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Wann wird ER endlich "offiziell" geschieden- fühle mich als Geliebte((*bin verzweifelt*

15. Februar 2005 um 11:49

Ich bin wirklich froh, dass es dieses Forum gibt, da ich mir langsam nicht mehr meiner Gefühle sicher bin.

Ich bin 28 mein neuer Partner ist 40 (sieht aber jünger aus!!). Wir sind seit 3 Monaten zusammen und lieben uns sehr.
Das Problem, dass ich habe ist, dass er noch verheiratet ist. Er hat vor einem Jahr die Scheidung eingereicht und gestern ist ganz offiziell das Trennungsjahr zu Ende gegangen. Nun muß er in den nächsten 1-2 Monaten die Rentenansprüche für sich und seine "Noch-Ehefrau" berechnen lassen und dann reicht die Anwältin den Scheidungsantrag vor Gericht ein.
Mein Freund meinte, dass es ein Jahr dauern kann, bis er wirklich geschieden wird.
Ich weiß bloß nicht, ob ich damit klarkomme....
Ich meine der Rest klappt wirklich super... er ist absolut romantisch, zärtlich und lieb, möchte mit mir Kinder haben, und das in absehbarer Zeit... aber mich stört es wirklich, dass er vielleicht "ganz offiziell" erst in einem Jahr geschieden ist.Wenn dann überhaupt.
Meine Eltern, Family und Freunde wissen nicht, dass ich mit einem Mann zusammen bin, der "sich derzeit in Scheidung" befindet... die sind ziemlich konservativ. Das konnte ich denen auch nicht sagen.
Ich fühle mich derzeit wie eine Geliebte-- und das ist ein Scheißgefühl.

Das andere Problem ist die Frage nach den Unterhaltszahlungen für die Frau. Mein Freund wohnt noch mit seiner "Noch-Ehefrau" in einer Wohnung, aber die beiden haben getrennte Zimmer. Er ist Beamter und sie macht seit 10 Jahren nichts! Sie ist leicht psychisch gestört, verlässt sehr selten das Haus und arbeitet somit überhaupt nicht.
Mein Freund zahlt somit seit 10 Jahren alle Ausgaben , Wohnung, Miete, Essen, etc.
Er verdient 1900 Euro netto...was wird er denn davon an Unterhalt an deine Ex-Frau zahlen müssen? Trennungsgrund war mitunter, dass Sie im Laufe der Ehe sich dafür enstchieden hat doch keine Kinder zu kriegen!

Weiß einfach nicht was ich machen soll, weil mich die Situation auch ziemlich belastet. Sexuell läuft es auch nicht so super.. was aber vermutlich daran liegt, dass er ihn die Sache auch ziemlich belastet.

Hoffe ihr könnt mir einen Rat geben.

Gruß
Magdalena

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15. Februar 2005 um 12:40

Kann dir von mir erzählen
Also ganz verstehen tue ich es nicht, dass du dich als "Geliebte" fühlst. Denn dein Freund hat sich doch für dich/euch entschieden und er liebt dich und die Scheidung ist eingereicht. Was willst du mehr?

Wenn die Scheidung vor Gericht eingereicht ist, dann dauert es eigentlich nicht ein Jahr, bis die Scheidung bzw. der Stempel auf das Papier gemacht wird. Denn es ist ja vorher schon alles geregelt. Es sei denn er muss den Unterhalt noch ausrechnen lassen und hat sich mit seiner Ex noch nicht geeinigt oder einigen können. Da weiß ich nicht, wie es bei ihm ist.

Mein Freund ist 31 und ist auch fast geschieden. Seine Ex hat auf ihren Unterhalt verzichtet und dafür zahlt mein Freund den doppelten Kindesunterhalt. Ich habe mich nie als "Geliebte" gefühlt. Mein Freund ist allerdings auch sofort zu Hause ausgezogen und hat sich räumlich von ihr getrennt.

Wenn die Ex-Frau von deinem Freund nicht arbeitet, dann muss dein Freund Unterhalt zahlen, der aufgrund seines Verdienstes ausgerechnet wird. Und wenn ihr mal heiraten solltet, dann kommt dein Gehalt zu der Berechnung noch dazu, es sei denn sie verdient irgendwann mal soviel, dass kein Anspruch mehr besteht oder sie heiratet auch neu.

