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Warum behandle ich Frauen so schlecht?

25. September 2013 um 17:02

Liebes Forum, ich (26, Student) habe ein Problem und ich kann mein Problem nicht mal richtig in Worte fassen Kurz gesagt: Ich habe nur noch Frauen im Kopf und ich merke, das ist wahnsinnig anstrengend für mich. Das klingt jetzt nicht wie ein Problem, aber ich lasse mich von den Frauen einfach total von meinem Studium ablenken und stecke so viel Energie in sie, die letztlich einfach verpufft. Das klingt jetzt, als würde ich Frauen vergeblich nachlaufen, aber das ist es nicht. Im Gegenteil! Ich habe sogar viel Erfolg bei Frauen und bleibe zugleich so rastlos und komme nicht zur Ruhe. Spaßeshalber habe ich mir vor einigen Jahren in einem Suchtforum einmal einen Erfahrungsbericht von einem Ex-Junkie gelesen, der jetzt wieder ein normales Leben hat, aber trotzdem seit 7 Jahren rund um die Uhr an Stoff denken muss. Natürlich ist das mit mir nicht in dem Ausmaß vergleichbar, aber ich habe jetzt seit über 4 Jahren wirklich fast in jedem freien Augenblick Frauen bzw. Beziehungen im Kopf. Es ist total anstrengend mir ständig darüber Gedanken zu machen, denn eigentlich suche ich nach einer richtigen Freundin, merke aber, dass ich scheinbar diese Lücke nur kompensiere und nicht zu Ruhe komme und die Frauen eigentlich auch ziemlich mies behandle. Ich möchte versuchen das Ganze an Beispielen zu erklären, meine Vorgeschichte zu liefern zu vielleicht so verständlich zu machen, was mich belastet.
Also ich war in der Pupertät und bis ich Anfang 20 war nicht für Mädchen attraktiv, sondern wenn überhaupt der Kumpel Typ. Ich war schon immer empathisch, hilfsbereit, nachdenklich, aber ich musste feststellen, dass so ein Typ Mann leider nicht gefragt ist zumindest nicht in meiner Person. Bestimmt war ich auch eine zu schwache Persönlichkeit, doch das habe ich geändert. Ich habe verschiedene Dinge unternommen, die mich persönlich stark verändert haben. Ich wurde Soldat, habe viel Sport gemacht, im Bestattungsdienst gearbeitet und dann ein Philosophiestudium aufgenommen. Ich merke jetzt, dass ich viel selbstbewusster und souveräner auftreten kann und das zieht Mädchen an. Allerdings merke ich, dass ich misogyne Züge aufweise. Ich sehe mich nämlich so: Ich bin immer noch der Selbe hilfsbereite Junge mit einem offenen Ohr, den Mädchen früher nicht wollten und jetzt, wo ich bewiesen habe (auch mir selbst), dass ich ein toller Mann bin, was sie vorher nicht glaubten, jetzt kommt sie und finden mich doch attraktiv. Ich hatte in der Pupertät kein hohe Selbstwertgefühl ohne Freundin. Jetzt ist es zwar genau anders herum, aber ich habe meine Achtung vor den Frauen verloren, die mich als Partner wollen. Mädchen, die mir erzählen, dass sie z.B. mehr aus ihrem Leben machen wollen (So wie Du!), die sich von ihrem Ex schlagen ließen, die mir anbieten mein Zimmer aufzuräumen, nur um in meiner Nähe zu sein usw. Mit keiner bin ich aber wirklich lang oder fest zusammen und das Spiel läuft nun schon sicher 2 Jahre und ich erkenne mittlerweile auch ein Muster bei den Frauen, mit denen ich mich einlasse: Alle scheinen irgendwie mit ihrem Leben unzufrieden zu sein und hängen sich an mich und ich gucke aber zugleich auf sie runter und denke mir, was für schwache Persönlichkeiten diese Frauen doch eigentlich sind. Ich verspüre kein Bedürfnis, Respekt für sie aufzubringen. Irgendwie scheint es das zu sein, was ich unbewusst suche und der Grund zu sein, warum ich niemals selbst irgendwo ankomme. Ich will ein paar Beispiele nennen: Ich hatte ein paar Wochen ein Mädchen gedatet, das keine Bücher mochte und auch keine Nachrichten las. Die Artikel, die ich für eine Zeitung schrieb, wollte sie aber lesen und ich gab sie ihr, obwohl ich wusste, dass sie gar nicht richtig einordnen konnte, worum es in dem Artikel geht. Sie hat mich damit unheimlich genervt und gespürt, dass irgendwas nicht stimmt und noch mehr meine Nähe gesucht, was mich dann noch mehr nervte, bis ich ihr irgendwann sagte, sie solle mich in Ruhe lassen. Da wars dann aus, aber es hat auch irgendwie gut getan. Zu einer anderen war ich besonders fies und das, weil ich mich wirklich in sie verlieben wollte und mich um sie kümmerte Ich wusste, dass ihre Mutter ihr gesagt hatte, sie habe Übergewicht Ganz schön hart. Aber ich fand sie prima, so wie sie war. Ehrlich gesagt, habe ich es gar nicht gerne, wenn eine Frau zu zierlich ist. Naja Obwohl wir zwei Wochen lang ein paar