gebe zu, dass es viele tolle und hübsche Frauen gibt. Aber: Da ich nicht mehr 20 bin, weiß auch ich, dass jeder tolle und junge Männer- wie auch Frauenkörper irgendwann der Erdanziehungskraft zum Opfer fällt. Erste Erkenntnis: Schönheit ist nicht nur relativ sondern auch vergänglich. Damit ist die Einstellung der Charakterfrage also keine leere Aussage. Der zweite zu berücksichtigende Punkt ist, dass sich beide Partner im Laufe der Zeit ändern. Hierzu ist zu überlegen, warum sollten sie sich unterschiedlich ändern. Zweite Erkenntnis: Wenn wir uns schon ändern, sollten wir uns "zu uns hin" verändern. Und die für mich wichtigste Erkenntnis lautet, dass ich nicht meinem Partner antue, was ich selbst nicht erleben möchte.

Ich glaube, dass dies nicht so verrückt klingt...

Gute Nacht, Torsten

Dein Beitrag
Hallo Torsten,

ich halte deinen Beitrag für höchst bemerkenswert, denn du versuchst ebenfalls diese emotionale Sache, genannt Liebe, erst einmal auf rationale Beine zus tellen. Damit will ich nicht gegen den Emotions- und Triebcharakter der Liebe sprechen, aber Emotionen und Triebe können wir nun mal nicht grossartig beeinflussen, also macht es Sinn zunächst einmal rational zu analysieren, was wir tun können.

Den von dir dargestellten 2. Punkt möchte ich einfach so stehen lassen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Zu deinem Punkt 1 stellt sich für mich schon seit langem eine schwierige Frage. Grundsätzlich wird Kommunikation wie folgt definiert:

"Kommunikation bezeichnet auf der menschlichen Alltagsebene den wechselseitigen Austausch und auch das gemeinsame Verfertigen von Gedanken in Sprache, Gestik, Mimik, Schrift oder Bild.

Unter Kommunikation wird auch das wechselseitige Übermitteln von Daten oder von Signalen verstanden, die für den Beobachter einen festgelegten Bedeutungsinhalt haben"

Das ist meiner Meinung nach so nicht ganz richtig. Denn es lässt einen wichtigen Faktor ausser Acht:

Es ist unwichtig, was wir sagen wollen. Es ist wichtig, was beim anderen ankommt. Wie er/sie es versteht.

Du hast grundsätzlich recht. Mehr Kommunikation würde 70% aller Partnerschaftskonflikte lösen. Aber das heisst nicht, daß eine/r etwas sagt und der/die andere nickt. Der Sprecher (die auch) muss sich vergewissen, daß der Inhalt der Aussage genauso ankommt, wie er ankommen sollte. Sonst ist Kommunikation nur Geplapper. Und mal ehrlich: Wer von uns )Männlein, wie Weiblein) kennt das NICHT?

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23. Oktober 2006 um 6:23
In Antwort auf julian2k

Dein Beitrag
Hallo Torsten,

ich halte deinen Beitrag für höchst bemerkenswert, denn du versuchst ebenfalls diese emotionale Sache, genannt Liebe, erst einmal auf rationale Beine zus tellen. Damit will ich nicht gegen den Emotions- und Triebcharakter der Liebe sprechen, aber Emotionen und Triebe können wir nun mal nicht grossartig beeinflussen, also macht es Sinn zunächst einmal rational zu analysieren, was wir tun können.

Den von dir dargestellten 2. Punkt möchte ich einfach so stehen lassen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Zu deinem Punkt 1 stellt sich für mich schon seit langem eine schwierige Frage. Grundsätzlich wird Kommunikation wie folgt definiert:

"Kommunikation bezeichnet auf der menschlichen Alltagsebene den wechselseitigen Austausch und auch das gemeinsame Verfertigen von Gedanken in Sprache, Gestik, Mimik, Schrift oder Bild.

Unter Kommunikation wird auch das wechselseitige Übermitteln von Daten oder von Signalen verstanden, die für den Beobachter einen festgelegten Bedeutungsinhalt haben"

Das ist meiner Meinung nach so nicht ganz richtig. Denn es lässt einen wichtigen Faktor ausser Acht:

Es ist unwichtig, was wir sagen wollen. Es ist wichtig, was beim anderen ankommt. Wie er/sie es versteht.

