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Wäre eine Trennung egoistisch

15. März 2017 um 14:46

Hallo zusammen,
so richtog weiß ich nicht, was ich mir hiervon erhoffe, denn die Entscheidung die mir bevorsteht (oder auch nicht) muss ich ganz allein treffen. Trotzdem will ich mir mal eure Meinung einholen.
Kurz zu den Fakten. Ich bin mit meinem Mann seit 11 Jahren zusammen, bald seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder, beide bald 5 Jahre. Seit knappen 4 Jahren wohnen wir in einem Eigenheim. Wir haben beide einen gut bezahlten, sicheren Job. So weit so gut. Eigentlich könnte alles so perfekt sein - eigentlich...
Vor knapp einem Jahr lernte ich einen Mann kennen. Dieser Mann hat mein Leben total aus der Spur geworfen. Bis ich ihn kennenlernte, hätte ich jedem unterschrieben, dass ich glücklich bin. Es war auf Firmenevent und er begann heftig mit mir zu flirten. Ich fühlte mich total geschmeichelt und dachte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel dabei. Außer das wir Handynummern austauschen, passierte an dem Abend auch nicht viel mehr. In den darauf folgenden Tagen und Wochen schrieben und telefonierten wir sehr viel und langsam stieg in mir die Vermutung, dass ich mich schon ein wenig verliebt hatte. Nach etwa 4-5 Wochen trafen wir uns wieder und passierte, was passieren musste...
Schnell stellte sich danach heraus, dass er es lediglich darauf abgesehen hatte...
Ich hingegen stellte aber plötzlich meine Ehe und mein gesamtes Leben in Frage. Nach ein paar Wochen erfuhr mein Mann davon. Klar, es war ein herber Schlag für Ihn! Wir rauften uns aber wieder zusammen und wollten es noch einmal miteinander versuchen. Also begann die Suche nach Gründen... Wir sind uns einig, dass wir beide uns einfach als selbstverständlich gesehen haben und so wollten wir wieder neuen Schwung in unsere Ehe bringen. Wir einigten uns darauf, es mal mit einer offenen Beziehung zu versuchen - darüber kann man jetzt denken, was man will, aber zu diesem Zeitpunkt hielten wir es für eine gute Idee.
Das ging auch etwa 3 Monate echt gut. Doch dann lernte ich einen Mann kennen, der erneut alles durcheinander warf. Anfangs trafen wir uns lediglich zum Sex. Ich muss gestehen, dass ich mir bisher aus Sex nie wirklich viel gemacht hatte, weder bei meinem Mann noch in einer früheren Beziehung. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich die offene Beziehung wollte, einfach um zu gucken, ob es an mir liegt. Jedenfalls wurden unsere Treffen intensiver. Der Sex mit ihm ist der Wahnsinn, so etwas habe ich früher wirklich nicht gekannt...
Parallel dazu läuft es bei mir auf Arbeit immer schlechter. Ich habe das Gefühl, von einigen Kolleginnen gemieden (um nicht zu sagen gemobbt) zu werden. Noch dazu werden immer mehr unliebsame Aufgaben auf mich übertragen... Der ganze psychische Druck auf Arbeit führte irgendwann dazu, dass in mir der Wechselwille immer größer wurde. Letztendlich hat er mich aber direkt in eine Depression gestützt. Ja, ich bin inzwischen wgn einer Mittleren bis Schweren Depression in Behandlung.
Nun ist es aber so, dass ich zu Hause eigentlich nur noch am Heulen bin, ich habe an nichts mehr Freude, auch nicht an meinen Kindern. Mein Mann tut alles, damit es mir irgendwie besser geht. Er nimmt mir im Haushalt sämtliche Aufgaben ab, da ich heute dazu einfach nicht mehr in der Lage bin. Das einzige, was mir noch Freude bereitet sind die Treffen mit diesem anderen Mann. Auch er weiß inzwischen über meinen Gemütszustand Bescheid. Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich mich total in ihn verliebt habe und er sich in mich. Auch fürchte ich inzwischen, dass die Depression eben nicht von Arbeit kam, sondern von meinem unerfüllten Leben.
Nur jetzt kommt die Frage, was kann ich tun? Ich müsste mein komplettes Leben aufgeben und etwa 150km weg ziehen um eine Zukunft mit diesem anderen zu haben. Ich müsste meinen Kindern den Vater nehmen und meinem Mann die Kinder. Ich würde die Kids aus ihrem gesamten Umfeld reißen. Mal unabhängig davon, was das mit dem Haus bedeuten würde. Momentan stelle ich mir immer wieder die Frage, Herz oder Verstand? Und immer wenn ich zum Herzen tendiere frage ich mich, ob es wirklich richtig ist, mein Glück über das Glück meiner Kinder und das meines Mannes zu stellen? Er ist ein so lieber, guter Ehemann. Vergangenes Wochenende habe ich ihm gesagt, dass ich ihn zwar immer noch total lieb habe, aber nicht weiß, ob ich ihn noch liebe. Klar es war ein Schock für ihn und er weiß auch, dass ich starke Gefühle für diesen anderen Mann habe und trotzdem geht es ihm nur darum, dass ICH wieder glücklich werde...
Ja, die Sache mit dem anderen Mann geht bisher grad mal 3 Monate, aber ich kann es mir momentan nicht ohne ihn vorstellen. Doch was mich auch erschreckt ist die Tatsache, dass ich innerhalb eines Jahres bereits 2 mal in dieser Situation war. Daher glaube ich langsam, ich suche heute lediglich einen Ausweg aus meiner Ehe...
Ich weiß, der ganze Text ist ein wenig wirr geschrieben, aber besser bekommen ich das grad nicht ausgedrückt. Wie gesagt, die Frage gehen oder bleiben muss letztendlich ich ganz allein beantworten, aber vielleicht könnt ihr mir ja mal eure Ansichten zu dem Thema schreiben.
Und solltet ihr jetzt denken, dass ich eine egoistische Schlampe bin, die weder das eine noch das andere verdient hat - genau das weiß ich selbst und denke manchmal ganz genauso darüber...
Vielen Dank fürs Lesen
Bamby

