Home / Forum / Liebe & Beziehung / Warum bleiben wenn man gehen will?

Warum bleiben wenn man gehen will?

16. September um 20:56 Letzte Antwort: 26. September um 12:27

Ich lese hier im Forum öfter dass verheiratete ( Männer wie Frauen) in einer kaputten Ehe leben anstatt sich zu trennen. Aber nicht immer geht aus der Unterhaltung hervor warum man bleibt obwohl man gehen will.  In meinem Bekanntenkreis haben wir dies mal thematisiert.  Haben nur Vermutungen.  Was meint ihr? Klar ist eine Scheidung nicht easy und schön, aber ist eine tote Ehe besser? 

Mehr lesen

16. September um 21:13

weil eben viele faktoren ausschlag gebend sind ( unterhalt, kinder, haus usw) und man immer wieder an die ach so positiven seiten des / der partners/rin glaubt. 

Gefällt mir
16. September um 21:20
In Antwort auf zimtschnecke

Ich lese hier im Forum öfter dass verheiratete ( Männer wie Frauen) in einer kaputten Ehe leben anstatt sich zu trennen. Aber nicht immer geht aus der Unterhaltung hervor warum man bleibt obwohl man gehen will.  In meinem Bekanntenkreis haben wir dies mal thematisiert.  Haben nur Vermutungen.  Was meint ihr? Klar ist eine Scheidung nicht easy und schön, aber ist eine tote Ehe besser? 

Finanzielle,  Angst vor dem allein sein. Man wechselt warm. Gemütlichkeit 

Gefällt mir
16. September um 21:24

Man lebt in einer kaputten Ehe, weil keiner den Mut hat sich in 1. Linie mit sich selbst zu beschäftigen und macht alles andere verantwortlich warum was nicht geht. Angeblich reden sie auch miteinander, vermutlich aneinander vorbei.  

Problem ist auch unsere Gesellschaft die gaugelt allen was vor. Andere möchten sich einfach nicht entscheiden und haben Angst nicht weiterleben zu können.  Loslassen  und mit eigenen Beinen laufen kann halt nicht jeder.

 

1 LikesGefällt mir
16. September um 21:25
In Antwort auf limonenkuchen

Finanzielle,  Angst vor dem allein sein. Man wechselt warm. Gemütlichkeit 

Bequemlichkeit vermute ich auch

Gefällt mir
16. September um 21:28
In Antwort auf jae3

Man lebt in einer kaputten Ehe, weil keiner den Mut hat sich in 1. Linie mit sich selbst zu beschäftigen und macht alles andere verantwortlich warum was nicht geht. Angeblich reden sie auch miteinander, vermutlich aneinander vorbei.  

Problem ist auch unsere Gesellschaft die gaugelt allen was vor. Andere möchten sich einfach nicht entscheiden und haben Angst nicht weiterleben zu können.  Loslassen  und mit eigenen Beinen laufen kann halt nicht jeder.

 

Ich vermute mal dass bei einer Trennung  / Scheidung einem noch mehr bewusst wird dass es definitiv vorbei ist. Aber ein neuer Abschnitt kann doch auch schön sein.  

1 LikesGefällt mir
16. September um 21:50
In Antwort auf zimtschnecke

Ich lese hier im Forum öfter dass verheiratete ( Männer wie Frauen) in einer kaputten Ehe leben anstatt sich zu trennen. Aber nicht immer geht aus der Unterhaltung hervor warum man bleibt obwohl man gehen will.  In meinem Bekanntenkreis haben wir dies mal thematisiert.  Haben nur Vermutungen.  Was meint ihr? Klar ist eine Scheidung nicht easy und schön, aber ist eine tote Ehe besser? 

Ich kann es mir nur so erklären: der finanzielle Wohlstand, das bequeme, vertraute Leben sind einfach wichtiger als die Ehe bzw. das Liebesleben.

Hat man sich gemeinsam Vermögen geschaffen, müsste man das dann teilen und hätte nur noch die Hälfte davon. Oder man müsste zum Beispiel ein Haus, eine Wohnung verkaufen. Dazu noch die Sorge, wie man es alleine mit den Kindern schaffen soll und wer den Hund bekommt.

Menschen setzen eben Prioritäten und wenn nicht gerade eine Suchterkrankung, psychische oder körperliche Gewalt, ständige Untreue in der Ehe vorkommen, können sich viele Menschen gut arrangieren. Dann ist die Ehe halt keine Liebesbeziehung mehr, sondern eine WG. Liebe und Leidenschaft sind nunmal nicht jedem gleich wichtig.

Gefällt mir
16. September um 21:52
In Antwort auf ozeanologe

Ich kann es mir nur so erklären: der finanzielle Wohlstand, das bequeme, vertraute Leben sind einfach wichtiger als die Ehe bzw. das Liebesleben.

Hat man sich gemeinsam Vermögen geschaffen, müsste man das dann teilen und hätte nur noch die Hälfte davon. Oder man müsste zum Beispiel ein Haus, eine Wohnung verkaufen. Dazu noch die Sorge, wie man es alleine mit den Kindern schaffen soll und wer den Hund bekommt.

Menschen setzen eben Prioritäten und wenn nicht gerade eine Suchterkrankung, psychische oder körperliche Gewalt, ständige Untreue in der Ehe vorkommen, können sich viele Menschen gut arrangieren. Dann ist die Ehe halt keine Liebesbeziehung mehr, sondern eine WG. Liebe und Leidenschaft sind nunmal nicht jedem gleich wichtig.

Spätestens dann kommen die Affären/ ONS ins Spiel

Gefällt mir
16. September um 22:24
In Antwort auf zimtschnecke

Spätestens dann kommen die Affären/ ONS ins Spiel

Nicht unbedingt. Es gibt auch Menschen, die die Leidenschaft, den Sextrieb gar nicht so vermissen und sich in ihrer WG zufrieden wohlfühlen. 

Gefällt mir
16. September um 22:28
In Antwort auf ozeanologe

Nicht unbedingt. Es gibt auch Menschen, die die Leidenschaft, den Sextrieb gar nicht so vermissen und sich in ihrer WG zufrieden wohlfühlen. 

Gott dass wäre Horror für mich. 

2 LikesGefällt mir
16. September um 22:30

Gesellschaftliche Prägung und Sozialisierung ist mit ein Grund dafür, aber auch Angst vor Veränderungen und auch weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist. 

So hinterfragt niemand grundsätzlich eine Partnerschaft, indem er seine Freunde, Bekannten, Kollegen oder Verwandten fragt  "Warum hast du eigentlich geheiratet? Weshalb hast du dich einst für XY entschieden? "  "Weshalb bist du seit 27 Jahren mit XY zusammen, wie langweilig"  

....Aber ein Single muss sich stets mit jeglichen Fragen auseinandersetzen und begründen weshalb er/sie diese Lebensform lebt... also gilt es diese Lebensform unbedingt zu vermeiden, als ob es etwas über die Qualität des Lebens aussagen würde. 

Ich glaube, wer keine Freunde und Hobbys hat, der ist sowohl innerhalb als auch außerhalb einer Partnerschaft nie zufrieden zu stellen. 