Du hast grundsätzlich recht. Mehr Kommunikation würde 70% aller Partnerschaftskonflikte lösen. Aber das heisst nicht, daß eine/r etwas sagt und der/die andere nickt. Der Sprecher (die auch) muss sich vergewissen, daß der Inhalt der Aussage genauso ankommt, wie er ankommen sollte. Sonst ist Kommunikation nur Geplapper. Und mal ehrlich: Wer von uns )Männlein, wie Weiblein) kennt das NICHT?

Faktor Kommunikation
Moin, Julian,

mit Kommunikation meine ich "richtiges" Miteinandersprechen im Sinne von Beachtung der vier Sender- und Empfängertypen. Das hast Du richtig interpretiert! Das "richtige" Miteinandersprechen ist schwierig und nicht immer zu bewerkstelligen. Wie Du schreibst, haben wir unsere Emotionen nicht im Griff, wir können Sie nur unterdrücken.

Im Forum lese ich oftmals Situationen, die sich mit einer vernünftigen Aussprache beheben lassen. Ich staune, dass so viele Menschen im Forum "sprechen" können, nicht aber mit ihrem Partner. Ich kann mir mit meiner augenblicklichen "Weltanschauung", als meiner Sicht der Dinge, dieses Verhalten nicht erklären.

Dir auf jeden vielen Dank für Dein Feedback, so es etwas tut gut und ich gebe Dir gerne gleiches, Dein Hinweis mit Sender/Empfänger ist sehr wert voll

Viele Grüße, Torsten

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23. Oktober 2006 um 9:59
In Antwort auf julian2k

Nicht genau gelesen
Hi alia,

sorry, aber ich habe in meinem Beitrag explizit darauf hingewiesen, daß ich diese Sache für Männer UND Frauen anwendbar halte. Natürlich nur begrenzt, da Autos sich in der Regel nicht weiterentwickeln können und sich noch nicht mal autark an den neuesten technischen Standard anpassen können.

Die Attraktivität bezog sich auch nciht nur auf den Lack (wenn ich mal kurz in dem Bild bleiben darf) Dazu gehört auch Zuverlässigkeit, Winterstartverhalten (-g-) und vieles mehr.

Auch ein Mann, der zwar unattraktiv, aber zuverlässig und "lieb" ist, kann unattraktiv werden. Weil frau auf dem Markt sind, was ein "echter Mann" ist. (als Beispiel)

In einem Punkt hast du recht: Frauen sind wesentlich kompromissloser, wenn ihre Defizitgrenze überschritten wird. Ob das immer so gut ist? Was ist überhaupt gut? Ich bin mittlerweile soweit, daß ich Untreue in der Partnerschaft (wenn sie nicht die Regel ist) als gut betrachte. Sie macht uns alle um einige (schmerzhafte) Erfahrungen reicher.

Man könnte Romane über das Thema schreiben. -smile-

Hi Julian,
untreue in der partnerschaft kann niemals gut sein, denn untreue beinhaltet für mich LUG, BETRUG und SCHMERZ.

wenn sich für eine offene beziehung entschieden wird, KÖNNEN defizite, die in einer partnerschaft entstanden sind, ausgeglichen werden. ein belügen und betrügen findet demnach nicht statt. die schmerzhaften erfahrungen, die du ansprachst, sind somit nur noch erfahrungen die man selbst gewählt hat.

lg, sadie

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23. Oktober 2006 um 10:18

Alia,
auch ich kenne keine offenen beziehungen und auch hier im forum habe ich nur selten davon gelesen. dennoch soll es sie geben

wenn eine partnerschaft diese grundlage hat, die der offenen beziehung, sollte man sich im vorfeld über konsequenzen (eifersucht, schmerz) bewusst sein.

ich unterstelle mal, dass beide die gleiche lebenseinstellung haben und somit auch keine probleme (jedenfalls nicht im vorfeld) mit dem "teilen" des partners.

lg, sadie

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23. Oktober 2006 um 11:38
In Antwort auf pcx

Faktor Kommunikation
Moin, Julian,

mit Kommunikation meine ich "richtiges" Miteinandersprechen im Sinne von Beachtung der vier Sender- und Empfängertypen. Das hast Du richtig interpretiert! Das "richtige" Miteinandersprechen ist schwierig und nicht immer zu bewerkstelligen. Wie Du schreibst, haben wir unsere Emotionen nicht im Griff, wir können Sie nur unterdrücken.