Überlege es dir gut, ob du das alles möchtest. Obwohl, solange keine Kinder im Spiel sind, ist das alles noch einfacher. Bei meinem Freund und mir ist seine Tochter noch mit dabei und da muss man als Zweitfrau noch auf viel mehr verzichten und Rücksicht nehmen.

Lg
Stern

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15. Februar 2005 um 13:07
In Antwort auf stern4303

Kann dir von mir erzählen
Also ganz verstehen tue ich es nicht, dass du dich als "Geliebte" fühlst. Denn dein Freund hat sich doch für dich/euch entschieden und er liebt dich und die Scheidung ist eingereicht. Was willst du mehr?

Wenn die Scheidung vor Gericht eingereicht ist, dann dauert es eigentlich nicht ein Jahr, bis die Scheidung bzw. der Stempel auf das Papier gemacht wird. Denn es ist ja vorher schon alles geregelt. Es sei denn er muss den Unterhalt noch ausrechnen lassen und hat sich mit seiner Ex noch nicht geeinigt oder einigen können. Da weiß ich nicht, wie es bei ihm ist.

Mein Freund ist 31 und ist auch fast geschieden. Seine Ex hat auf ihren Unterhalt verzichtet und dafür zahlt mein Freund den doppelten Kindesunterhalt. Ich habe mich nie als "Geliebte" gefühlt. Mein Freund ist allerdings auch sofort zu Hause ausgezogen und hat sich räumlich von ihr getrennt.

Wenn die Ex-Frau von deinem Freund nicht arbeitet, dann muss dein Freund Unterhalt zahlen, der aufgrund seines Verdienstes ausgerechnet wird. Und wenn ihr mal heiraten solltet, dann kommt dein Gehalt zu der Berechnung noch dazu, es sei denn sie verdient irgendwann mal soviel, dass kein Anspruch mehr besteht oder sie heiratet auch neu.

Überlege es dir gut, ob du das alles möchtest. Obwohl, solange keine Kinder im Spiel sind, ist das alles noch einfacher. Bei meinem Freund und mir ist seine Tochter noch mit dabei und da muss man als Zweitfrau noch auf viel mehr verzichten und Rücksicht nehmen.

Lg
Stern

@Stern
Hallöchen Stern,

vielen Dank für deine Antwort.
Was den Unterhalt angeht, so muß der noch ausgerechnet werden, auch irgendwas im Bereich "Rentenausgleichszahlung" usw.
Was mich wirklich glücklich schätzt, ist dass er keine Kinder mit der Frau hat.
Was ich nicht wußte, ist dass -für den fall dass wir heiraten sollten - mein Gehalt mit angerechnet wird.
Was ist denn das für eine Gerechtigkeit.
Er zahlt seit 10 Jahren für die Frau alles und nun wird er auch noch die nächsten Jahre für sie zahlen, weil sie einfach nicht arbeiten gehen will!

Willst du den deinen Freund heiraten?Wie lange seid ihr denn schon zusammen?
Erdbärchi

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15. Februar 2005 um 13:38
In Antwort auf erdbaerchi

@Stern
Hallöchen Stern,

vielen Dank für deine Antwort.
Was den Unterhalt angeht, so muß der noch ausgerechnet werden, auch irgendwas im Bereich "Rentenausgleichszahlung" usw.
Was mich wirklich glücklich schätzt, ist dass er keine Kinder mit der Frau hat.
Was ich nicht wußte, ist dass -für den fall dass wir heiraten sollten - mein Gehalt mit angerechnet wird.
Was ist denn das für eine Gerechtigkeit.
Er zahlt seit 10 Jahren für die Frau alles und nun wird er auch noch die nächsten Jahre für sie zahlen, weil sie einfach nicht arbeiten gehen will!

Willst du den deinen Freund heiraten?Wie lange seid ihr denn schon zusammen?
Erdbärchi

Tja, das Gesetz der Frauen
so ist das leider. Das Gesetz bei Scheidungen ist total auf die Ex-Frauen bzw. die Kindesmütter ausgerichtet und meiner Meinung nach sollte man dort mal ansetzen, denn es gibt immer mehr Patchwork Familien, wo vielleicht keine Kinder mehr gemacht werden, weil der Mann an seine Ex und das Kind zahlen muss oder sich verschulden muss etc.
Aber was will man machen? Aufregen tue ich mich schon lange nicht mehr, weil man das Gesetz eh nicht ändern kann und bei uns es noch lange nicht soooooo schlimm ist wie vielleicht woanders.