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15. März 2017 um 18:17
In Antwort auf bamby684

Hallo zusammen,
so richtog weiß ich nicht, was ich mir hiervon erhoffe, denn die Entscheidung die mir bevorsteht (oder auch nicht) muss ich ganz allein treffen. Trotzdem will ich mir mal eure Meinung einholen.
Kurz zu den Fakten. Ich bin mit meinem Mann seit 11 Jahren zusammen, bald seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder, beide bald 5 Jahre. Seit knappen 4 Jahren wohnen wir in einem Eigenheim. Wir haben beide einen gut bezahlten, sicheren Job. So weit so gut. Eigentlich könnte alles so perfekt sein - eigentlich...
Vor knapp einem Jahr lernte ich einen Mann kennen. Dieser Mann hat mein Leben total aus der Spur geworfen. Bis ich ihn kennenlernte, hätte ich jedem unterschrieben, dass ich glücklich bin. Es war auf Firmenevent und er begann heftig mit mir zu flirten. Ich fühlte mich total geschmeichelt und dachte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel dabei. Außer das wir Handynummern austauschen,  passierte an dem Abend auch nicht viel mehr. In den darauf folgenden Tagen und Wochen schrieben und telefonierten wir sehr viel und langsam stieg in mir die Vermutung, dass ich mich schon ein wenig verliebt hatte. Nach etwa 4-5 Wochen trafen wir uns wieder und passierte, was passieren musste...
Schnell stellte sich danach heraus, dass er es lediglich darauf abgesehen hatte...
Ich hingegen stellte aber plötzlich meine Ehe und mein gesamtes Leben in Frage. Nach ein paar Wochen erfuhr mein Mann davon. Klar, es war ein herber Schlag für Ihn! Wir rauften uns aber wieder zusammen und wollten es noch einmal miteinander versuchen. Also begann die Suche nach Gründen... Wir sind uns einig, dass wir beide uns einfach als selbstverständlich gesehen haben und so wollten wir wieder neuen Schwung in unsere Ehe bringen. Wir einigten uns darauf, es mal mit einer offenen Beziehung zu versuchen - darüber kann man jetzt denken, was man will, aber zu diesem Zeitpunkt hielten wir es für eine gute Idee.
Das ging auch etwa 3 Monate echt gut. Doch dann lernte ich einen Mann kennen, der erneut alles durcheinander warf. Anfangs trafen wir uns lediglich zum Sex. Ich muss gestehen, dass ich mir bisher aus Sex nie wirklich viel gemacht hatte, weder bei meinem Mann noch in einer früheren Beziehung. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich die offene Beziehung wollte, einfach um zu gucken, ob es an mir liegt. Jedenfalls wurden unsere Treffen intensiver. Der Sex mit ihm ist der Wahnsinn, so etwas habe ich früher wirklich nicht gekannt...
Parallel dazu läuft es bei mir auf Arbeit immer schlechter. Ich habe das Gefühl, von einigen Kolleginnen gemieden (um nicht zu sagen gemobbt) zu werden. Noch dazu werden immer mehr unliebsame Aufgaben auf mich übertragen... Der ganze psychische Druck auf Arbeit führte irgendwann dazu, dass in mir der Wechselwille immer größer wurde. Letztendlich hat er mich aber direkt in eine Depression gestützt. Ja, ich bin inzwischen wgn einer Mittleren bis Schweren Depression in Behandlung.
Nun ist es aber so, dass ich zu Hause eigentlich nur noch am Heulen bin, ich habe an nichts mehr Freude, auch nicht an meinen Kindern. Mein Mann tut alles, damit es mir irgendwie besser geht. Er nimmt mir im Haushalt sämtliche Aufgaben ab, da ich heute dazu einfach nicht mehr in der Lage bin. Das einzige, was mir noch Freude bereitet sind die Treffen mit diesem anderen Mann. Auch er weiß inzwischen über meinen Gemütszustand Bescheid. Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich mich total in ihn verliebt habe und er sich in mich. Auch fürchte ich inzwischen, dass die Depression eben nicht von Arbeit kam, sondern von meinem unerfüllten Leben. 
Nur jetzt kommt die Frage, was kann ich tun? Ich müsste mein komplettes Leben aufgeben und etwa 150km weg ziehen um eine Zukunft mit diesem anderen zu haben. Ich müsste meinen Kindern den Vater nehmen und meinem Mann die Kinder. Ich würde die Kids aus ihrem gesamten Umfeld reißen. Mal unabhängig davon, was das mit dem Haus bedeuten würde. Momentan stelle ich mir immer wieder die Frage, Herz oder Verstand? Und immer wenn ich zum Herzen tendiere frage ich mich, ob es wirklich richtig ist, mein Glück über das Glück meiner Kinder und das meines Mannes zu stellen? Er ist ein so lieber, guter Ehemann. Vergangenes Wochenende habe ich ihm gesagt, dass ich ihn zwar immer noch total lieb habe, aber nicht weiß, ob ich ihn noch liebe. Klar es war ein Schock für ihn und er weiß auch, dass ich starke Gefühle für diesen anderen Mann habe und trotzdem geht es ihm nur darum, dass ICH wieder glücklich werde...
Ja, die Sache mit dem anderen Mann geht bisher grad mal 3 Monate, aber ich kann es mir momentan nicht ohne ihn vorstellen. Doch was mich auch erschreckt ist die Tatsache, dass ich innerhalb eines Jahres bereits 2 mal in dieser Situation war. Daher glaube ich langsam, ich suche heute lediglich einen Ausweg aus meiner Ehe...
Ich weiß, der ganze Text ist ein wenig wirr geschrieben, aber besser bekommen ich das grad nicht ausgedrückt. Wie gesagt, die Frage gehen oder bleiben muss letztendlich ich ganz allein beantworten, aber vielleicht könnt ihr mir ja mal eure Ansichten zu dem Thema schreiben.
Und solltet ihr jetzt denken, dass ich eine egoistische Schlampe bin, die weder das eine noch das andere verdient hat - genau das weiß ich selbst und denke manchmal ganz genauso darüber...
Vielen Dank fürs Lesen
Bamby

