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War alles kämpfen umsonst

25. April 2010 um 14:01 Letzte Antwort: 25. April 2010 um 21:17

Hallo, ihr Lieben!

Vielleicht kennen mich einige von euch schon, ich schreibe ab und zu mal rein, aber nicht allzu oft.

Ich habe malwieder ein Problem mit meinem Freund.

WIr sind seit zweieinhalb Jahren zusammen, doch ich sehe die Beziehung langsam zerbrechen, obwohl wir beide versuchen, sie zu retten.

Ich bin damals, als wir nicht mal ein halbes Jahr zusammen waren, zu ihm gezogen. Erstens war das viel zu früh und zweitens war die Wohnung mit zwei Zimmern zu klein für uns beide.

So kam es, dass wir uns immer öfter wegen Kleinigkeiten gestritten haben. Vorallem aber hatte ich Bedürfnisse, die er nicht ernst genommen hat.
Er ist nämlich Altenpfleger und durch seinen Beruf emotional ziemlich abgestumpft. Ich habe ihm mehrmals gesagt, dass ich es nicht ertrage, wenn er mit mir umgeht, als wäre ich eine seiner "Patienten". Ich sehne mich nach Zuwendung und Aufmerksamkeit und Achtung. Stattdessen gab er all das, was er eigentlich mir geben sollte, seinem PC.

Nach vielem Betteln und Drohen habe ich mich nun dazu entschieden, wieder auszuziehen und mir eine eigene Wohnung zu suchen. Ich erklärte ihm, dass ich meinen Freiraum brauche und es nicht einsehe, dass ich ständig auf ihn Rücksicht nehmen muss, obwohl ich im Gegenzug gar nichts von ihm habe. Und damit wir nicht mehr so viel aufeinanderhocken und vielleicht wieder eine Flamme in unserer Liebe entfacht wird.
Ich habe es getan, als Versuch, die Beziehung zu retten, aber auch, um es mir leichter zu machen, falls es nicht klappt, die Konsequenz daraus zu tragen. Denn so lange, wie ich bei ihm gewohnt habe, war ich ja von ihm abhängig.

Ihn hat es bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht gejuckt.

Bis ich dann nach langem Suchen endlich eine Zusage für eine Wohnung bekommen habe. Anscheinend hat er erst dann den Ernst der Lage kappiert und wurde plötzlich ganz anders als sonst. liebevoll, zärtlich und aufmerksam. Das hat mich sehr gefreut und ich war wegen der Wohnung ganz aufgeregt und glücklich.

Nur ihm hat es nicht so ganz gepasst und er hatte immer mehr depressive Phasen. Das hat mich zwar nachdenklich gemacht, aber ich war andererseits auch mit meiner Wohnung beschäftigt und meine Familie hat mir dabei geholfen. Deshalb war ich mit denen auch öfter zusammen.

Eines Tages hat mich meine beste Freundin nach langem angerufen und wir haben über eine Stunde telefoniert. Nach dem Telefonat bekam ich einen Anruf von ihm und er war völlig aufgelöst und sauer, weil er mich nicht erreichen konnte. So habe ich ihn noch nie erlebt. Ich sagte, dass ich mit meiner Freundin telefoniert habe aber er war trotzdem wütend. Später kam raus, dass ihn das gestört hat, dass ich seine Bemühungen, sich zu bessern überhaupt nicht gesehen oder anerkannt habe. Dann meinte ich, ich sehe schon, dass du dich geändert hast und das finde ich auch gut aber ich hab jetzt meine Wohnung und ich werde so schnell hier nicht wieder ausziehen.

Nun sitze ich hier und habe einerseits die Freude, mein eigenes Reich zu haben, das mehr und mehr wächst. Andererseits habe ich einen deprimierten Freund, der mir dieses Glück nicht gönnen will, weil er Angst hat, mich zu verlieren. Gestern abend hat er sogar geweint, aber nichts was ich gesagt habe, konnte ihn trösten. Die Sache ist, als ich damals zu ihm gezogen bin, habe ich einen Teil von mir aufgegeben, meine Heimat und mein Recht, über mein Reich bestimmen zu können. Das hole ich mir nun zurück und ich bin glücklich, es wiederzuhaben. Aber ich treffe auf Unverständnis. Er spricht es nicht aus, aber ich bin mir sicher, dass er am liebsten haben würde, wenn ich den Mietvertrag kündige und wieder zu ihm ziehe, wo er alles bestimmen kann. Denn ihn stört nämlich auch, dass ich hier das sagen habe. Zb mit dem Rauchen, weil ich will, dass auf dem Balkon geraucht wird. Er mag es nicht, sich meinen Wünschen zu fügen, obwohl ich das auch tun musste, solange wie ich bei ihm gewohnt habe.

