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Wann fühle ich mich wieder normal?

30. Januar 2008 um 16:57

Wie lange braucht es, bis ich mich wieder normal fühle?
Nach 14 Jahren erklärte mir mein Mann im Sommer 2005, das er nicht mehr wisse, ob er mich noch liebe, das alles so schwer geworden sei und er über eine Trennung von mir nachdenke
Da brach zum ersten Mal eine Welt für mich zusammen.

Nein, ich hatte natürlich gewusst, dass wir Schwierigkeiten hatten, aber ich hatte immer das Gespräch mit ihm gesucht und dachte, wir könnten alles als Herausforderung des Lebens sehen, und wir würden das schon meistern. Immerhin gab es nichts wirklich schwieriges, wir haben beide gute Arbeit, ein gesundes Kind und ein Dach über dem Kopf, sowie einen gefüllten Kühlschrank. Sogar Urlaub war drin, also was konnte es da schon Bedrohliches geben, was wir nicht meistern würden?

Ich habe sehr zu knabbern gehabt, und nach 2 Wochen stand auch er wieder vor meiner Tür, entschuldigte sich für den Blackout und bat um einen neunen Versuch.

Wir beschlossen gemeinsam zu einer Eheberatung zu gehen. Dort erklärte man uns, dass soweit alles in Ordnung sei, ich einen wunderbaren Ehemann habe und das ich jetzt nur noch lernen müsste, eine gute Partnerin zu sein, dann würde alles gut.
Das gesamte 2006 beschäftigte ich mich also damit, wie ich meinen Mann zufriedener stimmen könnte, was er brauchte, was ihn störte und ich unterdrückte das Gefühl, das irgendwie etwas nicht stimmte. Immerhin hatte mir mein Mann ja gesagt, dass ich nicht immer alles so ernst nehmen solle, mal locker werden müsste ich versuchte es.

Es gelang nicht, ich war am Ende, am Boden zerstört. Ich war ein Versager, unfähig, den liebsten Menschen glücklich zu machen.
Er verschloss sich immer mehr, bemerkte immer weniger, wie traurig und hilflos ich war und wie sehr ich ihn um Hilfe bat.
Als er nicht mehr reagierte, kündigte ich im Dezember 2006 Konsequenzen an.

Im Januar 2007 zog ich aus dem Schlafzimmer aus und litt alleine im Gästezimmer vor mich hin.
Im März 2007 teilten wir die 4 Zimmer-Whg und unsere Hab & Gut untereinander auf. Wir unterschrieben eine Trennungsvereinbarung und er würde ausziehen.

Kurz danach kam es dann zu einer für mich überraschenden Wende: Mein Mann gestand mir, das er eine Affäre hatte, er jetzt plötzlich wach geworden sei und sich von ihr getrennt habe, weil er nur mich liebt und mit mir zusammen sein will.

Ich glaubte ihm nicht und bestand weiter auf getrennte Haushalte. Seit Oktober 2007 wohnt er alleine, unsere Tochter wohnt bei mir.

Seit dem ist er wie ausgewechselt. Er ist bereit, Gespräche zu führen, Lösungen zu finden und hofft, dass wir diese Krise als Chance sehen können, um wieder zusammen zu kommen.

Ich habe viele Bücher zum Thema gelesen und es scheint viele Betrogene (60% aller Verheirateten betrügen) zu geben, die es noch mal miteinander versuchen und es scheint auch zu klappen.

Ich wünsche mir im Grunde auch nichts anderes, als das uns diese Krise stärkt und hilft, erwachsener, reifer mit unserer Partnerschaft umzugehen.

Wenn dieses Gefühl nicht wäre es fühlt sich so an, als sagt mein Mann, was er auch meint. Er lügt mich nicht an, er ist seit fast einem Jahr alleine und will immer noch mit mir zusammen sein. Aber ich könnte an vielen Tagen einfach nur weinen, weil er mich so belogen hat.

