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Wann lohnt es, an der Beziehung zu arbeiten?

17. Februar 2011 um 14:35 Letzte Antwort: 19. Februar 2011 um 15:54

Wann lohnt es sich, an der Beziehung zu arbeiten? Wenn diese extrem schwierig ist, kann man durch Arbeit an der Beziehung etwas ändern? Wann ja, wann nein?

Da ich ein Optimist bin und genau daran immer geglaubt habe, habe ich Beziehungen viel länger laufen lassen, als es vernünftig war und mir gut tat.
Dadurch war ich durch meine Ex täglich so viel Stress ausgesetzt, psychischer Gewalt, die mir überhaupt nicht gut tat.

Momentan bin ich so weit, dass ich mir sage, "hey, lass Frauen Frauen sein, es geht dir doch auch als Single so gut. Also genieß diese Zeit"!

Und ich erlebe es auch als eine große Erleichterung, nicht dem Druck ausgesetzt zu sein, unbedingt in eine Beziehung gehen zu müssen, trotzdem ich ein Romantiker bin..

Jetzt bin ich allerdings ein sensitiver, aber starker und erfolgreicher Mann und war immer wählerisch. Aber das hat mich in der Vergangenheit auch nicht davor bewahrt, plötzlich neben einer Xanthippe aufzuwachen.

Jetzt wird sich mancher fragen, warum hat er dann die Beziehung nicht gleich beendet. Weil tiefe Liebe das Band war, was uns zusammen hielt. Und zwar gegenseitig. Die Trennung war dann sehr schmerzlich.

Da das leider bei mir kein Einzelfall war, frage ich mich dies ständig.

Andererseits sage ich mir, man bekommt eine glückliche Beziehung nicht geschenkt, das ist eher wie ein Lotto-Gewinn, man muss an einer Beziehung arbeiten.

Aber ab welchem Zeitpunkt lohnt es sich?

Was für Kriterien gibt es, an denen man erkennt, dieser Mensch ist der Selbstentwicklung fähig, jener nicht?

Woran erkennt man krankhafte, zwanghafte Züge die therapeutischer Obhut bedürften?

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17. Februar 2011 um 14:55

Als Teilzeitxanthippe
denke ich dass es sich immer lohnt wenn Liebe da ist, jedenfalls wenn es psychisch und physisch tragbar ist und die Beziehung nicht die Lebensqualität negativ beeinflusst.
Die Beziehung mit meinem Freund ist auch alles andere als harmonisch da wir doch recht unterschiedliche Charaktere haben und uns oft streiten. Ich denke allerdings solange ich ihn noch vermisse (und er mich) wenn wir uns mal 2 Tage nicht sehen, lohnt es sich immer die Beziehung nicht aufzugeben und weiter daran zu arbeiten.

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17. Februar 2011 um 21:43

Danke
Ich danke Euch für Eure Beiträge.

Vielleicht etwas genauer. Ich bin im besten Alter, also weder jung noch alt. Als Kennedy ermordet wurde, war ich ein Kleinkind.
Auch weiß ich, dass ich kein Therapeut in eigener Sache sein kann.

Das größte Problem in den mir schwierigsten Beziehungen war die KritikSUCHT. Alles war halbleer. Das erträgt man auf Dauer nicht. (Die Toilette war der einzige Ort im Haus, wo man mal ruhig durchatmen konnte). Aber auch grundlose Eifersucht spielte eine Rolle. Was kann ich dafür, wenn andere Frauen mich beobachten oder in gewisser Weise ansehen. Wichtig wäre doch gewesen, wie ich blicke. - Aber hier wurde keine Unterscheidung gemacht.

Oder alles was ich aufgebaut hatte, sollte ich bei einer Beziehung aufgeben. Es wurde nie das WIR gesehen, sondern immer das ICH und DU.

Hallo Coleen, hört sich sehr gut an was Du schreibst. Das macht noch Hoffnung. Kann mich in der Beschreibung Deines Mannes wieder finden. Auch ihr hattet zuvor Eure Enttäuschungen erlebt, wenn ich das richtig verstanden hatte.

Und Sameprocedure. Ja, das ist ein gutes Kriterium. Wenn man den anderen 2 Tage nicht sieht, kommt starke Sehnsucht auf. Wenngleich ich einerseits Sehnsucht hatte (Liebe), andererseits auch, oje, jetzt kommt sie schon wieder zurück. Jetzt wirds wieder stressig.

Aber ich bin nicht mehr in diesen Beziehungen, ich möchte nur nicht, das sich das wiederholt.

Und Alkohol etc. spielte nie eine Rolle!

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18. Februar 2011 um 18:38

Vielleicht
stellst du dir auch die falschen Fragen. Frage dich doch einmal, aus welchen Gründen Beziehungen bei dir zustande kommen. Ich meine, suchst du dir deine Partner eher nach Äußerlichkeiten aus oder was genau ist, was dir wichtig ist?

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18. Februar 2011 um 19:17

Klar
Hallo Tina, dass man an sich arbeiten muss, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Nicht nur an der Beziehung.
Und Justin, ich bin zwar ein Ästhet aber kein oberflächlicher Mensch. Das Innere muss stimmen, sonst wär auch keine tiefe Liebe entstanden.

Die Frage, warum ich an solche Frauen gerate, es sind meist recht facettenreiche und starke Persönlichkeiten, also keine Langweiler.
Und mir ist auch klar, dass es auch immer mit einem selbst zu tun hat und sei es schicksalsbedingt.