Was soll ich tun? Ich bin glücklich mit meiner Wohnung und auch glücklich, meine Familie wieder in meiner Nähe zu haben. Das mich öfter jemand besucht. Übrigens fühlt er sich auch durch meine Familie und Freunde belästigt. Jedes mal wenn mein telefon klingelt oder jemand mich besuchen will, klagt er darüber, dass er ja hier nichts zu melden hat. Ich liebe ihn, aber was kann ich tun, um ihm seine Traurigkeit wegzunehmen? Ohne das ich meine neu gewonnene Unabhängigkeit aufgeben muss? Gibt es überhaupt noch Hoffnung, oder war alles umsonst? Eigentlich müsste er sich doch mit mir freuen, mir bei meinen Planungen helfen und die Erfolge mit mir teilen. Stattdessen macht er mir alles mies.

Tut mir leid das es nun so viel geworden ist. Das ist alles, was sich in Wochen aufgestaut hat. Ich hoffe, ich bekomme trotzdem ein paar Antworten. Vielen Dank schonmal im Voraus

Lg Needhelp

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25. April 2010 um 14:58

So denke ich auch
solange wie ich bei ihm gewohnt habe konnte ich, immer wenn wir einen großen streit hatten, das wort trennung nicht ertragen.

aber ich muss sagen, jetzt, wo ich meine eigene wohnung habe und meine familie und freunde in der nähe, wo ich auch immer hingehen kann, wenn ich mich einsam fühle oder langeweile habe und die mich auch besuchen können, habe ich eine ganz andere einstellung dazu.

Jetzt fällt mir der gedanke nicht mehr so schwer und die welt scheint nicht mehr zusammenzubrechen, wenn ich an eine trennung denke. manchmal, wenn ich hier allein bin und er woanders, dann gefällt mir der gedanke sogar. aber dann erschrecke ich vor mir selbst. dann fühle ich mich schuldig.

ich denke wenn das so weitergeht, wird mir der gedanke mehr und mehr gefallen und irgendwann kriege ich endlich die kurve. es war schonmal ein guter schritt, auszuziehen. denn so habe ich mir selbst gezeigt, dass selbstständigkeit gar nichts schlimmes, sondern sogar was ganz tolles sein kann. Das muss ich nur noch meinem herzen beibringen.

vielen dank für die tollen antworten

lg needhelp

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25. April 2010 um 19:52

Ach Mann
WIr hatten wieder einen streit und er ist einfach abgehauen und meinte er müsse nachdenken. als er schon im treppenhaus war, rief ich ihm hinterher, dass er nicht mehr wiederkommen braucht, wenn er der meinung ist er könne immer abhauen wenn es unangenehm wird.

nun wirft er mir vor ich hätte ihn rausgeworfen, was gar nicht stimmt weil er ja selber gegangen ist. ich hatte ihn ja noch gebeten zu bleiben aber er ist einfach gegangen. und daraufhin habe ich ihm das gesagt, dass er sich nicht mehr bei mir blicken lassen braucht, wenn er meint er könne das laufend machen. er leugnet jetzt aber das ich das so gesagt habe und dreht es so, dass ich ihm nur gesagt habe er braucht nicht mehr wiederkommen.

und er hat so eine sch... art, nur sms zu schreiben und nicht ans telefon zu gehen wenn ich ihn anrufe. weil ich eben nicht so viel schreiben will, telefoniere ich lieber wenn ich viel zu erzählen hab. aber er geht einfach nicht ans telefon. ich weiß nicht was ich machen soll

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25. April 2010 um 20:46

Das stimmt
ich habe ihm nun auf die mailbox gesprochen das ich auf seine sms nicht antworten werde

mal sehen was nun kommt.

eigentlich weiß ich ja das ich mir das nicht geben muss aber ich krieg die kurve einfach nicht

wenn ich mich für eine trennung entscheide kommt auf einmal dieses gefühl der leere und das ertrage ich einfach nicht

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25. April 2010 um 21:17

Danke
naja ich muss da wohl durch, ich hoffe nur das ich es diesmal auch durchziehe

vielen dank

lg needhelp

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