Die Abstände zwischen 2 tieftraurigen Tagen werden größer, also die guten Phasen werden zwar länger, aber dieser dumpfe Schmerz der Verletzung bleibt. Wie lange wird es noch brauchen, um jemals wieder jemanden so zu vertrauen? Oder wird das nie wieder eintreten? Wird es die absolute Sicherheit nie wieder geben? Wird es immer so bleiben, das irgendwo im Hinterstübchen das kleine Monster sagt: Sei vorsichtig, vielleicht wirst Du gerade ausgenutzt oder gar betrogen! Fühlt sich so das Erwachsen-Werden an?

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30. Januar 2008 um 18:06

Trost
Ich verstehe deine Gedanken und die Fragen, die du hast. Deine Trauer und deine Wut. Ob du ihm je wieder vertrauen kannst? Ich glaube, dass es wichtig ist sich dafür Zeit zu nehmen. Es ist deine Zeit, dich wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Womöglich ist eure Partnerschaft nicht zu Ende. So ein Vertrauenbruch verändert und hinterläßt eine Erfahrung.
Wenn du erlaubst dann habe ich noch Fragen: Wann hat die Affäre denn gehabt? Bevor er mit dir über seine Gefühle, die abgeklungen seinen gesprochen hat oder danach?
Hat er denn die Affäre beendet oder sie?

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30. Januar 2008 um 21:59
In Antwort auf niamh_12171265

Trost
Ich verstehe deine Gedanken und die Fragen, die du hast. Deine Trauer und deine Wut. Ob du ihm je wieder vertrauen kannst? Ich glaube, dass es wichtig ist sich dafür Zeit zu nehmen. Es ist deine Zeit, dich wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Womöglich ist eure Partnerschaft nicht zu Ende. So ein Vertrauenbruch verändert und hinterläßt eine Erfahrung.
Wenn du erlaubst dann habe ich noch Fragen: Wann hat die Affäre denn gehabt? Bevor er mit dir über seine Gefühle, die abgeklungen seinen gesprochen hat oder danach?
Hat er denn die Affäre beendet oder sie?

Danke...
... für Deine Worte, Mich wieder ins Gleichgewicht bringen, ja, das ist es wohl... und ich bin ungeduldig, wie mir scheint, ich habe es satt, dieses Hin und Her und dieses Zerrissen sein.

Wann seine Affäre war? Nun, er verließ mich das erste Mal im Sommer 2005. Im August 05 war er wieder da, mit dem Versprechen, alles würde besser werden. Während wir die Therapie begannen, muß auch seine Affäre angefangen haben. Das war im Frühjahr 2006.

Ich bemerkte im Sommer 2006, das er sich verändert hatte. Er reagiert, in dem er meinte, ich w+ürde mir alles nur einbilden, ich würde zu viele Liebesfilme sehen und erwarte von ihm etwas, das es im wahren Leben nicht geben würde.

Im Dezmber 2006 stellte ich ihm dann das erste Ultimatum, das im Januar 2007 dazu führte, das wir uns nach und nach räumlich trennten.

Im Juli 2007, als sein Auszug feststand und die Trennungsvereinbarung aufgeschrieben war, die Anwälte den Unterhalt ausgerechnet hatten und ich mich damit abgefunden hatte, das unsere Ehe vorbei und unsere Liebe nicht mehr existierte, da gestand er mir die Wahrheit.
Er hatte seine Freundin da seit 3 Wochen nicht gesehen.

Ich habe ihm gesagt, das er eine Entscheidung treffen muß. Da meinte er, die habe er schon getroffen, er will mit mir zu sammen sein. Daraufhin fragte ich ihn, ob seine Freundin denn von seiner Entscheidung wüßte. Da hat er mit ihr Schlußgemacht und seine Handynummer geändert.

Und seitdem bemüht er sich sehr, auf mich einzugehen.
Aber es ist so schwer, weil ich nicht die gleichen Fehler nochmal machen will. Ich habe Angst, wieder so zu vertrauen, das wenn es nciht klappt, ich daran kaputt gehe.

In der Zeit zwischen Januar und Juli 2007 war einfach die Hölle. An manchen Tagen wäre ich lieber gestorben, statt den Schmerz auszuhalten. Und jetzt fühle ich mich immer wieder ganz gut. Ich kann wieder schlafen, essen, hin und wieder gehe ich auch aus.