Mein Freund und ich sind 2 Jahre zusammen und ich würde ihn sehr gerne heiraten, wenn er mich fragen würde
Bei uns ist es ja so, dass seine EX ein Leben lang auf ihren Unterhalt verzichtet hat, so dass die Zusammenrechnung wegfällt. Ansonsten hätten wir uns das sicher überlegt, denn ich wollte sie nicht mit finanzieren. Bestimmt nicht.

Ja, der Rentenausgleich muss gemacht werden und danach dauert es eigentlich nicht mehr lange bis zur Besiegelung der Scheidung. Wir warten jetzt auch auf einen Termin. Vor Gericht wird ja nur noch offiziell die Scheidung bestätigt und ein Stempel drunter gesetzt, mehr passiert da nicht mehr. DA schon alles mit Sorgerecht etc. geregelt ist.

Es gibt einen Spruch und der heißt: Einmal Chefarztgattin, immer Chefarztgattin! Und da ist ganz viel wahres dran.

LG
Stern

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15. Februar 2005 um 14:06

Nach dem Studium hat sie nichts mehr gemacht.....
Sie (40Jahre) hat ihr Studium 1989 abgeschlossen und seit dieser Zeit "schreibt sie" (eigentlich nicht mehr) an ihrer Dissertation. Er bezahlt ihr Trennungsgeld und nun gehts nur noch um die Frage der Wohnung und der Rentenansprüche. Sie haben beide eine schöne große 90qm große Wohnung, die ER total finanziert hat. Geplant war, dass SIE auszieht und ER in der Wohnung bleibt. Nun möchte SIE aber nicht mehr ausziehen. Mein Freund versucht auf SIE einzureden, überhaupt mit ihr zu REDEN, aber das geht nicht. Sie hat ein psychisches Problem, hat sich von der Außenwelt abgekapselt.

Aber es kann doch nicht sein, dass ER ihr dann die große 90 qm große Wohnung bezahlt (obwohl keine Kinder da sind und sie nicht arbeitet) und ihr dann noch ZUSÄTZLICH UNTERHALT zahlt. Da muß es doch im Gesetz geregelt sein, wieviel er ihr zahlen muß. Kann doch nicht sein, dass er ihr die große 90qm bezahlt.

Erdbärchiii

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15. Februar 2005 um 15:21
In Antwort auf erdbaerchi

Nach dem Studium hat sie nichts mehr gemacht.....
Sie (40Jahre) hat ihr Studium 1989 abgeschlossen und seit dieser Zeit "schreibt sie" (eigentlich nicht mehr) an ihrer Dissertation. Er bezahlt ihr Trennungsgeld und nun gehts nur noch um die Frage der Wohnung und der Rentenansprüche. Sie haben beide eine schöne große 90qm große Wohnung, die ER total finanziert hat. Geplant war, dass SIE auszieht und ER in der Wohnung bleibt. Nun möchte SIE aber nicht mehr ausziehen. Mein Freund versucht auf SIE einzureden, überhaupt mit ihr zu REDEN, aber das geht nicht. Sie hat ein psychisches Problem, hat sich von der Außenwelt abgekapselt.

Aber es kann doch nicht sein, dass ER ihr dann die große 90 qm große Wohnung bezahlt (obwohl keine Kinder da sind und sie nicht arbeitet) und ihr dann noch ZUSÄTZLICH UNTERHALT zahlt. Da muß es doch im Gesetz geregelt sein, wieviel er ihr zahlen muß. Kann doch nicht sein, dass er ihr die große 90qm bezahlt.

