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Wann darf man Lügen?

22. September 2010 um 16:43

Mein Partner hat mir in unserer gesamten Beziehung immer erklärt, wie wichtig ihm Ehrlichkeit ist, dass er jemanden, der lügt nicht versteht und so jemanden auch nicht in seinem Leben haben wollte. Ich habe das an ihm immer sehr geschätzt und es war eine Eigenschaft, die einen großen Teil meiner Liebe zu ihm ausmachte.
So etwa nach zwei Jahren gestand er mir, dass er mich in einer für mich sehr ernsthaften und wichtigen Sache über die ganze Beziehung hinweg mehrere Male angelogen hat. Mich hat das sehr sehr verletzt und das Bild, dass ich von ihm bis dato hatte, ziemlich ins Wanken gebracht. Es tat ihm auch sehr leid, er hat sogar geweint und mir versprochen, dass es nie wieder vorkommt und so habe ich ihm verziehen. Dennoch fiel es mir in der Folge manchmal schwer, ihm etwas zu glauben. Ich sagte mir aber immer wieder, dass er im Grunde ja ein ehrlicher Mensch ist.
Dann fand ich heraus, dass er mich in einer weiteren Sache im Laufe der gesamten Beziehung anlog. Ich war tief getroffen, vor allem, weil es ihm gar nicht mehr leid zu tun schien.
Nun habe ich aber mitgekriegt, dass er mich immer mal wieder aus Bequemlichkeit anlügt, eben, weil es gerade unangenehm wäre, die Wahrheit zu sagen (weil sich daraus ja vielleicht z.B. eine Diskussion ergeben könnte). Er fand das völlig in Ordnung. Ich sagte aber, dass Ehrlichkeit für mich die Grundlage einer Beziehung ist und mich das sehr trifft, weil er mich schon einige Male anlog und es somit schon schwer genug ist, ihm zu vertrauen. Er meinte, das wären ja gar keine richtigen Lügen...für mich ist eine Lüge aber nunmal, wenn man vorsätzlich nicht die Wahrheit sagt. Er findet, dass das kleine Notlügen sind, die keine Beachtung verdienen.
Nur ist mein Problem, dass ich mir nun nie sicher sein kann, wann er mir überhaupt mal ehrlich antwortet oder ob es nicht bequemer ist eine "Notlüge" zu erzählen und das
nimmt mir die Vertrauensbasis.
Er sagt, ich übertreibe und solle mich darüber nicht aufregen, will aber gleichzeitig nicht, dass ich mich in der Zukunft solcher "Notlügen" bediene.

Übertreibe ich nun mit meinem Beharren auf Ehrlichkeit? Und wenn ja, wie geht man damit um, nie so genau zu wissen, was man von seine Aussagen für bare Münze nehmen kann? Oder ist das gar nicht so wichtig?

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22. September 2010 um 16:54

Hmmm
Also ich finde es jetzt echt schwer was Produktives dazu zu sagen,weil du ja nicht sagst worin er nun lügt,allerdings solltest du dir mal die frage stellen ob du nicht vielleicht auch mal geflunkert hast oder mal lieber den mund gehalten hast in bestimmten sachen.
Ich denke jeder hat das schon gemacht ,die sogenante Notlüge um was abzuwegen gerade in einer Beziehung.

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22. September 2010 um 16:55

Nie
Lügen sollte man nie und Du brauchst keine Lügen zu akzeptieren.
Notlügen gebraucht Dein Freund nur, weil er zu faul ist, sich Auseinandersetzungen zu stellen. Das gehört aber im Beziehungsalltag dazu.
Ich wollte und könnte nicht mit jemandem zusammensein, bei dem ich nie sicher sein kann, ob er gerade lügt oder die Wahrheit spricht.