Ich kann einigermaßen normal mit ihm reden, und das tut gut, weil er sich jetzt so verhält, wie ich es mir gewünscht habe. Ich habe nur Bedenken, das er das vergißt, wenn alles wieder "normal" ist... ich frage mich, ob ich jemals wieder in der Lage sein kann, ihm oder irgendwem so zu vertrauen.
Dann fühle ich mich irgendwie dumpf, abgeklärt, kalt... merkwürdig, sowas habe ich noch nie erlebt, obwohl ich mich oft von alten Beziehungen trennen mußte, nur eben noch nie von einer großen Liebe, meiner ersten Liebe.

Es ist schon wieder länger geworden, als ich wollte, sorry, ich jammere immer noch viel zu sehr...
gute Nacht erst mal...

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31. Januar 2008 um 11:31
In Antwort auf Lea29

Danke...
... für Deine Worte, Mich wieder ins Gleichgewicht bringen, ja, das ist es wohl... und ich bin ungeduldig, wie mir scheint, ich habe es satt, dieses Hin und Her und dieses Zerrissen sein.

Wann seine Affäre war? Nun, er verließ mich das erste Mal im Sommer 2005. Im August 05 war er wieder da, mit dem Versprechen, alles würde besser werden. Während wir die Therapie begannen, muß auch seine Affäre angefangen haben. Das war im Frühjahr 2006.

Ich bemerkte im Sommer 2006, das er sich verändert hatte. Er reagiert, in dem er meinte, ich w+ürde mir alles nur einbilden, ich würde zu viele Liebesfilme sehen und erwarte von ihm etwas, das es im wahren Leben nicht geben würde.

Im Dezmber 2006 stellte ich ihm dann das erste Ultimatum, das im Januar 2007 dazu führte, das wir uns nach und nach räumlich trennten.

Im Juli 2007, als sein Auszug feststand und die Trennungsvereinbarung aufgeschrieben war, die Anwälte den Unterhalt ausgerechnet hatten und ich mich damit abgefunden hatte, das unsere Ehe vorbei und unsere Liebe nicht mehr existierte, da gestand er mir die Wahrheit.
Er hatte seine Freundin da seit 3 Wochen nicht gesehen.

Ich habe ihm gesagt, das er eine Entscheidung treffen muß. Da meinte er, die habe er schon getroffen, er will mit mir zu sammen sein. Daraufhin fragte ich ihn, ob seine Freundin denn von seiner Entscheidung wüßte. Da hat er mit ihr Schlußgemacht und seine Handynummer geändert.

Und seitdem bemüht er sich sehr, auf mich einzugehen.
Aber es ist so schwer, weil ich nicht die gleichen Fehler nochmal machen will. Ich habe Angst, wieder so zu vertrauen, das wenn es nciht klappt, ich daran kaputt gehe.

In der Zeit zwischen Januar und Juli 2007 war einfach die Hölle. An manchen Tagen wäre ich lieber gestorben, statt den Schmerz auszuhalten. Und jetzt fühle ich mich immer wieder ganz gut. Ich kann wieder schlafen, essen, hin und wieder gehe ich auch aus.

Ich kann einigermaßen normal mit ihm reden, und das tut gut, weil er sich jetzt so verhält, wie ich es mir gewünscht habe. Ich habe nur Bedenken, das er das vergißt, wenn alles wieder "normal" ist... ich frage mich, ob ich jemals wieder in der Lage sein kann, ihm oder irgendwem so zu vertrauen.
Dann fühle ich mich irgendwie dumpf, abgeklärt, kalt... merkwürdig, sowas habe ich noch nie erlebt, obwohl ich mich oft von alten Beziehungen trennen mußte, nur eben noch nie von einer großen Liebe, meiner ersten Liebe.

Es ist schon wieder länger geworden, als ich wollte, sorry, ich jammere immer noch viel zu sehr...
gute Nacht erst mal...

