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War es falsch?

3. März 2013 um 14:39

Bei meiner Freundin angekommen fragte ich sie, was ich machen solle wenn er auch da sein würde. Sie sagte: Hallo sagen und weitergehen. Ich fragte mich warum ich überhaupt noch an ihn dachte. Vllt weil es eine mögliche vertane Chance war mit ihm glücklich zu sein. Vllt weil ich zu vorschnell gehandelt hatte. Vllt aus einer schlechten Laune heraus. Vllt aber auch, weil es so enttäuschend war, dass es wieder nicht geklappt hatte. Es drehte sich im Kreis. Es gab keine offensichtliche Antwort und das war es, was mich fertig machte. Möglicherweise war aber auch er der Grund für das schlechte Gefühl, welches sich immer mehr bemerkbar machte, je öfter wir uns trafen. Ich kam nicht an ihn heran, weil er mich nicht lies. Aber warum nur? Er kochte fantastisch und gab sich echt mühe. Aber dann die Keule: Ich solle ihn nicht anrufen, er sei tagsüber von seinem Job so eingebunden, dass er abends zu Hause keine Lust hatte noch angerufen zu werden. Es wäre so, als ob ich mich nach der Arbeit noch mit Arbeit auseinander setzen müsse. Ich wusste damals nicht wie ich auf so einen Vergleich reagieren sollte, deswegen sagte ich in dem Moment nichts. Ich war geschockt von so einer direkten Zurückweisung und das machte mich unglücklich und das Gefühl der Unsicherheit machte sich in mir breit. Warum traf er sich mit mir, wenn er sonst nicht mit mir kommunizieren wollte? Es klang nach einer Ausrede. Vllt hatte er etwas zu verbergen? Ich wurde misstrauisch und meldete mich nicht mehr bei ihm. Er wollte es ja so. Natürlich rief er mich dann an, aber ich nahm nicht ab. Fünf Minuten später klingelte erneut das Telefon, wieder unbeantwortet und noch ein weiteres Mal. Nach drei Stunden rief ich zurück und er war ganz freundlich am Telefon. Er fragte mich ob ich am Freitag Lust auf Kino hätte. Wieder so eine Situation, in der man sich ja nicht unterhalten muss, dachte ich. Ich sagte, dass ich keine Lust auf Kino hätte und ob wir uns stattdessen nicht einfach so treffen könnten, ich sei zu kaputt von der Woche. Also war ich bei ihm, in der Hoffnung mehr über ihn herauszufinden. Wir schauten fern und wie es dann immer so ist, landeten wir in seinem Bett. Ich sehnte mich so sehr nach seiner Nähe, dass ich nicht nein sagen konnte. Dieses Gefühl verschwand dann aber schnell als er fragte: Hast du Lust zu Vögeln? Bitte was, dachte ich?? Bitte was hat er gerade gefragt? Hast du Lust zu Vögeln?, dachte ich. Eigentlich hatte ich nun keine Lust mehr irgendetwas zu MACHEN, denn ich fühlte mich nämlich wie eine mit der man nicht reden, sondern nur vögeln will. Reduziert nur auf das Eine. Ich gelang damit an eine Gabelung und es gab nur zwei Möglichkeiten: Ich sage nein, oder ich genieße es und beende danach alles. Ich sagte ja. Ich machte die Nacht keine Auge zu, obwohl sich meine Entscheidung richtig anfühlte. Am nächsten morgen schliefen wir nochmal miteinander, aber es war weniger schön, denn er mühte sich irgendwie ab. Es fühlte sich mechanisch an, ohne Gefühl. Ohne irgendwas. Als wir so nebeneinander lagen und zu Decke schauten fragte ich ihn ob er schon mal eine lange Beziehung hatte. Diese Frage wollte ich eigentlich nie stellen, aber ich konnte irgendwie nicht anders. Ich musste es wissen. Er sagte: Ja, schon mehrere. Und wie lange ging die längste? Ein Jahr. Ein Gefühl der Flucht kam in mir hoch. Das empfand er als lang? Warum ging die Beziehung denn auseinander?, fragte ich. Meine letzte Freundin war psychisch krank. Dann fragte ich nicht mehr weiter. Wir lagen noch eine Weile da und keiner sagte etwas. Ich hatte die Befürchtung, dass ich die nächste wäre, die er abschießt. Dann fragte er mich wie viele Brötchen er holen soll, denn er würde sich auf den Weg zum Bäcker machen wollen. Keine, danke., antwortete ich. Willst du nichts essen? Nein. Kein Frühstück mit mir? -Pause.- Ich glaube wir sollten das hier beenden. Das funktioniert so nicht. Ich habe das Gefühl dir alles aus der Nase ziehen zu müssen. Sagte ich, stand auf und zog mich an. Er sagte nichts. Siehst du, jetzt schon wieder. Du sagst nichts dazu. Dann kann ich mich auch mit der Wand unterhalten. Das war gemein, ich wusste es. Aber ich empfand sein Schweigen als Gleichgültigkeit bezogen auf die Situation. Nach einer Weile fragte er: Heißt das, dass wir uns nicht mehr treffen? Ja, das heißt es. Wieder Schweigen. Dann fragte er: Meinst du nicht, dass es etwas zu früh ist mit Gefühlen? Ich schaute ihn an Aber mit mir zu schlafen ist nicht zu früh?! Und es geht auch nicht um die großen Gefühle. Wieder sagte er nichts dazu. Ich ging kurz in sein Bad und er in die Küche. Ich schaute in den Spiegel und machte mich für den großen Abgang zurecht. Als ich wieder rauskam stand er mit einer Zigarette am Fenster und schaute hinaus. Er sah sauer aus. Ich wollte mich verabschieden., sagte ich. Er kam auf mich zu und umarmte mich. Das erste und einzige Mal, dass ich glaubte etwas Emotion in ihm zu spüren. Ich zog mir die Schuhe an und er stand in der Tür und beobachtete mich. Es fühlte sich so komisch an und ich sagte mit einem Lächeln: Ist schon ok, du musst nicht warten bis ich mich fertig angezogen habe. Er lächelte und machte die Wohnungstür zu BUMM. Ich fuhr heim. Er meldete sich nicht, was völlig verständlich war, denn ich hätte es auch nicht getan. Am nächsten Tag löschte ich ihn bei Facebook aus meiner Freundesliste. Und nun, 6 Wochen später war ich nun bei meiner besten Freundin und wusste, dass er an diesem Abend auch auf der Party sein wird. Hallo sagen und weitergehen. - und so war es dann auch.
War es zu voreilig es zu beenden?

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3. März 2013 um 15:10

Kurz...
als ich vom klo zurück bin, sind wir zufällig aneinander vorbei gekommen.
er sagte hallo und küsste mich auf die wange. wir lächelten einander an, aber sind dann weitergelaufen.
kein gespräch.
ich weiß halt nicht was er denkt, daran hat sich nichts geändert...

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3. März 2013 um 15:15

Ich glaube
er wollte mit diesem kuss und hallo nur zeigen, dass er cool ist und drüber steht.

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3. März 2013 um 15:26

Schon klar, dass es vorbei ist.
aber ich zweifel eben an meiner entscheidung, war ich da zu voreilig?

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3. März 2013 um 15:35

Manchmal
ist es wichtig eine neutrale meinung zu hören, um besser einschätzen zu können wie man halndelt. und ich möchte natürlich für die zukunft vermeiden jemanden zu schnell abzustempeln, weil er sich mir gegenüber beispielsweise nicht so schnell öffnet, wie ich es erwarte.

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