Gefällt mir
16. September um 22:48

Es kommt auf das Weltbild an. In verschiedenen Entwicklungsstufen gibt es verschiedene Gründe, warum man etwas tut (nicht tut), denkt und fühlt.

In einem SET ist man tribal (man kämpft) im anderen konform (wenn Scheidungen nonkonform sind,  lässt man es nicht zu), in einem dritten leistungsorientiert (will was schaffen, ein Ende der Beziehung wäre ein Beweis für Schwäche)

Erst in "höheren Stufen" kann man mit Widersprüchlichkeiten umgehen, kann komplexer denken, ist sich seines Anteils im System bewusst, kann selbstbestimmt handeln,  usw. Beziehungen nach Katalog sind nicht existent, deshalb werden einengende oder schädliche Faktoren nicht toleriert. Ein Abbruch der Beziehung, aus der man sich rausentwickelt hat, wird als das gesehen,  was es ist. Traurig und eine Chance.

1 LikesGefällt mir
16. September um 23:03

Bei Frauen ist es zu 90 Prozent wirtschaftliche Angst. Angst, abzusteigen und sich zu verschlechtern. Angst, als Versagerin zu gelten, weil man keinen "Versorger" mehr hat. Deshalb hält man lieber aus als den Tatsachen uns Auge zu sehen und sich sein eigenes Leben aufzubauen.

Gefällt mir
16. September um 23:11
In Antwort auf lunaluz

Bei Frauen ist es zu 90 Prozent wirtschaftliche Angst. Angst, abzusteigen und sich zu verschlechtern. Angst, als Versagerin zu gelten, weil man keinen "Versorger" mehr hat. Deshalb hält man lieber aus als den Tatsachen uns Auge zu sehen und sich sein eigenes Leben aufzubauen.

Mit welchem Zahlenmaterial untermauerst du deine Hypothese? 

Das ist ein ! Aspekt des ganzen. Man kann sich fragen  warum es überhaupt so weit kommen konnte, dass der Mann der Versorger sein muss und die Frau in wirtschaftl. Abhängigkeiten gerät.

Wenn wir als Gesellschaft es nicht schaffen, uns gegenseitig so zu unterstützen, dass solche Schieflagen nicht zustande kommen, braucht man sich auch nicht wundern, wenn (Nicht)Entscheidungen von Angst getrieben werden. 

Gefällt mir
16. September um 23:13
In Antwort auf lunaluz

Bei Frauen ist es zu 90 Prozent wirtschaftliche Angst. Angst, abzusteigen und sich zu verschlechtern. Angst, als Versagerin zu gelten, weil man keinen "Versorger" mehr hat. Deshalb hält man lieber aus als den Tatsachen uns Auge zu sehen und sich sein eigenes Leben aufzubauen.

Und nicht etwa auch, weil Männer unabhängig von der Qualität einer Partnerschaft, eine Frau in irgendeiner Form an sich binden, festhalten bzw. nicht gehen lassen? Männer trennen sich aus Bequemlichkeit ungerne. 

Ich glaube fast, daß viele Partnerschaften lange halten weil Männer zu "träge" sind für eine echte Veränderung sind. 

Gefällt mir
16. September um 23:17
In Antwort auf frauevi

Mit welchem Zahlenmaterial untermauerst du deine Hypothese? 

Das ist ein ! Aspekt des ganzen. Man kann sich fragen  warum es überhaupt so weit kommen konnte, dass der Mann der Versorger sein muss und die Frau in wirtschaftl. Abhängigkeiten gerät.

Wenn wir als Gesellschaft es nicht schaffen, uns gegenseitig so zu unterstützen, dass solche Schieflagen nicht zustande kommen, braucht man sich auch nicht wundern, wenn (Nicht)Entscheidungen von Angst getrieben werden. 

Finanzielle + emotionale Abhängigkeit wird gerne angestrebt, das gibt eine sichere Basis für manch einen.

Gefällt mir
17. September um 6:41
In Antwort auf zimtschnecke

Ich lese hier im Forum öfter dass verheiratete ( Männer wie Frauen) in einer kaputten Ehe leben anstatt sich zu trennen. Aber nicht immer geht aus der Unterhaltung hervor warum man bleibt obwohl man gehen will.  In meinem Bekanntenkreis haben wir dies mal thematisiert.  Haben nur Vermutungen.  Was meint ihr? Klar ist eine Scheidung nicht easy und schön, aber ist eine tote Ehe besser? 

Hallo zimtschnecke,

Natürlich kommt es oft vor, dass Leute bleiben, obwohl sie gehen wollen. Auch dieses Forum ist voll von solchen Fällen. Die Gründe hierfür sind eigentlich unerheblich. Entscheidend ist der Umstand, dass sich die betreffende Person entschieden hat sich nicht zu entscheiden. Dass damit sehr oft sinnlose Leidenszeit für Familie, Kinder und Umgebung einher geht, ist ebenfalls unerheblich. Hauptsache, die betreffende Person muss sich nicht entscheiden.

Oft genug zerstören diese Menschen durch ihre Untätigkeit alles rund um sich herum und müssen am Ende doch eine Entscheidung treffen. Aber das war dann ja nicht aus freien Stücken.

Ich persönlich kann mit diesen Menschen nicht umgehen, weil ich mir das Drama nicht anschauen kann und mich fortwährend einmischen müsste, obwohl ich das nicht darf. Deshalb halte ich solche Menschen und ihre Situation auf Abstand.

Freundliche Grüße, Christoph

1 LikesGefällt mir
17. September um 6:52
In Antwort auf sonnenwind4

Finanzielle + emotionale Abhängigkeit wird gerne angestrebt, das gibt eine sichere Basis für manch einen.

Abhängigkeit wird angestrebt? Das ist mir neu.

Sicherheit wird angestrebt. Das ist menschlich.

 

Gefällt mir
17. September um 7:51
In Antwort auf frauevi

Abhängigkeit wird angestrebt? Das ist mir neu.

Sicherheit wird angestrebt. Das ist menschlich.

 

Manche streben die finanzielle Abhängigkeit der Frau an, würde ich sagen. Ja. Auch heute im Jahr 2020 im wohlhabenden Westen. 

Gefällt mir
17. September um 8:24

Ich würde auch sagen, dass die meisten einfach nur feige sind und Angst vor Veränderungen haben. Lieber ein Leben haben von dem sie sich wissen was sie erwartet anstatt sich für neue Dinge zu öffnen. Und plötzlich an einem Punkt x wieder komplett alleine für sich verantwortlich zu sein (es sei denn man stürzt sich von einer in die andere Beziehung, was ich auch für feige halte, da man hier auch nur von einem ins andere warme Nest fallen möchte).