Geh du doch deinen Weg. 
Aber lass die Kindern bei deinem Mann. Er tut alles für dich, erträgt sogar deine Untreue und weil du gerade einen Egotrip hast sollen alle leiden?

Sorry, kein Verständnis. Rennst dich von einer Ausrede in die nächste. Wirkst total unreif. Find lieber raus was du willst als von ein Nest ins nächste zu hoppeln!

Aber lass den Kindern ihr Leben und ihren Alltag. 

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15. März 2017 um 19:13

Hallo Bamby,

ich denke du steckst in einer ausgewachsenen Midlife Crisis !

Haus gebaut, Familienplanung abgeschlossen, fest im Job und ansonsten nur der Alltag !
Da fragt man sich vielleicht auch nur im Unterbewusstsein......war es das jetzt ?

Und dann lernt man diesen Mann kennen, der dich aus deinen Alltag entführt, Sehnsüchte in dir weckt und umso mehr hasst man sein vermeintlich eintöniges Leben.

Bedenke aber, dass Du nur die schönen Stunden mit Ihm teilst...Sex, lange Gespräche usw.
Ihr habt keinen Alltag, keine Sorgen, Ihr habt nur euch für ein paar Stunden, Tage...
Das ist wie Urlaub aber keinesfalls das Leben.

Auch mit dem Mann, von wem du glaubst das du Ihn liebst, wird irgendwann der Alltag einkehren und dann ? Glaubst du dass das was du jetzt mit Ihm erlebst immer so weiter gehen wird ?
Ich weiß nicht wie oft Ihr euch seht, aber kennst du Ihn überhaupt richtig auch die schlechten Seiten, die jeder von uns uns hat ?

Ich habe mal einen Bericht gesehen, da ging es um das Thema Liebe. Das was wir alls verliebt-sein Empfinden, Schmetterlinge im Bauch...das Gefühl ohne den Anderen nicht mehr Leben zu können....ist nichts anderes als Suchtverhalten...das durch Hormone verursacht wird.
Und du willst immer mehr.....und kannst die Finger nicht davon lassen, alles andere wird unwichtig.

Du schreibst selber das du deinen Ehemann noch "lieb" hast. Vielleicht verwechselt Du da was... ich denke das ist Liebe, denn nach 11 Jahren hat man keine Schmetterlinge mehr im Bauch. Man sehnt sich nicht mehr mit jeder Faser seinens Körpers nach dem Anderen. Man hat eine Vertrautheit/Verbundenheit erlangt und wenn mann dann noch sagen kann, das man sich lieb hat, ist das für mich wahre Liebe.

Das was du mit diesem Mann derzeit durchlebst ist eine Verliebtheit, er ist beliebig austauschbar, weil er dich von deinem Alltag ablenkt, und ist ja schon der Zweite in den Du dich verguckt hast. Wäre er so für dich da in 11 Jahren wie dein Ehemann jetzt, in der gleichen Situation ?

Letztendlich musst Du die Entscheidung für dich treffen und für deine Kinder. Aber ich finde wenn man sich trennt, dann sollte man dies nur tun, wenn man bereit ist den Weg auch alleine zu gehen, sprich nicht von einen anderen Man abhängig machen. Oder hattest du auch Trennungsgedanken als es diesen Mann noch nicht gab ?

Mit einer Trennung setzt du alles auf eine Karte, aber das weißt du selber.

Vielleicht könnt Ihr euch erstmal auf Zeit trennen, wenn dein Ehemann damit Einverstanden ist. Dann hättest du Zeit dich zu ordnen und zu schauen ob dir deine Ehe nicht doch wichtiger ist.

LG
 

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16. März 2017 um 0:28

Um deine Eingangsfrage gleich mal zu beantworten: JA! Es wäre egoistisch dich von deinem Mann zu trennen, 150 km weit wegzuziehen UND die Kinder mitzunehmen! 

Dein Mann scheint ein guter Ehemann und Vater zu sein. Er kümmert sich gut um dich, die Kinder und den Haushalt. Du hingegen bist auf einem Egotrip, suchst fremden Sex und das Abenteuer. Dafür können weder dein Mann noch deine Kinder etwas. Es wäre nun höchst egoistisch die Kinder 150 weite km aus ihrem Umfeld zu reißen, weg von Freunden, Schule/Kindergarten und ihrem Vater, NUR weil du GLAUBST dich nach 3 Monaten in deine Affäre verliebt zu haben. Mal davon ab, dass du das rein rechtlich gar nicht darfst, weil du in einer Ehe das gemeinsame Sorgerecht hast und nicht einfach allein hunderte km weit weg ziehen darfst - und nicht etwa für einen existenzsichernden Job, sondern für irgendeinen anderen Kerl, den du kaum kennst. Da hat dein Mann definitiv ein dickes Wort mitzureden. Du kannst allein gehen und das wäre auch meine Empfehlung - trenne dich von deinem Mann, tob dich aus, spring durch andere Betten, probiere ob die Affäre mehr als ein Strohfeuer ist, aber lass die Kinder bei deinem Mann. Dein Mann hat genug zu leiden, nimm ihm wegen deinem Egotrip nicht auch noch die Kinder. Und den Kindern nicht ihr gewohntes Umfeld.