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22. September 2010 um 16:56

Nun
danke für die schnelle Anwort. Ich habe meinen Freund gebeten, zu respektieren, dass ich auch "Notlügen" nicht akzeptieren kann, weil ich nicht weiß, wie ich damit umgehen sollte und ihm gesagt, dass ich erwarte, dass er ehrlich antwortet, wenn ich ihm eine Frage stelle. Er war auch irgendwann einverstanden. Das Problem an der ganzen Sache ist natürlich nur, dass ich ihm AUCH DAS nicht richtig glauben kann...war das auch wieder die Bequemlichkeit, mir Recht zu geben, damit ich das Thema ruhen lasse?
Wie soll man so jemandem überhaupt noch etwas glauben? Sollte er sich nicht ein bisschen mehr Mühe geben, mich zu überzeugen, dass er nicht mehr lügt?
Es ist wirklich anstrengend immer im Zweifel über seine Aussagen zu sein...

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22. September 2010 um 17:03
In Antwort auf clint_12089590

Hmmm
Also ich finde es jetzt echt schwer was Produktives dazu zu sagen,weil du ja nicht sagst worin er nun lügt,allerdings solltest du dir mal die frage stellen ob du nicht vielleicht auch mal geflunkert hast oder mal lieber den mund gehalten hast in bestimmten sachen.
Ich denke jeder hat das schon gemacht ,die sogenante Notlüge um was abzuwegen gerade in einer Beziehung.

Ich würde nicht behaupten,
dass nicht jedem mal eine kleine Lüge über die Lippen geht. Nur, wenn man dann ertappt wird, sollte man sich doch zumindest entschuldigen, oder? Zu wissen, dass solche Lügen aber ganz normal bei ihm sind und immer wieder vorkommen können, bringt mich sehr durcheinander.

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22. September 2010 um 17:08

Ich nehme mal stark an...
...dass er dir in einer sache aus seiner vergangenheit nicht die wahrheit gesagt hat (besuch im puff, mehr frauen wie gedacht, usw...) ...tja, so ticken eben viele männer. habe vor kurzem einen artikel drüber gelesen...männer wollen oft nichts erklären oder eben darüber diskutieren warum, weshalb und wieso sie das gemacht haben...

mein mann hatte auch so ein paar kleine flunkereien...ich hab's ihm verziehen, weil ich weiss, dass er einfach ein ehrlicher mensch ist und während unserer beziehung nie irgendwas vorgefallen ist, das mich hätte zweifel lassen...also abgehakt!

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22. September 2010 um 17:19
In Antwort auf jaana_11887320

Ich nehme mal stark an...
...dass er dir in einer sache aus seiner vergangenheit nicht die wahrheit gesagt hat (besuch im puff, mehr frauen wie gedacht, usw...) ...tja, so ticken eben viele männer. habe vor kurzem einen artikel drüber gelesen...männer wollen oft nichts erklären oder eben darüber diskutieren warum, weshalb und wieso sie das gemacht haben...

mein mann hatte auch so ein paar kleine flunkereien...ich hab's ihm verziehen, weil ich weiss, dass er einfach ein ehrlicher mensch ist und während unserer beziehung nie irgendwas vorgefallen ist, das mich hätte zweifel lassen...also abgehakt!

Nun leider nicht...
Er hat mich wegen Dingen belogen, die in unerer Beziehung stattfanden.
Zuerst hat er mir Unwahrheiten über seinen tatsächlichen (leider sehr hohen) Marihuanakonsum erzählt. Dieses Thema ist für mich sehr ernst und ich finde es grauenvoll, dass er so viel davon konsumiert. Ich habe ihn gebeten, wenigstens ehrlich zu mir zu sein in Bezug auf dieses Thema, damit ich weiß, woran ich bin. Er war es nicht und das war sehr sehr schlimm für mich. Als nächstes log er mir ständig vor, er würde nie Pornos sehen. Kann ich vielleicht irgendwo noch verstehen, dass er nicht darüber reden will, aber dennoch traf es mich, dass er schon wieder unehrlich war. Ja und nun kommen eben immer wieder Lügen hervor. Zugebenermaßen geht es dabei nicht um schwerwiegende Themen. Deswegen sind es ja für ihn akzeptable Lügen aus Bequemlichkeit...

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