Das man hier oft liest, dass sich Männer oder Frauen in jemanden anderes verliebt haben und dann nicht wissen wie sie sich entscheiden sollen zeigt das meiner Meinung nach ganz gut wie feige die meisten sind. Anstatt sich dann zu trennen, lebt man lieber eine Lüge und belügt die Menschen zu denen man ehrlich sein sollte. Wahrscheinlich auch aus Angst, eine falsche Entscheid zu treffen und im Nachhinein feststellen zu müssen dass dieses verliebt sein eben nur einen kurzen Zeitraum andauert und man danach sich wieder in der selben Schleife befindet, merkt das es ein Fehler war. Und das Beziehung nicht nur aus dem tollen Gefühl vom Anfang besteht sondern mit jeder Menge "Arbeit" zu tun hat. 

Aber im Leben Entscheidungen treffen und dann mit der Konsequenz leben zu müssen gehört einfach zum Leben dazu. Ob etwas richtig oder falsch ist/war kann man doch eh erst im Nachhinein sehen. Die meisten Menschen haben aber meiner Erfahrung nach genau davor Angst. 

Es wird bei weitem noch mehr Faktoren dazu kommen warum sich man eben nicht trennt aber ich kann mir vorstellen, dass dies einer der wesentlichen Faktoren ist. 

 

1 LikesGefällt mir
17. September um 8:34
In Antwort auf frauevi

Abhängigkeit wird angestrebt? Das ist mir neu.

Sicherheit wird angestrebt. Das ist menschlich.

 

Aber Sicherheit hat doch auch etwas mit Geld zu tun. 
Und ja, gerade bei Frauen denke ich ist das ein großes Thema. 
Auch in unserer wohlhabenden Gesellschaft sind es doch eher die Frauen die zurück stecken müssen wenn plötzlich eine Familie mit Kindern vorhanden ist. 
Zudem verdienen Frauen heutzutage immer noch nicht das gleich wie Männer. 

Und warum gibt es sonst viele Frauen die sich lieber einen wohlhabenden Mann aussuchen anstatt einen der Ihnen vielleicht dafür Ehrlichkeit und Treue entgegen bringt ? Warum verlassen die Frauen sich dann nicht mehr auf sich selber und schauen lieber das sie für sich selber eine gute Basis schaffen um im Notfall auch alleine ohne Partner klar kommen zu können? 

Und wenn nur Sicherheit angestrebt werden würde, warum sind dann so viele dazu bereit sich in eine Abhängigkeit (meist finanzielle) zu begeben ?
 

Gefällt mir
17. September um 10:06

Ich bin auch in der Situation. Aber ich bin nicht abhängig. Eher umgekehrt. Er geht zwar arbeiten aber mehr hat er nicht. Warum man sich das antut? Eigentlich weiß ich es nicht. Aus Pflichtbewusstsein? Lieben tue ich ihn schon lange nicht mehr, wenn ich es jemals getan habe. Lieben tue ich jemanden anderes. Aber in den letzten Wochen denke ich immer mehr das ich doch gehen sollte. Ich mag so nicht mehr leben. Er dürfte sogar in meinem Haus wohnen bleiben. 
 

Gefällt mir
17. September um 18:43
In Antwort auf tiger001

Aber Sicherheit hat doch auch etwas mit Geld zu tun. 
Und ja, gerade bei Frauen denke ich ist das ein großes Thema. 
Auch in unserer wohlhabenden Gesellschaft sind es doch eher die Frauen die zurück stecken müssen wenn plötzlich eine Familie mit Kindern vorhanden ist. 
Zudem verdienen Frauen heutzutage immer noch nicht das gleich wie Männer. 

Und warum gibt es sonst viele Frauen die sich lieber einen wohlhabenden Mann aussuchen anstatt einen der Ihnen vielleicht dafür Ehrlichkeit und Treue entgegen bringt ? Warum verlassen die Frauen sich dann nicht mehr auf sich selber und schauen lieber das sie für sich selber eine gute Basis schaffen um im Notfall auch alleine ohne Partner klar kommen zu können? 

Und wenn nur Sicherheit angestrebt werden würde, warum sind dann so viele dazu bereit sich in eine Abhängigkeit (meist finanzielle) zu begeben ?
 

Tja die Frage warum sich Frauen lieber einen wohlhabenden Mann suchen als einen mit Charakter, dem Ehrlichkeit und Treue wichtig sind könnte ich jetzt mit der Gegenfrage warum ist Männern die Optik der Frau wichtiger  als der Charakter ?  

1 LikesGefällt mir
17. September um 18:50
In Antwort auf zimtschnecke

Tja die Frage warum sich Frauen lieber einen wohlhabenden Mann suchen als einen mit Charakter, dem Ehrlichkeit und Treue wichtig sind könnte ich jetzt mit der Gegenfrage warum ist Männern die Optik der Frau wichtiger  als der Charakter ?  

Ganz schön harte Fragen, die du da in den Raum stellst, liebe zimtschnecke...

Gefällt mir
17. September um 19:44
In Antwort auf py158

Ganz schön harte Fragen, die du da in den Raum stellst, liebe zimtschnecke...

Meinst du? Beobachte ich immer wieder.  

Gefällt mir
17. September um 22:06

Bequemlichkeit, Angst, allein zu sein, Angst vor wirtschaftlichem Verlust/einer Schwächung der finanziellen Situation, Trägheit, Angst vor sozialem Abstieg, das denke ich, sind die wichtigsten Gründe.

Gefällt mir
17. September um 23:37

Wirtschaftliche Verluste bringt eine Trennung immer mit sich. Wenn man sich vernünftig trennt, dann regelt man alles gemeinsam also Kinderbetreuung damit beide arbeiten können, finanzielle Verpflichtungen löst man ebenfalls zusammen.  Ist meine Meinung.  Ich würde es so zumindest machen sollte es mit meinem Mann und mir irgendwann aus welchen Gründen vorbei sein. Aber ein guter Bekannter hat mir mal gesagt dass ich mit dieser Einstellung die Minderheit vertreten. Bei vielen gibt's wohl Rosenkrieg.  Alleine bleiben muss man auch nicht.  Eine Kollegin von mir hat vor 2 Jahren zum 2. Mal geheiratet und ist megaglücklich. Und die ist schon jenseits der 50 Jahre.  Jede Trennung bedeutet auch die Chance auf ein neues Glück.  

Gefällt mir
18. September um 7:36
In Antwort auf zimtschnecke

Ich lese hier im Forum öfter dass verheiratete ( Männer wie Frauen) in einer kaputten Ehe leben anstatt sich zu trennen. Aber nicht immer geht aus der Unterhaltung hervor warum man bleibt obwohl man gehen will.  In meinem Bekanntenkreis haben wir dies mal thematisiert.  Haben nur Vermutungen.  Was meint ihr? Klar ist eine Scheidung nicht easy und schön, aber ist eine tote Ehe besser? 

Guten Morgen Zimtschnecke

Meine ganz persönliche Erfahrung ist das der Tot einer Beziehung das Endergebnis von vielen vorherigen Situationen und Erlebnissen ist.
Das Ausharren in dieser Lebensform ist der Wunsch das " gemütliche Elend " in dem man sich befindet nicht aufzugeben.

Denn es ist echt schwer die Scheindungskonsequenzen zu tragen aber den Tot der eigenen Bedürfnisse und Wünsche und das Feuer des Lebens zu verlieren ist der höhere Preis. 