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16. März 2017 um 8:21

Zu erst einmal vielen Dank für zum Teil konstruktiven Antworten und irgendwie habt ihr ja alle Recht. Ja, ich bin echt ein mieser Mensch, ja, ich habe mich vor der Beziehung mit meinem Mann nicht wirklich "ausgetobt", ja ich stecke vermutlich in einer Midlife Crises, ja ich habe eigentlich einen tollen Ehemann und Vater für meine Kinder und ja, auch habe ich vermeintlich alles, was man sich wünschen kann. Meine Psychologin hat das in meiner ersten Sitzung ziemlich gut ausgedrückt "Eine gute Fee hat Ihnen all Ihre Wünsche erfüllt, nur leider vergessen Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern!"
Das Schlimme ist halt, ich weiß nicht, ob das alles wirklich MEINE Gedanken sind, oder ob die nur von dieser scheiß Krankheit kommen. 
Ja, ich hae auch schon daran gedacht, ohne meine Kinder zu geen, einfach weil ich es nicht anders verdient habe... Aber wäre das für die Kids nicht noch viel schlimmer - ohne Mutter?
Ich muss dazu sagen, mein Vater ist damals auch nur wegen mir bei meiner Mutter geblieben. Hat jemand von euch eine Vorstellung, wie sich das für ein Kind anfühlt,  wenn man nach 30 Jahren erfährt, dass man selbst eigentlich der Grund ist, warum seine Eltern unglücklich sind???
Im moment werde ich keine Entscheidung treffen, schon gar nicht solch eine schwerwiegende, denn momentan kann ich mich ja nicht mal zwischen schwarz und weiß entscheiden - ernsthaft, mein Mann fragte mich vergangene Woche, ob ich noch TV schauen oder lieber ins Bett gehen möchte - meine Antwort, ich bin in Tränen ausgebrochen und wusste nicht, was ich machen will.
Vermutlich ist das mit meiner Affäre nur ein Strohfeuer, aber Anfang der Woche sind mir plötzlich Gedanken gekommen, die haben mich selbst mehr als schockiert. Normalerweise ist meine Familienplanung abgeschlossen und plötzlich und aus dem Nichts heraus, kam dann die Vorstellung, wie es wäre eben mit ihm vielleicht doch nochmal ein Kind zu bekommen... Und ich glaube das ist der Grund, warum bei mir nun wirklich alles im Kopf durchknallt...
Ich habe am Samstag wieder einen Termin bei meiner Psychologin, ich hoffe, dass Sie mir dabei helfen kann, alles in meinem Kopf wieder ein wenig in die richtige Bahn zu lenken...
Also nochmal, ich danke euch ALLEN für eure Antworten - egal wie hart manche waren...!

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16. März 2017 um 8:36

Als erstes musst Du ernsthaft einsehen, dass Du sehr ernsthaft krank bist. Und dass Dein ständiges Ausbrechen aus dem Familienleben nur eine Folge dieser Krankheit ist. Und nicht andersrum. Denn oben fragst Du Dich, ob Deine Ehe der Auslöser der Krankheit ist. Natürlich nicht! Depression ist eine krankhafter Veränderung des Stoffwechsels (außer sie wird durch traumatische Erlebnisse hervorgerufen, was bei Dir nicht der Fall ist).

Du kannst jetzt ausziehen und Deine Familie zerstören, aber besser wird Deine Depression dadurch in keinster Weise.

Ich denke, Du solltest in stationäre Behandlung und Deine Depression so behandeln lassen, dass Du wieder klar denken kannst. Und dann triff eine Entscheidung, die für Dich, Deine Kinder, Deinen Mann und Deine neue Liebe das beste ist. Vielleicht ist es der Anfang eines neuen Lebens ohne Deine Kinder an der Seite des Neuen, vielleicht ein dann zufriedenes Leben in den Armen Deiner Familie.

Aber zuallererst: akzeptiere Deine Krankheit und lass Dich behandeln, bevor Du in einem Schnellschuss Dein Leben wirklich zerstörst!!!!
 

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16. März 2017 um 10:30

Ich würde dir raten, jetzt erst mal gar nichts in Richtung Trennung, ectr. zu entscheiden, sondern dich voll und ganz auf die Behandlung deiner Depression zu konzentrieren. Alles andere ist im Moment tatsächlich unwichtig. Entscheidungen die du jetzt triffst würdest du so nie treffen, wenn es dir besser gänge. Mach auf keinen Fall den zweiten Schritt vor dem Ersten, schau das du wieder einigermassen klar wirst und das es dir besser geht. Erst dann bist du überhaupt in der Lage so eine weitreichende Entscheidung zu treffen.

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16. März 2017 um 23:41

Lana, eine Depression hat nichts mit vorübergehendem Unglücklichsein zu tun. Das wäre wie einem Blinden zu sagen, er hätte eine temporäre Sehstörung.