Erdbärchiii

NEIN
so ist das auch nicht. Es wird anhand seines Gehaltes ausgerechnet, was er an Unterhalt zahlt an sie und mehr muss er dann auch nicht zahlen. Von dem Geld muss sie leben und wenn sie nicht arbeitet, dann wird das mehr sein, wie wenn sie arbeiten würde.
Ich denke nicht, dass man sie vom Gesetz her zwingen kann zu arbeiten, denn sie hat auch vorher nicht gearbeitet. Wenn sie jetzt vor der Trennung gearbeitet hätte und mit der Trennung plötzlich nicht mehr, dann würde das vor dem Gesetz durchgehen, dass sie arbeiten müsste. Aber wenn sie es noch nie hatte, dann kann man sie gesetzlich nicht dazu zwingen.
Dann liegt es an ihr, ob sie sich weiterhin abhängig von ihm machen möchte oder ob sie irgendwann stolz entwickelt und auf eigenen Beinen stehen möchte.

Der Kindesunterhalt hat übrigends nichts mit dem Ehegattenunterhalt zu tun!

Nein, er muss nicht die Wohnung weiterbezahlen. Aber wenn sie nicht freiwillig auszieht, dann muss er das über den Anwalt bewirken lassen bzw. halt einfach keine Miete mehr zahlen bzw. den Mietvertrag kündigen, wenn er der Hauptmieter ist. Wenn beide eingetragen sind, dann wird es wieder schwieriger sie aus der Wohnung zu bewegen.

Keine einfache Situation.

LG
Stern

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15. Februar 2005 um 15:38

Klar bekommt
man sie dazu irgendwann arbeiten zu gehen...aber bis dahin muss er zahlen und bis das erkämpft ist, dass sie arbeiten geht, bis sie was gefunden hat etc. Da kann gaaaaanz viel Zeit ins Land gehen!
Es ist nicht immer gesetzlich so einfach wie man denkt. Es ist bestimmt möglich, dass ist ja fast alles, aber wenn sie sich dagegen wehrt und auf dumm schaltet, dann kann viel Zeit, Kraft und Geld ins Land gehen und das nicht nur an Unterhalt, sondern auch an Anwaltskosten! Stellt euch das nicht so einfach vor! Wenn eine verlassene Ehefrau möchte, dann kann sie, glaub mir! Auch ohne Kind!

Einmal Chefarztgattin, immer Chefarztgattin!

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15. Februar 2005 um 16:09
In Antwort auf stern4303

Kann dir von mir erzählen
Also ganz verstehen tue ich es nicht, dass du dich als "Geliebte" fühlst. Denn dein Freund hat sich doch für dich/euch entschieden und er liebt dich und die Scheidung ist eingereicht. Was willst du mehr?

Wenn die Scheidung vor Gericht eingereicht ist, dann dauert es eigentlich nicht ein Jahr, bis die Scheidung bzw. der Stempel auf das Papier gemacht wird. Denn es ist ja vorher schon alles geregelt. Es sei denn er muss den Unterhalt noch ausrechnen lassen und hat sich mit seiner Ex noch nicht geeinigt oder einigen können. Da weiß ich nicht, wie es bei ihm ist.

Mein Freund ist 31 und ist auch fast geschieden. Seine Ex hat auf ihren Unterhalt verzichtet und dafür zahlt mein Freund den doppelten Kindesunterhalt. Ich habe mich nie als "Geliebte" gefühlt. Mein Freund ist allerdings auch sofort zu Hause ausgezogen und hat sich räumlich von ihr getrennt.

Wenn die Ex-Frau von deinem Freund nicht arbeitet, dann muss dein Freund Unterhalt zahlen, der aufgrund seines Verdienstes ausgerechnet wird. Und wenn ihr mal heiraten solltet, dann kommt dein Gehalt zu der Berechnung noch dazu, es sei denn sie verdient irgendwann mal soviel, dass kein Anspruch mehr besteht oder sie heiratet auch neu.

Überlege es dir gut, ob du das alles möchtest. Obwohl, solange keine Kinder im Spiel sind, ist das alles noch einfacher. Bei meinem Freund und mir ist seine Tochter noch mit dabei und da muss man als Zweitfrau noch auf viel mehr verzichten und Rücksicht nehmen.

Lg
Stern

Verschenktes Geld
>Seine Ex hat auf ihren Unterhalt verzichtet und dafür zahlt mein Freund den doppelten Kindesunterhalt.