Im Forum lese ich oftmals Situationen, die sich mit einer vernünftigen Aussprache beheben lassen. Ich staune, dass so viele Menschen im Forum "sprechen" können, nicht aber mit ihrem Partner. Ich kann mir mit meiner augenblicklichen "Weltanschauung", als meiner Sicht der Dinge, dieses Verhalten nicht erklären.

Dir auf jeden vielen Dank für Dein Feedback, so es etwas tut gut und ich gebe Dir gerne gleiches, Dein Hinweis mit Sender/Empfänger ist sehr wert voll

Viele Grüße, Torsten

Die vernünftige Aussprache
eigentlich ganz einfach und doch in einer partnerschaft soooo schwierig

mir fällt dazu folgendes ein:

hier fehlt mimik und gestik (ein gefühlszustand ist somit nicht unbedingt erkennbar).

man kann geschriebenes X-mal überdenken und abändern (was einmal bei einer aussprache gesagt wurde, wurde gesagt).

keiner wird hier mitten im satz unterbrochen, oder wird durch zwischenfragen aus dem konzept gebracht.

viele können hier bei IHREM thema bleiben, ohne vom "hüpfelchen zum tüpfelchen" zu kommen.

auch ich sehe hier oftmals situationen beschrieben, die ICH mit einer vernünftigen aussprache beheben könnte, ABER ich bin auch nicht persönlich involviert.

eine konstruktive diskussion bei partnerschaftsproblemen ist äußerst schwierig und ohne dritte (z.b.therapeuten) selten zu bewerkstelligen

lg, sadie

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23. Oktober 2006 um 13:11
In Antwort auf sadie46

Die vernünftige Aussprache
eigentlich ganz einfach und doch in einer partnerschaft soooo schwierig

mir fällt dazu folgendes ein:

hier fehlt mimik und gestik (ein gefühlszustand ist somit nicht unbedingt erkennbar).

man kann geschriebenes X-mal überdenken und abändern (was einmal bei einer aussprache gesagt wurde, wurde gesagt).

keiner wird hier mitten im satz unterbrochen, oder wird durch zwischenfragen aus dem konzept gebracht.

viele können hier bei IHREM thema bleiben, ohne vom "hüpfelchen zum tüpfelchen" zu kommen.

auch ich sehe hier oftmals situationen beschrieben, die ICH mit einer vernünftigen aussprache beheben könnte, ABER ich bin auch nicht persönlich involviert.

eine konstruktive diskussion bei partnerschaftsproblemen ist äußerst schwierig und ohne dritte (z.b.therapeuten) selten zu bewerkstelligen

lg, sadie

Du hast Recht,
wenn Du schreibst, dass viele einen Therapeuten benötigen.

Jedoch kann schon die einfache "Ich-Methode" in einer Parternschaft viel erwirken. Nicht "Du hast dies und jendes gemacht", sondern "Dies und jenes hat mich sehr verletzt.". Es ist wirklich super einfach und greift niemanden direkt an.

Ich muss sagen, dass die Beiträge im Forum meine schlimmsten Vermutungen übertroffen haben. Anstatt miteinander zu reden, wird fremdgegangen, angeschrien, Menschen wie Dreck behandelt. Männlein wie Weiblein zeigen sich von schlimmster Seite und die Mehrheit der hier im Forum anzutreffenden Personen scheinen Opfer zu sein. Aber auch die Grundeinstellung zum Leben scheint ein Problem zu sein. In einem Thread las ich, dass man wieder "leben" möchte, zwischen Kind und Haus und Partner. Das empfinde ich als Anfang vom Ende, wenn ich so denke. Meine Kinder, meine Frau und meine Arbeit sind mein Leben, andernfalls wäre ich ein prima Kandidat für Depressionen - Meine Frau natürlich auch

Es macht mich traurig, wenn ich lese, dass so wenig ehrlich miteinander gesprochen wird. Oder dass Männer ihre Frauen doof finden, weil sich einen Bauch bekommen und daher sich andere Frauen "an Land ziehen". Oder Frauen meinen, dass sie mit einem anderen schlafen müssen, um ihre Freiheit zu genießen. Letztlich ist es alles Illusion, der sie erliegen. LIebe ist das, was der Kopf daraus macht. Denn sie ist immateriell und unlogisch. Und meine Phantasie bestimmt, wie ich meine Liebe gestalte. Ob ich meie Frau als schönste der Welt empfinde, dass bestimme ich in meinem Kopf und nicht eine Reklame oder Trend-Zeitung...