Ich bin Arzt (wenn auch nicht auf diesem Fachgebiet) und aus den Ausführungen der TE geht eindeutig hervor, dass sie dringend behandlungsbedürftig ist. Hier geht es in keinster Weise um eine Midlife Crisis oder ein Nicht-vor-der-Ehe-ausgetobt-haben. Die Anzeichen deuten eindeutig auf eine Depression hin. Die TE glaubt, diese durch ein Ausbrechen aus ihrem bisherigen Leben zu kurieren. Aber das wird ohne professionelle, am besten stationäre Hilfe NICHT gelingen.

Und diese Erkenntnis muss erst einmal in ihr reifen. Es ist nicht der neue Mann oder das neue Kind mit dem neuen Mann. Oder das neue Leben. Es ist ihre Psyche, ihr eigener Stoffwechsel, der ihr und ihrer Familie das Leben zur Hölle macht. Das gute ist: das ist behandelbar!!! Wenn sie geheilt oder zumindest medikamentös eingestellt ist, wird sie in der Lage sein, eine rationale und sinnvolle Entscheidung zu treffen. ABER erst dann!

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17. März 2017 um 1:32
In Antwort auf bamby684

Hallo zusammen,
so richtog weiß ich nicht, was ich mir hiervon erhoffe, denn die Entscheidung die mir bevorsteht (oder auch nicht) muss ich ganz allein treffen. Trotzdem will ich mir mal eure Meinung einholen.
Kurz zu den Fakten. Ich bin mit meinem Mann seit 11 Jahren zusammen, bald seit 6 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder, beide bald 5 Jahre. Seit knappen 4 Jahren wohnen wir in einem Eigenheim. Wir haben beide einen gut bezahlten, sicheren Job. So weit so gut. Eigentlich könnte alles so perfekt sein - eigentlich...
Vor knapp einem Jahr lernte ich einen Mann kennen. Dieser Mann hat mein Leben total aus der Spur geworfen. Bis ich ihn kennenlernte, hätte ich jedem unterschrieben, dass ich glücklich bin. Es war auf Firmenevent und er begann heftig mit mir zu flirten. Ich fühlte mich total geschmeichelt und dachte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel dabei. Außer das wir Handynummern austauschen,  passierte an dem Abend auch nicht viel mehr. In den darauf folgenden Tagen und Wochen schrieben und telefonierten wir sehr viel und langsam stieg in mir die Vermutung, dass ich mich schon ein wenig verliebt hatte. Nach etwa 4-5 Wochen trafen wir uns wieder und passierte, was passieren musste...
Schnell stellte sich danach heraus, dass er es lediglich darauf abgesehen hatte...
Ich hingegen stellte aber plötzlich meine Ehe und mein gesamtes Leben in Frage. Nach ein paar Wochen erfuhr mein Mann davon. Klar, es war ein herber Schlag für Ihn! Wir rauften uns aber wieder zusammen und wollten es noch einmal miteinander versuchen. Also begann die Suche nach Gründen... Wir sind uns einig, dass wir beide uns einfach als selbstverständlich gesehen haben und so wollten wir wieder neuen Schwung in unsere Ehe bringen. Wir einigten uns darauf, es mal mit einer offenen Beziehung zu versuchen - darüber kann man jetzt denken, was man will, aber zu diesem Zeitpunkt hielten wir es für eine gute Idee.
Das ging auch etwa 3 Monate echt gut. Doch dann lernte ich einen Mann kennen, der erneut alles durcheinander warf. Anfangs trafen wir uns lediglich zum Sex. Ich muss gestehen, dass ich mir bisher aus Sex nie wirklich viel gemacht hatte, weder bei meinem Mann noch in einer früheren Beziehung. Vielleicht war das auch der Grund, warum ich die offene Beziehung wollte, einfach um zu gucken, ob es an mir liegt. Jedenfalls wurden unsere Treffen intensiver. Der Sex mit ihm ist der Wahnsinn, so etwas habe ich früher wirklich nicht gekannt...
Parallel dazu läuft es bei mir auf Arbeit immer schlechter. Ich habe das Gefühl, von einigen Kolleginnen gemieden (um nicht zu sagen gemobbt) zu werden. Noch dazu werden immer mehr unliebsame Aufgaben auf mich übertragen... Der ganze psychische Druck auf Arbeit führte irgendwann dazu, dass in mir der Wechselwille immer größer wurde. Letztendlich hat er mich aber direkt in eine Depression gestützt. Ja, ich bin inzwischen wgn einer Mittleren bis Schweren Depression in Behandlung.
Nun ist es aber so, dass ich zu Hause eigentlich nur noch am Heulen bin, ich habe an nichts mehr Freude, auch nicht an meinen Kindern. Mein Mann tut alles, damit es mir irgendwie besser geht. Er nimmt mir im Haushalt sämtliche Aufgaben ab, da ich heute dazu einfach nicht mehr in der Lage bin. Das einzige, was mir noch Freude bereitet sind die Treffen mit diesem anderen Mann. Auch er weiß inzwischen über meinen Gemütszustand Bescheid. Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass ich mich total in ihn verliebt habe und er sich in mich. Auch fürchte ich inzwischen, dass die Depression eben nicht von Arbeit kam, sondern von meinem unerfüllten Leben. 
Nur jetzt kommt die Frage, was kann ich tun? Ich müsste mein komplettes Leben aufgeben und etwa 150km weg ziehen um eine Zukunft mit diesem anderen zu haben. Ich müsste meinen Kindern den Vater nehmen und meinem Mann die Kinder. Ich würde die Kids aus ihrem gesamten Umfeld reißen. Mal unabhängig davon, was das mit dem Haus bedeuten würde. Momentan stelle ich mir immer wieder die Frage, Herz oder Verstand? Und immer wenn ich zum Herzen tendiere frage ich mich, ob es wirklich richtig ist, mein Glück über das Glück meiner Kinder und das meines Mannes zu stellen? Er ist ein so lieber, guter Ehemann. Vergangenes Wochenende habe ich ihm gesagt, dass ich ihn zwar immer noch total lieb habe, aber nicht weiß, ob ich ihn noch liebe. Klar es war ein Schock für ihn und er weiß auch, dass ich starke Gefühle für diesen anderen Mann habe und trotzdem geht es ihm nur darum, dass ICH wieder glücklich werde...
Ja, die Sache mit dem anderen Mann geht bisher grad mal 3 Monate, aber ich kann es mir momentan nicht ohne ihn vorstellen. Doch was mich auch erschreckt ist die Tatsache, dass ich innerhalb eines Jahres bereits 2 mal in dieser Situation war. Daher glaube ich langsam, ich suche heute lediglich einen Ausweg aus meiner Ehe...
Ich weiß, der ganze Text ist ein wenig wirr geschrieben, aber besser bekommen ich das grad nicht ausgedrückt. Wie gesagt, die Frage gehen oder bleiben muss letztendlich ich ganz allein beantworten, aber vielleicht könnt ihr mir ja mal eure Ansichten zu dem Thema schreiben.
Und solltet ihr jetzt denken, dass ich eine egoistische Schlampe bin, die weder das eine noch das andere verdient hat - genau das weiß ich selbst und denke manchmal ganz genauso darüber...
Vielen Dank fürs Lesen
Bamby