Das ist nicht sehr schlau. EU kann er teilweise von der Steuer absetzen, Kindesunterhalt überhaupt nicht. Er verschenkt also Geld an den Staat. Und wie das Geld letztlich etikettiert ist, spielt ja für die Empfängerin keine Rolle. Deswegen "verschieben" Ex-Ehepartner die noch miteinander reden können gerne Unterhaltszahlungen auf Ehegattenunterhalt.

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15. Februar 2005 um 17:28

Na das ist ja zum Kotzen....
wenn man bedenkt, dass er nun anscheinend für seine Ex-Frau bis ans Ende seines Lebens zahlen muß.
Ich habe gelesen, dass in dem Fall, die Differenzmethode in Kraft tritt: Und zwar

Einkommen Ehemann: 1.900 Euro
minus
Einkommen Ehefrau: 0 Euro

x 3/7 = 814 Euro

Das würde also dann bedeuten, dass SIE einen LEBENSLANGEN Anspruch auf 814EURO hat?
Das gibts doch nicht...das ist doch unfair.

Erdbärchi

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15. Februar 2005 um 17:42

Dein Rechtsempfinden mag da anderes fordern, ...
aber wenn sie keine Lust hat zu arbeiten und sich vom Sozialamt sponsorn lässt, geht anschliessend das Sozialamt hin und holt sich so viel wie zulässig vom Ex-Ehepartner wieder.

Das ist etwas, worüber sich viele Menschen nicht im Klaren sind: Man bleibt einander ein Leben lang verpflichtet, wenn man verheiratet war.

Heiratet man erneut, entstehen zwar neue Verpflichtungen, die vielleicht die älteren überdecken, aber verschwinden tun sie nie. So wird das Sozialamt im Falle einer erneuten Scheidung vermutlich zu dem gehen, bei dem mehr zu holen ist.

Und was Dich vielleicht erschrecken wird: selbst ein Ehevertrag, der alle gegenseitigen Ansprüche ausschließt, schützt nicht, denn wenn ein Amt und damit die Allgemeinheit Leistungen bewilligt, sind die gehalten, sich das Geld wieder zu holen und so zahlen dann z.B. Kinder für ihre Eltern und eben auch Ex-Ehepartner füreinander.

Und es lässt sich leicht schreiben, dass man dann eben den Job aufgibt, aber ich bin mir sicher, dass man sich das gerade in heutigen Zeiten drei Mal überlegt und liebe die Kröte von Unterhaltszahlungen schluckt als ohne Arbeit ganz abzusteigen.

LG

Larsen

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15. Februar 2005 um 18:11
In Antwort auf erdbaerchi

Na das ist ja zum Kotzen....
wenn man bedenkt, dass er nun anscheinend für seine Ex-Frau bis ans Ende seines Lebens zahlen muß.
Ich habe gelesen, dass in dem Fall, die Differenzmethode in Kraft tritt: Und zwar

Einkommen Ehemann: 1.900 Euro
minus
Einkommen Ehefrau: 0 Euro

x 3/7 = 814 Euro

Das würde also dann bedeuten, dass SIE einen LEBENSLANGEN Anspruch auf 814EURO hat?
Das gibts doch nicht...das ist doch unfair.

Erdbärchi

Im grossen und ganzen liegst Du richtig ...
von den 1.900 werden nur vorher noch 5 % für berufsbedingte Aufwendungen abgezogen (max. 150), d.h. also

1.900 Euro

minus 5 % = 85 Euro

Anzurechnendes Einkommen = 1.805 Euro

und davon 3/7 = 774 Euro.

Ihm müssen mindestens 840 Euro verbleiben und das ist gewährleistet.

Allerdings kann es sein, dass ihr ein fiktives Einkommen zugerechnet wird, da sie arbeiten könnte und dann verringert sich natürlich seine Unterhaltszahlung. So ganz ist er ihrer Willkür also nicht ausgeliefert. Aber sobald da ein Amt ins Spiel kommt, gibts kein Erbarmen.

Der Gedanke, der dahinter steckt, ist der: Warum soll die Allgemeinheit für Menschen aufkommen, wenn es Menschen aus dem direkten Umkreis des Betroffenen gibt, die das leisten könnten?

Früher funktionierte das vielfach, ohne dass viel Aufhebens darum gemacht wurde. Wenn zum Beispiel die nachwachsende Generation Sorge für die Vorfahren trug, gab es keine Aufwendungen zu Lasten der Allgemeinheit.