Dates hatten, hatte sie mir trotzdem gesagt, sie habe kein Interesse und das obwohl sie mir ihre ganzen Probleme geschildert hatte (auch mit dem Studium) und ich ihr auch ernsthaft helfen wollte. Plötzlich schien es mir, als sei ich wieder 16 Jahre alt und versuchte, über die erfolglose Schiene von Verständnis und Fürsorge einem Mädchen zu imponieren. Ich bekam allerdings Gelegenheit diese Zurückweisung heimzuzahlen. Nach ein paar Wochen sah ich sie wieder und sah auch das Ergebnis ihrer erfolglosen Diät: Gnadenloser Jojoeffekt. Sie fand sich schon vor Ihrer Diät dick jetzt hatte sie aber sicher 5-7 kg zugenommen und natürlich bin ich zu ihr hin und habe gesagt: Hey, Ania! Ich finds gar nicht schlimm, dass Du zugenommen hast! Über eine gemeinsame Freundin habe ich erfahren, dass sie das richtig fertig gemacht hat und das hat mich befriedigt. Dabei kann sie ja nichts dafür, dass ich mich in sie verliebt habe daran ist sie nicht schuld und trotzdem musste ich so nachtreten. Mein Persönliches Highlight allerdings war Tanita (wegen der Aktion mit den Blumen). An der habe ich auch noch meinen Frust abgelassen: Obwohl ich ihr zum ersten Date Blumen mitbrachte, hat sie diese gar nicht beachtet und nur in ihr Auto geworfen. Sowas hatte ich auch noch nie erlebt oO Nach außen gab sie sich die ganze Zeit total tough und souverän, was mir allerdings auch ziemlich auf den Keks ging, denn das konnte ich ihr nicht so richtig abnehmen. Zumal wir uns auch ja immer noch weiter trafen und dann musste ja doch irgendwas an mir sein dachte ich. Ihr konnte man scheinbar mit nix imponieren und ihr eine Freude machen. Als ich ihr nach vier/fünf Wochen den Laufpass geben wollte, ist sie schier innerlich zusammen gebrochen. Ihr Gesicht ist richtig entgleist (während der Pause eines Tanzkurses wohlgemerkt und sie konnte jetzt auch nicht gleich Weg wg. Partnerwechsel etc.), sie hat nachher noch geweint und gesagt, dass ich ihr aber so gut gefalle, dass ich doch so nett sei, dass sie so lange keinen Freund mehr hatte, dass sie auch lange so sexuell frustriert gewesen sei und dass sie doch auch Nähe brauche etc. Mir hat das wieder so eine tiefe Befriedigung verschafft das hat einfach so gut getan und irgendwie scheine ich diesem Gefühl hinterherzulaufen, das ich bekomme, wenn ich Mädchen so verletze. Es wird fast zu einer Sucht, diese Mädchen zu enttäuschen, obwohl ich das eigentlich gar nicht will und würde mir jemand anders diese Geschichte von mir erzählen, wäre er bei mir unten durch. Außer meinen Mitbewohnern weiß eigentlich keiner, wer sich bei mir die Klinke in die Hand gibt, was glaube ich auch besser ist, denn mein sonstiges Umfeld kennt mich nicht so und ich achte darauf, dass ich Freunden von mir möglichst nicht über den Weg laufe und ich gehe mit den Mädels auch nie auf Partys, weil ich meistens mit 3 gleichzeitig zusammen bin. Heute Abend Manu aus Brasilien, Samstag Sandra, Sonntag Denise Es ist anstrengend, weil jedes Mädchen natürlich auch anders ist und ich mich jedes Mal neu auf sie einstelle. Meine Gedanken hören nicht auf um diese Mädchen zu kreisen! Ich will, dass es aufhört und gleichzeitig mache ich damit immer weiter! Mir ist schon klar, dass das nicht normal ist, wenn man sich gut fühlt, wenn man Frauen so schlecht behandelt. Und eigentlich will ich auch eine richtige Freundin, weil ich mir denke, dass das Ganze dann damit aufhört hoffentlich. Ich bin mit dieser Situation, wie man sich denken kann natürlich nicht glücklich, aber Gott sei dank kann ich mich sonst nicht beklagen. Ich habe einen coolen Freundeskreis, werde häufig eingeladen, habe einen tollen Nebenjob und bin sonst zufrieden. Ich frage mich, ob das wirklich an der Erfahrung in meiner Jugend liegt, dass ich keine Beziehung finde und ich keinen Weg aus diesem Teufelskreis finde. Scheinbar kann ich nicht anders und lade meine ganze Enttäuschung von damals bei den Frauen ab.

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25. September 2013 um 17:18


du bist super

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26. September 2013 um 22:05

*seufz*
Jaja, die Philosopiestudenten hautzutage, die schon an "Pubertät" scheitern. Es geht echt abwärts.

Gute Frauen zu finden ist schwer, schön dass Du es mit 26 auch mitbekommen hast.

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26. September 2013 um 22:49

Na sicher...
träum weiter!

Wer soll dir denn so ne Story abkaufen Superheld?

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