Liebe Banby684,

versuch dich nicht von einigen Kommentaren hier runterziehen zu lassen.

Oft werden hier Personen stark verurteilt und beleidigt.

Auch wenn ich dein Verhalten nicht nachvollziehen kann, werde ich nicht auf dich einschlagen, sondern versuchen dir vllt zu helfen.

wie viele schon sagen solltest du dich erstmal darauf konzentrieren deine Krankheit behandeln zu lassen. Ohne das, wirst du wohl kaum fähig sein irgendetwas zu entscheiden.

besinne dich auf dich selbst.

du musst zu aller erst als eigenständiger Mensch ohne jemanden glücklich werden und dann kannst du schauen, ob du deine Ehe noch eine Chance hat oder du dich definitiv trennen solltest.

ja, du hast Fehler gemacht und das nicht zu knapp. Rückgängig kannst du sie nunmal nicht machen, aber du solltest zumindest Lehren daraus ziehen und dein Verhalten ändern.

ich wünsche dir das beste und hoffe du findest deinen Weg.

lass dich von den Beleidigungen nicht unter kriegen. Hier tuen viele so, als hätten sie noch nie Fehler gemacht und anstatt zu helfen, treten sie noch drauf und bezeichnen sich dann selbst als die "guten".

Dein Verhalten war mies und auch in meinen Augen hast du einen sehr sehr sehr großen Fehler gemacht und vllt wird dir das nie verziehen.
 Aber mehr als es bereuen, die Konsequenz hinnehmen und dein Verhalten zu ändern kannst du nunmal nicht. 

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19. März 2017 um 1:12

Ich hatte heut wieder einen Termin bei meiner Psychologin. Sie hat inzwischen das "Mittel" vor der schweren Depression gestrichen...
Sie hat mir auch eine stationäre Behandlung empfohlen, aber so weit bin ich aktuell noch nicht. Anfang Juni habe ich nun einen Termin beim Psychiater für eine Tiefendiagnose. In der kommenden Woche soll ich erstmal zu meinem Hausarzt und mir Antidepressiva verschreiben lassen - darf er das denn so einfach?
Sie hat mir auch dringend davon abgeraten jetzt eine Entscheidung zu treffen, denn keiner weiß, ob es meine Entscheidung ist oder eine Reaktion meiner Depression...
Hat aber vielleicht jemand von euch noch einen Tipp für mich, wie ich es meinen Kindern erklären kann, denn heut morgen beim Frühstück hab ich wgn einer dämlichen Scheibe Toastbrot angefangen zu heulen und mein kleiner meinte dann zu mir: "Mama, jetzt wein doch nicht! Du weinst doch schon jeden Tag!" ;-(
Mir ist bewusst, dass die ganze Situation an ihnen nicht spurlos vorbei geht, aber gibt es einen Weg, es ihnen irgendwie zu erklären?

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19. März 2017 um 4:38
In Antwort auf probyn

Hallo Bamby,

ich denke du steckst in einer ausgewachsenen Midlife Crisis !

Haus gebaut, Familienplanung abgeschlossen, fest im Job und ansonsten nur der Alltag !
Da fragt man sich vielleicht auch nur im Unterbewusstsein......war es das jetzt ?

Und dann lernt man diesen Mann kennen, der dich aus deinen Alltag entführt, Sehnsüchte in dir weckt und umso mehr hasst man sein vermeintlich eintöniges Leben.

Bedenke aber, dass Du nur die schönen Stunden mit Ihm teilst...Sex, lange Gespräche usw.
Ihr habt keinen Alltag, keine Sorgen, Ihr habt nur euch für ein paar Stunden, Tage...
Das ist wie Urlaub aber keinesfalls das Leben.

Auch mit dem Mann, von wem du glaubst das du Ihn liebst, wird irgendwann der Alltag einkehren und dann ? Glaubst du dass das was du jetzt mit Ihm erlebst immer so weiter gehen wird ?
Ich weiß nicht wie oft Ihr euch seht, aber kennst du Ihn überhaupt richtig auch die schlechten Seiten, die jeder von uns uns hat ?