Der Gesetzgeber hat mit seinen Vorschriften zum Unterhalt die früher vorhandenen Zwangslagen von Ehepartnern (i.d.R. Frauen) aufgehoben, die sich bei einer Trennung am wirtschaftlichen Nullpunkt wiederfanden. Umgekehrt führt das natürlich auch wieder zu Schiefständen. So sagte mal eine Bekannte zu ihrem Mann: "Wenn Du Dich scheiden lassen willst, mach ich Dich zum Sozialfall!" Und da auch noch 2 Kinder im Spiel waren, war das keine leere Drohung.

Es funktioniert nie, dass ein Gesetz so gestaltet ist, dass es nirgendwo zu Schiefständen kommt.

LG

Larsen

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15. Februar 2005 um 19:29
In Antwort auf larsen

Im grossen und ganzen liegst Du richtig ...
von den 1.900 werden nur vorher noch 5 % für berufsbedingte Aufwendungen abgezogen (max. 150), d.h. also

1.900 Euro

minus 5 % = 85 Euro

Anzurechnendes Einkommen = 1.805 Euro

und davon 3/7 = 774 Euro.

Ihm müssen mindestens 840 Euro verbleiben und das ist gewährleistet.

Allerdings kann es sein, dass ihr ein fiktives Einkommen zugerechnet wird, da sie arbeiten könnte und dann verringert sich natürlich seine Unterhaltszahlung. So ganz ist er ihrer Willkür also nicht ausgeliefert. Aber sobald da ein Amt ins Spiel kommt, gibts kein Erbarmen.

Der Gedanke, der dahinter steckt, ist der: Warum soll die Allgemeinheit für Menschen aufkommen, wenn es Menschen aus dem direkten Umkreis des Betroffenen gibt, die das leisten könnten?

Früher funktionierte das vielfach, ohne dass viel Aufhebens darum gemacht wurde. Wenn zum Beispiel die nachwachsende Generation Sorge für die Vorfahren trug, gab es keine Aufwendungen zu Lasten der Allgemeinheit.

Der Gesetzgeber hat mit seinen Vorschriften zum Unterhalt die früher vorhandenen Zwangslagen von Ehepartnern (i.d.R. Frauen) aufgehoben, die sich bei einer Trennung am wirtschaftlichen Nullpunkt wiederfanden. Umgekehrt führt das natürlich auch wieder zu Schiefständen. So sagte mal eine Bekannte zu ihrem Mann: "Wenn Du Dich scheiden lassen willst, mach ich Dich zum Sozialfall!" Und da auch noch 2 Kinder im Spiel waren, war das keine leere Drohung.

Es funktioniert nie, dass ein Gesetz so gestaltet ist, dass es nirgendwo zu Schiefständen kommt.

LG

Larsen

Hi Larsen..
vielen Dank für deine ausführliceh Antwort. Also ich hoffe für meinen Freund und für mich, dass sich das ganze noch ins Positive wendet. Denn wir beide wollen auch Kinder haben, und wenn wir dann wirklich zwei Kinder bekommen sollten (und ich ersteinmal für ein Jahr beruflich ausfalle), dann wird es sehr knapp mit dem Gehalt, wenn er dann noch die Hälfte seiner Ex-Frau zahlen soll.

Ich hoffe es kommt da einigermaßen gut raus.

Erdbärchi

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16. Februar 2005 um 11:05

Nicht alle Männer
die getrennt von ihrer EX leben und eine neue Partnerin haben und gerade in Scheidung leben, sind notorische Lügner. Ich finde du stellst die Männer meist als die Bösen hin, die eh immer nur alle lügen und schlechtes erzählen und und betrügen und die Frauen nur als Objekte ansehen.

Und eine Scheidung kann sich sehr wohl lange hinziehen. Es kommt immer auf die individuellen Umstände an. Und erst Recht, wenn du damit keine Erfahrung hast, solltest du Leute die gerade unsicher sind und da drin stecken durch deine pauschal Aussagen nicht noch mehr verunsichern. Meinst du nicht auch?

Aber ja klar, ich weiß. Alle Männer sind Schweine! *lach*

Und das er noch mit ihr zusammen wohnt, finde ich auch alles andere als prickelnd und würde ich persönlich so nicht mit machen, aber Männer sind nunmal bequem und gehen meist gerne für sich den einfachsten Weg.