Ich glaube das es wichtiger wäre zu schauen wo es in der Beziehung gekippt und an welcher die Ehe kaputt gegangen zu sein scheint. Um dann dafür eine Lösung zu finden .

 

1 LikesGefällt mir
18. September um 8:00

Und Ihr meint wirklich das solche Frauen wie ich nicht versucht haben alles wieder in richtige Bahnen zu bringen. Das ich z.B. mehr als 10 Jahre gekämpft, geredet usw. habe? Sogar gebettelt? Und was hat es gebracht? Überhaupt nichts. Man würde müde belächelt und er hat so weitergemacht wie bisher. 

Ihr seid nicht in einer solchen Lage und von außen betrachtet ist alles leichter. Jede / jeder wird seine Gründe haben egal welcher Art. Und jeder / jede kann selbst entscheiden wie er / sie damit umgehen wird. Helfen können außenstehende eh nicht. Und ja viele bleiben aus Bequemlichkeit. Aber es ist ihre Sache. 

Gefällt mir
18. September um 8:03
In Antwort auf karin68

Guten Morgen Zimtschnecke

Meine ganz persönliche Erfahrung ist das der Tot einer Beziehung das Endergebnis von vielen vorherigen Situationen und Erlebnissen ist.
Das Ausharren in dieser Lebensform ist der Wunsch das " gemütliche Elend " in dem man sich befindet nicht aufzugeben.

Denn es ist echt schwer die Scheindungskonsequenzen zu tragen aber den Tot der eigenen Bedürfnisse und Wünsche und das Feuer des Lebens zu verlieren ist der höhere Preis. 

Ich glaube das es wichtiger wäre zu schauen wo es in der Beziehung gekippt und an welcher die Ehe kaputt gegangen zu sein scheint. Um dann dafür eine Lösung zu finden .

 

Wahnsinn ist das, würde ich sagen!
Deshalb geht es bis zu "Mord und Totschlag", weil Menschen den irrsinnige Illusion haben von Ewigkeit. 

...Den Tod der eigenen Bedürfnisse an einen einzigen Menschen festzumachen. Selbst bei unerwiderter Liebe gibt es immer noch die Möglichkeit eines Tages eine neue Liebe zu finden, sofern man sich der Zukunft nicht verschließt und sich in der Vergangenheit verliert...

Oder habe ich dich nicht richtig verstanden? 

Gefällt mir
18. September um 8:09
In Antwort auf desteufelsengel2

Und Ihr meint wirklich das solche Frauen wie ich nicht versucht haben alles wieder in richtige Bahnen zu bringen. Das ich z.B. mehr als 10 Jahre gekämpft, geredet usw. habe? Sogar gebettelt? Und was hat es gebracht? Überhaupt nichts. Man würde müde belächelt und er hat so weitergemacht wie bisher. 

Ihr seid nicht in einer solchen Lage und von außen betrachtet ist alles leichter. Jede / jeder wird seine Gründe haben egal welcher Art. Und jeder / jede kann selbst entscheiden wie er / sie damit umgehen wird. Helfen können außenstehende eh nicht. Und ja viele bleiben aus Bequemlichkeit. Aber es ist ihre Sache. 

Ich weiß nicht genau wo dein Anliegen liegt, aber auch ich musste durch ein tiefes Tal um Berge erklimmen zu können. Mit Kind, psychische Erkrankungen und großen irrationalen Widerständen. 

Heute nach 2 Jahren kann ich sagen, ich hätte den ganzen Ärger im Keim ersticken können, aber der Mensch will immer kämpfen für das vermeintlich Gute....

Gefällt mir
18. September um 8:20

Warum bleiben, wenn man gehen will?
Ich denke, wenn man wirklich gehen will, geht man auch. Sonst ist der Wille wohl nicht sehr ausgeprägt. Wenn man dennoch in einer angeschlagenen Beziehung verbleibt, hat man vielleicht…
· Ein starkes Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit
· Ein perspektivisches Gefühl der Hoffnung auf Verbesserung der Beziehung und Aussöhnung mit dem Partner
· Man genießt den Status und die Vorzüge der Partnerschaft z.B. Intimitäten
· Ebenso vielleicht auch bestimmte Freiräume
· Man Akzeptiert womöglich die Spannungen bezüglich eines Verantwortungsgefühls
· Folgt bestimmten selbstauferlegten Zielen z.B. wie in guten, so in schlechten Zeiten!
· Besitzt noch ausreichend Akzeptanz und Toleranz der Begrenzungen des Partners und der Beziehung gegenüber sowie ein Verständnis für Unzulänglichkeiten des Partners
· Man verlässt sich wahrscheinlich auch auf frühere positive Aussagen des Partners
Vielleicht geht es auch um:
· Zeitweises Erspüren der Liebe und ihrem Potential
· Die Fähigkeit, Einschränkungen zu akzeptieren
· Ein Bewusstsein der Herausforderung, ein Leben zu führen, das nicht so bilderbuchmäßig verläuft
· Die Fähigkeit, warten zu können, bis Zeit und Rahmen für eine Aussprache möglich ist und Gemeinsames wieder positiv gestaltet und zusammen erlebt werden kann
· Die Fähigkeit, eine Selbstlüge und Schönrederei einschätzen zu können
· Das Aushalten als Trost vor dem Empfinden von Trennungsangst
· Dem Folgen einer ehemals gemeinsamen positiven Vision oder Vorstellung
Erschwerend für eine Trennung können sein:
· Stress als Blockade
· Fehlende Einschätzung bei schleichender Verschlechterung einer Beziehung zu einem konkreten Zeitpunkt oder bestimmten Anlass
· Ein Nebeneinanderherleben kann sich besser anfühlen als der Gedanke an den Verlust des Partners oder des Beziehungsstatus
· Zukunftsangst oder Sorgen in Hinblick auf die Trennung, Scheidung, Alleinsein oder die Umstellung auf eine neue Partnerschaft
· Eifersucht, Neid oder Schamgefühle, Fehlannahmen gegenüber Vorwurfshaltungen wie z.B. Egoismus, Unattaktivität etc.
· Fehlender attraktiver und bezahlbarer Wohnraum
· Fehlende unterstützende Person oder Personen und fehlende Zeit für eine klärende Aussprache
· Fehlende wichtige Informationen oder Impulse
· Ermangelung an attraktiven Alternativen, die eine Lebensveränderung bedingen könnten z.B. Angebot eines Traumjobs, Erbschaft, Lottogewinn…
· Entscheidungsschwierigkeiten, Festhalten an Gewohnheiten, negative Kommunikationsstruktur
· Weitere Belastungen wie Schwierigkeiten im Beruf, erschwerende private Voraussetzungen und Alltagsstress
· Finanzielle Einschränkungen
· Großer Aufwand des Umzugs, Verschlechterung oder Verlust der sozialen Beziehungen und des Lebensstandards
· Mögliches Potential an Ablenkungen bis hin zu Affären
· Unbehagen vor neuer Lebenssituation, Sorge vor Überlastung und sozialer Ächtung bzw. Herabsetzungen im privaten oder beruflichen Umfeld
· Unterschätzung von positiven Eigenschaften des Alleinlebens
· Fehlende Vergleiche und positive Vorbilder, unbewusste Fehlannahmen und Fehleinschätzungen
· Fehlende Ruhe und Zeit für wichtige Entscheidungen, andauernde Verantwortung für Familienmitglieder, Tiere oder besondere Aufgaben
· Fehlendes Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit
Es gibt so vieles, vieles mehr….das war nur Mal das erste, was mir dazu einfiel…
Solche Aspekte alle für sich aufzudröseln ist gar nicht so einfach, und selbst Paarberatungen stellen bei Anfang keine deutliche Aussicht auf den Erfolg aus, dass die Beziehung wieder ins Lot kommt. Auch von daher kann man es nicht so einfach pauschalisieren, finde ich. Es wäre schon angemessener, es jeweils individuell zu betrachten.
 