Ich habe mal einen Bericht gesehen, da ging es um das Thema Liebe. Das was wir alls verliebt-sein Empfinden, Schmetterlinge im Bauch...das Gefühl ohne den Anderen nicht mehr Leben zu können....ist nichts anderes als Suchtverhalten...das durch Hormone verursacht wird.
Und du willst immer mehr.....und kannst die Finger nicht davon lassen, alles andere wird unwichtig.

Du schreibst selber das du deinen Ehemann noch "lieb" hast. Vielleicht verwechselt Du da was... ich denke das ist Liebe, denn nach 11 Jahren hat man keine Schmetterlinge mehr im Bauch. Man sehnt sich nicht mehr mit jeder Faser seinens Körpers nach dem Anderen. Man hat eine Vertrautheit/Verbundenheit erlangt und wenn mann dann noch sagen kann, das man sich lieb hat, ist das für mich wahre Liebe.

Das was du mit diesem Mann derzeit durchlebst ist eine Verliebtheit, er ist beliebig austauschbar, weil er dich von deinem Alltag ablenkt, und ist ja schon der Zweite in den Du dich verguckt hast. Wäre er so für dich da in 11 Jahren wie dein Ehemann jetzt, in der gleichen Situation ?

Letztendlich musst Du die Entscheidung für dich treffen und für deine Kinder. Aber ich finde wenn man sich trennt, dann sollte man dies nur tun, wenn man bereit ist den Weg auch alleine zu gehen, sprich nicht von einen anderen Man abhängig machen. Oder hattest du auch Trennungsgedanken als es diesen Mann noch nicht gab ?

Mit einer Trennung setzt du alles auf eine Karte, aber das weißt du selber.

Vielleicht könnt Ihr euch erstmal auf Zeit trennen, wenn dein Ehemann damit Einverstanden ist. Dann hättest du Zeit dich zu ordnen und zu schauen ob dir deine Ehe nicht doch wichtiger ist.

LG
 

Prima Analyse.
Szenen einer Ehe......

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19. März 2017 um 4:44

Lana. Die TE hat SELBER geschrieben, dass bei ihr eine mittlere bis schwere Depression diagnostiziert wurde.

Und ja. Das ist eine schwere Krankheit und es ist auch nichts falsch daran, das zu sagen.

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19. März 2017 um 4:49
In Antwort auf 6rama9

Lana, eine Depression hat nichts mit vorübergehendem Unglücklichsein zu tun. Das wäre wie einem Blinden zu sagen, er hätte eine temporäre Sehstörung.

Ich bin Arzt (wenn auch nicht auf diesem Fachgebiet) und aus den Ausführungen der TE geht eindeutig hervor, dass sie dringend behandlungsbedürftig ist. Hier geht es in keinster Weise um eine Midlife Crisis oder ein Nicht-vor-der-Ehe-ausgetobt-haben. Die Anzeichen deuten eindeutig auf eine Depression hin. Die TE glaubt, diese durch ein Ausbrechen aus ihrem bisherigen Leben zu kurieren. Aber das wird ohne professionelle, am besten stationäre Hilfe NICHT gelingen.

Und diese Erkenntnis muss erst einmal in ihr reifen. Es ist nicht der neue Mann oder das neue Kind mit dem neuen Mann. Oder das neue Leben. Es ist ihre Psyche, ihr eigener Stoffwechsel, der ihr und ihrer Familie das Leben zur Hölle macht. Das gute ist: das ist behandelbar!!! Wenn sie geheilt oder zumindest medikamentös eingestellt ist, wird sie in der Lage sein, eine rationale und sinnvolle Entscheidung zu treffen. ABER erst dann!

Muss ich teilweise widersprechen.
Eine Depression is nicht nur stoffwechselbedingt. Schon mal was vom biopsychosozialen Ansatz gehört?

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19. März 2017 um 4:55
In Antwort auf bamby684

Ich hatte heut wieder einen Termin bei meiner Psychologin. Sie hat inzwischen das "Mittel" vor der schweren Depression gestrichen...
Sie hat mir auch eine stationäre Behandlung empfohlen, aber so weit bin ich aktuell noch nicht. Anfang Juni habe ich nun einen Termin beim Psychiater für eine Tiefendiagnose. In der kommenden Woche soll ich erstmal zu meinem Hausarzt und mir Antidepressiva verschreiben lassen - darf er das denn so einfach?
Sie hat mir auch dringend davon abgeraten jetzt eine Entscheidung zu treffen, denn keiner weiß, ob es meine Entscheidung ist oder eine Reaktion meiner Depression...
Hat aber vielleicht jemand von euch noch einen Tipp für mich, wie ich es meinen Kindern erklären kann, denn heut morgen beim Frühstück hab ich wgn einer dämlichen Scheibe Toastbrot angefangen zu heulen und mein kleiner meinte dann zu mir: "Mama, jetzt wein doch nicht! Du weinst doch schon jeden Tag!" ;-(
Mir ist bewusst, dass die ganze Situation an ihnen nicht spurlos vorbei geht, aber gibt es einen Weg, es ihnen irgendwie zu erklären?

Sag ihnen, dass du traurig bist. Dass es bei dir eine Krankheit ist.
Dass du dich gerade behandeln lässt. Und dass die Traurigkeit nichts mit ihnen zu tun hat (Kinder fühlen sich schnell schuldig).

Lüg sie auf keinen Fall an, nach dem Motto: ich bin doch gar nivht traurig.

Sowas verunsichert die Kinder nur.

