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Wann kam der Zeitpunkt ab dem ihm alles egal war?

5. Mai 2013 um 12:59 Letzte Antwort: 5. Mai 2013 um 15:40

Ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps geben.

Ich bin nun zwei Jahre mit meinem Freund zusammen. Wir haben uns in unserer Heimatstadt kennengelernt und da ich zu dieser Zeit gerade mit meinem Studium fertig war, sind wir damals nach nur drei Monaten in eine andere Stadt und in die erste gemeinsame Wohnung gezogen. Alles war super schön und wir hatten eine tolle Zeit. Mein Freund (jetzt 24) hatte bis dato seit dem Abi leider nur gejobbt und wurde für die Studiengänge nicht genommen die ihn interessiert hätten und alles andere will/wollte er irgendwie nicht machen. Also kam es so das er ein Fernstudium angefangen hat und in Folge dessen meinte das er nebenher nicht mehr jobben könne da er so viel lernen müsse - was er aber nicht getan hat. Ich habe ihm ein Jahr lang ständig geholfen Bewerbungen zu schreiben, habe ihn motiviert, ihn unter Druck gesetzt und wirklich alles und jede Taktik versucht das er sich aufrappelt und endlich mal etwas tut um sein leben in den Griff zu bekommen. Nun ist er für die Bewerbung zu seinem absoluten Traumjob, welche wir vor kurzem zusammen fertig gemacht haben, eine Runde weiter gekommen, muss sich nun aber für diverse Tests vorbereiten die in 3 Monaten stattfinden. Er tut aber bisher einfach NICHTS dafür. Dazu kommt noch das meine Anstellung befristet ist und ich in ca. vier Monaten fertig bin. Da ich in der neuen Stadt nie so richtig Fuß gefasst habe, habe ich mich auf anraten meines Freundes wieder Richtung Heimat beworben. Mein Freund meinte immer das er eben schaut das er versucht dann mitzukommen oder zumindest irgendwo in die Nähe ziehen will das wir nicht 700 km voneinander getrennt wären. Seit einiger Zeit sieht das jedoch anders aus und er meinte das er wo wir derzeit leben eben auch mit wenig Geld viel besser leben kann und ich habe die Befürchtung das er nun doch hier bleiben will, obwohl ja wirklich niemand "freier" und beruflich ungebundener wäre als er. Ich bin einfach der Meinung wenn man sich wirklich liebt dann versucht man doch dem anderen auch weiterhin nahe zu sein - ganz klar- wären wir aus beruflichen Gründen so weit entfernt, wäre das natürlich etwas anderes und hier muss jeder nach sich schauen aber das man es in Kauf nimmt eine Fernbeziehung auf diese Distanz zu haben nur weil man jetzt plötzlich doch hier bleiben will, zeigt mir doch irgendwie das es ihm nicht so wichtig ist?!? Da wir z.Z. sehr viel Streit haben meinte er auch das er keine Zukunft mit jemandem planen kann wenn er nicht mal sein eigenes Leben auf die Reihe bekomme ( aber er tut ja auch nichts dafür) und ständig sagt er einfach so leicht daher "ja dann ziehen wir einfach einen Schlussstrich". Ich weiß zwar das er das nicht wirklich ernst meint aber es verletzt mich das er nicht für uns kämpft. Dazu kommt, das wir, da wir in der neuen Stadt zuvor niemanden kannten, ca.1Jahr sehr sehr viel zusammen gemacht haben. Nun hat mein Freund seit ca. einem Monat ein paar Jungs kennengelernt mit denen er nun ca.3mal die Woche abhängt und auch auch mal von 18 Uhr abends bis 11 Uhr am nächsten morgen unterwegs ist. Obwohl er lernen müsste und er auch nicht gerade im Geld schwimmt. Genau das war heute beispielsweise auch wieder der Fall. Nun schläft er, obwohl er mir versprochen hatte das wir uns heute mal zusammen setzen und besprechen wie wir das jetzt alles in Zukunft regeln wollen. Ich weiß das ich auch ziemlich zickig reagiere wenn er so lange unterwegs ist, da ich die Typen 1.nicht kenne und ich 2. der Meinung bin das er zur Zeit einfach genug wichtigeres zu tun hat oder wir auch als Paar die Zeit die uns noch bleibt nutzen sollten und er dann auch wirklich mal "schon" um 4 oder 5 nach Hause kommen könnte. Er meint immer nur ich solle ihm nicht "auf die Eier" gehen und zieht sich immer mehr zurück. Beispielsweise meinte er vorhin auch er schläft jetzt und wenn ich dann immer noch reden will dann setzen wir uns um 22Uhr zusammen dann können wir noch 2 Stunden reden...Wie respektlos ist das denn? Ich habe wirklich immer alles für Ihn getan und unterstützt wo ich nur konnte aber langsam wird es mir einfach zu viel. Und immer "Mama" zu spielen macht auch keinen Spaß. Darüber hinaus für jemanden der es gar nicht zu schätzen scheint und lieber sein ganzes Leben chillt nun mit seinen neuen Freunden abhängt. Ich muss dazu sagen das er wirklich keine leichte Kindheit hatte und auch nicht wirkliches Glück bei den Bewerbungen hatte aber irgendwann muss man sich doch mal zusammen reißen. Außerdem bricht es mir auch das Herz wenn ich weiß das wir in 4 Monaten ausziehen weil wir die Wohnung diesen Monat kündigen müssen und ich habe keine Ahnung wo mein Freund danach hin geht? Das ist doch nicht normal. Er meint immer jeder muss nach sich schauen und er dachte das wäre von Anfang an klar gewesen, aber ich bin eben doch der Meinung das man dies natürlich bis zu einem gewissen Punkt tun sollte aber man ist doch auch ein Paar und sollte doch soweit es geht versuchen zusammen zu planen?!?

Ich danke euch schon einmal für eure Antworten.

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5. Mai 2013 um 15:40

Ich danke dir für deine ehrlichen Worte.
Ich glaube du hast recht, aber die Wahrheit zu akzeptieren fällt nur leider so schwer

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