Hallo erst mal...
das ist kein jammern, sonder ein ausdruck deiner gefühle und wenn sie jemand versteht, dann sind das wir hier. wir kennen das alle zu gut und denken da nicht anders als du. ich finde krass das die eheberatung dir gesagt hat das (so hört es sich an) du an allem schuld bist und du so vieles ändern wolltest und dir so viel mühe gegeben hast. merke! zieh dir diesen schuh nicht an. zu so etwas gehören einfach zwei. es muss ja auch für dich gründe gehabt haben, das du dich vielleicht verändert hast, das passiert ja nicht einfach so. und auch er sollte versuchen dich glücklich zu machen und sich genau solche mühe geben!!! allein geht das nicht. wann dieses gefühl weg geht würde ich auch gern wissen. mir geht dieses gefühl auch ziemlich auf den zeiger. ich versuche es zu unterdrücken aber immer klappt das nicht. es brauch wahrscheinlich lange zeit, damit man wieder vertrauen und glauben kann. man sagt ja, ziet heilt alle wunden. das hoffe ich. denn ewig mit diesem gefühl zu leben würde uns alle kaputt machen und es haben ja schon ganz andere menschen geschafft...

liebe grüße, kopf hoch

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1. Februar 2008 um 9:28
In Antwort auf taliba_12637352

Hallo erst mal...
das ist kein jammern, sonder ein ausdruck deiner gefühle und wenn sie jemand versteht, dann sind das wir hier. wir kennen das alle zu gut und denken da nicht anders als du. ich finde krass das die eheberatung dir gesagt hat das (so hört es sich an) du an allem schuld bist und du so vieles ändern wolltest und dir so viel mühe gegeben hast. merke! zieh dir diesen schuh nicht an. zu so etwas gehören einfach zwei. es muss ja auch für dich gründe gehabt haben, das du dich vielleicht verändert hast, das passiert ja nicht einfach so. und auch er sollte versuchen dich glücklich zu machen und sich genau solche mühe geben!!! allein geht das nicht. wann dieses gefühl weg geht würde ich auch gern wissen. mir geht dieses gefühl auch ziemlich auf den zeiger. ich versuche es zu unterdrücken aber immer klappt das nicht. es brauch wahrscheinlich lange zeit, damit man wieder vertrauen und glauben kann. man sagt ja, ziet heilt alle wunden. das hoffe ich. denn ewig mit diesem gefühl zu leben würde uns alle kaputt machen und es haben ja schon ganz andere menschen geschafft...

liebe grüße, kopf hoch

Ja....
ich dem von minimy nur zustimmen,wir kennen diese schmerzen nur zu gut!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

die zeit wirds bringen,poitiv denken(versuch ich auch immer)klappt nicht immer,aber immer öfter!!!

irgendwann scheint die sonne wieder!!!

man sollte sich nicht immer von den gedanken und bildern im kopf fertig machen lassen,knips alles aus ,ist schwer,wissen wir alle,aber es wird besser!!!

viel glück

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1. Februar 2008 um 12:15
In Antwort auf murphy_12938121

Ja....
ich dem von minimy nur zustimmen,wir kennen diese schmerzen nur zu gut!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

die zeit wirds bringen,poitiv denken(versuch ich auch immer)klappt nicht immer,aber immer öfter!!!

irgendwann scheint die sonne wieder!!!

man sollte sich nicht immer von den gedanken und bildern im kopf fertig machen lassen,knips alles aus ,ist schwer,wissen wir alle,aber es wird besser!!!

viel glück

Das höre ich immer wieder...
Zeit...

aber wie lange, wann wird es aufhören? Ich fühle mich ja Zeitweise besser, kann oft sogar abschalten und stelle immer wieder auch fest, das ich die ganze Sache kurz vergessen habe...

es sind jetzt 10 Monate vergangen, und ich mag schon gar nichts mehr sagen, wie ich mich wirklich fühle, um meinem Umfeld ( Kollegen, Familie ect.) nicht immer von den gleichen Dingen zu erzählen.

Man sollte...
denk nicht so viel nach...
hör auf zu grübeln...
mach es Dir schön...

ach - ich kann diese Ratschläge in- und auswendig, ich hatte so oft schon geglaubt, es entlich begriffen zu haben, aber dann kommt eine einsame dunkle Nacht, oder eine blöde Telefonrechnung, oder ein altes Foto, oder oder oder... und schon hocke ich wieder da und heule.