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19. März 2017 um 5:16

Wie, liebes Mandelauge, stellst du dir denn vor, dass eine Frau sich um sich selbst kümmern und ihr Leben in Ordnung bringen soll, die sich augenblicklich nicht mal zwischen Fernsehen und zu Bett gehen entscheiden kann?

Den Kindern muss sie nichts erklären? 
Warum habe ich nur den Eindruck, dass du dich in die Kinder nicht reinversetzen kannst....

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19. März 2017 um 8:42

Mandellaugen, auch wenn ich Deine Kommentare normalerweise gut finde, muss ich Dir hier absolut energisch widersprechen. Dein Ratschlag auf einen stationären Klinikaufenthalt ist so fahrlässig und lebensgefährdend, dass ich fast die Fassung verliere.

Ich weiß nicht, was Du unter einer Depression verstehst. Ich als Mediziner sehe derin eine absolut lebensbedrohliche Krankheit, die nicht korrekt therapiert zum Tode führen kann. Damit spaßt man nicht herum und man macht einen Klinikaufenthalt auch nicht vom Bock darauf abhängig. Niemand hat Bock auf einen 6 oder 12-wüchigen Kllinikaufenthalt. Das ist ein riesiger Einschnitt ins Leben, der aber das Leben tatsächlich retten kann.

Wie lange soll die TE noch leiden, bevor sie in die Klinik geht und sich heilen lässt? Wie lange sollen die Kinder noch täglich ihre dauerweinende Mutter sehen müssen?

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19. März 2017 um 10:06
In Antwort auf bamby684

Ich hatte heut wieder einen Termin bei meiner Psychologin. Sie hat inzwischen das "Mittel" vor der schweren Depression gestrichen...
Sie hat mir auch eine stationäre Behandlung empfohlen, aber so weit bin ich aktuell noch nicht. Anfang Juni habe ich nun einen Termin beim Psychiater für eine Tiefendiagnose. In der kommenden Woche soll ich erstmal zu meinem Hausarzt und mir Antidepressiva verschreiben lassen - darf er das denn so einfach?
Sie hat mir auch dringend davon abgeraten jetzt eine Entscheidung zu treffen, denn keiner weiß, ob es meine Entscheidung ist oder eine Reaktion meiner Depression...
Hat aber vielleicht jemand von euch noch einen Tipp für mich, wie ich es meinen Kindern erklären kann, denn heut morgen beim Frühstück hab ich wgn einer dämlichen Scheibe Toastbrot angefangen zu heulen und mein kleiner meinte dann zu mir: "Mama, jetzt wein doch nicht! Du weinst doch schon jeden Tag!" ;-(
Mir ist bewusst, dass die ganze Situation an ihnen nicht spurlos vorbei geht, aber gibt es einen Weg, es ihnen irgendwie zu erklären?

Hallo Bamby,

deine Situation ist bewegend und ich sehe das anders als die meisten hier, zumal meine Freundin das Gleiche durchgemacht hat wie du mit dem Ergebnis, dass beim Klinikaufenthalt in der Therapie, sie die Erkenntnis erlangte, dass nicht ihr Job, nicht ihr äußerlich perfektes  Leben (Haus, Karriere, Kinder), sondern der Ehemann   n i c h t  der richtige Partner für sie war. ( Bei meiner Freundin wurde festgestellt dass sie ihre Unzufriedenheit in der Ehe auf den Job und die Männer projizierte....)
Kann es sein, dass dein Mann ein guter Mensch/Vater und Freund für dich ist, dich jedoch bewusst oder unbewusst in irgendeiner Form im Alltag/Job sehr einschränkt und dir damit das - unbewusste - Gefühl gibt, kein idealer Partner an deiner Seite zu sein? 

Hattest du in der Vergangenheit bereits eine Depression?! Wenn nicht, dann resultiert dein Gemütszustand ggf. lediglich aus den jetzigen chaotischen Lebensumständen, die es gilt neu zu ordnen... 

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19. März 2017 um 18:08

Ich finde es schon interessant: bei einem Knochenbruch oder eine Lungenentzündung wird nicht gefragt, ob man "Bock hat" in die Klinik zu gehen. Da gibt es keine 2 Meinungen.

Bei einer schweren Depression, deren Mortalitätsrate weit über der eines Knochenbruches oder einer (gewöhnlichen) Lungenentzündung liegt, wird danach gefagt, ob man "Bock hat" in die Klinik zu gehen. So etwas ist für mich als Mediziner absolut unverständlich.

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19. März 2017 um 18:30
In Antwort auf 6rama9

Ich finde es schon interessant: bei einem Knochenbruch oder eine Lungenentzündung wird nicht gefragt, ob man "Bock hat" in die Klinik zu gehen. Da gibt es keine 2 Meinungen.

Bei einer schweren Depression, deren Mortalitätsrate weit über der eines Knochenbruches oder einer (gewöhnlichen) Lungenentzündung liegt, wird danach gefagt, ob man "Bock hat" in die Klinik zu gehen. So etwas ist für mich als Mediziner absolut unverständlich.

Ich denke das ist einfach so: der Arzt empfiehlt in beiden Fällen, in die Klinik zu gehen, aber die Patienten selbst nehmen einen Knochenbruch ernster als die Depression.
Man kann in keinem der beiden Fälle zwangseingewiesen werden (es sei denn akute fremd o eigengefährdung). Aber auf physischen Schmerz reagieren die meisten sensibler als auf seelenschmerz.

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19. März 2017 um 21:46

Mal ab vom Thema: ist das seit der Rechtschreibreform jetzt mit e? Ich bin da etwas aus dem Tritt....
Es kommt ja von Ueberschwang....

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