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Wann wird er endlich erwachsen ?

1. November 2010 um 4:34

Ich bin mit meinem Freund seit 9 Jahren zusammen. Wir bekamen ungeplant ein Kind (7).
Der Vater meines Freundes kümmerte sich um nichts, die Mutter machte alles neben dem Job her allein und trug ihren Kindern alles nach.
Er kommt NIE von allein auf die Idee, mal zu fragen,ob ER vielleicht mal zum Elternabend gehen soll, ob ER mal früher aufsteht und das Kind in die Schule bringen soll,... statt dessen ist er immer gleich zur Stelle, wenh sein Bruder oder Kumpel anruft und mit ihm feiern gehen will. Jede Woche ist er einen Abend mit seinen Kumpels weg. Dazu ist er noch einmal in der Woche beim Training und einmal am Wochenende (meist Samstag) hat er ein Spiel. Wenn ich auch noch so oft weg bin, bleibt für zu zweit ja gar keine Zeit mehr... Sonntags ist er dann meist müde und nicht viel mit ihm anzufangen...Sein Bruder hat keine Freundin und die FReundin seines Kumpels mag nie mitgehen, deshalb machen die meist Männerabend. Sein Bruder ist Student und steht in den Semesterferien manchmal schon morgens um halb 9 vor der Haustür um joggen zu gehen oder sonst was zu machen. Er hat null kapiert, dass wir hier eine Familie haben. Andererseits könnte mein Freund ja auch mal seine Kumpels einladen, das mache ich mit meinen Freundinnen ja auch. Aber das ist ja zu langweilig. Seine kumpels haben eben keine Kinder, das hat mein Freund bare wohl nicht verstanden, dass er da nicht mehr so oft wegkann. Seit 2 Wochen studiert sein Bruder an ener anderen Hochschule, 100 km weit weg. Klar, dass da mein Freund gleich übers Wochenende hinfahren musste...
mich regt die Sache so auf, dass ich so langsam einen richtigen Hass auf seinen Bruder und auf seine Kumpels bekomme. Wir sehen uns doch während der Woche auch kaum. Und wenn er dann auch noch jedes Wochenende weg ist, dann kann ich ja vollends auf ihn scheissen. Mit meinen Freundinnen will er nicht mit, ich darf bei seinen Kumpels nicht mit. ich finde aber, dass eine Beziehung einen gemeinsamen Freundeskreis braucht, immer wenn man mal was macht zu zweit rumhocken ist mir zu langweilig. Mit gemeinsamen Freunden könnte man auch mal nen schönen Abend daheim machen... Wenn ich Leute aussuche sind sie nie gut genug, aber er stellt mich nicht mal seinen Mitstudenten und Kollegen, mit denen er ab und zu was trinken geht vor. Die waren noch nie bei uns.

Wie ist das bei Euch? Ich habe schon hunderttausendmal mit ihm darüber gesprochen, habe ihm ruhig erklärt, was ich empfinde, aber es ändert sich nichts. Nun ist er bei seinem Bruder, hat mir versprochen er schreibt mir eine SMS. Bis jetzt habe ich noch keine bekommen. Wahrscheinlich hat er das Handy wieder mal zufällig ausgeschaltet, wenn ich nicht dabei bin...