Gefällt mir
18. September um 9:01
In Antwort auf desteufelsengel2

Und Ihr meint wirklich das solche Frauen wie ich nicht versucht haben alles wieder in richtige Bahnen zu bringen. Das ich z.B. mehr als 10 Jahre gekämpft, geredet usw. habe? Sogar gebettelt? Und was hat es gebracht? Überhaupt nichts. Man würde müde belächelt und er hat so weitergemacht wie bisher. 

Ihr seid nicht in einer solchen Lage und von außen betrachtet ist alles leichter. Jede / jeder wird seine Gründe haben egal welcher Art. Und jeder / jede kann selbst entscheiden wie er / sie damit umgehen wird. Helfen können außenstehende eh nicht. Und ja viele bleiben aus Bequemlichkeit. Aber es ist ihre Sache. 

Doch, dass was du schreibst kenne ich auch, teilweise.  Irgendwann gibt man auf. 

Gefällt mir
18. September um 10:40
In Antwort auf zimtschnecke

Wirtschaftliche Verluste bringt eine Trennung immer mit sich. Wenn man sich vernünftig trennt, dann regelt man alles gemeinsam also Kinderbetreuung damit beide arbeiten können, finanzielle Verpflichtungen löst man ebenfalls zusammen.  Ist meine Meinung.  Ich würde es so zumindest machen sollte es mit meinem Mann und mir irgendwann aus welchen Gründen vorbei sein. Aber ein guter Bekannter hat mir mal gesagt dass ich mit dieser Einstellung die Minderheit vertreten. Bei vielen gibt's wohl Rosenkrieg.  Alleine bleiben muss man auch nicht.  Eine Kollegin von mir hat vor 2 Jahren zum 2. Mal geheiratet und ist megaglücklich. Und die ist schon jenseits der 50 Jahre.  Jede Trennung bedeutet auch die Chance auf ein neues Glück.  

Ja, du hast völlig recht. Es lässt sich alles lösen, wenn man nur will.

Das mit der vernünftigen Trennung kann man nur leider vergessen, wenn sich nur einer trennen will, der andere aber nicht. Dann kommt es zu Rosenkriegen, wie du sie ohnehin schon ansprichst. Da werden dem Trennungswilligen dann Steine in den Weg gelegt, wo es nur geht. 

Was der andere aber vergisst: so bringt man niemanden dazu, zu bleiben. Eher im Gegenteil. Ich finde ja, wenn einer sich zur Trennung entschlossen hat und für ihn ein zweiter Versuch ausgeschlossen ist, sollte man ihn gehen lassen. Liebe kann man nicht erzwingen.

Gefällt mir
18. September um 10:48
In Antwort auf desteufelsengel2

Und Ihr meint wirklich das solche Frauen wie ich nicht versucht haben alles wieder in richtige Bahnen zu bringen. Das ich z.B. mehr als 10 Jahre gekämpft, geredet usw. habe? Sogar gebettelt? Und was hat es gebracht? Überhaupt nichts. Man würde müde belächelt und er hat so weitergemacht wie bisher. 

Ihr seid nicht in einer solchen Lage und von außen betrachtet ist alles leichter. Jede / jeder wird seine Gründe haben egal welcher Art. Und jeder / jede kann selbst entscheiden wie er / sie damit umgehen wird. Helfen können außenstehende eh nicht. Und ja viele bleiben aus Bequemlichkeit. Aber es ist ihre Sache. 

Ich denke sogar, dass es meistens so ist, wie du es beschreibst. Wenn man mal den Schritt tut und heiratet, so haben die meisten wohl doch die Vorstellung eines "für immer" dabei. Ich glaube, kaum jemand wirft eine Ehe leichtfertig weg. 

Natürlich ist es ihre Sache. Es geht zimtschnecke wohl auch nur darum, das Verhalten zu verstehen und nicht, es zu verurteilen. 

Du schreibst, du trennst dich aus Pflichtbewusstsein nicht, weil dein Mann nichts hat, außer seiner Arbeit. Wessen Schuld ist das denn? Ich weiß ja nicht, wie lange ihr verheiratet seid, aber jeder muss sich sein soziales Netzwerk, seine Freunde, seinen Lebensinhalt selbst aufbauen, dafür ist nicht der Partner verantwortlich. Arbeit und Ehe als einzigen Lebensinhalt zu haben, ist immer gefährlich und das weiß auch jeder. Es ist wichtig, Freundschaften aufzubauen und diese auch zu pflegen. Ein paar Hobbys sind auch nicht schlecht.

Ich gehe davon aus, dass dein Mann lang genug Zeit gehabt hätte, sich um sein Leben zu kümmern. Warum hat er das nicht? Ich denke nicht, dass du wegen seiner Versäumnisse jetzt bei ihm bleiben musst. 

Gefällt mir
18. September um 10:51
In Antwort auf sonnenwind4

Wahnsinn ist das, würde ich sagen!
Deshalb geht es bis zu "Mord und Totschlag", weil Menschen den irrsinnige Illusion haben von Ewigkeit. 

...Den Tod der eigenen Bedürfnisse an einen einzigen Menschen festzumachen. Selbst bei unerwiderter Liebe gibt es immer noch die Möglichkeit eines Tages eine neue Liebe zu finden, sofern man sich der Zukunft nicht verschließt und sich in der Vergangenheit verliert...

Oder habe ich dich nicht richtig verstanden? 

Ich habe es so verstanden: sich einzugestehen, dass sich die eigenen Wünsche und Bedürfnisse in dieser Ehe nicht erfüllt haben und sich auch nie erfüllen werden, ist schlimmer als das Ertragen des "gemütlichen Elends", in dem man sich befindet.

Das hat immer etwas mit versagen zu tun. Man hat sich geirrt, sich in einem Menschen getäuscht, sich einem Irrglauben, einer Fantasie hingegeben. Man muss zugeben, Fehler gemacht zu haben. Das fällt wohl einigen Menschen nicht so leicht.