Dennoch???

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18. Februar 2011 um 22:09

Mh
soll ich mal ehrlich sein?
Für mich hört das sich so an, als würdest du dich gerade selber in dei Opferrolle manövrieren. So quasi, obwohl ich ein so erfolgreicher, sensitiver Mann bin, habe ich nur Pech in der Liebe.
Tja an was das liegt. Pauschal will ich mir da kein Urteil erlauben. Für eine Beziehung zu kämpfen loht sich immer, wenn echte Gefühle im Spiel sind. Es ist immer ein Risiko nicht zu "gewinnen". Aber ehrlich, wenn du das gibst, was du von herzen geben willst, dann tust du dir selbst den größten Gefallen. Du hast dadurch die Möglichkeit dich selbst kennenzuelernen.
Fakt ist, man sollte nicht versuchen den anderen nach seinen Vorstellungen erziehen zu wollen. Man kann nur an sich arbeiten. Und damit verrichtet man die eigentlche Beziehungsarbeit. Dem Partner sagen, dass er auch mal schwach sein darf, Unterstützung zu bieten, weil man ihn liebt., das sind alles wunderschöne Dinge.
Öffne einfach die Augen und deine Seele.

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19. Februar 2011 um 9:45

Hm, Opfer
@arianne

Ja, so kann man es auch sehen. Zumindest was mir die letzten 7 Jahren begegnet ist. Wenn ihr alle von "an sich arbeiten" sprecht, was für mich eine Selbstverständlichkeit ist, dann bekomme ich noch nicht eine Antwort auf die Frage, woran erkenne ich psychotische Züge. Denn denen möchte ich nicht mehr begegnen. Glaube eben auch, dass es bei letzterem äußerst schwer ist, an der Beziehung selbst wirklich durch Arbeit etwas zu bewirken. So jedenfalls meine Erfahrung.

Klar, ich bin ja kein dummer, habe genügend ausprobiert. So habe ich Verhaltensweisen kurzfristik zum scheinbar Positiven verändert, als ich beispielsweise den Macher, den Macho, den Kritiker spielte. Genau genommen einen "Täter". Aber das liegt mir nicht und ist nur anstrengend auf Dauer. Ich will eine selbstbewusste, entwickelte Frau auf Augenhöhe.

@solltemanmeinen
Danke Dir für Deinen Beitrag, werde dem Link mal nachgehen. So etwas ist es eigentlich, wonach ich fragte.

Denn ansonsten überfordert dies Thema etwas diese Seite. Habe es eben in einer schwachen Minute gestellt.

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19. Februar 2011 um 9:57

Hm, Opfer
@arianne

Ja, so kann man es auch sehen. Zumindest was mir die letzten 7 Jahren begegnet ist. Wenn ihr alle von "an sich arbeiten" sprecht, was für mich eine Selbstverständlichkeit ist, dann bekomme ich noch nicht eine Antwort auf die Frage, woran erkenne ich psychotische Züge. Denn denen möchte ich nicht mehr begegnen. Glaube eben auch, dass es bei letzterem äußerst schwer ist, an der Beziehung selbst wirklich durch Arbeit etwas zu bewirken. So jedenfalls meine Erfahrung.

Klar, ich bin ja kein dummer, habe genügend ausprobiert. So habe ich Verhaltensweisen kurzfristik zum scheinbar Positiven verändert, als ich beispielsweise den Macher, den Macho, den Kritiker spielte. Genau genommen einen "Täter". Aber das liegt mir nicht und ist nur anstrengend auf Dauer. Ich will eine selbstbewusste, entwickelte Frau auf Augenhöhe.

@solltemanmeinen
Danke Dir für Deinen Beitrag, werde dem Link mal nachgehen. So etwas ist es eigentlich, wonach ich fragte.

Denn ansonsten überfordert dies Thema etwas diese Seite. Habe es eben in einer schwachen Minute gestellt.

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19. Februar 2011 um 10:12

Danke nochmals!
@solltemanmeinen

Nochmals Danke für den Tipp!
Habs gerade bestellt!

Ein Leser schreibt da:
"Die Autorin stellt mit ihrem Buch klar, dass sie die alte These vom Opfer, das im Grunde die Gewalt gewollt oder provoziert hat, verabscheut. Für sie sind die Opfer oft intelligent, hilfsbereit, vermittelnd, nicht gewaltsuchend oder masochistisch."

Ist glaube gerade das, was ich gesucht habe. Denn von dem, "es sind immer beide daran Schuld", das ja übergeordnet stimmen mag, habe ich die Nase voll und kann da gegenwärtig nichts mit anfangen.

Es geht mir ums Erkennen!
Super!
Wars vielleicht doch nicht umsonst, sich hier etwas entblößt zu haben.

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19. Februar 2011 um 15:54

Ganz einfach
in einer Beziehung muss von Anfang an Respekt, Gemeinsamkeiten, gegenseitige Unterstützung und eine Zusammengehörigkeit existieren.

Wenn es dann mal Tiefpunkte gibt weil der eine Depri ist oder irgendwas mies läuft gilt es daran zu arbeiten das wieder auf die reihe zu bekommen um den anderen nicht aus den Augen zu verlieren.

Gewalt, Machtspiele, Vernachlässigung haben keinen Beziehungswert.
Weg mit diesen leuten.

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