LG
Stern

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16. Februar 2005 um 11:43

Ups, wohl ein Volltreffer *gg*
Ich und Fragen verbieten? Nee, wieso sollte ich das tun. Wir leben in einem freien Land. Ich sage nur meine Meinung und das ist genauso gestattet, wie Fragen zu stellen oder meinst du nicht auch?!

Ja..ja...alle Männer sind Schweine und schlecht und dazu alle noch Betrüger und Lügner! So denkt man vielleicht, wenn man viel schlechtes erlebt hat, mag sein. Aber das nach außen zu tragen ist nicht besonders toll. Meine Meinung.

Und natürlich gibt es die Fälle, aber warum pickst du eigentlich immer das schlechte raus? Warum sprichst du immer vom negativen?

Ich finde es traurig.

LG
Stern

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16. Februar 2005 um 13:40

Ui das entwickelt sich ja zu einem sehr langen BEricht
Nun ich bin mir 10000%sicher, dass nix mit seiner "Noch-Ehefrau" läuft. Außerdem weiß sie, dass es eine neue Frau in seinem Leben gibt.
Der andere Punkt ist der, dass seine Eltern (die ich nun auch schon mehrmals getroffen habe) sehr froh sind über die Entscheidung meines Freundes, dass er dies auch endlich durchgezogen hat.
Und natürlich finde ich es unerträglich, dass er noch in der Wohnung mit seiner Ex wohnt. Aber dsa Problem ist nun mal, dass sie in diesem Trennungsjahr nun mal nicht aus der Wohnung ziehen wollte. Und er diese sehr schöne Wohnung halt auch nicht aufgeben wollte.
Nun hat sie ihr eigenes Zimmer und er hat sein eigenes. (ich war auch schon dort)

Ich finde das ganze aber trotzdem nicht prickelnd... hoffentlich regelt sich das noch irgendwie.. ansonsten weiß ich nicht, ob ich damit wirklich klarkommen möchte/kann/will!

Erdbärchi

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17. Februar 2005 um 9:05

*lach*
du bist echt lustig? Ich rolle mich hier auf dem Boden vor lachen

Aber es reicht mir schon zu sehen bzw. zu lesen wie dich meine Aussagen offenbar reizen bzw. aufregen. Deshalb denke ich mir jetzt meinen Teil und ich beende diese lächerliche Disskusion.

Ich finde es traurig bzw. schade, wenn Leute, keinen Spaß verstehen und alles persönlich und ernst betrachten müssen.

Aber jeder hat ja einen anderen Humor ne?!

LG
Stern

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17. Februar 2005 um 10:19

HAllo kleineente!
Larsen hat vollkommen recht!

Du kannst vertraglich ausmachen, was Du willst - wenn Dein Partner oder Ex-Partner auf Hilfe angewiesen ist, wird auf Dich zurückgegriffen.
Der Allgemeinheit auf der Tasche liegen, wenn es jemanden gibt, der finanziell in der Lage ist, für diese Person aufzukommen, gibts nicht.

Übrigens geht auch "Job hinschmeißen, damit man nicht zahlen muß" nicht!
Den Trick haben zu viele versucht, so daß man dazu übergegangen ist, den Unterhaltsverpflichtenden dann dennoch zur Zahlung zu verpflichten, wenn er offensichtlich seinen Job hingeschmissen hat, um diesen Zahlungen zu entgehen.
Da werden die Beträge dann schön aufsummiert und sobald Du wieder einen Job hast, zahlst Du den laufenden Unterhalt - und den vorausgegangenen in Raten!

Dagegen gibts keine juristischen Mittel.

Jetzt mal angenommen, Dein Mann würde, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr arbeiten, Ihr würdet Euch scheiden lassen und Dein Mann würde erneut heiraten, wärst Du aus der Zahlungsverpflichtung, sofern seine "neue" ein ausreichendes Einkommen besitzt.
Sollte er sich von dieser Dame aber auch wieder trennen, somit wieder in eine finanzielle Notlage kommen und die "neue" könnte das finanziell auch nicht mehr tragen, würde man sogar auf Dich zurückkommen, obwohl Du dann die Ex-Ex wärst!