Gefällt mir
18. September um 10:53
In Antwort auf simona70

Warum bleiben, wenn man gehen will?
Ich denke, wenn man wirklich gehen will, geht man auch. Sonst ist der Wille wohl nicht sehr ausgeprägt. Wenn man dennoch in einer angeschlagenen Beziehung verbleibt, hat man vielleicht…
· Ein starkes Bedürfnis nach Zusammengehörigkeit
· Ein perspektivisches Gefühl der Hoffnung auf Verbesserung der Beziehung und Aussöhnung mit dem Partner
· Man genießt den Status und die Vorzüge der Partnerschaft z.B. Intimitäten
· Ebenso vielleicht auch bestimmte Freiräume
· Man Akzeptiert womöglich die Spannungen bezüglich eines Verantwortungsgefühls
· Folgt bestimmten selbstauferlegten Zielen z.B. wie in guten, so in schlechten Zeiten!
· Besitzt noch ausreichend Akzeptanz und Toleranz der Begrenzungen des Partners und der Beziehung gegenüber sowie ein Verständnis für Unzulänglichkeiten des Partners
· Man verlässt sich wahrscheinlich auch auf frühere positive Aussagen des Partners
Vielleicht geht es auch um:
· Zeitweises Erspüren der Liebe und ihrem Potential
· Die Fähigkeit, Einschränkungen zu akzeptieren
· Ein Bewusstsein der Herausforderung, ein Leben zu führen, das nicht so bilderbuchmäßig verläuft
· Die Fähigkeit, warten zu können, bis Zeit und Rahmen für eine Aussprache möglich ist und Gemeinsames wieder positiv gestaltet und zusammen erlebt werden kann
· Die Fähigkeit, eine Selbstlüge und Schönrederei einschätzen zu können
· Das Aushalten als Trost vor dem Empfinden von Trennungsangst
· Dem Folgen einer ehemals gemeinsamen positiven Vision oder Vorstellung
Erschwerend für eine Trennung können sein:
· Stress als Blockade
· Fehlende Einschätzung bei schleichender Verschlechterung einer Beziehung zu einem konkreten Zeitpunkt oder bestimmten Anlass
· Ein Nebeneinanderherleben kann sich besser anfühlen als der Gedanke an den Verlust des Partners oder des Beziehungsstatus
· Zukunftsangst oder Sorgen in Hinblick auf die Trennung, Scheidung, Alleinsein oder die Umstellung auf eine neue Partnerschaft
· Eifersucht, Neid oder Schamgefühle, Fehlannahmen gegenüber Vorwurfshaltungen wie z.B. Egoismus, Unattaktivität etc.
· Fehlender attraktiver und bezahlbarer Wohnraum
· Fehlende unterstützende Person oder Personen und fehlende Zeit für eine klärende Aussprache
· Fehlende wichtige Informationen oder Impulse
· Ermangelung an attraktiven Alternativen, die eine Lebensveränderung bedingen könnten z.B. Angebot eines Traumjobs, Erbschaft, Lottogewinn…
· Entscheidungsschwierigkeiten, Festhalten an Gewohnheiten, negative Kommunikationsstruktur
· Weitere Belastungen wie Schwierigkeiten im Beruf, erschwerende private Voraussetzungen und Alltagsstress
· Finanzielle Einschränkungen
· Großer Aufwand des Umzugs, Verschlechterung oder Verlust der sozialen Beziehungen und des Lebensstandards
· Mögliches Potential an Ablenkungen bis hin zu Affären
· Unbehagen vor neuer Lebenssituation, Sorge vor Überlastung und sozialer Ächtung bzw. Herabsetzungen im privaten oder beruflichen Umfeld
· Unterschätzung von positiven Eigenschaften des Alleinlebens
· Fehlende Vergleiche und positive Vorbilder, unbewusste Fehlannahmen und Fehleinschätzungen
· Fehlende Ruhe und Zeit für wichtige Entscheidungen, andauernde Verantwortung für Familienmitglieder, Tiere oder besondere Aufgaben
· Fehlendes Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit
Es gibt so vieles, vieles mehr….das war nur Mal das erste, was mir dazu einfiel…
Solche Aspekte alle für sich aufzudröseln ist gar nicht so einfach, und selbst Paarberatungen stellen bei Anfang keine deutliche Aussicht auf den Erfolg aus, dass die Beziehung wieder ins Lot kommt. Auch von daher kann man es nicht so einfach pauschalisieren, finde ich. Es wäre schon angemessener, es jeweils individuell zu betrachten.
 

Da sprichst du etwas Wichtiges an: den Leidensdruck. Dieser muss nämlich wirklich oft sehr groß werden, bevor man etwas ändert. 

Das ist nicht nur bei gescheiterten Beziehungen so, sondern bei allen wichtigen Veränderungen.

Gefällt mir
18. September um 10:54
In Antwort auf zimtschnecke

Doch, dass was du schreibst kenne ich auch, teilweise.  Irgendwann gibt man auf. 

Ich denke, das kennt jeder, der schon einmal in einer unglücklichen Beziehung war. 

Gefällt mir
18. September um 12:08
In Antwort auf eisbrecher

Ich habe es so verstanden: sich einzugestehen, dass sich die eigenen Wünsche und Bedürfnisse in dieser Ehe nicht erfüllt haben und sich auch nie erfüllen werden, ist schlimmer als das Ertragen des "gemütlichen Elends", in dem man sich befindet.

Das hat immer etwas mit versagen zu tun. Man hat sich geirrt, sich in einem Menschen getäuscht, sich einem Irrglauben, einer Fantasie hingegeben. Man muss zugeben, Fehler gemacht zu haben. Das fällt wohl einigen Menschen nicht so leicht.

Verstehe, bei mir war die Reihen- und Rangfolge doch etwas anders: ich habe die mir in "Aussicht gestellten" Trennungskonsequenzen als das  größere Elend empfunden,

viel mehr als den eingetreten Tod der eigenen Bedürfnisse und Wünsche. 

Gefällt mir
18. September um 12:08
In Antwort auf eisbrecher

Ich denke sogar, dass es meistens so ist, wie du es beschreibst. Wenn man mal den Schritt tut und heiratet, so haben die meisten wohl doch die Vorstellung eines "für immer" dabei. Ich glaube, kaum jemand wirft eine Ehe leichtfertig weg. 

Natürlich ist es ihre Sache. Es geht zimtschnecke wohl auch nur darum, das Verhalten zu verstehen und nicht, es zu verurteilen. 

Du schreibst, du trennst dich aus Pflichtbewusstsein nicht, weil dein Mann nichts hat, außer seiner Arbeit. Wessen Schuld ist das denn? Ich weiß ja nicht, wie lange ihr verheiratet seid, aber jeder muss sich sein soziales Netzwerk, seine Freunde, seinen Lebensinhalt selbst aufbauen, dafür ist nicht der Partner verantwortlich. Arbeit und Ehe als einzigen Lebensinhalt zu haben, ist immer gefährlich und das weiß auch jeder. Es ist wichtig, Freundschaften aufzubauen und diese auch zu pflegen. Ein paar Hobbys sind auch nicht schlecht.