Ihr meint also, dass muss so und wird irgendwann besser? Also wann? 6 Monate? 1 Jahr? Länger?...

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1. Februar 2008 um 12:37
In Antwort auf Lea29

Das höre ich immer wieder...
Zeit...

aber wie lange, wann wird es aufhören? Ich fühle mich ja Zeitweise besser, kann oft sogar abschalten und stelle immer wieder auch fest, das ich die ganze Sache kurz vergessen habe...

es sind jetzt 10 Monate vergangen, und ich mag schon gar nichts mehr sagen, wie ich mich wirklich fühle, um meinem Umfeld ( Kollegen, Familie ect.) nicht immer von den gleichen Dingen zu erzählen.

Man sollte...
denk nicht so viel nach...
hör auf zu grübeln...
mach es Dir schön...

ach - ich kann diese Ratschläge in- und auswendig, ich hatte so oft schon geglaubt, es entlich begriffen zu haben, aber dann kommt eine einsame dunkle Nacht, oder eine blöde Telefonrechnung, oder ein altes Foto, oder oder oder... und schon hocke ich wieder da und heule.

Ihr meint also, dass muss so und wird irgendwann besser? Also wann? 6 Monate? 1 Jahr? Länger?...

...
wann das passieren wird kann dir keiner sagen. das ist von person zu person unterschiedlich. die eine verarbeitet es besser und schneller, die andere braucht halt etwas länger. weiß genau wovon du redest. und immer wenn man glaubt es überstanden zu haben, kommen dunkle wolken und der schmerz ist wieder da. mich nervt das auch total. hab auch grad wieder diese schlimmer zeit. aber bei mir ist es gott sei dank so das mein mann in diesen momenten so gut für mich da ist wie er kann. ich versuche ihm keine vorwürfe mehr zu machen, dennoch steht noch die frage im raum "warum"? ich muss einfach mit ihm drüber reden, sonst werde ich ganz irre. aber er kennt mich und weiß das und er versteht dieses auch. ich schätze auch in zwei oder drei jahren gibt es noch gelegenheiten, wo dieser schmerz einen nieder macht und einem alles wieder durch den kopf geht...

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1. Februar 2008 um 12:41
In Antwort auf Lea29

Das höre ich immer wieder...
Zeit...

aber wie lange, wann wird es aufhören? Ich fühle mich ja Zeitweise besser, kann oft sogar abschalten und stelle immer wieder auch fest, das ich die ganze Sache kurz vergessen habe...

es sind jetzt 10 Monate vergangen, und ich mag schon gar nichts mehr sagen, wie ich mich wirklich fühle, um meinem Umfeld ( Kollegen, Familie ect.) nicht immer von den gleichen Dingen zu erzählen.

Man sollte...
denk nicht so viel nach...
hör auf zu grübeln...
mach es Dir schön...

ach - ich kann diese Ratschläge in- und auswendig, ich hatte so oft schon geglaubt, es entlich begriffen zu haben, aber dann kommt eine einsame dunkle Nacht, oder eine blöde Telefonrechnung, oder ein altes Foto, oder oder oder... und schon hocke ich wieder da und heule.

Ihr meint also, dass muss so und wird irgendwann besser? Also wann? 6 Monate? 1 Jahr? Länger?...

Ich..
hoffe es,
bei mir ist es 7 mon. her ,ich denk auch tägl.dran,aber ich sage mir auch tägl. es wird besser,was anderes bleibt uns doch eh nicht übrig...
wie lange so was dauert?das weiß niemand!

es ist einfach ne beschissene situation!!!!!!

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2. Februar 2008 um 11:44
In Antwort auf Lea29

Danke...
... für Deine Worte, Mich wieder ins Gleichgewicht bringen, ja, das ist es wohl... und ich bin ungeduldig, wie mir scheint, ich habe es satt, dieses Hin und Her und dieses Zerrissen sein.