Im speziellen Fall der Posterin besteht sogar fast keinerlei Möglichkeit, die betreffende Dame zur Arbeit zu zwingen, da es einen Anspruch auf Aufrechterhaltung des ehelichen Status gibt.
Sprich: Wenn er 10 Jahre akzeptiert und vielleicht sogar gewollt hat, daß sie daheim bleibt und ihn umsorgt, steht ihr dieses weiterhin zu.

Schade eigentlich, daß die meisten Leute von diesen Dingen erst erfahren, wenn die Scheidung droht.
Theoretisch sollte schon vor Eheschließung grundsätzlich eine Aufklärung über die Rechtsfolgen stattfinden.

Gruß, harter Kern

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17. Februar 2005 um 15:37

Diese Wut bei arbeitscheuen ...
Ex-Ehepartnern kann ich nachvollziehen. Dass ich parasitäres Verhalten sponsorn soll, würde mich auch sehr wütend machen. Aber Unterhaltspflicht für Eltern stellt sich dann zumeist doch ein wenig anders dar. Ich würde mal vermuten, dass es der Mehrzahl an Eltern wichtig ist, den eigenen Kindern nicht auf der Tasche zu liegen, aber manchmal nimmt das Leben durch unglückliche Entwicklungen einen Verlauf, den man eigentlich vermeiden wollte.

Nehmen wir also mal an, dass Dein Vater zum Pflegefall wird und seine Rente für die Pflegekosten nicht ausreicht und das Sozialamt (und damit dann die Gemeinschaft aller Steuerzahlenden) für seine Versorgung und die dadurch entstehenden Kosten aufkommt.

Warum sollte dann nur die Allgemeinheit dafür aufkommen und die nächsten Angehörigen unberücksichtigt lassen? Zumal nicht bis an die Armutsgrenze gepfändet wird, sondern es auch noch Freibeträge gibt, so dass letzten Endes nur zahlt, wer auch leistungsfähig genug ist zu zahlen.

Du würdest eher auswandern als auch nur einen Cent für die Versorgung Deines Vaters zu zahlen.

Was nun, wenn sich die Allgemeinheit genauso verhielte wie Du - sprich, man würde diesen Pflegefall - wirtschaftlich gesehen - optimieren, ihn also bei möglichst kostengünstiger Betreuung - also schlimmstenfalls gar keiner - wegschließen und dann schauen, dass sich dieser Pflegefall schnellstmöglich biologisch erledigt, damit der Rattenschwanz an Kosten, der sich bei zu langem Dahinscheiden ergibt, minimiert wird?

Aber das bekämst Du dann ja nicht mehr mit, da Du zwischenzeitlich ausgewandert bist.


Und zu dem anderen Punkt noch eine Frage: Hättest Du auch geheiratet, wenn Dir die Verpflichtungen aus einer Ehe vorher bekannt gewesen wären oder hättest Du es dann maximal bei einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft belassen?

LG

Larsen

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19. Februar 2005 um 2:30

Äh...
Hast du noch nie jemanden kennengelernt der sich hat scheiden lassen? Also wenn die Scheidung wirklich nur ein Jahr dauert hat er Glück!!

Oft dauert es noch länger, gerade bei strittigen Sachen.

Meine hat auch "nur" ein Jahr gedauert und mein Anwalt sagte ich könnte mich da überaus glücklich schätzen. Nach allem was man von Bekannten und Kollegen hört die in Scheidung sind oder waren, stimmt das auch wirklich.

Was so lange dauert ist die Berechnung des Rentenausgleichs und der ganze zugehörige Kram. Das läuft über die BfA, man muss blöde Formulare ausfüllen und das dauert halt alles wirklich seine Zeit.

Gruß Glen


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19. Februar 2005 um 20:36

???
du warst innerhalb von 6 Wochen geschieden???!!! Oder meinst du die Berechnung? Das hat bei mir allein schon 3-4 Monate gedauert.

Glen

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21. Februar 2005 um 14:36

Ja sicher...
... kann man das Trennungsjahr zurückdatieren. Das habe ich auch gemacht. Aber was hat das mit der Dauer des Scheidungsverfahrens zu tun?

langsam verwirrt, Glen

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