Ich gehe davon aus, dass dein Mann lang genug Zeit gehabt hätte, sich um sein Leben zu kümmern. Warum hat er das nicht? Ich denke nicht, dass du wegen seiner Versäumnisse jetzt bei ihm bleiben musst. 

Klar darf man sich selbst nicht aufgeben wenn man verheiratet ist,  also jeder sollte seine Hobbies haben,  ein gemeinsames Netzwerk,  ABER: wie oft kommt es vor dass man Jahre später feststellt dass man sich auseinander gelebt hat ? Oder nur einer kämpft um die Ehe? Ein Arbeitskollege hat mir von seinem Umfeld ( also Nachbarn,  Bekannten,  Freunden) erzählt und meinte: du ahnst ja gar nicht wieviele in ihrer Ehe unglücklich sind und nur wegen Kinder/ Eigentum noch zusammen sind.  
Ich vertrete den Standpunkt wenn man zum Ergebnis kommt, dass die Beziehung vorbei ist und man auch nicht mehr retten kann sollte man sich vernünftig trennen, vor allem  wenn Kinder mit dabei sind.  Und zwar so, dass beide wirtschaftlich Abstriche machen müssen aber keiner in die Sozialhilfe rauscht. Aber wie du schon gesagt hast,  will nur einer gehen ist Terror vorprogrammiert.  Ich glaube auch nicht das man so versucht den anderen zu halten sondern eher, dass der Verlassene so gekränkt und verletzt ist das derjenige der gehen will auch leiden soll. 

Gefällt mir
18. September um 12:17
In Antwort auf sonnenwind4

Verstehe, bei mir war die Reihen- und Rangfolge doch etwas anders: ich habe die mir in "Aussicht gestellten" Trennungskonsequenzen als das  größere Elend empfunden,

viel mehr als den eingetreten Tod der eigenen Bedürfnisse und Wünsche. 

Ja, das war bei mir auch immer so, wenn bei früheren Beziehungen die Trennung im Raum stand.

Meine Ehe endete allerdings mit dem Tod meiner Frau, sie hat sich dazu entschlossen, sich aufgrund ihrer unheilbaren Krebserkrankung das Leben zu nehmen. Das ist schon einige Jahre her, ich bin aber nach wie vor nicht bereit für eine neue Beziehung. Ich weiß auch gar nicht, ob ich mich jemals wieder so tief auf jemanden einlassen kann. Die Zeit wird es zeigen.

Gefällt mir
18. September um 12:27
In Antwort auf zimtschnecke

Klar darf man sich selbst nicht aufgeben wenn man verheiratet ist,  also jeder sollte seine Hobbies haben,  ein gemeinsames Netzwerk,  ABER: wie oft kommt es vor dass man Jahre später feststellt dass man sich auseinander gelebt hat ? Oder nur einer kämpft um die Ehe? Ein Arbeitskollege hat mir von seinem Umfeld ( also Nachbarn,  Bekannten,  Freunden) erzählt und meinte: du ahnst ja gar nicht wieviele in ihrer Ehe unglücklich sind und nur wegen Kinder/ Eigentum noch zusammen sind.  
Ich vertrete den Standpunkt wenn man zum Ergebnis kommt, dass die Beziehung vorbei ist und man auch nicht mehr retten kann sollte man sich vernünftig trennen, vor allem  wenn Kinder mit dabei sind.  Und zwar so, dass beide wirtschaftlich Abstriche machen müssen aber keiner in die Sozialhilfe rauscht. Aber wie du schon gesagt hast,  will nur einer gehen ist Terror vorprogrammiert.  Ich glaube auch nicht das man so versucht den anderen zu halten sondern eher, dass der Verlassene so gekränkt und verletzt ist das derjenige der gehen will auch leiden soll. 

Ich denke auch, dass es das häufig gibt. Manche Paare sind einfach zu unterschiedlich, um miteinander glücklich werden zu können.

Einer ist unglücklich und der andere bemerkt das gar nicht, weil für ihn alles passt. Es wird viel zu spät angesprochen und erst dann, wenn sich schon extrem viel Frust aufgestaut hat und der Partner fällt aus allen Wolken und ist total vor den Kopf gestoßen und fühlt sich verarscht, weil ihm der andere die ganze Zeit was vorgespielt hat.

Menschen können nunmal nicht hellsehen. In jeder zwischenmenschlichen Beziehung ist Kommunikation wichtig und zwar muss man so kommunizieren, dass einen das Gegenüber auch versteht. Bei jemandem mit vagen Andeutungen zu arbeiten, der keine Andeutungen versteht, wird einen nicht weiterbringen. Wie soll man eine Ehe retten, von der man gar nicht weiß, dass sie gefährdet ist? Klartext wäre da manchmal die beste Lösung.

Auf einmal explodiert das Fass, der Partner weiß nicht, wie ihm geschieht, weil er nichts geahnt hat. Die erste Reaktion ist dann oft: ich stell mich stur und lege mich bei allem quer, was der Partner will. 

In einem solchen Fall sollte man Hilfe von außen suchen, selbst dann, wenn man die Beziehung weder retten will, noch kann. Zumindest kann man sich dann trennen, ohne sich zu hassen. Erst recht, wenn es gemeinsame Kinder gibt, denn diese leiden unter solchen Trennungen im Streit am meisten.

Gefällt mir
18. September um 12:43
In Antwort auf eisbrecher

Ich denke auch, dass es das häufig gibt. Manche Paare sind einfach zu unterschiedlich, um miteinander glücklich werden zu können.

Einer ist unglücklich und der andere bemerkt das gar nicht, weil für ihn alles passt. Es wird viel zu spät angesprochen und erst dann, wenn sich schon extrem viel Frust aufgestaut hat und der Partner fällt aus allen Wolken und ist total vor den Kopf gestoßen und fühlt sich verarscht, weil ihm der andere die ganze Zeit was vorgespielt hat.

Menschen können nunmal nicht hellsehen. In jeder zwischenmenschlichen Beziehung ist Kommunikation wichtig und zwar muss man so kommunizieren, dass einen das Gegenüber auch versteht. Bei jemandem mit vagen Andeutungen zu arbeiten, der keine Andeutungen versteht, wird einen nicht weiterbringen. Wie soll man eine Ehe retten, von der man gar nicht weiß, dass sie gefährdet ist? Klartext wäre da manchmal die beste Lösung.

Auf einmal explodiert das Fass, der Partner weiß nicht, wie ihm geschieht, weil er nichts geahnt hat. Die erste Reaktion ist dann oft: ich stell mich stur und lege mich bei allem quer, was der Partner will. 

In einem solchen Fall sollte man Hilfe von außen suchen, selbst dann, wenn man die Beziehung weder retten will, noch kann. Zumindest kann man sich dann trennen, ohne sich zu hassen. Erst recht, wenn es gemeinsame Kinder gibt, denn diese leiden unter solchen Trennungen im Streit am meisten.

Natürlich muss man Klartext reden und dem anderen seine Wünsche,  Bedürfnisse,  Unzufriedenheit sagen.  Aber was wenn das auf taube Ohren stößt? 