Und wenn Mann einen wegstecken oder Frau einen reinstecken will, dann gibt es m.E. eine unmenge an Hilfsmitteln und die Phantasie, die niemanden weh tun und trotzdem Befriedigung schaffen.

Ich hoffe, dass ich mir mit diesen Zeilen hier nicht zu viele Feinde schaffe .

Besten Gruß, Torsten (Mittagspause nun beendet)

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26. Oktober 2006 um 15:12
In Antwort auf pcx

Faktor Kommunikation
Moin, Julian,

mit Kommunikation meine ich "richtiges" Miteinandersprechen im Sinne von Beachtung der vier Sender- und Empfängertypen. Das hast Du richtig interpretiert! Das "richtige" Miteinandersprechen ist schwierig und nicht immer zu bewerkstelligen. Wie Du schreibst, haben wir unsere Emotionen nicht im Griff, wir können Sie nur unterdrücken.

Im Forum lese ich oftmals Situationen, die sich mit einer vernünftigen Aussprache beheben lassen. Ich staune, dass so viele Menschen im Forum "sprechen" können, nicht aber mit ihrem Partner. Ich kann mir mit meiner augenblicklichen "Weltanschauung", als meiner Sicht der Dinge, dieses Verhalten nicht erklären.

Dir auf jeden vielen Dank für Dein Feedback, so es etwas tut gut und ich gebe Dir gerne gleiches, Dein Hinweis mit Sender/Empfänger ist sehr wert voll

Viele Grüße, Torsten

Untreue
hi julian meiner meinung nach kann ein dritter oder eine dritte nur dann ins spiel kommen wenn in der partnerschaft etwas nicht stimmt.denn wenn man glücklich und zufrieden ist mit dem was man hat dann sucht man nicht nach etwas anderem.und ist auch nicht nafällig dafür

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27. Oktober 2006 um 11:43
In Antwort auf cinderrella2

Untreue
hi julian meiner meinung nach kann ein dritter oder eine dritte nur dann ins spiel kommen wenn in der partnerschaft etwas nicht stimmt.denn wenn man glücklich und zufrieden ist mit dem was man hat dann sucht man nicht nach etwas anderem.und ist auch nicht nafällig dafür

Stimmt
Hi Cinderella,

das war es, was ich unter anderem zum Ausdruck bringen wollte. Dabei ist aber doch interessant, daß Glück und Zufriedenheit keine festen Werte sind, sondern sich im Rahmen der Veränderungen der Umwelt auch verändern.

Wenn dann die mangelnde Kommunikation dazukommt, MEINT der eine der andere sei zufrieden, weil er das immer war und nichts anderes signalisiert (Feigheit, Faulheit oder anderes als Ursache), der andere ist jedoch (hoch-)unzufrieden und daher anfällig für Dritte.

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27. Oktober 2006 um 17:26
In Antwort auf julian2k

Stimmt
Hi Cinderella,

das war es, was ich unter anderem zum Ausdruck bringen wollte. Dabei ist aber doch interessant, daß Glück und Zufriedenheit keine festen Werte sind, sondern sich im Rahmen der Veränderungen der Umwelt auch verändern.

Wenn dann die mangelnde Kommunikation dazukommt, MEINT der eine der andere sei zufrieden, weil er das immer war und nichts anderes signalisiert (Feigheit, Faulheit oder anderes als Ursache), der andere ist jedoch (hoch-)unzufrieden und daher anfällig für Dritte.

Jedoch sollte vermieden werden, die Seite
mit Untreue und Unwahrheit zu bestrafen, die sich als Kommunikationskrüppel beweist.

Ich finde das unfair und auch nicht richtigt, schließlich kann es Gründe haben, dass es so ist. Und warum sollten dann keine Konsequenzen gezogen werden?

Vielleicht macht Ihr es Euch etwas zueinfach?

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