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1. November 2010 um 11:59

Da glaube ich eher...
... dass er total überfordert ist. Manchmal spüre ich schon, dass er mich echt liebt. Ich bin ja eigentlich auch glücklich mit ihm, sonst wäre ich schon längst gegangen. wir sind 27 und 28. Er hat erst eine Ausbildung gemacht und als er aber keinen Job fand, studierte er. Seit einem Monat ist er jetzt fertig und arbeitet. gut, er ist von morgens 8 bis abends halb 8 ausser Haus, weil er auch nen langen arbeitsweg hat. klar ist man da fertig. Aber man muss ja gerade dann, wenn man sich eh fast nicht sieht auch noch zweimal am Wochenende weg...
Zusammenwohnen tun wir erst vier Jahre, wohnten beide davor zu Hause, es war finanziell nicht möglich. Er hat eben daheim alles gemacht bekommen, sein Vater hat nen scheiss gemacht, ist nur arbeiten gewesen und danach hat er sich in Bars und Kneipen rumgetrieben. Die Mutter war immer brav daheim und hat ihre Kinder bekocht und alles hinterhergetragen bis zum Schluss. Niemand musst mal abtrocknen oder bügeln. Urlaub oder Familienausflüge gab es nie. (nicht mangels Geld, sondern weil der Vater keinen Bock hatte!) Bei mir war es genau umgekehrt: Mein Vater kümmerte sich viel um uns wenn er frei hatte, meine Mutter sowieso. Jedes Wochenende gab es Ausflüge, Skiurlaub, Sommerurlaub, viel mit anderen Familien, wir halfen auch im Haushalt mit...
Das hat eben geprägt. Und es ist sehr schwer, das zu vereinigen... Wenn ich mit ihm darüber rede, dann sieht er es auch ein, dass ich nicht den ganzen Haushalt und alles allein schaffe, aber da er es nicht gewohnt ist, wird es dann mit der Umsetzung nichts. Ich glaube, er sieht auch gar nicht, was man alles tun muss. Als wir noch nicht zusammenwohnten war das ja gar kein Thema und da wir uns die ganze Woche lang nicht sahen machten wir dann auch am Wochenende was... nur jetzt kommt er nie mal von allein auf die Idee, mal nen Babysitter zu besorgen (seine Eltern, Schwester, brüder,...) und mal was zu planen. Wenn ich nichts sage, dann glotzen wir halt fern...

Wenn ichs positiv sehen wollte, dann müsste ich einfach froh sein, dass ich nicht seinen Bruder erwischt hab, der ist der absolute Horror, was das betrifft.

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3. November 2010 um 12:08

Mir ging es ähnlich
Hallo,

mir ging es ähnlich. Mein Freund und ich haben allerdings keine Kinder.

Alle Verabredungen waren wichtiger als ich. Fußball, Freunde, Party. Alles wurde mir vorgezogen. Das ist ziemlich demütigend. Ich kenne das Gefühl.
Neulich waren wir auf einer Hochzeit eingeladen. Da er immer viel trinkt, hatten wir abgesprochen, dass es sich an diesem Abend in Grenzen hält. Am nächten Tag hatte er ausnahmsweise kein Fußball und wir wollten einen Ausflug machen. Ich war also guter Dinge.
Das Unheil fing damit an, dass sein Vater uns am nächsten mittag zum Brunchen einlud. Anstatt hier die Zeit einzgränzen oder zu sagen wir kommen vormittags, weil wir noch einen Ausflug planen, sagte er zu. Später fragte ihn einer seiner Freunde, ob er denn nicht sein Fußballspiel schauen kommt. Und auch da sagte er zu. Wir könnten dann ja zusammen dorthin. Er trank trotz der Absprach ziemlich viel und war natürlich betrunken. Zudem ging es mir an dem Abend nicht gut und ich wollte dann so um halb 2 nach hause. Er weigerte sich allerdings, gab mir 20 fürs Taxi und hat mich allein nach Hause fahren lassen.
Und das ist nur eines der vielen Beispiele.

Ich will dir damit sagen, dass die Männer sich selber Prioritäten setzen müssen. Dass ich nicht oben auf der Liste stehe habe ich an dem Abend dann auch begriffen. So wie du deine Situation beschreibst, sind ihm seine Freunde und sein Bruder auch wichtiger als du und euer Kind.

Man muss sich überlegen ob man damit leben kann immer nur die 2. Geige zu spielen. Ansonsten sollte man die konsequenzen ziehen. Die jetzige Situation und deine Unzufriedenheit ist für euch beide unbefriedigend und vorallem für euer Kind.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen. Viel Glück!

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