Gefällt mir
18. September um 12:45
In Antwort auf eisbrecher

Ich denke auch, dass es das häufig gibt. Manche Paare sind einfach zu unterschiedlich, um miteinander glücklich werden zu können.

Einer ist unglücklich und der andere bemerkt das gar nicht, weil für ihn alles passt. Es wird viel zu spät angesprochen und erst dann, wenn sich schon extrem viel Frust aufgestaut hat und der Partner fällt aus allen Wolken und ist total vor den Kopf gestoßen und fühlt sich verarscht, weil ihm der andere die ganze Zeit was vorgespielt hat.

Menschen können nunmal nicht hellsehen. In jeder zwischenmenschlichen Beziehung ist Kommunikation wichtig und zwar muss man so kommunizieren, dass einen das Gegenüber auch versteht. Bei jemandem mit vagen Andeutungen zu arbeiten, der keine Andeutungen versteht, wird einen nicht weiterbringen. Wie soll man eine Ehe retten, von der man gar nicht weiß, dass sie gefährdet ist? Klartext wäre da manchmal die beste Lösung.

Auf einmal explodiert das Fass, der Partner weiß nicht, wie ihm geschieht, weil er nichts geahnt hat. Die erste Reaktion ist dann oft: ich stell mich stur und lege mich bei allem quer, was der Partner will. 

In einem solchen Fall sollte man Hilfe von außen suchen, selbst dann, wenn man die Beziehung weder retten will, noch kann. Zumindest kann man sich dann trennen, ohne sich zu hassen. Erst recht, wenn es gemeinsame Kinder gibt, denn diese leiden unter solchen Trennungen im Streit am meisten.

Und die Aussicht auf einen abrutschen in die Sozialhilfe schreckt viele von einer Trennung ab, insbesondere wenn Kinder im Spiel sind 

Gefällt mir
18. September um 12:50
In Antwort auf zimtschnecke

Natürlich muss man Klartext reden und dem anderen seine Wünsche,  Bedürfnisse,  Unzufriedenheit sagen.  Aber was wenn das auf taube Ohren stößt? 

Ich würde dieselben Dinge genau dreimal ansprechen, nicht öfter. Wenn sich nichts ändert: entweder akzeptieren, dass sich nichts ändern wird und damit leben oder eben trennen. 

Meiner Erfahrung nach eiern die Leute viel zu lange herum, bevor sie eine Entscheidung treffen bzw. ihre Konsequenzen ziehen. Eben aus all den Gründen, die ja schon genannt worden sind. 

Man muss auch unterscheiden: stellt sich der Partner stur oder möchte er zumindest was ändern, schafft es aber nicht? Sich zu ändern ist nicht einfach, es dauert oft lange, bis man das wirklich umsetzen kann und man muss auch von der Sinnhaftigkeit dessen, sich zu ändern, selbst überzeugt sein. Sich nur für jemand anders zu ändern, obwohl man eigentlich selbst gar nicht einsieht, warum man sich ändern sollte, wird niemals klappen.

Man muss für sich selbst entscheiden, wieviel Zeit man jemandem gibt. Wenn man das Gefühl hat, der Partner sagt nur "Jaja!", aber tut nichts, also zeigt sich nur des lieben Friedens willen einsichtig, dann kann man schon davon ausgehen, dass nichts passieren wird. 

Gefällt mir
18. September um 12:52
In Antwort auf eisbrecher

Ja, das war bei mir auch immer so, wenn bei früheren Beziehungen die Trennung im Raum stand.

Meine Ehe endete allerdings mit dem Tod meiner Frau, sie hat sich dazu entschlossen, sich aufgrund ihrer unheilbaren Krebserkrankung das Leben zu nehmen. Das ist schon einige Jahre her, ich bin aber nach wie vor nicht bereit für eine neue Beziehung. Ich weiß auch gar nicht, ob ich mich jemals wieder so tief auf jemanden einlassen kann. Die Zeit wird es zeigen.

Traurig! Das ist etwas ganz Anderes. Hast du Trauerbegleitung in Selbsthilfegruppen oder bei Therapeuten in Anspruch genommen? Das hilft ein klein wenig weiter. 

Ich habe als ich 16 war einen nachstehen Menschen verloren, ich habe bestimmt weitere 10 Jahre intensiv darunter gelitten. 

Die Zeit verblasst den Schmerz, in der Erinnerung lebt der Mensch weiter. 

Ich wünsche dir Alles Gute.

Gefällt mir
18. September um 12:52
In Antwort auf zimtschnecke

Und die Aussicht auf einen abrutschen in die Sozialhilfe schreckt viele von einer Trennung ab, insbesondere wenn Kinder im Spiel sind 

Diese Angst ist auch sehr berechtigt, vor allem für Frauen. Meist ist es ja so, dass die Frauen beruflich zurückstecken und Teilzeit arbeiten, wenn Kinder auf die Welt kommen. 

Von einem Teilzeiteinkommen kann man aber meist nicht mal alleine leben, schon gar nicht mit Kindern. Da ist dann der Partner gefragt, diesen Einkommensverlust auszugleichen, auch dann, wenn man sich trennt. Nur wollen leider die meisten nichts davon wissen. Sie zahlen nur das, was von ihnen gesetzlich gefordert ist, aber keinen Cent mehr. 

Gefällt mir
18. September um 12:54
In Antwort auf zimtschnecke

Und die Aussicht auf einen abrutschen in die Sozialhilfe schreckt viele von einer Trennung ab, insbesondere wenn Kinder im Spiel sind 

Sozialhilfe fände ich nichts Schamhaftes mit Kind.  Armut ist keine Schande und vor allem kein Zustand der nicht veränderbar wäre. 
 

Gefällt mir
18. September um 12:55
In Antwort auf sonnenwind4

Traurig! Das ist etwas ganz Anderes. Hast du Trauerbegleitung in Selbsthilfegruppen oder bei Therapeuten in Anspruch genommen? Das hilft ein klein wenig weiter. 

Ich habe als ich 16 war einen nachstehen Menschen verloren, ich habe bestimmt weitere 10 Jahre intensiv darunter gelitten. 

Die Zeit verblasst den Schmerz, in der Erinnerung lebt der Mensch weiter. 

Ich wünsche dir Alles Gute.

Ich danke dir.

Ja, ich hab alles durch, kann mittlerweile auch mit dem Schmerz und dem Verlust leben. Ihre Kinder sind erwachsen (sie hat sie in die Ehe mitgebracht), wir haben auch ein gutes Verhältnis zueinander. 

Es wird leichter, das stimmt. Nur mich wieder so intensiv auf einen Menschen einlassen, ich weiß nicht, ob ich das jemals wieder möchte. 

Gefällt mir
18. September um 12:56
In Antwort auf sonnenwind4

Sozialhilfe fände ich nichts Schamhaftes mit Kind.  Armut ist keine Schande und vor allem kein Zustand der nicht veränderbar wäre. 
 

Wir schließen die Kinder aus ärmeren Verhältnissen bei uns nicht aus. Im Gegenteil, es geht um das Wesen eines jeden Kindes und deren Eltern. 

Gefällt mir
Diskussionen dieses Nutzers