Wann seine Affäre war? Nun, er verließ mich das erste Mal im Sommer 2005. Im August 05 war er wieder da, mit dem Versprechen, alles würde besser werden. Während wir die Therapie begannen, muß auch seine Affäre angefangen haben. Das war im Frühjahr 2006.

Ich bemerkte im Sommer 2006, das er sich verändert hatte. Er reagiert, in dem er meinte, ich w+ürde mir alles nur einbilden, ich würde zu viele Liebesfilme sehen und erwarte von ihm etwas, das es im wahren Leben nicht geben würde.

Im Dezmber 2006 stellte ich ihm dann das erste Ultimatum, das im Januar 2007 dazu führte, das wir uns nach und nach räumlich trennten.

Im Juli 2007, als sein Auszug feststand und die Trennungsvereinbarung aufgeschrieben war, die Anwälte den Unterhalt ausgerechnet hatten und ich mich damit abgefunden hatte, das unsere Ehe vorbei und unsere Liebe nicht mehr existierte, da gestand er mir die Wahrheit.
Er hatte seine Freundin da seit 3 Wochen nicht gesehen.

Ich habe ihm gesagt, das er eine Entscheidung treffen muß. Da meinte er, die habe er schon getroffen, er will mit mir zu sammen sein. Daraufhin fragte ich ihn, ob seine Freundin denn von seiner Entscheidung wüßte. Da hat er mit ihr Schlußgemacht und seine Handynummer geändert.

Und seitdem bemüht er sich sehr, auf mich einzugehen.
Aber es ist so schwer, weil ich nicht die gleichen Fehler nochmal machen will. Ich habe Angst, wieder so zu vertrauen, das wenn es nciht klappt, ich daran kaputt gehe.

In der Zeit zwischen Januar und Juli 2007 war einfach die Hölle. An manchen Tagen wäre ich lieber gestorben, statt den Schmerz auszuhalten. Und jetzt fühle ich mich immer wieder ganz gut. Ich kann wieder schlafen, essen, hin und wieder gehe ich auch aus.

Ich kann einigermaßen normal mit ihm reden, und das tut gut, weil er sich jetzt so verhält, wie ich es mir gewünscht habe. Ich habe nur Bedenken, das er das vergißt, wenn alles wieder "normal" ist... ich frage mich, ob ich jemals wieder in der Lage sein kann, ihm oder irgendwem so zu vertrauen.
Dann fühle ich mich irgendwie dumpf, abgeklärt, kalt... merkwürdig, sowas habe ich noch nie erlebt, obwohl ich mich oft von alten Beziehungen trennen mußte, nur eben noch nie von einer großen Liebe, meiner ersten Liebe.

Es ist schon wieder länger geworden, als ich wollte, sorry, ich jammere immer noch viel zu sehr...
gute Nacht erst mal...

Zeit für dich nehmen
Hoffe, dass du noch gut schlafen konntest.
Deine Reaktionen sind doch völlig verständlich. Wenn man sich irgendwo verbrannt hat, dan schreckt man doch beim zweiten Mal zurück. Diese Gefühle verankern sich, glaube ich und es ist eine Schutzreaktion. Du schreibst, dass du die gleichen Fehler nicht nochmal machen willst. Vielleicht hilft es Dir, nicht dein eigenes Vertrauen grundsätzlich in Frage zu stellen, sondern wie du vertraust. Vertrauen zu geben ist doch ein schönes Gefühl. Ich glaube, dass vielmehr er lernen muß dein Vertraen anzunehmen. Wissen was das bedeutet, auch für ihn.
Du hast erst geschrieben, dass er ein Jahr alleine war, aber er war ja bis Juli nicht alleine. Also war er doch nur 6 Monate alleine.
Schau mal wie lange er gebraucht um sagen zu können was mit ihm los ist und die ganze Zeit hat er noch jemanden anderes gehabt, um sich am Ende entscheiden zu können. Und wie lange hast du jetzt gehabt? Auch du brauchst Zeit. Er hat dir zugemutet, deine Liebe und dein Vertrauen zu ihn nicht in der Art zu respektieren, dass du ungeschadet bleibst. Und jetzt? Befürchtest du nicht mehr so sein zu können wie früher? Wie früher ist es ja nicht mehr. Es ist, glaube ich, für den betrügenden Partner auch eine Aufgabe zu verstehen, dass sie nicht plözlich da stehen können mit all der Wahrheit und sagen sie haben sich jetzt entschieden und dann von Liebe reden und die ganze Zeit nicht wahrhaben wollen, dass sie selber erst mal sehr viel Durchhaltevermögen mitbringen müßen, um den Partner nicht wieder im Stich zu lassen. Und zwar auch in den ganzen emotionalen Ausprägungen.
jetzt habe ich auch lang geschrieben. Wünsche dir viel Kraft, Ruhe und Zeit für Dich.

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5. Februar 2008 um 11:54
In Antwort auf taliba_12637352

...
wann das passieren wird kann dir keiner sagen. das ist von person zu person unterschiedlich. die eine verarbeitet es besser und schneller, die andere braucht halt etwas länger. weiß genau wovon du redest. und immer wenn man glaubt es überstanden zu haben, kommen dunkle wolken und der schmerz ist wieder da. mich nervt das auch total. hab auch grad wieder diese schlimmer zeit. aber bei mir ist es gott sei dank so das mein mann in diesen momenten so gut für mich da ist wie er kann. ich versuche ihm keine vorwürfe mehr zu machen, dennoch steht noch die frage im raum "warum"? ich muss einfach mit ihm drüber reden, sonst werde ich ganz irre. aber er kennt mich und weiß das und er versteht dieses auch. ich schätze auch in zwei oder drei jahren gibt es noch gelegenheiten, wo dieser schmerz einen nieder macht und einem alles wieder durch den kopf geht...

Akzeptanz
heißt das Zauberwort.
Wir alle müssen akzeptieren, denn wir werden nie vergessen was wir in dieser Zeit durchgemacht haben. Davon bin ich überzeugt.
Die Frage nach dem "warum" konnte ich mir (und sicher auch viele von euch) selber erklären. Die Frage "ist DAS der Mann, dem ich mein Leben anvertraute" finde ich viel schwieriger. Wir haben sicher alle unsere Fehler gemacht, aber keiner hat es verdient, jemals so dermassen belogen zu werden.
Vor allem müssen wir uns akzeptieren. Wir haben unseren Stolz, unser Selbstbewusstsein, unser altes Leben verloren. Wir haben die Möglichkeit, unseren Stolz und unser Selbstbewusstsein wieder aufzubauen. Unser altes Leben bekommen wir nicht wieder (ich will es auch gar nicht, denn dadurch ist die Situation ja erst entstanden). Wir können nur mit dem "alten" Partner ein neues Leen aufbauen.
Vertrauen, wie früher, ich glaub das kann ich noch lange nicht, aber jeden Tag beweist er mir aufs Neue, das er an meien Vertrauen zu ihm arbeitet und das ist doch ein guter Weg.
ich habe in der Krisenzeit zu meinem Mann einmal verzweifelt gesagt:"es wird nie mehr wie früher."
Das hat sich bewahrheitet, aber anders ist vielleicht sogar noch schöner

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9. Februar 2008 um 21:08

...
Hallo Lea!

Bei mir ist es 5 Jahre her das mein Mann mir gestanden hat das er mich betrogen hat. Der böse dumpfe Schmerz und das Grübeln über das was er mit der anderen gemacht hat...wollte ich gar nicht wissen... und dann wiederrum doch... diese Zeit war nach 1,5 Jahren vorbei. Es wurde dann immer besser und besser, obwohl ich schon immer wieder kleinere Eifersuchtsanfälle hatte, das war vor der Geschichte nicht so.
Aber mein Fazit ist : das Kämpfen hat sich gelohnt - weil wir uns lieben. Und vor so einer Entäuschung ist der der betogen wurde genauso wenig sicher wie jemand der noch nie betrogen wurde...
Versuche alles wieder auf null zu stellen und neu anzufangen. Ihr habt eine 2.Chance wenn Ihr Euch liebt!
Viel Glück!!!

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